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Dieses Dokument ist Teil der Anfrage „Klimaschutzmaßnahmen

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Umwelterklärung 2023




                                                                 Die Liegenschaft verfügt über ein
                                                                 Eltern-Kind-Zimmer, einen Ruhe-
                                                                 raum, und einen großen Konfe-
                                                                 renzsaal, der regelmäßig für Ver-
                                                                 anstaltungen mit wichtigen Perso-
                                                                 nen aus Politik und Gesellschaft
                                                                 genutzt wird. Darüber hinaus sind
                                                                 diverse Schulungs- und Bespre-
                                                                 chungsräume im Gebäude vorhan-
                                                                 den. Neben der „Südkaserne“ ist
                                                                 in allen unseren Liegenschaften
                                                                 „Barrierearm“ ein großes Anlie-
                                                                 gen, das konsequent umgesetzt
                                                                 wurde. In dem Verwaltungsge-
                                                                 bäude ist das gesamte Präsidium
                                                                 des Bundesamtes sowie rund 55
Abbildung 5: Luftaufnahme der Südkaserne
                                                                 Fachreferate untergebracht.
Zum Stand Dezember 2022 waren rund 1.400 Mitarbeitende in der Liegenschaft verortet - damit ist
die Südkaserne zugleich die größte Liegenschaft des Bundesamtes.
Die Tätigkeitsschwerpunkte der Zentrale belaufen sich auf die Durchführung der zentralen Dienst-
leistungsaufgaben.
Der Standort ist ideal an den öffentlichen Personennahverkehr (VGN) angebunden. In unmittelbarer
Nähe befindet sich die U-Bahnstation „Frankenstraße“, die mit verschiedenen Busverbindungen er-
reicht werden kann (Bus-Haltestelle befindet sich direkt vor dem Gebäude der Südkaserne).
Bei dem Hauptstandort „Südkaserne“ handelt es sich um eine bundeseigene Liegenschaft, die über
die Bundeanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) verwaltet wird.




2.3.2   Nürnberg, Marienzeile, Bauteil 2 „Karl“ und Bauteil 3 "Ludwig"


Dependance Zentrale:
Die „Marienzeile“ ist ein modernes Neubauprojekt in der Innenstadt von Nürnberg. Sie besteht aus
insgesamt vier eigenständigen Gebäudekomplexen, wovon das BAMF zwei angemietet hat: Bauteil
2: „Karl“ (BT 2) und Bauteil 3: „Ludwig“ (BT 3).
Der Erstbezug von Bauteil 3 erfolgte nach dessen Fertigstellung im Oktober 2022. Bauteil 2 wurde
nach Fertigstellung im August 2023 bezogen.
Bereits in der Planungsphase der beiden Gebäudekomplexe war es möglich nutzerspezifische Anfor-
derungen des BAMF einzubringen. So wurden wichtige Faktoren, wie etwa Haustechnik, Bauphysik,
Fassade und Gebäudeleittechnik ganzheitlich betrachtet. Hierdurch konnte ein wirtschaftlich
nachhaltiger Betrieb des Gebäudes auf Basis der gültigen Energieeinsparverordnung (EnEV 2016)
sichergestellt werden.
Durch die angestrebte Zertifizierung in Gold bei der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
(DGNB) sind bereits in der Bauphase die drei zentralen Nachhaltigkeitsbereiche Ökologie, Ökonomie



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und Soziokulturelles für den gesamten Lebenszyklus des Gebäudes berücksichtigt worden. Für das
Bauteil 3 „Ludwig“ liegt die Zertifizierung in Gold bereits vor.
Die beiden Gebäudekomplexe sind jeweils barrierearm ausgeführt. Der Zugang ins Gebäude sowie zu
den jeweiligen Nutzungseinheiten erfolgt mittels kraftbetätigten Türen. Die vertikale Erschließung
des Gebäudes wird über barrierefreie Aufzüge gemäß EN 81-70 sichergestellt.
Die beiden Bauteile erfüllen energetisch höchste Standards, nicht nur im Hinblick auf den behinder-
tengerechten Ausbau, sondern auch, hinsichtlich der Gebäudesicherheit sowie Nachhaltigkeit. Diese
Anforderungen wurden durch das BAMF im Rahmen des Planungsprozesses eingebracht.
Für beide Gebäude beträgt die Grundstücksfläche
7.000 m².
Der BT 2 mit einer Mietfläche von ca. 8.000 m² bietet
Platz für etwa 400 Mitarbeitende. BT 3 umfasst auf ei-
ner Mietfläche von knapp 10.000 m² eine Arbeits-
platzkapazität für rund 600 Mitarbeitende.
Für die Beschäftigten stehen jeweils zweigeschossige
Großgaragen in den Ebenen U1 und E0 zur Verfü-
gung. Im Erdgeschoss sind jeweils Teile der Stell-
plätze als Duplexschiebeparker ausgebildet.
In BT 2 stehen 82 PKW-Stellplätze, davon zwei für
Menschen mit Behinderung und drei Stellplätze mit
Lademöglichkeit für E-Kfz, zu Verfügung. Darüber
hinaus sind 58 Fahrradstellplätze vorhanden.
BT 3 verfügt über 116 PKW-Stellplätze, davon vier für
Menschen mit Behinderung und fünf Stellplätze mit
                                                      Abbildung 6: Marienzeile BT 3 "Ludwig“
Lademöglichkeit für E-Kfz. Hinzu kommen 76 Fahr-
radstellplätze.
Die beiden Gebäude verfügen über eine intelligente Beleuchtung. Die Einbau-Downlights werden als
Hintergrundbeleuchtung über Bewegungsmelder gesteuert. Zusätzlich erfolgt die Ausleuchtung der
Arbeitsplätze über dimmbare Stehleuchten, um der Arbeitsstättenverordnung (ASR A3.4) Rechnung
zu tragen. In den beiden Gebäudekomplexen wurde darauf geachtet, dass ausnahmslos –sofern aus
technischem Grunde nicht zwingend eine andere Lösung notwendig ist– energiesparende LED-
Leuchtmittel eingesetzt werden.
Die Gebäude werden mit temperierter Außenluft über eine raumlufttechnische Anlage mechanisch
be- und entlüftet, wobei eine Fensterlüftung immer noch möglich ist. Aufgrund der Einstufung als
„schadstoffarmes Gebäude“ wird eine Luftwechselrate der Kategorie 2 gemäß DIN EN 16798 er-
reicht. Nur in Besprechungsräume erfolgt der Luftwechsel mit variablem Volumenstromregler. Alle
Büro- und Besprechungsflächen werden durch abgehängte Heiz-Kühldecken beheizt sowie gekühlt.
Darüber hinaus erfolgt eine Energierückgewinnung mittels der raumlufttechnischen (RLT) Anlage.
Weiterhin verfügen die beiden Gebäude jeweils über ein Eltern-Kind-Zimmer, einen Ruheraum sowie
mehrere Besprechungsräume.




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Auf den (technischen) Dachflächen erfolgt eine
extensive Begrünung. Mit der Begrünung der
Außenanlage am BT 2 erfolgen im Herbst 2023
die letzten baulichen Schritte.
Im BT 2 sind Mitarbeitende der zentralen
Dienstleistungsbereiche untergebracht. Der
Aufgabenschwerpunkt der Mitarbeitenden in
BT 3 ist „Integration und gesellschaftlicher Zu-
sammenhalt“.
Der Standort ist ideal an den öffentlichen Per-
                                                   Abbildung 7: Begrünte Dachflächen
sonennahverkehr (VGN) angebunden und liegt
wenige Gehminuten vom Hauptbahnhof Nürn-
berg entfernt (Knotenpunkt DB, S-Bahn, U-
Bahn, Busverbindungen).
Die beiden Gebäude wurden über die BImA angemietet.




2.3.3   Berlin, Badensche Straße 23 und 24


Landesasylstelle Berlin:
Die beiden direkt aneinanderliegenden Grundstücke und Gebäude Badensche Str. 23 und Badensche
Str. 24 sind baulich miteinander, sowie über einen gemeinsamen Innenhof, verbunden. Die gesamte
Grundstücksfläche beläuft sich auf 6.882
m² (Nr. 23: 5.258 m², Nr. 24: 1.624 m²).
Die Gesamtmietfläche einschließlich der
beiden Innenhöfe beträgt 22.735 m².
Zunächst wurde nur das Gebäude Nr. 23
vom BAMF genutzt (Anmietung 2016).
Seit der Anmietung und Inbetriebnahme
des Gebäudes Nr. 24 im Oktober 2022
fließt dieses ebenfalls mit in die Bewer-
tung der Umweltleistung ein.
Das BAMF hat für beide Gebäudeteile in
der Planungsphase Schwerpunkte zur
Gebäudesicherheit, Nachhaltigkeit, Wirt-
schaftlichkeit sowie den behindertenge-
rechten Ausbau eingesteuert. Im Rahmen Abbildung 8: Badensche Straße 23, 10715 Berlin
von Baumaßnahmen wurden Durchgänge
auf verschiedenen Etagen von Haus Nr. 23 zu Nr. 24 geschaffen.
Trotz der Innenstadtlage weist das Grundstück einen begrünten und bepflanzten Innenhof auf. Die
beiden Gebäude verfügen über zwei Dachterrassen, die teilweise begrünt und bepflanzt sind. Die Ge-
bäude 23 und 24 werden als Verwaltungsgebäude mit Kundenverkehr genutzt.
In der Landesasylstelle sind folgende Aufgabengebiete verankert: Bearbeitung von Erst- und
Folgeasylverfahren, Asylverfahrensberatung, Durchführung von Dublinverfahren, Prozessführung
der am Verwaltungsgericht Berlin anhängigen Asylstreitigkeiten sowie Teile des Fachbereichs


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„Integration“ (u.a. organisatorische Aufgaben zur Kursträgerprüfung, zu den Berufssprachkursen).
Vor Ort befindet sich u.a. ein IT-Labor, ein
Konferenz- und Schulungszentrum, ein Ruhe-
raum sowie zwei Fitnessräume (Nutzung der
Mitarbeitenden in deren Freizeit). Gebäude Nr.
24 verfügt zudem über eine bereits baulich
vorhandene Kantine. Die Inbetriebnahme des
verpachteten Kantinenbetriebs erfolgte im
März 2023. Die Produktpalette der angebote-
nen Gerichte orientiert sich nach dem Maß-
nahmenprogramm der Bundesregierung für
Nachhaltigkeit. Zudem gibt es 194 Stellplätze
in der für Mitarbeitende zugänglichen Tiefga- Abbildung 9: Badensche Straße 24, 10715 Berlin
rage (Nr. 23) und zahlreiche Fahrradständer im
Innen- und Außenbereich. Für die dienstlich
genutzten PKW steht eine Elektro-Ladesäule in der Tiefgarage zur Verfügung, vier weitere sind in
Planung (Errichtung Ende 2023). In der Liegenschaft sind 395 Mitarbeitende (Stand: Dezember 2022)
angesiedelt.
Der Standort ist ideal an den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) angebunden und liegt nahe
der Knotenpunkte des Regional- und S-Bahnhofes „Berlin Südkreuz“ und „Zoologischer Garten“. U-
Bahn und Bus halten direkt vor dem Gebäude. Mit dem Kfz ist die Liegenschaft von der Stadtauto-
bahn aus, in wenigen Minuten, zu erreichen.
Beide Gebäude wurden über die BImA angemietet.




2.3.4    Bonn, Graurheindorfer Straße 198


Außenstelle:
                                                          Der Liegenschaftskomplex in Bonn befin-
                                                          det sich auf einem 27.500 m² großem
                                                          Grundstück und weist im Vergleich zu den
                                                          anderen Standorten einige Besonderhei-
                                                          ten auf:
                                                          Die Campusfläche des Grundstücks wird
                                                          von einem Ministerium und vier weiteren
                                                          Behörden genutzt, welche auf verschie-
                                                          dene Gebäude aufgeteilt sind. Neben dem
                                                          BAMF befinden sich das BMI, das Statisti-
                                                          sche Bundesamt (StBA), die Behörde für
                                                          Kultur und Medien (BKM) sowie das Bun-
Abbildung 10: Graurheindorfer Straße 198, 53117 Bonn      desinstitut für Sportwissenschaft (BISp)
                                                          vor Ort.




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Das BAMF nutzt am Standort nur Flurflächen in zwei Ge-
bäuden (insgesamt 1.167,36 m²). Die 36 Mitarbeitenden
(Stand: Dezember 2022) teilen sich in diesen zwei Gebäu-
den auf. Insgesamt werden 15 Büros im Haus 5 (Souterrain)
und 19 Büros im Haus 6 (6. OG) vom BAMF für Verwal-
tungsaufgaben genutzt.
Schwerpunktmäßig ist folgendes Aufgabengebiet am
Standort verankert:
   •    Asylverfahren (ohne Kundenverkehr) einschließlich
        Unterstützung des Prozessbereiches der Außen-
        stelle Düsseldorf sowie Widerrufsprüfung.


Vor Ort befinden sich neben dem Multifunktionsraum ein
Besprechungsraum, ein Eltern-Kind-Zimmer sowie ein Ru-
heraum. Die vorhandene Kantine auf dem Campus wird von Abbildung 11: Haus 5
allen Behörden gemeinschaftlich genutzt und vom
Sozialring Bonn als Pächter betrieben.
Der Standort ist ideal an den öffentlichen Personennahver-
kehr angebunden. Die Haltestelle „Innenministerium in
Bonn“ befindet sich direkt vor der Pforte. Damit bestehen
hervorragende Bus- und Straßenbahnverbindungen sowohl
zu den umliegenden Bahnhöfen als auch zum Flughafen
Köln-Bonn (direkter Shuttle-Bus).
Zudem gibt es ausreichend Pkw-Stellplätze sowie mehrere
Fahrradparkflächen auf dem weitläufigen Gelände und in
der Tiefgarage. Eine Station zum elektrischen befüllen der
Fahrradreifen ist ebenso vorhanden.
                                                             Abbildung 12: Haus 6
Es handelt sich um eine bundeseigene Liegenschaft, die
über die BImA verwaltet wird.




2.3.5   Gießen, Lufthansastraße 13


Außenstelle im Ankunftszentrum, Landesasylstelle Hessen:
Der moderne Neubau in Gießen, der als Verwaltungsgebäude mit Besucherverkehr genutzt wird, be-
findet sich auf einem 4.358 m² großen Grundstück innerhalb der hessischen Erstaufnahmeeinrich-
tung. Die Mitvertragsfläche beträgt 4.428,71 m². Der Erstbezug durch das Bundesamt fand im Sep-
tember 2022 statt.




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                                                                       energetisch höchste Stan-
                                                                       dards, nicht nur im Hinblick
                                                                       auf den behindertengerech-
                                                                       ten Ausbau, sondern auch
                                                                       hinsichtlich der Gebäudesi-
                                                                       cherheit, Nachhaltigkeit und
                                                                       Wirtschaftlichkeit. Diese
                                                                       Anforderungen wurden
                                                                       durch das BAMF im Rahmen
                                                                       des Planungsprozesses ein-
                                                                       gebracht.
                                                                          Neben einer Photovoltaik-
                                                                          anlage auf dem Dach sowie
Abbildung 13: Lufthansastraße 13, 35394 Gießen                            anteiliger Dachbegrünung
                                                                          verfügt die Liegenschaft
über eine E-Ladeinfrastruktur, die in naher Zukunft vervollständigt wird (sechs Ladesäulen in Pla-
nung).
Die Arbeitsplätze selbst befinden sich in modern gestalteten und vollklimatisierten Räumen mit
elektrischen Außenjalousien und schallabsorbierenden aktiven Kühldeckenelementen. Vor Ort sind
ein großer Multifunktionsraum für Schulungen und Konferenzen, ein Eltern-Kind-Zimmer, zwei
kleine Konferenzräume sowie ein Ruheraum vorhanden.
Bei der Gebäudeplanung des Ankunftszentrums stand neben einer modernen Büro- und Standortpla-
nung und einem hohen Standard von Sicherheitskomponenten auch die Umsetzung von „Barrierearm
in allen Bereichen“ im Fokus. Das Bürogebäude weist einen hohen energetischen Standard auf und
ermöglicht die Sicherstellung von bestens strukturierten Abläufen innerhalb des Gebäudes. Weiterhin
konnte eine flächendeckende ergonomische Arbeitsplatzausstattung ermöglicht werden.
Die Anzahl der Mitarbeitenden belief sich im Dezember 2022 auf 136.
In der Außenstelle im Ankunftszentrum sind federführend folgende Aufgabengebiete verankert:
   •   Durchführung des Asylverfahren (mit Besucherverkehr)
   •   Teile der Fachbereiche Integration (z.B. Deutschförderung)
   •   Prozessbereich, Prozesskostenbereich
   •   AMIF (Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds)
   •   Qualitätssicherung Asyl
   •   Prozessführung Berufungsverfahren

Es sind 103 Pkw-Stellplätze sowie 37 Fahrradständer im Innen- und Außenbereich vorhanden. Der
Standort ist ideal an den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) angebunden. Es befinden sich
fußläufig die Buslinien 1 und 17 in unmittelbarer Nähe.
Das Gebäude wurde über die BImA angemietet.




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3 Umweltpolitik
3.1     Umweltleitlinien

Über die Einführung eines Umweltmanagementsystems nach der Europäischen EMAS-Verordnung
wollen wir unserer Vorbildfunktion gerecht werden und die Zielsetzungen der Bundesregierung hin zu
einer nachhaltigen Gesellschaft nachhaltig fördern. Als obere Bundesbehörde tragen wir eine hohe
Verantwortung und fühlen uns der Klimaneutralität in Deutschland besonders verpflichtet.




       Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ist dem Erhalt einer gesunden und
      lebenswerten Umwelt und dem Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen für
                    jetzige und zukünftige Generationen verpflichtet.



Aus diesen Vorgaben heraus haben wir folgende Leitlinien entwickelt, die zukünftig für unser Handeln
wegweisend sind:



 Die Erfüllung unserer Aufgaben ist unser oberstes Ziel. Deshalb muss die Dienst- und Arbeitsfä-
 higkeit zu jeder Zeit gewährleistet sein. Unterschiedliche Interessen in Bezug auf den Ressourcen-
 verbrauch müssen wir in ein ausgewogenes Verhältnis bringen.

 Wir unterstützen die Ziele des Klimaschutzes, des sorgsamen Umgangs mit den natürlichen Res-
 sourcen und der größtmöglichen Verringerung von Emissionen.

 Wir richten unsere Tätigkeiten an den geltenden Umweltstandards aus und halten insbesondere
 die einschlägigen Umwelt- und Sicherheitsvorschriften ein.

 Wir sind entschlossen, unsere Umweltleistung kontinuierlich/fortlaufend zu verbessern. Das Bun-
 desamt strebt einen sparsamen und umweltbewussten Umgang mit allen verwendeten Ressour-
 cen an.

 Wir erfassen, analysieren und visualisieren die Verbräuche von Ressourcen und Emissionen durch
 unsere Behörde. Aus den Analysen leiten wir konkrete Ziele und Maßnahmen ab, die zu einer
 größtmöglichen Vermeidung, Verringerung oder Beseitigung von Umweltbelastungen führen
 und überprüfen diese auf ihre Wirksamkeit. Das hierfür eingerichtete Umweltmanagementsystem
 unterziehen wir dabei einem fortlaufenden Verbesserungsprozess.

 Wir streben einen offenen Dialog und Erfahrungsaustausch an. Die Öffentlichkeit wird in regel-
 mäßigen Abständen, durch Veröffentlichung unserer Umwelterklärung, über umweltrelevante
 Tätigkeiten und ihre Auswirkungen informiert.




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Umwelterklärung 2023


3.2     Bindende Verpflichtungen

Eines der wichtigsten Ziele mit der Einführung von EMAS ist es Rechtssicherheit zu vermitteln.
Das BAMF hat mit Blick auf die rechtlichen Anforderungen alle relevanten umweltrechtlich
bindenden Verpflichtungen ermittelt und in einem standortübergreifenden Rechtsverzeichnis
zusammengetragen.
Zu diesen bindenden Verpflichtungen zählen sowohl alle umweltrechtlichen und umweltbehördlichen
Vorschriften, unter welche die Geschäftstätigkeiten des BAMF an seinen Standorten fallen, als
auch sämtliche verbindlichen Vereinbarungen, welche aus der Kontextbetrachtung abgeleitet
werden. Bei den umweltrechtlichen Vorschriften werden EU-, Bundes-, Länder- und
Kommunalregelungen beachtet. Neben dem umweltrechtlichen Teil werden auch alle
umweltrelevanten behördlichen Bescheide dokumentiert (u.a. Genehmigungen und Erlaubnisse).
Die Pflege des gebäudetechnischen Anteils der Rechtsvorschriften obliegt der BImA. Das BAMF
erhält jährlich für alle Standorte, ein von der BImA aktualisiertes Rechtsverzeichnis. Gesetze und
Vorschriften, welche den organisatorischen Dienstbetrieb betreffen, werden von den
Fachabteilungen eigen-verantwortlich verfolgt.
Die Einhaltung der umweltrechtlichen Anforderungen und bindenden Verpflichtungen an bzw.
durch das BAMF wird jährlich mittels einer Umweltbetriebsprüfung (internes Audit) kontrolliert. Bei
Abweichungen werden entsprechende Korrekturmaßnahmen eingeleitet (siehe auch 4.3.1.2).




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Umwelterklärung 2023


4 Umweltmanagement
4.1     Organisation und Dokumentation

Die Organisation und Struktur des Umweltmanagementsystems sind in einem Umwelthandbuch
(UMH) festgelegt. Daneben werden Prozesse und Verfahren im Detail durch Verfahrensanweisungen
(VA) beschrieben und gelenkt. Zur Gewährleistung des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KVP)
werden regelmäßige Umweltbetriebsprüfungen sowie Managementbewertungen im BAMF durchge-
führt.



4.2     Aufbauorganisation

Die oberste Leitung sowie die Führungskräfte tragen die entscheidende Verantwortung für die Wirk-
samkeit des Umweltmanagementsystems und der Verbesserung der Umweltleistung.
In die Aufbauorganisation des Umweltmanagements sind Mitarbeitende aus verschiedenen Organisa-
tionseinheiten eingebunden. So lassen sich die Ergebnisse zur kontinuierlichen Verbesserung der Um-
weltleistung direkt in die Geschäftsprozesse integrieren.




Abbildung 14: Organigramm des Umweltmanagementsystems




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Umwelterklärung 2023


4.2.1   Umweltausschuss (UMA)
Der Umweltausschuss (UMA) ist das oberste Entscheidungsgremium. Der UMA setzt sich aus der
Führungsebene, bestehend aus dem/der Vizepräsident/in, Abteilungsleitung 1 und Gruppenleitung
12, zusammen. Er vermittelt die Bedeutung des Umweltmanagementsystems und lebt diese vor. Der
UMA prüft und bewertet die Eignung, Angemessenheit sowie Wirksamkeit des Umweltmanagement-
systems und entscheidet über die Freigabe erarbeiteter Schritte, Ergebnisse und Maßnahmen. Der
UMA führt regelmäßig die Managementbewertung durch.

4.2.2   Umweltbeauftragte (UMB)
Die Stelle der/des Umweltbeauftragten (UMB) erfüllt die in der EMAS-Verordnung geforderten An-
forderungen der/des Umweltmanagementbeauftragten. Die verantwortungsvolle Aufgabe der/des
UMB wird von der Referatsleitung 12F "Immobilienmanagement-Zentrale, Umweltmanagement"
wahrgenommen. Sie/er verantwortet und koordiniert die Einführung und Aufrechterhaltung des Um-
weltmanagementsystems, leitet das Umweltteam und ist die zentrale Ansprechperson für das Um-
weltmanagement im BAMF. Sie/er ist das Bindeglied zwischen dem (erweiterten) Umweltteam und
UMA. Die/der UMB sorgt für die Organisation und Durchführung regelmäßiger, interner Umweltbe-
triebsprüfungen und ist verantwortlich, dass Korrekturmaßnahmen aus den internen Umweltbe-
triebsprüfungen und Audits überwacht und die betroffenen Parteien zur Umsetzung angehalten wer-
den.

4.2.3   Umweltteam (UMT)
Das Umweltteam (UMT) erarbeitet und steuert unter der Leitung der/des UMB die einzelnen Schritte
der Systemeinführung und unterstützt dessen Aufrechterhaltung. Das UMT ist zuständig für die Er-
fassung und Dokumentation aller umweltrelevanter Daten und Kennzahlen. Das Umweltteam be-
steht aus Mitarbeitenden des Referats 12F "Immobilienmanagement-Zentrale, Umweltmanagement".
Aufgrund diverser Schnittstellen innerhalb des Referates können so zügig themenübergreifende Auf-
gaben und Fragestellungen in den Bereichen Liegenschaften, Arbeits- und Brandschutz bearbeitet
werden.

4.2.4   Erweitertes Umweltteam (EUMT)
Im erweiterten Umweltteam (EUMT) sind Mitarbeitende aus allen Organisationseinheiten des Bun-
desamtes vertreten, die auf Grund ihrer originären Aufgabenwahrnehmung einen Bezug zum Um-
weltmanagementsystem und einen relevanten Einfluss auf die Umweltleistung des BAMF haben. So
wird sichergestellt, dass alle für das Umweltmanagement bedeutsamen Bereiche in den gesamten
Prozess eng eingebunden sind.

4.2.5   Umweltlogo
Die Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind zentrale Be-
standteile des Selbstverständnisses des BAMF und sollen bei der Kor-
respondenz ebenfalls betont werden. Zu diesem Zweck wurden alle
Auszubildenden zu einem Ideenwettbewerb aufgerufen, ein Symbol
zum Thema "Umweltmanagement des Bundesamtes" zu entwerfen,
welches bei Publikationen des Umweltmanagements abgebildet
werden soll. Nach Eingang verschiedenster innovativer und
kreativer Vorschläge, hat eine fachbereichsübergreifende Jury die
„Recycle-Bee“ als das Gewinner-Logo bestimmt.                          Abbildung 15: „RecycleBee“




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