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Dieses Dokument ist Teil der Anfrage „Vergabeunterlagen zu Wasserstoffverband

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Vorh aben sbeschreibung und Zuv\fendu ngsani:rag




               Innovationscluster HyMobility ·
                Emissionsfreier Verkehr mit
           grünen1 Wasserstoff & Brennstoffzelle




                        l~ )             D \ '\
                                         Deutscher Wasserst off- und
                                                                                  J




                                         Brennstoffze ll en-Verband




Deutscher Wasserstoff- und Brennstoffzellen- Verbande.V.
Datum: 30.04.2021




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                                                                                Oeur!;chc:, Wou~rsloff, ~nd
                                                                                Brenn ~lofl :.<.,ll~n• V~·U1111d




Inhalt

1     Zielsetzung des Vorhabens ·                                                                     4
    1.1 Das strategische Ziel des HyMobility-Clusters                                                 5
    1.2 Konkrete Ziele des HyMobility-Clusters                                                        5
2     Potenzielle Mitglieder des HyMobility-Clusters                                                  7
    2.2 Kurzprofile der potenziellen Mitglieder                                                       7
3      Grundprinzipien und Struktur des zu gründ~nden HyMobilty-Clusters                              9
    3 .1 Gemeinsames Verständnis                                                                      9
    3.2   Grundprinzipien                                                                             10
    3.3    Mitgliedschaft                                                                             10
    3.4   Kosten                                                                                      10
    3.5   Struktur                                                                                    11
       3.5.1 Mitgliederversammlung                                                                    11
       3.5.2 Sprecher                                                                                12
       3.5.3 Clustermanagement                                                                       12
       3.5.4 Fachausschüsse                                                                           13
       3.5.5 Beirat                                                                                   13
    3.6 Kontrolle des HyMobility-Clusters .                                                           13
    3. 7 Competition Compliance Codex                                                                 13
    3.8 Auflösung                                                                                     14
4      Vorarbeiten/ Aufbauphase                                                            15
    4. 1 AP 1 Evaluierung des Marktes und der potenziellen Mitglieder des
    Innovationsclusters HyMobility und Einholung entsprechender Absichtserklärungen zur
    Teilnahme an dem Innov.ationscluster                                                   15
    4 .2 AP 2 Ermittlung der grundsätzlichen technischen, wirtschaftlichen und politischen
    Schlüsselfaktoren, die für den Einsatz von Wasserstofftechnologien im Verkehr relevant
    sind                                                                                   15
    4 .3 AP 3 Definition der allgemeinen Grundsätze unter denen der emissionsa rme
    Verkehr mit Wasserstoff den Herausforderungen der Klimaziele und einer
    Sektorenintegration erneuerbarer Energien gerecht we_rden kann                         15
    4.4 AP 4 Marktanalyse der nationalen und europäischeri Automobilindustrie              15
    4.. 5 AP 5 Darstellung der nationalen und europäischen regulatorischen Felder, die für
    eine Markteinführung einer Wasserstoffwirtschaft und -mobilität von Relevanz sein
    könnten                                                                                16
    4.6 AP 6 Entwicklung einer grundsätzlichen Kommunikationsstrategie                     16
    4.7 AP 7 Eva luierung der Inhalte der Arbeitspakete und Auflistung einer Budgetplanung
    für das Innovationscluster                                                             17
    4.8 AP 8 Gründungsvorbereitung des Innovationclusters HyMobility                       18
5     Arbeitspakete                                                                                  19
    5.1 AP 1 HyMobility-Clustermanagement                                                            19
    5.2 AP 2 Wissenstransfer und Innovation                                                          20
    5.3 AP 3 Marktdesign und Regulierung                                                             20


                                                                                                     2
2

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                                                                        3rcririsloff:ellcn-Vcrb n1)d




    5.4 AP 4 Förderprogramme                                                                   22
    5.5 AP 5 Öffentlichkeitsarbeit                                                             23
    5.6 AP 6 Webseite und Datenbanken                                                          24

6     Budgetplanung und Personaleinsatz                                                        25
7    Verwertungs- und Anwendungsmöglichkeiten, Notwendigkeit der Förd erung                    25




                                                                                           3

                                                          . ..   ._::
3

1   Zielsetzung des V orhabens

Mit dem im November 2016 in Kraft getretenen Pariser Abkommen haben sich 180 Staaten
das globale Ziel gesetzt, die Erderwärmung im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter auf
unter 2 °C und möglichst unter 1,5 °C zu begrenzen. Im laufe der zweiten Hälfte dieses
Jahrhunderts soll weltweit eine Treibhausgasneutralität erreicht werden.

Klimaschutzziele Deutschlands und der Europäische Union

Im Einklang m it dem Pariser Abkommen haben sich die EU und Deutschland das ambitionierte
Klimaschutzziel gesetzt, bis 2050 die Treibhausgasemissionen im Vergleich zu 1990 um 80 bis
95 % zu senken.

Im Dezember 20 19 hat die Europäische Kommission ihren European Green Deal vorgestellt.
Ein Maßnahmenpaket für ein klimaneutrales Europa bis 2050 und einen nachhaltigen
ökologischen Wandel, der den Menschen und der Wirtschaft in Europa zugutekommen soll.
Der Green Deal sieht vor, die COi-Emissionen der EU bis zum Jahr 2030 um SO bis 55 %
(aktuell um 40 %) gegenüber dem Wert von 1990 zu senken.

Im Klimaschutzplan 2050 hat Deutschland sich bereits für 2030 das Ziel gesetzt, die
Treibhausgasemissionen um 55 % unter das Niveau von 1990 zu reduzieren. Das neue
Klimaschutzgesetz der Bundesregierung hat dieses Ziel verbindlich geregelt und jährliche
Minderungsziele durch die Vorgabe von Jahresemissionsmengen für die verschiedenen
Sektoren festgelegt.

Um die Klimaziele für 2030 und 2050 zu erreichen, wird eine Umstellung der Stromerzeugung
auf ausschließlich erneuerbare Energiequellen allein n icht ausreichen. In allen
Wir tschaftszweigen bedarf es einschneidender Veränderu ngen, damit die Transformation in
eine C02-neutra le Zukunft gelingen kann.

Klimaschutzherausforderungen im Verkehr

Mobilität ist ein zentraler Baustein der Lebensgestal tung und bedeutet individuelle Freiheit und
gesellschaftliche Teilhabe. Der Verkehrssektor ist der größte Energieverbraucher in
Deutschland und nach der Energiewirtschaft der dritt{lrößte Sektor bei der Erzeugung von
Treibhausgasemissionen. Die deutsche Fahrzeugindustrie ist eine der Säulen unserer
Wirtschaft und von großer Bedeutung für die w irtschaftliche Entwicklung und die Sicherung
der Beschäftigung in Deutschland.

Für eine nachhalt ig e Mobilität der Zukunft ergibt sich daraus eine große Herausforderung : Es
gilt die Klimawirkung zu reduzieren              und durch innovative        Maßnahmen die
Wettbewerbsfähigkeit und die soziale Teilhabe gleichzeitig zu stärken.

Auf den ersten Blick scheinen diese Hera usforderungen unvereinbar zu sein . Dabei kann
gerade die Innovationskraft ·in Wirtschaft und Wissenschaft und besonders ein
gemeinschaftlich getragener Wille zu maßgeblichen Veränderungen führen.

Der Kl imaschutzplan gibt für den Prozess zum Erreichen der Klimaschutzziele inhaltliche


                                                                                           4
4

GJ DW V         Oeu1 ~che r W;usan10H- und
                                                                                         9r<rnnslolf;.ellr.11•Vc rban J



 Orientierung für alle Handlungsfe lder und weist für die einzelnen Sektoren unterschied liche
 Treibhausga sminderung sziele aus. Für den Verkehrsse ktor bedeutet das eine Reduktion von
 42 bis 44 % bis ·2030 (Stand Dez. 2020) . Die Emissionen im Jahr 2017 betrugen rund 168
 Millionen t CO2-Äq. gegenüber 163 Millionen t CO2-Äq. im Jahr 1990. Somit hat sich der
 Handlungsd ruck weiter erhöht: Von heute bis 2030 müssen die Emissionen des
 Verkehrsse ktors in Deutschland um 42 bis 44 % gesenkt werden.

 1.1 Das strateg ische Zie l d es HyMobility - Clusters

Das strategische Ziel des HyMobility-Clusters ist die Schaffung einer offenen übersektora len
Technologie - und Innovations plattform für emis$ionsar me Mobilität auf Basis von
erneuerbare m Wasserstoff und Brennstoffz ellen, die einen Wissens- und Erfahrungsa ustausch
zwischen
                                                                            0

               Fahrzeughe rstellern,    Brennstoffz ellenherstel lern, Elektrolysehe rstellern,
Stromprodu zenten aus •erneuerbare n Energien (EE-Stromp roduzenten ), Netzbetreib ern,
Fahrzeugnu tzern, Universitäte n und Forschungseinrichtungen ermöglicht. Das HyMobility- •
Cluster wird die Entwicklung . von geeigneten regulatorischen Voraussetzu ngen für eine
wirtschaftlic h tragfähige Markteinfüh rung Brennstoffz ellenmobilit ät in Verbindung mit
erneuerbare m Wasserstoff begleiten sowie gegenüber der europäischen und deutschen Politik,
den Stakeholder n und der Zivilgesellsc haft vertreten.

Die    HyMob ility-M itglieder  werden    bei • der    Vorbereit_
                                                                ung  und    Planung   von
Demonstrat ionsprojekte n beziehungsweise Projekten in der Markteinfüh rungsphase für eine
wasserstoffb as_
               i erte Mobilität durch zwei Datenbanke n, die ausführliche und aktuelle
Information en über die verfügbaren Fördermögl ichkeiten und über die für die Mobilität
relevanten Regelwerke, Durchführun gsbestimmu ngen & Normen im Bereich erneuerbare r
Wasserstoff, Brennstoffz ellen bieten werden, unterstützt.

1.2 Konkrete Zie le d es HyMobility- Cluste rs

HyMobil ity soll den Charakter eines Innovations clusters aufweisen und eine Vielzahl relevanter
Akteure aus unterschied lichen Branchen in Bezug auf die Anwendung von
Wasserstoff technologie n in der Mobilität verknüpfen .

Im Rahmen des HyMobility-C lusters werden die Möglichkeiten und Barrieren für eine
Brennstoffze llen Mobilität auf Basis von erneuerbare m Wasserstoff identifiziert und analysiert,
um gesellschaft lich tragfähige Vorschläge für nationale wie europäische politische
Rahmenbedingungen und ein geeignetes Marktdesign · zur möglichst umfassende n
Defossilisieru ng  der      Mobilität,   unter   Berücksichtigung    fairer    wettbewerb licher
Marktbeding ungen zu schaffen.

Fo lgende Ziele werden mit HyMobility verfolgt:

   -   Ermittlung der techntschen, wirtschaftlic hen und politischen Sch lüsselfaktor en, die für
       den Einsatz von Wasserstoff technologie n in d~r Mobilität relevant sind,

   -   Branchenüb ergreifend~ Zusammena rbeit zur Analyse und Entwicklung komplexer
       Str:ategien zur Brennstoffz ellenmobilit ät auf Basis von erneuerbare m Wasserstoff und
       innovativen Technologie n, einschließlich Strategien zur Sektorenint egration der


                                                                                                        5

                                                                                - - --
5

~~ -   --~,
                                                                    (~)JDWV
                                                                    ~,-              Dculscher Wos,e1stofl• und
                                                                                     Brennsloff zellen-Vorbnnd




         erneuerbaren Stromproduktion und der Mobilität und zur Sektorenkopplung der Gas-
       . und Strominfrastrukturen für die effiziente Versorgung der Betankungsstandorte mit
         erneuerbarem Wasserstoff,

   -   Analyse des Arbeitsmarktes: Herausforderungen der klirnaneutralen Transformation
       der Automobil- und Zulieferindustrie sowie der Tankstellenbranche; Chancen für
       bestehende und neue Arbeitsplätze in der deutschen Automobil- und Zulieferindustrie
       sowie der Tankstellenbranche durch den Einsatz von erneuerbarem Wasserstoff für
       eine emissionsarme Mobilität und für die Schaffung von neuen Wertschöpfungsketten;
       Aus- und Weiterbildung von Fachkräften·: Bedarf und Angebot,

       Entwicklung eines geeigneten Marktdesigns für C02-arme Mobilität, dass einerseits die
       internationale Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Hersteller von emissionsarrnen
       Fahrzeugen und Komponenten gewährleistet und andererseits die Verwendung
       emissionsarmer Fahrzeuge bei den Anwendern fördert,

       Mitwirkung bei der Formulierung entsprech ender politischer und rechtlicher
       Rahmenbedingungen auf nationaler und europäischer Ebene Für die Marktvorbereitung
       und -ei.nführung von C02-armer Mobilität auf Basis von erneuerbarem Wasser.stof'.F,

   -   Schaffung und Nutzung der Synergiepotentiale zwischen der. Automobil- und
       Zu lieferindustrie, Tankstellenbetreibern, Technologieanbietern , Energieversorgern,
       Universitäten und Forschungseinrichtu ngen, sowie verstärkte Vernetzung,

   -   Schaffung und Stärkung des Verständ nisses für und des Vertrauens in die innovative
       und emissionsarme Fahrzeugtechnologie auf Basis von erneuerbarem Wasserstoff im
       Verkehr und der nationalen und europäischen Po litik,

   -   Ermittlung, Sam mlung und Erfassung von Informationen in zwei für alle interessrerten
       Marktteilnehmer zugänglichen und fo rtlaufend aktualisierten Online-Datenbanken
       zwecks Unterstützung von Demonstrationsprojekten resp. Projekten in der
       ·Markteinführungsphase über die für eine emissionsarme wasserstC?ffbasierte Mobilität
        relevanten:

           EU-, Bundes- und Länderförderprogramme,
           Regelwerke, Durchführungsbestimmungen & Normen (RCS - Regulations, Codes &
           Standards) im Bereich Erneuerbarer Wasserstoff, einschließlich, aber nicht nur fü r_
           Direktreduktionsanlagen,    Elektrolyseure,     Wasserstofftanks,       -Speicher,
           Wasser stoffpipel(nes.
 Die Kommunikation ist ein zentraler Faktor für ein Innovationscluster. Die interne und externe
 Kommuni kation soll m it Sachlichkeit und Professiona lität das zu gründende Netzwerk und die
 bereits ergriffenen Maßnahmen stärken bzw. erweitern, die Markteinfü hrung unterstützen,
 den Kreis der relevanten Akteure            ausbauen, die technische Entwicklung durch
 Erfahrungsa ustausch verbessern, die Akzeptanz der Technologie steigern, die verschiedenen
 Entscheidungsträger aus Wirtschaft und Politik mit klaren Infqrmationen versorgen und die
_Schaffung entsprechender politischer und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen aktiv
 mitgestalten.

                                                                                                      6
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                                                                                   'v' V V
                                                                      •~     • ·, ,::,   Oeuls.chor Was~orstoff• und
                                                                                         Srenn$10rf::e llcn,V~rlrnnd




 Die Marktvorbereitung für den Einsatz von erneuerbarem Wasserstoff in der Mobilität soll vor
 allem auch anhand gemeinsamer unternehmensübergreifender Kommunikationsmaßnahmen
 und Analysen gebündelt werden, um eine höhere Wirksamkeit für die weitere Akzeptanz des
 C02-armen Verkehrs in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu erzielen und mit fachlichen
 Vorschlägen zur reg,u latorischen Ausgestaltung des Markdesigns, Förderprogrammen und
 weiteren Referenzprojekten entsprechende Multiplikationseffekte für einen industriellen
 Markthochlauf zu generieren.



 2    Potenzielle Mitglieder des HyMobility-Clusters

Als potenzielle Mitglieder des HyMobility-Clusters sollen Unternehmen aus unterschiedlichen
Bran.chen,     u .a .  Fahrzeughersteller,      Zulieferindustrie, Brennstoffzellen herstell er,
Tankstellenbetreiber,     Elektrolysehersteller,    Produzenten    erneuerbarer     Energien,
Netzbetreiber, sowie Forschungseinrichtungen, Vereine und Gewerkschaften, identifiziert und
gewonnen werden.

2.2    l(urzprofile der potenziellen Mitglieder

Deutscher Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband

Der Deutsche Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband e.V. (DWV) wird sich als
Clustermanager vor allem um die Aufgaben als Zuwendungsempfänger, die operative Lind
kaufmännische/buchhalterische Clustersteuerung und die Organfsation der HyMobility-
Versammlungen sowie die strategische Koordination des Clusters übernehmen.

Der DWV ist die-Dachorganisation all jener in Deutschland, die sich für den allgemeinen Einsatz
von Wasserstoff als Energieträger in der Wirtschaft einsetzen und dafür, dass Wasserstoff aus
erneuerbaren Energien für eine nachhaltige Energiewirtschaft erzeugt wird.

Der DWV ist seit 1996 als Interessenverband auf die Förderung einer zügigen Markteinführung
des Energieträgers Wasserst~ff und der Brennstoffzellentechnologie ausgerichtet. Ziel ist es,
alle Aspekte einer künftigen Versorgungsinfrastruktur mit Wasserstoff, dessen Herstellung und
energetische Nutzung in eine Sach- und Perspektivdiskussion einzubringen sowie die
Marktentwicklung aktiv mitzugestalten.

Zu den Kernkompetenzen des DWV gehören die Entwicklung und Umsetzung von Konzepten
zur   versorgungssicheren,    wirtschaftlichen   und     emissionsfreien   Mobilität   und
Energieversorgung, sowie von Strategien für zukunftsfähigen und klimaneutralen Industrien.

DWV Experten:

       formulieren berechtigte Brancheninteressen, um die G~schäftsgrundlage für die
       Wasserstoffbranche zu sichern,

       stehen mit den politischen Entscheidern in Kontakt und bringen ihre Positionen und
       Argumente in Gesetzgeburigsverfahren durch gezielte Lobbyarbeit ein,



                                                                                                       7
7

rüJ D'\A/V        Oouh;cher \V~s~~n1off. und
                                                                                            Brenns10H':ellar.Vcrbnnd



        organisieren und nehmen an i;ahlreichen nationa len und internationalen
        Veranstaltungen teil, um die Vorteile von Wasserstoff- und Brennstoffzellen und deren
        Systemrelevanz in einer nachha ltigen Energiewirtscha ft zu präsentieren und
        aufzu klären,

        erhöhen die Akzeptanz der Wasserstofftechnologien in der Öffentlichkeit durch geziel te
        Medienarbeit.

Der DWV bietet ein großes Netzwerk zum Informations- und Gedankenaustausch. Über 20
ehrenamtliche_ Experten aus Mitgliedsunternehmen bringen ihr Fachwissen in die
Gremienarbeit des DWV ein.

Der DWV hat langjährige Erfahrung und Kompetenzen beim Aufbau von Netzwerken,
Dialogplattformen und im Clustermanagement. Im Jahr 2011 haben Vertreter von führenden
Industrieunternehmen, Forschungseinrichtungen und Organisationen aus den Bereichen
Umwelt- und Technologieförderung die Initiative performing energy - Bündnis für
Windwasserstoff - gegründet. 2015 wurde das Bündnis als Fachkommission in den Deutschen
Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband eingegliedert. Die Initiative performing energy
wird von den Bundesländern Brandenburg , Schleswig- Holstein ·und der Freien und Hansestadt
Hamburg unterstützt.

Die 18 Mitglieder von performing energy möchten mit ihrer Arbeit die volksw irtschaftlichen
Vortei le einer Integration erneuerba rer Energien mit Wind- Wasserstoff- Systemen vermitteln
und an der Gestaltung geeigneter gesetzlichen Rahmenbedingungen aktiv mitwirken. Es geht
dabei primär um die strategische Integration der erneu erbaren Energien in die drei
Energiesektoren Strom, Wärme und Verkehr.

CEP

H2Mobility

BP

Shell

TOTAL

Westfalen

Audi

BMW

Crymotive

Daimler AG

Honda

Hyundai


                                                                                                           8

                                                                    .:.   -------···-- ·-
8

·\_]J _D V\N
                                                                            Dc..,1~ch~r 'N,1:;:;.c,rs1off- :and
                                                                            Ur~n1•~10if::c•ll cn •V•:rl.,.1nd




Stellaris

AREVA H2Gen

Hydrogenics

ITM Power

McPhy

Siemens (Elektrolyse)

Sunfire

Thyssenkrupp Uhde Chlorine Engineers

Air Liquide Deutschland

Linde Gas

ENERTRAG

GP Joule

RWE

Uniper

Vattenfall Europe Innovation

Fraunhofer-Ins~itut für Sol·are Energiesysteme

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt



3     Grundprinzipien und Struktur des zu gründenden HyMobilty-Clusters

3.1    Gemeinsames Verständnis

Emissionsarmer Verkehr

Die Mitglieder des HyMobilty-Clusters sind sich einig, dass die Erreichung der angestrebten
Reduzierung der THG-Emissionen im Verkehr durch die Nutzung von erneuerbarem
Wasserstoff und Brennstoffzellen technisch möglich ist.

Für eine wirtschaftliche Markteinführung sind jedoch Anpassu ngen ~er gesetzlichen
Rahmenbedingungen· erforderlich, die einen fairen Wettbewerb zwischen konventionellen
fossilen Verkehren und emissionsfreien wasserstoffbasierten Verkehren.

Wasserstofferzeugung mit erneuerbarem Strom

Die Erzeugung des benötigten Wasserstoffs soll ausschließlich mit Strom aus erneuerbaren
Energiequellen erfolgen.

                                                                                                  9
9

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                                                                       \;~--:;--\    Ooutschar Wauorstoff- und
                                                                                                               I
                                                                                     Brenns10H z.clft)11•Ve1 b,1;1nd




[?er zur Produktion des erneuerbaren Wasserstoffs benötigte erneuerba re Strom soll unter
Beachtung fai rer Marktpreise bezog_en werden, wobei die Strombezugspreise nicht mit
ungerechtfertigten Letztverbraucherabgaben zusätzlich belastet werden dürfe n.

Systemdienlichkeit

Die Betriebsweise der Elektro lyseure zu r Produktion des erneuerbaren Wasserstoffs soll
fT1Ög lichst in einer für den Stromsektor systemdienlichen Weise erfolgen. Grundsätzlich soll
HyMobility die Sektorenkopplung und die Sektorenintegr ation unterstützen und somit zum
Erfolg der Energiewende beitragen .

Den Mitgliedern des HyMobility-Clusters ist bewusst, dass die Elektrolyse in einem
erneuerbaren Energiesystem nicht kontinuierlich mit Nennleistung betrieben werden kann.

3,2 Grundprinzipien

Das Cluster wird als Fachkommission des Deutschen Wasserstoff- und Brennstoffzellen-
Verbandes e.V. (DWV) unter den Namen "HyMobility" eingesetzt. Das HyMobility-Cluster
fungiert unterh·alb des DWV als selbständige wirtschaftliche Einheit.

Das    Geschäftsjahr    des   Clusters   ist   das   Kalenderjahr.   Das     erste    Jahr         ist      ein
Ru mpfgeschäftsjah r.

Das übergeordnete Ziel des HyMobility-Clusters ist, in Ergänzung zu der satzungsgemäßen
Bestimmung des . DWV, sich konkret für . die Schaffung der Voraussetzungen zur
wirtschaftlichen Nutzung von erneuerbarem Wasserstoff und Brennstoffzellen im Verkehr
einzusetzen.

Das Cluster verfolgt dabei keine eig_enwirtschaftlichen Interessen .

3 .3   Mitgliedschaft

An d em HyMobility-Cluster können sich Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Universitäten
und ander e Organisationen beteiligen, die zur wirtschaftlichen Markteinfüh rung von
erneuerbarem Wasserstoff und Brennstoffzellen im Verkehr beitragen möchten und die Ziele
des Clusters mittrag~n.

Die Teilnahme an dem Cluster als Vollmitg lied bedingt die Mitgliedschaft: im DWV sowie die
Zahlung e ines Jahresbetrages für die Cluster-Mitgliedschaft. Die Teilnahme an dem Cluster als
Mitglied des Beirates bedingt nur die Wahl als Beirat von der Mitgliederversammlung.

Die Mitgliedsversammlung entscheidet über die Aufnahme neuer Mitglieder und no,m iniert die
Beiräte.

3.4 l( osten

Die Finanzierung des HyMobility-Clusters solle durch Fördermittel, die Beiträge für die
Mitgliedschaft im Cluster und einem angemessenen Anteil der Mitgliedsbeiträge des DWV
erfolgen.


                                                                                                       10
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