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Amtsblatt der Bundesnetzagentur
                                  für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen
8       2010                 – Mitteilungen, Telekommunikation, Teil A, Mitteilungen der Bundesnetzagentur –        1539


                                 2. Konsultationsentwurf vom 05.05.2010
                                             - Geschwärzte Fassung -
          zumindest auch das TAL-Zugangsentgelt regional zu differenzieren. Arcor fordert eine gene-
          relle Absenkung des überhöhten TAL-Entgelts, insbesondere ein niedrigeres Entgelt für den
          KVz-TAL-Zugang, um Investitionsanreize für den weiteren NGA-Ausbau zu schaffen.

          Frage 7: Für die Abgrenzung subnationaler Märkte können Kriterien wie etwa politi-
                   sche Gemeindegrenzen, die Netzstruktur des Incumbents (Ortsnetz, Haupt-
                   verteiler) oder aber das Vorhandensein weiterer Netzinfrastrukturen in Frage
                   kommen. Wie bewerten Sie diese unter dem Gesichtspunkt der Operationali-
                   sierbarkeit?

          Alle Kommentatoren sind sich einig, bei Bitstromzugang als Abgrenzungskriterium die Netz-
          topologie der DT AG zu verwenden. Insbesondere Hauptverteiler (HVt) und ihre Bezirke (An-
          schlussbereiche) bzw. Kabelverzweiger (KVz) und das von ihnen abgedeckte Gebiet seien
          nach der Meinung der Mehrheit hier geeignete Kriterien. Dabei sei aber auch die Frage der
          Handhabbarkeit zu prüfen. Gegebenenfalls biete sich eine Clusterung der einzelnen kleintei-
          ligen HVt-Bereiche/KVZ-Bereiche an. Einige der Kommentatoren (ECTA, IEN) weisen dar-
          aufhin, dass diese Grenzen vor dem Hintergrund des drohenden HVt-Abbaus rasch überholt
          seien. Für QSC sei das ausschlaggebende Kriterium für die Bestimmung subnationaler
          Marktgrenzen das Vorhandensein alternativer Infrastrukturen zur Nutzung der KVz-TAL. Nur
          mit diesen alternativen Infrastrukturen ließen sich wettbewerbsschädliche Duopolszenarien
          vermeiden, wie sie derzeit in den USA zu finden seien.

          Frage 8: Welche Auswirkungen hat Regionalisierung nach Ihrer Meinung auf die
                   Transaktionskosten (z.B. erhöhter Beschaffungsaufwand für ein nationales
                   Angebot) beim Bezug von Vorleistungsprodukten wie etwa Bitstromzugang?

          DT AG sieht allenfalls geringe Auswirkungen der Regionalisierung auf die Transaktionskos-
          ten. Bitstromnachfrager müssten zukünftig statt einem zwei oder drei Verträge abschließen.
          Bei TAL-Kollokation und Carrier-Festverbindungen gäbe es schon immer regional unter-
          schiedliche Angebote. Es sei auch nicht unwahrscheinlich, dass es trotz Regionalisierung
          der Märkte bei der bundesweiten einheitlichen Angebotspraxis bundesweiter Anbieter bleibe.

          Zwei Kommentatoren sehen ebenfalls keine bedeutsamen Auswirkungen auf die Transakti-
          onskosten. Solange es eine bundeseinheitliche Verfügbarkeit von einem Anbieter gäbe, hiel-
          ten sich die Kosten für die kalkulatorische Bewältigung regional differenzierter Preise in
          Grenzen. Bei Regionalisierung würde allerdings die Vorhersage von Markt- und Preisent-
          wicklungen deutlich schwieriger und aufwändiger.

          Die übrigen Kommentatoren erwarten durch Regionalisierung erhöhten Aufwand. Dies ma-
          che den Einkauf von Vorleistungen ineffizienter. Es müssten Verträge mit mehreren Anbie-
          tern geschlossen werden, was zusätzliche Schnittstellen erforderlich mache. Die Wahr-
          scheinlichkeit steige, dass sich die Produkte hinsichtlich Tarifen, QoS Verfügbarkeit, Liefer-
          terminen und der Zahlungsbedingungen unterschieden. Die Prozessschritte würden komple-
          xer und zeitaufwändiger. Dies binde Ressourcen, ohne dass auf anderer Seite Kostenein-
          sparungen realisiert werden könnten, es sei denn, Regionalisierung wäre mit einer gleichzei-
          tigen systemkonformen Absenkung des TAL-Zugangsentgeltes verbunden. Auch hier wird

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   gesehen, dass die Marktbeobachtung durch regional differenzierte Vorleistungsprodukte
   komplizierter und teurer werde.

   Frage 9: Wie schätzen Sie die praktikable Umsetzung regional differenzierter Vorleis-
            tungsprodukte im Verwaltungsverfahren und -vollzug ein?
            Sehen Sie etwa Probleme bei der Erfassung von Kosten auf regionaler Ebe-
            ne?

   Die praktikable Umsetzung regional differenzierter Vorleistungen hänge nach Meinung der
   DT AG von Art der Regulierung (z.B. Art der Marktclusterung) und von den erforderlichen
   Kostennachweisen ab.

   Die alternativen Anbieter und ihre Verbände hegen Zweifel an der praktikablen Umsetzung
   regional differenzierter Vorleistungsregulierung. Die Zahl der Markanalysen werde erheblich
   steigen. Diese seien auch wegen der Prüfung der Auswirkungen auf vor- und nachgelagerte
   Märkte mit höherem Aufwand verbunden. Entlastungen durch Deregulierung gäbe es nicht,
   da auch deregulierte Märkte weiter beobachtet werden müssten. Außerdem lasse die stei-
   gende Komplexität der Verwaltungsverfahren auch einen Anstieg der Anzahl der Gerichts-
   verfahren befürchten. Damit steige die Anzahl offener Entgeltüberprüfungsverfahren noch
   weiter, was der Rechtssicherheit noch zusätzlich abträglich sei.

   DT AG hält die regional differenzierte Erfassung von Kosten grundsätzlich für machbar.

   Andere Kommentatoren fürchten die höhere Komplexität regionaler Kostenerhebungen, die
   auch die Gefahr der Unschärfen bergen würden (z.B. bei der Gemeinkostenzuordnung).
   Hierdurch würden möglicherweise Spielräume in der Kostenkalkulation für Angebote in
   „wettbewerblicheren Märkten“ eröffnet. Zusätzlich erschwert würde eine solche Differenzie-
   rung durch die noch nicht absehbaren Implikationen der NGN Migration.

   Frage 10: Mittlerweile haben Sie möglicherweise erste Erfahrungen mit der Erhebung
             regionalisierter Daten. Wie schätzen Sie den administrativen Aufwand für
             Datenerhebung und Analyse ein?

   DT AG erwartet, dass der administrative Aufwand für einen Teilnehmernetzbetreiber, der
   seine Anschlussinfrastruktur kenne und selbst betreibe, beherrschbar bleibe. Auch Reseller-
   Daten könnten so abgebildet werden.

   Alternative Anbieter befürchten einen sehr hohen administrativen Aufwand der Datenerhe-
   bung, dies habe sich bei der aktuellen Datenabfrage zu Markt Nr. 5 bereits bestätigt. Die
   Unternehmensdatenbanken verfügten mit Ausnahme der TAL-Zuordnung zu Anschlussbe-
   reichen über keine geeigneten Zuordnungsfaktoren. Befürchtet wird auch, dass durch sich
   ständig ändernde Bezugsgrößen der Aufwand zusätzlich steige. Eine geografische Segmen-
   tierung würde zwangsläufig die Komplexität zukünftiger Marktanalysen wesentlich erhöhen,
   obwohl eigentlich damit eine Rückführung der Regulierung des TK-Sektors beabsichtigt sei.




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                                 2. Konsultationsentwurf vom 05.05.2010
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          Frage 11: Sehen Sie weitere hier noch nicht angesprochene Probleme bei der Regio-
                    nalisierung von Bitstromzugangsmärkten?

          DT AG sieht darüber hinaus keine weiteren Probleme bei Regionalisierung von Bitstromzu-
          gangsmärkten.

          Einige Kommentatoren raten dringend zu hinterfragen, ob es angemessen sei, Bitstrom so
          kurz nach seiner Einführung zu segmentieren. Es sei schwierig, die Wettbewerblichkeit eines
          Marktes zu bestimmen, der sich gerade erst etabliere. Der prognostischen Entwicklung
          komme hier eine viel höhere Bedeutung als in anderen Ländern zu. Die Prognose sei aber
          wegen der Unmöglichkeit, Trends aus der Vergangenheit fortzuschreiben mit hoher Unsi-
          cherheit belastet. Dies gelte schon, wenn der Wettbewerb auf der vorgelagerten Wertschöp-
          fungsebene (TAL-Zugang) unverändert fortbestehe. Wenn man Bitstromzugang auf der Ba-
          sis des heutigen TAL-Wettbewerbs regional dereguliere, blende man den durch HVt-
          Rückbau zu erwartenden Niedergang des TAL-basierten Geschäftsmodells aus. Mit der Fol-
          ge, dass dann in den Ballungsräumen TAL-Zugang als Vorleistungsprodukt „tot“ und Bit-
          stromzugang dereguliert sei. Die Annahme, DT AG werde bestimmte Dinge nicht tun oder
          könne ohne weiteres in die Regulierung zurückgeführt werden, sei keine Basis für eine sol-
          che weitreichende Entscheidung. (Breko)

          Zwei Kommentatoren weisen daraufhin, dass sich die Situation in Deutschland deutlich von
          der in jenen Ländern unterscheide, die bereits regionalisiert haben. In Deutschland dominie-
          re der TAL-Zugang als Vorleistungsprodukt, Bitstrom sei noch nicht etabliert und der NGA-
          Umbau viel weiter fortgeschritten als in diesen Ländern, die auch völlig andere Marktstruktu-
          ren als Deutschland hätten.

          Fastweb ist der Auffassung, dass nichthomogene Wettbewerbsbedingungen in TK-Märkten
          eher ein Zeichen eines unreifen Marktes sei. Sie rührten vor allem daher, dass es alternati-
          ven Anbietern nur zum Teil gelungen sei, den Markt infrastrukturell zu erschließen. Deshalb
          spiegele Inhomogenität eher ein kurzfristiges Bild eines unreifen Marktes wider, als dass sie
          ein stabiles Merkmal eines reifen wettbewerblichen Marktes sei.

          Andere Kommentatoren weisen auf die Komplexität des Themas hin, dessen Auswirkungen
          mangels Erfahrungen noch niemand abschätzen könne. Bei einer Regionalisierung verlöre
          die Bundesnetzagentur Zugriffsmöglichkeiten und dem Bundeskartellamt fehlten die Res-
          sourcen, um bei missbräuchlichem Verhalten der DT AG sofort tätig werden zu können. Die
          Rückführung eines deregulierten Marktes in die sektorspezifische Regulierung sei außerdem
          in der Praxis kaum durchzuführen.

          1&1 befürchtet durch Regionalisierung eine starke Verunsicherung des Marktes, weil die
          regional unterschiedliche Verfügbarkeit und Bepreisung von Vorleistungsprodukten die Märk-
          te unübersichtlich machten. Das Unternehmen fragt sich auch, ob die Vorteile der Regulie-
          rung die Nachteile der zunehmenden Komplexität bei Märkten und Regulierungshandeln
          aufwögen. Es sei ratsamer die Regionalisierung mit der anstehenden NGN-Migration zu ver-
          binden.



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                                     - Geschwärzte Fassung -
   QSC weist daraufhin, dass das Investitionsverhalten im Hinblick auf NGA aber auch auf den
   weiteren Ausbau nicht DSL-versorgter Gebiete in sehr starkem Maße von den Auswirkungen
   der aktuellen Finanzkrise auf die Realwirtschaft und dem Kreditvergabeverhalten der Banken
   abhängen werde.




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           Anhang 3:    Stellungnahmen interessierter Parteien zum Konsultationsentwurf

                        Unternehmen / Verbände

            1.          1 & 1 Internet AG

            2.          ANGA – Verband deutscher Kabelnetzbetreiber e.V.

            3.          Appenzeller, Christian

            4.          BREKO Bundesverband Breitbandkommunikation e.V.

            5.          BT

            6.          BUGLAS – Bundesverband Glasfaseranschluss e.V.

            7.          Deutsche Telekom AG

            8.          IEN - Initiative Europäischer Netzbetreiber

            9.          Kabel Baden-Württemberg GmbH (über SBR Juconomy Consulting AG)

            10.         QSC AG

            11.         Telefónica O2 GmbH & Co. OHG

            12.         VATM – Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten e.V.

            13.         Versatel AG

            14.         Vodafone AG & Co. KG




           Die Stellungnahmen sind auf der Website der Bundesnetzagentur unter folgender Adresse
           veröffentlicht:
           http://www.bundesnetzagentur.de/cln_1931/DE/DieBundesnetzagentur/Beschlusskammern/1
           BK-Geschaeftszeichen-Datenbank/BK1/2009/2009_001bis100/BK1-09-007/Ergebnisse_
           Anhoerungsverfahren_BK1-09-007_BKV.html?nn=76940




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                               2. Konsultationsentwurf vom 05.05.2010
                                           - Geschwärzte Fassung -
       Anhang 4:        Schreiben der Europäischen Kommission

       - noch offen -




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                                           - Geschwärzte Fassung -
          Anhang 5:     Begriffserläuterungen

          ADSL                       Asymmetric Digital Subscriber Line (Asymmetric DSL). Variante
                                     der DSL-Technologie zur Realisierung breitbandiger digitaler
                                     Anschlüsse über das herkömmliche Kupferkabel-Anschlussnetz,
                                     die gleichzeitig sowohl die bidirektionale Übertragung von Daten
                                     mit beiden Verkehrsrichtungen (Downstream und Upstream) als
                                     auch die Übertragung von Sprache im schmalbandigen Bereich
                                     ermöglicht. Downstream und Upstream sind durch unterschiedli-
                                     che Bandbreiten gekennzeichnet. ADSL kann dabei eine
                                     Downstream Geschwindigkeit von bis zu 8 Mbit/s, ADSL2 von
                                     bis zu 12 Mbit/s erreichen. Beide ermöglichen einen Upstream
                                     von bis zu 640 kbit/s.
                                     ADSL wurde durch die ITU-T in G.992.1 standardisiert.

          ADSL 2+                    ADSL2+ stellt eine Weiterentwicklung des ADSL2 Standards
                                     dar. ADSL2+ nutzt jedoch die doppelte Frequenzbandbreite
                                     (2,2MHz) und erreicht somit Bandbreiten von bis zu 25 Mbit/s im
                                     Downstream und 2 Mbit/s im Upstream.
                                     ADSL2+ wurde durch die ITU-T in G.992.5 standardisiert.

          ATM                        Asynchronous Transfer Mode. International standardisierte Ü-
                                     bertragungs- und Vermittlungstechnologie. Sie basiert auf der
                                     speichervermittelten, verbindungsorientierten Übertragung der
                                     Nutzdaten in Form adressierter asynchroner Zellen mit einer
                                     festen Länge. Im ATM existieren standardisierte Quality of Servi-
                                     ce- Klassen.

          ATM-Backbone               Er ist der zellenvermittelnde Teil eines Verbindungsnetzes, das
                                     als Netz höherer Netzebene nachgeordnete lokale und regionale
                                     Netze miteinander verbindet und welches Reservierungen von
                                     Kapazitäten mit festen Zuordnungen ermöglicht und die Einhal-
                                     tung bestimmter Quality of Service Parameter garantieren kann.

          BB-RAR                     Broadband Remote Access Router. Der BB-RAR bildet den
                                     Netzübergang von einem Konzentratornetz zum IP-Backbone. Er
                                     übernimmt u.a., im Sinne einer Gateway-Funktionalität, die „De-
                                     kodierung“ der über das Konzentratornetz zugeführten Verkehre
                                     und deren Weiterleitung auf Basis des IP-Protokolls in das IP-
                                     Backbone.

          Best Effort                Kategorie für Übertragungsqualitäten, bei der Parametern. wie
                                     z.B. Paketlaufzeit, Paketverlustwahrscheinlichkeiten und Lauf-
                                     zeitvariationen nicht garantiert werden. Daher ist das Best-Effort-
                                     Prinzip für die Übertragung von zeitkritischen Daten wie für VoIP,
                                     IP TV oder Videokonferenzen nicht geeignet.
          BRAS                       Broadband Remote Access Server. Gleiche Funktionalität wie
                                     BB-RAR.




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                          2. Konsultationsentwurf vom 05.05.2010
                                     - Geschwärzte Fassung -
   Breitband POP               Broadband Point of Presence. Einwahlpunkt in breitbandige Net-
                               ze i.d.R. IP-Netze (wie beispielsweise das Internet). Am POP
                               findet die Verkehrsübergabe zwischen den jeweiligen Zugangs-
                               netzen und dem IP-Netz statt.

   CMTS                        Cable Modem Termination System.
                               Das CMTS ist eine Komponente für die paketorientierte Kommu-
                               nikation in Breitband-Kabelnetzen. Es überführt den im HFC-
                               Netz erzeugten Datenverkehr aus einer Region in das IP-
                               Backbone-Netz.

   dediziert                   Bezeichnet physisch oder durch Kanalbildung mittels übertra-
                               gungstechnischer Maßnahmen wie etwa Multiplexing nur einem
                               Teilnehmer fest zugeordnete Infrastruktur

   DOCSIS                      Data over cable service interface specification ist ein Standard,
                               welcher die Übertragung von Datendiensten über eine rückka-
                               nalfähige Breitband-Kabel-Infrastruktur erlaubt.

   Download                    Datentransfer vom Netz zum Kunden

   Downstream                  Verkehrsrichtung bzw. Datenkanal vom Netz zum Kunden.

   DSL                         Digital Subscriber Line. Auch mit xDSL bezeichnete technische
                               Konzepte für breitbandige digitale Datenübertragungen über das
                               herkömmliche Kupferkabel-Anschlussnetz.

   DSLAM                       Digital Subscriber Line Access Multiplexer. Ist eine in der xDSL-
                               Technologie eingesetzte Netzkomponente zur Konzentration
                               mehrerer xDSL-Verbindungen (Konzentrator und Modem).

   DWDM                        DWDM (Dense Wavelength Division Multiplexing) ist ein opti-
                               sches Wellenlängenmultiplex mit einer sehr hohen Leistungsfä-
                               higkeit von bis zu mehreren Terrabit/s (1Tbit/s = 1000 Gbit/s),
                               das durch die ITU in G.604.1 standardisiert ist.
                               Als Grundwellenlänge (1550 nm) werden bis zu 160 unterschied-
                               liche Wellenlängen symmetrisch aufmoduliert, die jeweils ein
                               Signal übertragen können. Diese werden dann über eine Glasfa-
                               ser übertragen und können empfangsseitig durch optische Split-
                               ter wieder voneinander getrennt werden.

   EDGE                        Enhanced Data Service for GSM Evolution ist ein Mobilfunkstan-
                               dard, der auf der GSM Infrastruktur aufsetzt und in der Praxis
                               Datenraten von bis zu 210 Kbit/s bietet.

   Entbündelte Leistung        1.    aus technischer Sicht: Infrastukturleistung ohne Übertra-
                                     gungs- technik, z. B. 1 Kupferdoppelader od. 1 Glasfaser
                               2.    aus kommerzieller Sicht: Leistung ohne Koppelung mit wei-
                                     teren Leistungen bzw. Produkten




                                                                                                Seite 224


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8       2010         – Mitteilungen, Telekommunikation, Teil A, Mitteilungen der Bundesnetzagentur –        1547


                         2. Konsultationsentwurf vom 05.05.2010
                                     - Geschwärzte Fassung -
          Ethernet             Ethernet ist eine durch die IEEE (IEEE-802.3) standardisierte
                               kabelgebundene Übertragungstechnik, die auf Frames (Rah-
                               men) basiert. Dabei ist das Übertragungsmedium nicht festge-
                               legt. Dieses kann über Glasfaser wie auch über Kupferkabel
                               (twisted-pair) erfolgen. Am weitest verbreitete Medien sind dabei
                               herkömmliche Ethernet-Netzwerk-Kabel, sog. „LAN-Kabel.
                               Ethernet ist in verschiedenen Geschwindigkeitsklassen (10, 100
                               Mbit/s, 1 Gbit/s [GbE]oder 10Gbit/s) verfügbar.

          Fastpath             Fastpath ist eine Technik um Laufzeiten bei DSL Anschlüssen zu
                               verkürzen. Dies wird durch das Weglassen der Fehlerkorrektur
                               bei der Übertragung erreicht.

          FTTB                 Fiber to the Building: Glasfaser basierte Zugangsnetzinfrastruk-
                               tur, bei der die Glasfaser von der Teilnehmervermittlungsstelle
                               bis direkt ins Haus reicht. Im Haus werden meist noch kupferba-
                               sierte Verteilsysteme (Kupferdoppelader mit VDSL oder Ether-
                               net-Technik) eingesetzt.
          FTTC                 Fiber to the Cabinet (Kabelverzweiger):
                               Glasfaser basierte Zugangsnetzinfrastruktur, bei der die Glasfa-
                               ser im Kabelverzweiger endet. Die restliche Distanz zum End-
                               kunden wird mittels Kupferdoppelader über xDSL-Technik reali-
                               siert.

          FTTEx                Fiber to the Exchange (Hauptverteiler): Zugangsnetzinfrastruk-
                               tur, bei der die Glasfaser im HVt endet. Die restliche Distanz
                               zum Endkunden wird mittels Kupferdoppelader über xDSL-
                               Technik realisiert.
          FTTH                 Fiber to the Home. Glasfaseranschlusstechnik, bei der die Glas-
                               faser von der Teilnehmervermittlungsstelle bis direkt in die Woh-
                               nung des Teilnehmers reicht.

          GPON                 Gigabit Passive Optical Network: Ist eine Fttx Technik auf Basis
                               passiver optischer Netze (PON), welche sich durch Übertra-
                               gungsraten von bis zu 2,5 Gbit/s auszeichnet.
          Header               Der Header ist eine der Nutzinformation vorangestellte Trans-
                               portinformation, welche von der Netztechnik ausgewertet wird.
                               Anhand dieser Informationen kann in Netzwerken ein optimaler
                               Transport der Daten erfolgen.

          HFC                  Hybrid Fiber Copper. Auch mit "Hybrid Fiber Coax (HFC)" be-
                               zeichnete Technologie breitbandiger Kommunikationsnetze die
                               Teilnehmeranschlüsse      über   Glasfaser-  und    Kupfer-
                               Koaxialsegmente realisiert.

          HVt                  Hauptverteiler. Netzseitige Abschlusseinrichtung des Teilneh-
                               meranschlussnetzes.
          Internet             Bezeichnet die Gesamtheit aller zusammengeschalteten öffentli-
                               chen IP-Netze.




                                                                                                Seite 225


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                            2. Konsultationsentwurf vom 05.05.2010
                                      - Geschwärzte Fassung -
   Internetfestverbindung       Eine Internetfestverbindung ist eine permanente digitale Daten-
                                verbindung, die von einem Netzbetreiber zur Verfügung gestellt
                                wird. Im Gegensatz zur Mietleitung, bei der meist zwei Teilneh-
                                mer-Endpunkte (z.B. verschiedene Lokationen eines Unterneh-
                                mens) mit einer physischen oder virtuellen Leitung verschaltet
                                werden, verbindet eine Internetfestverbindung i.d.R. ein Netz-
                                werk einer Kundenkolokation mit einem Internetzugangspunkt.
                                Gegenüber einer Mietleitung ist eine Internetfestverbindung mit
                                einem Add on behaftet, d.h. sie beinhaltet zusätzliches Equip-
                                ment (z.B. Router) und die Herstellung der Internetkonnektivität.

   IP                           Internet Protocol. Ein bedeutendes Protokoll der TCP/IP-
                                Protokollfamilie der Vermittlungsschicht (entsprechend Schicht 3
                                des OSI-Referenzmodells), das für die Datenübertragung im
                                Internet entwickelt wurde. Die Aufgabe des Internet-Protokolls
                                besteht darin, Datenpakete von einem Sender in einem Netz
                                bzw. über mehrere Netze hinweg zu einem Empfänger zu trans-
                                portieren. Die Übertragung ist paketorientiert, verbindungslos
                                und nicht garantiert.

   IPTV                         IPTV ist als interaktiver Breitband-Multimediadienst definiert, der
                                u.a. Fernsehkanäle sowie Content-on-demand / Video-on-
                                demand, Texte, Grafiken und Daten über IP-basierte Netze rea-
                                lisiert, unter Berücksichtigung u.a. von QoS/QoE, Sicherheitsas-
                                pekten, Zugangsberechtigungen und Zuverlässigkeit. IPTV-
                                Kanäle können dabei im Multicastverfahren übertragen werden.
                                Zum Zwecke dieser Marktabfrage werden Content-on-demand
                                und Video-on-demand-Dienste auch unter den Begriff IPTV ein-
                                bezogen.

   IP-Backbone                  Er ist der vermittelnde Teil eines Verbindungsnetzes, der als
                                Netz höherer Ebene nachgeordnete lokale und regionale Netze
                                miteinander verbindet und in dem die Signalübertragung auf Ba-
                                sis von Protokollen aus der Familie der Internet Protokolle er-
                                folgt.

   IP-Telefonie                 Übermittlung (Transport) von Sprache, Fax und vergleichbarer
                                Dienste (Applikationen) die teilweise oder vollständig über pa-
                                ketvermittelnde Netze erfolgt und auf Internet Protokollen ba-
                                siert.

   Jitter                       Mit Jitter bezeichnet man in der Datenübertragung die Phasen-
                                schwankungen und damit die zeitlichen Änderungen von Signal-
                                frequenzen (Varianzen der Paketlaufzeit).
   Kernnetz                     = Backbone

   Konzentratornetz             Das Konzentratornetz fasst in Richtung Kernnetz den Verkehr
                                der Teilnehmer zusammen und teilt Verkehr in Richtung Teil-
                                nehmer auf. Es stellt das Bindeglied zwischen Teilnehmeran-
                                schlussnetz und Kernnetz dar.




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