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Dieses Dokument ist Teil der Anfrage „Aktivitäten zur Vorbildfunktion klimaneutraler Verwaltung

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Bewusstseinsbildung bei Erwachsenen Die Stadt Kempten bewirbt nachhaltigen Klimaschutz in der Kemptener Bürgerschaft und trägt durch verschiedene Aktivitäten zur Bewusstseins- bildung bei – wie etwa durch die Organisation von öffentlichen Veran- staltungen (z.B. Ausstellungen zum Thema Biodiversitätsförderung, Fair Trade, Klimawandel, ökologischer Fußabdruck, etc.) und die Unterstütz- ung verschiedener Kemptener Nachhaltigkeitsinitiativen (Tausch- oder Verschenk-Börsen, Food-Sharing, „Freundeskreis für ein lebenswertes Kempten“, „piepmatz“). Dabei werden auch gezielt verschiedene gesell- schaftliche Gruppen angesprochen, wie z.B. ausländische Mitbewohner, Senior/innen, Jugendliche und einkommensschwache Haushalte. Ziel aller Angebote ist es, einen emotionalen Bezug zum Klimaschutz sowie eine persönliche Identifikation mit den Zielen des Klimaplans 2035 aufzubauen und ohne erhobenen Zeigefinger zum Mitmachen anzuregen. 4.6.2.1. Kampagnen für einen klimaneutralen Lebensstil Strategische Ziele: Um einen klimafreundlichen Lebensstil und Konsum im Alltag einzuüben,           Wirtschaftsstandort wird eine Lebensstil-Kampagne „Klimaneutral Leben im Allgäu“ durchge-           Finanzkraft führt – möglichst gemeinsam mit dem Landkreis Oberallgäu. Teilnehmen-           Zusammenleben de Kemptener bzw. Allgäuer Familien sollen im Zuge der Kampagne ihren           Kultur/Tourismus CO2-Fußabdruck beispielhaft reduzieren und andere Bürger mit ihren              Klima/Umwelt Erfahrungen begleitet durch entsprechende mediale Präsenz motivieren. Die mehrmonatige Kampagne wird in den öffentlichen Printmedien, Social          Einfluss / Kompetenz: Media und dem Internet begleitet.                                               Stadt Kempten Dabei wird die Transformation zu einer nachhaltigen, klimagerechten und         Land an den Klimawandel angepassten Gesellschaft so sozialverträglich wie            Bund möglich gestaltet, indem auch die Bedürfnisse von Bürger/innen aus sozial Treibhausgasbilanz: schwächeren Schichten und unteren Einkommensstufen ausreichend berücksichtigt werden.                                                          positiv Umsetzung:    Bewerbung, Organisation und Durchführung von Informations-, Mitmach- und Ausstellungsveranstaltungen;    Beratung und Unterstützung sowie Vermittlung von Informationen an Bürgerinitiativen durch das Klimaschutzmanagement;    Verstärkte Platzierung von Klima- und Naturschutzthemen in der Erwachsenenbildung (z.B. in Kooperation mit der VHS);    Organisation der Kampagne „Klimaneutral Leben im Allgäu“: o Bewerbung und Begleitung der Lebensstil-Kampagne gemeinsam mit eza!; o Bereitstellung der nötigen Mittel, um die Pilotfamilien medial umfangreich zu begleiten; o Konsequentes Handeln zur Beseitigung von Stolpersteinen und Hindernissen, die im Einflussbereich der Stadt liegen; o Auswertung der Ergebnisse und Erfahrungen. Einfluss der Stadt: hoch Klimawirkung der Maßnahme: indirekt Seite 57
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4.6.2.2. Fortführung der Kampagne „Check Dein Haus“ Strategische Ziele: Die Stadt Kempten bietet seit 2013 jährlich Beratungskampagnen zur           Wirtschaftsstandort Gebäudesanierung an – zunächst unter dem Namen „Sanieren mit                 Finanzkraft GRIPS“, aktuell als Beratungsaktion „Check Dein Haus“. Die Nachfrage für     Zusammenleben das Angebot an 70-80 Beratungen pro Jahr ist hoch. Bei Bedarf können         Kultur/Tourismus diese Aktivitäten durch weitere Inhalte (z.B. „Check Dein Dach“ zur          Klima/Umwelt Solarenergieberatung) ausgebaut werden. Einfluss / Kompetenz: Umsetzung: Stadt Kempten     Bewerbung der Kampagne durch das Klimaschutzmanagement;             Land     Durchführung und Umsetzung der Beratungen in einzelnen              Bund Stadtteilen durch die Verbraucherzentrale und eza!;     Regelmäßige Evaluierung der durch die Beratungen ausgelösten        Treibhausgasbilanz: Sanierungen (alle fünf Jahre).                                      positiv Einfluss der Stadt: hoch Klimawirkung der Maßnahme: mittel 4.6.2.3. Präsentation vorbildlich sanierter Gebäude Strategische Ziele: Im Rahmen des eza! - Hausbesichtigungstags werden bereits energetisch        Wirtschaftsstandort vorbildlich sanierte Privathäuser präsentiert. Im Rahmen laufender           Finanzkraft Sanierungskampagnen (z.B. des städtischen Förderprogramms für                Zusammenleben Altbausanierung) wird diese Vermarktung intensiviert und werden ggf.         Kultur/Tourismus auch Bürger-Erfahrungsberichte gesammelt, Bürger-Botschafter ernannt         Klima/Umwelt und Wettbewerbe ausgelobt. Zudem werden die Bewerbungsaktionen auch auf gewerblich und kommunal genutzte Gebäude ausgeweitet.               Einfluss / Kompetenz: Stadt Kempten Umsetzung: Land     Bewerbung und Öffentlichkeitsarbeit für vorbildlich sanierte        Bund Privathäuser durch das Klimaschutzmanagement;     Bewerbung auch von sanierten, gewerblich oder kommunal              Treibhausgasbilanz: genutzten Gebäuden.                                                 positiv Einfluss der Stadt: hoch Klimawirkung der Maßnahme: mittel 4.6.2.4. Durchführung öffentlicher Klimaschutz-Veranstaltungen Strategische Ziele: Bestehende Veranstaltungen (wie z.B. Earth Hour, Kemptener Tanzherbst,       Wirtschaftsstandort Stadtradeln, Zukunftskino) werden fortgeführt und über klimaschutz-          Finanzkraft relevante Kernthemen miteinander vernetzt (z.B. nachhaltige Mobilität,       Zusammenleben Angebot an fair gehandelten bzw. regional produzierten Bio-Lebens-           Kultur/Tourismus mitteln). Dabei wird insbesondere die Zusammenarbeit mit dem Landkreis       Klima/Umwelt Oberallgäu, weiteren externen Akteuren (z.B. Hochschule Kempten, ZAK GmbH) sowie dem Eigenbetrieb Veranstaltungsmanagement weiter                 Einfluss / Kompetenz: ausgebaut – mit dem Ziel Veranstaltungen in Kempten nachhaltig zu            Stadt Kempten gestalten (z.B. Allgäuer Festwoche).                                         Land Umsetzung:                                                               Bund     Planung, Organisation und Durchführung von Veranstaltungen          Treibhausgasbilanz: durch das Klimaschutzmanagement und/oder mit anderen                positiv externen Akteuren/Organisationen (Aufbau von Netzwerken); Seite 58
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    Organisation von klimaneutralen Veranstaltungen mit Kompen- sation unvermeidbarer Restemissionen, Anreizen zur klima- freundlichen Anreise und entsprechender Kommunikation; wenn keine klimaneutrale Durchführung möglich ist, Berechnung und Kommunikation des CO2-Fußabdrucks der Veranstaltung;     Umsetzung „Jahr der Nachhaltigkeit 2023“ mit nachhaltiger Aus- richtung bestehender bzw. ggfs. zusätzlicher Veranstaltungen (z.B. Klimawoche, Ausrichtung einer städtischen Klima-Demo);     Entwicklung neuer Veranstaltungsformate (z.B. Aktionstag „Mach heute mal was anders“, Podiumsdiskussion mit Wissenschaftlern, Politikern und Bürgern) und Aktionen zum Sichtbarmachen der Dringlichkeit von Klimaschutzmaßnahmen (z.B. Projektion der Climate Clock für verbleibendes CO2-Budget, Installation der Warming Stripes als Denkmal);     Entwicklung eines Veranstaltungskalenders mit klimarelevanten Veranstaltungen in Kempten (ggfs. auch im Zuge von Smart City);     Kampagne zum Sichtbarmachen des Kemptener Beitrags zu den „Sustainable Development Goals“ der Vereinten Nationen (ggfs. in Kooperation mit Kemptener Schulen). Einfluss der Stadt: hoch Klimawirkung der Maßnahme: mittel 4.6.2.5. Bewusstseinsbildung zu klimabewusster Ernährung und Strategische Ziele: Ressourcenschonung                                                            Wirtschaftsstandort Kooperation mit der Öko-Modellregion Oberallgäu-Kempten: Die seit              Finanzkraft 2015 bestehende Zusammenarbeit mit der Öko-Modellregion Oberallgäu-            Zusammenleben Kempten (ÖMR) wird fortgeführt, um saisonale und regional erzeugte             Kultur/Tourismus (Bio-)Lebensmittel besser in der Stadt Kempten zu vermarkten und da-           Klima/Umwelt durch einen nachhaltigen und klimabewussten Lebensstil zu unterstützen. Einfluss / Kompetenz: Kooperation mit dem ZAK: Um die Themen Müllvermeidung und Stadt Kempten Ressourcenschonung in Kempten voranzubringen, arbeitet das Klima- Land schutzmanagement weiterhin eng mit dem ZAK im Bereich Öffentlich- Bund keitsarbeit und Aufklärungskampagnen zusammen. Umsetzung:                                                                 Treibhausgasbilanz: positiv     Gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit und Durchführung von Kampag- nen mit der ÖMR (z.B. Auftritte auf der Allgäuer Festwoche, „Zukunftskino“, ÖMR-Sommerprogramm);     Stärkere Bewerbung und Direktvermarktung regional erzeugter Lebensmittel mit der ÖMR (z.B. Rezept des Monats);     Zunehmende Umstellung des Speiseangebots in städtischen Institutionen (Schulen, Kindergärten) auf saisonale und regionale Bio-Lebensmittel;     Mitarbeit bei der Auswahl von ÖMR-Kleinprojekten;     Durchführung einer Aufklärungskampagne zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung (z.B. mithilfe der App „too good to go“) und Verminderung von Lebensmittelresten in städtischen Betrieben durch Abstimmung mit Lieferanten;     Intensivere Bewerbung von Mehrwegsystemen (z.B. Relevo) im Gastrobereich und flächendeckende Etablierung in der Stadt; Seite 59
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   Kooperation mit dem ZAK zur Entwicklung einer Kampagne für Müllvermeidung und Recycling sowie zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung;    Durchführung von Müllsammelaktionen mit Kemptener Vereinen und Schulen gemeinsam mit dem Umweltamt Kempten. Einfluss der Stadt: mittel Klimawirkung der Maßnahme: indirekt 4.6.2.6. Cambonatura-Kampagne zur Bewusstseinsbildung für Strategische Ziele: Klimaschutz Wirtschaftsstandort Das Klimaschutz-Leitmotiv „cambonatura“ wird verstärkt genutzt, um nach-       Finanzkraft haltiges und klimabewusstes Verhalten gebündelt im Stadtbild darzustellen      Zusammenleben und zum Mitmachen beim Klimaschutz anzuregen. Das Cambonatura-                 Kultur/Tourismus Signet wird nicht nur für alle Klimaschutzprojekte der Stadt Kempten           Klima/Umwelt verwendet, sondern soll zukünftig auch an Stellen in der Stadt sichtbar sein, wo Natur- und Klimaschutz aktiv gelebt wird.                             Einfluss / Kompetenz: Stadt Kempten Umsetzung: Land    Auswahl auszeichnungswürdiger Nachhaltigkeitsinitiativen und          Bund Klimaschutzprojekte durch das Klimaschutzmanagement und jährliche Auszeichnung mit der cambonatura-Plakette durch den         Treibhausgasbilanz: Oberbürgermeister sowie mediale Bewerbung der Kampagnen;              neutral    Bewerbung umgesetzter Klimaschutz-Maßnahmen und ausgewählter Klimawandelinformationen auf ansprechenden Info- tafeln (z.B. in Pflanztrögen analog zur Aktion der Stadt Konstanz in Kooperation mit der Stadtgärtnerei; Sponsoring von rollbaren Pflanzkübeln, die von Klimaschulen gestaltet wurden nach Vorbild von Neumarkt i. d. Oberpfalz);    Erstellung einer Landkarte mit allen Cambonatura-Projekten auf der städtischen Klimaschutz-Website. Einfluss der Stadt: hoch Klimawirkung der Maßnahme: indirekt Bewusstseinsbildung für Klimaschutz bei Unternehmen 4.6.3.1. Netzwerke für Energieeffizienz und Klimaneutralität                   Strategische Ziele: Wirtschaftsstandort Über freiwillige Vereinbarungen und Kooperationen werden Unternehmen Finanzkraft zur Mitarbeit am Erreichen der Klimaneutralität der Stadt Kempten Zusammenleben gewonnen. Neben bereits bewährten Energieeffizienz-Netzwerken für Kultur/Tourismus Unternehmen ist die Teilnahme am „Bündnis klimaneutrales Allgäu 2030“ Klima/Umwelt ein weiterer wichtiger Baustein. Als Bündnispartner ermitteln die Unternehmen ihren CO2-Fußabdruck, setzen Energieeffizienz-Maßnah- Einfluss / Kompetenz: men um und kompensieren nicht-vermeidbare Emissionen über zertifi- Stadt Kempten zierte Projekte in Entwicklungsländern sowie über regionale CO 2-Minder- Land ungsprojekte im Allgäu. Die Stadt Kempten bewirbt das Bündnis weiterhin Bund bei den Kemptener Unternehmen. Umsetzung:                                                                Treibhausgasbilanz: positiv    Bewerbung von Klimaschutzthemen bei örtlichen Unternehmen durch das Klimaschutzmanagement (z.B. Mobilitätsmanagement, Klimaneutralität, nachhaltige Beschaffung, Recycling); Seite 60
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    Initiierung von Kooperationen mit Unternehmen für Projekte im Bildungsbereich (z.B. Krankenkassen, VHS, Bildungsträger);     Bewerbung der Teilnahme am „Bündnis klimaneutrales Allgäu 2030“ bei Unternehmen durch die Stadt. Einfluss der Stadt: hoch Klimawirkung der Maßnahme: indirekt 4.6.3.2. Entwicklung nachhaltiger Gewerbeflächen bzw. eines nachhaltigen Gewerbeparks als Leuchtturmprojekt                              Strategische Ziele: Wirtschaftsstandort Ausgehend von bundesweiten Energieeffizienz-Vorgaben für Nichtwohn-            Finanzkraft gebäude, sollen die planerischen Vorgaben bei der Ansiedlung von neuen         Zusammenleben Unternehmen in Kempten zukünftig verstärkt das Ziel der CO2-Neutralität Kultur/Tourismus mitberücksichtigen. Neben der Energieversorgung der Nichtwohngebäude Klima/Umwelt (z.B. Solarpflicht inkl. PV-Parkplatzüberdachungen) betrifft dies auch die Bereiche nachhaltige Mobilität, die Minimierung des Flächenverbrauchs          Einfluss / Kompetenz: (z.B. Erhalt alter Bausubstanz und Nachverdichtung) sowie die Berück-          Stadt Kempten sichtigung von biodiversitätsfördernden Aspekten (z.B. Erhalt von Grün- Land flächen, Fassadenbegrünung, Minimierung der Lichtverschmutzung). Bund Umsetzung: Treibhausgasbilanz:     Berücksichtigung von klimarelevanten Aspekten bei der Aktuali- positiv sierung des Flächennutzungsplans und daraus abgeleitet für Gewerbeflächen;     Enge Abstimmung der Maßnahme mit dem Handlungsfeld „Optimierung der Infrastruktur“ im strategischen Ziel „Wirtschaftsstandort stärken“;     Information und Beratung interessierter Unternehmen;     Akquise nachhaltiger und/oder klimaneutraler Unternehmen;     Verpflichtende Umsetzung für Gewerbebauten;     Marketing für ein Pilotprojekt. Einfluss der Stadt: hoch Klimawirkung der Maßnahme: hoch 4.6.3.3. Energiemanagement und Nachhaltigkeitsprojekte für innerstädtische Unternehmen Integriertes Quartierskonzept: Die Stadt Kempten geht aktiv auf die Unternehmen zu und initiiert weitere Projekte in Anlehnung an das im Mai 2022 abgeschlossene Projekt „Quartierskonzept Nördliche Innenstadt“ zur Lokalisierung und Nutzung vorhandener Energieeffizienzpotenziale durch intensive Beratung und Information der Unternehmen. Bewusstseinsbil- dung bei Mitarbeitern soll die Akzeptanz für die Maßnahmen unterstützen. Mittelfristig werden möglichst viele Unternehmen der Stadt erreicht (z.B. auch durch Ansprache von Eigentümern vermieteter, gewerblich genutzter Gebäude). Projekt Starke Zentren: In diesem Pilotprojekt, für das die Stadt Kempten 2021 ausgewählt wurde, werden zentrale Lagen der Stadt zukunftsfähig und krisensicher weiterentwickelt, damit sie auch künftig ihrem über- örtlichen Versorgungsauftrag Rechnung tragen können. Dabei werden klimaschutzrelevante Aspekte mitberücksichtigt. Seite 61
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Umsetzung: Strategische Ziele:    Akquise von Einzelhandels- und Dienstleistungsunternehmen über         Wirtschaftsstandort das Projekt in der nördlichen Innenstadt hinaus;                       Finanzkraft    Information (Handreichungen, Newsletter, etc.) und Beratung der        Zusammenleben Unternehmen im Rahmen des Projektes;                                   Kultur/Tourismus    Umsetzung von Maßnahmen durch Unternehmen und Begleitung               Klima/Umwelt durch City-Management / Dienstleister / Klimaschutzmanagement;    Koordination von Kampagnen (z.B. effektives Leerstands-                Einfluss / Kompetenz: management, Mobilitätswettbewerb Green Ways to Work);                  Stadt Kempten    Information zur Aktivierung von Azubis als Klimabotschafter;           Land    Durchführung von Informationsveranstaltungen bzw. Workshops            Bund zum Projekt „Starke Zentren“. Treibhausgasbilanz: Einfluss der Stadt: mittel                                                 positiv Klimawirkung der Maßnahme: hoch Gründung des Klimaschutz-Netzwerks Kempten Strategische Ziele: Zur Vernetzung aller relevanten Akteure im Bereich Klimaschutz in              Wirtschaftsstandort Kempten (wie etwa Vereine, Kirchen, IHK, Caritas, Gewerkschaften,              Finanzkraft Hochschule, Jugendliche, Migranten, Frauen, Handwerksbetriebe,                 Zusammenleben ausländische Mitbürger/innen, etc.) wird ein Klimaschutz-Netzwerk              Kultur/Tourismus gegründet (ggfs. mehrere spezifische Netzwerke). Ziel ist die bessere          Klima/Umwelt Einbindung der verschiedenen Gruppen in die Klimaschutzarbeit der Stadt. Einfluss / Kompetenz: Umsetzung: Stadt Kempten    Identifikation relevanter Akteure und Ansprache durch das              Land Klimaschutzmanagement;                                                 Bund    Organisation von regelmäßigen Netzwerkveranstaltungen;    Definition gemeinsamer Klimaziele für Mitglieder des Netzwerks;        Treibhausgasbilanz:    Setzen von Anreizen für Mitglieder durch die Stadt Kempten             neutral (Beratungen, Wettbewerbe, etc.). Einfluss der Stadt: hoch Klimawirkung der Maßnahme: mittel Kontinuierliche Begleitung der Umsetzung des Klimaplan 2035              Strategische Ziele: durch den Klimaschutzbeirat                                              Wirtschaftsstandort Der Klimaschutzbeirat der Stadt Kempten spielt eine wichtige Rolle bei der     Finanzkraft Aufbereitung von Klimaschutzmaßnahmen für die politische Diskussion.           Zusammenleben Um größtmögliche Transparenz der städtischen Klimaschutzpolitik zu             Kultur/Tourismus ermöglichen, tagt das Gremium öffentlich. Über die Umsetzung von Maß-          Klima/Umwelt nahmen des „Klimaplan 2035“, insbesondere auch über längerfristige Klimaschutzprojekte, wird regelmäßig im Klimaschutzbeirat berichtet.           Einfluss / Kompetenz: Stadt Kempten Umsetzung:                                                                 Land    Regelmäßige Berichterstattung zu relevanten Themen und                 Bund Projekten im Klimaschutzbeirat;    Vorbereitung von klimaschutzrelevanten Themen für politische           Treibhausgasbilanz: Gremien (z.B. Ausschuss für Umwelt- und Klimaschutz, Stadtrat).        positiv Einfluss der Stadt: hoch Klimawirkung der Maßnahme: indirekt Seite 62
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Öffentlichkeitsarbeit und Social Media Aufgrund der hohen Bedeutung des Klimaschutzes wird die Öffentlich-              Strategische Ziele: keitsarbeit der Stadt zu allen Klimaschutzthemen intensiviert. Ziel ist eine     Wirtschaftsstandort regelmäßige und zielgruppenspezifische Kommunikation zu Klima-                   Finanzkraft schutzmaßnahmen und Best-Practice-Beispielen, die Chancen und Mög-               Zusammenleben lichkeiten aufzeigt sowie zum Mitmachen motiviert – ganz nach dem Motto          Kultur/Tourismus „auch kleine Schritte sind gute Schritte“.                                       Klima/Umwelt Wichtig ist dabei ein einheitliches Dach für alle Aktivitäten im Bereich der     Einfluss / Kompetenz: Klimaschutz-Öffentlichkeitsarbeit (cambonatura), um einen Wiedererken-           Stadt Kempten nungseffekt in der Öffentlichkeit zu erreichen. Neben dem Ausbau der             Land städtischen Klimaschutz-Website werden die städtischen Klimaschutz-              Bund aktivitäten auch kontinuierlich über verschiedene Social-Media-Kanäle (z.B. städtische Facebook-Seite) kommuniziert und kommentiert.                   Treibhausgasbilanz: Umsetzung:                                                                  neutral    Kontinuierliche Aktualisierung und Pflege der Klimaschutz- Webseite sowie Schaffung von Möglichkeiten zur interaktiven Kommunikation;    Erstellen von eigenem Content, um Klimaschutzthemen ziel- gruppengerecht auf allen Medienkanälen zu platzieren (Social Media Posts, Website, Videobotschaften, Podcasts, Magazin, Pressemeldungen, etc.)    Intensivierung der Zusammenarbeit mit der Hochschule Kempten im Bereich Klimaschutz-Kommunikation;    Etablierung von Persönlichkeiten, die für Klimaschutz in Kempten stehen und zur Umsetzung der Maßnahmen im Klimaplan 2035 begeistern;    Regelmäßige Analyse von Zugriffen, Aktivitäten und Zielgruppen auf Website und Social-Media-Kanälen;    Bereitstellung von finanziellen und personellen Kapazitäten für „Targeting“, um die Zielgruppen von Kampagnen stadtweit zu erreichen (z.B. über Facebook). Einfluss der Stadt: hoch Klimawirkung der Maßnahme: indirekt Vernetzung mit anderen Klimaschutz-Kommunen Als Masterplan-Kommune ist Kempten Teil eines bundesweiten Netzwerks von im Klimaschutzbereich sehr aktiven Kommunen in Deutschland, mit denen ein regelmäßiger Austausch zu den Herausforderungen der Energiewende weitergeführt wird. Auf regionaler Ebene ist der Austausch mit den bayerischen eea-Kommunen hilfreich. Auf Projektebene wird eine Vernetzung mit dem Klimaschutzmanagement des umliegenden Landkreises Oberallgäu angestrebt. Bereits erfolgreich durchgeführte, gemeinsame Aktionen (z.B. Öko-Modellregion Oberallgäu-Kempten, Stadtradeln, Zukunftskino oder HyAllgäu-Machbarkeitsstudie) werden soweit möglich fortgeführt. Neue Projekte werden sowohl von der Stadt Kempten als auch vom Landkreis eingebracht. Seite 63
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Umsetzung:                                                            Strategische Ziele: Wirtschaftsstandort    Regelmäßige Teilnahme an Netzwerktreffen und Veranstaltungen      Finanzkraft der Masterplan-Kommunen sowie der eea-Kommunen;                   Zusammenleben    Regelmäßige Abstimmung mit dem Landkreis Oberallgäu –             Kultur/Tourismus sowohl auf der Ebene Landrätin-Oberbürgermeister wie auch auf     Klima/Umwelt der Ebene der Klimaschutzmanager. Einfluss der Stadt: hoch                                              Einfluss / Kompetenz: Klimawirkung der Maßnahme: indirekt                                   Stadt Kempten Land Bund Treibhausgasbilanz: neutral Seite 64
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Quellen [1] UNFCCC (2015): Historic Paris Agreement on Climate Change: 195 Nations Set Path to Keep Temperature Rise Well Below 2 Degrees Celsius, Presseerklärung vom 12. Dez. 2015 (Memento vom 17. Januar 2016 im Internet Archive), abgerufen am 17. Jan. 2016. [2] Bundesregierung (2016): Klimaschutzplan 2050 – Klimaschutzpolitische Grundsätze und Ziele der Bundesregierung: https://www.bmu.de/fileadmin/Daten_BMU/Download_PDF/Klimaschu tz/klimaschutzplan_2050_bf.pdf. [3] Bundesregierung (2021): Entwurf eines Ersten Gesetzes zur Änderung des Bundes-Klimaschutzgesetzes; https://www.bmu.de/fileadmin/Daten_BMU/Download_PDF/Glaeserne _Gesetze/19._Lp/ksg_aendg/Entwurf/ksg_aendg_bf.pdf. [4] GermanZero (2021): 1,5-Grad-Gesetzespaket für Deutschland. https://germanzero.de/erreichen, abgerufen am 19. Okt. 2021. [5] Stadt Kempten (2013): Masterplan „100 % Klimaschutz bis 2050“. https://www.kempten.de/file/MP_Konzept_Endfassung_031213_form atiert%20(3).pdf.77 [6] Will Steffen et al. (2018): Trajectories of the Earth System in the Anthropocene. In: Proceedings of the National Academy of Sciences, doi:10.1073/pnas.1810141115. [7] IPCC (2018): IPCC-Sonderbericht 1,5 °C globale Erwärmung – Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger, https://www.de-ipcc.de/media/content/SR1.5-SPM_de_181130.pdf, abgerufen am 14. Dez. 2019. [8] IPCC (2019): Sonderbericht über Klimawandel und Landsysteme, https://www.de-ipcc.de/254.php. [9] IPCC (2021): Summary for Policymakers. In: Climate Change 2021: The Physical Science Basis. Contribution of Working Group I to the Sixth Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate Change, Cambridge University Press, https://www.de- ipcc.de/350.php. [10] Johan Rockström et al. (2017): A roadmap for rapid decarbonization. In: Science. Band 355, Nr. 6331, S. 1269–1271, doi:10.1126/science.aah3443. [11] Stefan Rahmstorf / Global Carbon Project; Igueres, C. et al. (2017): Three years to safeguard our climate. In: Nature 546, S. 593-595; dt. Bearbeitung: Stefan Rahmstorf, https://www.spektrum.de/kolumne/vollbremsung-fuers-klima/1512245. Seite 65
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[12] Stefan Rahmstorf (2019): Wie viel CO2 kann Deutschland noch ausstoßen? Spektrum der Wissenschaft, SciLogs (28. Mär. 2019). https://scilogs.spektrum.de/klimalounge/wie-viel-co2-kann- deutschland-noch-ausstossen/. [13] Arent, D.J., R.S.J. Tol, E. Faust, J.P. Hella, S. Kumar, K.M. Strzepek, F.L. Tóth, and D. Yan (2014): Key economicsectors and services. In: Climate Change 2014: Impacts, Adaptation, and Vulnerability. Part A: Global and Sectoral Aspects. Contribution of Working Group II to the Fifth Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate Change [Field, C.B., V.R. Barros, D.J. Dokken, K.J. Mach, M.D. Mastrandrea, T.E. Bilir, M. Chatterjee, K.L. Ebi, Y.O. Estrada, R.C. Genova, B. Girma, E.S. Kissel, A.N. Levy, S. MacCracken, P.R. Mastrandrea, and L.L. White (eds.)]. Cambridge University Press, Cambridge, United Kingdom and New York, NY, USA, pp. 659-708 https://www.ipcc.ch/site/assets/uploads/2018/02/WGIIAR5- Chap10_FINAL.pdf. [14] Umweltbundesamt (2012): Die Folgen des Klimawandels in Deutschland. Hintergrundpapier https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/515/doku mente/4355_0.pdf. [15] Amel E., Manning C., Scott B. & Koger S. (2017): Beyond the roots of human inaction: Fostering collective effort toward ecosystem conservation. In: Science, Vol. 356, Issue 6335, pp. 275-279 DOI: 10.1126/science.aal1931 https://science.sciencemag.org/content/356/6335/275. [16] IPCC (2018): Global Waming of 1,5 °C, https://www.ipcc.ch/sr15/. [17] Bilstein F. (2019): Umweltverbände und Umweltbundesamt halten augenscheinlich wenig von gutem Marketing. Interview von Klimafakten.de: https://www.klimafakten.de/meldung/umweltverbaende-und- umweltbundesamt-halten-augenscheinlich-wenig-von-gutem- marketing, abgerufen am 20. Dez. 2019. [18] Energie- und Umweltzentrum Allgäu (2021): Bündnis klimaneutrales Allgäu 2030; https://buendnis-klimaneutrales-allgaeu.de/. Seite 66
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