Kanzleramt Kali Akte 2, B136-48270

Dieses Dokument ist Teil der Anfrage „Ifg-Anfrage: Aktenzeichen 432- 621 02 Ka 66, Kali-Fusion

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13. JAN.1997 - 13-JAN-1997 19:21 BMWI BONN S 1 19:16 BMWI BONN S BUNDESKARTELLAMT NR.242 +49 39 63590408 P.2 5.03 ' ad Biate 22 zum Schreiben vom 10.01. 1997 nen; 33,s &veiterhin als Streubesitz in der Hand freier Ak- Fionäre bafängen. 2a) PCs.hatte199$.ein .n; weltweiten Gesantunsatz von. 908.Mio. ‚US. $ ‚(ung rechnet ca. 2,3 Mrd. DM), den sie vorwie- gend nit der. Gewinhung. und dem Vertrieb von. Kalisalzen und Phosphat erzielte. Mit der Gewinnung und dem Vertrieb von Kali.als‘‚Bestandteil von Düngenitteln erzielte PCs 1995 welt- weit einen: Unsatz Von ca. 421 Mio. US $ (804 Mio. DM). Von ‚aiesen. Umsatz entfielen, 27,6 Mio. US $ (ungerechnet 39,s nio., DM) auf den Absatz. in.Europa, was, einem mengen- ‚mäßigen. Absatz. ‘von 129.‚ooot K,01 (3; &% des Gesamtabsatzes) ‚entspricht.In Deutschland erzielte PcS 1995 keine Umsätze. ©» ‚DieBASP-Gruppehi tie 1995. mit chenischen Erzeugnissen aller ‚ Art weltweit ein "Umsatz von rd. 46 Mrd. DM. Unmittelbare . Veräußerin-der. RK 4'S AG ist die zur BASF gehörende Guano- | Werke GnbH;,‚KreteJa. ' Der, zurechenbare esantuisatz der K + SAG betrug 1995 rd. 2 Mrd. DM. Wesentliche Aufgabe der K + S- AG als Holding-Ge- sellschaft‚ist da Halten von 51 % ‚der Anteile an der, .K+S GnbH und’von 50 % der Anteile an der kanadischen Potash. Company.of Canada (Potacan). Die x*s En is der einzige Kalipreduzent in Deutschland. ‚Sie ‚beschäftigt 2) Zeit ca. 8400 Mitarbeiter und betreibt "sechs Kall- und ‘zwei Salzbergwerke sowie dazugehörige Aufbe- "reitungsanlagen in Deutschland. An der K + 5 GmbH ist neben . der K*# 's ‚AG pishör noch die staatliche BMGB Beteiligungs-Ma- nagement-Gasellschaft, Berlin nbH, Berlin, (BMGE) mit 43 * be- teiligt. Die. der M6B: zustehenden Rechte werden von der Bun- Gesanstalt für ve einigungsbedingte Sonderaufgaken (vs) “ahrgenomien. \ Ze Die x + 3 GmbH. ha "1993 ale Kalle und Bteinsalsaktivitkten der damaligen wes deutschen Kali und Salz Aktiengesellschaft ' und!der: ostdeutschen Mitteldeutschen Kali Aktiengesellschaft mar). zusamnengef gt. Im Rahmen der Privatisierung der ost- > FOREN 1 Siehe, Fußnote’Seite 4: vr
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13. JAN. 1337 13-JAN-1997 19:02 18:16 BMWI BONN S 1 5 : BMWI BONN S 1 NR.242 BUNDESKARTELLAMT . P.3 +49 3D 695gu4B0 5.04 ! Blatt 3 zum Schreiben von 10.01. 1997 deutschenWirtschaft harte seinerzeit die Kali und Salz Akti- engesellschäft,.ein’ Tochterunternehnen der BASE AG, 51 % der a Anteile,der MAaKerworbenund anschließend alle Betriebsakti- ‚vitäten in die heu = K;+ S. GmbH eingebracht. ) Die. KXes GnbRerziälte 1985"einen Unsatz von 1,7 Mrd. DM nit . der Gewinnung. und enVertrieb von Rohsalzen, Kali-, Magne- ‚siun- und Steinsäl: rodukten. Von diesen Umsatz entfielen 625 Mio. DM: auf De tschland, 690 Mio. DM auf das restliche a Europa. und 403. Mio: 'DM auf außereuropäische Staaten. Mit der Gewinnung.und ‚den lertricb von kalihaltigen Düngern erzielte "die K.+. s GmbR.1995.weltweit einen Umsatz von 1,195 Mrd. DM. Pokadan ist ein G Ä inschaftsunternehmen- der französischen . Eützeprise,Minidre et ‚Chinique (EMC) und der K + S AG. Beide ‚Anteilseignerhalt erzielte 1995° ein jeweils 50 $ der Anteile. Die Potacan . Umsatz von 167 Mio. Can '$ (umgerechnet ‚275 Mio. 'DM) nit dem weltweiten Vertrieb der Erzeugnisse ih- res Bergwerks Potacan Mining Company (PNC), New Brunswick, nahe: der, kanadische n Atlantikküste. Der Gesellschaftsvertrag von Potacan sieht . in ‚seiner letzten Fassung vor, daß jeder | Partner die ‚Vernar tung des von _EMC geförderten Kali auf den , europäischen Gemei schaftsnarkt unabhängig von dem anderen ‚duzchzufühzen.nat. Das Bundeskartellant ist ‚tür die Prüfung des angemeldeten Zu- sannenschlußvorhabens zuständig. Die:Beteiligten erreichen nicht, den für die. nwendung der Europäischen Fusionsköntroll- veroränung. erfordeilichen weltweiten Gesamtumsatz von 5 Mrd. 'Eeu‘‚(Art. ‚1/Abs. 2. lit, a FKVO). Die BASF bleibt zwar mit 25,4 3 am. Grun apital der K‘+ S AG beteiligt. Sie ist gleichwohl kein: ' teiligtes Unternehmen" im Sinn der Fu- sionskontrollveror nung, da keine Anhaltspunkte für eine . künftige geneinsan Kontrolie der K + S AG durch PCS und BASF bestehen. Die Umsätze’derBASF bleiben daher außer Betracht.
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13. JAN. 1997 \ 13-JAN-1997 19:93 BMWI BONN S 1 BUNDESKARTELLAMT 18:17 BMWI BONN Ss P.4' NR.242 +49 30 69589498 S,05 ur 1 ” t ß | Blatt 4 zum Schreiben vom 10.01. :- II. “ IN 1997 , ‚2 Kaliumwird ale Düngenittel: Kali genannt und in Form von Salzmindralien gewornen. Der Abbau erfolgt in. Europa und in "Kanadauntertäge: "An.‚der Zusammensetzung der Kalllager sind .3e nachgeographisch er Lage und erdgeschichtlicher Entstehung "verschiedene Hineral ien der Vorkonnen' und, aeren beteiligt; ebenso variieren die Tiefe Faltungsgrad. Gewinnung und Aufbe- zeitung der kaliunha itigen Salzmineralien sind von ihrer La- - ger der:Morphologie der Vorkomnen und dexr Zusammensetzung der Mineralien abhängig.) Die:‚Aufbereitung dient der weitest- gebenden Trennung der Mineralbestandteile. Je nach deren Kon- plexität müssen die Trennungsverzahren wiederholt, modifi- "ziert oder.kombini t werden. Die Vorkommen in Deutschland enthalten = anders: is gie übrigen vorkonmen - das Mineral, Kieserit. (MJSO4H2O) und danit Magnesiun. Dies erfordert ei- nerseits aufwendige a Aufarbeitungsverfahren, führt aber an» fererseite';zu einen unfangreicheren Produktspektrun. "Kalium wird au. Düne er in der Landwirtschaft oder zu indu- striellen Zwecken ( ndustriekali) verwendet. In der Land- wirtschaft wird Kai ‚ standteil von Mehrn entweder als Einzeldünger oder als Ber hrstoffdüngern (Phosphat-kali (PK) oder Stickstoff-Phosphat Kali (NPK). eingesetzt. Da Kalium den Stoffwechselvorgang der Pflanzen steuert und deren Wasser- „haushalt günstig be influßt, handelt es sich um einen für die Pflanzen lebensnotw digen Staff, der nicht durch andere Sub- Der in der Landwirtschaft ver- wendete Kalidünger hat einen Kaliumgehalt Bis 62 % K20%, das für industrielle Zw cke verwendete Kali von mehr als stanzen ersetzt ver en kann. 62% Ko. aliprodukte werden für Düngenittel ver- s5.%. der wendet. Kali für in ustrielle Zwecke wird u.a. in der Me- tallindustrie (als. chmelzsalz) ‚ in der Farb- und Waschnmit- telindustrie oder £ 2DarKalkamgabatundKane Tr die Chlorkali-Elektrolyse verwendet. di werden - wie in der Mineralogie ühlich - in Oxydeinheiten (KzO) angegeben,um die verschiedenen Kalisalzeim-Hinblick aufihren eigentlichen Kultumgehalt vergleichbar zu machen:K0 ist insofernmrureine M it: deam wristen verbreitete Erscheinungsform von Kali ist KC1 (Kaliumeblorid).BegitigxXcl=ER0.
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13. JAN.1997. 19:84 13-IJAN-1997 BMWI BONN S 1° 18:17 BUNDESKARTELLAMT a. BMWI BONN Ss M NR.2a2 +49 38 69SUeaup PS S.C6 N Blatt 5 zum Schreiben vom 10.01. 1997 Die Xanadischen und europäischen Produzenten bieten Kaliun nauptsächlich in Form von Kaliumchlorid (KCl). an. Die von ih- nen ängebotenen. Sorten unterscheiden sich durch einen unter- schiedlichen Bestand ar (geringen) Reststoffen wie Schwefel, | Natrium UrA., in’ we entlichen aber durch ihre Färbung und Korngröße:. Die & ei: 'GnbH dagegen bietet außer Kalium in Form von. ei: auch eine Reine:‚von:magnesiunhaltigen Spezialäüngern, ‚Kaliumsulfat,sowie eine Magnesiundünger. an. d i £ürdieLandwirtschaftbildenge- \Induntriekaliuna “ <. trennte, Märkte. Kali -Einzeldünger und Rali als Bestandteil von'Mefirnährstoffd Igern. einerseits sowie Mehrnährstoffdünger R andererseits’bilden ebenfalls:‚gesonderte Märkte. Da PCS keine Bu Mehrnährstoffdünger oder reine Magnesiumdünger und bei Salzen: ‚nur Auftausalz vert: eibt, ‚damit also auch nicht als poten- tieiler. Wettbewerbe: in Betracht zu ziehen ist, hat die Be- schlußabteilung led glichden. Markt für Kali als Einzeldünger zuzüglich des Kalis als Bestandteil von Mehrnährstoffdüngern ‚geprüft. '" Dder:asNachfrager. Zürden’ case besti m mte Kali ist aus Sicht . gegen Industriekali nicht austauschbar. Denn a aas in der: Landwirt chaft. verwendete Kali hat eine niedrigere K20-Konzentration; der Einsatz in der Industrie erfordert neben einer höheren 20-Konzentration eine andere chemische . Zusammensetzung. Aus ‚unterschiedlichen Abnehnerkreisen erge- ben sich unterschie liche Vertriebswege und die Möglichkeit einer, unterschiedli en Preispolitik. Kalials un und als Bestandteil vonMehrnährstoff- “ aüngern bildet einen:gesonderten Markt, der die Mehrnähr- stoffäünger. als solche nicht ‚umfaßt. Aus Sicht des Abnehners "ist" Mehrnährstof£aü er nicht. generell nit Kali-Einzeläünger bw. einer Kombinati n von Einzeldüngern N, P.und K aus- tauschbar. "Ausschlaggebend für die Entscheidung zwischen. Mehrnährstoffadlinger und- Einzeldünger sind vielmehr u.a. Bo- denkültur, Witterungsbedingüungen und Düngenittelvozrschriften, Gie 2.B. eine ÜBerdüngung nit P oder N.untersagen. Diese ‚Marktabgrenzung entspricht der’ der E6-Kommission in Verfahren
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13.JAN.1997 19:85 * 13-JAN-1997 1g:1g . BMWI BONN S 1 BMWI BONN S BUNDESKARTELLAMT R.242 P.6 +49 30 69598499 S.67 yhns 7 ° N ' Blatt 6 zum Schreiben vom 10.01. 1997 Na "Kali+ säi2/MmoR/r iuhand".? Dort ist Snebarondera die unter- . schiedliche Preisen wi@klung von Kall-Einzel- und Mehrnähr- stoffaüngern als In i2 für aie fehlende genarel}e Austausch- barkeit. gewartet. wo en. . Dagegen‘unterschei Brsich die Kali, das für.die Produktion . von. Mehrnähretof£at ern verwendet wird, nicht wesentlich von den Kali, das als Einzeläünger an die landwirtschaftlichen ‚Genossenschaften a: den privaten Landhandel geliefert wird. interschiede Sheni cher oder Physikalischer Art bestehen ‚nicht.. 3. Die K+. 5"Smbit hat, nach den Feststellungen der Beschlußabtei- lung. unverändert auf demdeutschen Markt für Kali als Be- standteil'‚von Düngenittein eine narktbeherrschende Stellung. Dies ergibt ‚sich pireits aus einem sehr hohen Marktanteil. Die Abnehmer könne! gegenwärtig nur in geringen Umfang auf % andere. Anbieter au Seor wo. ..a) Das Marktvolunen £ das Wirtechareejahr 1994/95 beträgt rd. 660.000eK,0 ge 2 der Anmeldungvon 9. Oktober 1996). Dies;ergibt folgen e Marktanteile: Tabelle : Markt | Kali-Dünger für die Landwirtschaft us "1994/55 Unternehmen - | - |". I E/RR0 K+ sGmbH SR le er 524.000 Anfert: {Dead " | ""'Rorks Ltd.) Me. s2.000 ul De: so % | ie Ä | 23.000 aiv. Inpörteure nl ‚ .BUROrE. a : Marktanteil 39.000 12 % ee int: 660.000 ee 7 100.% ‚Däbei einddie Likferungen der K +:S GmbH und der Dead Sea I "Works DEN) an ko zernnäßig verbundene Unternehnen nicht her- auegarschnet, ga aas. Zusammenschlußvorhaben zu einer Verände- 3FallNr.TV.308,Amssh..Nr 186’von:1994,$,38ft, Rdz.21-29 N. ‘
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> 13-JAN-1997 19:19 ——,. . BUNDESKARTELLAMT BMUT Boy Sy NR.2a2O +43 39.69589408 [mn P.7 S.u8g . Blatt‘ 7 zum Schreiben vom 10.01. od 4 1997 g un nig rei Be ne ei d un rde wü n re füh 8 en ng nu sia be eim eis z de "rung .iInsowe E die Marktposition für den Zeitpunkt nach ger.'Unsätze dem:Qusannenschluß. nicht angemessen wiedergeben würde. u nie Nazktverhältnii se in Zeitraum 1995/96 haben sich denge- genüber nicht: we lich verändert. Dies wird sowohl durch "die Angaberi des st tistischen Bundesantes’ als auch durch die ‚Marktanteilsschätz gen des französischen Wettbewerbers EMC bestätigt. Die gineiipenspeiähesache Stellung’der K+ S GmbH auf dem in- € im wesentlichen darauf, daß sie als „einziger inländis er. Anbieter gegenüber Wettbewerbern nit entfernt gelegene Kalibergbau-Standorten über erhebliche 10- " tändischen Markt gistische Vortöite beim Transport und Vertrieb verfügt und daB dieser deu ie Heimatnarkt bisher von wichtigen auslän- dischen Wettbewerbern weitgehend respektiert wird. u) Die.Beschlubabtei. ung. hat die:wesentlichen Abnehner von.Kali- Düngemitteln befr: gt. ‚Diese Befragung hat eine Präferenz für gie Erzeugnisse der XK+S GmbH ergeben, die. sich vor allem aus der erwartete Lieferzuverlässigkeit eines inländischen Anbieters ‚ableite . ‚Aufgrund ihrer in Jahrzehnten entwickel- ten Kundenboziehutgenist es der K + S GmbH darüber hinaus ‚gelungen, bei. aen| ‘deutschen Abnehnern eine hohe Akzeptanz für ihre magnesiunhaltigen Kalidünger zu entwickeln, die nicht ausschließlich auf objektive Faktoren, wie die Beschaffenheit .des Bodens ‚bzw. ade.Anbaukultur, zurückzuführen ist.. Andere.Anbieter, ie insbesondere Inporteure von russischen Kali, bieten bis ng nicht die von den 'Abnehnmern erwartete eit und waren daher nicht in der Lage, Lieferzuverlässi . dauerhaft "nennenswerte Marktanteile zu gewinnen. Allerdirgs hat sich die Marktstruktur gegenüber der Situation des Jahres 1993, die der EG: Entscheidung im Fall / Kali +.'Salz/MDK Treuhand" zugrunde lag, geringfügig verän- dert, Die £ranzs ische EMC hat inzwischen ihren Marktanteil von0 % aue f n 3%zuLastenderX+5GmbHsteigernkön- nen. Die ünverän ert ‚marktbeherrschende Stellung der “ u 4StatistischesBundecam, Brod dcsGewverbeFachserie4, Reihe8.2,Düngemittelversorgung, 1995/96,S. 10
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13. JAN. 1997 IS-JAN-1997 19:97 _ 18:19 BMWI BONN S 1 BMWI BONN S 1 BUNDESKARTELLAMT | A re. | | NR.242 P.8- en mad, 3.05 : Blatt 8 zum Schreiben vom 10.01. 1997 X+ s GnbHzeigt si N| 'vor: allen auch '@arin, daß sie kunaks- weit einheitlich.:Net o-Preislisten durchsetzt, auf die sie praktischkeine Rabätte.‚zu gewähren braucht. Die BURS. Stellung der K+ S GmbHauf dem . ‚Anlänaischen'‚Kali-Ma xt wird durch den Zusammenschluß mit PCS in vierfacher,‚Binsächeverstärkt: -(a) durch die Erh hung des Äbwehrpotentials der K + S GmbH infolge der Ve: indung mit demweltweit größten Kaliher- ‚steller we 1 = lb):Gurch.donRE pötentiellen Wettbewerbers PCS, -'(e) dureh ‚die ver rößerung der preislichen Verhaltensspiel- ‚ räume. der & +!S ‚GmbH. nach Einbindung in die für den Weltmarkt. maß edliche Preispolitik von PCS, und. - (a) duren. dieers chlechterung der Marktstellung von EMC auf den deut hen Markt infolge der Einflußmöglichkeiten "von, pcs: auf das kanadische Gemeinschaftsunternehnen Potacan: | (a) Der Marktzugritt ne Wettbewerber bzw. die Vergrößerung des. niedrigen Marktpote tials der wenigen aktuellen Wettbewerber. auf. dem deutschen: Karkt würde durch das Abwehrpotential von PCS wesentlich ers hwert werden. \ 'Die Größe und Resspurcenstärke eines marktbeherrschenden Un- terneänens wirken 1s Marktzutrittsschranken, wenn sie für Dritte Qie. Benühunigen um die Aufnahme von Wettbewerb als we-, näg aussichtsreich erscheinen lassen, weil sie nicht an- nähernd vergleic | e. Ressourcen einsetzen könnten. Ressour- cen und Abwöhrpetdntiat. der K + S GmbH würden durch die Fu- sion nit Pos in fölgender Weise verstärkt: pcs verfüge:als res überass größten Kali- Kapazitäten, ‚Sie ut aus acht Minen Kalirohsalze ab. Sechs Minen befinden sich in Westkanada (Saskatchewan), sine in Ostkanada (Susse 5 New Brunswick) und .eine. in Utah {USA). PcS. hat eine gegenw ige Produktion von 3,6 Mio. t K>0, gie. Ka- y
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13.J & ISINiss? 10:28 u St a AMEUNDESKARTELLANT T Bons . Zn. \ ' 1 „MT BONN Ss NR.2a2 n P.S +49 30 695980 <.0 . l u » „r ot, . fr . . |. Blatt 9 zum Schreiben vom 10.01. 1997 | pazität Liegt jedsch"bei. 7,8 Mio. e Ka08. Danit verfügt sie übar gut 28 8 der wei slskapazitäten, die auf 32,3 Mio. t KO geschätzt, werden. Eine’ Übersicht Über die Verteilung der Welt-Kali-Kapazitäten bietst die folgende Tabelle 2. Däraus ergibt sich auch,‘daB.PCS und die K +5 GmbH gemeinsan über, rund35 ®‚ger. Weltkap: zitäten verfügen. Unternehmen ' ol] . Hio.t/Rz0 | "Prozent Bl. .] 2 andere Kanadische, a Anbieter on . ter K+Ss On. ’ = \ 1,3 Ih (einschl,50%Potaan) .. Br ' | 4,2 2 u \ „inscht.50%Pass BE Inc. dam) mu . 1,7 ‚Jordanien. 0. I. | u 1 | 5,2% en Bu ‘Dead Sea’Word 01,2% " . 12,5 % I20200179,3% rußlend re 8,8% L. & ‚Weißrußland. ||. Buß . 8 oo: 2,8 . andereVSa/Anbie- | dl \ Tabelle.2:Meitweitekapasitäten sur Karis 1,4 4,3% uL .. 3,3% sonstige .. .n: M u (England, Sparien; Ukrein, . Asgegtininus.) on . SUMME: . ET I. . : EuE 2,08 \ , 6,2 000032, 3 , 100 $: , . ‘ ’ " J \ 4 ' ° I - . Die erhebliche Untkrauslastung der PCS-Produktionskapazität - ist darauf zurückzuführen, das PCS auf den Weltkalimarkt die ‚Rolle.‚des'‚nswing-Pkoducers" Übernomnen hat”. Die Kostenstruk- „tur von res.ist:s günstig, daß sie Kali zur Hälfte desjet- $ Quelle: British Sulpkrur Cogsultants, Th Supply Cost of Potassium Chloride, Februar 1994, $, 51/52, im folgenden: BSC(1994): Nacheigenen Angaben beträgt.die PCS-Rapaztät 6,6 Mios KO. 6 Eigene Berechnung auf der von BSC(1994, S. 51/52) . 7 British Sulphur Consultants, Competlive."Advantagein theWorld Potash Market,August 19, S. 6, i.f.: BSC (199); Phospborus& PotassiumNr. 3 Mu/Juni 1996, S. 11
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‚13. JAN. 1997 13-JAN-1997 19:98” "BMI 10:29 BONN S i1' BUNDESKARTELLAITT m. 2 ———,. T ANUT BONN S rn NR.ea2 +49 39 695894809 P.1a S.11 l rein. |. Blatt 20 zum Schreiben vom 10.01. 1997 u zigen Boferenzprsiseh(ea: 110 US $:f.o.b. Vancouver) 'verkau- U "en. könnte, ‚ohne ver uste zu‘ machen!. Umgekehrt könnte Pcs ihre Kapazitätsausia tung und’ ganit die Produktion erheblich ‚zueveiten, was‚dieStlickkostennoch weiter senken würde’. ene Kapazitätsauslastung Mitder.emkieneieindwüberisnidieveaeigufür Kaliprodukte weltweit!’ stabilisiert POS:das Pre ' Hinzu konnt, daß 'ped.‚als wichtigstes Mitglied des kanadischen u "Rali-Exportkartalls ‚Canpotex auch die Preis- und Absatzent- scheidungen: der übr gen kanadischen Anbieter und danit weite- re s % der. Weltkapa: ‚täten nitbestimnt. Darüber hinaus wird ‚auch der ‚Export:‚der ‚US-Anbieter über PCS abgewickelt. Aufgrund‘der.inseipenKostenstrukturund der außerordentli- chen ‚Kapazitätsres rven ist PCS jederzeit in der Lage, einen . Wettbaverber‘, der. AS Horderiy'marketing" auf den weltkali- nacktstörkil,.mitfetnpresengen Niedrigpreisangeboten in dessen ‚eigenen Ha tabsatzgebieten zu disziplinieren. Nach "einen. güsannenschihsnit .der K + 5 GmbH würden somit auch auf dem. deutschen Markt. ausländische Wettbewerber allein durch die. PeS-Präsenz abgeschreckt ‚werden. Keiner der Wettbewerber Ze verfügtüberdieein unddieKostenstziuktur,umdenzu "erwartendenReakti nen von PCSlangfristig standhalten zu können. u Didses Dbrohpetentilalvon pcs ist glaubwürdig und allen Anbietern bexannt;Der'Kali-Markt ist außergewöhnlich trans- parent.. Informati nen über Lagerstätten, Gewinnung, Aufberei- tung, Transport, achfrage und:-Preise sind in sehr detail-. lierter 'Form öffentlich zugänglich. Allein das Markt£for- „schüngeinstitut British ‚Sulphur Consultants. veröffentlicht entsprechendes. Zahlennaterial und Hintergrundinformationen wöchentlich, ‚sm Zweinonats-Abstand, vierteljährlich und jähr- lich. . Das Zusamnenschl vorhaben führt sonit zu einer Abschreckung | potentieller und aktueller,‚Wettbewerber vom deutschen Markt 8Val.BSC(1994,s. 701; Phosökisus&PotzässiumNr.202März/April 1996,S.8 9 Vgl. PCS-Geschäftsbericht 1995, 5 9 10Ed, vol.auchPhosphorus& PetadsiuraNr. 204 Juli/August 1996, S. 3 1 vgl,BSC(1990,S. 5 en M
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"13. JAN.1997 © 19:09 : 13=JAN-1997 . 12:21 wu s . BMWI BONN S 1 . BUNDESKARTELLEMT "RE +; on BMWI BONN Ss 1 NR.242 +49 50 69582408 P.11 - S.12 ® ““ ont . “’ 4 ‚Blatt 11 zum‘schreiben von 10.01. 1997 ‚und sichert aie. markt feherrsähende Stellung der K + S GnbH veiter ab. Dieser Absdhreckungsef£ekt wird e entgegen den vor- bringen der Annelderi en nicht dadurch aufgehoben, daß der K+Ss GnkHkünftig’ nieht mehr die tisherige Finanzkraft der ‚ BASF ‚zur Verfügung:‚st&hen wird (Anmaldung von 9.10.1996, S. 17). Denn, entspre ‚end einer allgemeinen Tendenz in der deutschen Großchenie zur Konzentration auf Kerngeschäftsbe- reiche und: zur Trehm g von Randbereichen sieht’die BASF die Kali + Salz-Produkte nicht als Kernarbeitsgebiet an.!2 Auf Grund dieser erklärt Geschäftspolitik ist also für aktuelle oder:potentielle Wettbewerber nicht mehr zu erwarten, daß die :BASF künftig ihre Rei sourcen' zur verteidigung oder zun Ausbau ihrer Aktivitäten: Sau ‚diesen Gebiet einsetzen wird. Im übri- : gen wäre der Sinsätz Uer finanziellen Ressourcen der BASF an- Gesichts der Kostenv tteile der Kanadier langfristig wenig sinnvoll. D)"Durch den Zusammenschiuß‚scheidet Pcs als bedeutender potentieller Nettbe erber für den deutschen Markt aus. Pos:igt. auf don deu schen. Markt.zur Zeit nicht präsent, : liefert jedoch. Kali nach Europa, z.B. in die Benelux-Staaten - und nach Frarikreich! Auf den deutschen Markt. ist PCS zumin- dest:als potentieller Wettbewerberder K+S GmbH anzusehen. Entgegen den Vorbri gen der Anmelderinnensind die Marktzu- trittsschranken- für| den Eintritt auf dem deutschen Markt für PCS nicht "hoch, Rechtliche 'Marktzutrittsschränken bestehen für kanadisches Kali nicht. Vereinbarungen, die das Marktpo- tential langfristi falle nicht. Auch an die K + 5 GmbH pänden, bestehen eben- ie Präferenz der Abnehner. £ür die magne- siumhaltigenbönger der K + S GmbH:stellen für PCS keine un- Überwindliche Mark zutrittsschranke dar. Dies zeigt auch das Voräringen, der £r zösichen EMC auf: den deutschen Markt in ‚gen vergangenen Jahren. Das ‚Aufbringen von Magnesiun wird zwar von.den. Endab ehmern für erforderlich gehalten. Magne- | siüm kann ‚aber entwederin anderer. Form (z.B. als nagnesiun- haltiger Kalkanmensälpeter, magnesiumhaltiger Kalkdünger oder Magneetunsülfet-Dthger) aufgebracht oder ohne- größeren Auf- 2 (12 Vgl,Prosseiäfermationder.RASFvorn 15.8.1996.
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