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Landtag von Baden-Württemberg -     11. Wahlperiode                                Drucksache 11 / 7005

           Das Umweltministerium hält die Untersuchungen des IWM zum Belastungs-
           zustand für methodisch und sachlich zutreffend. Sie sind im Auftrag des BMU
           auch von der GRS untersucht, nachgerechnet und bestätigt worden. Auch der
           TÜV Südwest bestätigt, daß die angenommenen Lastfälle und Fehlerpostulate
           alle kritischen Störfallereignisse und Fehler einschließlich der bei der zerstö-
           rungsfreien Prüfung gefundenen Risse und Anzeigen abdecken.
           Dem methodischen Vorgehen wurde im Fachgespräch vom 27. September
           1995 im Umweltministerium von den Sachverständigen nicht widersprochen.
           Das Öko-Institut bezweifelt dieses Vorgehen nicht, sondern macht lediglich
           geltend, die Untersuchungen des IWM nicht selbst nachvollzogen zu haben.
           Zutreffend hat t!S eine Überprüfung des IWM-Gutachtens verlangt. Diese ist
           durch den TÜV Südwest und - unabhängig davon - durch die GRS erfolgt.
           Auch die Gutachter der BM1 halten die Berechnungen für plausibel.
           Das Umweltministerium i.st der Auffassung, daß die der bruchmechanischen
           Analyse zugrunde gelegten relevanten thermohydraulischen Parameter abge-
           sichert sind und zu konservativen Ergebnissen führen.


           2.3.5 Bruchmechanik-Analyse
           Bei der Bruchmechanik-Analyse werden zunächst aus den abdeckenden
           Druck- und Temperaturverläufen, die in den thermohydraulischen Analysen
           ermittelt werden. die Spannungen in der Reaktordruckbehältt::r-Wand berech-
           net. Anschließend werden aus den Gesamtspannungen in der Reaktordruck-
           behälter-Wand, die sich durch Überlagerung der Wärmespannungen, der fn-
           nendruckspannungen und der Schweißeigenspannungen ergeben, für die po-
           stulierten Referenzfehler die Spannungsintensitätsfaktoren Kl als Funktion
           der Zeit t der Störfallsequenz und der Temperatur an der Rißspitze in einem
           Lastpfad-Diagramm ermittelt.
           Das Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik (!WM) gilt auf dem Gebiet
           der Bruchmechanik als erfahrene Institution. Dieselben bruchmechanischen
           Methoden, wie sie jetzt bdm KWO zum Einsatz kamen, wurden vom IWM
           bereits seit einiger Zeit bei der Bruchmechanik-Analyse für das Kernkraftwerk
           Stade erfolgreich eingesetzt.
           Die bruchmechanischen Analysen des IWI\,f wurden vom TÜV Südwest im
           Auftrag des UM und unabhängig davon durch die GRS im Auftrag des BMU
           durch eigene Analysen überprüft.
           Das Umweltministerium ist der Auffassung, daß die Ergebnisse der bruchme-
           chanischen Analysen des IWM insgesamt belastbar sind und dem Sprödbruch-
           sicherheitsnachweis zugrundegelegt werden können.


           2.3.6 Sprödbruchsicherheit:sanalyse
           Instabile Rißausbreitung, \vie z.B. Sprödbruch, tritt dann nicht ein (Nachweis
           des Rißinitiierungsausschlusses), wenn die ermittelten Kr (t,T)-Kurven (Span-
           nungsintensitätsfaktor-Verlauf; Lastpfad) die für die anzunehmende Rißorien-
          tierung (Fehlerorientierung) zutreffonde Kurve der statischen Bruchzähigkeit
          K1c (T) (aktueller Werkstoffzustand) nicht überschreiten (Kriterium: K1 [t.T]
           < Krc [T]) oder wenn im Falle einer Überschreitung die Rißspitze im Laufe
          der aktuell betrachteten Transiente vorher eine warme Vorbelastung erfahren
          hat (warm-prestress-effect = \VPS) mit nachfolgend streng monoton fallender
          Spannungsintensität. Das Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik (!WM)
          hat zur Quantifizierung der Sicht!rhdt gegen Rißinitiierung kritis<.:ht! Werk-
          stoffzustände ermittdt, bei denen für einen bestimmten Referenzfehler und
          Lastfall gerade Rißinitiierung eintreten würde. Es wurden hierzu die Krc-Kur-
          ven (Bruchzähigkeitskurven) und ihre charakteristischen kritischen RTNoT
          (Maximum)-Werte ermittelt, die den Lastpfad (Kurve des Spannungsintensi-
          tätsfaktors) im Maximum schneiden und - zum Vergleich mit früheren Ana-
          lysen der Siemens AG - auch die kritischen RTNJJT (Tangente)-Werte für
          K1c-Kurven. die den jeweiligen Lastpfad tangieren. Das Lastpfad-Maximum-

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            Kriterium berücksichtigt den .warm-prestress-effod' (WPS), wonach bei
            gleichbleibender oder abnehmender Beanspruchung dK1/dt <0 auch bei ab-
            nehmender Temperatur ein Sprödbruchversagen ausgeschlossen ist.
            Die vom IWM für das 20 cm~-Leck und Rü1.:kspeisung bei 40 °C durchge-
            führte bruchmechanische Analyse zeigt zu Beginn der Rückspeisung einen ge-
            ringen Wiederanstieg der Spannungsintensität. f'ür das Fehlerpostulat FP 3
            führt dieser Anstieg für den Oberflächenpunkt C zu einem Schnitt mit der
            ohne Rückspeisung ermittelten maximal zulässigen K1c-Kurve. Nach <lern
            Tangentenkriterium müßte somit die" zulässige RTr•mr-Temperatur für die Be-
            wertung der Grundwerkstoffe erniedrigt \Verden. E~ war deshalb zu untersu-
            chen, ob auch bei einem möglichen Schnitt von Lastpfad- mit Bruchzähigkeit~-
            kurve eine Rißinitiierung in diesem Fall ausgeschlossen werden kann.
            Das !WM hat hierzu eine detaillierte FEM-Berechnung zur Ermittlung des
            J-Integralwertes durchgeführt.
            Die Analyse zeigt, daß insoweit vom sogenannten warm-prestress-effect K re-
            dit genommen werden kann. Der Verlauf der Lastpfad-Kurve ist bis zum Wie-
            deranstieg mit der Lastpfad-Kurve ohne Rückspeisung identisch. Der Wieder-
            anstieg erfolgt na1.:h i.:a. 2 800 Sekunden bei Temperaturen unter IOO"C von
            ca. 35 auf 50 MPa v'm. Im Maximum des Wiederanstiegs liegen die maxima-
            len Spannungen bei ca. 50 % der Fließspannung im r'errit, so daß keine er-
            neute Plastifizierung des Rißgrundes auftreten kann. Damit ist eine Rißiniti-
            ierung auszuschließen.
            Nach einem neueren Vorgehen im englischen R6-Verfahrel1 zur Bewertung
            von Fehlern wäre im betrachteten Störfall ein Wiederanstieg des K1-Wertes bis
            fast zur Höhe des durchlaufenden Maximalwertes von ca. 80 MPa ~/in der
            Lastpfad-Kurve zulässig. Da andere Anfangsbedingungen allenfalls zu niedri-
            geren Spannungsintensitäten führen, sind diese Fälle jedoch nicht relevant.
            Die Anwendung des Tangentenkriteriums für die Endphase dieses Störfallab-
            laufs ist somit nicht erforderlich. Zur Bewertung dieses Lastfalls mit Rückspei-
            sung können demnach die für das 20 cm 2 -Leck ohne Rückspeisung ermittelten
            zulässigen RTNoT-Werte zugrunde gelegt werden (99 bzw. 122°C).
            Das Umweltministerium hat eine Übersicht übt:r die Skherheit.-:.abstände zwi-
            schen den von den verschiedenen Gutachterinstitutionen ermittelten justierten
            Referenztemperaturen und den vom IWM berechneten. nach dem Maximum-
            Kriterium zulässigen Referenztemperaturen für das jeweils ungünstigste Feh-
            lerpostulat erstellt. Die Übersicht ist in Anlage 3 beigefügt.
             Das Umweltministerium zieht hieraus den Schluß, daß für aTie WerkstofTarten
             der Reaktordruckbehälterwand - Grundwerk_stoffring II und III s.owie EH-
             und UP-Schweißgut - unter Zugrundelegung abdeckender fehlerpostulate
             und konservativer justierter Referenztemperaturen für den bestrahlten \Verk-
             stoffzustand der Sprödbruchsicherheitsnachweis geführt ist. Dabei ergeben
             sich bei den von TÜV Südwest, MPA Stuttgart, GRS, ORNL und Siemens
             AG ermittelten justierten _Referenztemperaturen erhebliche Sicherheibab-
             stände. Auch für die höheren justierten Referenztemperaturen, die von der
             BAM abgeschätzt wurden. ist die Sprödbruchs.icherheit mit Sid1erheitsabstän-
             den nachgewiesen.
             Selbs.t für die extrem konservativen werkstoffapezifischen Kennwerte für Jen
             versprödeten Werkstoffzustand (justierte Referenztemperaturen RTNDTJ), die
             vom Öko-Institut - insbesondere für das UP-Schweißgut - abgesd1ätzt wur-
             den, ist der SprödbruchsicherheitsnaL'.hweis geführt, wenn die vom Fraunho-
             fer-Institut für Werkstoffmechanik (IWM) ermittelten zulässigen Referenz-
             temperaturen nach dem Maximum-Kriterium, das dem werkstoffmechani-
             schen Verhalten entspricht. angewandt werden, _Das Maximum-Kriterium
             kann aufgrund der Neufassung der KTA 3201.2 zugrunde gelegt werden. Die-
             sen Berechnungsansatz des IWM hat auch der TÜV Nord in seiner SteIIung-
             nahme vom 2. Oktober 1995 bestätigt. An der Belastbarkeit und Kons_ervati-
             vität der Ergebnisse des IWM lmt das Umweltministerium keine Zweifel.
             Damit ist bei dem Vergleich zwischen den zuläs_s.igen Referenztemp_eraturen
             für die ungünstigsten Lastfiille und Fehlerpostulate und den von sämtlichen
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            Gutachtern ermittelten justierten Rt!forenLtemperaturen die Sprödbruchsi-
            cherheit des Reaktordruckbehälters gegeben. Nach Auffa.ssung des Umwelt-
            ministeriums enthält der Sprödbruchsicherheitsnachweis, wie er von den ver-
            schiedenen Institutionen mit unterschiedlichen methodischen Ansätzen ge-
            führt würde, darüber hinaus noch \Veitere, jedoch nicht exakt quantifizierbare
            Sich erhei tsre serv en.
           So \vurde bei der Hochrechnung von Meßwerten auf das Bauteil Reaktor-
           druckbehälter über Chemistry-Faktoren für die Bes.trahlungsproben der Mit-
           telwert für den Gehalt an Kupfer und Nickel angesetzt, für die Reaktordruck-
           behälter-Werkstoffe dagegen eine Kombination aus höchstem gefundenem
           Kupfer- mit höchstem gefundenem Nickel-Gehalt verwendet.
           Die für die bruchmechanisd1e11 Aualysen angenomment!n Fehlerpostulate
           sind mindestens doppelt so groß wie die tatsächlichen Fehler in der Reaktor-
           druckbehälter-Wand.
           Die Plattierung ist im Bereich der Core-Rundnaht zu 100 '){, und im Bereich
           der Schmiederinge II und III in repräsentativem Umfang überprüft worden.
           Es wurden dabei keine Hinweise auf eine durchgerissene Plattierung festge-
           stellt. Eine als intakt und damit tragend unterstellte Plattierung führt beim
           Grundwerkstoff zu zusätzlichen Sicherheitsreserven.
           Weiterhin ergeben sich aus der Berücksichtigung des sogenannten warm-pre-
           stress-EfTektes (WPS) zusätzliche Sicherheitsabstände.
           Die vom Öko-Institut \-orgesdtlagene Rißstopp-Analyse hat das IWM für Z\vei
           extreme Fälle - umlaufender Riß mit einer Tiefe von 45 und 61 mm - und
           sehr ungünstigen Werkstoflbedingungen mit dem Ergebnis durchgeführt, daß
           der Riß innerhalb 75 % der Wanddicke aufgefangen wird. Damit ist ein Riß-
           arrest innerhalb der zulässigen Grenzen der KTA 3201.2 zu erwarten.




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                             Sprödbruchsicherheit



        Werkstoff-                    Fehler-             Belastungs-
        Zustand                       Zustand             Zustand


        Analyse                     zerstörungs-          Analyse der
        Grundwerkstoff              freie Prüfung         relevanten
        Schweißgüter                                      Lastfälle
        aus Meßwerten                                     (Thermohydrau-
        und/oder                                          lik)
        Regelwerk
                                                                 t
       Ermittlung der                  Festlegung         Festlegung der
       Bruchzähigkeit                  Referenzfeh-       Druck- und Tem-
       K,,
                                       Je,   j            peratu,Tläufe



                                                 Bruchmechanikanalyse (K,)

                                                                  t
              Sprödbruchanalyse
              K. < K.:     = Ausschluß von Rißinitiierung
              K. < K,.     = Nachweis des Rißarrestes



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r
                                                                                            ""
                                                                                            ~
                                                                                           00

           Projektkomitee zur Feststellung des Standes der                                  <
                                                                                            0


                   Erfüllung der Auflagen 15.1 -15.4                                        "
                                                                                            "'"
                                                                                            0.

                                                                                            ""~
                                 Umweltministerium                                           "'
                                                                                           l•l
                                                                                            ~



                                     · Koordination

                                                                                           ,.:"



        Öko-Institut
                                           '
                                    TÜV Südwest                          BAM
                                                                                            -
                                                                                            ~
           Review                Prüfung und Beurteilung              Sonderfragen          e:
                                                             -                             -0

                       -                                                                    "
                                                                                            ~




                                                                                            ~
          IWiSGmbH                        MPA Stuttgart
                                                                 >-
                           -
          Forschungsbüro               TÜV Norddeutschland                Projekt-
               Rleck
                                                                          komitee


                                           '
                           Anhörung des Genehmigungsinhabers
                                                                                           0
                                                                                           ~



                                                                                           ""
                                                                                           OS-
                                                                                           ~




                                                                                      >    ""
....w                                                                                =
                                                                                     I-
                                                                                      »
                                                                                     (IQ
                                                                                           -"-"
                                                                                           ~

                                                                                           --.,
8:                                                                                   "'
                                                                                     N
                                                                                           0
                                                                                           0
                                                                                           V,
1355

...                                                                                                                                                                                     "e,
                                                                                                                                                                                           t"'

~
                                                                                                                                                                                           :,
<:>,                                      IWM                               • RTNDTJ / RTNDT zulässig minus RTl<DTJ (Sicherheitsabstinde)                                               "<
                                                                                                                                                                                       '10
              Werkstoff                RTNDrzulissig
                                                                                                                                                                                           0
                                           ..............
                                       jcweill \lß&Onltipla
                                           (...,._)
                                                                  Siemens     Reg.Guido
                                                                             l,99(0RNL)
                                                                                                   TÜV
                                                                                                  Südwest
                                                                                                               MPA             BAM           Oko-Institut          GRS                     :,

                                                                                                                                                                                           g,
       Grundwerkstoff Ring II                111 ·c                -4°C          24'C              32°C         12 ·c          69'C             79"C              <SO'C                    ft
                                                                                                                                                                                           :,


                                                1---------                                                  ---------- 1--------- ---------- 1----------                                   ~
                                 ------------
                                    FP 7 Pkt. C    115K
                                                           L----------
                                                              87K
                                                                                          1---------
                                                                                                   79K          99K       42K        32K        >61K                                       "'::1.
                                        (lU r:m2 heilleeiti&)                                                                                                                      ,g
       Grundwerkstoff Ring III               122 ·c                14 ·c        40'C               40°C        26'C            96°C             96'C              <50'C            1       i
                                                                                                                                                                                       ,;:
                                 f--     ----------
                                         FP 3 Pkt. C
                                                                - ------- 1----------
                                                                   108K       82K
                                                                                      -           -------
                                                                                                   82K    ----------
                                                                                                              96K
                                                                                                                     --------
                                                                                                                       26K
                                                                                                                                         -     -------
                                                                                                                                                26K
                                                                                                                                                       ----------
                                                                                                                                                          >72K                     II 1
                                         (lO r:m' heil!Mitil)

       EH-Schweißgut                         144 ·c                27'C         II 'C              61 •c        JO'C           82'C             109 •c            <SO"C                    :8
                                                                                                                                                                                   11&
                                        FP 5 Pkt. Al
                                                                - ------- - -------
                                                                   117 K     133K
                                                                                              -   -------
                                                                                                   83K    .   - 114 K --   -   -------
                                                                                                                                62K      ----------
                                                                                                                                            35K
                                                                                                                                                    1----------
                                                                                                                                                       >94K                            'O
                                                                                                                                                                                        ro
                                         (lO~h,;....ig)                                                                                                                                    6·
                                                                                                                                                                                           0.
                                             204'C                 13 ·c        82 •c              78'C         85 •c          <IOO'C           164 ·c            <100 •c                  ro
       UP-Schweißgut                                                                      '
       36mm EH-SG
                                  ------------
                                    FP 5 Pkt. A2
                                                 ---------
                                                    131 K
                                                           ----------
                                                              122 K
                                                                      ---------
                                                                         126 K  ----------
                                                                                   119K
                                                                                           ----------
                                                                                             >104K
                                                                                                      ----------
                                                                                                         40K
                                                                                                                 ----------
                                                                                                                   >104 K
                                         (20 arl ~                                        1




                                              195 •c               75'C         84 •c              s1 ·c        85'C           <IOO'C           169 ·c            <IOO'C
       UP-Schweißgut                                                                                                                                        ,_   _________
       25mmEH-SG
                                  ------------  -------- ---------· 1--------- --------- 1---------
                                                                                            >95K
                                                                                                    !"--------
                                                                                                        16K                                                        >95K
                                    FP4aPkt. A2    120K     lllK       114 K      IIOK
                                         (lO~-




                                                                                                                                                                                   ilC,
                          Sicherheitsabstände (Maximumkriterium) der justierten Referenztemperaturen                                                                                        ~




                          von der zulässigen Referenztemperatur OWM-Werte) für das jeweils                                                                                                 ,.,.Cn
                          ungünstigste Fehlerpostulat                                                                                                                        >             r.
                                                                                                                                                                                           i:;i'
                                                                                                                                                                             -=
                                                                                                                                                                                       1


                                                                                                                                                                             ~


                                                                                                                                                                                       li
                                                                                                                                                                             l1Q
                                                                                                                                                                             ~
                                                                                                                                                                                   1


                                                                                                                                                                             tN
1356

r
                                                                                                                                                                                                           ~


                                                                                                                                                                                                           "
                                                                                                                                                                                                           0.
                                                                                                                                                                                                           .:
      1. Reprlsentatlvltlt der Bestrahlungsproben
                                                              TUV Südwest                                  ·Ol<o,!.;lns,tiJ~t,.... . . .                         »~ .• . ,C,                ·
                                                                                                                                                                                                          00

                                                                                                                                                                                                           §
                                                                                                                                                                                                           C,
                                                                                                                                                                                                           ~
      a) Gn.inctM11i:;stoff ,_- Sdwnledal111g• II und III                     ja                                            ja                                         ja                                  0.

      b) EH - Schwelßgul der WUl'Z9lllgen                      cingeschrlnkt, zur Bewertung                                oein                                       nein                                 "
                                                                                                                                                                                                           "
                                                                                                                                                                                                           ~
                                                                        hcranzichbar
                                                                                                                                                                                                           "'
                                                                                                                                                                                                           ~


      c) UP - Schweißgut def Mlt,j. und Oeddlgll,

      d) . . , . . . . , . _ ( _ .
      NMronennußdlchle, Vort.itt'aktor, Naulronlnaplktn,
                                                                              ja
                                                                              ja
                                                                                                                           nein
                                                                                                                nicht naher Gbcrpr11fl
                                                                                                                                                                      nein
                                                                                                                                                             nicht naher Obcrpr11fl
                                                                                                                                                                                                      I
                                                                                                                                                                                                           I
                                                                                                                                                                                                           ~


                                                                                                                                                                                                          °"
      BestraNungs,zel) und Neulronenfumz

      2. Aufbau der Core-Rundnaht bzgl. Tiefe das                    mindestens 36 mm                                   25-30 mm                                   25-36 mm
                                                                                                                                                                                                          -
      EH-Schweillguts
                                                                                                                                                                                                          ;:
                                                                                                                                                                                                           :,-
      3. Fehlerpostulate für corenahe RDB-Wand              GW; Obcrlllehonfchler 40x240 mm               keine konkreten Fchlcrpostulatc                     Obcrfllchcnfchlcr
                                                                                                                                                                                                          '[
                                                            EH-SO; OberilAl<henfehler 27xl62 mm                         vorgegeben                            -1/8: 20 x 120 mm                           ~

                                                                                                                                                                                                          5·
                                                            UP-SG: Volwncnfchler 30xl80 mm                                                                    -V4: 40 • 240 mm                            0.
                                                            jeweils alt Umfangs-- und AxiaJfchlcr,                                                                                                        "
                                                            $0111ic weiterer Fehlcrpmtullllc

      4. Belastungs-/Beanspruchungszustand der              zunlChst oehr kcnscnati„ Anllahmen,                 nicht n8hcr Gbcrpr11fl                      nicht naher Obcrpr11fl
      corenahen RDB-Wand                                        SflllCr rcalisliachm Annahmen
      5. Zusammenfassende Beurteilung des                   Belreiber hat .N1cbwcb der               Sprldbnach1lcllerlteltsu:cllwell Ist bzcl.   SprHbnacUlcllerilclttudlfti1 Ist
      Sprödbruch1icherhelt1nachweins für den                Sprtdbnd11&cberbett erbncllt.            UP.sdlweUJeut \IOlll Betreiber alcbt         erbracltL Betreiber._, N1dliwel1 alcllt
      KWO..ffDB                                             Gecea Wledennfabnn keine                 erbrac:llt. Nadiwel1 wird jedocll aldtt      kol:seq11mt 111f dellt YOI der BAM
                                                            S&dterllcltsbedenkea.                    ••scesclllossen.                             emproialellell Wcc cenu.rt.
                                                                                                       l>esbalb SlcherbelllbNeaken cecea.         Keine Skberlleftsbcdc■ba cecea
                                                                                                                                                                                                          t,
                                                                                                     · WJedenafünm.                               Wieden■falun.                                           ~



                                                                                                                                                                                                          """·
                                                                                                                                                                                                            ""
                                                                                                                                                                                                ~
                                                                                                                                                                                                          ~
                            Kurze synoptische Übersicht der maßgeblichen abweichenden Auffassungen der zugezogenen

-
~
                            Gutachter-Organisationen zum Sprödbruchsicherheitsnachweis für den KWO-RDB                                                                                          - -
                                                                                                                                                                                                ~
                                                                                                                                                                                                tl>
                                                                                                                                                                                                          ~
                                                                                                                                                                                                          __,
-.1                                                                                                                                                                                                    0

                                                                                                                                                                                                ""'   .0
                                                                                                                                                                                                          v,
1357

Landtag von Baden-Württemberg -     11. Wahlperiode                              Drucksache 11 / 7005

                                                                                Anlage 7




            Verzeichnis der beschlossenen Beweisanträge



            Beweisantrag K 'WO/ 1
            vom 10. März 1994 (GRÜNE und FDP/DVP)


            Es wird Beweis erhoben über die Frage,

            in wekhem Um.fang bei der Aufsichts- und Genehmigungsbehörde Lücken in
            bezug auf die Dokumentation der Obrigheimer Anlage bestanden oder beste-
            hen, was jeweils die Gründe dafür sind, und wie mit sokhen Dokumentations-
            defiziten jeweils verfahren wurde bzv,1. verfahren wird;

            durch Bericht der Aufsichts- und GenehmigungsbehörJe.




            Beweisantrag KW0/2 (geänderte Fassung)
            vom 10. März 1994 (GRÜNE und FDP/DVP)


            Es wird Beweis erhoben über die Fragen.

             1. wie 1992 in der Aufsichts- und Genehmigungsbehörde die Entscheidung
                zustande kam, für das Kernkraftwerk Obrigheim die abschließende Geneh-
                migung zu erteilen;

            2. wekhe Personen und Institutionen na(.;h der Ve_rkündung des BVG-Urteils
               vom 7. Juni 1991 (Az. 7 C 43.90) an dem Entscheidungsprozeß zur Ertei-
               lung der abschließenden Genehmigung beteiligt__ waren~

             3. in weld1t:r Form es Versuche Dritter gegeben hat, Druck auf die Aufsicht~-
                und Genehm..igungsbd1örde dergestalt auszuüben, daß die absd11ießende
                Genehmigung möglichst rasch erteilt wird;

             4. wekhe rechtlichen Ermessensspielräume bezüglich der Erteilung der ab-
                schließenden Genehmigung für das Kernkraffwerk Obrigheim nach der
                Verkündung des BVG-Urteils vom 7. Juni 1991 (Az. 7 C 43.90) für die
                Aufsichts- und Genehmigungsbehörde jeweils bestanden;

             durch
             1. Bericht der Landesregierung
             2. Beiziehung der Akten.




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Landtag von Baden-Württemberg -       11. Wahlperiode                           Drucksache 11 / 7005

            Beweisantrag KWO/3 (geänderte Fassung)
            vom 10. März 1994 (GRÜNE und FDP/DVP)


            Es wird Beweis erhoben über die Fragen,

            1. a) inwieweit die Genehmigungspraxis beim Kernkraftwerk Obrigheim.den
                  Anforderungen der jeweils geltenden atomrechtlichen Bestimmungen
                  entsprach;
              b) ob die Genehmigungsbehörde bereits mit den Teilerrichtungsgenehmi-
                 gungen abschließend über die sichere Betreibbarkeit des Kernkraftwerks
                 Obrigheim entscheiden wollte und entschieden hat;

           2. a) ob die vom Atomgesetz vorgeschriebene Beteiligung der Öffentlichkeit
                 in allen Phasen des beim Kernkraftwerk Obrigheim durchgeführten Ge-
                 nehmigungsverfahrens in dem erforderlichen Umfang durchgeführt
                 wurde;
              b) wenn nein, aus welchen Gründen von einer umfassenden Öffentlich-
                 keitsbeteiligung abgesehen wurde;
              c) welche rechtlichen Anforderungen im Hinblick auf die Frage der Öffent-
                 lichkeit::.beteiligung sich aus dem VGH-Urteil vom 23. Mai 1990 (Az.
                 - 10 S 2495/89 -) und dem BVG-Urteil vom 7. Juni 1991 (Az.
                 7 C 43.90) ergeben;
             d) weshalb trotz zahlr1::icher, seit 1965 vorgenommener wesentlicher Verän-
                derungen an der Anlage auch vor der mit Datum vom 27. Oktober 1992
                erteilten abschließenden Genehmigung von einer erneuten Be-teiligung
                der Öffentlichkeit abgesehen wurde;

           durch
           1. Bericht der Landesregierung
           2. Beiziehung der Akten.




           Beweisantrag KWO/4
           vom 10. März 1994 (GRÜNE und FDP/DVP)


           Es wird Beweis erhoben über die Fragen,

           1. in welchen Teilen das Kernkraftwerk Obrigheim (KWO) anders errichtet
             wurde. als in den Teilerrichtungsgenehmigungen festgelegt und in den Si-
             cherheitsberichten beschrii:ben is~

          2. wekhes ggf. die Gründe für Abweichungen voii Vorgaben der Genehmi-
             gungsbehörden und Beschreibungen im Sicherheitsberidtt 1964 waren;

          3. inwieweit, wann und durch wen amtliche Gutachter, die Aufsichts- und Ge-
             nehmigungsbehörde smvie die Gerichte über derartige Abweichungen von
             Genehmigungsvorgaben in Kenntnis gesetzt, und welche KonseqtJ.enzen
             dort jeweils gezogen wurden;

          4. ob, und wenn ja, welche Abweichungen von amtlichen Anordnungen. Auf-
             lagen und Vorgaben, die im Verlauf des Genehmigungsverfahrens für das
             Kernkraftwerk Obrigheim von der Genehmigungs- und Aufsichtsbehörde
             ausgesprochen wurden, bisher festgestellt wurden;


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Landtag von Baden-Württemberg -      11. Wahlperiode                               Drucksache 11 / 7005

            5. ob, und \Venn ja. in welchen Fällen Herstellungsschritte an Komponenten
               sowie deren Installation durchgeführt '.vurden„ ohne daß sich an das _ vorge-
               gebene Freigabeverfahren gehalten wurde;

            6. inwieweit es im Verlauf des Genehmigungsverfahrens Fälle gab, in denen
               die Aufsichts- und Genehmigungsbehörde über Abweichungen von amtli-
               chen Anordnungen, Auflagen und Vorgaben und über Änderungen an si-
               cherheitstechnisch wichtigen Komponenten und spe7ifizierten Verfahrens-
               abläufen falsch oder unzureichend unterrichtet wurde;

            7. worauf die unter 6. ggf. aufgeführten Fälle zurückzuführen sind. und \1/er
               hierfür die Verantwortung trägt

            durch
            t. Bericht der Landesregierung,
            2. Beiziehung der Akten der Aufsichts- und Genehmigung~behörde,
            3. Vorlage aller sonstigen Unterlagen, die nicht zu den Akten genommen \VUr-
               den.




            Beweisantrag KW0/5
            vom 10. März 1994 (GRÜNE und FDP/DVP)


            Es wird Bev-/eis erhoben über die Fragen,

             1. a) ob und wann die den Teilerrichtungs- und Teilbetriebsgenehmigungen
                    zugrunde liegenden Unterlagen der Aufsichts- und Genehmigungsbe-
                    hörde vorgelegen haben;
               b) insbesondere. wann genau die im Anhang IV unter Ziff. 9 der 3. TEG
                  vom 17. April 1967 aufgeführten Genehmigungsunterlagen zum RDB
                  der Genehmigungs- und Aufsichtsbehörde in vom TÜV vorgeprüfter
                  Form vorgelegen haben;
               c) aus wek:hen Gründen sich die unter 1. b) genannten Unterlagen nicht
                    bei den Unterlagen der Aufsichbbehlirde befanden;

             2. ob die mit der 3. Teilerrichtungsgenehmigung genehmigten apparativen
                und maschinellen Teile auf der Grundlage vom TÜV Baden vorgeprüfter
                und freigegebener Unterlagen gefertigt unJ _eingebaut wurden;

             3. wie in Fällen verfahren wurde, in denen die den entsprechenden Teilgeneh-
                migungen zugrunde liegenden Unterlagen nicht vorgelegen haben;

             4. ob, und wenn ja, welche Fälle es gab, bd denen der Hersteller von Appa-
                raten und maschinellen Teilen die vorgegebene_n Spezifikationen aus eige-
                nem Antrieb heraus veränderte, und wie in solchen Pällen von seiten der
                Aufsicht~- und Genehmigungsbehörde jeweils verfahren wurde;

             durch
             1. Bericht der Landesregierung
             2. Beiziehung der Akten der Aufsichts- und Genehmigung~bd1örde.




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