ifg-bk-scholz-republica_geschwaerzt
Dieses Dokument ist Teil der Anfrage „BK Scholz auf "re:publica"“
SEITE 2 VON 4 - Sämtliche schriftliche Kommunikation (E-Mails, Post, inkl. etwaiger Ver- fräge) mit der Moderatorin Linda Zervakis vor und nach der Veranstaltung.“ Auf Ihren Antrag ergehen folgende Teilentscheidungen: 1. Sie erhalten Zugang zu den unter I. aufgeführten Dokumenten durch die Übersendung einfacher Kopien. 2. Die Entscheidung über die Kosten des Verfahrens bleibt der Schluss- entscheidung vorbehalten. Gründe $ 1 Abs. 1 IFG gewährt gegenüber den Behörden des Bundes einen Anspruch auf Zugang zu amtlichen Informationen. Der Anspruch ist auf die bei der Behörde vor- handenen Informationen beschränkt. Auf Ihren Antrag erhalten Sie Zugang zu nachfolgenden aufgeführten Dokumen- ten, soweit nicht einzelne Passagen geschwärzt wurden: Lfd | Aktenzeichen Datum des | Bezeichnung/Beschreibung | Anmerkungen - Dokuments Nr. I jies | 1 621 - 14216 Re 001 01.06.2022 Übersender-Vorlage Keynote NA 002 | | 2 621 - 14216 Re 001 03.06.2022 | Deckblatt Veranstaltung NA 002 3 621 - 14216 Re 001 30.05.2022 ee zur re:publica [NA 002 4 |621- 14216 Re 001 07.06.2022 | Kernthesen re:publica NA 002 5 [621 — 14216 Re 001 r 07.06.2022 Vorbereitung moderiertes NA 002 | Gespräch
SEITE 3VON 4 6 [621- 14216 Re 001 09.12.2021 | Einladung re:publica Schwärzung NA 002 personenbe- zog. Daten Dritter 7 7 621 — 14216 Re 001 04.02.2022 | Vorlage mit Votum Zusage Schwärzung NA 002 inkl. Rücklauf personenbez. Daten Dritter 8 621- 14216 Re 001 | 10.05.2022 Vorlage mit Vorschlag zur NA 002 Slot-Gestaltung inkl. Rücklauf 9 621 - 14216 Re 001 03.05.2022 | Zusage-E-Mail Rulf an Be- Schwärzung NA 002 ckedahl personenbez. Daten Dritter Der Zugang wird durch Übersendung einer einfachen Kopie als Anlage zu diesem Bescheid gewährt. In den Dokumenten, Ifd. Nummer 6, 7 und 9 wurden personenbezogene Daten Dritter geschwärzt. Sie hatten sich in unserem Telefonat vom 5. Oktober 2022 ein- verstanden erklärt, dass diese Daten geschwärzt werden können. Die Recherche nach weiteren einschlägigen amtlichen Unterlagen sowie die durchzuführenden Drittbeteiligungsverfahren dauern an. Die Entscheidung über den Zugang zu etwaigen weiteren amtlichen Informationen bleibt ebenso wie die Kostenentscheidung der Schlussentscheidung vorbehalten. Mit freundlichen Grüßen Im Auftrag
SEITE 4 VON 4 Rechtsbehelfsbelehrung: Gegen diesen Bescheid kann innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe Wider- spruch beim Bundeskanzleramt erhoben werden. Ich weise darauf hin, dass für die vollständige oder teilweise Zurückweisung eines Widerspruchs eine Gebühr in Höhe von mindestens 30,00 Euro anfällt.
Dob. A Referat 621 RL'in Kirsten Rulf Telnr.: 2721 Bearbeiterin Franziska Weindauer Telnr.: 2734 621 - 14216 Re 001 NA 002 Berlin, 01.06.2022 Über Frau Referatsleiterin 621 Frau Gruppenleiterin 62 Herrn Abteilungsleiter 6 n Herrn Chef des Bundeskanzleramtes Herrn Bundeskanzler Elektr. Kopie Frau Staatsministerin Ryglewski Betr.: Vorbereitung für Ihr Eingangsstatement auf der re:publica 2022 am 09. Juni 2022 I. Votum Kenntnisnahme j Il. Sachverhalt & Bewertung ( Sie haben zugesagt, an der re:publica 2022 am 09. Juni 2022 um 14.30 Uhr teilzunehmen und werden dort einen kurzen einleitenden Impuls geben (ca. 10 Minuten) und anschließend in ein moderiertes Gespräch gehen (ca. 20 Minuten). Moderiert wird die Session von Linda Zervakis. Im Anschluss wird ein Rundgang in der Konferenzhalle stattfinden (ca. 25 Minuten). Details zu Rundgang, sowie die Rede werden aus zeitgründen nachträglich in die Mappe eingefügt. Die ‚re:publica“ ist eines der weltweit größten Festivals zur digitalen . Gesellschaft. Es findet dieses Jahr vom 08. — 10. Juni in Berlin statt unter dem Motto „Any Way the Wind Blows”. Franziska Weindauer 521-14216-Re-001 (801)/1/2022 Hauptregistratur Bundeskanzleramt — ee
Referat 621
Kirsten Rulf Telnr.: 2721
Franziska Weindauer Telnr.: 2734 .
621 — 14216 Re 001 NA 002 | Berlin, 03.06.2022
Konferenz re:publica 2022, 09. Juni 2022
Informationen zur Veranstaltung
Donnerstag, 09.06.2022, von 14:30 Uhr bis 15:00 Uhr
Festsaal Kreuzberg, Am Flutgraben 2, 12435 Berlin
| Datum und Uhrzeit
Herr St Hebestreit (BPA), Frau Stefanie Vietz (Kanzlerbüro),
Begleitung
RLin 621 Frau Rulf, BKA
Presse/Fotos Ja, rd 80 akkreditierte Pressevertreter vor Ort, inkl.
Kamerateams von ARD, RTL/ntv und ZDF
Allgemein Eines der größten Digitalfestivals mit gesellschaftl. Bezug
Europas, Veranstaltung beginnt bereits am Vortag, dauert
insgesamt drei Tage (8. - 10.6.), Veranstaltungssprache ist
Deutsch (Engl. Simultanübersetzung); neben BK sprechen
BMin Faeser, BM Wissing und andere Vertreter der BReg
Teilnehmerkreis bei re:publica insgesamt sehr divers und
kritisch (Blogger, Wirtschaft, Wissenschaft, Medienexperten,
Internetaktivisten, Politik/Verwaltung); Anzahl Zuhörer im
Saal: ca 400 Teilnehmer auf Sitzplätzen, zudem Livestream
in weitere Konferenz-Hallen sowie Online
Weitere Teilnehmer
Für die Rede: Stehpult (3 weiße Bäckerkisten mit
Deckplatte) mit Schwanenhalsmikrofon, für das moderierte
Gespräch: Handmikrofon; hybride Veranstaltung (paralleler
Online-Stream), große Konferenzhalle (eine von mehreren
Locations)
- 14:20 Uhr: Ankunft BK am Seiteneingang der Halle,
Begrüßung durch Vertreter der re:publica (Markus
Beckedahl, Gründer re:publica und netzpolitik.org),
- 14.22 Uhr: Foto vor Fotowand mit Beckedahl und Co-
Gründer Johnny Haeusler
- 14.24 Uhr: Gang links an der Bar vorbei zur Bühne
(Presse wird nach rechts geleitet)
- 14:25 Uhr: Kurze Begrüßung in der 1. Reihe (Gründer
und Organisatoren der re:publica)
- 14:25 Uhr: Anmoderation BK-Rede durch Linda Zervakis
- 14:25 Uhr: Impuls-Statement BK (ca. 10 Minuten)
- 14:35 Uhr: Moderiertes Gespräch des Bundeskanzlers
mit Moderatorin Linda Zervakis (ca. 20-25 Minuten)
- 15:00 Uhr: Abfahrt BK
Rede-Entwurf, Kurzinformationen re:publica & Moderatorin,
Turbos mit Sprechpunkten und Kernbotschaften (folgen)
Ablauf
(Aktualisierungsvorbehalt)
Vorbereitung
Pa 2:
Del. 3 Ref. 621 | Kurz-Information zur re:publica & Moderatorin | Die re:publica GmbH veranstaltet mit der re:publica Berlin ein Festival für die digitale Gesellschaft und ist damit nach eigenen Aussagen die größte Konferenz ihrer Art in Europa. Zu den Teilnehmerinnen und Teilnehmern gehören: Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Politik, Unternehmen, Hackerkulturen, NGOs, Medien, Blogger- und Aktivistenszene, Kunst und Marketing. Im Mai 2019 konnte die letzte analoge Konferenz stattfinden, bei der auch Sie zu Gast waren. Sie zählte an den drei Konferenztagen in Berlin insgesamt 25.000 Besucher. Die-letzte Konferenz fand im Mai 2021, unter dem Motto „In The Mean Time”, als Online-Veranstaltung statt. Interessierte können jeweils vorab Themen, Ideen oder Projekte einreichen, um selbst Teil des Programmes zu werden. So wird eine hohe Themen-Diversität erreicht. Linda Zervakis (Moderatorin) Linda Zervakis ist eine Nachrichtensprecherin und Fernsehmoderatorin. Von 2013 - 2021 war sie Sprecherin der Hauptausgabe der Tagesschau. 2021 moderierte sie das dritte Triell zur Bundestagswahl 2021 mit. Sie arbeitet unter anderem als Moderatorin für verschiedene Veranstaltungsformate in Politik und Gesellschaft.
DE
9.6.2022 - Kernthesen
° Zeitenwende gibt es auch im digitalen Raum: freies, globales Internet
erodiert zunehmend, multilatera@Ordnung auch im Digitalen bedroht
e Digitaler Raum wird durch immer mehr Akteure als geopolitisches
F Machtinstrument genutzt, immer stärker missbräuchliche Nutzung digitaler
Teilnahme BK an der re:publica,
Technologien, insb.:
o Splinternet/Abschottung/Repression: Akteure wie CHN und RUS
schotten ihr Netz ab von der restlichen Welt und nutzen es, um
Bevölkerung zu kontrollieren.
o Desinformationskampagnen: Systematische Kampagnen, um z.B.
| Br Wahlen zu manipulieren, Gegner zu diskreditieren.
o Cyber-Attacken: „Cyberwar“ bislang nicht in erwarteten Härte
eingetreten, Angriffe treffen aber im Ukraine-Krieg z.B. oft ähnliche
Ziele, wie physische Angriffe. A RS
° Digitalpolitik stärker als politisches Instrument neben klassischer Außen-
und Sicherheitspolitik sehen, als weiteres Element der Zeitenwende
° Notwendigkeit DEU (und EU) global besser aufzustellen
o Eigene digitale Souveränität stärken, genau wissen, was müssen wir
selbst machen, was nicht, dann gezielt investieren (Bsp. Chips/Intel)
o Auf „Brussels Effect“ setzen, unsere Werte und Standards global
durchsetzen, mit Datenschutz-Grundverordnung ist uns das in Teilen
gelungen, nun hoffentlich auch mit EU Digital Services Act '
e Stärker investieren in’eigene digitale Fähigkeiten und Ressourcen — innen
wie außen; heißt auch: in DEU Hausaufgaben erledigen, dafür viel
vorgenommen in dieser LP:
o Bekannte Probleme noch entschlossener angehen: Digitale
Infrastruktur, Bildung und Verwaltung
o Neue Vorhaben: z.B. Dateninstitut, Datengesetze im Bereich
Mobilität, Gesundheit und Forschung, Start-up-Strategie, Agentur zur
Förderung von Ausgründungen und Transfer (DATI),
' Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren, |
Digitalcheck für Gesetze, aktivere digitale Außenpolitik
o Kompetenzen in Teilen neu sortiert, aus dem BKAmt heraus
weiterhin koordinieren, aktiv begleiten, antreiben, eingreifen wo nötig
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Teilnahme BK an der re:publica, 9.6.2022 —
Vorbereitung moderiertes Gespräch |
‚Digitale Souveränität (621)
Digitale Souveränität beschreibt die Fähigkeit sowohl von Individuen, als auch
einer Gesellschaft (u.a. Staat, Wirtschaft, Forschung), die digitale
Transformation selbstbestimmt zu gestalten.
e Digitale Souveränität Leitmotiv für unsere und die europäische
n Digitalpolitik. Heißt für uns nicht, alles alleine zu machen oder
protektionistisch zu handeln. Wir sind Teil einer globalen Welt
( mit globalen Wertschöpfungsketten.
Wichtig ist, dass wir um potentielle Vulnerabilitäten in unseren
digitalen Wertschöpfungsketten wissen und uns so rechtzeitig
darum kümmern können, dass uns diese nicht gesellschaftlich
oder wirtschaftlich schaden. |
EU-Digitalpolitik (621)
Wichtige Vorhaben wurden in dieser LP bereits fertig verhandelt (u.a.
der Digital Services Act, Digital Markets Act und Data Governance Act),
N andere befinden sich gerade in Verhandlungen (u.a. das politische
Programm zur Digitalen Dekade, weiches Digital-Ziele bis 2030 enthält,
der Data Act, welcher Zugangsansprüche zu u.a. IoT-Daten erstmalig
horizontal regelt, die Ki-Verordnung, eine Verordnung zur Schaffung
einer europ. digitalen Identität).
e Freue freue mich über das ambitionierte digitalpolitische
Programm der EU-KOM. Damit setzen wir in Europa neue
Maßstäbe in Sachen Digitalregulierung, die auf der Welt viel
Beachtung finden. Gleichzeitig gehen wir wertvolle Schritte in
Richtung digitaler Souveränität (z.B. mit EU Chips Act).
Hybride Bedrohungen / Desinformation (132)
BReg hat bereits in der Pandemie die Verbreitung von Halbwahrheiten,
‚ Verschwörungsideologien sowie gezielte Desinformation beobachtet.
r
>92 Parallel zum RUS/UKR-Krieg gibt es weiterhin umfangreiche Aktivitäten seitens RUS offizieller Stellen sowie staatl. und staatsnaher Medien und pro-Kreml-Accounts in sozialen Netzwerken. Sie zielen darauf; in DEU bzw. EU Unterstützung für RUS außenpolitische Positionen zu generieren und westl. Sanktionen zu diskreditieren. Unter FF des BMI wurde innerhalb der AG Hybrid eine UAG RUS/UKR zuf ressort- und behördenübergreifenden Zusammenarbeit zur Erkennung und Abwehr hybrider Bedrohungen eingerichtet. Im Mittelpunkt stehen Maßnahmen zur Identifizierung RUS Narrative, zur Stärkung der faktenbasierten Kommunikation und zur Erhöhung der gesellschaftlichen Resilienz gegen Bedrohungen aus dem Informationsraum. Ein Fokus liegt hier auch auf der Adressierung der Zivilgesellschaft (bspw. BPA-Austausch mit RUS-Gemeinde i in DEU). e Mit der russischen Invasion in der Ukraine hat gezielte Desinformation ein neues Themenfeld gefunden. Auch wirin _ Deutschland sind hiervon spürbar betroffen. e Unsals Bundesregierung treibt mit Sorge um, dass absichtlich verbreitete falsche Informationen zu Hass, Hetze und Unsicherheit führen. Das greift unsere transparente und plurale Gesellschaft in Deutschland undi in Europa an. Das können und wollen wir nicht tolerieren und treten dem entgegen. Gleichzeitig wissen wir als Bundesregierung: Eine resiliente Gesellschaft, die kritisch hinterfragt und einen respektvollen Diskurs führt, ist das beste Mittel gegen Desinformation. Deswegen kommt es bei der Bekämpfung von Desinformation besonders auf die Medien- und Nachrichtenkompetenz von Bürgerinnen und Bürgern, auf unabhängige Faktenchecker und ein pluralistisches, hochwertiges Mediensystem an. : + Eine weitere Säule sind die sozialen Medien bzw. Plattformbetreiber. Mit Beginn der Corona-Krise und der russischen Invasion in die Ukraine haben wir den Austausch mit ihnen intensiviert.
Cybersicherheit (132) Mit Blick auf den UKR-Krieg besteht eine erhöhte Cyberbedrohung für _ DEU fort. Eine DEU-Betroffenheit ist bis jetzt ausschließlich durch Kollateralschäden zu verzeichnen (VIASAT-Vorfall: Ausfall der Fernwartung bei einer vernachlässigbaren Anzahl an Windkraftanlagen). Anzahl und Heterogenität der am Konflikt im Cyberraum beteiligten Akteure führen zu einer komplexen Gefährdungslage für die IT-Infrastruktur, mit jederzeitigem Eskalationspotenzial. Die Sicherheitsbehörden beobachten das Eingreifen von (nicht-staatlichen) Hacktivisten in den Konflikt sehr ge- nau. Für Kritische Infrastrukturen gilt: Die Versorgung in den KRITIS- Sektoren ist insgesamt gewährleistet. Es kommt jedoch zu Einschränkungen und erhöhter Belastung in mehreren Sektoren. Im KoaV sind einige Vorhaben formuliert, die die Aufgabenerfüllung der Polizeien und ND vor Herausforderungen stellen, jedoch zentrale Förderungen der Netzgemeinde (stark vertreten bei d. re:publical) sind. Hierzu gehören bes.: Recht auf Verschlüsselung, | Schwachstellenmanagment (sofortige Schließung, d.h. keine Nutzung. von Sicherheitslücken durch Sicherheitsbeh.) sowie keine „Hackbacks“. e Cybersicherheit ist wesentliche Voraussetzung für widerstandsfähige Digitalgesellschaft. Durch russische Invasion in der Ukraine sehen wir eine erhöhte Bedrohungslage. e Beobachten besonders intensiv die Lage, arbeiten eng mit vulnerablen Bereichen wie etwa KRITIS-Betreibern zusammen. ° Eine immer komplexer werdende Cyberbedrohungslage stellt uns allesamt vor große Herausforderungen. Deswegen wollen wir das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik als . zentrale Stelle im Bereich IT-Sicherheit ausbauen. oe REAKTIV: Wir müssen - wie bei vielen anderen Themen — konstatieren, dass wir uns letztlich in einem Spannungsverhältnis, bzw. Zielkonflikt zwischen IT- Sicherheitsperspektive und polizeilichen, | nachrichtendienstlichen Aufgaben befinden. Diese Debatten müssen wir offen und transparent miteinander diskutieren.