20201005_Lagebild Gemeinsamer Krisenstab BMI-BMG
VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
1.2 AUSBRUCHSGESCHEHEN DER LETZTEN SIEBEN TAGE - AKTUELL FREIE
INTENSIVKAPAZITÄTEN
1.2.1 KUMULATION ÜBER DIE LETZTEN SIEBEN TAGE PRO 100.000
QUELLE: GRAFIK BBK, ZAHLEN RKI, STAND 04.10.2020
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1.2.2 ÜBERSICHT STARK BELASTETER REGIONEN
Region Fälle/ Verfügbare Beurteilung
100.000 Einwohner/ Intensivbetten**
7 Tage kumulativ*
SK Hamm 99,4 3.557
SK Remscheid 58,6 3.758
SK Berlin Mitte 57,4 418
SK Berlin Neukölln 56,5 418
SK Berlin Friedrichshain-Kreuzberg 52,2 418
LK Vechta 50,1 1.441
SK Berlin Tempelhof Schöneberg 49,2 418
SK Duisburg 43,9 3.166
LK Cloppenburg 40,7 941
SK Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf 40,7 418
SK Bremen 40,2 1.088
SK Leverkusen 39,7 3.553
SK Solingen 39,5 3.641
LK Esslingen 39,0 1.571
SK Frankfurt am Main 38,9 889
SK Schweinfurt 38,9 1.294
SK Memmingen 38,8 1.006
SK Köln 37,4 3.301
SK München 37,4 772
LK Rhön-Grabfeld 36,4 1.075
* LK/SK HAT DIE GRENZE VON 35 ÜBERSCHRITTEN, ** INTENSIVBETTENZAHL IM UMKREIS VON 100 KM,
VERFÜGBARE INTENSIVBETTEN SCHLIESSEN DEN BETRIEB DES BETTES EIN
OHNE EINSCHRÄNKUNGEN MIT EINSCHRÄNKUNGEN MIT ERHEBLICHEN EINSCHRÄNKUNGEN
QUELLEN: RKI, DIVI, BMG, DRK, STAND 04.10.2020
1.2.3 INFEKTIONSGESCHEHEN AM SITZ DER BUNDESREGIERUNG
Freie Intensiv- Freie Intensiv- 7-Tage BER Corona
Bestätigte Todes-
Diff.* kapazitäten vor kapazitäten Inzidenz Ampel
Fälle fälle
Ort 100 km Umkreis
Berlin 15.647 74 231 242 418 37,8
Bonn 1.295 14 9 47 3.226 21,4
*DIFFERENZ ZUM VORTAG
QUELLE: SENATSVERWALTUNG BERLIN, STADT BONN, MAGS, DIVI, STAND 04.10.2020
1.2.4 ZUSAMMENFASSUNG EPIDEMIOLOGIE – ÜBERLASTUNGSSITUATIONEN
Berlin (BE): Die Altersgruppe mit den meisten Infektionen in den letzten sieben Tagen ist
30-39-Jährigen (298), dahinter folgen die 25-29-Jährigen (204) und die 40-49-Jährigen
(187). In der Nacht zu Sonntag hat die Polizei erneut den James-Simon-Park in Mitte
geräumt. 200 bis 300 Menschen feierten dort eine Party, hieß es von der Polizei. Gegen
22.30 Uhr schickte sie die Feiernden nach Hause. Seit Samstag sind in Berlin
Zusammenkünfte im Freien mit mehr als 50 Personen verboten. Nach Mitte und
Neukölln hat das Land Schleswig-Holstein am 04.10 auch Friedrichshain-Kreuzberg zum
Corona-Risikogebiet erklärt. Im Krankenhaus isoliert und behandelt werden 110
Personen, davon werden 41 intensivmedizinisch versorgt.*
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Die 7-Tagesinzidenz beträgt in den Bezirken Mitte 57,3, Neukölln 56,7, Friedrichshain-
Kreuzberg 52,1, Tempelhof-Schöneberg 49,2, Charlottenburg-Wilmersdorf 40,6,
Reinickendorf 34,3, Spandau 29,1, Treptow-Köpenick 25,4, Lichtenberg 24,0 und
Steglitz-Zehlendorf 23,3, Pankow 21,1 und Mahrzahn-Hellersdorf 16,8 Fälle/100.000
Einwohner. * Die Daten zur Belegung der Krankenhäuser beziehen sich auf den Vortag.
In der kreisfreien Stadt Bonn (NW) sind mit Stand 04.10. 120 aktive Fälle registriert.
In der kreisfreien Stadt Hamm (NW) sind mit Stand 04.10. 239 Personen aktiv infiziert.
Es sind 13 Neuinfektionen verzeichnet worden.
In der kreisfreien Stadt Remscheid (NW) gibt es mit Stand 04.10. 136 aktiv Infizierte.
863 Personen sind als Verdachtsfälle unter häuslicher Quarantäne, davon 2 als
Reiserückkehrende. Die Krankenhäuser vermelden am 04.10. fünf Covid-19-Kranke in
stationärer, aber nicht intensivpflichtiger Behandlung.
Im Landkreis Vechta (NI) haben sich in einem Alten- und Pflegeheim in Vechta
50 Personen mit dem Coronavirus infiziert (31 Bewohner und 19 Beschäftigte). Am
Montag soll laut Landkreis eine Reihentestung sämtlicher Bewohner und aller Mitarbeiter
durchgeführt werden, bei denen bislang keine Infektion nachgewiesen werden konnte.
In der kreisfreien Stadt Duisburg (NW) gibt es mit Stand 04.10. 215 aktive Fälle. Ein
Auslöser für die steigenden Zahlen ist u.a. eine größere Hochzeitsfeier im Stadtteil
Hochfeld mit 120 Teilnehmern. Bei dieser Feier haben sich nach Angaben der Stadt mit
Stand 02.10. 42 Menschen infiziert.
Im Landkreis Cloppenburg (NI) ist die Gesamtzahl der positiv auf das Coronavirus
getesteten Personen im Landkreis Cloppenburg ist bis 04.10. auf 681 gestiegen. Es liegen
12 neue positive Testergebnisse vor. Da zeitgleich 10 Personen genesen sind, zählt der
Landkreis derzeit 233 aktuelle Coronafälle.
In der kreisfreien Stadt Bremen (HB) sind mit Stand 01.10. 326 aktive Fälle gemeldet.
Nach bisherigen Ermittlungen gibt es keine vordergründigen Ausbruchsgeschehen oder
Cluster. Seit dem 01.10. sind Feiern mit über 50 Personen in öffentlichen oder
angemieteten Räumen untersagt.
In der kreisfreien Stadt Leverkusen (NW) sind mit Stand 04.10. 107 aktive Fälle
registriert. Nach Angabe des Gesundheitsamtes liege ein Hauptgrund für den Anstieg der
Zahlen in großen privaten Feiern. Eine weitere Ursache seien Schulen, wo es aufgrund
der Lockerung der Maskenpflicht, ebenfalls zu einem Anstieg der Zahlen komme.
In der kreisfreien Stadt Solingen (NW) mit Stand 04.10. sind 102 Personen nachgewiesen
infiziert. Mit Stand 02.10. wurden fünf Patienten stationär behandelt, die übrigen
ambulant betreut.
Im Landkreis Esslingen (BW) befinden sich aktuell 298 Personen in Quarantäne. In zwei
Unterkünften in Wernau und einer weiteren in Wendlingen-Bodelshofen haben sich
insgesamt mehr als 20 Asylbewerber mit dem Coronavirus infiziert. Am Freitagmorgen
mussten sich alle 110 Bewohner der Unterkunft in den Wernauer Lindenäckern einer
Reihenuntersuchung durch den Malteser-Hilfsdienst unterziehen. Die Ergebnisse liegen
noch nicht vor. Die betroffenen Familien und Wohngruppen befinden sich in Quarantäne.
Die anderen Bewohner würden ebenfalls auf ihren Zimmern bleiben, sagte Bürgermeister
Armin Elbl. Sie würden sich vernünftig verhalten.
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In der kreisfreien Stadt Frankfurt am Main (HE) kann das Infektionsgeschehen zu einem
erheblichen Teil auf ein lokales Ereignis eingegrenzt werden. So haben sich viele
Personen ausgehend von einem Ausbruch in einem Postverteilzentrum außerhalb von
Frankfurt infiziert. In Frankfurt ist eine Gemeinschaftsunterkunft betroffen. Mit Stand
04.10. sind hier insgesamt 114 Personen (Kontaktpersonen, Bewohner und Mitarbeiter)
infiziert. In der Unterkunft leben Asylsuchende, osteuropäische EU-Bürger und
Obdachlose. Die hohen Infektionszahlen sind offensichtlich auf das Nichteinhalten der
Hygieneregeln und der Maskenpflicht zurückzuführen. Frankfurt erreicht somit die dritte
Eskalationsstufe.
In der kreisfreien Stadt Schweinfurt (BY) sind mit Stand 01.10. 255 aktive Fälle
registriert. Laut Stadt ist es gerade bei privaten Feiern und Zusammenkünften wegen zu
großer Nähe und zu sorgenlosem Umgang mit den Hygienebestimmungen vermehrt zu
Infektionen gekommen. Mit Überschreiten des Signalwertes von 35/100.000 hat die
Stadt eine neue Allgemeinverfügung erlassen, die am 01.10. in Kraft trat.
Im Stadtkreis Memmingen (BY) gab es binnen 7 Tagen 17 neue Infektionen, damit
verzeichnet die Stadt in der umliegenden Region den deutlichsten Anstieg an neuen
Fällen.
In der kreisfreien Stadt Köln (NW) sind mit Stand 04.10. 503 aktive Fälle gemeldet.
70 Personen befinden sich in stationärer Behandlung. Mit Stand 04.10. gibt es 64
Indexfälle an Schulen und Kitas. Bei großangelegten Kontrollen an den Bahnhöfen Köln-
Süd und Hansaring haben Ordnungsamt, Deutsche Bahn und Bundespolizei in der Nacht
auf den 04.10. zahlreiche Verstöße gegen die Maskenpflicht festgestellt. 172 Reisende
bekamen Bußgelder, weil sie die Mund-Nase-Bedeckung gar nicht oder falsch aufgesetzt
hatten. Jeder Verstoß kostet 150 Euro.
In der kreisfreien Stadt München (BY) haben mehrere Ausbruchsgeschehen in den
Bereichen ambulanter Pflegedienst/Tagespflege, Krankenhäuser, Asylbewerber-
unterkünfte, Kindertagesstätten, Schulen, Restaurants/Bars und Reiserückkehrer zur
erhöhten 7-Tages-Inzidenz beigetragen. Mit Stand 04.10. sind 1.149 aktive Fälle
registriert, für den 03.10. wurden 99 Neuinfektionen gemeldet. Eine Hochzeit im
Münchner Stadtteil Freimann ist am Samstagabend von der Polizei aufgelöst worden. Für
die Feier mit rund 80 Gästen gab es weder eine Genehmigung noch ein Hygienekonzept.
Abstände wurden nicht eingehalten, Masken nicht getragen.
Im Landkreis Rhön-Grabfeld (BY) sind mit Stand 02.10. 60 aktive Fälle registriert,
6 Patienten befinden sich in stationärer Behandlung. Der Landkreis Rhön-Grabfeld
verlängert noch einmal seine Maßnahmen zum Corona-Schutz. Wie das Landratsamt
mitteilt, sollen die aktuell gültigen Vorschriften bis einschließlich 10.10. Bestand haben.
In der kreisfreien Stadt Hamburg (HH) wurden m Bezirk Wandsbek in einem Alten- und
Pflegeheim mehr als 40 Corona-Fälle bei Bewohnern und in Mitarbeitern festgestellt. Mit
Stand 04.10. wurden in Hamburg 65 Neuinfektionen gemeldet. Es hat in Hamburg einen
weiteren Corona-Ausbruch gegeben: 15 der 65 neu registrierten Corona-Fälle ließen sich
auf einen Ausbruch in einem Altenheim in Hamburg-Nord zurückführen, wie der
Sprecher der Sozialbehörde, Martin Helfrich, am 04.10. erklärte. Zudem wurde die
städtische Flüchtlingsunterkunft am Curslacker Neuer Deich im Bezirk Bergedorf nach
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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
Informationen der Sozialbehörde unter Quarantäne gestellt. Einer der 320 Menschen, die
dort leben, wurde positiv auf Corona getestet. Da sich die Kontakte unter den
Bewohnern nicht nachverfolgen lassen, steht trotzdem die ganze Unterkunft unter
Quarantäne. Ein Massentest soll Klarheit über die Zahl der Ansteckungen bringen. Die 7-
Tage-Inzidenz beträgt in der kreisfreien Stadt Hamburg 23,2 Fälle/100.000 Einwohner.
Im Saale-Orla-Kreis (TH) kam es in Schleiz in einer Wohnanlage für Menschen mit
Behinderung zu einem Corona-Ausbruch mit mindestens 20 Infektionen. Die gesamte
Einrichtung stehe inzwischen unter Quarantäne, betroffen sind rund 80 Menschen. Nach
dem Corona-Ausbruch prüft das Landratsamt juristische Schritte. Amtsarzt Torsten
Bossert sagte MDR Thüringen am Sonntag, es gehe um Vorwürfe gegen die
Kassenärztliche Vereinigung (KV) und gegen eine Hausärztin. Unter anderem stehe
unterlassene Hilfeleistung im Raum. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt im Saale-Orla-Kreis
33,4 Fälle/100.000 Einwohner.
Im Landkreis Karlsruhe (BW) in Marxzell in einem Seniorenheim haben sich 28
Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. Wie das Landratsamt Karlsruhe mitteilte, ist
bereits ein Bewohner im Zusammenhang mit Covid 19 verstorben. 18 Bewohner und
zehn Mitarbeiter seien positiv auf das Corona-Virus getestet worden, so das Landratsamt
in einer Mitteilung. Jetzt würden alle weiteren Bewohner und Mitarbeiter getestet. Das
Infektionsgeschehen beschränke sich bisher auf einen Wohnbereich, in dem 20
Seniorinnen und Senioren leben. Hinweise, dass sich die Infektion weiter in dem Heim
verbreitet, gebe es bislang nicht. Es müsse aber mit weiteren schweren
Krankheitsverläufen gerechnet werden, so das Landratsamt. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt
im Landkreis Karlsruhe 11,7 Fälle/100.000 Einwohner.
Im Landkreis Wesermarsch (NI) in Lemwerder hat der Landrat weitere Einzelheiten zu
den Coronafällen in der Gemeinde Lemwerder mitgeteilt. Mittlerweile sind 200
Menschen in Quarantäne. In Lemwerder werden deshalb ab Montag zunächst alle
Schulen, Kitas und Kindergärten geschlossen. Mehr als 100 Menschen sollen ab Montag
getestet werden, von weiteren 60 wurden bereits Abstriche genommen. Die Ergebnisse
werden Anfang der Woche erwartet. In der Gemeinde waren eine Kita-Erzieherin und der
Schüler eines Gymnasiums positiv auf Corona getestet worden. Am Tage darauf habe es
dann weitere Fälle gegeben, so das zuständige Gesundheitsamt. Inzwischen sind 10
Infektionen bestätigt. Alle stehen in Zusammenhang mit der Kita und dem Gymnasium.
Die 7-Tage-Inzidenz beträgt im Landkreis Wesermarsch 21,4 Fälle/100.000 Einwohner.
Im Landkreis Harz (ST) in Halberstadt in der Zentralen Aufnahmeeinrichtung in
Halberstadt, wo Flüchtlinge untergebracht sind, wurden zwei Neuinfektionen mit Sars-
CoV-2 registriert. Das teilte der Landkreis Harz mit. Die beiden betroffenen Personen
befänden sich bereits in Quarantäne, in der Außenstelle in Quedlinburg. Insgesamt
verzeichnet der Kreis aktuell sechs neue Fälle, darunter gemeldet aus Wernigerode,
Halberstadt und Ballenstedt, ein Fall stehe im Zusammenhang mit einer Reise in die
Türkei. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt im Landkreis Harz 1,9 Fälle/100.000 Einwohner.
Zur besseren Übersicht werden relevante Tagesaktualisierungen in ROT markiert.
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1.3 INTENSIVKAPAZITÄTEN DEUTSCHLAND
1.3.1 ÜBERSICHT FREIER INTENSIVBETTEN PRO BUNDESLAND
Die Zahlen wurden auf Basis der am 04.10.2020 im DIVI-Intensivregister gemeldeten
Einrichtungen je Bundesland generiert (gesamt 1.283 Klinikstandorte).
Seit dem 16.04.2020 sind alle Kliniken verpflichtet sich im DIVI-Intensivregister anzumelden
und täglich die aktuellen Zahlen freier und belegter Intensivbetten zu aktualisieren.
Die Färbung entspricht dem Anteil der freien Intensivbetten auf Bundeslandebene. Dieser
schwankt zwischen 20% und 43%. Deutschlandweit sind 31% freie Intensivbetten
angegeben.
1.3.2 IM DIVI-INTENSIVREGISTER ERFASSTE INTENSIVKAPAZITÄTEN IN
DEUTSCHLAND
Beur-
ICU low care ICU high care ICU ECMO Insgesamt teilung
Frei Gesamt Frei Gesamt Frei Gesamt Frei Gesamt
Baden-
206 1.829 787 1.401 88 102 993 3.230 31%
Württemberg
Bayern 302 2.315 924 1.890 90 108 1.226 4.205 29%
Berlin 20 501 222 729 21 37 242 1.230 20%
Brandenburg 65 452 187 409 1 3 252 861 29%
Bremen 24 125 51 112 6 6 75 237 32%
Hamburg 43 385 221 447 30 32 264 832 32%
Hessen 155 1.339 415 935 33 47 570 2.274 25%
Mecklenburg-
44 450 181 356 16 18 225 806 28%
Vorpommern
Niedersachsen 105 1.370 790 1.262 59 71 895 2.632 34%
Nordrhein-
468 3.917 1.559 3.241 139 186 2.027 7.158 28%
Westfalen
Rheinland-
139 663 453 789 26 28 592 1.452 41%
Pfalz
Saarland 23 256 172 309 15 18 195 565 35%
Sachsen 63 879 585 899 26 29 648 1.778 36%
Sachsen-
48 576 269 479 26 29 317 1.055 30%
Anhalt
Schleswig-
46 375 407 667 17 19 453 1.042 43%
Holstein
Thüringen 72 488 241 427 12 15 313 915 34%
Gesamt 1.823 15.920 7.464 14.352 605 748 9.287 30.272 31%
ICU low care: Ohne invasive Beatmung; ICU high care: Mit invasiver Beatmung; ECMO: Extrakorporale Membranoxygenierung;
> 20% freie Intensivbetten 10-20 % freie Intensivbetten < 10 % freie Intensivbetten
QUELLE: DIVI, STAND 04.10.2020
S e i t e 16 | 28
VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
1.3.3 KURZFRISTIGE PROGNOSE BENÖTIGTER INTENSIVBETTEN
Die folgenden kurzfristigen Prognosen benötigter Intensivbetten basieren auf dem
Erkrankungsbeginn von SARS-CoV-2 Fällen. Bei der Meldung erkrankter Fälle gibt es einen
Zeitverzug. Zu einem aktuellen Datum ist also nur ein Teil der neu erkrankten Fälle der
letzten Tage gemeldet. Durch Nowcasting wird eine Schätzung neu erkrankter, aber noch
nicht gemeldeter, SARS-CoV-2 Fälle unter Berücksichtigung des Diagnose- und
Meldeverzug erstellt. Aus dieser Schätzung wird die benötigte Zahl an Intensivbetten unter
verschiedenen Annahmen berechnet. Da neue Fälle nicht sofort, sondern mit einem
gewissen Zeitverzug intensivmedizinisch betreut werden müssen, kann eine kurzfristige
Prognose zum Bedarf an Intensivbetten gemacht werden. Für die Prognosen werden
folgende Parameter angenommen:
Für die Wahrscheinlichkeit, dass ein Fall zur Versorgung auf die Intensivstation muss,
werden 1%, 3% oder 5% angenommen.
Die mittlere Zeit von Erkrankungsbeginn bis zur Aufnahme auf einer Intensivstation
beträgt 10 Tage.
Die mittlere Aufenthaltsdauer auf der Intensivstation beträgt 14 oder 21 Tage.
bei 14-tägigem Intensivaufenthalt bei 21-tägigem Intensivaufenthalt
-------- aktuelle Belegung 424, Stand 04.10.2020
---------- Start der Maßnahmen zur Eindämmung der SARS-CoV-2 Epidemie in
Deutschland (Bund-Länder-Vereinbarung zu Leitlinien gegen Ausbreitung des
Corona Virus vom 16.03.2020; Bundesweit umfangreiches Kontaktverbot vom
23.03.2020).
Wöchentliche Aktualisierung, Stand 28.09.2020
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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
1.4 TESTKAPAZITÄTEN
Übersicht der durchgeführten PCR Tests
Anzahl meldende positive prozentualer Anteil
Kalenderwoche Labore Anzahl Testungen der positiven Tests
Tests
34 198 1.092.350 9.226 0,8
35 190 1.115.638 8.309 0,7
36 192 1.099.560 8.175 0,7
37 193 1.162.133 10.025 0,9
38 201 1.148.282 13.268 1,2
39 182 1.153.075 14.044 1,2
WÖCHENTLICHE AKTUALISIERUNG, QUELLE: RKI, STAND 30.09.2020
Erläuterung
Die Daten zur Anzahl der in Deutschland durchgeführten PCR-Testungen werden wöchent-
lich vom RKI zusammengestellt und mittwochs veröffentlicht. Ein Großteil der meldenden
Labore stammt aus einer bundesweiten Abfrage eines fachärztlichen Berufsverbands. Die
Zahl der Tests ist nicht mit der Zahl der getesteten Personen gleichzusetzen, da in den An-
gaben Mehrfachtestungen von Patienten enthalten sein können.
Prognose der täglichen PCR Testkapazitäten
Anzahl meldende Anzahl Tests
Kalenderwoche
Labore Gesamt
35 163 210.142
36 168 202.761
37 168 217.499
38 165 219.092
39 170 228.348
40 168 232.334
WÖCHENTLICHE AKTUALISIERUNG, QUELLE: RKI, STAND 30.09.2020
Erläuterung
Die vorangestellte Tabelle gibt die prognostizierte PCR-Testkapazität pro Wochentag
wieder und wird jeweils dienstags für die folgende Kalenderwoche neu berechnet.
1.4.1 ZUSAMMENFASSUNG
Bislang wurden insgesamt 16.999.253 Tests mit 328.566 positiven Ergebnissen
durchgeführt.
Die erfassten maximalen Testkapazitäten haben sich in den letzten Wochen deutlich er-
höht. Für die 40. KW werden Kapazitäten von mind. 1.541.289 Tests prognostiziert
(Schätzung, Zahl variiert durch Anzahl der Labore und Arbeitstage). Dies deckt den
Bedarf für Deutschland gut ab.
In der 39. KW wurde von 46 Laboren ein Rückstau von insgesamt
15.983 abzuarbeitenden Proben gemeldet. 42 Labore berichteten über
Lieferschwierigkeiten für Reagenzien (in der 38. KW 42 Labore).
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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
2. RESSOURCEN
2.1 RESSOURCEN GESUNDHEIT
2.1.1 ÜBERLASTUNGSANZEIGEN
Seit Beginn der Erfassung am 30.04.2020 sind beim Robert Koch-Institut (RKI) insgesamt
21 Mitteilungen zu Kapazitätsengpässen in Landkreisen/kreisfreien Städten eingegangen.
Derzeit liegen dem RKI jeweils 1 Mitteilung zu Kapazitätsengpässen der Kategorie 2 und 3
vor.
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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
Aktueller Status Datum der
Kreis Unterstützungsbedarf
der Kapazitäten Übermittlung
LK Pinneberg (SH) 3 Kontaktpersonennachverfolgung 25.09.2020
Land Berlin (BE) 2 Kontaktpersonennachverfolgung, 28.09.2020
Quarantänebetreuung und
-überwachung,
Abstrichentnahme,
Unterstützung von Krisenstab der
Senatsverwaltung und der
AG Infektionsschutz
Der LK Pinneberg meldet Kapazitätsengpässe im Rahmen der Kontaktpersonen-
nachverfolgung. Unter anderem sind COVID-19 Fälle an 6 Schulen und in einer
Asylbewerberunterkunft aufgetreten. Das zuständige Gesundheitsamt bittet um
Unterstützung durch Containment Scouts. Da die mobilen Containment Scouts des RKI
derzeit ausgelastet sind, wird eine Unterstützung durch die Bundeswehr verfolgt. Die
Absprachen hierzu laufen derzeit.
Das Land Berlin hat für seine bezirklichen Gesundheitsämter insgesamt Kapazitätsengpässe
der Kategorie 2 gemeldet. Aufgrund der sich verschlechternden epidemiologischen Lage in
Berlin wurde um Amtshilfe durch das RKI gebeten. Es besteht Unterstützungsbedarf der
bezirklichen Gesundheitsämter hinsichtlich der Kontaktpersonennachverfolgung,
Quarantänebetreuung und -überwachung sowie bei der Abstichentnahme. Zudem wird um
personelle Unterstützung des Krisenstabs der Senatsverwaltung und der AG
Infektionsschutz des Landesamtes für Gesundheit und Soziales ersucht. Die Absprachen
hierzu laufen.
QUELLE: RKI, STAND 29.09.2020
S e i t e 20 | 28