Zukunft und Erhalt der Theater & Philharmonie Thüringen (TPT)

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Thüringer Landtag 5. Wahlperiode Drucksache 5/      1739 28.10.2010 Kleine Anfrage der Abgeordneten Siegesmund und Rothe-Beinlich (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) und Antwort des Thüringer Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur Zukunft und Erhalt der Theater & Philharmonie Thüringen (TPT) Die Kleine Anfrage 865 vom 27. August 2010 hat folgenden Wortlaut: Das Theater Altenburg-Gera ist ein Fünf-Sparten-Theater, das 1995 aus der Fusion des Landestheaters Al- tenburg mit den Bühnen der Stadt Gera entstanden ist. 2006 wurde das fusionierte Theater in TPT Theater & Philharmonie Thüringen GmbH umbenannt. Getragen wird das TPT vom Land und drei Gesellschaftern: dem Landkreis Altenburger Land, der Stadt Altenburg und der Stadt Gera. Jährlich zählt das Theater Altenburg-Gera circa 185 000 Besucher, denn künstlerisch ist das Theater eine Erfolgsgeschichte. Trotz des hervorragenden künstlerischen Images ist das Theater jedoch strukturell un- terfinanziert und Mitarbeiter verzichten seit Jahren aufgrund des Haustarifvertrages auf einen angemesse- nen Lohn. Ab 2013 ist die Finanzierung des Theaters noch völlig unklar, denn Ende 2012 läuft der Finan- zierungsvertrag zwischen Thüringen und den Gesellschaftern aus. Nach eigenen Angaben benötigt das Theater Altenburg-Gera ab 2013 zudem 2,2 Millionen Euro mehr Geld, um die Qualität zu halten. Allein die Rückkehr zum Flächentarifvertrag erfordert einen zusätzlichen Finanzbedarf von 1,2 Millionen Euro. Der Kreistag Altenburger Land hat jedoch als erster der drei Gesellschafter bereits entschieden, dass die Zu- schüsse nach 2012 nicht erhöht werden. Wir fragen die Landesregierung: 1. Inwieweit beteiligt sich das Land an einer Erhöhung der Zuschüsse zur dauerhaften finanziellen Absi- cherung des Theaters Altenburg-Gera? 2. Im Falle einer Beteiligung des Landes: In welcher Höhe und in welcher Kontinuität soll - mit Blick auf die nächsten Jahre - eine Erhöhung der Zuschüsse erfolgen? 3. Für den Fall, dass sich das Land nicht an einer Erhöhung der Zuschüsse beteiligt: Wie soll die Zukunft des Theaters auf gleichem finanziellen Niveau aussehen und wie schätzt die Landesregierung die Aus- wirkungen für die Kulturlandschaft Thüringens ein? 4. Für wann sind erste Gespräche mit den Betroffenen geplant und wann erfolgt die Einbindung des Par- laments? Das Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur hat die Kleine Anfrage namens der Lan­desre­gierung mit Schreiben vom 27. Oktober 2010 wie folgt beantwortet: Zu 1. bis 3.: Der Landeszuschuss für das Theater Altenburg-Gera ist bis 2012 vertraglich festgelegt. Für die Zeit ab 2013 sind noch keine Vereinbarungen mit den kommunalen Trägern getroffen worden. Druck: Thüringer Landtag, 10. November 2010
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Drucksache 5/      1739                                     Thüringer Landtag - 5. Wahlperiode Das Theater befindet sich gegenwärtig in einer schwierigen finanziellen Situation, die derzeit von den Ge- sellschaftern und dem Aufsichtsrat der Theater GmbH analysiert wird. Auf dieser Basis werden die Gesellschafter, zu denen nicht der Freistaat Thüringen gehört, eigene Überle- gungen zur künftigen Finanzausstattung des Theaters anstellen, die dann mit dem Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur abgestimmt werden sollen. Zu 4.: Die Analyse der gegenwärtigen Lage erfolgt im Aufsichtsrat, in dem das Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur mit einer Bediensteten vertreten ist. Über weitergehende Maßnahmen kann erst nach Entscheidung des Aufsichtsrates beraten werden. In Vertretung Prof. Dr. Merten Staatssekretär 2
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