20200925_Lagebild Gemeinsamer Krisenstab BMI-BMG
VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
1.2 AUSBRUCHSGESCHEHEN DER LETZTEN SIEBEN TAGE UND AKTUELL
FREIE INTENSIVKAPAZITÄTEN
1.2.1 KUMULATION ÜBER DIE LETZTEN SIEBEN TAGE PRO 100.000
EINWOHNER
QUELLE: GRAFIK BBK, ZAHLEN RKI, STAND 24.09.2020
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1.2.2 ÜBERSICHT STARK BELASTETER REGIONEN
Fälle/100.000 Einwohner/ Verfügbare Beurteilung
Region
7 Tage kumulativ* Intensivbetten**
SK Hamm 88,2 3.571
LK Dingolfing-Landau 58,2 781
SK Würzburg 45,4 1.353
SK München 45,1 663
LK Cloppenburg 44,9 889
SK Berlin Friedrichshain-Kreuzberg 43,6 474
SK Remscheid 43,2 3.769
LK Rhön-Grabfeld 42,7 965
SK Berlin Mitte 38,1 474
SK Gelsenkirchen 37,6 3.510
LK Vogtlandkreis 35,6 1.248
* LK/SK HAT DIE GRENZE VON 35 ÜBERSCHRITTEN, ** INTENSIVBETTENZAHL IM UMKREIS VON 100 KM,
VERFÜGBARE INTENSIVBETTEN SCHLIESSEN DEN BETRIEB DES BETTES EIN
OHNE EINSCHRÄNKUNGEN MIT EINSCHRÄNKUNGEN MIT ERHEBLICHEN EINSCHRÄNKUNGEN
QUELLEN: RKI, DIVI, BMG, DRK, STAND 24.09.2020
1.2.3 INFEKTIONSGESCHEHEN AM SITZ DER BUNDESREGIERUNG
Freie Intensiv- Freie Intensiv- 7-Tage BER Corona
Bestätigte Todes-
Diff.* kapazitäten vor kapazitäten Inzidenz Ampel
Fälle fälle
Ort 100 km Umkreis
Berlin 13.810 238 228 184 474 23,5
Bonn 1.168 0 9 53 3.209 11,0
*DIFFERENZ ZUM VORTAG
QUELLE: SENATSVERWALTUNG BERLIN, MAGS, DIVI, STAND 24.09.2020
1.2.4 ZUSAMMENFASSUNG EPIDEMIOLOGIE – ÜBERLASTUNGSSITUATIONEN
Berlin (BE) Besonders in den Bezirken im Zentrum steigen die Fall-Zahlen enorm an. Den
größten Anstieg gab es in Neukölln (+41), gefolgt von Friedrichshain-Kreuzberg (+29) und
Mitte (+25). Bei der Gesamtzahl bleibt Mitte (2141) auch weiterhin vor Neukölln (1723) und
Friedrichshain-Kreuzberg (1359). Gemäß Berlins Regierendem Bürgermeister Müller
zufolge seien diese Zahlen vor allem auf junge Feiernde zurückzuführen: „Wir haben
Erkenntnisse, dass es insbesondere bei sehr jungen Erwachsenen, die im Freien, in
Parkanlagen feiern, eine deutlich stärkere Dynamik der Infektionstätigkeit gibt.“ Berlins
Regierender Bürgermeister Müller sieht Handlungsbedarf im Hinblick auf das
risikofreudige Partyvolk: Nach dem Vorbild Münchens könnten demnächst auch in der
Hauptstadt Alkoholverbote folgen. Drei Bezirke hat Müller besonders im Visier. Im
Krankenhaus isoliert und behandelt werden 63 Personen, davon werden
18 intensivmedizinisch versorgt.* Die 7-Tagesinzidenz beträgt im Bezirk Friedrichshain-
Kreuzberg 43,5, in Mitte 38,0, in Neukölln 34,9, Charlottenburg-Wilmersdorf 28,9,
Tempelhof-Schöneberg 24,5, Marzahn- Steglitz-Zehlendorf 19,1, Pankow 16,9,
Hellersdorf 16,8, Spandau 15,6, und Lichtenberg 15,1 Fälle/100.000 Einwohner.* Aufgrund einer
Umstellung des Berliner Senats sind die Daten zur Belegung der Krankenhäuser (IVENA) vom jeweiligen Vortag.
In der kreisfreien Stadt Bonn (NW) gibt es mit aktuell 54 positiv getesteten Menschen
derzeit keine Erfordernis für weitergehende Maßnahmen. „Wir alle sollten uns weiterhin
gewissenhaft an die AHA-Regel (Abstand – Händewaschen – Alltagsmaske) halten, denn
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die Pandemie ist nicht vorbei“, betonte Oberbürgermeister Ashok Sridharan erneut. Seit
Mitte August hat der Stadtordnungsdienst bei verschiedenen Kontrollen insgesamt 236
Verstöße gegen die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen festgestellt; sie werden mit einer
Geldbuße von jeweils 150 Euro geahndet.
Im Stadtkreis Hamm (NW) sind zurzeit 179 Personen akut mit dem Coronavirus infiziert
(Stand: 23.09.2020; 12 Uhr), gegenüber dem Vortag gibt es 26 Neuinfektionen. Neun
Personen befinden sich in stationärer Behandlung, es befindet sich eine Person auf der
Intensivstation. Insgesamt stehen mehr als 100 Corona-Infektionen Hamm im
Zusammenhang mit der Hochzeit. Die mehr als 300 identifizierten Hochzeits-Gäste aus
Hamm sind in Quarantäne gesetzt und verpflichtend getestet worden.
Im Landkreis Dingolfing-Landau (BY) wurden im Rahmen einer Reihentestung bei BMW
und dessen Logistikdienstleistern 32 Mitarbeiter mit Corona-Infektionen ermittelt. Wie
der BR weiter berichtet, seien mehrere hundert Mitarbeiter des Logistikdienstleisters,
anderer Dienstleister sowie Logistik-Mitarbeiter der BMW-Group bereits Anfang der
Woche getestet worden. Positiv auf das Coronavirus getestete Personen befinden sich
aktuell in Quarantäne.
In der kreisfreien Stadt Würzburg (BY) gilt nach dem Inzidenzwert aktuell nicht mehr als
Corona-Hotspot. Trotzdem dürfen Würzburger in einigen Bundesländern weiterhin nicht
beherbergt werden. Die Regeln der einzelnen Länder sind unterschiedlich. Aktuell sind 775
Personen in häuslicher Quarantäne oder Isolation unter Beobachtung des
Gesundheitsamtes.
In der kreisfreien Stadt München (BY) schießt seit Tagen die Infektionsrate in die Höhe.
Mit Folgen auch für Reisende: In mehreren Bundesländern dürfen Bürger aus dem Corona-
Hotspot nicht mehr im Hotel übernachten. Wie die Stadt München verkündet, gelten ab
24.09 Einschränkungen bei privaten Treffen und Feiern sowie eine Maskenpflicht an
bestimmten Orten in der Innenstadt. Die Regelungen gelten vorerst für eine Woche. Eine
generelle Maskenpflicht gilt bis zum 1. Oktober „täglich von 9 bis 23 Uhr in der Altstadt-
Fußgängerzone einschließlich Schützenstraße, Stachus und Marienplatz, der Sendlinger
Straße einschließlich Sendlinger-Tor-Platz, am Viktualienmarkt und auf den Gehwegen im
Tal“, so die Stadt München. An den Zugängen zu den jeweiligen Bereichen wird mit
Schildern auf die Maskenpflicht hingewiesen.
Im Landkreis Cloppenburg (NI) gab es am 23.09 insgesamt 15 neue Coronafälle. Die
Kreisverwaltung zählt derzeit 185 aktuelle Coronafälle. Ab 24.09 werden im Landkreis
Cloppenburg und insbesondere im Stadtgebiet Cloppenburg verstärkte Kontrollen der
Ordnungsämter und der Polizei stattfinden. Damit wird auf die Ergebnisse der Kontrollen
am vergangenen Samstag reagiert, wo Ordnungswidrigkeiten festgestellt worden waren.
Außerdem hätte in den kommenden Tagen in Cloppenburg das beliebte City-Fest
stattgefunden. Obwohl es abgesagt wurde, ist es möglich, dass im privaten Rahmen und
in Gastronomie Feiern stattfinden, die durch die Corona-Verordnung des Landes
Niedersachsen verboten sind.
Im Stadtkreis Remscheid (NW) reagiert die Stadt mit einem zweiten Maßnahmenpaket
auf die steigende Covid-19-Fallzahl. Am 23.09 hat der Krisenstab unter anderem eine
neuerliche Kontaktbeschränkung sowie die Wiedereinführung der Maskenpflicht im
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Schulunterricht beschlossen. Auch für private Feiern, Kultur- sowie Sportveranstaltungen
gibt es strengere Vorgaben. Die Allgemeinverfügung, die die Maßnahmen regelt, gilt
zunächst bis einschließlich 8. Oktober.
Im Landkreis Rhön-Grabfeld (BY) wurden 39 Personen in Bad Königshofen und
Umgebung positiv auf Covid-19 getestet. Am 24.09 findet am Gymnasium Bad
Königshofen eine Reihentestung statt. Die Testung wird auf Vermittlung der Regierung
von Unterfranken und in Absprache mit dem Gesundheitsamt Rhön-Grabfeld durch
Beauftragte des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit
(LGL) durchgeführt. Die Testungen finden in Absprache mit den betroffenen Schulen –
dem Gymnasium, der Realschule und der Mittelschule Bad Königshofen – statt. Getestet
werden die Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler der betroffenen Klassen. Diese
werden per E-Mail informiert und zum Test eingeladen.
In der kreisfreien Stadt Gelsenkirchen (NW) gibt es aktuell 192 aktive Infektionen und
insgesamt 1.063 bestätigte Fälle.
Im Landkreis Vogtlandkreis (SN) mit Stand 23.09 gab es 101 aktive Fälle im gesamten
Vogtlandkreis. In Betrieben, Gastronomie, Beherbergungsstätten, Sportstätten, sowie bei
Ansammlungen im öffentlichen Raum müssen zwingend personenbezogene Daten sowie
der Zeitraum des Besuchs erfasst werden. Die Daten müssen einen Monat lang gespeichert
werden.
Im Landkreis Reutlingen (BW) in Dettingen haben sich bei einer privaten Feier 25
Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Damit sind aktuell 105 aktive Corona-Fälle
bekannt. In Dettingen/Erms will die Stadt die Kontaktlisten in Restaurants und Cafés
wieder strenger kontrollieren. Das hat Bürgermeister Michael Hillert angekündigt. Der Fall
habe noch einmal klar gemacht, dass die Nachverfolgbarkeit von Kontakten wesentlich sei.
Dazu gehöre, die Listen korrekt und vollständig auszufüllen. Die 7-Tagesinzidenz beträgt
im LK Reutlingen 27,2 Fälle/100.000 Einwohner.
Im Landkreis Steinfurt (NW) kam es in Emsdetten in der Allfrisch GmbH zu einem
Ausbruch. Mindestens 26 Beschäftigte sind positiv auf das Coronavirus getestet worden.
Mehrere hundert Mitarbeiter sind in Quarantäne. Infiziert seien hauptsächlich Leiharbeiter
aus Bulgarien und Ungarn, hieß es. Besonders problematisch ist nach Aussage des
Krisenstabs-Leiters Martin Sommer, dass die Fleischzerleger in 13 unterschiedlichen
Kommunen des Kreises Steinfurt wohnen, darüber hinaus noch in fünf Städten und
Gemeinden außerhalb des Kreisgebietes. Am Freitag soll es nun einen groß angelegten
Corona-Massentest geben. Dazu habe der Kreis 25 zusätzliche Mitarbeiter abgeordnet,
sagte Kreisdirektor Martin Sommer. Oberstes Ziel müsse es nun sein, einen lokalen
„Lockdown“ unbedingt zu verhindern. Die 7-Tagesinzidenz beträgt im LK Steinfurt 7,6
Fälle/100.000 Einwohner.
Im Landkreis Ostalbkreis (BW) in Bopfingen sind aktuell 27 Menschen mit dem Corona-
Virus infiziert, 100 in Quarantäne. Mehrere davon haben sich offenbar beim Fußball
angesteckt, denn einige Spieler und Betreuer beim TV Bopfingen und beim SV Kerkingen
sind infiziert. Wie die Stadt Bopfingen und das Landratsamt des Ostalbkreises gemeinsam
mitteilten, sind deshalb bis einschließlich Sonntag Fußballspiele der ersten Mannschaften
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abgesagt worden. Die 7-Tagesinzidenz beträgt im LK Ostalbkreis 18,2 Fälle/100.000
Einwohner.
Zur besseren Übersicht werden relevante Tagesaktualisierungen in ROT markiert.
1.3 INTENSIVKAPAZITÄTEN DEUTSCHLAND
1.3.1 ÜBERSICHT FREIER INTENSIVBETTEN PRO BUNDESLAND
Die Zahlen wurden auf Basis der am 24. September 2020 im DIVI-Intensivregister gemeldeten
Einrichtungen je Bundesland generiert (gesamt 1.285 Klinikstandorte).
Seit dem 16. April 2020 sind alle Kliniken verpflichtet sich im DIVI-Intensivregister anzu-
melden und täglich die aktuellen Zahlen freier und belegter Intensivbetten zu aktualisieren.
Die Färbung entspricht dem Anteil der freien Intensivbetten auf Bundeslandebene. Dieser
schwankt zwischen 15% und 38%. Deutschlandweit sind 28% freie Intensivbetten angegeben.
1.3.2 IM DIVI-INTENSIVREGISTER ERFASSTE INTENSIVKAPAZITÄTEN IN
DEUTSCHLAND
Beur-
ICU low care ICU high care ICU ECMO Insgesamt teilung
Frei Gesamt Frei Gesamt Frei Gesamt Frei Gesamt
Baden-
186 1.920 745 1.400 81 98 931 3.320 28%
Württemberg
Bayern 248 2.473 830 1.820 87 106 1.078 4.293 25%
Berlin 23 548 161 680 23 34 184 1.228 15%
Brandenburg 67 500 215 437 4 5 282 937 30%
Bremen 19 119 27 91 5 6 46 210 22%
Hamburg 24 446 192 389 24 31 216 835 26%
Hessen 169 1.412 424 900 47 56 593 2.312 26%
Mecklenburg-
51 461 172 348 15 18 223 809 28%
Vorpommern
Niedersachsen 106 1.426 739 1.201 62 74 845 2.627 32%
Nordrhein-
472 3.918 1.535 3.275 143 184 2.007 7.193 28%
Westfalen
Rheinland-
139 764 378 701 23 28 517 1.465 35%
Pfalz
Saarland 24 276 144 291 14 17 168 567 30%
Sachsen 27 942 525 825 23 29 552 1.767 31%
Sachsen-
60 537 280 531 26 29 340 1.068 32%
Anhalt
Schleswig-
33 406 367 639 16 19 400 1.045 38%
Holstein
Thüringen 52 501 227 415 12 15 279 916 30%
Gesamt 1.700 16.649 6.961 13.943 605 749 8.661 30.592 28%
ICU low care: Ohne invasive Beatmung; ICU high care: Mit invasiver Beatmung; ECMO: Extrakorporale Membranoxygenierung;
> 20% freie Intensivbetten 10-20 % freie Intensivbetten < 10 % freie Intensivbetten
QUELLE: DIVI, STAND 24.09.2020
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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
1.3.3 KURZFRISTIGE PROGNOSE BENÖTIGTER INTENSIVBETTEN
Die folgenden kurzfristigen Prognosen benötigter Intensivbetten basieren auf dem
Erkrankungsbeginn von SARS-CoV-2 Fällen. Bei der Meldung erkrankter Fälle gibt es einen
Zeitverzug. Zu einem aktuellen Datum ist also nur ein Teil der neu erkrankten Fälle der letzten
Tage gemeldet. Durch Nowcasting wird eine Schätzung neu erkrankter, aber noch nicht
gemeldeter, SARS-CoV-2 Fälle unter Berücksichtigung des Diagnose- und Meldeverzug
erstellt. Aus dieser Schätzung wird die benötigte Zahl an Intensivbetten unter verschiedenen
Annahmen berechnet. Da neue Fälle nicht sofort, sondern mit einem gewissen Zeitverzug
intensivmedizinisch betreut werden müssen, kann eine kurzfristige Prognose zum Bedarf an
Intensivbetten gemacht werden. Für die Prognosen werden folgende Parameter
angenommen:
Für die Wahrscheinlichkeit, dass ein Fall zur Versorgung auf die Intensivstation muss,
werden 1%, 3% oder 5% angenommen.
Die mittlere Zeit von Erkrankungsbeginn bis zur Aufnahme auf einer Intensivstation
beträgt 10 Tage.
Die mittlere Aufenthaltsdauer auf der Intensivstation beträgt 14 oder 21 Tage.
bei 14-tägigem Intensivaufenthalt bei 21-tägigem Intensivaufenthalt
-------- aktuelle Belegung 296, Stand 24. September 2020
---------- Start der Maßnahmen zur Eindämmung der SARS-CoV-2 Epidemie in
Deutschland (Bund-Länder-Vereinbarung zu Leitlinien gegen Ausbreitung des
Corona Virus vom 16. März 2020; Bundesweit umfangreiches Kontaktverbot
vom 23. März 2020).
Wöchentliche Aktualisierung, Stand 22.09.2020
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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
1.4 TESTKAPAZITÄTEN
Übersicht der durchgeführten PCR Tests
Anzahl meldende Anzahl Testungen positive prozentualer Anteil
Kalenderwoche
Labore Tests der positiven Tests
33 188 891.988 8.661 1,0
34 196 1.055.662 8.921 0,9
35 181 1.101.299 8.178 0,7
36 180 1.051.125 7.754 0,7
37 185 1.120.835 9.675 0,9
38 193 1.085.518 12.917 1,2
WÖCHENTLICHE AKTUALISIERUNG, QUELLE: RKI, STAND 23.09.2020
Erläuterung
Die Daten zur Anzahl der in Deutschland durchgeführten PCR-Testungen werden wöchentlich
vom RKI zusammengestellt und mittwochs veröffentlicht. Ein Großteil der meldenden Labore
stammt aus einer bundesweiten Abfrage eines fachärztlichen Berufsverbands. Die Zahl der
Tests ist nicht mit der Zahl der getesteten Personen gleichzusetzen, da in den Angaben
Mehrfachtestungen von Patienten enthalten sein können.
Prognose der täglichen PCR Testkapazitäten
Anzahl meldende Anzahl Tests
Kalenderwoche
Labore Gesamt
34 157 191.768
35 163 210.142
36 168 202.761
37 168 217.499
38 165 219.092
39 170 228.348
WÖCHENTLICHE AKTUALISIERUNG, QUELLE: RKI, STAND 23.09.2020
Erläuterung
Die vorangestellte Tabelle gibt die prognostizierte PCR-Testkapazität pro Wochentag wieder
und wird jeweils dienstags für die folgende Kalenderwoche neu berechnet.
1.4.1 ZUSAMMENFASSUNG
Bislang wurden insgesamt 15.642.654 Tests mit 312.964 positiven Ergebnissen
durchgeführt.
Die erfassten maximalen Testkapazitäten haben sich in den letzten Wochen deutlich
erhöht. Für die 39. KW werden Kapazitäten von mind. 1.516.162 Tests prognostiziert
(Schätzung, Zahl variiert durch Anzahl der Labore und Arbeitstage). Dies deckt den
Bedarf für Deutschland gut ab.
Aus technischen Gründen kann in dieser Woche nur eine vorläufige Anzahl der Rückstau
meldenden Labore angegeben werden. In der 38. KW wurde von 42 Laboren ein
Rückstau von insgesamt 12.617 abzuarbeitenden Proben gemeldet. 42 Labore
berichteten über Lieferschwierigkeiten für Reagenzien (in der 37. KW 44 Labore).
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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
2 RESSOURCEN
2.1 RESSOURCEN GESUNDHEIT
2.1.1 ÜBERLASTUNGSANZEIGEN
Seit Beginn der Erfassung am 30.04.2020 sind am Robert Koch-Institut (RKI) insgesamt
19 Mitteilungen zu Kapazitätsengpässen in Landkreisen/ kreisfreien Städten eingegangen.
Derzeit liegen dem RKI keine Mitteilungen zu Kapazitätsengpässen der Kategorie 2 und 3
vor.
QUELLE: RKI, STAND 22.09.2020
2.2 UNTERSTÜTZUNGSLEISTUNG DER BUNDESANSTALT TECHNISCHES
HILFSWERK (THW)
2.2.1 ÜBERBLICK ÜBER COVID-19-EINSÄTZE IN THW-LANDESVERBÄNDEN
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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
2.2.2 ÜBERBLICK ÜBER ANZAHL LAUFENDER COVID-19-EINSÄTZE DES THW
2.2.3 EINSATZKRÄFTE DES THW
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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
2.2.4 ZENTRALE UNTERSTÜTZUNGSLEISTUNG LOGISTIK
3 LAGEFELD INNERE SICHERHEIT [BMI]
Keine Änderung zum Vortag
Durch die Veränderungen des täglichen Lebens verändert sich auch die
Kriminalitätslage:
Insgesamt ist die Sicherheitslage weitgehend ruhig.
Das Anzeigenaufkommen in verschiedenen Deliktsbereichen war mit dem Lockdown
gesunken (z.B. Wohnungseinbruchs- und Taschendiebstahl, Raub). Mit der
zunehmenden Normalisierung des Alltagsverhaltens scheint sich die Kriminalitätslage
wieder der Lage vor der Pandemie anzunähern.
Im Wesentlichen hält sich die Bevölkerung an die Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der
Covid-19-Pandemie. Es kommt zu Verstößen gegen die Schutzmaskenpflicht und die
Abstandsregelungen.
Extremistische Gruppen nutzten die Krise zur Verbreitung und Verstärkung ihrer jeweiligen
ideologischen Narrative. Mittlerweile findet die Corona-Thematik in den Bereichen der PMK,
hier vornehmlich der PMK –links- und –rechts-, nicht mehr in der Breite ihren Niederschlag,
sondern insbesondere anlässlich von Großveranstaltungen, wie am ersten und am letzten
August-Wochenende in Berlin/BE.
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