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Dieses Dokument ist Teil der Anfrage „Schadstoffbelastungen am Schulzentrum Achter de Weiden

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Laborbericht E310133 Projekt 231150
31. Oktober 2023 Seite 3 von 56

Zusammenfassung

Für alle Proben werden keine Richtwerte von Einzelverbindungen überschritten.

Der TVOC beträgt 17 - 127 g/m? und liegt jeweils unterhalb eines Vorsorgewertes.

Bei einer Einzelstoffbetrachtung zeigen sich im Vergleich zu einer allgemeinen Hintergrundkonzentration
für Probe 23150-018 erhöhte Konzentrationen von Propylengiykol und 1-Butoxy-2-propanol.

Eine geruchliche Auffälligkeit kann u. a. mit Essigsäure (231150-018 Und -020), sowie mit Hexanal und
Oktanal (231150-018) erklärt werden.

Beschwerden sind aufgrund der VOC nicht anzunehmen.

Die MVOC geben keinen Hinweis auf einen Schimmelbefall.

Empfehlung

In den Räumen ist die Raumluft nicht belastet. Es sollte mit regelmäßigem Lüften auf ein gutes Raumklima
geachtet werden.

Die einzelnen Verbindungen, deren Konzentrationen im Vergleich zu einer allgemeinen Hintergrund-
konzentration erhöht sind, weisen auf Quellen hin. Diese Verbindungen belasten die Raumluft aber nicht,
ebenso die Konzentrationen der Verbindungen, die zur geruchlichen Auffälligkeit führen.

Informationen zum Raumklima und Lüftungsempfehlungen sind im Anhang enthalten.

Die vorliegenden allgemeinen Bewertungen berücksichtigen lediglich die Untersuchungsergebnisse der
eingesandten Proben. Eine umfassende Bewertung ist nur bei genauer Kenntnis der Lage vor Ort möglich,
die nur der Probenehmer hat.

Sollten Sie noch Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Probenehmer.

Mit freundlichen Grüßen

 

Johannes Förtsch
(B.Sc. Angewandte Chemie, Prüfleiter)

Die Prüfergebnisse beziehen sich ausschließlich auf die Prüfgegenstände. Die auszugsweise Vervielfältigung des ; Analytik
Berichtes ohne unsere schriftliche Genehmigung ist nicht zulässig. Nur unterschriebene Berichte sind rechtsgültig tur achtkal
3

Laborbericht E310133 “Projekt 231150
31. Oktober 2023 Seite 4 von 56

1 Ortsbegehung

Da die Ortsbegehung vom Auftraggeber durchgeführt wurde, wird auf entsprechende Informationen und
den Bericht des Auftraggebers verwiesen.

2 Raumluftprobe: flüchtige organische Verbindungen

Mit dieser Probenahme werden flüchtige organische Verbindungen nach den Angaben des UBA
(Umweltbundesamt) und der Norm DIN ISO 16000-6:2022-03 erfasst. Hierzu wird die Raumluft über TENAX
geleitet, das die flüchtigen organischen Verbindungen aus der Raumluft adsorbiert. Sehr leichtflüchtige
Aldehyde und Ketone werden ggf. über DNPH-dotierte Kartuschen erfasst.

2.1 Probenahmebedingungen (Angaben vom Auftraggeber)

Allgemeine Klimabedingungen und Probenahme:

Wetterlage: Wind:

Luftdruck: Außentemperatur:
Außenfeuchtigkeit:

 

 

 

Kundenprobenummer: 231150-015

Objekt: 231150

Probenahmestelle:

Probenahmehöhe: Temperatur:

Probenehmer: Luftfeuchtigkeit:

RLT-Anlage: Vorgabe Lüftungszyklus:

letzte Lüftung:

Bemerkung:

Probenahme Tenax DNPH-Kartuscoe.  Silikagel
Probennummer: E310133/1 Kontrolle TENAX:
Datum: - -

Beginn [Uhr]: - Bedingung TENAX:
Ende [Uhr]: - -

Dauer [min]: - Messung nach
Luftmenge [Liter]: 3,00 Lüftungsvorgaben
Sammelrate [l/min]: 0,200 von ISO 16000:
Röhrchen-Nummer: 320383 -
Blindwert-Nummer: Labor-BW

Probenahmegerät: -

Die Prüfergebnisse beziehen sich ausschließlich auf die Prüfgegenstände. Die auszugsweise Vervielfältigung des Ans Iytik
Berichtes ohne unsere schriftliche Genehmigung ist nicht zulässig. Nur unterschriebene Berichte sind rechtsgültig indäurachtei
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Laborbericht E310133
31. Oktober 2023

 

Bemerkung:

  
   

  
 

  

DNPH-Kartusche

 

Probenahmegerät:

Wetterlage:
Luftdruck:

231150-018
231150

Kundenprobenummer:
Objekt:
Probenahmestelle:
Probenahmehöhe:
Probenehmer:
RLT-Anlage:

letzte Lüftung:
Bemerkung:
Probenahme Tenax
Probennummer: E310133/5
Datum: -
Beginn [Uhr]: -
Ende [Uhr]: -
Dauer [min]: -
Luftmenge [Liter]: 3,00
Sammelrate [Vmin]: 0,200
Röhrchen-Nummer: - 793759
Blindwert-Nummer: Labor-BW
Probenahmegerät: -

DNPH-Kartusche

   
 

Wetterlage: - Wind:

Luftdruck: , - Außentemperatur: -
Außenfeuchtigkeit: -

Kundenprobenummer: 231150-020

Objekt: 231150

Probenahmestelle: -

Probenahmehöhe: - Temperatur: -

Probenehmer: - Luftfeuchtigkeit: -

RLT-Anlage: - Vorgabe Lüftungszyklus: -

letzte Lüftung: -

  

Probenahme Tenax Silikagel Qualitätsinformation:
Probennummer: E310133/2 - - Kontrolle TENAX:
Datum: - - - -

Beginn [Uhr]: - - - Bedingung TENAX:
Ende [Uhr]: - - - -

Dauer [min]: - - - Messung nach
Luftmenge [Liter]: 3,00 - - Lüftungsvorgaben
Sammelrate [{V/min]: 0,200 - - von ISO 16000:
Röhrchen-Nummer: 320341 - - -
Blindwert-Nummer: Labor-BW - -

Wind:
Außentemperatur:
Außenfeuchtigkeit:

Temperatur:
Luftfeuchtigkeit:

Vorgabe Lüftungszyklus:

Silikagel

 

   

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Qualitätsinformation:

Kontrolle TENAX:
Bedingung TENAX:

Messung nach
Lüftungsvorgaben
von IS0:16000:

Die Probenahme wurde vom Auftraggeber durchgeführt und die Angaben übernommen. Anhand dieser
Angaben wurden die Ergebnisse ermittelt. Die Angabe der Ergebnisse erfolgt unter der Annahme einer
normgerechten Probenahme allerdings wurde entgegen der Normvorgabe keine Doppelprobe entnommen.
Situations- oder nutzungsbedingte Abweichungen von der Norm sind dem Auftraggeber bekannt und
werden in der Bewertung der Ergebnisse nicht berücksichtigt. Bei Messungen unter anderen Bedingungen
können die ermittelten Ergebnisse abweichen.

Die Prüfergebnisse beziehen sich ausschließlich auf die Prüfgegenstände. Die auszugsweise Vervielfältigung des
Berichtes ohne unsere schriftliche Genehmigung ist nicht zulässig. Nur unterschriebene Berichte sind rechtsgükig

‚Analytik
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2.2 Umfang der Laboranalytik

Mit der Probenahme auf TENAX können die meisten flüchtigen organischen Verbindungen mit einer
ausreichenden Empfindlichkeit bestimmt werden. Da hierbei sehr leichtflüchtige Aldehyde und Ketone
nicht ausreichend gut erfasst werden können (diese zählen zu den VVOC), Propanal und Butanal aber für
die Ermittlung des UBA-Richtwertes für Aldehyde notwendig sind, ist für diese Verbindungen zusätzlich die
Probenahme mit einer DNPH-Kartusche notwendig. Hier erfolgt die Bestimmung mittels HPLC nach a DIN
EN ISO 16000-3:2013-01, mit der auch Formaldehyd erfasst werden kann.

Einige weitere Verbindungen bzw. Verbindungsgruppen können ebenfalls nicht oder nur unzureichend mit
TENAX bestimmt werden.

Zur genauen Bestimmung von Ameisensäure und Essigsäure ist die Probenahme auf speziellem Silikagel
und Analytik mittels GC-MS und einer polaren Säule oder mittels lonenchromatographie nach VDI 4301
Blatt 7:2018-10 nötig (Analytik lonenchromatographie analog dem Verfahren DIN EN ISO 10304-1
(D20):2009-07).

Für die Konservierungsmittel Isothiazolinone wurde vom AIR (Ausschuss für Innenraumschadstoffe) für die
Summe von vier Isothiazolinonen ein niedriger Vorsorgewert festgelegt, der mit TENAX nicht erreicht
werden kann. Hier ist zur Bestimmung die Probenahme auf speziellem Silikagel und die Analytik mittels
Flüssigchromatographie-Massenspektrometrie (HPLC-MS/MS) notwendig.

2.3 Blindwertermittlung

Im Rahmen der Untersuchung wurde für die Probenahme mit TENAX entgegen der Normvorgabe kein
Feldblindwert entnommen und daher ein Laborblindwert mitgemessen. Die ermittelten Konzentrationen
wurden über das Auswerteprogramm sowohl bei den Einzelverbindungen wie auch beim TVOC direkt von
den Messwerten abgezogen, sodass die erhaltenen Luftkonzentrationen blindwertkorrigiert sind.

2.4 Vorbemerkung

Die Untersuchung spiegelt die Raumluftbelastung zum Zeitpunkt der Messung wider. Bevor teurere
Maßnahmen eingeleitet werden, sollte die Belastung bzw. die Quelle durch weitere Untersuchungen
eingegrenzt werden.

Eine Raumluftbelastung lässt sich normalerweise durch Lüften verringern. Hierzu sollte 3- bis 5-mal täglich
gelüftet werden. Ein ausreichender Luftaustausch wird durch eine wenige Minuten dauernde Stoßlüftung
bei offenen Türen und Fenstern (Querlüftung) erreicht. Gekippte Fenster führen bei geringer
Lüftungseffektivität zu Wärmeverlust. Je nach Belastung sollte die Lüftungshäufigkeit erhöht werden, da
sich eine maximale Belastung schon wieder nach wenigen Stunden - je nach Flüchtigkeit einer Verbindung
- einstellt.

Bei Neubauten und nach Renovierungen werden durch neue Emissionsquellen häufig erhöhte
Luftkonzentrationen nachgewiesen. Diese verringern sich bei regelmäßigem Lüften erfahrungsgemäß
innerhalb der nächsten Wochen und Monate. Geruchliche Auffälligkeiten aufgrund sehr geruchsintensiver
Verbindungen (z.B. Aldehyde, Phenole oder Carbonsäuren) können aber länger bestehen, sodass in diesem
Fall oft nur eine Quellenbeseitigung zum Erfolg führt. Es können aber auch Verbindungen erst durch
Abbauprozesse gebildet werden, sodass eine Belastung im Laufe der Zeit zunimmt.

2.5 Bewertungsgrundlagen

Die Bewertung der Konzentrationen in der Raumluft erfolgt nach mehreren Methoden.

Bei dem Schema nach statistischer Ableitung werden die Werte mit allgemeinen Konzentrationen, die
üblicherweise in Innenräumen zu finden sind, verglichen und bewertet. Zur Ermittlung der allgemeinen
Hintergrundkonzentration wertete die AGÖF (Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Forschungsinstitute) 4846
Luftmessungen der Mitgliederinstitute aus den Jahren 2006 bis 2012 aus (überarbeitete Fassung

 

Die Prüfergebnisse beziehen sich ausschließlich auf die Prüfgegenstände. Die auszugsweise Vervielfältigung des
Berichtes ohne unsere schriftliche Genehmigung ist nicht zulässig. Nur unterschriebene Berichte sind rechtsgüktig
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05.10.2013, 10. Fachkongress der AGÖF, Nürnberg 2013; www.agoef.de, Orientierungswerte).
Gegebenenfalls wurden laboreigene Erfahrungswerte zugrunde gelegt. Da sich das Substanzspektrum
ständig verändert, werden ältere Studien nicht mehr zum Vergleich herangezogen.

Davon ausgehend erfolgt die Beurteilung der Raumluftkonzentrationen bei Analytik Aurachtal anhand von
einem Orientierungswert. Der Orientierungswert orientiert sich am 90. Perzentil. Analytik Aurachtal
verwendet hierbei drei Bewertungsstufen für die Luft: Konzentration unauffällig, erhöht und hoch, wobei
die beiden letzten Bewertungsstufen Konzentrationen oberhalb des Orientierungswertes entsprechen.

Eine Belastung nach diesem Bewertungsschema führt nicht zwangsweise zu körperlichen Beschwerden.

Für den Summenwert TVOC (total volatile organic compounds) hat das UBA ein gesondertes
Bewertungskonzept erstellt. Der TVOC ist definiert als die Summe der flüchtigen organischen
Verbindungen, die im Chromatogramm zwischen Hexan und Hexadekan eluieren. Ergänzend ist aber bei
den Einzelverbindungen der Einstufung des AgBB (Ausschuss zur gesundheitlichen Bewertung von
Bauprodukten) für VOC zu folgen. Die Gesamtsumme TVOC entspricht dabei die Summe der identifizierten
Verbindungen VOC%, (ca. 180 Verbindungen inkl. UBA-Verbindungen und zehn intensivste Signale, ggf. extra
quantifiziert) und die Summe der nicht identifizierten Verbindungen VOC,., die als Toluol-Äquivalent
quantifiziert werden:

TVOC = VOCa + VOCun

Der Anteil VOC. soll 2/3 des TVOC ausmachen, wenn der TVOC > 1000 ug/m? ist.

Verbindungen, die vor Hexan eluieren, werden als VVOc (very volatile organic compounds)
zusammengefasst, Verbindungen die nach Hexadekan eluieren, als SVOC (semivolatile organic compounds)
definiert. Als hygienisch unbedenklich werden TVOC-Konzentrationen < 300 ug/m? angesehen. Dieser Wert
wird auch als Zielwert bezeichnet. Konzentrationen von 300 bis 1000 ug/m? gelten noch als hygienisch
unbedenklich, es besteht aber ein erhöhter Lüftungsbedarf. Konzentrationen von 1000 bis 3000 ug/m? sind
hygienisch auffällig, ein befristeter Aufenthalt für einen Zeitraum bis 12 Monate ist bei verstärktem Lüften
möglich. Als hygienisch bedenklich werden Konzentrationen von 3000 bis 10000 ug/m? eingestuft. Hier ist
eine Raumnutzung maximal für einen Monat und nur bei verstärkter Lüftung möglich. Konzentrationen
> 10000 ug/m? sind hygienisch inakzeptabel und eine Raumnutzung allenfalls vorübergehend täglich
(stundenweise) nur bei Durchführung verstärkter regelmäßiger Lüftungsmaßnahmen zumutbar.

Der TVOC-Wert von 1000 ug/m? wird von der AGÖF auch als Orientierungswert definiert und kann als
Eingreifwert angesehen werden.

Eine Bewertung nach dem TVOC-Schema ist möglich, wenn keine toxikologisch begründeten Richtwerte
von Einzelstoffen überschritten werden. Ergänzend sollen Überschreitungen von Referenzwerten (wie
AGÖF-Orientierungswerte) entsprechend bewertet werden.

Bei dem. Schema nach toxikologischer Ableitung werden die Werte mit medizinisch toxikologisch
ermittelten Richtwerten verglichen, die von verschiedenen Behörden (z.B. vom UBA) nach Ergebnissen von
Tierversuchen in Verbindung mit Unsicherheitsfaktoren für empfindliche Bevölkerungsgruppen ermittelt
wurden. Richtwert | entspricht dem Vorsorgewert, bei dessen Unterschreitung keine Maßnahmen
notwendig sind. Richtwert Il entspricht dem Eingreifwert, oberhalb dessen Maßnahmen umgehend
notwendig sind, da gesundheitliche Gefahren bei empfindlichen Raumnutzern nicht mehr mit
hinreichender Wahrscheinlichkeit auszuschließen sind. Im Konzentrationsbereich zwischen den
Richtwerten soll primär verstärkt gelüftet und gereinigt werden. Sollten bei einer Kontrollmessung
weiterhin Überschreitungen gegeben sein, sind weitergehende Maßnahmen empfohlen. Hierzu gehören
eine Quellensuche und ggf. bauliche Maßnahmen wie eine Quellenbeseitigung oder der Einbau einer
Lüftungsanlage.

Analytik Aurachtal übernimmt diese drei Bewertungsstufen zum Ergreifen von Maßnahmen gegen eine
Belastung: keine, empfohlen und umgehend notwendig,

Eine Belastung nach diesem Bewertungsschema führt nicht zwangsweise zu körperlichen Beschwerden, sie
sind aber wahrscheinlich.

Ergänzend wurde vom AIR ein Konzept zur Bewertung von kanzerogenen Verbindungen erstellt. Hierbei soll
das zusätzliche Krebsrisiko bei lebenslanger Exposition durch diese Verbindung nicht mehr als 10*

Die Prüfergebnisse beziehen sich ausschließlich auf die Prüfgegenstände. Die auszugsweise Vervielfältigung des ‚Analytik
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betragen. Diese Konzentration wird als risikobezogener Leitwert bezeichnet. Liegt dieser Leitwert unterhalb
eines Referenzwertes, der als statistischer Mittelwert einer allgemeinen Hintergrundkonzentration
angegeben ist, wird der Referenzwert als vorläufiger Leitwert festgesetzt.

Zu beachten ist aber, dass die zugrunde gelegten toxischen Konzentrationen üblicherweise aus
Tierversuchen mit Einzelstoffuntersuchungen und messtechnisch nachweisbaren organischen Schäden
ermittelt werden, ein Einbeziehen von „allgemeinen“ Beschwerden wie z.B. Kopfschmerzen,
Abgeschlagenheit oder neurologischen Beschwerden ist nicht gegeben. Die Richtwerte gelten nur für
Einzelstoffbelastungen. Mehrstoffbelastungen mit möglichen Synergieeffekten wurden nach diesem
Ermittlungsverfahren nicht ermittelt und werden somit nicht berücksichtigt. Körperliche Reaktionen
aufgrund von Synergieeffekten sind auch bei niedrigeren Konzentrationen nicht ausgeschlossen.
Empfindliche Personengruppen wie Kleinkinder oder andere geschwächte Personengruppen, insbesondere
MCS-Patienten, können auch schon bei deutlich geringeren Werten reagieren. Somit sind diese
toxikologischen Richtwerte als obere Grenze zu sehen.

Bei der Bewertung „Geruch“ werden die Konzentrationen mit bekannten Geruchsschwellenwerten oder
Geruchswahrnehmungsschwellen verglichen. Es werden nur Daten von Quellen mit hoher Qualität
übernommen wie z.B. vom UBA oder der AGÖF. Diese Geruchswahrnehmungsschwellen werden als
50. Perzentil eines Kollektivs angegeben oder als ODTs (olfactory detection level) und wurden für
Einzelstoffkonzentrationen ermittelt. Dementsprechend ist die Anwendung der ODTso nur bei einer
Einzelstoffbelastung zielführend. Erfahrungsgemäß liegt aber oft ein Geruchsgemisch vor, sodass die
Wahrnehmungsschwelle von einzelnen Verbindungen im Gemisch deutlich oberhalb ihrer eigentlichen
ODTso liegen kann. Hieran hat Analytik Aurachtal die Beurteilung der Konzentration angepasst. Bis zum 3-
Fachen der ODTs, ist ein Geruch möglich, bis zum 6-Fachen wahrscheinlich und oberhalb nahezu sicher
gegeben. Dies hat auch das UBA bei seinem Konzept der vorläufigen Geruchsleitwerte (vGLW) aufgegriffen.
Der vGLW I entspricht dem 6-Fachen der ODTso, der vGLW Il dem 48-Fachen. Nach dem UBA ist bei einer
geruchlichen Auffälligkeit zuerst das Lüftungsverhalten anzupassen, erst danach sind bei andauernder
Überschreitung des vGLW Il weitere ggf. bauliche Maßnahmen vorgesehen.

Eine Belastung nach diesem Bewertungsschema führt nicht zwangsweise zu körperlichen Beschwerden.
Ergänzend wurde eine Akzeptanzschwelle für Einzelstoffe angegeben, oberhalb derer das Kollektiv die
Konzentration als nicht mehr akzeptabel eingestuft hat. Hier sind Maßnahmen bei geruchlicher
Einzelstoffbelastung notwendig und Beschwerden aufgrund der somatischen Wirkung durchaus möglich.

Die genaue Erläuterung der einzelnen Bewertungsschemata ist im Anhang zu finden.

Es reagiert aber jeder Mensch individuell auf eine Schadstoffkonzentration, je nach seiner Prädisposition.
Zusätzlich ist über Kombinationswirkungen von verschiedenen Schadstoffen wenig bekannt. Somit können
Menschen auch bei niedrigen Konzentrationen auf Schadstoffe reagieren oder es sind Synergieeffekte
möglich, die zu Beschwerden führen können, auch wenn die Einzelkonzentrationen keine Beschwerden
verursachen dürften. Aufgrund dessen ist immer ein Minimierungsgebot zu beachten, wobei evtl.
entsprechende Maßnahmen zur Belastungsverringerung unter Beachtung einer Kosten-Nutzen-Relation
durchgeführt werden sollten.

Bei Beschwerden raten wir zur Abklärung bei einem mit Innenraumschadstoffen erfahrenen Arzt oder
Umweltmediziner.

Des Weiteren gilt folgende Entscheidungsregel: Messunsicherheiten werden entsprechend der
Bekanntmachung vom UBA (Bundesgesundheitsbl 2020 - 63:363-369) bei Konformitätsaussagen nicht
berücksichtigt.

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2.6 Durchführung der Laboranalytik

Das Adsorber-Material TENAX wurde mittels Thermodesorption und GC-MS gemessen (MARKES TD100-xr,
Shimadzu GC-MS OP 2010 Ultra bzw. Shimadzu GC-MS-QP2020, 60 m Säule). Zur Übersichtsanalyse
(Screening) wurde die Messung im Scan-Modus aufgenommen und die angegebenen Substanzen’ mit
externen Standards quantifiziert. Die Durchführung erfolgte als Einzelprobe nach dem akkreditierten
Verfahren a DIN EN ISO 16000-6:2022-03. Die Messunsicherheit der Analytik ohne Probenahme liegt im
Mittel bei 23%. Bei Interesse können auf unserer Homepage die Messunsicherheiten einzelner
Verbindungen nachgeschlagen werden. Alle Messunsicherheiten wurde über ein kombiniertes Verfahren
mit einem Erweiterungsfaktor von k = 2 berechnet.

Aufgrund prinzipieller analytischer Gegebenheiten sind die Konzentrationen der Carbonsäuren sowie die
der sehr polaren Verbindungen mit einer erhöhten Unsicherheit behaftet. Essigsäure besitzt aufgrund einer
Blindwertproblematik eine signifikant erhöhte Unsicherheit, sodass diese Konzentrationen nur orientierend
zu werten sind.

Die Prüfergebnisse beziehen sich ausschließlich auf die Prüfgegenstände. Die auszugsweise Vervielfältigung des ‚Analytik
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Laborbericht E310133 Projekt 231150
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2.7 Ergebnisse der Laboranalytik
2.71 Ergebnisse im Vergleich zu Hintergrundkonzentration

 
 
 
 
 
  

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Probennummer: E310133/1 [ob akt: 231150-015

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Probennummer: E310133/1
Verbindung

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Probennummer: E310133/1 1150-015

Objekt:
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Maleinsäuredibutylester 1 < unauffällig 2:
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