Aktueller Stand beim Neubau der Geräteturnhalle am Luftschiffhafen

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Landtag Brandenburg                                         Drucksache 6/11866 6. Wahlperiode Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage Nr. 4718 des Abgeordneten Steeven Bretz (CDU-Fraktion) Drucksache 6/11729 Aktueller Stand beim Neubau der Geräteturnhalle am Luftschiffhafen Namens der Landesregierung beantwortet die Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur die Kleine Anfrage wie folgt: Vorbemerkung des Fragestellers: Auf dem Gelände des Sportparks Luftschiffhafen wird eine neue Geräteturnhalle errichtet. Hauptnutzer wird die Universität Potsdam sein, die damit Trainingsmöglichkeiten für Sportstudenten schafft. Nach mehrjähriger Verzögerung ist die Fertigstellung nun für das erste Halbjahr 2020 geplant. 1. Die Inbetriebnahme der neuen Halle durch die Universität Potsdam ist zum Beginn des Sommersemesters 2020 geplant. Inwieweit ist dieses Ziel als gesichert zu betrachten? Zu Frage 1: Gemäß aktuellem Zeitplan ist die Übergabe der Geräteturnhalle im Mai 2020 geplant, wie anlässlich des Richtfestes verkündet wurde. 2. Wie beurteilt die Landesregierung den Baufortschritt mit Blick auf den Zeitplan? Zu Frage 2: Der Baufortschritt entspricht dem aktuellen Zeitplan. 3. Was waren die Gründe für die zeitliche Verzögerung und die Kostensteigerungen des Bauprojekts? Bitte ausführlich. Zu Frage 3: Der intensive Abstimmungsprozess mit den genehmigenden Behörden hat in der Planungsphase des Projekts deutlich mehr Zeit in Anspruch genommen, als ursprüng- lich dafür angesetzt gewesen ist. Insbesondere waren intensive Abstimmungen mit der Unteren Denkmalbehörde der Stadt Potsdam zu führen. Für die Kostensteigerungen lassen sich zwei wesentliche Gründe benennen: - Im Erdreich wurde entsorgungspflichtiger Bauschutt vorgefunden, der in diesem Umfang aufgrund der Voruntersuchungen nicht zu erwarten gewesen ist. So wurden ca. 2.500 m3 Bauschutt zusätzlich gesondert entsorgt, die Kosten hierfür betrugen ca. 150.000,00 €. Eingegangen: 06.08.2019 / Ausgegeben: 12.08.2019
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Landtag Brandenburg                                                  Drucksache 6/11866 - Infolge der derzeitigen Marktlage auf dem Bausektor waren die zum Zeitpunkt der Sub- missionen für die Vergabe der Bauleistungen angebotenen Preise deutlich höher, als im Rahmen der vorangegangenen Kostenschätzungen im Zuge der Aufstellung der Haus- haltsunterlage Bau (HU-Bau) veranschlagt worden waren (z.B. Rohbau, Kostenschätzung laut HU-Bau 1.115.600 €, Auftragssumme 1.731.693 €, Dacharbeiten, Kostenschätzung laut HU-Bau 627.400 €, Auftragssumme 794.998 €, Fassade, Kostenschätzung laut HU- Bau 695.400 €; Auftragssumme 1.542.826 €). 4. Inwiefern ist mit weiteren Kostensteigerungen zu rechnen, die dieses Projekt gefährden könnten? Zu Frage 4: Das unter Antwort zu Frage 3 2. Anstrich benannte Baupreisrisiko gilt grund- sätzlich für noch offene Vergabeverfahren für noch nicht beauftragte Bauleistungen. Ge- fährdet ist das Projekt deswegen nicht. 5. Wie stellt sich der Sachstand bezüglich einer Kooperationsvereinbarung zwischen der Landeshauptstadt und der Universität dar, um die Nutzung der Halle für den Breiten- und Leistungssport zu regeln? Zu Frage 5: Zwischen der Landeshauptstadt Potsdam und der Universität Potsdam be- steht seit Ende 2012 ein Nutzungsvertrag für verschiedene Sportstätten im Sportpark Luft- schiffhafen. Vertragliche Vereinbarungen für die neue Geräteturnhalle am Sportpark Luft- schiffhafen zwischen der Universität Potsdam und der Luftschiffhafen GmbH sind in Ab- stimmung. Im Anschluss daran können Regelungen für den Breitensport getroffen werden, soweit kein Eigenbedarf besteht. 6. Welche Nutzungsmöglichkeiten der Geräteturnhalle ergeben sich demnach für den Brei- tensport? Zu Frage 6: Gerätturnen sowie Sportarten wie Rhythmische Sportgymnastik, Präventions- kurse wie z. B. Rückenschule; auch Yoga und ähnliche Sportarten. 7. Welche Nutzungsmöglichkeiten sind demnach für den Leistungssport vorgesehen? Zu Frage 7: Ob und in welchem Umfang der Leistungssport die Halle nutzen möchte, ist noch offen. Möglich sind Gerätturnen und beispielsweise Training für Sportarten mit turne- rischer Grundausbildung, soweit kein Eigenbedarf besteht. -2-
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