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                                                        Amtsblatt der Bundesnetzagentur

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5 2007
                                       für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen
                                 – Mitteilungen, Telekommunikation, Teil A, Mitteilungen der Bundesnetzagentur –   869
                                                    Geschwärzte Fassung

             -       … bietet Geschäftskunden folgende Dienste an: Sprachdienste (z.B.) Telefondienst, Te-
                     lefon-Komplettanschlüsse), Datendienste (z.B. LAN-Kopplungen, Festverbindungen,
                     ATM- und Frame Relay Dienste, Private Netze) und Internetdienste (z.B. Internetzugang
                     über Glasfaser bzw. SDSL, Internetdienst für ISP)

         Die Mehrheit der Backbone-Betreiber ist vertikal integriert. Ein Unternehmen (…) bedient nach
         den Angaben im Rahmen dieser Anhörung nur den Endkundenmarkt. Zur wettbewerblichen Be-
         deutung dieser vertikalen Integration hat sich kein Unternehmen geäußert.

         Die Vorteile durch vertikale Integration würden nach der Auffassung des etablierten Betreibers
         bereits durch regulierte Vorleistungspreise an die Wettbewerber weitergegeben und könnten
         insofern keinen negativen Einfluss haben. Der etablierte Betreiber biete ein umfassendes Pro-
         duktportfolio sowohl auf dem Vorleistungs- als auch auf dem Endkundenmarkt an.

         Zur Frage der vertikalen Integration wird es von den ISP als denkbar erachtet, dass vertikal in-
         tegrierte Teilnehmernetzbetreiber bewusst keine Bitstromprodukte anbieten, um neben dem
         etablierten Betreiber im DSL-Anschlussbereich exklusiv tätig zu sein. Zur Frage in welchen Be-
         reichen die Unternehmen tätig werden, äußern sich nur zwei ISP. Einer (…) ist demnach als ISP
         und IT-Dienstleister tätig. Das andere Unternehmen (…) weist darauf hin, dass es Vorleistungen
         im Wesentlichen nur für das Angebot von Endkundenleistungen nutze.



         47. Wie schätzen Sie die Verhältnisse auf diesem Markt ein? Ist der technische Fortschritt
         geeignet, die Wettbewerbsverhältnisse zu verändern?

         Die Mehrheit der Backbone-Betreiber sehen technischen Fortschritt nur im Zusammenhang mit
         der Kupferdoppelader realisiert, d.h. in der Weiterentwicklung von DSL und der zunehmenden
         Verbreitung von breitbandigen Diensten wie VoIP. Da hier der etablierte Betreiber unangefoch-
         tener Marktführer sei, werde durch den technischen Fortschritt im Bereich der DSL-Technik des-
         sen Position nur verfestigt. Technische Entwicklungen bei alternativen Anschlusstechnologien
         wie z.B. kompatible Endgeräte bei Powerline würden keinen signifikanten Einfluss auf den Breit-
         bandzugangsmarkt haben. Der technische Fortschritt könne nur dort Einfluss auf die Wettbe-
         werbsbedingungen haben, wo der Markt nicht vorrangig vom etablierten Betreiber bedient wer-
         de. ... sieht durch technischen Fortschritt die im Bereich des ATM-Netzwerks eingesetzten Kon-
         zentratoren immer günstiger und leistungsfähiger werden, während IP-basierte DSLAMs aus
         dem Laborstadium nicht herauskämen.

         Nach der Auffassung des etablierten Betreibers sei durch den technischen Fortschritt in den
         Bereichen der Wireless-Acces-Technologien (WLAN, WMAN) mit Veränderungen in den Wett-
         bewerbsverhältnissen zu rechnen; auf regionaler Ebene im Geschäftskundenmarkt auch durch
         einen verstärkten Ausbau der LAN-LAN Kopplung (Metro Ethernet). Durch eine steigende An-
         zahl alternativer Technologien sowie Konvergenzentwicklung ergäben sich zusätzlich
         Markteintrittsoptionen.

         Die Frage wird vom Teilnehmernetzbetreiber … ohne weitere Begründung mit ja beantwortet.

         Die ISP sehen nicht, dass durch den technischen Fortschritt die Wettbewerbsverhältnisse im
         Betrachtungszeitraum geändert würden. Vielmehr, so ein ISP, zeige das Beispiel DSL, dass der
         technische Fortschritt die Marktposition eines Anbieters festige.


         48. Sehen Sie Hinweise darauf, dass das Verhalten der Nachfrager auf dem Vorleis-
         tungsmarkt die Marktmacht der Anbieter auf dem Vorleistungsmarkt beschränkt?

         Die Backbone-Betreiber sehen keinen Hinweis auf ausgleichende Markmacht durch Nachfra-
         ger auf dem Vorleistungsmarkt. Dies sei auch deshalb nicht zu erwarten, weil der etablierte
         Betreiber als vertikal integriertes Unternehmen auf dem Endkundenmarkt und dem Vorleis-
         tungsmarkt über beträchtliche Marktmacht verfüge und sich praktisch unabhängig von Wettbe-
                                                                                                 53


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                                   für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen
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      werbern und Nachfragern verhalten könne. Einige Unternehmen (…) halten diese Frage auf-
      grund der bestehenden wettbewerblichen Dysfunktionen für nicht nachvollziehbar.

      Die Marktmacht der Wettbewerber steige nach der Auffassung des etablierten Betreibers mit
      zunehmender Anzahl möglicher Alternativprodukte.

      Zwei ISP (…) sind der Auffassung, das die Marktmacht der Anbieter auf dem Vorleistungsmarkt
      nicht durch das Verhalten der Nachfrager auf dem Vorleistungsmarkt beschränkt werde. Erstens
      werde der Markt zu stark vom etablierten Betreiber dominiert, zweitens seien die Wettbewerber
      gleichermaßen auf die TAL, Kollokation und DSL-Zuführung angewiesen und drittens fände kei-
      ne Absprache bzw. kein Zusammenschluss bei den Vorleistungsnachfragern statt.

      49. Sehen Sie Hinweise darauf, dass das Verhalten der Nachfrager auf dem Endkunden-
      markt die Marktmacht der Anbieter auf dem Vorleistungsmarkt beschränkt?

      Wegen der Marktbeherrschung des etablierten Betreibers auf dem Vorleistungs- und Endkun-
      denmarkt für Breitbandzugangsprodukte sei es auch ausgeschlossen, dass die Nachfrager-
      macht auf dem Endkundenmarkt die Marktmacht des beherrschenden Anbieters im Vorleis-
      tungsmarkt beschränke. Von daher verneinen alle Backbone-Betreiber die Existenz ausglei-
      chender Marktmacht durch Nachfrager auf dem Endkundenmarkt.

      Von einer Beschränkung der Marktmacht der Anbieter auf dem Vorleistungsmarkt durch das
      Verhalten der Nachfrager auf dem Endkundenmarkt sei nach der Auffassung des etablierten
      Betreibers auszugehen. Bei der Verbindungsnachfrage reagieren Kunden preiselastisch infolge
      der Möglichkeit zur Anbieterauswahl. Der Wettbewerb durch schmalbandige Produkte sei rele-
      vant. Durch TAL-Regulierung herrsche intermodaler Wettbewerb. Das Ausweichen von Endkun-
      den auf alternative TK-Angebote beschränke daher auch die Marktmacht der Anbieter auf dem
      Vorleistungsmarkt. Der potentielle Wettbewerb über alternative Technologien müsse ebenso
      berücksichtigt werden.

      Eine Beschränkung der Marktmacht der Anbieter auf dem Vorleistungsmarkt durch das Verhal-
      ten der Nachfrager auf dem Endkundenmarkt sei laut ISP nicht zu erwarten. Theoretisch sei dies
      denkbar, wenn es ein Bitstromprodukt gäbe (…). Nach Ansicht eines anderen ISP kauften die
      Nachfrager T-DSL und T-DSL basierten Internetaccess von alternativen ISP ein, dadurch werde
      die Marktmacht des etablierten Betreibers sogar noch stärker (…).




      I.     ANNEX

      Annex Tabelle 1: Angebote von Anschlusstechnologien auf dem Endkundenmarkt für Breitband-
      zugang BuG
      Annex Tabelle 2: Anforderungen an die Ausgestaltung von Bitstrom (anonymisiert) 4
      Annex Tabelle 3: Angebot und Nachfrage nach breitbandigen Vorleistungsprodukten BuG




      4
          Angaben für geschwärzte Fassung
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                                                                                                                                                                                                                        Annex Tabelle 2
                                                                                                                                                                                                                                                        5 2007


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                                                     Übergabe      Anzahl




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                                                                            gabe-    Wählbarkeit von Bandbrei-     Quali-
                                                 Ent-auf Basis     Überg.                                                    technische Qualitätsparameter               nicht technische Serviceparameter                    Bemerkungen
                                 direkte                                    proto-    ten Up-/Downstream)           täts-
                                                 bün-   von        punkte
                                  End-                                      kolle                                 klassen
                                          Flä- delung
                     Unterneh-    kun-                                                                                      garant.                                                                        Deakti-
                                         chen- von
                     men         denbe-                                                                                      Band-                         Zell-/                                         vierung
                                         deckg. Tele-
                                   zie-
                                                                                                                                                                                                                                                        A




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                                  hung
                                                 fon- ATM   IP                        asymmetr.        symmetr.                         Latenz     Jitter          Verfügbarkeit
                                                anschl.                                                                     Mindest-                      verlust-                    zeiten      zeiten    tren
                                                                                                                             band-                          rate                                           -nung
                                                                                                                             breite
                     Backbonebetreiber

                                                                                     768/128 kbit/s,                                                                  jährl. Netz-                                   IP, MPLS, Ethernet qualitativ
                                                                                      2 Mbit/s/192                                                                     verfügbkt.                                    nicht ausreichend
                                                                                                       144, 256,  UBR,                                                              wählbar;
                                                                                         kbit/s,                                                                         99,5 %,
                                                                                                       512, 1024 VBR-rt,                                         -7                Priorität 1:
                     ...           ja    ja     ja    ja                    ATM       4 Mbit/s/384                             ja      < 10 ms < 1 ms < 10              jährliche
                                                                                         kbit/s,       oder 2320 VBR-nrt,                                                          6 h, Priori-
                                                                                                                                                                      Endkunden-
                                                                                      6 Mbit/s/576       kbit/s   CBR                                                              tät 2: 48 h
                                                                                                                                                                       verfügbkt.
                                                                                         kbit/s
                                                                                                                                                                         98,5 %
                                                                                                                                          ATM                                                                        IP qualitativ nicht ausreichend,
                                                                                                                                         core <                        ATM core                                      MPLS nicht ausgereift
                                                                                                                   UBR,
                                                                                                                                          1ms,                        99,98% und
                     …             ja    ja           ja             1      ATM            ja             ja      VBR-rt,      ja                   ja      ja                          ja          ja
                                                                                                                                       end-point                       end-point
                                                                                                                  VBR-nrt
                                                                                                                                        PVC <                         PVC 99,9%
                                                                                                                                         10 ms
                                                                                                                                                                                                                     grundsätzl. können alle DSL-
                                                                                                                                                                                                                     Netze QoS anbieten - aber
                                                                            ATM,                                   UBR,                                                                                              einheitlicher Qualitätsstandard
                     ...                        ja    ja    ja                             ja             ja
                                                                            L2TP                                   CBR                                                                                               nur schwer realisierbar, solan-
                                                                                                                                                                                                                     ge sich d. QoS-Angebote je
                                                                                                                                                                                                                     Anbieter unterscheiden
                                                                                                                                                                                   für höher-                        IP, Ethernet qualitativ nicht
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                           Amtsblatt der Bundesnetzagentur




                                                                                                                                                                                      wert.                          ausreichend, MPLS nichtnetz-
                                                                                                                                                                                    Dienste                          übergreifend standardisiert
                     ...           ja                 ja                    ATM            ja             ja                   ja         ja        ja                mind. 99,5 %
                                                                                                                                                                                      < 4 h,
                                                                                                                                                                                   ansonsten
                                                                                                                                                                                      < 8h
                                                                                                                                                                                                                     Verweis auf..., IP und Ethernet
                                                                            ATM,
                     ...                              ja    (ja)                                                                                                           ja           ja                           erlauben keine definierte Quali-
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                          für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen




                                                                            L2TP
                                                                                                                                                                                                                     tät
                                                                                                                                                                                                                                                        – Mitteilungen, Telekommunikation, Teil A, Mitteilungen der Bundesnetzagentur –




                                                                                                                                                                                                                                            55
                                                                                                                                                                                                                                                        871
291

Geschwärzte Fassung                                                                                                                      872
                                                                              Über-                                  ATM-
                                                        Übergabe    Anzahl
                                                                              gabe-     Wählbarkeit von Bandbrei-    Quali-
                                                 Ent-   auf Basis   Überg.                                                     technische Qualitätsparameter           nicht technische Serviceparameter                  Bemerkungen
                                 direkte                                      proto-     ten Up-/Downstream)          täts-
                                                 bün-      von      punkte
                                  End-                                        kolle                                 klassen
                                          Flä- delung
                     Unterneh-    kun-                                                                                        garant.                                                                   Deakti-
                                         chen- von
                     men         denbe-                                                                                        Band-                        Zell-/                                     vierung
                                         deckg. Tele-
                                   zie-                                                                                       breite /                     Paket-                   Entstör-   Liefer- Zwangs-
                                                 fon- ATM IP                             asymmetr.      symmetr.                          Latenz    Jitter          Verfügbarkeit
                                  hung                                                                                        Mindest-                     verlust-                  zeiten    zeiten    tren
                                                anschl.
                                                                                                                               band-                         rate                                       -nung
                                                                                                                                                                                                                                                    A



                                                                                                                               breite
                                                                                                                                                                                                                  bevorzugt IP-Übergabe auf
                                                                               PPP                                                                                                                                SDH POS und/oder Gigabit-
                                                                               over                                                                                                                               Ethernet-Schnittstelle, Kombi-
                     ...           ja                  (ja)   ja     < 74     L2TP,                                                   sind meist zweitrangig             ja            ja                         nation von ZISP-/Gate-Ebene,
                                                                             PPPoE,                                                                                                                               Einflussn. auf QoS Param. im
                                                                              ATM                                                                                                                                 IP-Backbone mögl. ( MPLS,
                                                                                                                                                                                                                  DSCP, RSVP)
                                                                                                                                         d 150 ms                                                                 QoS-Parameter i.S.v. Baukas-
                                                                                      192 /64, 256/64,
                                                                                      384/64, 728/128,                                      DSL-                                                                  tensystem wählbar - Einfluss-
                                                                                         1024/128,                                          An-                                                                   nahme via elektronischer
                                                                             PPP over                   256, 512,
                                                                                         2048/256,                                        schluss < 10                                                            Schnittstelle, Es gibt faktisch
                     ...           ja     ja      ja   (ja)   ja     74       L2TP,      1536/192,
                                                                                                       1024, 2048                ja                            ja        ja                              ja
                                                                                                                                           l Bit-  ms                                                             keine Anwendung, die nicht
                                                                               ATM       1536/384,        kbit/s
                                                                                                                                           strom-                                                                 auch auf IP abbildbar ist (so-
                                                                                         3072/384,                                                                                                                lange Leitungskapazität nicht
                                                                                                                                          Schnitt-
                                                                                       3072/512 kbit/s
                                                                                                                                           stelle                                                                erschöpft ist).
                     ISP
                                                                                                                                                                                                                  Einflussnahme auf Qualitätspa-
                                                                    1 oder PPP over                                                                                                                               rameter im IP-Backbone mög-
                     ...           ja                  (ja)   ja                                   ja                            ja          ja       ja                 ja            ja        ja
                                                                     mehr   L2TP                                                                                                                                  lich ( MPLS, RSVP, DiffServ),
                                                                                                                                                                                                                  Vereinbarung von SLA
                                                                                                                                                                                                                  QoS-Differenzmglk. im Rah-
                                                                                                                                                                                                                  men best. Konfigurations-Sets,
                                                                              PPPoE                                                                                                                               Minimal-Set: sollte die den
                     ...t          ja             ja          ja     74        over           ja           ja                                                                                            ja       ...Kunden angeb. techn. Pa-
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                       Amtsblatt der Bundesnetzagentur




                                                                               L2TP                                                                                                                               ram. beinhalten, ATM - mehr
                                                                                                                                                                                                                  Differenzmglk., aber hohe
                                                                                                                                                                                                                  Kosten
                                                                              PPPoE                                                                                                                               Vereinbarung von SLA von
                                                                               ov.                                                                                                                                Bedeutung
                     ...           ja                   ja    ja     74                                                          ja          ja                ja
                                                                              L2TP,
                                                                              PPPoA
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                      für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen




                                                                                                                                                                                                                  Bitstrom-Übergabe am DSLAM
                     ...           ja                         ja             Ethernet                                                                                                  ja        ja
                                                                                                                                                                                                                  auf Basis von Ethernet
                                                                                                                                                                                                                                                    – Mitteilungen, Telekommunikation, Teil A, Mitteilungen der Bundesnetzagentur –




                     ...                                                                           ja                            ja          ja                                                          ja
                                                                                                                                                                                                                                                    |




                                                                                                                                                                                                                                        56




Bonn, 7. März 2007
                                                                                                                                                                                                                                                    5 2007
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                                                                                                                 Geschwärzte Fassung

                                                                                   Über-                                  ATM-
                                                        Übergabe        Anzahl
                                                                                   gabe-    Wählbarkeit von Bandbrei-     Quali-
                                                 Ent-   auf Basis       Überg.                                                      technische Qualitätsparameter             nicht technische Serviceparameter               Bemerkungen
                                 direkte                                           proto-    ten Up-/Downstream)           täts-
                                                 bün-      von          punkte
                                                                                                                                                                                                                                                        5 2007


                                  End-                                             kolle                                 klassen
                                          Flä- delung




Bonn, 7. März 2007
                     Unterneh-    kun-                                                                                             garant.                                                                  Deakti-
                                         chen- von
                     men         denbe-                                                                                             Band-                       Zell-/                                     vierung
                                         deckg. Tele-
                                   zie-                                                                                            breite /                    Paket-                   Entstör-   Liefer- Zwangs-
                                                 fon- ATM IP                                 asymmetr.        symmetr.                         Latenz   Jitter          Verfügbarkeit
                                  hung                                                                                             Mindest-                    verlust-                  zeiten    zeiten    tren
                                                anschl.
                                                                                                                                    band-                        rate                                       -nung
                                                                                                                                                                                                                                                        A




                                                                                                                                    breite
                                                                                                                                                                                                                      Einflussnahme auf QoS-
                                                                                                                                              d 150 ms
                                                                                                                                                                                                                      Parameter via elektronischer
                                                                                          256/64, 384/64,                                        DSL-
                                                                                                                                                                                                                      Schnittstelle, Bitstrom-
                                                                                             728/128,                                            An-
                                                                                                           256, 512,                                                                                                  Übergabe unter Berücksichti-
                                                                                 PPP over   1536/192,                                          schluss < 10
                     ...i          ja             ja      (ja)     ja      74               1536/384,     1024, 2048                  ja                         ja            ja          ja        ja       ja      gung MPLS basierten QoS-
                                                                                  L2TP                                                          l Bit-  ms
                                                                                            3072/384,        kbit/s                                                                                                   Parameter, Anwendungen
                                                                                                                                                strom-
                                                                                          3072/512 kbit/s                                                                                                             auch auf IP abbildbar (solange
                                                                                                                                               Schnitt-
                                                                                                                                                                                                                      Leitungskapazität nicht er-
                                                                                                                                                stelle
                                                                                                                                                                                                                      schöpft ist).
                     Teilnehmernetzbetreiber
                                                                                                                                                                                                                      Bitstrom-Übergabe: Zugriff
                                                                                                                                                                                                                      auch auf Ebenen unterhalb der
                                                                                  ATM,
                                                                                                                                                                                                                      Breitband-PoPs z.B. am
                     ...                                  ja       ja     > 74   PPP over
                                                                                                                                                                                                                      DSLAM, Qualitätskriterien für
                                                                                  L2TP
                                                                                                                                                                                                                      Privat- und kleine Geschäfts-
                                                                                                                                                                                                                      kunden nicht entscheidend
                                                                                                                                                                                                                      Optionen für QoS-Merkm.
                                                                                                                                                                                                                      sollten vorhanden sein , Netz-
                     ...t          ja                              ja            Ethernet               ja                                                                                                            techn. hat wesentl. Auswirkg
                                                                                                                                                                                                                      auf QoS. Einsatz marktgängi-
                                                                                                                                                                                                                      ger Technol. zur Dienstediffer.


                     (Fragen: 16, 18-20, 24)   ATM               Asynchronous Transfer Mode                              L2TP         Layer 2 Tunneling Protocol                        QoS         Quality of Service
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                           Amtsblatt der Bundesnetzagentur




                                               CBR               Constant Bit Rate                                       MPLS         Multi Protocol Label Switching                    RSVP        Resource Reservation Protocol
                                               DiffServ          Differentiated Services                                 POS          Packet over Sonet                                 SLA         Service Level Agreement
                                               DSCP              Differential Service Code Point                         PPP          Point to Point Protocol                           UBR         Unspecified Bit Rate
                                               DSLAM             Digital Subscriber Line Access Multiplexer              PPPoA        Point to Point Protocol over ATM                  VBR-nrt     Variable Bit Rate non real time
                                               IP                Internet Protocol                                       PPPoE        Point to Point Protocol over Ethernet             VBR-rt      Variable Bit Rate real time
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                          für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen
                                                                                                                                                                                                                                                        – Mitteilungen, Telekommunikation, Teil A, Mitteilungen der Bundesnetzagentur –




                                                                                                                                                                                                                                            57
                                                                                                                                                                                                                                                        873
293

A
                                                      Amtsblatt der Bundesnetzagentur

874
                                     für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen
                               – Mitteilungen, Telekommunikation, Teil A, Mitteilungen der Bundesnetzagentur –       |
                                                                                                                   5 2007
                                                Geschwärzte Fassung




      II.    Bitstromzugang in anderen EU-Ländern (BuG)

              I.Situation im Allgemeinen

                  Im Folgenden wird dargestellt, wie der Bitstromzugang in anderen europäischen Län-
                  dern ausgestaltet ist. Bei der Länderauswahl wurden die neben Deutschland größten
                  europäischen Telekommunikationsmärkte (England, Frankreich, Italien und Spanien)
                  berücksichtigt. Zusätzlich wurde Belgien aufgenommen, da das Geschäftsmodell Bit-
                  stromzugang hier relativ erfolgreich ist und es darüber hinaus in Belgien weitreichende
                  Möglichkeiten der Qualitätsdifferenzierung gibt. Inhaltlich wird etwa betrachtet, auf Ba-
                  sis welchen Übergabeprotokolls der Bitstrom realisiert wird (ATM/IP), wie viele Über-
                  gabepunkte für Flächendeckung erforderlich sind und welche Möglichkeiten der Quali-
                  tätsdifferenzierung bestehen. Ziel dieser Übersicht ist es, die wesentlichen Struktur-
                  merkmale des Bitstromzugang im Ausland aufzuzeigen.

                  Auffällig ist, dass der Bitstromzugang in allen betrachteten Ländern in der ATM-
                  Variante angeboten wird. Zumeist gibt es eine Bitstromvariante, mit der der Massen-
                  markt adressiert werden kann (Angebot breitbandiger Internetanschlüsse) und eine
                  andere Variante, auf deren Basis sich Geschäftskundenprodukte (z.B.) realisieren las-
                  sen. Lediglich in Spanien existiert auch ein IP-Bitstromprodukt.

                  Das Bitstrom-Geschäftsmodell ist v.a. Spanien recht erfolgreich. So liegt der Anteil der
                  von den Wettbewerber auf Basis von Bitstrom realisierten DSL-Anschlüsse gemessen
                  an allen DSL-Anschlüssen der Wettbewerber 92% extrem hoch (10 Umsetzungsbe-
                  richt, Annex 3, Zahlen Stand Juli 2004). Auch in Italien bzw. Belgien ist der entspre-
                  chende mit 62 % bzw. 51 % beträchtlich.

                  Hinsichtlich der Möglichkeit zur Qualitätsdifferenzierung sind Frankreich und Belgien
                  hervorzuheben. In Belgien etwa werden pro Wettbewerber 4-6 unterschiedliche „Qua-
                  litätsprofile“ nachgefragt. In Frankreich gibt es beim ATM-Bitstromprodukt für Ge-
                  schäftskundenzwecke 15 Optionen (Kombinationen von QoS-Parametern).

                  Zu Einzelheiten hinsichtlich der Ausgestaltung des Bitstromzugangs in den verschie-
                  denen Ländern vgl. Abschnitt II. Dabei wird auch auf bislang nicht veröffentlichte CO-
                  COM-Zahlen rekurriert. Eine zusammenfassende Länderübersicht mit den jeweils
                  zentralen Merkmalen findet sich in Anlage 1.

                  II.   Im Besonderen

        a.      England
                  1)    Realisierte Bitstrom-Variante(n)

                        Die in Großbritannien angebotenen Bitstromzugangsprodukte („Datastream“) ba-
                        sieren auf einer ATM-Schnittstelle. Der Verkehr wird entweder an der ersten oder
                        der zweiten ATM-Vermittlungsstelle (parent bzw. distant ATM-switch) übergeben.
                        Die Anzahl der Übergabepunkte beträgt 205 bzw. 64.
                        Das Bitstromprodukt Datastream richtet sich an OLO (Other Licensed Operator).
                        Diese können den ISP Breitbandvorleistungsprodukte anbieten, indem sie das
                        Vorleistungsprodukt Datastream um ihre eigene IP-Plattformleistung ergänzen.
                        Bei Verkehrsübergabe schon am ersten ATM-Switch nutzen die Datastream-
                        Nachfrager auch ihr eigenes ATM-Netz.




                                                                                                                   58



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5 2007
                                        für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen
                                 – Mitteilungen, Telekommunikation, Teil A, Mitteilungen der Bundesnetzagentur –        875
                                                  Geschwärzte Fassung



                     2)   Nachfrage nach Bitstrom-Produkten

                          Das Produkt „Datastream“ wird z.Zt. von ... Wettbewerbern nachgefragt. Auf Ba-
                          sis des Bitstromzugangs wurden in England rd. 225.000 DSL-Anschlüsse reali-
                          siert.
                     3)   Möglichkeit der Qualitätsdifferenzierung

                          In England besteht die Möglichkeit, eine Reihe unterschiedlicher Quality of Servi-
                          ce Parameter nachzufragen. Hierzu zählen Latenz (Paketumlaufzeit), Jitter (Lauf-
                          zeitvariation), Überbuchungsrate sowie die im Rahmen der Standardisierung von
                          ATM vorgesehenen Parameter: Variable Bit Rate, Variable Bit Rate (+), Constant
                          Bit Rate, Unspecified Bit Rate, jew. in den Varianten Real-time bzw. Non Real-
                          time. Hierbei handelt es sich um QoS-Parameter im engeren Sinne.
                          In England gibt es Wettbewerber, die auf Basis eines Bitstromproduktes den End-
                          kunden Bandbreiten anbieten, die vom Angebot des Incumbents abweichen.BT
                          bietet zwei unterschiedliche Service Level Optionen an: Erstens “Broadband
                          Standard Care” (Reparatur innerhalb von 40 Stunden, keine garantierte Respon-
                          se Time) „Broadband Enhanced Care“ (Reparatur innerhalb 20 Stunden (!), Res-
                          ponse Time 3 Stunden). 1 Service Level Optionen stellen QoS-Parameter im wei-
                          teren Sinne dar.
                     4)   Regulierung

                          Das Entgelt für den Bitstromzugang wird auf Basis von Retail-Minus bestimmt.

                          Rechtsgrundlage für die Einführung von Bitstream bilden die BT-
                          Lizenzbedingungen (Condition 57 – Prohibition on undue preference and undue
                          discrimination).

                          Sonstiges
                          –  Es existiert kein Bitstrom-Produkt mit Verkehrsübergabe auf der IP-Ebene.
                             Das Vorleistungsprodukt „IPStream“, wird als Resale- und nicht als Bitstrom-
                             produkt klassifiziert. Auf Basis von IPStream kann ein ISP den Endkunden
                             einen vollständigen end-to-end Dienst anbieten, der den DSL-Anschluss und
                             die ISP-Leistung beinhaltet. Bei IPStream werden die Wertschöpfungsstufen
                             ATM-Netz und IP-Backbone von BT erbracht. Nach Angaben von BT (Stand
                             Oktober 2003) nutzen ca. .... Mio. Endkunden einen DSL-Anschluss, der auf
                             der Vorleistung IP-Stream basiert.
                          –  OFCOM hat am 15. August 2003 ein Verfahren gegen ... eingeleitet (Verfah-
                             rensabschluss für Ende April 2004 angekündigt). Dabei geht es v.a. um die
                             Festlegung eines Entgelts für die Migration vom Vorleistungsprodukt
                             IPStream zu Datastream. Wettbewerber kritisieren, 1) dass der von BT vor-
                             gesehene Preis für dieses Migrationsprodukt nicht kostenorientiert ist, 2)
                             dass für den Migrationsprozess kein automatisierter Prozess existiere, 3)
                             dass die Mindestvertragslaufzeit bei IPStream nur einen Monat, bei Da-
                             tastream aber drei Monate betrage.
                          –  In England werden knapp 14 % der von den Wettbewerber realisierten DSL-
                             Anschlüsse über Bitstrom realisert. Mit fast 1,4 Mio. dominieren bei den
                             Wettbewerbern DSL-Anschlüsse auf Basis von Resale (= 85 %).




        1
            http://www.serviceview.bt.com/list/current/docs/Wholesale_Broadband_Services.boo/14401.htm
                                                                                                                   59


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                                  für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen
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                                            Geschwärzte Fassung



      b.      Frankreich
               1)   Realisierte Bitstrom-Variante(n)

                    In Frankreich gibt es das Bitstrom-Produkt „ADSL Connect ATM“. Der Verkehr
                    kann an 41 bzw. 280 Punkten (distant bzw. parent ATM-Switch) auf der ATM-
                    Ebene übergeben werden. Dieses Produkt kann nur von lizenzierten Betreibern
                    bezogen werden. Es setzt sich aus einer DSL-Zugangsleistung (Endkunden bis
                    zum DSLAM) und einer ATM-Transportleistung zusammen.

                    Des weiteren gibt es das ATM-Bitstromprodukt „turbo DSL“. Mit diesem Produkt
                    wird der Geschäftskundenmarkt adressiert (z.B. Angebot von VPN auf Basis des
                    Bitstromprodukts).

               2)   Nachfrage nach Bitstrom-Produkten

                    Auf Basis des Bitstromproduktes „ADSL Connect ATM“ werden ca. ... DSL-
                    Anschlüsse realisiert. 2 Dieses Vorleistungsprodukt wird von 2 Wettbewerbern
                    nachgefragt.

                    Das ATM-Bitstromprodukt „turbo DSL“ wird von 4 Wettbewerbern nachgefragt.
                    Nach Auskunft von ART wird auf der Basis dieses Produktes ein Umsatz gene-
                    riert, der etwa so hoch ist wie beim Vorleistungsprodukt „ADSL Connect ATM“,
                    welches auf den Massenmarkt abzielt.

                a) Möglichkeit der Qualitätsdifferenzierung

                    In Frankreich kann ein Wettbewerber auf Basis eines Bitstromproduktes seinen
                    Endkunden vom Angebot des Incumbents abweichende Bandbreiten anbieten.

                    Beim Produkt „turbo DSL“ gibt es etwa 15 Optionen (Kombinationen von QoS-
                    Parametern) und damit relativ umfassende Möglichkeiten Qualitätsdifferenzierung
                    zu realisieren. 3 Deutlich weniger Optionen gibt es beim Produkt „ADSL Connect
                    ATM“.

                b) Regulierung

                    Die Regulierung des Bitstromzugangs erfolgt auf LRIC-Grundlage.

                    Der Bitstrom-Zugang „ADSL Connect ATM“ wird als besonderer Netzzugang ein-
                    gestuft. Bei Streitigkeiten zwischen zwei Betreibern kann ART technische und ta-
                    rifliche Konditionen festsetzen. Rechtsgrundlage für den Bitstrom-Zugang in
                    Frankreich bildet das Prinzip der Nicht-Diskriminierung.

                c) Sonstiges

                    Es existiert kein Bitstrom-Produkt mit Verkehrsübergabe auf der IP-Ebene.

                    Das Vorleistungsprodukt „IP/ADSL“ ist kein Bitstrom-Zugang sondern ein Resale-
                    Produkt. Dieses Produkt, das nicht unter den besonderen Netzzugang fällt, richtet
                    sich an ISP. Der Verkehr wird auf der IP-Ebene an einem Punkt übergeben. Ähn-
                    lich wie das Bitstrom-Produkt „ADSL Connect ATM“ setzt es sich aus der DSL-
                    Zugangsleistung und einer Transportleistung zusammen. Die Transportleistung
                    umfasst aber die ATM- und die IP-Ebene. In Deutschland entspräche dem eine
                    Leistung bestehend aus dem Wiederverkauf des T-DSL Anschlusses und der

  2
       ....
  3
       ....
                                                                                                                 60



                                                                                                              Bonn, 7. März 2007
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5 2007
                                          für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen
                                    – Mitteilungen, Telekommunikation, Teil A, Mitteilungen der Bundesnetzagentur –                877
                                                      Geschwärzte Fassung



                            Leistung T-OC-DSL. Auf Basis von „IP/ADSL“ werden ... Mio. Breitbandanschlüs-
                            se realisiert. 4

                            In Frankreich spielt der Bitstromzugang bei den von Wettbewerbern realisierten
                            DSL-Anschlüssen eine erhebliche Rolle (38 %).

            c.       Italien
                     1)    Realisierte Bitstrom-Variante(n)

                            Beim Bitstrom in Italien wird der Verkehr auf der unteren ATM-Ebene übergeben
                            wird (am parent ATM-Switch).

                            Das ATM-Bitstromprodukt „Wholesale ADSL“ wird in Bandbreiten zwischen 256
                            kbit/s bis zu 2 Mbit/s angeboten, in der langsamsten Variante (256 kbit/s) nur vo-
                            lumenabhängig tarifiert, in den schnelleren Varianten zusätzlich auch flat tarifiert.

                            Das ATM-Bitstromprodukt „Canale Virtuale Permanente – CVP“ umfasst den
                            Bandbreitenbereich von 2 Mbit/s bis zu 155 Mbit/s. Einen Pauschaltarif gibt es
                            hier nur bei der Variante 2 Mbit/s.

                            Bei diesen Bitstromprodukten sind für Flächendeckung 81 Übergabepunkte erfor-
                            derlich.

                             Nachfrage nach Bitstrom-Produkten

                            Auf Basis des Bitstromzugangs wurden in Italien knapp 475.000 DSL-Anschlüsse
                            realisiert. Telecom Italia realisierte zum selben Zeitpunkt rd. 2,45 Mio. DSL-
                            Anschlüsse.

                            „Wholesale ADSL“ wird genutzt, um breitbandige Internetanschlüsse zu realisie-
                            ren. Mit dem Bitstromprodukt „CVP“ lassen sich darüber hinaus auch virtuelle pri-
                            vate Netze sowie VoIP-Produkte realisieren

                      2)    Möglichkeit der Qualitätsdifferenzierung

                            Im Übertragungsbereich (ATM-Netz) bestehen für die Bitstromnachfrager keine
                            Möglichkeiten sich hinsichtlich der Qualitätsparameter zu differenzieren. Es be-
                            stehen lediglich im Anschlussbereich – allerdings eingeschränkte – Möglichkeiten
                            der Qualitätsdifferenzierung. Telecom Italia hat zum 1. März 2004 die Bitstromop-
                            tion Variable Bit Rate (VBR) in Echtzeit angekündigt.

                            In Italien können Wettbewerber auf Basis eines Bitstromproduktes den Endkun-
                            den nur dieselben oder geringere Bandbreiten anbieten, wie das Angebot des In-
                            cumbents.Ferner bestehen Service Level Agreements (SLA), die durch Vertrags-
                            strafen abgesichert sind. In den SLA sind Bereitstellungszeiten und Reparaturzei-
                            ten spezifiziert.




        4
             Art, Le Développment de l’Internet Haut Débit en France. L’avis de l’Autorité sur les offres IP/ADSL de France
             Télecom, 15. Dec. 2003, Folie 17.
                                                                                                                              61


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                             für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen
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                                      Geschwärzte Fassung



       3)    Regulierung

              –   Das Bitstrom-Produkt wurde im Februar 2001 vom Regulierer genehmigt. Te-
                  lecom Italia muss AGCOM detaillierte Kosteninformationen zu den Endkun-
                  den-Produkten bereitstellen, sodass der Regulierer in die Lage versetzt wird,
                  einen Margin-Squeeze-Test durchzuführen.
              –   Voraussetzung für das Angebot von DSL-Endkundenprodukten in Italien ist,
                  dass Telecom Italia 90 Tage vorher ein entsprechendes Angebot auf der Vor-
                  leistungsebene macht. Diese Frist wird auf 30 Tage verkürzt, wenn Telecom
                  Italia lediglich die Preise bestehender Endkundenprodukt verändern will. Sei-
                  tens des Regulierers werden die Wholesale-Entgelte mit Hilfe des Retail Mi-
                  nus Ansatzes überprüft. Für einen pauschal tarifierten 256 kbit/s DSL An-
                  schluss beträgt der Wert für das „Minus“ ... %. Bei den Varianten 640 kbit/s
                  und 1,28 Mbit/s beträgt der entsprechende Wert ...%. Bei den zeitabhängig
                  tarifierten Angebot liegt der Wert bei ... % ab einer Nutzung von über
                  5 Stunden.
       4)    Sonstiges

              Es existiert kein Bitstrom-Produkt mit Verkehrsübergabe auf der IP-Ebene.

              In Italien werden 62 % der von den Wettbewerbern realisierten DSL-Anschlüsse
              über Bitstrom realisiert. Rd. 291.000 DSL-Anschlüsse der Wettbewerber (= 38 %)
              werden auf Basis der entbündelten Teilnehmeranschlussleitung erbracht.

  d.   Spanien
        1)    Realisierte Bitstrom-Variante(n)

              In Spanien existiert ein ATM-Bitstromprodukt („GigADSL“) mit Verkehrsübergabe
              an 109 ATM-Knoten. Darüber hinaus gibt es ein IP-Bitstromprodukt mit 2 Überga-
              bepunkten.
        2)    Nachfrage nach Bitstrom-Produkten

              Auf Basis der Bitstromprodukte werden rd. 508.000 DSL-Anschlüsse von den
              Wettbewerbern realisiert. Zum Vergleich: Telefonica hatte zum selben Zeitpunkt
              etwa 1,54 Mio. DSL-Anschlüsse bereitgestellt.
        3)    Möglichkeit der Qualitätsdifferenzierung

              In Spanien können Wettbewerber auf Basis eines Bitstromproduktes den End-
              kunden nur dieselben oder geringere Bandbreiten anbieten, wie das Angebot des
              Incumbents. ...

        4)    Regulierung

              Das Bitstromprodukt wird auf Basis von Retail-Minus reguliert. Das „Minus“ be-
              trägt je nach Geschwindkeitsvariante des Bitstromprodukts zwischen ... und ... %

        5)    Sonstiges

              In Spanien werden 92 % der von den Wettbewerbern realisierten DSL-
              Anschlüsse über Bitstrom realisiert.

  e.   Belgien
        1)    Realisierte Bitstrom-Variante(n)

              In Belgien gibt es ein Bitstromprodukt mit Verkehrsübergabe am DSLAM („BRO-
              BA I“). Für Flächendeckung sind rd. 600 Übergabepunkte erforderlich. Darüber
                                                                                                          62



                                                                                                         Bonn, 7. März 2007
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