GMBl Nr. 46 2006
Gemeinsames Ministerialblatt Nr. 46 vom 31. August 2006
Nr. 46 GMBl 2006 Seite 911
Anlage 1
Begründung
In einer wirtschaftlichen Krise sowie bei großflächigen Gefahrenlagen und Großkatastrophen ist es Aufgabe des
Staates, die Versorgung der Bevölkerung mit lebenswichtigen Verkehrsleistungen zu sichern, wenn der Bedarf
auf andere Weise nicht, nicht rechtzeitig oder nur mit unverhältnismäßigen Mitteln gedeckt werden kann. Dies
gilt auch für Verkehrsleistungen zur Einsatzunterstützung der Streitkräfte, zur Erfüllung internationaler
Verpflichtungen und zur Unterstützung verbündeter Streitkräfte bei gemeinsamen Maßnahmen mit deutschen
Streitkräften. Die Bundesregierung hat durch Beschluss nach § 2 Abs. 1 VerkLG festgestellt, dass die
Voraussetzungen für die Anforderung von Leistungen nach dem VerkLG nunmehr vorliegen.
Zur Erfüllung dieser Aufgabe ist es notwendig, dass Sie die hiermit geforderte Leistung erbringen. Eine
Bedarfsdeckung ist auf andere Weise nicht möglich, da in der derzeitigen Situation eine Mangellage vorliegt.
Rechtsgrundlagen
§ 1 des Verkehrsleistungsgesetzes (VerkLG) vom 23. Juli 2004 (BGBl. I S 1865) sieht vor, dass zur Sicherung der
Versorgung der Bevölkerung und zur Unterstützung der Streitkräfte Verkehrsleistungen, -mittel und -anlagen
angefordert werden können, und zwar nach § 5 Abs. 1 VerkLG durch Verpflichtungsbescheid. Dies gilt auch für
entsprechende Leistungen zur Erfüllung internationaler Vereinbarungen. Die in diesem Bescheid angegebene
Verpflichtungsbehörde ist zum Erlass des Bescheides nach § 7 Abs. 2 VerkLG zuständig. Bedarfsträger ist
nach § 7 Abs. 1 VerkLG der Bund, auch soweit es sich um den Bedarf der verbündeten Streitkräfte und den
Bedarf zur Erfüllung internationaler Vereinbarungen handelt. Leistungspflichtig sind nach § 4 Abs. 1 VerkLG
Unternehmen der gewerblichen Verkehrswirtschaft, sonstige Eigentümer und Besitzer von Verkehrsmitteln und
Verkehrsanlagen, wenn diese Verkehrsmittel und diese Verkehrsanlagen zum Betrieb eines Unternehmens
gehören, sowie Betreiber von Informations- und Kommunikationssystemen, soweit sie dem Verkehr dienen.
Rechtsbehelfsbelehrung
Gegen diesen Bescheid können Sie innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe Widerspruch erheben. Dieser
ist bei ( -genaue Bezeichnung der Behörde- )schriftlich oder zur Niederschrift einzulegen, …………………….
Der Widerspruch ist nur rechtswirksam, wenn er vor Ablauf der Frist eingeht.
Der Widerspruch hat keine aufschiebende Wirkung, § 5 Abs. 2 VerkLG i.V.m. § 80 Abs. 2 Nr. 3
Verwaltungsgerichtsordnung. Auf Antrag kann das Gericht der Hauptsache die aufschiebende Wirkung ganz
oder teilweise anordnen.
........................................................
(Unterschrift)
Seite 912 GMBl 2006 Nr. 46
Anlage 2
(FIRMENSTEMPEL)
EMPFANGSBEKENNTNIS
über die nach Zustellung (§ 5 Abs. 1 VwZG ) eines an die obige Anschrift gerichteten
Verpflichtungsbescheides vom durch einen Bediensteten des/der
Bei Zustellung an den Empfänger
(1) Den vorstehend bezeichneten Verpflichtungsbescheid habe ich heute erhalten
Datum, Unterschrift des Empfängers
-----------------------------------------------------------------------------------------
(2) Das Datum der Zustellung habe ich auf dem auszuhändigenden Bescheid vermerkt.
Datum, Unterschrift des Zustellers
----------------------------------------------------------------------------------------
Bei Abwesenheit des Empfängers
(1) Den vorstehend bezeichneten Verpflichtungsbescheid habe ich heute
a) in der Wohnung des Empfängers als zur Familie gehörender erwachsener Hausgenosse,
nämlich
Ehegatte Sohn Tochter
oder als in der Familie beschäftigter Erwachsener, nämlich erhalten.
b) im Geschäftsraum des Empfängers als sein
Geschäftsführer Prokurist
erhalten.
Datum, Unterschrift
----------------------------------------------------------------------------------------
(2) Da ich den Empfänger selbst nicht angetroffen habe, habe ich die Verfügung an
Herrn/Frau übergeben.
Den Tag der Zustellung habe ich auf dem zuzustellenden Bescheid vermerkt.
Datum, Unterschrift des Zustellers
----------------------------------------------------------------------------------------
Nr. 46 GMBl 2006 Seite 913
Anlage 3
(Anforderungsberechtigte Behörde) ................................................
PLZ, Ort, Datum
................................................
Straße, Hausnummer
................................................
Telefon
Az.:.............................................. ...............................................
(Bei Schriftwechsel bitte angeben) Telefax
................................................
E-Mail
(Zuständige Behörde) ......................................................
Rückfragen bitte an:
Anforderung von Leistungen nach dem Verkehrsleistungsgesetz
tu (VerkLG)
Verk
durch die berechtigten Behörden (VV zu § 7 Abs. 1 VerkLG)
Ve
- Anlass der Anforderung: .....................................................................................................................
.... ......... ....
.... .......... ....
.............................................................................................................................................................
...... .......... ....
.............................................................................................................................................................
(z. B. Unterstützung der Streitkräfte bei der Verlegung von Truppen und Material von .... nach
h ... , Gewährung
Gew ng von
v Amtshilfe für
das Bundesland/ die Bundesländer ... zur Bewältigung des Ereignisses ...)
Gemäß § 7 Abs. 1 VerkLG wird/werdende hiermit zur Erfüllung
üllung der vorgenannten
org nten Maßnahme
Ma hm
erke ng(e für
nachfolgend näher spezifizierte Verkehrsleistung(en) ür den
de unten n aufgeführten
au hrten Leistungsempfänger
L
angefordert.
1. Leistungsgegenstand
[Beschreibung der anzufordernden
rnden Leistung.
Leistu Genaue
enaue Angaben
An über
er Art
A der Leistung
Leistu (Güterbeförderung oder
Personenbeförderung), Überlassung
lassung von Verkehrsmitteln,
hrsmitte Verkehrsanlagen
ehrsan oder
ode Verkehrsinfrastruktur]
..........................................................................................................................................................
................ .......... ..........
..........................................................................................................................................................
................ .......... .........
................ .......... ......
..........................................................................................................................................................
2. Leistungsumfang
ungsleist n
2.1 Hinweise zu Beförderungsleistungen
x Ort(e) der Beförderungsaufnahme:
gsaufnahm
(Angabe der genauen Anschrift,
chrift, Lage des
d Ausgangspunktes der Beförderung; bei mehreren Ausgangspunkten
Reihenfolge angeben, Ansprechpartner,
sprechpartn Telefon, Telefax, E-Mail)
......................................................................................................................................................
........
...
......................................................................................................................................................
......................................................................................................................................................
......................................................................................................................................................
x Bestimmungsort(e):
(Angabe der genauen Anschrift, Lage, Ansprechpartner, Telefon, Telefax, E-Mail)
.......................................................................................................................................................
.......................................................................................................................................................
........................................................................................................................................................
Seite 914 GMBl 2006 Nr. 46
Anlage 3
x Beförderungsmenge
- Anzahl der Personen: .................................................................................................................
- Tonnage/Stückzahl/Art der Verpackung: ....................................................................................
x Zu beachtende Belange bei der Verladung oder bei der Beförderung:
(z. B. Be- und Entladung nur mit bordeigenen Ladehilfsmitteln möglich, Einhaltung von Mindesttemperaturen,
Beförderung nur auf Europaletten in 40-Fuß-Containern)
........................................................................................................................................................
...
........................................................................................................................................................
.......
........................................................................................................................................................
.......
.........................................................................................................................................................
.......
.........................................................................................................................................................
x Zu beachtende Anforderungen an die technische Ausstattung
tat er Beförderungsmittel:
der Bef ung
(z. B. Mindestmotorisierung, Gewicht)
........................................................................................................................................................
...... .......... ....
...... ........... ....
........................................................................................................................................................
....... ........... ....
........................................................................................................................................................
....... ........... ....
........................................................................................................................................................
.... ..... ........ ....
........................................................................................................................................................
2.2 Hinweise zu Leistungen, die durch Überlassung ssung erbracht
rac werden
rden sollen
s
(z. B. Überlassung von Lagerhallen,
allen Umschlagsanlagen)
an )
x Art der Nutzung
(bitte ankreuzen)
zum Gebrauch
ch zum Mitgebrauch
rau zur anderen Nutzung
x Ort/Region der Nutzung
(Angaben zur räumliche
che Lage de
des bereitzustellenden
itzustelle Leistun
Leistungsgegenstands, z. B. einer Umschlagsanlage)
........................................................................................................................................................
............... ........... ...
............... ...........
........................................................................................................................................................
............... ..........
........................................................................................................................................................
............... .......
........................................................................................................................................................
itlichen R
2.3 Hinweise zum zeitlichen Rahmen der Leistungsbereitstellung
x bei Beförderungsleistungen
sleistunge
- sofort, andernfalls
de Angaben zur ...
Beförderungsaufnahme: am ...................................................................... um ................... Uhr
(z. B. bei Güterbeförderungen: Zeitpunkt der Beladung)
und/oder
Bereitstellung der Leistung am Bestimmungsort: am ................................ um .....................Uhr
- Beförderungsrhythmus: ...................................................................................................................
(bei wiederkehrenden Anforderungen Angabe von Häufigkeit und Zeitabstand)
...........................................................................................................................................................
..................................................................................................................................................................................................
x bei Überlassungen
Dauer von: ..................................................... bis ......................................................................
Nr. 46 GMBl 2006 Seite 915
Anlage 3
2.4 Zusätzliche Hinweise, die für die sachgerechte Leistungserbringung von Bedeutung sind
..........................................................................................................................................................
..........................................................................................................................................................
..........................................................................................................................................................
..........................................................................................................................................................
..........................................................................................................................................................
..........................................................................................................................................................
..........................................................................................................................................................
..........................................................................................................................................................
..........................................................................................................................................................
3. Leistungsempfänger
(Genaue Bezeichnung , Anschrift u. Ansprechpartner - einschl. Telefon, Telefax u. E-Mail - der Institution, für die
die Leistung erbracht werden soll)
........................................................................................................................................................
........
…………………………………………………………………………………………………………….... ………
…………………………………………………………………………………………………………….... … ………
.. ...... .....
........................................................................................................................................................
.... ......... ....
........................................................................................................................................................
.... ......... ....
........................................................................................................................................................
...... .......... ....
........................................................................................................................................................
....... ........... ....
........................................................................................................................................................
........ ........... ....
........................................................................................................................................................
Im Auftrag
GMBl 2006, S. 905
Seite 916 GMBl 2006 Nr. 46 HERAUSGEBER: Bundesministerium des Innern 11014 Berlin (Postanschrift) Alt-Moabit 101 D, 10559 Berlin (Hausanschrift) Fernruf: 0 18 88/6 81-0 Telefax: 0 18 88/6 81-29 26 e-mail: poststelle@bmi.bund400.de