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Dieses Dokument ist Teil der Anfrage „Veröffentlichung Machbarkeitsstudien Reaktivierung von Schienenstrecken in Nordhessen

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Variantenvergleich und Empfehlungen

                                                         Planfall    Planfall     Planfall     Planfall     Planfall
                                                            1a         1b            2a          2b            3
 Reisezeiteinsparung Stadtmitte - He. Li. [min]             6           5,5           6            6             2-4*
 Reisezeiteinsparung Kassel Hbf. - He. Li. [min]           11           5,5          11           11        3** / 6*
 Reisezeiteinsparung Kassel Wilhelmsh. - He. Li. [min]     13           5,5          13           13         17-18
                                                                *mit Umstieg, **ohne Umstieg, via Wilhelmshöhe

Tabelle 21: Einsparungen Reisezeit je Planfall im Vergleich zum Ohnefall (Spannweiten = unter-
             schiedliche Fahrtzeiten je nach Fahrtrichtung)


Es zeigt sich, dass sich in allen Planfällen deutliche Einsparungen der Reisezeit auf
den wichtigen Relationen ergeben. Dabei verbessert sich für das Lossetal insbe-
sondere die Anbindung zum Kassler Hauptbahnhof und nach Kassel-Wilhelms-
höhe, hier entstehen in den Planfällen 1a, 2a, 2b und 3 zusätzliche und schnelle Di-
rektverbindungen.

In allen Planfällen ist eine deutliche Ausweitung der Fahrplankilometer im Vergleich
zum Ohnefall geplant.




Tabelle 22: Betriebliches Mengengerüst Planfälle


Aufgrund der Verlängerung einzelner Fahrten der Linie 8 statt einer RegioTram-Li-
nie fallen die Mehrkilometer in Planfall 1b geringer aus als in den anderen Planfäl-
len. Die Mehrkilometer in Planfall 3 liegen deutlich höher als in den anderen Plan-
fällen, jedoch entsteht dabei ein zusätzliches ÖPNV-Angebots mit Erschließung
weiterer Stadtteile im Süden von Kassel.

In allen Planfällen stehen ausreichend Güterverkehrstrassen zur Verfügung.


10.3 Fazit und Empfehlung

Zusammenfassend wird festgestellt, dass die gewünschte Beschleunigung um
ca. 10 Minuten in keinem Planfall erreicht werden kann. Die infrastrukturellen und
betrieblichen Randbedingungen lassen maximal eine Einsparung von ca. 6 Minuten
zu. Größere Einsparungen an Fahrzeit sind entweder nur durch größere und somit
Einschränkungen oder kostenintensiven Maßnahmen an der Infrastruktur (Wegfall




 TTK GmbH 03/21                                                                                           Seite 94/98
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Variantenvergleich und Empfehlungen


von Haltestellen, umfangreicher Um- oder Neubau im Bestand bzw. an angrenzen-
den privaten Grundstücken) erzielbar. Die Verhältnismäßigkeit dieser Kosten in Be-
zug auf die Zeitersparnis ist daher an diesen Stellen fraglich.

Daher wird ein strategisches Stufenkonzept zur Umsetzung der vorgeschlagenen
Maßnahmen empfohlen.

Mittelfristig werden dabei in einer ersten Stufe die infrastrukturellen Maßnahmen
der Planfälle 1a oder 1b umgesetzt. Diese betreffen große Teile der Bestandsstre-
cke der heutigen Straßenbahn. Zudem sind insbesondere ab Kaufungen Papierfab-
rik die Maßnahmen im Folgenden auch bereits für die anderen Planfälle umgesetzt.
Der erreichbare Zeitgewinn steht hierbei jeweils in einem vertretbaren Verhältnis
zum geschätzten Aufwand (baulich und kostentechnisch).

In einer zweiten Phase können dann langfristig die Maßnahmen des Planfalls 3 er-
gänzend umgesetzt werden. Zeitlich bliebe hierbei genügend Raum, um mit der
DB AG Abstimmungen und ggf. Vereinbarungen zur Nutzung und Ausbaus der
Waldkappeler Bahn zu treffen. Besonders die Problematik des zu errichtenden
DSTW benötigt lange Vorlaufzeiten. Der so anschließend umgesetzte Planfall 3
würde gegenüber den Planfällen 2a und 2b zudem zusätzliche Potenziale in
Waldau, der Messe, ggf. am Dez und in Niederzwehren generieren. Auch neue und
schnellere Direkt- oder Umsteigeverbindungen sind hierbei realisierbar.

Generell ließe sich durch die Umsetzung der Planfälle die Attraktivität des ÖPNV im
Lossetal verbessern. Ob allerdings eine Zeiteinsparung von 6 Minuten eine ausrei-
chende verbesserte Konkurrenzfähigkeit zum PKW-Verkehr darstellt, kann zum jet-
zigen Zeitpunkt nicht abschließend beurteilt werden, insbesondere, da eine beglei-
tende Nachfrageuntersuchung noch nicht stattgefunden hat.




 TTK GmbH 03/21                                                               Seite 95/98
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Anlagen


11 Anlagen
Lagepläne



 1.1        Niederzwehren – Verlängerung 3-gleisiger Abschnitt

 1.2        Niederzwehren – Bf Niederzwehren

 1.3        Niederzwehren – Haltestelle Dez

 1.4        Kassel Messe – Haltepunkt Kassel Messe

 1.5        Waldau – Umfahrung Waldau

 1.6        Waldau – Haltestelle Waldau

 1.7        Bettenhausen – Anschluss Leipziger Straße

 1.8        Bettenhausen – Anschluss Ochshäuser Straße

 1.9        Bettenhausen – Bft Bettenhausen

 1.10       Bettenhausen – Bf Ochshäuser Straße

 1.11       Forstfeld – Haltepunkt Heinrich-Steul-Straße

 1.12       Kaufungen Papierfabrik mit Gleiswechsel und Wendeschleife

 1.13       Niederkaufungen – Verlängerung 2-gleisiger Abschnitt

 1.14       Niederkaufungen – Bf Niederkaufungen

 1.15       Kaufungen – Umfahrung Kaufungen mit V=80 km/h

 1.16       Kaufungen – Umfahrung Kaufungen mit V=90 km/h

 1.17       Kaufungen – Umfahrung Kaufungen mit V=100 km/h

 1.18       Oberkaufungen – Bf Oberkaufungen (1 Außenbahnsteig)

 1.19       Oberkaufungen – Bf Oberkaufungen (2 Außenbahnsteige)

 1.20       Helsa – Bf Helsa

 1.21       Helsa Waldhof – Helsa Eschenstruth – Neubau 2-gleisiger Abschnitt




 TTK GmbH 03/21                                                         Seite 96/98
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Anlagen



 1.22       Helsa Eschenstruth – Hessisch-Lichtenau Fürstenhagen – Verlänge-
            rung 2-gleisiger Abschnitt

 1.23       Hessisch-Lichtenau – Haltestelle Bürgerhaus (2 Außenbahnsteige)

 1.24       Hessisch-Lichtenau – Haltestelle Bürgerhaus (Mittelbahnsteig)



Signallagepläne



2.1         Planfall 2a

2.1.1       Streckenband Signalisierung 1 von 2

2.1.2       Streckenband Signalisierung 2 von 2



2.2         Planfall 2b

2.2.1       Streckenband Signalisierung 1 von 2

2.2.2       Streckenband Signalisierung 2 von 2



2.3         Bettenhausen Planfall 3

2.3.1       Streckenband Signalisierung 1 von 5

2.3.2       Streckenband Signalisierung 2 von 5

2.3.3       Streckenband Signalisierung 3 von 5

2.3.4       Streckenband Signalisierung 4 von 5

2.3.5       Streckenband Signalisierung 5 von 5




 TTK GmbH 03/21                                                            Seite 97/98
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Anlagen


Bildfahrpläne



 3.1        Planfall 1a

 3.2        Planfall 1b

 3.3        Planfall 2a

 3.4        Planfall 2b

 3.5        Planfall 3 (60-Minuten-Takt)

 3.6        Planfall 3 (30-Minuten-Takt)



Tabellenfahrpläne



 4.1        Linie RT5, Planfall 1a

 4.2        Linie 8, Planfall 1b

 4.3        Linie RT5, Planfall 2a

 4.4        Linie RT5, Planfall 2b

 4.5        Linie RT6, Planfall 3 (60-Minuten-Takt)

 4.6        Linie RT6, Planfall 3 (30-Minuten-Takt)

 4.7        Linie 4, alle Planfälle




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