Länderüberschreitende Rad- und Wanderwege sowie Tourismus

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Landtag von Sachsen-Anhalt Drucksache 1/699 Erste Wahlperiode 11. 07. 1991 Zu Drs.  1/550 - Ländergrenzenüberschreitende Rad- und Wanderwege und touristische Maßnahmen (Anfrage yo� Abg. �errn Becker   COU) Antwo:c aer Canoesreg 1erung' Betr.:  Kleine Anfrage der Fraktion der CDU betreffend einea ländergrenzenüberschreitenden Rad- und Wanderveg Osterburg-Camburg Das Ministerium für Wirtschaft, Technologie und Verkehr steht dem Vorhaben eines ländergrenzenüberschreitenden Rad- und Wanderweges Osterburg-Camburg (Thüringen) grundsätzlich positiv gegenüber. Bezeichnetes Projekt würde aus unserer Sicht insbesondere einem umweltverträglichen, sanften Tourismus entsprechen und ein Binde­ glied zwischen den benachbarten Gemeinden der Bundesländer Thürin­ gen und Sachsen-Anhalt darstellen. Eine Förderung der Maßnahme ist sowohl über Arbeitsbeschaffungs­ maßnahmen (Personalkosten sowie anteilige Sachkosten) als auch im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe von Bund und Ländern "Verbesse-· rung der regionalen Wirtschaftsstruktur" gegeben. Bei letztgenannter Gemeinschaftsaufgabe beträgt der Fördersatz 70 % der Gesamtinvestition. Allerdings können diese Investitions­ beihilfen lediglich für den Teil des geplanten Weges eingesetzt werden, der auf dem Territorium von Sachsen-Anhalt verläuft, für den Thüringer Teil ist ein gesonderter Antrag an die dortigen zu­ ständigen Stellen zu richten. Eine weitere Möglichkeit der finanziellen Förderung ergäbe sich weiterhin über das Radwegebedarfsprogramm des Landes unter der Bedingung, daß die Streckenführung entlang einer klassifizier­ ten Straße erfolgt. letzteres geht aus dem Text der kleinen Anfrage nicht hervor. Voraussetzung für den Einsatz genann ter Fördermöglichkeiten des Landes Sachsen-Anhalt bildet eine zu erarbeitende Konzeption, ein­ schließlich Streckenführung, Wegebauprojekt sowie Kosten- und Investitionsplan. Wir e mpfehlen dieses Konzept in Gemeinsamkeit der beteiligten Land­ kreise und Gemeinden beider Bundesländer, unter Einbeziehung des regionalen Fremdenverkehrsverbandes "Mitteldeutsche Burgen und Weinregion Saale-Unstrut• sowie der örtlichen Straßenbauämter bzw. Straßenmeistereien, zu erstellen und mit dem Ministerium für Wirt­ schaft, Technologie und Verkehr und der Bezirksregierung Halle, Abt. Wirtschaftsförderung abzustimmen. Bei letzterer Dienststelle sind dann auch entsprechende Antrag­ stellungen einzureichen.
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-  2 - Bei AB-Maßnahmen ist die Trigerschaft im Territoriu• abzustimmen. Förderungen des Landes bedingen eine vorherige Klirung dar Eigen­ tumsverhältnisse an Grund und B o den. Das Ministerium für Wirtschaft, Technologie und Verkehr ist gern bereit dia betroffenen Landkreise in Verhandlungen ait der Deut­ � schen Reichsbahn dahingehend zu unterstützen, macht aber darauf aufmerksam, daß eine Entscheidung über die Abtretung von entspre­ chenden Bodenfliehen allein in dar Entscheidung des Eigentümers liegt. Im Auftrag der  Landesre g ierung die Antwort übermittelt durch   den Chef der Staatskanzlei,   Herrn Or. Gerhold (Ausgegeben am 11. 07.  1991)
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