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Dieses Dokument ist Teil der Anfrage „Machbarkeitsstudie: Konferenzfazilitäten in Bonn – Durchführung von Großkonferenzen

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Der Mehraufwand für die Nutzung im Konferenzfall ist verhältnismäßig gering, da die
Anforderungen an technische Gebäudeausrüstung, Brandschutz, Tragwerk, Bauphy-
sik etc. relativ ähnlich sind.
Mit Ausnahme der Parketage im Erdgeschoss, die analog dem CR ebenfalls als Büro-
und Konferenzfläche verwendet werden kann, sind zusätzliche bauliche und techni-
sche Maßnahmen in den großen Sportflächen und Kursräumen nur in geringem Um-
fang erforderlich. So kann etwa die große Sportfläche im 1. Obergeschoss als Aus-
stellungsfläche und die angrenzenden Kursräume als Konferenzräume genutzt wer-
den. Auch das 2. Obergeschoss kann mit wenig Aufwand an die Bedürfnisse einer
Veranstaltung angepasst werden. Hier können etwa Büroflächen und informelle Mee-
ting- und Pausenzonen entstehen. Der bahnseitige Vorplatz bietet ausreichend Raum
für eine anzudockende Akkreditierungseinheit (Sicherheitskontrolle) während einer
Veranstaltung. Die Freiflächen des Sportparks Wasserland könnten bei Bedarf eben-
falls für temporäre Bauten genutzt werden.




Tabelle 54 – Übersicht über die Flächen im CC200


In Summe bietet das CC eine BGF von ca. 43.070 m2 und somit ausreichend Platz,
um die entsprechende Fläche aus dem temporären Bau in Sektor A von insgesamt
19.126 m² brutto langfristig zu kompensieren.
Bei regulärer Sportnutzung können bis zu 1.500 Personen die Sportstätte nutzen. Als
maximale Nutzerzahl während der Konferenznutzung können ca. 10.000 Besucher
Einlass erhalten.
Details zu dem Gebäude und den Flächen sowie Herausforderungen und Chancen
finden sich in der Untersuchung der ulrich hartung GmbH (siehe Anhang – 06 COP
Satelliten Umsetzungsstudie Zwischenbericht Phase 1).
9.2.2     Erreichbarkeit
Die Entfernung zum WorldCCBonn beträgt ca. 1,3 km. Die DB-Haltestelle „UN-Cam-
pus“ mit angrenzenden Bushaltestellen befindet sich in rund 300 m Entfernung. Die
U-Bahn Haltestelle „Heussallee/Museumsmeile“ ist etwa 700 m entfernt.

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Eine Anreise per Pkw kann über die Christian-Miesen-Straße erfolgen. Hierbei muss
die vorhandene DB-Trasse und die langen Schließzeiten des Bahnübergangs beach-
tete werden. Fußgänger und Radfahrer können die Barriere der DB-Trasse durch eine
Unterführung am DB-Haltepunkt „UN-Campus“ umgehen. Für den restlichen Stra-
ßenverkehr ist der Bau der Kfz-Unterführung Ollenhauerstraße geplant (Realisierung
avisiert bis 2027).
Zusätzlich kann ein Shuttle-Service zum WorldCCBonn eingerichtet werden.
9.2.3   Gesetzliche Vorgaben
Eigentümer
Das Grundstück steht im Eigentum der SWB Energie und Wasser sowie der Stadt
Bonn.
Nach Erbauung soll das CC in das Eigentum öffentlicher Institutionen oder privater
Eigentümer übergehen.
9.2.4   Planung und Organisation der technischen Infrastruktur
Gebäudetechnik / ICT-Versorgung / Veranstaltungstechnik
Die Nutzung des Conference Coliseum als Sportstätte bedingt insbesondere in Be-
zug auf die Raumklimatisierung (Kühlanforderung, Luftwechsel) ähnliche Vorausset-
zungen wie die Nutzung als Veranstaltungsort. Daher werden bezogen auf die tech-
nische Gebäudeausstattung annähernd alle für die Multinutzung benötigten Kompo-
nenten vorgehalten.
Die benötigten Technikflächen betragen etwa 2.000 m², wovon ca. 1.500 m² auf dem
Dach verortet sind und die verbleibenden Technikflächen im Untergeschoss.
Stromversorgung
Zur Steigerung der nachhaltigen Energieversorgung ist auf dem Dach des Gebäudes
eine Photovoltaik-Anlage vorgesehen. Zu Zeiten, an denen der eigenerzeugte Strom
nicht ausreicht, wird die Stromversorgung um den Strombezug aus dem vorhande-
nen städtischen Stromnetz ergänzt.
Da der Bedarf der Sicherheitsstromversorgung im Veranstaltungsfall deutlich höher
liegt (z.B. für TV-Übertragungstechnik), werden für diesen Fall mobile Notstromag-
gregate vorgesehen.
Heizung / Klima
Der vorgesehene Standort (Wasserland) liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zum
Heizkraftwerk Süd. Es wird daher eine Anbindung an das bestehende Fernwärme-
netz der Stadtwerke Bonn zur Deckung des Wärmebedarfs vorgesehen. Zur De-
ckung des Kältebedarfs werden luftgekühlte Kältemaschinen mit Freikühlfunktion
und Low-GWP (Global Warming Potential) Kältemittel empfohlen.



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Wasser
Aufgrund der Nähe zum Heizkraftwerk Süd sowie zu Wohngebieten ist es wahrschein-
lich, dass auch auf dem Gelände des CC oder in der näheren Umgebung bereits Was-
seranschlüsse verlegt sind.
Blitzschutz / Erdungsanlagen
Blitzschutz und Erdungsanlagen müssen bei Bau des CC separat geplant werden.
9.2.5    Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekte
Bei der Erbauung des CC spielt Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle. So befindet sich
der Eingang an der dem Bahnhof zugewandten Seite, um so den mit dem ÖPNV-
Anreisenden einen kurzen Fußweg zu ermöglichen. Auch die Garagen für Fahrräder
und andere Fortbewegungsmittel sind an dieser Seite gelegen, da dort auch ein
Hauptradweg verläuft. Allgemein werden viele Fensterflächen integriert, um so eine
natürliche Belichtung der Räume zu ermöglichen. Das Gebäude selbst hat eine hoch-
wärmegedämmte Hülle, sparsame Anlagentechnik und nutzt hauptsächlich regenera-
tive Energiequellen.
9.2.6    Sicherheitsanforderungen
Durch die räumliche Distanz zum WorldCCBonn müsste für Zwecke einer UN-Veran-
staltung ein zweiter Sicherheitsbereich eingerichtet werden. Dies entfällt, wenn ledig-
lich Ausstellungsflächen für die Öffentlichkeit zugänglich benötigt werden.
9.2.7    Bewertung
Pro
Das CC ist multifunktional nutzbar und kann daher auch in Zeiten, in denen keine
Veranstaltungen stattfinden, genutzt werden. Der Wechsel zwischen Sportstätte und
Veranstaltungsstätte ist mit nur einem geringen Umbauaufwand (von oben genannten
zwei Tagen bis wenige Wochen) verbunden.
Durch den modernen Bau wird auf Nachhaltigkeit geachtet. Die ähnlichen Anforde-
rungen für Sport- und Veranstaltungsstätte wirken sich positiv auf die generelle Aus-
stattung des CC aus.
Die Distanz zum WorldCCBonn kann etwa durch einen organisierten Shuttle-Verkehr
überbrückt werden.
Contra
Nachteilig ist die räumliche Distanz zum WorldCCBonn, die eine effektive verkehrliche
Verbindung sowie einen zweiten Sicherheitsbereich während einer UN-Veranstaltung
erfordert. Da der rechtskräftige Bebauungsplan der Stadt Bonn momentan eine an-
dere Nutzung vorsieht, muss dieser angepasst werden. Auch muss die lange Schlie-
ßungszeit der Schranke am Bahnübergang „Ollenhauerstraße“ bei eventuellem Shut-
tleverkehr berücksichtigt werden.


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Zusammenfassung:
 Das Conference Coliseum kann mit einer Bruttogesamtfläche von 43.070 m² lang-
 fristig die entsprechenden Flächen aus den temporären Bauten in Sektor A von
 insgesamt 19.126 m² brutto kompensieren.


9.3   Bewertung der langfristigen Betrachtungen
Das qualitative und quantitative Angebot der beiden Alternativen Conference Rack
und Conference Coliseum stellen sich deutlich unterschiedlich dar. Für das Szenario
einer Großkonferenz und/oder COP mit bis zu 20.000 Teilnehmer ist das Conference
Rack aufgrund der Nähe und der direkten Anbindung an das WorldCCBonn eine gute
Lösung. Das Raumangebot des WorldCCBonn wird mit dem CR optimal ergänzt. Ver-
anstaltungsorganisation, Logistik und Sicherheit insbesondere im COP-Fall können
effizient gelöst werden.
Für das Szenario einer Großkonferenz und/oder COP mit bis zu 30.000 Teilnehmern
bietet das Conference Coliseum eine gute Ergänzung zum WorldCCBonn einschließ-
lich Conference Rack. Dabei können im Conference Coliseum Gebäude im COP-Fall
insbesondere die Formate, die nicht in den engeren Sicherheitsbereich eingebunden
werden müssen, untergebracht werden. Dies sind öffentliche Veranstaltungen sowie
die Ausstellungen der NGOs/IGOs, ggfs. auch von Unternehmen, die ihr Engagement
im Zuge der COP international darstellen wollen.




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Schlussbetrachtung

10   Ergebnis
Zusammenfassung
In den vorangegangenen Kapiteln wurde systematisch aufgezeigt, welche Lösungen
und Umsetzungsalternativen zur Beantwortung der Fragen existieren, welche Konfe-
renzmöglichkeiten Bonn für eine Teilnehmerzahl von 10.000/20.000/30.000 Tagungs-
teilnehmern/Personen bietet bzw. welche Erweiterungsmaßnahmen hinsichtlich Ta-
gungsflächen/Raumkapazitäten und weiterer direkt damit zusammenhängender Fak-
toren getroffen werden müssten, um den Anforderungen gerecht zu werden.
Grundlagen Bonn
Grundsätzlich bietet Bonn bereits eine Reihe günstiger Rahmenbedingungen und Vo-
raussetzungen für die Umsetzung von nationalen und internationalen Großveranstal-
tungen, insbesondere für Tagungen, Konferenzen und Kongresse.
Hervorzuheben ist das WorldCCBonn als zentraler Ausgangspunkt aller Betrachtun-
gen bei der Umsetzung von Großveranstaltungen, da es das in Bonn am besten aus-
gestattete Konferenzzentrum mit den größten zusammenhängenden Tagungskapazi-
täten ist.
Darüber hinaus sind die zentrale Lage und die Nähe zum UN-Campus von zentraler
Bedeutung, insbesondere bei der Betrachtung einer zukünftigen Weltklimakonferenz
sowie vor dem Hintergrund der insgesamt 20 UN-Sekretariate am Standort.
Grundlagen-Analyse Flächen/Bestandsgebäude
Die ermittelten Grundlagen für die systematische Betrachtung haben ergeben, dass
eine Reihe an Freiflächen und Bestandsgebäuden im definierten Radius von 3 km um
das WorldCCBonn vorhanden sind. Diese sind im Veranstaltungsfall primär in der
kurz- und mittelfristigen Betrachtung vor allem bei mehr als 10.000 Teilnehmern für
die Umsetzung von großen Tagungen und Konferenzen geeignet.
Im konkreten Veranstaltungsfall muss eine tiefer gehende Prüfung auf Machbarkeit
bzw. Nutzung vorgenommen werden. Einige weitere Flächen und Gebäude aus der
Grundlagenanalyse wiederum scheiden im Rahmen unserer Überlegungen aus, da
verschiedenste Gründe einer Nutzung entgegenstehen (Siehe Anhang 01 – Gesamt-
übersicht Bestandgebäude, Anhang 02 – Gesamtübersicht Freiflächen und Anhang
03 – Potenzialanalyse Grundstücke).
Ergebnisse
Aufbauend auf den ermittelten Grundlagen (Freiflächen und Bestandsgebäude) erge-
ben sich drei „Sektoren“ (Kombinationen aus Gebäuden und Flächen, die mit tempo-
rären Bauten bebaut werden und die räumlich dicht zusammenliegen (kurze Wege
zwischen Veranstaltungsflächen)), die als Ensemble/Cluster gut für die Umsetzung der
untersuchten Szenarien/Teilnehmerzahlen geeignet sind.

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Sektor A: WorldCCBonn und unmittelbare Umgebung,
Sektor B: Miesengelände und
Sektor C: BMU-Südbrücke.




Sektoren
Mit temporären Bauten und teilweise in Kombination mit Bestandsgebäuden können
die unterschiedlichen Szenarien von 10.000/20.000/30.000 Teilnehmern wie folgt ab-
gebildet werden:



         Sektor A - WorldCCBonn und unmittelbare Umgebung

                                                                     Max. Anzahl            Max. Anzahl
                                    Flucht-                           Personen               Personen
                      Kapazität                 Kapazität
    Sektor A                       wege/Auf-
                     brutto in m²              netto in m²         (UN-Veranstal-         (Nicht-UN-Ver-
                                  bauten in m²
                                                                      tungen)              anstaltungen)

  WorldCCBonn                                                            7.000                  7.000


   UN-Campus                                                             3.000                     -

 Platz der Verein-
                        2.550        477             2.073               2.073                  2.073
   ten Nationen

 Wiese hinter der
                       19.126       4.331           14.795
 Deutschen Welle
                                                                         9.900                  9.900
   DHL Fläche           3.750        450             3.300


       BMZ              1.800        275             1.525               1.500                     -

 Zwischenergeb-
                                                                         23.473                18.973
       nis

  Marriott Hotel                                                           198                   198

  Kameha Grand
                                                                         3.338                  3.338
     Hotel

  Beethovenhalle                                                         4.733                  4.733


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Brückenforum                                                                   1.260                  1.260


       Gesamt                                                                     33.002                28.502

Tabelle 55 – Kapazitäten Sektor A201




                                        Sektor B - Miesengelände

    Sektor B          Kapazität brutto            Fluchtwege/Aufbau-            Kapazität netto        Max Anzahl
                          in m²                        ten in m²                    in m²               Personen

  Zelt Nord EG              7.250                          2.096                      5.154                5.000

  Zelt Süd EG               7.250                          2.012                      5.238                5.000

  Zelt Nord OG              7.250                          1.900                      5.350                5.000

  Zelt Süd OG               7.250                          1.815                      5.435                5.000

     Gesamt                 29.000                                                    21.177              20.000

Tabelle 56 – Kapazitäten Sektor B202



                                          Sektor C – Südbrücke

                                  Kapazität              Fluchtwege/Auf-           Kapazität netto        Max. An-
                                 brutto in m²              bauten in m²                in m²              zahl Per-
                                                                                                           sonen

        Südbrücke                      15.300                   2.860                    12.440             10.000

 Kurt-Georg-Kiesinger P.
                                                                 ohne Berechnung
  Robert-Schuman-Platz

     Maritim Freifläche                1.250                     190                      1.060              1.000

    Maritim Hotel Bonn                                                                    4.271              5.000

      BMU Gebäude                                                                                             500

          Gesamt                                                                                            16.500

Tabelle 57 – Kapazitäten Sektor C203




                                                Studie zu den Konferenzmöglichkeiten in Bonn, Stand 02.07.2020 Seite 141
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Ergänzungsflächen
Darüber hinaus gibt es weitere Ergänzungsflächen, die als Flächen einzeln bespielbar
sind und sich gut als Kombinationsbausteine für die Sektoren eignen, sofern eine zu-
sätzliche Erweiterung an Veranstaltungsfläche notwendig wird.



                                    Ergänzungsfläche Rheinaue

                     Kapazität brutto       Fluchtwege/Aufbauten            Kapazität netto       Max. Anzahl
                         in m²                      in m²                       in m²              Personen

     Gesamt                35.200           Zahlen von COP23 aus 2017 übernommen                       8.000
                                                Zahlen wurden nicht erneut definiert

Tabelle 58 – Kapazität Ergänzungsfläche Rheinaue204



                             Ergänzungsfläche Bundeskunsthalle

                     Kapazität brutto       Fluchtwege/Aufbauten            Kapazität netto       Max. Anzahl
                         in m²                      in m²                       in m²              Personen

  Zelt groß EG              600                         112                        488                  488

  Zelt klein UG             500                         100                        400                  400

  Zelt groß OG              600                         105                        495                  495

  Zelt klein OG             500                         83                         417                  417

     Gesamt                2.200                                                  1.800                1.800

Tabelle 59 – Kapazität Ergänzungsfläche Bundeskunsthalle205



                                    Ergänzungsfläche Hofgarten

                     Kapazität brutto       Fluchtwege/Aufbauten            Kapazität netto       Max. Anzahl
                         in m²                      in m²                       in m²              Personen

    Großzelt               10.150                      2.340                      7.810                7.800

     Aluhalle               640                                    Nur Einlass/Auslass

     Aluhalle               750                                    Nur Einlass/Auslass

Tabelle 60 – Kapazität Ergänzungsfläche Hofgarten206




                                            Studie zu den Konferenzmöglichkeiten in Bonn, Stand 02.07.2020 Seite 142
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Langfristige Betrachtung
In der langfristigen Betrachtung bieten die Neubauprojekte Conference Rack und
Conference Coliseum eine nachhaltige und dauerhafte Lösung für zukünftige Groß-
veranstaltungen, insbesondere für UN-Veranstaltungen.



                                    Langfristige Betrachtungen

           Gebäude                  Kapazität brutto in m²                   Max. Anzahl Personen

               CR                            40.950                                    10.000

              CC                             43.070                                    10.000

Tabelle 61 – Kapazität Langfristige Betrachtungen207

11     Kosteneinschätzung
In diesem Kapitel geben wir einen Einblick in die relevantesten Kosten für die Umset-
zung verschiedener Lösungen im temporären Bau je nach Anforderung und Größe,
hinsichtlich dem Szenario UN-Veranstaltung / Nicht-UN-Veranstaltung sowie Teilneh-
merzahl.
Die Kosten haben wir einerseits aus Erfahrungswerten aus der Umsetzung der COP23
sowie vergleichbarer Großveranstaltungen ermittelt, andererseits durch konkrete Ab-
frage von Kosten bei Unternehmen aus dem Bereich temporäre Bauten.
Dazu haben wir die relevanten Szenarien durchgespielt und auf Umsetzung und
Kosten geprüft. Hier gilt, dass die ermittelten Werte als Orientierungswerte zu ver-
stehen sind, denen verschiedene Annahmen zugrunde liegen und die im ganz kon-
kreten Veranstaltungsfall im Detail mit allen notwendigen Vorab-Maßnahmen wie
z.B. Bodenanalysen und Gutachten für Infrastruktur, Genehmigungen, auf Umsetz-
barkeit ermittelt werden müssten. Grundsätzlich geben die Werte aber einen Kos-
tenrahmen, mit dem wir insbesondere einen übergeordneten Vergleich von verschie-
denen Umsetzungsalternativen vornehmen können.

Kosten, die wir im Rahmen dieser Studie berücksichtigen, sind hauptsächlich Kosten,
die im direkten Zusammenhang mit der Planung und Errichtung von temporären Ge-
bäuden stehen.
Diese Kosten können als Fixkosten gesehen werden und entstehen losgelöst von der
Dauer einer Veranstaltung.




                                             Studie zu den Konferenzmöglichkeiten in Bonn, Stand 02.07.2020 Seite 143
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Im Folgenden werden die relevanten Kosten für den temporären Bau kurz aufgezählt:
      Planungskosten
      Zeltbau
      Raumbau (Wände, Türen, Bodenbeläge)
      Infrastruktur (Heizung, Strom, Wasser, Blitzschutz)
      Baulogistik, Arbeitssicherheit
      ICT Infrastruktur
      Brandschutz- und Sicherheitstechnik
      Hochwassersicherung (nicht in allen Fällen)
      Bodenschutz/Renaturierung (nicht in allen Fällen)

Kosten, die für den Betrieb der temporären Veranstaltungsstätten anfallen sowie auch
in Teilen für technisches Equipment und Ausstattung, sind in großen Teilen variabel
und somit in Abhängigkeit von der Veranstaltungsdauer, den unterschiedlichen Ver-
anstaltungsformaten und den teilweise sehr unterschiedlichen Anforderungen. Somit
können sie im Rahmen der Studie nicht berücksichtigt werden.
Diese flexiblen Kosten sind z.B.:
      Messebau (individueller Innenausbau, Ausstattung)
      Strom- Diesel- und Wasserverbrauch
      Personal
      Catering
      Veranstaltungstechnik
      IT Equipment
      Mobiliar
      Bühnen-und Set-Bau, Dekoration

Kosten für die Einhaltung der individuellen UN-Anforderungen im Falle einer COP sind
pro Sektor berücksichtigt. Hier bestehen deutliche Kostenunterschiede und Mehrauf-
wände zu Nicht-UN-Veranstaltungen resultierend aus:
      Sicherheitstechnik (Screening Maschinen, Videoüberwachung, Funksysteme
       etc.)
      Sicherheitszaun inkl. Außenbeleuchtung/Gitter/Verkehrsführung
      ICT-Redundanzanforderungen
      Broadcast
      Freight Service
      Ausstellerservice
      Raumausstattung gemäß UN-Anforderungen
      Sonstige Ausstattung gemäß UN-Anforderungen
Hinsichtlich der zeitlichen Perspektive richten wir auch einen Blick auf langfristige und
nachhaltige Umsetzungslösungen, wie das Conference Rack und das Conference Co-
liseum.




                                    Studie zu den Konferenzmöglichkeiten in Bonn, Stand 02.07.2020 Seite 144
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