endbericht-machbarkeitsstudie-waldkappeler-bahn-final
Dieses Dokument ist Teil der Anfrage „Veröffentlichung Machbarkeitsstudien Reaktivierung von Schienenstrecken in Nordhessen“
Planfall 3 - RegioTram Expresslinien ab Kassel Wilhelmshöhe Abbildung 37: Planung Neubau Bahnhof Niederzwehren Nach der Errichtung des Bahnsteiges am bahnlinken Gleis verbleibenden zwei wei- tere Gleise, jeweils ein Gleis bahnrechts und in mittiger Lage in Niederzwehren. Die Nutzlänge entspricht jedoch nicht der künftig geforderten Länge von 740 m für Gü- terzüge. Das längere bahnlinke Gleis entfällt aufgrund des neuen Bahnsteiges für den Rangierbetrieb. Somit ist eine Verlängerung der zwei Gleise auf die notwen- dige neue Nutzlänge in Richtung Kassel-Wilhelmshöhe erforderlich. Die erste ab- zweigende Weiche beginnt bei km 5+750, die zweite Weiche liegt bei km 5+870. Somit verlängert sich der Abschnitt um ca. 400 m. Die neue Gleislänge ist dadurch für das Rangieren und Trennen der Güterzüge in diesem Bereich angepasst. Wei- tere Maßnahmen in diesem Bereich sind der Rückbau der zwei Bestandsweichen und die Anpassung der Signalisierung. Bezüglich der Kosten für diese Maßnahme müssen noch Abstimmungen mit der DB AG erfolgen. Die RegioTram benötigt den Gleisausbau nicht, jedoch würde sie mit dem neuen Halt in die bisherige Gleisnut- zung der DB eingreifen. Abbildung 38: Verlängerung 3-gleisiger Abschnitt am Bahnhof Niederzwehren Richtung Kassel Im Rahmen der Ortsbesichtigung wurde auch die Möglichkeit eines Halts am Ein- kaufszentrum „Dez“ begutachtet, welcher als Alternative anstelle des Halts in Nie- derzwehren eingerichtet werden kann. Aufgrund der dortigen Gleislagen und Signa- lisierungen ist die Errichtung eines Bahnsteiges am „Dez“ schwierig. Aus betriebli- cher Sicht ist der gewünschte Halt jedoch machbar, da die Zugkreuzung in Waldau und nicht in Niederzwehren stattfindet. Für den Halt „Dez“ wird ein Außenbahnsteig TTK GmbH 03/21 Seite 76/98
Planfall 3 - RegioTram Expresslinien ab Kassel Wilhelmshöhe
am bahnlinken Gleis auf Höhe der Knorrstraße vorgesehen. In westlicher Richtung
kann parallel zum Gleis ein ca. 200 langer Gehweg zum fußläufigen Anschluss an
die Frankfurter Straße hergestellt werden. Der Zugang zum „Dez“ erfolgt über die
Bahngleise. Hierfür ist an der Knorrstraße der vorhandene Bahnübergang (für Fuß-
gänger und Radfahrer) technisch zu sichern.
Kassel Messe
An Streckenkilometer 8+500 befindet sich bahnrechts die Messe Kassel. Hier ist im
Planfall 3 ein zusätzlicher Halt für Besucher der Messe gewünscht. Die Lage der
Bahntrasse und des künftigen Bahnsteiges ist jedoch topografisch sehr schwierig.
Die Bahn überquert die angrenzende Damaschkestraße mittels einer Stahleisen-
bahnbrücke. Vermessungen liegen zur Brücke nicht vor, jedoch ist bei einer LKW-
zulässigen Durchfahrtshöhe von mindestens 4,50 m zzgl. des Brückenaufbaus aus-
zugehen. Im weiteren Streckenverlauf liegt die Trasse dementsprechend auf einem
hohen Damm. Der Bahnsteig einschließlich der Zuwegung muss hierbei in gleicher
Dammhöhe sowie zwischen dem Gleis und der parallel verlaufenden Damasch-
kestraße gebaut werden. Die hohe Dammlage bedingt umfangreiche Stützkonstruk-
tionen. Der barrierefreie Zugang wird über eine Treppenanlage und eine Rampe er-
möglicht. Auf die Herstellung eines Aufzugs wird aus Kosten- und Instandhaltungs-
gründen verzichtet. Die Treppen werden an beiden Enden des Bahnsteiges ange-
ordnet und verfügen über vier Treppenläufe mit jeweils ca. zehn Stufen. Die exakte
Dimensionierung der Treppen inkl. der Podeste ist erst nach der Vorlage einer
Vermessung möglich. Bedingt durch die hohe Dammlage ergibt sich für die barrie-
refreie Zuwegung eine sehr lange Rampe. Der zu überwindende Höhenunterschie-
des liegt hier bei über 5 m. Die Rampe wird daher als zweiläufige Zuwegung mit ca.
18 Läufen zu je 6 m Länge, zusätzlich der notwendigen Ruhepodeste, geplant. Der
80 m lange Bahnsteig selbst kommt zwischen Bahn-km 8+475 und 8+555 zu lie-
gen. Die Lage ist unter anderem abhängig vom vorhandenen Deckungssignal bei
km 8+600. Dieses sollte, wenn möglich, nicht auf dem Bahnsteig stehen. Im Weite-
ren ist die Option einer Verlängerung des Bahnsteiges um 40 m zu berücksichtigen.
Aufgrund des Deckungssignals bei km 8+600 wird der Bahnsteig im Falle der Er-
weiterung in Richtung Kassel-Wilhelmshöhe verlängert.
TTK GmbH 03/21 Seite 77/98
Planfall 3 - RegioTram Expresslinien ab Kassel Wilhelmshöhe
Abbildung 39: Planung Neubau Haltestelle Kassel Messe
Die Haltestelle Kassel Messe ist zu einem späteren Zeitpunkt nochmals unter dem
Gesichtspunkt eines Bedarfshaltes zu betrachten und zu prüfen. Der nicht durch-
gängige Publikumsverkehr an der Messe könnte hier einen zeitlich begrenzt ge-
nutzten Halt ermöglichen. Für die weitere Umlaufzeit im Planfall wäre dies von Vor-
teil.
Waldau
Im Süden von Kassel führt die Lossetalbahn in einem Bogen um den dortigen See
„Fuldaaue“ nach Bettenhausen. Östlich der Gleise befindet sich ein Wohngebiet mit
potenziellen Fahrgästen. Deshalb sollte an dieser Stelle ein neuer Halt untersucht
werden. Die Lage ist insbesondere von den bestehenden Signalisierungen des
nachfolgend beginnenden Bahnhofes Bettenhausen sowie des vorher sich befindli-
chen Abzweiges zum GVZ Umschlagbahnhof abhängig. Zusätzlich wird dieser
Streckenabschnitt häufig von den Güterverkehren der Deutschen Bahn frequentiert.
Für den Güterverkehr zwischen Kassel-Wilhelmshöhe und Bahnhof Bettenhausen
ist aus betrieblicher Sicht eine Ausweichmöglichkeit zu schaffen. Diese Möglichkeit
wäre am künftigen Bahnhof Waldau gegeben. Hierzu wird bahnlinks ein zweites
Gleis auf ca. 1.000 m Länge errichtet. Das neue Gleis fädelt über eine neue einzu-
bauende Weiche bei km 9+500 aus und verschwenkt bei km 10+600 wieder auf die
alte Trasse zurück. Für das Umfahrungsgleis am Bahnhof Waldau ist die vorhan-
dene Signalisierung anzupassen. Aufgrund der Vorgaben eines Vorsignalabstan-
des von 700 m zum Hauptsignal ergeben sich neue Signale bei km 9+650, 10+350
und von Bettenhausen kommend bei km 10+804, 10+450 und 9+700. Eine Ver-
TTK GmbH 03/21 Seite 78/98
Planfall 3 - RegioTram Expresslinien ab Kassel Wilhelmshöhe schiebung der Umfahrung in Richtung Messe bzw. in Richtung Bahnhof Bettenhau- sen ist aufgrund der einzuhaltender Abstände nicht möglich. Aus Kassel kommend befindet sich das künftige Einfahrsignal des Bahnhofes Bettenhausen bei km 11+050. Dieses Signal muss gegenüber dem heutigen Ausfahrsignal bei km 11+000 um ca. 50 m verschoben werden. Somit lassen sich die notwendigen Ab- stände zur Weiche 1 im Bahnhof Bettenhausen als auch zur Weiche bei km 10+604 am Bahnhof Waldau einhalten. In Richtung der Messe Kassel ist die Signalisierung auf den dort vorhandenen Abzweig zum Industriegleisanschluss Waldau abzustim- men. Dabei bleibt das Deckungssignal bei km 9+000 bestehen. Somit kommt die Weiche der Umfahrung Waldau bei km 9+446 mit dem Grenzzeichen bei 9+500 zum Liegen. Die Signale sind so positioniert, dass sie 200 m Durchrutschweg zur nachfolgenden Weiche gewährleisten. Die Signalisierung lässt aufgrund der Ab- stände der Weichen und Signale kaum mehr als die geplante Aufstelllänge für Gü- terzüge von 740 m zu. Diese Vorgabe wurde von Seiten der DB AG zu Projektstart gemacht. Die geplante Signalisierung ist dem Lageplan „Waldau-Umfahrung Waldau“ zu entnehmen. Abbildung 40: Planung Umfahrung Waldau Wichtig für die Maßnahmen in Waldau in Planfall 3 ist die Einbindung in ein neu zu errichtendes DSTW am Bahnhof Bettenhausen. Im jetzigen Stellwerk ist eine Er- weiterung mit der neuen Signalisierung nicht mehr möglich. Eine in der Peripherie notwendige Anpassung betrifft den vorhandenen Waldauer Fußweg nördlich der B83. Durch die Erweiterung der Gleisanlage ist dieser ent- sprechend auf einer Länge von ca. 850 bis 900 m zu verlegen. Zusätzlich wird auf Höhe der Aral-Tankstelle an der Kreuzung B83/ Nürnberger Straße ein neuer Halt in Waldau angeordnet. TTK GmbH 03/21 Seite 79/98
Planfall 3 - RegioTram Expresslinien ab Kassel Wilhelmshöhe Abbildung 41: IST- Zustand in Waldau am künftigen Standort der Bahnsteige Über diesen können neue Fahrgastpotenziale aus der östlichen Wohnbebauung so- wie aus dem Freizeitverkehr an der Fuldaaue bzw. dem Bugasee erschlossen wer- den. Die Bahnsteige werden als Außenbahnsteige innerhalb des neu geplanten zweigleisigen Abschnittes angeordnet. Sie befinden sich ungefähr bei km 9+960 auf der Lossetalbahn. Aus betrieblichen Gründen ist im 30-Minuten-Takt des Planfalls 3 eine Kreuzungsmöglichkeit für den Personenverkehr notwendig, wobei hierbei we- niger Trassen für den Güterverkehr in Waldau zur Verfügung stehen. Im 60-Minu- ten-Takt ist dies nicht erforderlich. Hier würde ggf. ein Außenbahnsteig am Be- standsgleis ausreichen. Das Umfahrungsgleis ist auch im 60-Minuten-Takt für die Kreuzung des Güterverkehrs erforderlich und im anderen Takt für die Kreuzung der beiden RegioTram. Die Abmessungen der Bahnsteige entsprechen den Standard- maßen in dieser Studie. Von der östlichen Wohnbebauung wird eine Zuwegung über die B83 vorgesehen. Hierzu ist eine Anpassung des Verkehrsknoten B83/ Nürnberger Straße erforderlich. Geplant wird ein neuer gesicherter Fußgängerüber- weg mit einer Mittelinsel. Die Zuwegung führt dann Vor-Kopf barrierefrei von Nor- den aus auf den Bahnsteig. TTK GmbH 03/21 Seite 80/98
Planfall 3 - RegioTram Expresslinien ab Kassel Wilhelmshöhe
Abbildung 42: Planung Neubau Bahnhof Waldau
Der Zugang zu den Bahnsteigen ist über einen neuen Bahnübergang zu gewähr-
leisten. Der Bahnsteig ist optional noch um weitere 40 m in Richtung Kassel Messe
verlängerbar, sollte eine vom Auftraggeber angedachte Dreifach-Traktion der Fahr-
zeuge erforderlich werden. In diesem Fall ist jedoch eine Abstellmöglichkeit in Bet-
tenhausen einzurichten, da in der Weiterführung nach Hessisch-Lichtenau nur noch
in Zweifach-Traktion gefahren wird.
Bettenhausen
Im Planfall 3 ist ein neuer Halt am Bahnhof Bettenhausen vorgesehen. Als Lage
wird eine Reaktivierung an der ehemaligen Position am Gleis 1 vorgeschlagen.
Abbildung 43: Bahnhof Bettenhausen mit alter Bahnsteigkante (linke Bildseite)
TTK GmbH 03/21 Seite 81/98
Planfall 3 - RegioTram Expresslinien ab Kassel Wilhelmshöhe
Andere Lagen welche sonstige Eingriffe in die Gleisanlagen am Bahnhof oder ein
Gleisverkauf bedingen werden von der DB AG abgelehnt. Somit kommt nur eine
Anordnung im Bereich bei km 11+900 in Frage. In Fahrtrichtung Kassel kann das
bestehende Ausfahrsignal weiter genutzt werden. Ein neues DSTW wäre zwar für
diesen Halt somit nicht nötig, allerdings aber für die anderen Infrastrukturmaßnah-
men. Zur Geschwindigkeitserhöhung wird ein Rückbau der abzweigenden Wei-
chenverbindung des Hafengleises empfohlen. Die Zuwegung erfolgt über einen neu
anzulegenden Weg von der Leipziger Straße aus. Sie wird ungefähr bei
km 11+965 auf Höhe der Stop+Go Autowerkstatt angesiedelt. Die Grundstücks-
bzw. Wegerechtssituation ist noch mit den Eigentümern zu klären.
Das vorhandene Modulgebäude (keine Information über Art und Ausstattung vorlie-
gend) ist mitsamt seiner Ausrüstung zu versetzen.
Abbildung 44: Reaktivierung der Bahnhof Bettenhausen
Analog zum Planfall 2a ist zwischen dem Bahnhof Bettenhausen und Kaufungen
Papierfabrik eine Blockstelle einzurichten.
Ochshäuser Straße
Analog zum Planfall 2a wird auch im Planfall 3 eine neue Haltestelle an der Ochs-
häuser Straße vorgesehen. Die infrastrukturellen Maßnahmen entsprechen denen
des Planfalls 2a aus dem Kapitel 7.1.2.
Heinrich-Steul-Straße
Die infrastrukturellen Maßnahmen entsprechen denen des Planfalls 2a aus dem
Kapitel 7.1.4. Zusätzlich ist im Planfall 3 ein Systemwechsel notwendig. Der Ab-
schnitt ab dem Gleiswechsel bei km 15+200 ist als BOStrab eingestuft. Die Stra-
ßenbahn ist auch dort nur mit einer Oberleitung und 600 V zu betreiben. Die Losse-
TTK GmbH 03/21 Seite 82/98
Planfall 3 - RegioTram Expresslinien ab Kassel Wilhelmshöhe
talbahn verfügt jedoch über eine Oberleitung nach EBO mit 15 kV. Ein System-
wechsel unter Berücksichtigung der notwendigen Abstände wird für den Bereich ab
km 14+500 bis ca. km 14+700 empfohlen.
Abschnitt Kaufungen Papierfabrik bis Niederkaufun-
gen
Während der Ausbau bzw. die Verlängerung des heute zweigleisigen Streckenab-
schnittes zwischen Kaufungen Papierfabrik und Niederkaufungen in den Planfällen
1a, 1b, 2a und 2b nur aus Gründen einer Erhöhung der fahrbaren Geschwindigkeit
und einer verbesserten betrieblichen Stabilität empfohlen wird, ist der Ausbau im
Planfall 3 aus betrieblichen Gründen zwingend erforderlich. Dieses wird im Kapitel
Betrieb unter 9.2 näher erläutert. Die somit erforderlichen infrastrukturellen Maß-
nahmen für die Verlängerung des zweigleisigen Abschnittes entsprechen dann de-
nen des Planfalls 1a aus dem Kapitel 5.1.3.
Niederkaufungen
Die infrastrukturellen Maßnahmen entsprechen denen des Planfalls 1a aus dem
Kapitel 5.1.4.
Umfahrung Kaufungen
Die infrastrukturellen Maßnahmen entsprechen denen des Planfalls 1a aus dem
Kapitel 5.1.5.
Oberkaufungen
Die infrastrukturellen Maßnahmen entsprechen denen des Planfalls 1a aus dem
Kapitel 5.1.6.
Helsa
Die infrastrukturellen Maßnahmen entsprechen denen des Planfalls 1a aus dem
Kapitel 5.1.7.
TTK GmbH 03/21 Seite 83/98
Planfall 3 - RegioTram Expresslinien ab Kassel Wilhelmshöhe
Abschnitt zwischen Helsa Eschenstruth und Hes-
sisch-Lichtenau Fürstenhagen
Die infrastrukturellen Maßnahmen entsprechen denen des Planfalls 1b aus dem
Kapitel 6.1.8.
Hessisch-Lichtenau
Die infrastrukturellen Maßnahmen entsprechen denen des Planfalls 1a aus dem
Kapitel 5.1.9.
Kostenschätzung
Die geschätzten Kosten für die Infrastrukturmaßnahmen des Planfall 3 können der
nachfolgenden Übersicht entnommen werden:
Maßnahme Kostenschätzung
Verlängerung 3-gleisiger Abschnitt 1.950.000,00 €
Bahnhof Niederzwehren 445.000,00 €
Bft Niederzwehren Dez nur Option
Haltepunkt Kassel Messe 1.080.000,00 €
Umfahrung Waldau 2.361.000,00 €
Haltepunkt Waldau 1.041.000,00 €
Bahnhof Bettenhausen 356.000,00 €
BÜ Ochshäuser Straße 360.000,00 €
Bft Ochshäuser Straße 270.000,00 €
BÜ Forstfeldstraße 360.000,00 €
Haltepunkt Heinrich-Steul-Straße 324.000,00 €
Kaufungen Papierfabrik mit Gleiswechsel 1.491.000,00 €
Kaufungen Papierfabrik bis Niederkaufungen Verlängerung 2-gleisiger Abschnitt 1.133.000,00 €
Bahnhof Niederkaufungen 520.000,00 €
Umfahrung Kaufungen Ertüchtigung auf 80 km/h 1.868.000,00 €
Bahnhof Oberkaufungen (1 Außenbahnsteig) 95.000,00 €
Bahnhof Helsa 1.730.000,00 €
Helsa Eschenstruth bis H.-L. Fürstenhagen Verlängerung 2-gleisiger Abschnitt 4.647.000,00 €
Hessisch-Lichtenau Haltestelle Bürgerhaus (2 Außenbahnsteige) 908.000,00 €
Leit- und Sicherungstechnik 1.182.217,50 €
ESTW 0,00 €
Zwischensumme I 22.200.000,00 €
30% Unvorhergesehenes/ Risiken 6.660.000,00 €
Zwischensumme II 28.860.000,00 €
25% Planungs-, Verwaltungs- und Baunebenkosten 7.215.000,00 €
Summe 36.100.000,00 €
Tabelle 16: Maßnahmen und Kosten Planfall 3
TTK GmbH 03/21 Seite 84/98
Planfall 3 - RegioTram Expresslinien ab Kassel Wilhelmshöhe
9.2 Betrieb
Betriebskonzept
In diesem Planfall verkehrt eine neue Zweisystem RegioTram-Linie von Kassel
Hauptbahnhof über Kassel-Wilhelmshöhe, Kassel Messe und Kaufungen Papier-
fabrik bis nach Hessisch-Lichtenau Bürgerhaus. Im Rahmen dieser Studie wird der
Arbeitstitel „RT6“ genutzt. Die neue Linie verkehrt im Bereich zwischen dem Haupt-
bahnhof in Kassel und der Papierfabrik in Kaufungen über die Gleise der Lossetal-
bahn. Die Fahrlage ist an die Verfügbarkeit von Trassen im Abschnitt zwischen
Hauptbahnhof und Kassel-Wilhelmshöhe gebunden, hier verkehren verschiedene
Regionalbahnlinien sowie die RT5. Zudem müssen auf der DB Netz-Infrastruktur
zwischen Kassel-Wilhelmshöhe und Kaufungen Papierfabrik weiterhin ausreichend
Güterverkehrstrassen zur Verfügung stehen.
Die Linie 4 verkehrt weiterhin mit Bedienung aller Unterwegshalte im 15-Minuten-
Takt bis zum Bahnhof in Oberkaufungen. Pro Stunde verkehren zwei Fahrten dar-
über hinaus bis Helsa, eine Fahrt bis Hessisch-Lichtenau. Die Abfahrtszeiten an der
Papierfabrik in Kaufungen entsprechen dem Bestandsfahrplan. Die Linie 4 verkehrt
weiterhin mit Bedienung aller Unterwegshalte im 15-Minuten-Takt bis Bahnhof
Oberkaufungen. Pro Stunde verkehren zwei Fahrten darüber hinaus bis Helsa, eine
Fahrt bis Hessisch-Lichtenau. Die Abfahrtszeiten ab Kaufungen Papierfabrik ent-
sprechen dem Bestandsfahrplan.
In den Fahrplänen sowie bei der Berechnung des Mengengerüsts des Planfalls 3
wird zwischen einer Variante mit einem 60-Minuten-Takt (Grundtakt) der neuen Li-
nie RT6 sowie einer Variante mit zusätzlichen Verstärkerfahrten zwischen Kassel
Hauptbahnhof und Kaufungen Papierfabrik unterschieden.
TTK GmbH 03/21 Seite 85/98