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Amtsblatt der Bundesnetzagentur
                             für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen
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   7.1.1 Messung von Nutzsignalen im Kabel
       -   analog modulierte Nutzsignale
               Für die Messung analoger Signale im Frequenzbereich von 30 MHz bis
               1000 MHz ist ein Peak-Detektor mit einer Messbandbreite von 120 kHz
               einzusetzen.
               Im Frequenzbereich von 1000 MHz bis 3000 MHz ist ein Peak-Detektor mit
               einer Messbandbreite von 1 MHz zu verwenden.
       -   digital modulierte Nutzsignale
               Bei der Messung digitaler Signale ist der RMS-Wert ausschlaggebend.
               Dieser ist über die belegte Bandbreite des zu betrachtenden
               Übertragungskanals zu bestimmen.




   Abbildung 2: Pegelmessung an einer Teilnehmeranschlussdose



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            7.1.2 Messung von Störsignalen (Fremdsignale) im Kabel
            Der Störpegel des eingestrahlten Fremdsignals wird (unter Berücksichtigung der
            verwendeten Modulationsart und Signalbandbreite) mit einem geeigneten
            Messempfänger im betroffenen Übertragungskanal gemessen.
                  -    analog modulierte Störsignale
                           Analoge modulierte Signale sind grundsätzlich mit einem Peak-Detektor
                           (Spitzenwertdetektor) zu messen.
                           Die Messbandbreite ist mit Rücksicht auf die Bandbreite des störenden
                           Signals auszuwählen.
                  -    digital modulierte Störsignale
                           Bei der Messung digitaler Signale ist der RMS-Wert über die belegte
                           Bandbreite des zu betrachtenden Übertragungskanals zu bestimmen.
                           Die Störwirkung des Signals ergibt sich aus der Addition des RMS-
                           Messwertes    (belegte   Bandbreite)    zuzüglich des     jeweiligen
                           modulationsabhängigen Crest-Faktors.
                           Wirksamer Störpegel = RMSbelBB + Crest-Faktor                          (11)


            Anmerkung:
            Es ist darauf zu achten, dass auch bei Signalen mit kleinen Pegeln ein ausreichend großer Abstand
            zum allgemeinen Rauschen (S+N)/N > 20 dB einzuhalten ist (siehe EN 60728-1). Ist der Signal-
            Rauschabstand bei der Messung des Störers im Kabelnetz kleiner 20 dB, ist zu vermuten, dass die
            Störungen u. a. infolge eines zu geringen Nutzsignalpegels herrühren. Der Nutzsignalpegel ist
            dahingehend zu prüfen.
            Wird bei kleinen Störsignalen kein ausreichend großer Störabstand (S+N)/N > 20 dB erreicht (siehe
            EN 60728-1, 5.8), ist zu vermuten, dass die Störsignale durch das Rauschen verdeckt werden.




            7.2       Vergleich des messtechnisch ermittelten Störabstandes mit dem
                      Grenzwert; Auswertung zur Einhaltung des Störabstandes
            Der ermittelte Träger-Störsignalabstand ist mit den Störabstandsgrenzwerten nach
            EN 50083-8 zu vergleichen.
            Ist der Störabstand größer oder gleich dem Grenzwert, so werden an diesem
            Messpunkt des Netzes die Anforderungen bezogen auf den Störabstand
            eingehalten5. Halten die Teilnehmerendgeräte (Rundfunkempfänger) die an sie
            gestellten normativen Anforderungen ein, ist davon auszugehen, dass keine
            Störungen auftreten.


            5
             Die Beurteilung des Träger-Störsignalabstandes erfolgt an dieser Stelle ohne Berücksichtigung der
            äußeren Störfeldstärke.


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   Ist der Störabstand kleiner als der geforderte Wert, sind weitere Untersuchungen
   notwendig um die möglichen Stellen / Ursachen innerhalb des Netzes (NE 4 und
   NE 5) zu lokalisieren an denen sich das Fremdsignal als Störgröße einkoppelt.
   Sämtliche Wohnungsnetze (Empfängeranschlusskabel, Empfänger, andere
   Teilnehmergeräte) sind vom zu prüfenden Netz zu trennen und die Messungen zu
   wiederholen. Nach den Messungen ist der ursprüngliche Betriebszustand des
   TV-Kabelnetzes schrittweise wieder herzustellen.
   Führen alle vorherigen Maßnahmen zu keiner Verbesserung des Störabstands so ist
   anzunehmen, dass das störende Fremdsignal (Funkdienst) in den betrachteten
   Kabelnetzabschnitt einstrahlt. In diesem Fall ist die von außen einwirkende
   Störfeldstärke außerhalb des Gebäudes in der Umgebung der vermuteten Leckstelle
   zu bestimmen6. Unterschiede zwischen der gemessenen Feldstärke und der
   Bezugsfeldstärke (Grenzwert der Bezugsfeldstärke für das externe Fremdsignal,
   siehe 50083-8) sind rechnerisch zu berücksichtigen.



   7.3 Messung der Störfeldstärke des äußeren Fremdsignals
   Die maximale, vom Sender erzeugte Feldstärke ist orts- und polarisationsabhängig
   messtechnisch zu ermitteln. Der Messpunkt ist so zu wählen, dass vom Gebäude
   aus in Richtung zur Störquelle (Sender) gemessen wird. Für die Messung ist eine
   Antenne mit Richtcharakteristik zu verwenden, um Reflexionen auszublenden.
   Die Feldstärke des Fremdsignals (Sendesignal) wird unter Berücksichtigung der
   verwendeten Modulationsart und Signalbandbreite mit einem geeigneten
   Messempfänger gemessen. Handelt es sich hierbei um digitale Signale, sind die über
   die belegte Bandbreite des Signals gemessenen Leistungspegel (RMS) um den
   Crest-Faktor zu erhöhen.



   7.4 Auswertung auf Einhaltung der äußeren Störfestigkeit
   Zur Einhaltung der äußeren Störfestigkeit müssen wie zuvor beschrieben 3 Größen
   berücksichtigt werden.
       1. Der Störabstand am zu betrachtenden Messpunkt an welchem die Störung
          auftritt (z.B. Ausgang Antennendose, Ende des Anschlusskabels)
          Dieser Störabstand ergibt sich aus der Differenz des Nutzpegels des zu
          betrachtenden Empfangskanals und dem in diesen Kanal eingestrahlten
          Störpegel eines Funksignals (siehe 7.1.1 und 7.1.2).



   6
     Erst unter Einbeziehung der Bezugsfeldstärke sind eindeutige Rückschlüsse auf Einhaltung der
   Einstrahlstörfestigkeit durch den ermittelten Träger-Störsignalabstand eindeutig.



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                                        nNutz – nStör ≥ Störabstand                  (12)
            nNutz:    Nutzsignalpegel in dB(µV) siehe EN 60728-1
            nStör:    Störsignalpegel in dB(µV)… (siehe 7.2.2)



            Ist der tatsächliche Störabstand größer als der Grenzwert des Störabstandes, kann
            davon ausgegangen werden, dass das Kabelnetz die Anforderungen unter den
            konkreten Bedingungen einhält und die Störung anderen Ursprungs ist (z.B.
            Empfänger).
            Ist der tatsächliche Störabstand kleiner als der Grenzwert des Störabstandes, muss
            als nächstes die äußere Störfeldstärke an der Gebäudeaußenwand gemessen
            werden. Nach Gleichung (13) wird der Störabstand entsprechend der tatsächlichen
            Störfeldstärke korrigiert.


                2. Die Feldstärke des in das Kabelnetz einstrahlenden Funksignals                           gemessen
                an der Gebäudeaußenkante (siehe 7.3).


                3. Der in der Norm (EN 50083-8) festgelegte Bezugspegel von derzeit 106 dB
                   (µV/m).


            Die Einhaltung der äußeren Störfestigkeit ist unter Berücksichtigung der vor dem
            betroffenen Gebäude vorhandenen Störfeldstärke, bezogen auf den Grenzwert der
            Bezugsfeldstärke und dem erforderlichen Störabstand nach Gleichung (13) zu
            prüfen:
                              FStör – FBez + nNutz – nStör ≥ Störabstand                        (13)


            FStör:    äußere Störfeldstärke in dB(µV/m)
            FBez:     Bezugsfeldstärke in dB(µV/m), äußere max. Störfeldstärke nach EN 50083-8
            nNutz:    Nutzsignalpegel in dB(µV) siehe EN 60728-1
            nStör:    Störsignalpegel in dB(µV)… (siehe 7.2.2)



            7.4.1 Kabelnetz hält Grenzwerte nicht ein:
                     Störabstand < Grenzwert (EN 50083-8)
            Ist der nach Gleichung (12) bzw. (13) ermittelte Störabstand kleiner als der normativ
            geforderte Grenzwert, dann erfüllt das Kabelnetz nicht die Anforderungen.




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   7.4.2 Kabelnetz hält Grenzwert ein:
           Störabstand > Grenzwert (EN 50083-8)
   Sofern eine höhere äußere Feldstärke als die Bezugsfeldstärke auftritt (z.B. örtliche
   zum TV-Kabelnetz nahegelegene Sender mit hoher Sendeleistung) und der
   normative messtechnisch unter Anwendung der Gleichung (12) bzw. (13) ermittelte
   Störabstand nicht eingehalten wird, ist mit Störungen innerhalb des TV-Kabelnetzes
   in dem jeweiligen Empfangskanal zu rechnen. Bezogen auf diesen Fall hält jedoch
   das TV-Kabelnetz den Grenzwert der äußeren Störfestigkeit ein, obwohl der
   benötigte Störabstand innerhalb des betroffenen gestörten Empfangskanals
   überschritten wird. Weitere Maßnahmen regelt das "Gesetz über die
   elektromagnetische Verträglichkeit von Betriebsmitteln" (EMVG).



   7.5 Erzeugung eines elektromagnetischen Feldes zur Prüfung der
       Grenzwerte für die äußere Störfestigkeit/Feldstärke eines TV-
       Kabelnetzes
   Diese Störfestigkeitsmessungen sind nur dann durchzuführen, wenn bei der
   vorhergehenden Prüfung der
       -   Grenzwert der Störfeldstärke eingehalten wird                       (siehe     Abschnitt     „5.5
           Bestimmung der effektiven Störstrahlungsleistung“);
       -   Grenzwert des Störabstandes eingehalten wird (siehe Abschnitt „7.2 Vergleich
           des messtechnisch ermittelten Störabstandes mit dem Grenzwert;
            Auswertung zur Einhaltung des Störabstandes“).
   Für die folgende Prüfung der äußeren Störfestigkeit sind Signale mit
   unterschiedlicher Frequenz aus dem oberen und unteren Sonderkanalbereich und
   den ISM-Frequenzen zu wählen, ausgenommen sind die Frequenzen der
   sicherheitsrelevanten Funkdienste nach der SchuTSEV.
   Anmerkung:
   Die zur Überprüfung benötigten terrestrischen Frequenzen (einschließlich ISM-Frequenzen) sind im
   Vorfeld bei den zuständigen Außenstellen (Frequenzzuteilung) der Bundesnetzagentur zu beantragen.
   Die Aussendungen sind auf ein zeitliches Minimum zu beschränken.

   Folgende Geräte werden für die Erzeugung eines Feldes benötigt:
       -   Messsender und Leistungsverstärker
       -   Leistungsmesser
       -   Dämpfungsglieder / Abschlusswiderstände
       -   Antennen für die verschiedenen Frequenzbereiche
       -   Selektiver Messempfänger
       -   Geeignete Antennenträger


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            Für eine differenzierte Betrachtung der Netzebenen 4 und 5 ist es erforderlich diese
            voneinander abzutrennen, sowie die NE4 mit einem Abschlusswiderstand zu
            versehen (siehe auch 7.1)
            Vor dem Gebäude wird nun das entsprechende Feld horizontal und vertikal
            polarisiert erzeugt. Um eine gleichmäßige Bestrahlung zu erreichen, sind der
            Aufstellungsort und die Höhe der Sendeantenne so zu wählen, dass das Gebäude in
            der Halbwertsbreite liegt. Für jede verwendete Frequenz ist eine erneute
            Abstimmung der Sendeantenne (Dipol) notwendig. Die erzeugte Feldstärke ist
            unmittelbar vor dem Gebäude (bei höheren Gebäuden ggf. auf dem Dach) zu
            kontrollieren.
            Nun sind die Nutzpegel an den Anschlussdosen der Anlage zu messen.
            Anschließend ist die Anlage vom Übergabepunkt beziehungsweise vom ersten
            Verstärker zu trennen und mit einem gut geschirmten 75 Ohm-Abschluss-Widerstand
            abzuschließen. Danach ist die vor dem Gebäude errichtete Sendeanlage in Betrieb
            zu nehmen und die entsprechende Referenzfeldstärke an der Hauswand
            herzustellen. Die eingestrahlten Störpegel sind an den Schnittstellen nun bei den
            entsprechenden Frequenzen zu messen.
            Nun folgt die Überprüfung und Auswertung mit Hilfe der gemessenen Werte nach
            Gleichung 12.




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   Abbildung 3: Felderzeugung und Kontrolle der Feldstärke




   In Abhängigkeit der Ergebnisse ist festzustellen ob                                  die     Anlage     die
   Schutzanforderungen nach Gleichung (12) bzw. (13) einhält.




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            8 Aufbereitung der Messergebnisse und Vergleich mit dem
              Grenzwert
            Die Messungen erfassen die wesentlichen Parameter und Randbedingungen um
            auftretende elektromagnetische Unverträglichkeiten zwischen TV-Kabelnetzen und
            anderen elektrischen oder elektronischen Betriebsmitteln, Geräten, Systemen oder
            Anlagen/Netzen im Hinblick auf einen bestimmungsgemäßen Betrieb zu beurteilen.
            Die Grenzwerte für die Störstrahlung und die Störfestigkeit sind in der EN 50083-8
            enthalten.
            Um dem tatsächlich vorhandenen Störpotential digitaler Störsignale Rechnung zu
            tragen, sind diese immer unter Berücksichtigung ihrer Bandbreite und dem
            modulationsabhängigen Crest-Faktor zu betrachten.



            8.1 Korrektur der Messergebnisse bei Messung mit dem Spitzenwert-
                Detektor
            Beträgt der Abstand (S+N)/N mehr als 20 dB, so ist keine weitere Korrektur der
            erzielten Messergebnisse erforderlich. Wenn der Abstand (S+N)/N weniger als 20 dB
            beträgt und N von Aussendungen aus der Umgebung dominiert wird, kann das
            Messergebnis durch die in Kapitel 8.3 beschriebenen Verfahren korrigiert werden.



            8.2 Messunsicherheit
            Jede Art von Messung, ob mechanisch, optisch oder elektrisch ist prinzipiell mit
            Unsicherheiten belegt. Es ist daher notwendig, die Einflüsse zu ermitteln und die
            Wirkung auf das Messergebnis zu bewerten. Dazu stellt man die auf das
            Messergebnis einwirkenden Einflüsse in einer Prozessgleichung auf. Bei der
            Aufstellung der Prozessgleichung werden die auf das Messergebnis einwirkenden
            Einflussgrößen aufgezählt.


            E = Vr + ac + Fa + δVsw + δVpa + δVpr + δVnf + δM + δFa, f + δFa, h + δFadir +
            δFcp + δFph + δAN + δd        (13)


            Die Prozessgleichung zeigt, dass sich die Messung der Feldstärke E aus folgenden
            Unsicherheitsbeiträgen zusammensetzt:
            Vr      :   Messempfängeranzeige,
            ac      :   Dämpfung zwischen Antenne und Empfänger,
            Fa      :   Antennenfaktor,



                                                                                                                 30


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                                                                                          BNetzA 511 MV08


   δVsw : Messempfängerkorrekturen für Sinusspannung,
   δVpa : Messempfängerkorrekturen für Pulsamplitudengenauigkeit,
   δVpr : Messempfängerkorrekturen für Pulsbewertung,
   δVnf : Messempfängerkorrekturen für Rauschen,
   δM    :   Fehlanpassung Antenne Empfänger,
   δFa, f : Antennenfaktor-Frequenzinterpolation,
   δFa, h : Variation des Antennenfaktors mit der Höhe,
   δFadir : Richtwirkung-Unterschied,
   δFcp : Kreuzpolarisation,
   δFph : Lage des Phasenzentrums,
   δAN   :   Unzulänglichkeiten des Messplatzes,
   δd    :   Messentfernung


   Die Einflussgrößen werden anschließend tabellarisch mit ihren Werten für die
   Unsicherheit und der Wahrscheinlichkeitsverteilungsfunktion aufgeführt. Die Werte
   der Einflussgrößen für die Unsicherheit sind aus Kalibrierberichten zu entnehmen,
   empirisch ermittelt oder zu schätzen. Die tabellarische Aufführung erleichtert die
   Weiterberechnung der einzelnen Beträge zur kombinierten Unsicherheit und zur
   erweiterten kombinierten Messunsicherheit.
   In der Tabelle werden nacheinander die Einflussgrößen Xi der Unsicherheit in dB
   und ihre Verteilungsfunktionen k aufgeführt. Die Verteilungsfunktion gibt an, wie nah
   der gemessene Wert an dem wahren Wert erwartet wird. Wird der Wert der
   Unsicherheit mit der Verteilungsfunktion multipliziert ergibt sich der Wert der
   gewichteten Unsicherheit des Beitrages. Die Werte ci sind die Sensitivitätsfaktoren.
   Sie ergeben sich aus der partiellen Ableitung der Prozessgleichung. In der letzten
   Spalte werden die quadrierten Produkte aus gewichteter Unsicherheit und
   Sensitivitätsfaktor dargestellt.
   Durch diese Darstellung kann mit einer Tabellenkalkulation einfach die Summe der
   quadratischen Produkte bilden.
   Die kombinierte Unsicherheit ergibt sich dann aus der Gleichung:



                                𝑢𝑢𝑐𝑐 (𝑦𝑦) = √∑𝑖𝑖 𝑐𝑐𝑖𝑖2 𝑢𝑢2 (𝑥𝑥𝑖𝑖 )     (14)



   Für ein Vertrauensniveau von 0,954 (95,4% Überdeckungswahrscheinlichkeit) wird


                                                                                                          31


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                                                                                                     BNetzA 511 MV08


            die kombinierte Unsicherheit mit dem Überdeckungsfaktor k=2 multipliziert und man
            erhält so die erweiterte kombinierte Unsicherheit.
            Die einzelnen Beiträge der Messunsicherheit sind aus der DIN EN 55016-4-2 (VDE
            0876-16-4-2):2012-04, EN 55016-4-2:2011 entnommen. Sie sind hier lediglich als
            Beispiel zu verstehen und für jede Messung unter neuen Bedingungen neu zu
            betrachten.
            In der DIN EN 55016-4-2 sind im Anhang Tabellen für Messungen im
            Frequenzbereich 30 MHz bis 200 MHz mit horizontal und vertikal Polarisierter
            bikonischen Antennen und Messungen in Frequenzbereich 200 MHz bis 1 GHz unter
            Verwendung logarithmisch-periodischen Dipolantennen aufgeführt.


            Exemplarisch wird hier die Tabelle der Messunsicherheiten von horizontal
            gestrahlten Störaussendungen von 200 MHz bis 1 GHz unter Verwendung einer
            logarithmisch-periodischen Dipolantenne (LPDA) in eine Messentfernung von 3 m
            dargestellt.


            Tabelle 2: Messunsicherheiten

                                                                   Unsicherheit von Xi
             Eingangsgröße                                 Xi       dB          k           u(xi)      ci       (ci u(xi))2
             Messempfängeranzeige                          Vr       0,1        1            0,100      1          0,010
             Dämpfung Antenne-Empfänger                    ac       0,2     Normal          0,100      1          0,010
             Antennenfaktor der LPDA                       FA        2      Normal          1,000      1          1,000
             Messempfängerkorrekturen
             Sinusspannung                               δ Vsw       1        Normal        0,500      1          0,250
             Pulsamplitudengenauigkeit                   δ Vpa      1,5      Rechteck       0,866      1          0,750
             Pulsbewertung                               δ Vpr      1,5      Rechteck       0,866      1          0,750
             Rauschen                                    δ Vnf      1,1      Rechteck       0,635      1          0,403
             Fehlanpassung Antenne Empfänger              δM        0,9      Rechteck       0,520      1          0,270
             Korrekturen der LPDA
             Antennenfaktor-Frequenzinterpolation        δ Fa,f     0,3      Rechteck       0,173      1          0,030
             Variation des Faktors mit der Höhe         δ Fa,h      0,3      Rechteck       0,173      1          0,030
             Richtwirkung bei 3 m                       δ Fadir      1       Rechteck       0,577      1          0,333
             Kreuzpolarisation                          δ Facp      0,9      Rechteck       0,520      1          0,270
             Lage des Phasenzentrums                    δ Faph       1       Rechteck       0,577      1          0,333
             Korrektur des Messplatzes
             Unzulänglichkeit des Messplatzes             δ AN       4        Dreieck       1,633      1          2,667
             Messentfernung bei 3 m                        δd       0,3      Rechteck       0,173      1          0,030
             Totale Summe                                                                                         7,107
             Kombinierte Unsicherheit                                                                             2,666
             Erweiterte kombinierte Unsicherheit                                                                  5,332



                                                                                                                          32


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