21-07-02-an-drv-bund-wg-beauftragung-bar-zur-abfrage-von-long-covid-daten-bei-reha-kliniken-21-07-01-long-covid-anschreiben-bar-auftrag-va3-ivb5-geschwaerzt
Dieses Dokument ist Teil der Anfrage „Korrespondenz mit der DRV Bund zum Thema Long Covid und ME/CFS“
Bundesministerium für Arbeit und Soziales, 11017 Berlin , LL.M.
Leiterin der Abteilung
Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation e. V. Teilhabe, Belange von Menschen mit
Die Geschäftsführerin Behinderungen, Soziale Entschädigung,
Frau Prof. Dr. Sozialhilfe
Solmsstraße 18
Wilhelmstraße 49, 10117 Berlin
60486 Frankfurt am Main Postanschrift: 11017 Berlin
Tel. +49 30 18 527-
Fax +49 30 18 527-
@bmas.bund.de
Berlin, . Juli 2021
Long COVID - Auswirkungen auf Rehabilitation und Teilhabe / Bestandsaufnahme
Sehr geehrte Frau Professorin ,
nach über einem Jahr Pandemie ist das Ausmaß der Spätfolgen nach überstandener
Covid-19-Erkrankung noch relativ unbekannt. Gleichwohl gewinnt das Thema Long
COVID und damit verbundene Fragestellungen auf allen Ebenen an Relevanz.
Nach aktuellem Verständnis ist Long COVID eine klinische Diagnose, basierend auf einer
COVID-19-Erkrankung oder einer SARS-CoV-2-Infektion sowie einer fehlenden
vollständigen Genesung und/oder Entwicklung einiger neuer Symptome, deren
Zusammenhang mit der stattgefundenen akuten COVID-19-Erkrankung bzw. SARS-CoV-
2-Infektion vermutet wird. Das Beschwerdebild von Long COVID ist sehr vielfältig. Fest
steht, die Krankheit hat Auswirkungen auf die Reha- und Versorgungslandschaft in
Deutschland. Im Hinblick auf die bisher nur symptomorientierte Versorgung wurden
Engpässe bislang nicht angezeigt.
Dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) ist es ein zentrales Anliegen,
einen Überblick über die rehabilitative Versorgungslage zur Behandlung von Long
COVID-Betroffenen zu haben. Rehabilitationsdienste und -Einrichtungen von Long COVID
Patientinnen und Patienten müssen - auch zukünftig - in ausreichender Anzahl und
Qualität zur Verfügung stehen. Auch für die Erkrankten selbst sowie für Forschungs- und
Seite 2 von 2 Weiterentwicklungsbedarfe der medizinischen Rehabilitation im Zusammenhang mit Long
COVID sind nähere Informationen wichtig.
Daher bitte ich Sie - angelehnt an Ihre Aufgaben (§ 39 Abs. 2 Nr. 8 und 9 SGB IX) -
Informationen zu den Themenfeldern I. Fallzahlen und Nachfrage, II. Angebote, III.
Erfahrungen sowie IV. Weiterentwicklungsaspekten im Bereich der medizinischen
Rehabilitationseinrichtungen zu Long COVID zu erheben.
In der Anlage zu diesem Schreiben finden Sie aus Sicht des BMAS besonders relevante
Fragestellungen zur rehabilitativen Versorgung von Long COVID-Betroffenen.
Ob eine Vollerhebung oder eine stichprobenartige Erhebung erfolgen sollte, bitte ich Sie,
im Rahmen Ihrer Expertise selbst zu entscheiden. Sollte eine stichprobenartige Erhebung
erfolgen, bitten wir Sie dabei alle Indikationen der medizinischen Rehabilitation
einzubeziehen. Um etwaige Doppelerhebungen zu vermeiden, wäre es hilfreich, wenn Sie
sich mit den Reha-Trägern, die Leistungen der medizinischen Rehabilitation erbringen
bzgl. der Ausformulierung der Fragen abstimmen würden.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation e.V. (BAR) ist bei Reha-Trägern und
Leistungserbringern gleichermaßen gut vernetzt und eine starke Partnerin, wenn es um
die Themen Teilhabe und Rehabilitation geht. Entsprechend dankbar bin ich für Ihre
Unterstützung bei der Informationsgewinnung.
Aus meiner Sicht wäre es zudem zu begrüßen, wenn die BAR als gemeinsame Plattform
der Reha-Träger - aufbauend auf die Ergebnisse der Anfrage - eine Informationsseite mit
entsprechenden Long COVID-Angeboten erstellt und auf ihrer Website veröffentlicht.
Aufgrund der Relevanz des Themas für das BMAS würden wir uns freuen, wenn Sie uns,
falls möglich, in acht Wochen erste Ergebnisse übersenden könnten.
Herzlichen Dank im Voraus.
Freundliche Grüße
Im Auftrag
R:\Va3_D\Winword (ab 1-6-2011)\- 58600 Med. Fragen d. Reha\Long-Covid\21-07-01_Long-
Covid_Anschreiben_BAR_Auftrag_Va3_IVb5.docx