20201028_Lagebild Gemeinsamer Krisenstab BMI-BMG_aktualisiert

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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH

1.2   INTENSIVKAPAZITÄTEN DEUTSCHLAND

1.2.1 ÜBERSICHT FREIER INTENSIVBETTEN PRO BUNDESLAND
Die Zahlen wurden auf Basis der am 27.10.2020 im DIVI-Intensivregister gemeldeten
Einrichtungen je Bundesland generiert (gesamt 1.284 Klinikstandorte).
Seit dem 16.04.2020 sind alle Kliniken verpflichtet, sich im DIVI-Intensivregister anzumelden
und täglich die aktuellen Zahlen freier und belegter Intensivbetten zu aktualisieren.
Die Färbung entspricht dem Anteil der freien Intensivbetten auf Bundeslandebene. Dieser
schwankt zwischen 14% und 40%. Deutschlandweit sind 26% freie Intensivbetten angegeben.

1.2.2 IM DIVI-INTENSIVREGISTER ERFASSTE INTENSIVKAPAZITÄTEN IN
      DEUTSCHLAND

                                                                                                                        Beur-
                         ICU low care            ICU high care             ICU ECMO                Insgesamt           teilung

                       Frei      Gesamt         Frei      Gesamt         Frei      Gesamt        Frei      Gesamt

         Baden-
   Württemberg           216       1.808          593       1.309           85        109         809       3.117         26%
         Bayern          252       2.407          834       1.799           93        110       1.086       4.206         26%
          Berlin          15         546          160         695           27         35         175       1.241         14%
   Brandenburg            33         454          192         373            6          6         225         827         27%
        Bremen            10         123           32         109            6          6          42         232         18%
       Hamburg            45         437          206         393           20         25         251         830         30%
         Hessen          107       1.324          293         848           33         52         400       2.172         18%
  Mecklenburg-
   Vorpommern             65         425          128         324           16          18        193         749         26%
  Niedersachsen           89       1.361          662       1.161           62          73        751       2.522         30%
     Nordrhein-
      Westfalen          452       3.899       1.156        2.978         127         178       1.608       6.877         23%
     Rheinland-
           Pfalz         123          698         367         711           27          28        490       1.409         35%
       Saarland           14          265         151         265           13          17        165         530         31%
        Sachsen           66          934         422         819           23          28        488       1.753         28%
       Sachsen-
         Anhalt           78          538         212         472           18          23        290       1.010         29%
     Schleswig-
       Holstein          32         378          380         645           14          19         412       1.023         40%
      Thüringen          67         480          230         421           12          15         297         901         33%
        Gesamt        1.664      16.077        6.018      13.322          582         742       7.682      29.399         26%
        ICU low care: Ohne invasive Beatmung; ICU high care: Mit invasiver Beatmung; ECMO: Extrakorporale Membranoxygenierung;
                > 20% freie Intensivbetten                   10-20 % freie Intensivbetten              < 10 % freie Intensivbetten
                                                                                              QUELLE: DIVI, STAND 27.10.2020




                                                                                                        S e i t e 31 | 43
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1.2.3 KURZFRISTIGE PROGNOSE BENÖTIGTER INTENSIVBETTEN
Die folgenden kurzfristigen Prognosen benötigter Intensivbetten basieren auf dem
Erkrankungsbeginn von SARS-CoV-2 Fällen. Bei der Meldung erkrankter Fälle gibt es einen
Zeitverzug. Zu einem aktuellen Datum ist also nur ein Teil der neu erkrankten Fälle der letzten
Tage gemeldet. Durch Nowcasting wird eine Schätzung neu erkrankter, aber noch nicht
gemeldeter, SARS-CoV-2 Fälle unter Berücksichtigung des Diagnose- und Meldeverzug
erstellt. Aus dieser Schätzung wird die benötigte Zahl an Intensivbetten unter verschiedenen
Annahmen berechnet. Da neue Fälle nicht sofort, sondern mit einem gewissen Zeitverzug
intensivmedizinisch betreut werden müssen, kann eine kurzfristige Prognose zum Bedarf an
Intensivbetten gemacht werden. Für die Prognosen werden folgende Parameter
angenommen:
•    Für die Wahrscheinlichkeit, dass ein Fall zur Versorgung auf die Intensivstation muss,
     werden 1%, 3% oder 5% angenommen.
•    Die mittlere Zeit von Erkrankungsbeginn bis zur Aufnahme auf einer Intensivstation
     beträgt 10 Tage.
•    Die mittlere Aufenthaltsdauer auf der Intensivstation beträgt 14 oder 21 Tage.




             bei 14-tägigem Intensivaufenthalt           bei 21-tägigem Intensivaufenthalt

--------       aktuelle Belegung 1.470, Stand 27.10.2020
----------     Start der Maßnahmen zur Eindämmung der SARS-CoV-2 Epidemie in
               Deutschland (Bund-Länder-Vereinbarung zu Leitlinien gegen Ausbreitung des
               Corona Virus vom 16.03.2020; Bundesweit umfangreiches Kontaktverbot vom
               23.03.2020).
                                                              Wöchentliche Aktualisierung, Stand 27.10.2020




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1.3     TESTKAPAZITÄTEN
Übersicht der durchgeführten PCR Tests
                         Anzahl meldende     Anzahl Testungen         positive          prozentualer Anteil
Kalenderwoche
                              Labore                                   Tests            der positiven Tests
          37                   194                  1.164.932                10.046                      0,9
          38                   202                  1.146.193                13.253                      1,2
          39                   188                  1.155.333                14.082                      1,2
          40                   190                  1.101.080                18.279                      1,7
          41                   187                  1.186.206                29.540                      2,5
          42                   183                  1.195.661                43.308                      3,6
                                               WÖCHENTLICHE AKTUALISIERUNG, QUELLE: RKI, STAND 21.10.2020

Erläuterung
Die Daten zur Anzahl der in Deutschland durchgeführten PCR-Testungen werden wöchentlich
vom RKI zusammengestellt und mittwochs veröffentlicht. Ein Großteil der meldenden Labore
stammt aus einer bundesweiten Abfrage eines fachärztlichen Berufsverbands. Die Zahl der
Tests ist nicht mit der Zahl der getesteten Personen gleichzusetzen, da in den Angaben
Mehrfachtestungen von Patienten enthalten sein können.

Prognose der täglichen PCR Testkapazitäten
                                             Anzahl meldende                      Anzahl Tests
           Kalenderwoche
                                                 Labore                             Gesamt
                38                                 165                                219.092
                39                                 170                                228.348
                40                                 168                                232.334
                41                                 166                                235.365
                42                                 164                                256.100
                43                                 167                                262.817
                                               WÖCHENTLICHE AKTUALISIERUNG, QUELLE: RKI, STAND 21.10.2020


Erläuterung
Die vorangestellte Tabelle gibt die prognostizierte PCR-Testkapazität pro Wochentag wieder
und wird jeweils dienstags für die folgende Kalenderwoche neu berechnet.

1.3.1 ZUSAMMENFASSUNG
     Bislang wurden insgesamt 20.380.376 Tests mit 418.871 positiven Ergebnissen
      durchgeführt.
     Die erfassten maximalen Testkapazitäten haben sich in den letzten Wochen deutlich
      erhöht. Für die 43. KW werden Kapazitäten von mind. 1.755.794 Tests prognostiziert
      (Schätzung, Zahl variiert durch Anzahl der Labore und Arbeitstage). Dies deckt den
      Bedarf für Deutschland gut ab.
     In der 42. KW wurde von 52 Laboren ein Rückstau von insgesamt
      20.799 abzuarbeitenden Proben gemeldet. 37 Labore berichteten über
      Lieferschwierigkeiten für Reagenzien (in der 41. KW 32 Labore).




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2     RESSOURCEN

2.1   RESSOURCEN GESUNDHEIT

2.1.1 ÜBERLASTUNGSANZEIGEN
Seit Beginn der Erfassung am 30.04.2020 sind beim Robert Koch-Institut (RKI) insgesamt
48 Mitteilungen zu Kapazitätsengpässen in Landkreisen/kreisfreien Städten eingegangen.

Derzeit liegen dem RKI 11 Mitteilungen zu Kapazitätsengpässen der Kategorie 2 und 18
Mitteilungen der Kategorie 3 vor.




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                                     Aktueller
                                                                                           Datum der
              Kreis                  Status der           Unterstützungsbedarf
                                                                                          Übermittlung
                                    Kapazitäten
 LK Pinneberg (SH)                      3         Kontaktpersonennachverfolgung           25.09.2020
 LK Stormarn (SH)                       3         Akuter Personalmangel                   07.10.2020
 SK Lübeck (SH)                         3         Kontaktpersonennachverfolgung           21.10.2020
 SK Neumünster (SH)                     3         Kontaktpersonennachverfolgung           21.10.2020
 LK Dithmarschen (SH)                   3         Kontaktpersonennachverfolgung           23.10.2020
 LK Schleswig Flensburg (SH)            3         Kontaktpersonennachverfolgung           23.10.2020
 LK Segeberg (SH)                       3         Kontaktpersonennachverfolgung           23.10.2020
 Berlin (BE) (alle Bezirke)             2         Kontaktpersonennachverfolgung,          28.09.2020
                                                  Quarantänebetreuung
                                                  und -überwachung,
                                                  Abstrichentnahme,
                                                  Krisenstab der Senatsverwaltung
                                                  AG Infektionsschutz LaGeSo
 LK Esslingen (BW)                      2         Kontaktpersonennachverfolgung           04.10.2020
 LK Rhein-Neckar-Kreis (BW)             2         Kontaktpersonennachverfolgung           16.10.2020
 LK Karlsruhe (BW)                      3         Kontaktpersonennachverfolgung           16.10.2020
 LK Calw (BW)                           3         Kontaktpersonennachverfolgung           16.10.2020
                                                  Ausbruchsuntersuchungen
 LK Heilbronn (BW)                      3         Kontaktpersonennachverfolgung           16.10.2020
                                                  Ausbruchsuntersuchungen
 LK Breisgau-Hochschwarzwald            2         Kontaktpersonennachverfolgung           16.10.2020
 (BW)                                             Personalmangel
 LK Rottweil (BW)                       3         Kontaktpersonennachverfolgung           16.10.2020
 LK Lörrach (BW)                        3         Kontaktpersonennachverfolgung           16.10.2020
 LK Alb-Dona-Kreis (BW)                 3         Kontaktpersonennachverfolgung           19.10.2020
                                                  Indexfallermittlung
 LK Ortenaukreis (BW)                   3         Kontaktpersonennachverfolgung           19.10.2020
                                                  Indexfallermittlung
 LK Enzkreis (BW)                       3         Kontaktpersonennachverfolgung           22.10.2020
                                                  Ausbruchsuntersuchungen
                                                  Indexfallermittlung
 LK Rastatt (BW)                        3         Kontaktpersonennachverfolgung           23.10.2020
 LK Lahn-Dill-Kreis (HE)                2         Kontaktpersonennachverfolgung           02.10.2020
 LK Offenbach (HE)                      2         Kontaktpersonennachverfolgung           02.10.2020
 LK Bergstraße (HE)                     2         Kontaktpersonennachverfolgung           08.10.2020
 SK Frankfurt (HE)                      3         Kontaktpersonennachverfolgung           08.10.2020
 LK Gießen (HE)                         2         Kontaktpersonennachverfolgung           08.10.2020
 LK Marburg-Biedenkopf (HE)             2         Kontaktpersonennachverfolgung           08.10.2020
 SK Offenbach (HE)                      3         Kontaktpersonennachverfolgung           08.10.2020
 LK Groß-Gerau (HE)                     2         Kontaktpersonennachverfolgung           19.10.2020
 SK+LK Kassel (HE)                      3         Kontaktpersonennachverfolgung           19.10.2020
Das RKI steht in Kontakt mit den zuständigen Landesbehörden, die aufgefordert sind zu
prüfen, inwiefern sie die oben genannten Gesundheitsämter unterstützen können. Vielfach
wurden Maßnahmen auf lokaler und Landesebene eingeleitet. Einige Gesundheitsämter
werden durch die Bundeswehr unterstützt. In 5 Fällen wurde das RKI um Amtshilfe gebeten.
Berlin wird durch Dauerentsendung einer RKI-Mitarbeiterin im Krisenstab der
Senatsverwaltung für Gesundheit sowie epidemiologische Unterstützung im Landesamt für
Gesundheit und Soziales unterstützt. Darüberhinaus entsendet das RKI aktuell Mitarbeitende
an     das      LaGeSo     und      an    verschiedene     Gesundheitsämter     für     die
Kontaktpersonenachverfolgung. Der LK Marburg-Biedenkopf und der SK Frankfurt wurde
durch das RKI mit Containment Scouts unterstützt. Den Bitten um Unterstützung durch
Containment Scouts durch den LK Pinneberg und den SK Offenbach konnte das RKI aufgrund
derzeit nicht verfügbarer weiterer Containment Scouts nicht nachkommen.

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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH


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2.2   UNTERSTÜTZUNGSLEISTUNG DER BUNDESANSTALT TECHNISCHES
      HILFSWERK (THW)

2.2.1 ÜBERBLICK ÜBER COVID-19-EINSÄTZE IN THW-LANDESVERBÄNDEN




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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH

2.2.2 ÜBERBLICK ÜBER ANZAHL LAUFENDER COVID-19-EINSÄTZE DES THW




2.2.3 EINSATZKRÄFTE DES THW




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2.2.4 ZENTRALE UNTERSTÜTZUNGSLEISTUNG LOGISTIK


Kein Beitrag




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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH

3    LAGEFELD INNERE SICHERHEIT                                                                       [BMI]
Keine Änderung zum Vortag



Eine deutliche Mehrheit der Menschen in Deutschland nimmt das Infektionsgeschehen ernst
und begrüßt und befolgt die jeweils gültigen Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Covid-
19-Pandemie. Die aufgrund der erneut steigenden Zahlen von Neuinfektionen erlassenen
strengeren Eindämmungsmaßnahmen gehen jedoch mit einer Zunahme von Verstößen gegen
das Infektionsschutzgesetz (IfSG) und der lokalen Beschränkungsmaßnahmen einher. Am 24.
und 25. Oktober 2020 unterstützten daher rund 500 Einsatzkräfte der Bundespolizei die Polizei
Berlin bei Kontrollmaßnahmen zur Einhaltung der Infektionsschutzvorschriften. Eine illegale
Party in Berlin-Mitte mit ca. 600 Gästen wurde dabei aufgelöst. Darüber hinaus wurde das
Land Rheinland-Pfalz am 24. Oktober 2020 bei Schwerpunkteinsätzen zur Überwachung
lokaler Beschränkungsmaßnahmen mit drei Einsatzgruppen der Bundespolizei unterstützt.
Hierbei wurden 255 Ordnungswidrigkeiten nach der 11. Corona-Bekämpfungsverordnung
Rheinland-Pfalz festgestellt.

In der Nacht vom 24. auf den 25. Oktober 2020 wurden außerdem drei Brandsätze auf die
Gebäude des Robert Koch-Instituts in Tempelhof-Schöneberg geworfen (Sachschaden, kein
Personenschaden). Der Berliner Staatsschutz ermittelt.

In Bezug auf die Kriminalitätslage zeigen sich folgende bundesweite Trends:

 Straftat                                16.03.-   16.04.-   16.05.-    16.06.-   16.07.–   16.08.-    16.-
                                         15.04.    15.05.    15.06.     15.07.     15.08.   15.09.    30.09

 Vermögens- und Fälschungsdelikte          ↘          ↘         ↘         →          ↘        →         →

 Diebstahl insgesamt                       ↓         ↓          ↓         ↓          ↘        ↘         ↘

 Rohheitsdelikte/Straftaten gegen die      ↓          ↘         ↘         ↓         →         ↘         ↘
 pers. Freiheit

 Sexueller Missbrauch von Kindern          ↓         ↓          ↘         →         →         →         →

 Häusliche Gewalt                          →          ↘         ↘         ↘          ↘        ↘         ↘

 Widerstand und tätlicher Angriff          →         →          ↘         →         →         →         →
 auf/gegen PVB

 Verstöße gegen das                        →         ↓          ↘         ↘         →         →         ↗
 Infektionsschutzgesetz (IfSG)

 Straftaten insgesamt                      ↓          ↘         ↘         →          ↘        →         →

Erläuterung: Es handelt sich um Trends bei der Entwicklung des Anzeigeaufkommens auf Basis der Vorgangs-
bearbeitungssysteme der Länder, der Bundespolizei und des Zollkriminalamts. Hierfür erfolgt für den genannten
Zeitraum ein Vergleich mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum (Ausnahme: Verstöße gegen das IfSG, hier
ist der Vergleichszeitraum der Vorzeitraum); die Zahlen werden anhand der relativen Veränderung auf einer
fünfstufigen Skala (stark steigend > 25%; steigend 5-25%; eher gleichbleibend -5-5%; fallend -25- -5%; stark
fallend <-25%) bewertet. Die Dateneingaben erfolgen nicht nach länderübergreifenden Kriterien; es handelt sich
um reine Eingangsstatistiken (nicht qualitätsgesichert). Die Pandemiesituation kann eine Verschiebung zwischen


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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH

Hell- und Dunkelfeld der Kriminalität verursachen. Den hier für die Trends verwendeten aggregierten Daten sind
gewisse Ungenauigkeiten inhärent.
Das Thema Cyberkriminalität ist z.B. mit betrügerischen E-Mails im Zusammenhang mit
COVID-19-Überbrückungshilfen oder bei der Durchführung von schädlichen Handlungen wie
Phishing-Kampagnen nach wie vor präsent. Mit Fortschreiten der Corona-Pandemie muss
zudem verstärkt mit erfolgreichen Cyberangriffen auf systemrelevante Einrichtungen
gerechnet werden.
Im Zusammenhang mit demonstrativen Ereignissen ist zu beobachten, dass innerhalb der
rechten Szene versucht wird, die bürgerlichen Veranstaltungen für eigene Interessen zu
instrumentalisieren. In den Vordergrund gerückt ist hierbei vor allem die Initiative
„Querdenken“, eine aus dem zivil-demokratischen Spektrum stammende Bewegung, welche
im gesamten Bundesgebiet Veranstaltungen gegen die Corona-Beschränkungen organisiert
und durchführt, an denen auch vermehrt Akteure aus der rechtsextremen Szene teilnehmen.
Insgesamt setzen sich die Teilnehmer an den Veranstaltungen aber nur zu einem gewissen Teil
aus dem rechten Spektrum, „Reichsbürgern“ oder sonstigen sogenannten
Verschwörungstheoretikern zusammen. Nach kleineren regionalen Demonstrationen an den
letzten Wochenenden hatte die Initiative „Querdenken zentrale Anlaufstelle“ für den 25.
Oktober 2020 eine demonstrative Aktion mit 10.000 Teilnehmern in Berlin angemeldet, die
jedoch von den Veranstaltern kurzfristig abgesagt wurde. Vereinzelt kam es an dem Tag
dennoch zu Demonstrationsgeschehen mit Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.

QUELLE: INFORMATIONEN UND ERKENNTNISSE DER SICHERHEITSBEHÖRDEN VON BUND UND
LÄNDERN




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