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Dieses Dokument ist Teil der Anfrage „Veröffentlichung Machbarkeitsstudien Reaktivierung von Schienenstrecken in Nordhessen

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Planfall 1a – RegioTram Expresslinie




Abbildung 13: Planung der Verlängerung des bestehenden Außenbahnsteiges für die RegioTram




                Helsa

In Helsa befindet sich an der Bahnhofstraße ungefähr bei km 26+100 eine Straßen-
bahnhaltestelle mit zwei Außenbahnsteigen an den Gleisen 142 und 144. Südwest-
lich des Gleises 144 verläuft das am Bahnhof Helsa durchgehende Gleis der Los-
setalbahn (145). Aus Kassel kommend zweigt bei km 25+971 über die Weiche 201
das nach Hessisch-Lichtenau führende Gleis 144 ab. Laut aktueller Planung von
ZPP Lauplan (Streckenband Variante 2.3 vom 18.05.2017) ist die Einfahrt in den
Bahnhof dort mit 40 km/h geplant. Zur Beschleunigung wird vorgeschlagen in die-
sem Bereich eine für 60 km/h zulässige neue Weiche (EW 500) einzubauen.




Abbildung 14: Bahnhof Helsa (Blickrichtung Kassel)8


Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten ist der Weicheneinbau mit einer Versetzung
um ca. 33 m in Richtung Kassel ohne größere Eingriffe möglich. Anzupassen sind

8   rechte Bildseite: Gleise der Straßenbahn, linke Bildseite: EBO-Gleis der Lossetalbahn




 TTK GmbH 03/21                                                                                       Seite 32/98
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im Wesentlichen die Gleislagen 141 und 143, die Oberleitung sowie geringfügig der
nordöstlich gelegene PKW-Parkplatz. Hier fällt wahrscheinlich die gleisnahe Park-
reihe künftig weg bzw. die dortige Parkstandanordnung muss neu geplant werden.
Überschläglich ist durch die neue Weiche mit einer Zeiteinsparung von ca. 10 Se-
kunden zu rechnen.




Abbildung 15: Verschiebung Weiche W201 am Bahnhof Helsa (in Richtung Kassel)


In Fahrtrichtung Hessisch-Lichtenau führen nach der Haltestelle Bahnhof Helsa die
Weichen 202 und 203 die Gleise 144 und 145 wieder zu einer eingleisigen Strecke
zusammen. Hier ist insbesondere der Ersatz der Weiche 203 durch eine mit
80 km/h befahrbare Weiche sinnvoll. Dies ist ebenfalls mit einer Weichenverlegung
möglich. Die neue Weiche befindet sich heute vor dem Bahnübergang km 26,2 und
verschiebt sich um ca. 88 m in den Bereich zwischen BÜ und der B451 (auf
ca. km 26+334). Der eingleisige Bahnübergang wird somit künftig zweigleisig. Das
Gelände nach dem BÜ selbst ist unbebaut und kann so für die Verschiebung ge-
nutzt werden. Die Weiche 202, welche die Verbindung der Gleise 142 und 144 her-
stellt, muss in diesem Zuge ebenfalls mit verschoben werden. Die neue Lage der
Weiche ergibt sich u.a. aus dem zu berücksichtigenden Durchrutschweg. Eine
(wünschenswerte) Einfahrt in den Bahnhof Helsa aus Richtung Hessisch-Lichtenau
mit 60 km/h hätte jedoch zur Folge, dass ein ca. 100 m langer Durchrutschweg bis
zur Weiche 202 notwendig ist. Dadurch würde aber der BÜ km 26,2 dreigleisig wer-
den und die Weiche im Bahnübergang sich befinden. Dieser Aufwand einschließlich
des dann wahrscheinlich vollständig wegfallenden PKW-Parkplatzes im Bereich
Bahnhofstraße/ Im Schottenhof wird aus Gründen der nicht gegebenen Verhältnis-
mäßigkeit nicht empfohlen. Bei einer Geschwindigkeit von 40 km/h würde jedoch
der zu berücksichtigende Gefahrpunktabstand (Durchrutschweg) 50 m betragen.
Somit kommt die verschobene Weiche 202 vor dem Bahnübergang auch künftig
zum Liegen (ca. km 26+200).

Die neue Infrastruktur in Helsa würde somit eine Verschiebung und einen Neubau
der Weichen 201, 202 und 203 beinhalten. Aus Kassel kommend wäre dann eine
abgestufte Geschwindigkeit von 60 km/h auf 40 km/h möglich (IST-Zustand
40 km/h auf 20 km/h). Damit würde die Einfahrgeschwindigkeit um jeweils 20 km/h




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heraufgesetzt werden können. Die Ausfahrt in Richtung Hessisch-Lichtenau erfolgt
über den geraden Strang der Weiche 202 mit 80 km/h. Hierdurch ergibt sich trotz
entsprechender Umbaukosten eine sinnvolle Zeiteinsparung.




Abbildung 16: Verschiebung Weichen W202 und W203 am Bahnhof Helsa (in Richtung Hessisch Lichtenau)


Der Auftragnehmer hat aufgrund der Gleislagen den Vorschlag unterbreitet, für die
RegioTram am Gleis 145 einen eigenen Haltepunkt zu errichten. Diese Variante
wurde jedoch vom Auftraggeber verworfen, da am Gleis der Lossetalbahn weiterhin
von einer Nutzung mit Güterverkehr ausgegangen werden soll. Die Festlegung des
Auftraggebers ist nochmals zu überdenken, da sie dem Zustand am Bahnhof Ober-
kaufungen widerspricht. Dort ist genau die für Helsa abgelehnte Situation gegeben.
Daher ist dieses Vorgehen an dieser Stelle nicht konsistent. Sollte der heutige Zu-
stand ohne Güterverkehr auch künftig weiter bestehen bleiben, dann wäre eine
Nutzung des durchgehenden Gleises in Verbindung mit einem Außenbahnsteig in
der Variante 1a die betrieblich schnellste Möglichkeit.


             Abschnitt zwischen Helsa Waldhof und
             Helsa Eschenstruth

Aus Gründen der betrieblichen Stabilität wurde von Seiten des NVV eine Verlegung
der Kreuzung der RegioTram nach Helsa Fürstenhagen vorgeschlagen. Die Not-
wendigkeit ergibt sich aus der geplanten Beschleunigung der Trasse vor
Helsa Fürstenhagen und der sich daraus verschiebenden Kreuzung in Richtung
des Bahnhofs Helsa Eschenstruth. Im Gegensatz zu den Planfällen 1b und 3 ist
aus betrieblichen Erfordernissen ein neuer zweigleisiger Abschnitt zwischen
Helsa Waldhof und Helsa Eschenstruth notwendig. Nach der vorhandenen Halte-
stelle in Helsa Waldhof wird eine neue Weiche (EW 760) und anschließend ein
zweites Gleis (Abstand 4 m) bis zum Halt in Helsa Eschenstruth errichtet. Somit
ergibt sich ein neuer ca. 650 m langer zweigleisiger Abschnitt. Neben der ebenfalls
neu zu errichtenden Oberleitung sind Anpassungen an den Signalstandorten und
an der Signaltechnik notwendig. Die Gleislage wird dahingehend vorgegeben, dass
bahnlinks in unmittelbarer Nähe die B7 verläuft und bahnrechts nach der Haltestelle




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Helsa Waldhof die Losse die Bahn quert und auf der Ostseite parallel zum geplan-
ten zweiten Gleis nach Süden verläuft. Hier ist im Weiteren der einzuhaltende Ge-
wässerrandschutzstreifen einzuhalten. Dies kann zu einer Umverlegung des Was-
serlaufs der Losse führen. Nähere Angaben sind aufgrund fehlender Vermessung
in dieser Betrachtung aber nicht möglich.




Abbildung 17: Verlängerung zweigleisiger Abschnitt zwischen Helsa Waldhof und Helsa Eschenstruth




             Hessisch-Lichtenau

In Hessisch-Lichtenau befindet sich der künftige Endhalt der RegioTram im Zent-
rum an der heutigen Straßenbahnhaltestelle Bürgerhaus. Diese liegt an der Ost-
seite des örtlichen Festplatzes an der Friedensstraße.




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Abbildung 18: Bestehende Straßenbahnhaltestelle in Hessisch-Lichtenau


Für alle Planfälle ist ein Umbau der bestehenden Haltestelle erforderlich. In den Va-
rianten 1a, 2a, 2b und 3 ist der vorhandene bahnrechte Außenbahnsteig der Stra-
ßenbahn um ca. 20 m in östlicher Richtung zu verschieben. Diese Notwendigkeit
ergibt sich aus der einzubauenden Weiche bei km 35+700 für den Anschluss des
zusätzlich vorgesehenen zweiten Gleises (Länge ca. 150 m). Das zweite Gleis er-
möglicht im Falle von Betriebsstörungen eine Umfahrung der Haltestelle der Stra-
ßenbahnlinie 4 durch die RegioTram. Für die RegioTram neu herzustellen ist ein
neuer Außenbahnsteig von 80 m Länge an der Westseite des neuen Gleises. Die
Einstiegshöhe beträgt 38 cm, die Breite 2,50 m.

Den neuen Gegebenheiten entsprechend sind vor Kopf vier Zugänge zu den Au-
ßenbahnsteigen herzustellen. Diese können beispielsweise aus barrierefreien Ram-
pen bestehen. Alternativ können auch zwei Rampen durch Treppen ersetzt werden.

Am Zugang Ost ist ein Reisendenüberweg zur Verbindung der beiden Bahnsteige
erforderlich. Das neu errichtete zweite Gleis verschwenkt anschließend bei
km 35+850 über eine neue zweite einzubauende Weiche wieder auf die beste-
hende Straßenbahnstrecke.




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Abbildung 19: Planung der Bahnsteige für die RegioTram in Hessisch-Lichtenau



Variante Hessisch-Lichtenau Ost mit P+R

Anstelle einer Endhaltestelle im Bereich des Festplatzes (siehe vorheriger Ab-
schnitt) wurde vom Auftragnehmer ein alternativer Standort im Osten von Hessisch-
Lichtenau aufgezeigt. Hierbei ist eine Nutzung der momentan stillgelegten parallel
zur Leipziger Straße verlaufenden Bahntrasse vorgesehen. Eine Reaktivierung der
Trasse und eine Wiederherstellung der Bahnanlage wäre in dieser Variante erfor-
derlich. Im Bereich der im Osten von Hessisch-Lichtenau ansässigen Gewerbe-
und Lebensmittelgeschäfte kann auf Höhe der Kreuzung Leipziger Straße/ Richard-
Wolff-Straße eine neue Haltestelle mit angrenzendem P+R-Parkplatz errichtet wer-
den. In dieser Variante ließe sich ein zusätzliches Potenzial sowohl an Mitarbeitern
der angrenzenden Gewerbe als auch über Nutzer des P+R-Angebotes erzielen. Zu-
gleich ließe sich der östliche Bereich von Hessisch-Lichtenau erschließen, während
das Zentrum weiter über die Straßenbahnanbindung erreichbar bliebe. Die vorge-
stellte Variante wurde von den Teilnehmern der Projektrunde diskutiert, aber auf-
grund von Fragestellungen u.a. zu den tariflichen Aspekten verworfen. Auch könnte
es für SPNV-Kunden ein Nachteil darstellen zwei Endstellen in Hessisch-Lichtenau
zur Verfügung zu haben. Der Vorschlag wird daher aus den genannten Gründen
nicht weiterverfolgt.


             Kostenschätzung

Die geschätzten Kosten für die Infrastrukturmaßnahmen des Planfall 1a können der
nachfolgenden Übersicht entnommen werden:




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                                           Maßnahme                                    Kostenschätzung

           Austausch verschließbare Weiche                                                        225.600,00 €
           Bahnhof Niederkaufungen                                                                520.000,00 €
           Umfahrung Kaufungen Ertüchtigung auf 80 km/h                                         1.868.000,00 €
           Bahnhof Oberkaufungen                                                                   95.000,00 €
           Bahnhof Helsa                                                                        1.730.000,00 €
           Helsa Waldhof bis Helsa Eschenstruth Verlängerung 2-gleisiger Abschnitt              1.392.000,00 €
           Hessisch-Lichtenau Haltestelle Bürgerhaus (2 Außenbahnsteige)                          908.000,00 €
           Leit- und Sicherungstechnik (in 1a von ZPP LauPlan)                                          0,00 €

                                                                   Zwischensumme I              6.800.000,00 €

       30% Unvorhergesehenes/ Risiken                                                           2.040.000,00 €

                                                                   Zwischensumme II             8.840.000,00 €

       25% Planungs-, Verwaltungs- und Baunebenkosten                                           2.210.000,00 €

                                                                       Summe (netto)           11.100.000,00 €


Tabelle 3: Maßnahmen und Kosten Planfall 1a


In den Maßnahmen sind die Bau- und Planungskosten aufgrund von Erfahrungs-
werten vergleichbarer Projekte sowie basierend auf den Kennwerten des Kosten-
kennwertkatalogs der DB AG geschätzt worden. Die Angaben zur Leit- und Siche-
rungstechnik basieren auf den erstellten Signallageplänen im Abschnitt bis Kaufun-
gen Papierfabrik. Im Abschnitt Kaufungen Papierfabrik bis Hessisch-Lichtenau wur-
den keine Kosten für die LST ermittelt, da hier die Planung bei ZPP LauPlan liegt.

Die Ansätze für die Risikopauschale und die Planungskosten sind den Vorgaben
der Standardisierten Bewertung entnommen.

Zu den Investitionskosten sind der Vollständigkeit halber noch die Kostenzuschläge
für Unvorhergesehenes/ Risiken und Planungs-, Verwaltungs- und Baunebenkos-
ten anzusetzen. Der nachfolgenden Tabelle können die anzusetzenden Werten für
Unvorhergesehenes für den Planungsstand einer Machbarkeitsstudie entnommen
werden.

     erreichter Planungsstand                        HOAI- Leistungsphase                       Kostenzuschlag

    Machbarkeitsstudie                                                1                                  30 %

    Vorplanung                                                        2                                  20 %

    Entwurfsplanung                                                   3                                  10 %

    Genehmigungsplanung                                               4                                  5%

Tabelle 4: Richtwerte für Kostenzuschläge für Unvorhergesehenes/ Risiken bei den Investi-
tionen in die ortsfeste Infrastruktur des Mitfalls in Abhängigkeit vom Planungsstand 9

Für die anzusetzenden Planungs-, Verwaltungs- und Baunebenkosten kann eine
realistische Größe für den Aufwand in Höhe von ca. 25 % der Baukosten angenom-
men werden. Der Ansatz von 25 % ist ein durchschnittlicher Erfahrungswert, wobei
der tatsächliche Aufwand nicht zuletzt auch je nach Bauherr/ Infrastrukturbetreiber

9Standardisierte Bewertung von Verkehrsinvestitionen im schienengebundenen öffentlichen Personennahverkehr,
2016




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bzw. je nach anzuwendendem Regelwerk deutlich schwanken kann (Bandbreite
ca. 18 % bis 35 %). Im Rahmen der Standardisierten Bewertung können allerdings
letztlich hier nur 10 % angesetzt werden.


5.2        Betrieb

              Betriebskonzept

Die Züge der RT5 verkehren stündlich zwischen Melsungen und Hessisch-Lich-
tenau, zwischen Platz der Deutschen Einheit und dem Bahnhof Oberkaufungen als
Expressverbindung. Die Fahrlage ist an die Trassenlage zwischen Melsungen und
Kassel Hauptbahnhof im Bestandsfahrplan der RT5 gebunden. Unter Einbeziehung
der errechneten Fahrtzeit im Stadtgebiet Kassel (Express), muss die Abfahrt bzw.
Ankunft in Kaufungen Papierfabrik in diesem Planfall daher zur Minute 00 erfolgen.

Die Linie 4 verkehrt weiterhin mit Bedienung aller Unterwegshalte im 15-Minuten-
Takt bis Bahnhof Oberkaufungen. Pro Stunde verkehren zwei Fahrten darüber hin-
aus bis Helsa, eine Fahrt bis Hessisch-Lichtenau. Die Abfahrtszeiten in Kaufungen
Papierfabrik entsprechen dem Bestandsfahrplan.




Abbildung 20: Ausschnitt aus dem Bildfahrplan Planfall 1a, Grüne Linie = RT5, Pinke Linie = Linie 4


Die Wendezeit in Hessisch-Lichtenau beträgt 6 Minuten für die RegioTram, 15 Mi-
nuten für die Straßenbahn. Die Züge der RegioTram kreuzen sich untereinander in
Kaufungen Papierfabrik, die Zugkreuzung mit der Straßenbahn erfolgt im Bereich
Helsa Eschenstruth.




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Auf der Relation Kassel Stadtmitte – Hessisch-Lichtenau wird bei den Expressfahr-
ten durch die Nutzung der Umfahrung Kaufungen, dem Auslassen von Unterwegs-
halten sowie aufgrund einzelner Infrastrukturmaßnahmen eine Fahrtzeitersparnis
von ca. 6 Minuten im Vergleich zum Status quo erreicht.

                                  Fahrtzeit               Fahrtzeit                 Fahrtzeit
 Linie                       Platz d. Dt. Einheit      Papierfabrik –         Platz d. Dt. Einheit –
                               - Papierfabrik        Hessisch Lichtenau       Hessisch Lichtenau

 Tram 4                             10-11                     32                       42-43

 Tram 8                             10-11                      -                          -

 RT 5                                 9                       27                         36

Tabelle 5: Fahrtzeiten Planfall 1a (Spannweiten = unterschiedliche Fahrtzeiten je nach Fahrtrichtung)


Die Beförderungszeit zwischen dem Platz der Deutschen Einheit und Hessisch-
Lichtenau Bürgerhaus reduziert sich auf 36 Minuten. Zusätzlich wird eine umsteige-
freie Verbindung zwischen Kassel Hauptbahnhof und dem Untersuchungsraum ge-
schaffen, die Beförderungszeit zwischen dem Hauptbahnhof in Kassel und Hes-
sisch-Lichtenau Bürgerhaus reduziert sich von bisher 56 Minuten auf 45 Minuten.


            Mengengerüst

Die Betriebszeiten der RT5 sind an Montagen bis Freitagen von ca. 5:00 bis 23:00
Uhr, an Samstagen von ca. 6:00 bis 23:00 Uhr und an Sonntagen von ca. 7:00 bis
23:00 Uhr. An Montagen bis Freitagen zwischen 7:00 und 21:00 Uhr und an Sams-
tagen zwischen 10:00 und 17:00 Uhr verkehren zudem stündliche Kurzläufer bis
Leipziger Platz, so dass zwischen Melsungen und Kassel wie im Status quo ein 30-
Minuten-Takt besteht.




Tabelle 6: Betriebliches Mengengerüst Planfall 1a


Pro Jahr steigen die Fahrplankilometer der RT5 um 329.133 km. Die Fahrzeuge
vom Typ Alstom RegioCitadis können nach EBO betrieben werden und sind für den




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Betrieb im Untersuchungsraum geeignet. Angenommen, dass jede Fahrt in Ein-
fachtraktion gefahren wird, wird ein neues Fahrzeug benötigt um einen zusätzlichen
Umlauf bedienen zu können.10

Durch den Wegfall einzelner Straßenbahnverbindungen zwischen Oberkaufungen
und Hessisch-Lichtenau reduzieren sich die Fahrplankilometer der Straßenbahnli-
nie 4 im Vergleich zum Ohnefall um 103.400 Kilometer. Es wird ein Umlauf einge-
spart.




10 Sämtliche Werte bezüglich der Änderung des Fahrzeugbedarfs in dieser Studie verstehen sich unter der verein-
fachten Annahme von Einfachtraktionen auf allen Kursen und ohne Berücksichtigung einer etwaigen Reserve.




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