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Dieses Dokument ist Teil der Anfrage „Gutachten des Sachverständigenrats für Verbraucherfragen

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den, allerdings ist die Auswahl nicht so umfangreich. Beispielsweise finden sich die Apps von Fa-
cebook, WhatsApp oder Spotify Music nicht im GalaxyApps-Store. Dafür bietet die App spezielle
Kategorien für die Geräte der Samsung Galaxy-Reihe oder für die Smartwatches von Samsung,
Samsung Gear.
                                                                                               98
Bei dem ersten Start von GalaxyApps wird der Nutzer aufgefordert, die App zu aktualisieren. Es
besteht die Möglichkeit, „Später aktualisieren“ auszuwählen. Allerdings erscheint dann ein Hinweis,
                                                     99
die App müsse ohne Aktualisierung beendet werden.

Vertrag, Bedingungen
Führt man das Update durch, wird ein sogenannter „Haftungsausschluss“ angezeigt.
Inhaltlich verweist dieser Text auf die Bedingungen von Samsung, die durch Klicken des angezeig-
ten Links aufgerufen werden können. Es handelt sich dabei um die gleichen Texte, die bei Einrich-
                                                                      100
tung eines Samsung-Kontos verlinkt werden (siehe Abschnitt 1.6.3).        Konkrete Bedingungen
oder Einschränkungen oder tatsächliche Haftungsausschlüsse von Samsung sind zumindest im
angezeigten Text nicht zu finden.

Zustimmungsoptionen
Die Annahme erfolgt durch das Drücken der Schaltfläche „Annahme“. Mit „Ablehnen“ kann man die
Zustimmung verweigern. Danach kann die App allerdings nicht mehr genutzt werden, da sie been-
det wird.
Hat man dem “Haftungsausschluss” und den Bedingungen zugestimmt, kann der Nutzer die App
GalaxyApps nutzen und das Angebot ansehen. Ist das Gerät zu diesem Zeitpunkt noch nicht mit
einem Samsung-Konto verbunden, lassen sich aber keine Apps herunterladen. Erst nach dem
Hinzufügen des Samsung-Kontos auf dem Gerät lässt sich die App erwartungsgemäß nutzen.

Updates
Zu unterscheiden sind die Einstellungen zu Updates für GalaxyApps selbst und für die hier gelade-
nen Apps. Unter den Einstellungen der App findet sich der Menüpunkt „Apps automatisch aktuali-
sieren“. Er bietet die Möglichkeiten, Updates entweder zu deaktivieren, sie nur unter WLAN oder
immer durchzuführen. Im Gegensatz dazu lassen sich die Aktualisierungen für GalaxyApps selbst
nicht deaktivieren, sondern lediglich die zu verwendende Verbindung wählen (WLAN oder mobile
Daten). GalaxyApps kann sich also jeder Zeit aktualisieren, wenn die gewählte Verbindung be-
       101
steht.

5.7.5     Samsung S Health
S Health ist eine ebenfalls auf dem Gerät vorinstallierte App, die laut Samsung „die Rolle eines
Personal Coaches“ übernehmen kann. Der Nutzer kann Informationen zu Mahlzeiten eingeben und
„Puls, Blutdruck, Blutzuckerspiegel, Stress, Gewicht und Blutsauerstoffgehalt mithilfe von integrier-
ten Sensoren und Geräten von Drittanbietern“ erfassen.
Bei dem ersten Start der App erfragt die sie die Zustimmung zu den AGBs sowie zu den Daten-
schutzrichtlinien. Es wird weiterhin folgender Hinweis gegeben:




98
   Bild: /Samsung/GalaxyApps/Screenshots/Samsung_GalaxyApps.png
99
   Bilder: /Samsung/GalaxyApps/Screenshots/Samsung_Update_Dialog (1).png f
100
    Bilder: /Samsung/GalaxyApps/Screenshots/Samsung_GalaxyApps_Haftungsausschluss (1).png f
101
    Bilder: /Samsung/GalaxyApps/Screenshots/GalaxyApps_GalaxyApps_Einst_Update (1).png f
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„Zur Bereitstellung bestimmter Funktionalitäten sammelt S-Health möglicherweise folgende Daten
                                                  102
zu Folgendem: Profil, Sensoren und Nutzung, Ort“.

Vertrag, Bedingungen
                     103                                 104
Die verlinkten AGBs und die Datenschutzrichtlinien sind dabei andere, als sie zum Beispiel bei
dem Samsung-Konto Anwendung finden und beziehen sich speziell auf die Nutzung von S Health.
Die AGBs von S Health enthalten anfangs keine vertragstypischen anfänglichen Klauseln zu den
Vertragspartnern.
Zu Beginn wird vor allem das Selbstverständnis von S Health
erklärt und betont, dass es sich bei den Hinweisen und Daten
der App nicht um ärztliche Empfehlungen handelt und diese
nicht für die Diagnose oder Überwachung von Krankheiten
oder ähnliche Zwecken gedacht seien. Weiterhin enthalten
die AGBs Regelungen zu Geräten und Software von Drittan-
bietern, Gewährleistungen und Haftungsausschlüssen.
In den Datenschutzrichtlinien wird beschrieben, welche Daten
vom Samsung bzw. S Health erhoben werden, wie diese
genutzt werden und wie der Nutzer seine Daten löschen
kann.

Zustimmungsoptionen
Erst, wenn beide Haken zur Zustimmung zu den AGBs sowie
zu den Datenschutzrichtlinien gewählt sind, lässt sich die App
durch Klicken auf „Weiter“ nutzen.


                                   Abbildung 18: Samsung S Health


5.7.6     Samsung S Voice
S Voice ist ebenfalls eine auf dem Gerät vorinstallierte App. Sie ist das Spracherkennungspro-
gramm von Samsung und ermöglicht die Steuerung und die Eingabe über Sprachbefehle. Dabei
können beispielsweise einfache Fragen beantwortet werden. Zur Verarbeitung der Spracheingabe
ist eine Internetverbindung erforderlich.
Bei der ersten Verwendung wird ein Textfenster angezeigt, das neben einem „Haftungsausschluss“
                                                                                  105
von Samsung auch Dienstleistungsbestimmungen des Drittanbieters Nuance umfasst.
Nuance verarbeitet die Sprachbefehle von S Voice (siehe Abschnitt 1.7).

Vertrag, Bedingungen
Der „Haftungsausschluss“ von Samsung umfasst eine kurze Erklärung von Samsung, in der „aus-
drücklich jede Haftung mit der Spracherkennungsfunktion von S Voice und deren Nutzung“ abge-
lehnt wird.



102
    Bilder /Samsung/S-Health/Screenshots/Samsung_S-Health_Zustimmung.png
103
    Bilder: /Samsung/S-Health/Screenshots/Samsung_S-Health_AGB (1).png ff
104
    Bilder: /Samsung/S-Health/Samsung_S-Health_Datenschutzrichtlinie (1).png ff
105
    Bilder: /Samsung/S-Voice,Nuance/Screenshots/Samsung-S-Voice (1).png ff
80

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Im Teil „Dienstleitungsbestimmungen der Nuance Communi-
cations Inc. (USA)“ wird erläutert, welche Informationen Nu-
ance sammelt bzw. möglicherweise sammelt.
                                                               106
Die Geschäftsbedingungen und Datenschutzrichtlinien
von Nuance sind verlinkt und werden im Browser geöffnet,
wodurch sie sich durchsuchen und exportieren lassen.

Zustimmungsoptionen
Der Nutzer akzeptiert durch Wählen des Hakens bei „Zu-
stimmen“ die Bedingungen und kann S Voice anschließend
durch Klicken auf „Weiter“ verwenden. Stimmt der Nutzer
nicht zu, kann er den Dienst nicht verwenden.


                                     Abbildung 19: Samsung S Voice


5.8       Nuance
Bei der Nutzung von Samsungs eigener Software zur
Sprachsteuerung, S Voice, werden die Dienste des Drittan-
bieters Nuance genutzt, um die Sprachbefehle auszuwerten.
Daher muss der Nutzer bei Verwendung von S Voice den
Nutzungsbedingungen von Nuance zustimmen (siehe Abschnitt 3.2.5).

Vertrag, Bedingungen
Die verlinkten Nutzungsbedingungen tragen die Überschrift „Dienstvereinbarung Dienste S Voice
und Car Mode (German)“.
Vertragspartner sind der Nutzer und die Nuance Communications Inc.
Vertragsgegenstand sind die Bedingungen, unter welchen „die Verwendung des Dienstes S Voice
und der Spracherkennungs- und Sprachverarbeitungsfunktionen in Car Mode […] einschließlich
der Verwendung von Daten“ stehen.
In dem Vertrag werden ab Abschnitt 7. „Garantieausschluss“ Gewährleistungs- und Haftungsaus-
schlüsse erläutert. Hier wird unter anderem erwähnt, dass Nuance keine Fehler- oder Unterbre-
chungsfreiheit gewährt.

Zustimmungsoptionen
Der Nutzer wird bei der erstmaligen Verwendung von Samsung S-Voice zur Zustimmung aufgefor-
dert. Stimmt der Nutzer nicht zu, kann er den Dienst nicht verwenden.

5.9       Google
5.9.1       Google allgemein, Google-Dienste
Während der Erstkonfiguration erscheint der Dialog „Google-Dienste“. Hier verspricht Google, die
durch eigene Dienste entstandenen Daten gemäß den eigenen Datenschutzregeln zu verwenden.
                                                    107
Weiter heißt es, dass „weitere Bedingungen“ gelten.


106
      Nuance: Dienstvereinbarung Dienste S Voice und Car Mode (German), 14.04.2014
       (www.vlingo.com/wap/samsung-cc-terms/de, Abruf 11.04.2016)
81

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Sowohl die Datenschutzregeln als auch die „weiteren Bedingungen“ sind verlinkt. Dabei sind sie
nicht lokal auf dem Gerät hinterlegt. Es wird stattdessen versucht, sie aus dem Internet zu laden.
Das Gerät war zum Zeitpunkt der Einrichtung weder über WLAN noch über das mobile Netz mit
dem Internet verbunden. Es erscheint lediglich der Hinweis, den dort angezeigten Link in einem
                        108
Webbrowser aufzurufen.      Gibt man diesen Link ein, gelangt man auf die Nutzungsbedingun-
    109                                  110
gen bzw. auf die Datenschutzerklärung von Google.
Neben den Hinweisen auf Googles Bedingungen lassen sich auf der gleichen Konfigurationsseite
verschiedene Haken für folgende Optionen setzen:
      -   Aktivieren Sie den Google-Standortdienst
      -   Unterstützen Sie uns bei der Verbesserung der Stand-
          ortdienste
      -   Unterstützen Sie uns bei der Verbesserung der Android-
          Nutzererfahrung

Vertrag, Bedingungen
Der Vertrag beginnt mit einer Erklärung, in der es heißt, der
Nutzer stimme den Nutzungsbedingungen von Google Inc.
durch Verwendung der Google-Dienste Nutzung zu.
Vertragsgegenstand ist die Nutzung der verschiedenen Google-
Dienste allgemein, wozu wohl grundsätzlich alle Angebote von
Google gehören. Eine Liste, für welche die Bedingungen gelten,
gibt es nicht.
Es wird gesagt, dass zur Nutzung einiger Dienste ein Google-
Konto nötig sei.

                            Abbildung 20: Google-Dienste, Konfiguration


Zustimmungsoptionen
Den (elementaren) Nutzungsbedingungen von Google muss der Nutzer bei der Konfiguration des
Geräts zustimmen. Die entsprechende Konfigurationsseite hat diesbezüglich keinerlei Wahlmög-
lichkeiten. Es wird auf die Bedingungen und Hinweise verlinkt, eine Nichtzustimmung ist aber nicht
möglich. Eine Zustimmung erfolgt automatisch durch Klicken auf „Weiter“.
Wenn das Gerät weiter konfiguriert bzw. überhaupt verwendet werden soll, muss eine Zustimmung
erfolgen.
Die erwähnten Optionen müssen nicht gewählt werden. Der Nutzer kann trotzdem mit der Konfigu-
ration fortfahren.




107
    Bilder: /Google/Google allgemein/Screenshots/Konfig_Google-Dienste (1).JPG ff
108
    Bilder /Google/Google allgemein/Screenshots/Konfig_Google-Dienste (1).JPG f
109
    Google Nutzungsbedingungen, 11.11.2013 (https://www.google.de/intl/de/policies/terms/regional.html,
      Abruf 12.04.2016)
110
    Google Datenschutzerklärung, 25.03.2016 (https://www.google.de/intl/de/policies/privacy/, Abruf
      12.04.2016)
82

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5.9.2       Google-Konto
Zur vollen Nutzung der Dienste von Google und eines Android-Geräts ist ein Google-Konto nötig.
Nur so lassen sich z.B. Apps aus dem Google Play Store laden.
Ein Konto lässt sich z.B. in den Einstellungen des Geräts einrichten. Dafür werden folgende Daten
erfragt:
       -   Vorname, Nachname
       -   Nutzername bzw. Gmail-Adresse
       -   Passwort
       -   Geburtstag (auf dem Smartphone optional)
       -   Geschlecht (auf dem Smartphone optional)
       -   Mobiltelefonnummer (Optional)
       -   Aktuelle E-Mail-Adresse (Optional)
Die Angaben zum Geburtstag und zum Geschlecht werden bei der Registrierung auf dem Smart-
phone nicht abgefragt. Bei einer Anmeldung über einen Computer sind diese Daten allerdings er-
forderlich, um sich zu registrieren.
Nach Eingabe von Name, Nutzername, Passwort und evtl. Mobiltelefonnummer erscheint die Ab-
                                                              111
frage zu Googles Datenschutzbestimmungen und Bedingungen. Die Nutzungsbedingungen und
die Datenschutzerklärung sind verlinkt. Auch die Google Play Nutzungsbedingungen sind einzuse-
hen. Dabei erscheinen die Texte jeweils in einem eigenen Pop-Up-Fenster, in welchem diese auch
markiert und exportiert werden können. Auch ein Link zu den Texten wird angezeigt, um diese im
Browser nachzulesen.
Auf der Seite folgt eine Auflistung mit der Überschrift „Nutzungs- und Inhaltsdaten“, die eine Zu-
sammenfassung der wichtigsten Punkte der Bedingungen beinhalten. Diesen willige der Nutzer
„insbesondere“ ein. Darin steht unter anderem, dass Nutzerdaten bei Nutzung der Google-Dienste
und dadurch erstellte Informationen gespeichert würden (Gmail, Youtube-Videos, IP-Adressen,
Standorte…). Soweit möglich, werde Google diese Daten mit dem eigenen Google-Konto verknüp-
fen.
Die Daten würden genutzt, um persönliche Interessen zu ermitteln, um z.B. Suchergebnisse zu
beeinflussen oder interessenbezogene Werbung zu generieren. Dazu führe Google die Daten ge-
räteübergreifend zusammen.

Zustimmungsoptionen
Nachdem der Nutzer nach unten gescrollt hat, kann er den Bedingungen durch Klicken auf „Ich
stimme zu“ zustimmen. Eine andere Option ist nicht gegeben. Somit muss der Nutzer zur Einrich-
tung eines Google-Kontos den Datenschutzerklärungen und Nutzungsbedingungen zustimmen.
Tut er das nicht, kann er kein Google-Konto erstellen, was bedeuten würde, essentielle Dienste wie
den Google Play Store nicht benutzen zu können.
Auch bei der Nutzung eines existierenden Google-Kontos für das Gerät wird der Nutzer nach Ein-
gabe von Nutzername und Passwort um Zustimmung zu den Bedingungen Googles gefragt, wel-
chen er wiederum zustimmen muss, um den Prozess erfolgreich abzuschließen.




111
      Bilder: /Google/Google Konto/Screenshots/Google_Konto_Datenschutz und Bedingungen_Zust (1).png ff
83

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Durch die Einrichtung eines Google-Kontos werden diverse Daten gesammelt und nachverfolgt.
Dazu gehört unter anderem die Speicherung der Standorte, von Suchverläufen und Spracheinga-
ben, aber auch Daten über die Nutzung von Apps werden erhoben. In den persönlichen Einstellun-
gen des Google-Kontos lassen sich Einstellung für die Speicherung und Auswertung dieser Daten
         112
treffen.

Persönliche Einstellungen
Die persönlichen Einstellungen lassen sich ändern. Dazu zählen die in der Anmeldung eines
Google-Kontos abgefragten Daten wie Vor- und Nachname, Telefonnummer, Wiederherstellung-E-
Mail etc. Die Option „Standort freigeben“, die sich ebenfalls in diesem Menü findet, ist deaktiviert.
Auch Einstellungen zur Suche lassen sich im Punkt Suchein-
stellungen tätigen. Neben den Suchverläufen findet man in
den Sucheinstellungen auch Optionen zu „SafeSearch“-
Filtern (zur Filterung von „anstößigen Ergebnissen“) sowie
Einstellungen zu Standortermittlung.
Die Option „Genauer Standort“ ist standardmäßig auf „Die
neue Funktion für genauen Standort darf auf meinem Gerät
verwendet werden“ gesetzt. Damit sucht Google z.B. nach
relevanten Orten in der Nähe, die für Suchanfragen relevant
sind. Außerdem ist die Option „Standorte speichern“ unter
„Letzte Standorte“ aktiviert, wodurch Google automatisch alle
Standorte des Geräts aufzeichnet. Ebenfalls aktiviert ist „Pri-
vate Ergebnisse verwenden“ was bedeutet, beispielsweise
eigene Kalender-Ereignisse oder Buchungen, die aus E-
Mails hervorgehen, für Suchanfragen und sonstige Dienste
zu verwenden.
Weitere Optionen sind „Sprache in Google-Produkten“ und
„Sprache für Suchergebnisse“.

                                         Abbildung 21: Google-Konto


Aktivitätseinstellungen
Hier werden Einstellungen zu der Aufzeichnung von Aktivitäten des Nutzers getroffen. Diese um-
fassen beispielsweise die Bewegung des Smartphones, Gerätedaten oder Nutzungsdaten. Stan-
dardmäßig sind alle Optionen aktiviert.


Web- & App-Aktivitäten:
Ist diese Option aktiviert, werden alle Suchverläufe sowie App-Nutzungsdaten aufgezeichnet. In
den oben erwähnten Sucheinstellungen findet sich die Option „Suchverläufe – Verwalten“. Hier
werden sämtliche Suchanfragen sowie alle benutzten Apps nach Uhrzeiten und Tagen aufgelistet.
Geräteinformation:
Daten auf Geräten (Kontakte, Apps etc.) werden gespeichert.
Sprach- & Audioaktivitäten:



112
      Bilder: /Google/Google-Konto/Google-Konto Einstellungen/
84

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Audioeingaben werden auf dem Google-Konto gespeichert, um „die Spracherkennungsfunktion zu
optimieren“
Standortverlauf:
Google kann jederzeit Standort von Geräten abrufen, auch wenn diese gerade keine Google-
Dienste nutzen.

Einstellungen für Werbung
Hier lassen sich Einstellung zu personenbezogener Werbung treffen. Die Option „Interessenbezo-
gene Werbung“ ist standardmäßig auf aktiviert gestellt. Es lassen sich Interessenfelder durch Ein-
gabe von Stichworten hinzufügen.

Anzeigen
Google vergibt eine sogenannte „Werbe-ID“, die für Werbe-Tracking-Tools von Apps und Websiten
relevant ist. Die Nutzung dieser ID ist standardmäßig aktiviert, kann aber deaktiviert werden.

5.9.3        Google Now
Google Now ist ein Google-Dienst, der personenbezogene Daten aus dem eigenen Google-Konto,
aber auch Daten von genutzten Geräten, Terminen, Kontakten oder Standorten kombiniert und
dem Nutzer so Vorschläge über anstehende Termine, Reisen oder Interessen unterbreitet. So
warnt Google Now beispielsweise automatisch vor Stau auf dem Weg zur Arbeit oder zeigt das
Wetter des nächsten Reiseziels an. Die Informationen und Hinweise werden in sogenannten Now-
Cards angezeigt.
Bei dem ersten Start der App prüft Google Now die aktuellen Konto-Einstellungen und weist da-
raufhin, dass die Dienste
       -   Suchanfragen und Browseraktivitäten (siehe Abschnitt 1.8.2, Aktivitätseinstellungen->
           Web- & App-Aktivitäten),
       -   Informationen von deinen Geräten und der
       -   Standortverlauf
                                                                                     113
aktiviert sein müssen, um alle Funktionen von Google Now nutzen zu können.
                                                                                                   114
Ein Link „Weiter Information“ wird angezeigt. Er enthält Informationen zum Dienst Google Now.

Zustimmungsoptionen
Dabei gibt es die Optionen, die Einstellungen zu „überspringen“, oder mit „Ok“ die genannten Ein-
stellungen zu aktivieren. Entscheidet sich der Nutzer, die Einstellungen nicht wie angezeigt zu än-
dern, können Inhalte von Google Now, die auf Basis eben jener Einstellungen (z.B. Standortver-
lauf) erstellt werden, nicht bereitgestellt werden.
Dabei gibt auch einen Hinweis, dass die eigenen Einstellungen jederzeit geändert werden können.




113
      Bilder: /Google/Google Now/Screenshots/Google-Now_Einrichten_Dialog(1).png f
114
      Dokument: /Google/Google Now/Vertragstexte/Google Now-Karten.docx
85

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5.9.4     Google Chrome
Google Chrome ist Googles eigener Browser. Die entsprechende App ist auf dem Testgerät vorin-
stalliert.
                                                    115
Ruft man sie erstmalig auf, erscheint ein Dialog , in dem
der Nutzer um die Zustimmung der Nutzungsbedingungen
                           116
und Datenschutzhinweise gefragt wird. Diese sind verlinkt
und öffnen sich in der gleichen App, lassen sich aber markie-
ren und kopieren.

Vertrag, Bedingungen
Diese Bedingungen unterscheiden sich von den entspre-
chenden allgemeinen Nutzungsbedingungen und Daten-
schutzerklärungen von Google. bzw. ergänzen diese.
So sind beispielsweise die Datenschutzbestimmungen von
Google (Chrome Nutzungsbedingungen, Abschnitt 6) Ver-
tragsinhalt. Auch werden die „Produkte, Software, Dienste
und Websiten“ von Google als „Service“ bezeichnet, deren
Nutzung den Bedingungen „einer rechtlich bindenden Ver-
einbarung zwischen [dem Nutzer] und Google“ unterliegt
(Chrome Nutzungsbedingungen Abschnitt 1.).

                                       Abbildung 22: Google Now


Zustimmungsoptionen
Zur Nutzung der App „Chrome“ von Google muss der Nutzer
auf „Akzeptieren&Weiter“ klicken. Geschieht dies nicht, kann er Chrome nicht verwenden.
Neben den Hinweisen auf die Nutzungsbedingungen kann der Nutzer die Option „Nutzungsstatisti-
ken und Absturzberichte an Google senden“ wählen. Diese ist standardmäßig deaktiviert.
Ist auf dem Gerät ein Google-Konto aktiviert, folgt danach ein Hinweis, dass die Daten aus Chrome
                                                          117
(Verlauf, Tabs etc.) mit dem Konto synchronisiert werden.

Updates
Mit dem Vertragspunkt in Abschnitt 11„Softwareaktualisierungen“ stimmt der Nutzer zu, dass Aktu-
alisierungen automatisch von Google heruntergeladen und installiert werden können.

5.9.5     Google Play Store
Der Google Play Store ist eine Plattform, auf der Google verschiedene Inhalte anbietet. Dazu ge-
hören neben Filmen, Bücher, Musik und E-Books auch Apps.
Die App ist auf dem Testgerät vorinstalliert.
Sie lässt sich nur mit einem Google-Konto nutzen.


115
    Bild: /Google/Chrome/Screenshots/Chrome_Willkommen_Zustimmung.png
116
    Dokumente: /Google/Chrome/Vertragstexte/
117
    Bild: /Google/Chrome/Screenshots/Chrome_Hinweis.png
86

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Vertrag, Bedingungen
                                    118
Den besonderen Bestimmungen zur Nutzung des Play Stores hat der Nutzer bereits durch Re-
gistrierung des Google-Kontos zugestimmt.
In diesen heißt es ausdrücklich, dass Google Play ein Google-Dienst sei und somit den Google
Nutzungsbedingungen unterliegt.

Zustimmungsoptionen
Weder bei App-Start noch zu einem anderen Zeitpunkt erscheinen Bedingungen, denen explizit
zugestimmt werden muss.

Updates
In den Google Play Nutzungsbedingungen ist unter „Updates“ festgelegt, dass Google „jede
Google-App oder jede App, die […] bei Google Play heruntergeladen [wurde], auf die jeweils neue
Version aktualisieren“ kann, wenn kritische Sicherheitslücken entdeckt werden. Weiter heißt es:
„Wenn Sie mit solchen automatisch angeforderten und empfangenen Updates nicht einverstanden
sind, sollten Sie den Google Play Store nicht verwenden und diese Inhalte nicht installieren.“ Ist
man also mit automatischen Updates nicht einverstanden, soll man die entsprechenden Apps nicht
nutzen.
Es lassen sich die Einstellungen zu Updates im Play Store ändern. So existiert die Option, automa-
tische Updates auszuschalten. Dabei ist es dem Nutzer nicht ersichtlich, welche der Einstellungen
bzw. Bedingungen greifen. Zwar können automatische Updates deaktiviert werden. Dies wider-
spricht aber gleichzeitig den in den Nutzungsbedingungen des Play Stores aufgeführten Regelun-
gen.
Updates und App-Berechtigungen
Bei der automatischen Aktualisierung von Apps werden sich nicht ändernde Berechtigungen auto-
matisch wieder akzeptiert. Giga.de weist daraufhin, dass dies für nur auf Ebene der Berechti-
gungsgruppen gilt. Verlangt die App innerhalb der Berechtigungsgruppe mehr Rechte, merkt der
                     119
Nutzer davon nichts.
Fernzugriff
Neben automatischen Aktualisierungen ist Google ebenfalls in der Lage, per Fernzugriff Apps von
Smartphones zu löschen. Dadurch lassen sich bösartige Apps, die zwar bereits aus dem Play
                                                                          120
Store entfernt wurden, aber noch auf Geräten installiert sind, entfernen.
Entfernung oder Nichtverfügbarkeit von Apps aus dem Play Store
Desweitern regelt der Abschnitt „Entfernung oder Nichtverfügbarkeit von Inhalten“ in den Nut-
zungsbedingungen des Play Store die Zugänglichkeit bzw. die Abrufbarkeit von Apps. Google kann
den Zugriff auf bestimmte Inhalte, etwa weil sie gegen Bestimmungen verstoßen oder Google die
entsprechenden Rechte verliert, beenden. Gekaufte Apps können also unter Umständen nicht
mehr verfügbar sein.



118
    Dokumente: /Google/Play Store/Vertragstexte/
119
    Giga.de, Android-Berechtigungen: App-Rechte im Detail erklärt, 24.06.2015
      (http://www.giga.de/apps/android/specials/android-berechtigungen-app-rechte-im-detail-erklaert/, Abruf
      11.04.2016)
120
    heise Security, Google löscht Android-App auf Smartphones aus der Ferne, 25.06.2010
      (http://www.heise.de/security/meldung/Google-loescht-Android-App-auf-Smartphones-aus-der-Ferne-
      Update-1028907.html, Abruf 12.04.2016)
87

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5.9.6       Google Maps
Google Maps ist Googles Kartendienst. Die App ist auf dem Testgerät vorinstalliert.
Beim ersten Start wird der Nutzer nach der Zustimmung zu den „Zusätzlichen Nutzungsbedingun-
gen für Google Maps/Google Earth“ und der Datenschutzerklärung von Google gefragt.

Vertrag, Bedingungen
Die „Zusätzlichen Nutzungsbedingungen für Google Maps/Google Earth“ umfassen die allgemei-
nen Nutzungsbedingungen von Google, die zusätzlichen Nutzungsbedingungen selbst, rechtliche
Hinweise für Google Maps/Google Earth sowie die Datenschutzerklärung von Google. Alle sind
                                                    121
verlinkt und können angeklickt und geöffnet werden.
Vertragspartner sind Google und der Nutzer.
Vertragsinhalt der „Zusätzlichen Nutzungsbedingungen“ sind unter anderem Einschränkungen in
der Nutzung des Kartenmaterials und der Dienste (Erweiterung anderer Kartendaten oder Geo-
Datenbanken, beschränkte Nutzung für selbstfahrende Fahrzeuge anderer Hersteller, Reverse
Engineering etc.).
Die Bedingungen von Google Maps sind verlinkt und können angeklickt werden.

Zustimmungsoptionen
Der Nutzer muss den angegebenen Bedingungen bei Start der App zustimmen, also auf „Akzeptie-
ren und Weiter“ klicken, um die App verwenden zu können.

5.10 Flipboard
Flipboard ist eine Nachrichten-App, die Inhalte aus verschie-
denen sozialen Medien sammelt, kombiniert und dem Nutzer
zur Verfügung stellt. Sie ist auf den Testgerät vorinstalliert.
Samsung nutzt den Dienst, um das eigene Programm „My
Magazine“ mit personenbezogenen Informationen zu füllen.
My Magazine ist einer von vier Startbildschirmen, die nach
dem Entsperren des Geräts angezeigt werden. Öffnet man
den entsprechenden Bildschirmteil, indem man dort hin navi-
giert, werden Nutzungsbedingungen angezeigt, denen der
Nutzer zustimmen muss, um MyMagazine zu verwenden.

Vertrag, Bedingungen
Diese angezeigten Bedingungen sind die AGBs sowie die
Datenschutzrichtlinie von Flipboard.
Vertragspartner sind der Nutzer und die Flipboard Inc.
Vertragsgegenstand sind die Bedingungen zur Nutzung von
Dienstleistungen, Webseiten und Produkte von Flipboard.

                                Abbildung 23: Flipboard, My Magazine




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