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Anhang 6: Begriffserläuterungen
ADSL Asymmetric Digital Subscriber Line (Asymmetric DSL).Variante
der DSL-Technologie zur Realisierung breitbandiger digitaler
Anschlüsse über das herkömmliche Kupferkabel-Anschlussnetz,
die gleichzeitig sowohl die bidirektionale Übertragung von Daten
mit beiden Verkehrsrichtungen (Downstream und Upstream) als
auch die Übertragung von Sprache im schmalbandigen Bereich
ermöglicht. Downstream und Upstream sind durch unterschiedli-
che Bandbreiten gekennzeichnet.
ATM Asynchronous Transfer Mode. International standardisierte Ü-
bertragungs- und Vermittlungstechnologie. Sie basiert auf der
speichervermittelten, verbindungsorientierten Übertragung der
Nutzdaten in Form adressierter asynchroner Zellen mit einer
festen Länge. Im ATM existieren standardisierte Quality of Servi-
ce- Klassen.
ATM-Backbone ist der zellenvermittelnde Teil eines Verbindungsnetzes, das als
Netz höherer Netzebene nachgeordnete lokale und regionale
Netze miteinander verbindet und welches Reservierungen von
Kapazitäten mit festen Zuordnungen ermöglicht und die Einhal-
tung bestimmter Quality of Service Parameter garantieren kann.
BB-RAR Broadband Remote Access Router. Der BB-RAR bildet den
Netzübergang von ATM-Konzentrationsnetz zum IP-Backbone.
Er übernimmt u.a., im Sinne einer Gateway-Funktionalität, die
„Dekodierung“ der über das ATM-Konzentratorsnetz zugeführten
Verkehre und deren Weiterleitung auf Basis des IP-Protokolls in
das IP-Backbone.
BRAS Broadband Remote Access Server. Gleiche Funktionalität wie
BB-RAR.
Breitband POP Broadband Point of Presence. Einwahlpunkt in breitbandige Net-
ze i.d.R. IP-Netze (wie beispielsweise das Internet). Am POP
findet die Verkehrsübergabe zwischen den jeweiligen Zugangs-
netzen und dem IP-Netz statt.
CBR Constant Bitrate. CBR eine eigenständige ATM-Serviceklasse
mit Datendiensten, bei denen die Daten mit einer konstanten
Bitrate übertragen werden, ohne dass eine Fehler- und Fluss-
kontrolle vorgenommen wird. CBR-Dienste sind darüber hinaus
durch feste (garantierte) Zellverzögerungen und Zellverzöge-
rungsschwankungen bzw. -jitter charakterisiert. Zur Anwendung
kommen CBR-Dienste in erster Linie für die Übertragung von
Sprach- und Videoströmen im Echtzeitbetrieb.
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CMTS Cable Modem Termination System.
Das CMTS ist eine Komponente für die paketorientierte Kommu-
nikation in Breitband-Kabelnetzen. Sie überführt den im HFC-
Netz erzeugten Verkehr als regionale Schnittstelle in das IP-
Netz.
dediziert physisch oder durch Kanalbildung mittels übertragungstechni-
sche Maßnahmen wie etwa Multiplexing nur einem Teilnehmer
fest zugeordnet
DiffServ Differentiated Services. Konzept zur Realisierung von Quality of
Service (QoS) in IP-Netzen Dabei erfolgt keine Reservierung von
Kapazität für einzelne Verkehrsbeziehungen ("Verbindungen").
Stattdessen werden die Daten nur am Eingang des DiffServ-
Netzes bearbeitet und die QoS-Klassen durch entsprechende
Markierung im Header der Datenpakete festgelegt. Damit kön-
nen die einzelnen Datenströme eines Verkehrsbündels ausei-
nandergehalten und differenziert weiterverarbeitet werden.
Download Datentransfer vom Netz zum Kunden
Downstream Dt. Vorwärtsrichtung/- kanal. Verkehrsrichtung bzw. Datenkanal
vom Netz zum Kunden.
DSL Digital Subscriber Line. Auch mit xDSL bezeichnete technische
Konzepte für breitbandige digitale Datenübertragungen über das
herkömmliche Kupferkabel-Anschlussnetz.
DSLAM Digital Subscriber Line Access Multiplexer. In der xDSL-
Technologie eine in den Anschlussknoten (Vermittlungsstellen)
eingesetzte Netzkomponente zur Konzentration mehrerer xDSL-
Verbindungen.
Entbündelt 1. aus technischer Sicht: ohne vorgeschaltete Übertra-
gungs- (bzw. Vermittlungstechnik)
2. aus kommerzieller Sicht: ohne Koppelung mit weiteren
Leistungen bzw. Produkten
FTTH Fiber to the Home. Glasfaseranschlusstechnik, bei der die Glas-
faser von der Teilnehmervermittlungsstelle bis direkt ins Haus
bzw. die Wohnung des Teilnehmers reicht.
HFC Hybrid Fiber Copper. Auch mit "Hybrid Fiber Coax (HFC)" be-
zeichnete Technologie breitbandiger Kommunikationsnetze die
Teilnehmeranschlüsse über Glasfaser- und Kupfer-
Koaxialsegmente realisiert.
HVt Hauptverteiler. Netzseitige Abschlusseinrichtung des Teilneh-
meranschlussnetzes.
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Internet bezeichnet das nicht gemeinsam verwaltete öffentliche Netz, das
aus einer Vielzahl zusammengeschalteter Rechner und/oder
Teilnetze besteht, welche Protokolle aus der Familie der Internet
Protokolle (IP) benutzen.
IntServ Integrated Services. Konzept zur Realisierung von Ende-zu-
Ende-QoS-Anforderungen (Quality of Service) in IP-basierten
Netzen. Dazu werden Ressourcen zur Behandlung von Paketen
explizit reserviert, wobei bei jedem Paket (oder jedem Paket-
fluss) überprüft wird, ob die vorhandenen Ressourcen ausrei-
chend sind und das Paket sofort bearbeitet werden kann, oder
ob die Ressourcen nicht ausreichend und das Paket deshalb
blockiert wird. Dabei wird zunächst ein Pfad über die Router im
Netz aufgebaut und anschließend eine entsprechende Kapazität
reserviert.
IP Internet Protocol. Ein bedeutendes Protokoll der TCP/IP-
Protokollfamilie der Vermittlungsschicht (entsprechend Schicht 3
des OSI-Referenzmodells), das für die Datenübertragung im
Internet entwickelt wurde. Die Aufgabe des Internet-Protokolls
besteht darin, Datenpakete von einem Sender in einem Netz
bzw. über mehrere Netze hinweg zu einem Empfänger zu trans-
portieren. Die Übertragung ist paketorientiert, verbindungslos
und nicht garantiert.
IP-Backbone ist der vermittelnde Teil eines Verbindungsnetzes, der als Netz
höherer Ebene nachgeordnete lokale und regionale Netze mit-
einander verbindet und in dem die Signalübertragung auf Basis
von Protokollen aus der Familie der Internet Protokolle erfolgt.
IP-Telefonie Übermittlung (Transport) von Sprache, Fax und vergleichbarer
Dienste (Applikationen) die teilweise oder vollständig über pa-
ketvermittelnde Netze erfolgt und auf Internet Protokollen ba-
siert.
ISIS Integriertes System auf optischer Basis zur Bereitstellung der
Netzinfrastruktur im Teilnehmeranschlussnetz. Eine Form hybri-
der Teilnehmeranschlusssysteme (HYTAS), die Glasfaser- und
Kupferleitungen in einer Teilnehmeranschlussleitung vereinen.
Kernnetz = Backbone
Kupferdoppelader Zwei Kupferdrähte
Kupferdoppelader 4 Draht Zwei Kupferdoppeladern
KVz Kabelverzweiger. Rangiereinrichtung, in der Hauptkabel mit Ver-
zweigerkabel verbunden werden.
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Line Sharing Die Teilnehmeranschlussleitung, in Form der Kupferdoppelader,
wird in mehrere Frequenzbereiche unterteilt. Damit kann z.B. der
(schmalbandige) Frequenzbereich vom eigentlichen Bereitsteller
der Teilnehmeranschlussleitung weiter zum Angebot von
Sprachübertragung genutzt werden, während der den Zugang
erhaltende Wettbewerber den oberen (breitbandigen) Frequenz-
bereich für Datenübertragung (typischerweise für schnelle Inter-
netzugänge auf Basis der DSL-Technologie) für den Endkunden
bereitstellt.
Managed IP-Backbone bezeichnet im Gegensatz zu dem Internet Netze, in denen der
Netzbetreiber Einfluss auf die Übertragungs-, Vermittlungs- und
Verkehrsgüte ausübt.
MPLS Multiprotocol Label Switching. MPLS erlaubt die Realisierung
von Quality of Service in IP-Netzen indem für bestimmte Dienste
dedizierte Pfade (sogenannte Label Switched Path) definiert und
eingestellt werden. Den Datenpaketen wird bei Eintritt ins MPLS-
Netz über eine entspreche Markierung im Header (Label) der
jeweilige Weg vorgegeben. Das Routing der Pakete erfolgt nicht,
wie üblich, anhand der IP-Adresse sondern nur anhand des La-
bels.
OLT Optical Line Termination. Die OLT ist die netzseitige Schnittstelle
des optischen Teils des Zugangsnetzes. Die OLT hat als opti-
scher Leitungsabschluss die Aufgabe der optisch-elektrischen
bzw. der elektrisch-optischen Signalwandlung. Ein solcher O/E-
Wandler bildet den Anschlusspunkt zwischen der
Vermittlungsstelle und dem Glasfaser- bzw. hybriden Anschluss-
netz.
ONU Optical Network Unit. Teilnehmerseitiger optischer Netzab-
schluss eines optischen Anschlussnetzes. Bei einer hybriden
Teilnehmeranschlussleitung stellt er die Schnittstelle von Glasfa-
ser- und Kupferkabel dar, an der optische in elektrische Signale
umgewandelt werden.
OPAL Optisches Anschlussleitungssystem. Eine Form hybrider Teil-
nehmeranschlusssysteme (HYTAS), die Glasfaser- und Kupfer-
leitungen in einer Teilnehmeranschlussleitung vereinen.
PLC Powerline Communication. Übertragungstechnik, bei der das
Stromnetz als Zugangsnetz zum Endkunden genutzt wird.
PMP Point-to-Multipoint-Richtfunk, dt. Punkt-zu-Mehrpunkt-Richtfunk.
Allgemein für breitbandig ausgelegte Richtfunksysteme, die von
einem zentralen Standort über eine oder mehrere Antennen
Verbindungen zu mehreren Gegenstellen (Multipoint) unterhal-
ten. PMP wird z.B. bei der Realisierung von drahtlose Teilneh-
merzugangsnetze (Wireless Local Loop, WLL) genutzt.
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Router sind „Vermittlungseinheiten“ in IP-basierten Netzen d.h. sie ar-
beiten auf der Vermittlungsschicht (Schicht 3) des OSI-
Referenzmodells.
SDSL Symmetric Digital Subscriber Line (Symmetric DSL). Technische
Kategorie der breitbandigen digitalen Anschlusstechnologie DSL
mit gleichen Bandbreiten in den beiden Verkehrsrichtungen.
Splitter aktive Netzkomponente zur Trennung von Breitband- (DSL) und
Schmalbandsignal (ISDN).
TAE Teilnehmeranschlusseinheit. Kundenseitiger Abschlusspunkt des
Teinehmeranschlussnetzes, d.h. Anschlusspunkt in den Räum-
lichkeiten des Enkunden, an den das Endgerät angeschlossen
wird.
TAL Teilnehmeranschlussleitung. Die Verbindung, mit der der teil-
nehmerseitige Netzabschlusspunkt (TAE) mit dem Hauptverteiler
oder einer gleichwertigen Einrichtung in öffentlichen Telefonnet-
zen verbunden wird. Bei dieser Verbindung handelt es sich um
eine (physisch oder durch übertragungstechnische Maßnahmen
wie etwa Multiplexing) nur einem Teilnehmer fest zugeordnete
Leitung.
Teilnehmeranschluss Als Teilnehmeranschluss wird das Gesamtsystem von Teilneh-
meranschlussleitung und Vermittlungsstellenzugang verstanden,
das einem Teilnehmer individuell zur Verfügung steht, um Ver-
bindungen herzustellen und zu betreiben.
TVSt Teilnehmervermittlungsstelle. Vermittlungsknoten der untersten
Ebene im öffentlichen Telefonnetz, an der die Teilnehmeran-
schlussleitung angeschaltet ist und über die die Verbindung zur
nächsten Vermittlungsstelle oder zu einem Endkunden im glei-
chen Ortsnetz hergestellt wird.
UBR Unspecified Bit Rate. Es handelt es sich um eine vom ATM-
Forum definierte Serviceklasse, die keine bestimmte Bandbreite,
keine festen Zellverzögerungen und Zellverzögerungsschwan-
kungen bzw. -jitter garantiert. Garantiert wird außerdem nicht die
erfolgreiche Zustellung von Datenpaketen.
Upload Datentransfer vom Kunden ins Netz
Upstream Dt. Rückwärtsrichtung/- kanal. Verkehrsrichtung bzw. Datenka-
nal vom Kunden zum Netz.
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VBR Variable Bitrate. Bezeichnung für Anwendungen, Schnittstellen
oder Übertragungen mit diskontinuierlichem Datenaufkommen
bzw. variabler Übertragungsgeschwindigkeit (Bitrate). Bei der
Klassifikation der ATM-Dienste bildet VBR, differenziert in rt-VBR
(Realtime-VBR) und nrt-VBR (Non-Realtime-VBR) eine eigen-
ständige Dienstklasse.
RT-VBR-Dienste unterstützen Anwendungen mit strenger Echt-
zeitanforderung und garantieren feste Zellverzögerungen und
Zellverzögerungsschwankungen bzw. -jitter (Cell Delay Variati-
on, CDV), wobei die Datenquelle Zellen mit variabler Geschwin-
digkeit (variabler Bitrate) in festgelegten Grenzen senden kann.
Dienste dieser Klasse kommen in erster Linie für Sprach- und
Videoübertragung in Betracht.
NRT-VBR-Dienste garantieren hingegen keine festen Zellverzö-
gerungen und Zellverzögerungsschwankungen; auch hier kann
die Datenquelle Zellen mit variabler Geschwindigkeit (variabler
Bitrate) senden. Diese Dienste lassen sich beispielsweise für
multimediale E-Mails nutzen.
VoIP Voice over Internet Protocol. Synonym zu IP-Telefonie
VPN Virtual Private Network, dt. Virtuelles Privates Netz. Allgemein
höherschichtiger Kommunikationsdienst eines öffentlichen oder
verwalteten Netzes zur Realisierung geschlossener Unterneh-
mensnetze.
WiMAX WiMax ist eine drahtlose Technologie für die Hochgeschwindig-
keitsübertragung im Zugangsnetz. WiMax ist eine Fortentwick-
lung der Funk-LANs und basiert auf der A-Version des Stan-
dards 802.16 und zeichnet sich durch eine Übertragungsge-
schwindigkeit von bis zu 74 Mbit/s aus, bei einer Reichweite von
bis zu 50 km.
WLAN Wireless Local Area Network. Ist ein vollständig oder teilweise
drahtlos aufgebautes LAN-System, das an Stelle eines Kabels
elektromagnetische oder optische Funkübertragungen einsetzt.
WLAN setzen i.d.R. auf breitbandigen TK-Festanschlüssen (z.B.
DSL, Glasfaser) auf. Primäre Vorteile sind die schnelle und kos-
tengünstige Installation sowie die quasistationäre Nutzung von
Endgeräten.
WLL Wireless Local Loop. Drahtloser Teilnehmeranschluss an eine
Teilnehmervermittlungsstelle.
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Anhang 7: OSI-Schichten Modell
Dieses von dem internationalen Standardisierungsgremium der ISO entwickelte Architektur-
modell für offene Kommunikationssysteme (OSI Referenzmodell) gliedert die notwendigen
Funktionen in einer hierarchischen Schichtenstruktur. Es hat auf die Gestaltung von Daten-
endsystemen und Datennetzen großen Einfluss. Alle modernen Kommunikationsnetze orien-
tieren sich an den Prinzipien und Festlegungen dieses Modells. 11
ISO-Referenzmodell OSI (Open Systems Interconnection)
Anwendungsschicht (application layer) Daten
Darstellungsschicht (presentation layer) HD Daten
Sitzungsschicht (session layer) HS Daten
Transportschicht (transport layer) HT Daten
Vermittlungsschicht (network layer) HV Daten
Sicherungs- / Verbindungsschicht (link layer) HS Daten
Physikalische Schicht (physical layer) Bitübertragung
11
Vgl. Gerd Siegmund, Technik der Netze, S. 277
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Anhang 8: Qualitätskriterien
QoS-Kriterium Erläuterung
Fast Path Verringerung der Signallaufzeiten durch De-
aktivierung eines Fehlerkorrekturverfahrens
Latenz (Cell Transfer Delay) Zell-/Paketumlaufzeit
Jitter (Cell Delay Variation) Laufzeitvariationen
Cell Loss Ratio Zell- bzw. Paketverlustwahrscheinlichkeit
Cell Error Ratio Zell- bzw Paketfehlerwahrscheinlichkeit
UBR (Unspecified Bit Rate) best effort, ausreichend für e-mail und Datei-
transfer
VBR (Variable Bit Rate) a) VBR Realtime: Voraussetzung für Echt-
zeitanwendungen
b) VBR Non-Realtime: erforderlich für An-
wendungen, die vollständige Datenübertra-
gung aber keine Echtzeit erfordern
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Teil B
Mitteilungen der Diensteanbieter
Veröffentlichungshinweis
Die Bundesnetzagentur ist aufgrund des § 305a BGB und der §§ 27 f. TKV verpflichtet,
Diensteanbietern die Veröffentlichung von Allgemeinen Geschäftsbedingungen und
anderen allgemeinen Kundeninformationen in ihrem Amtsblatt zu ermöglichen. Das
Amtsblatt dient insoweit nur als Veröffentlichungsmedium. Die Mitteilungen der Dienste-
anbieter unterliegen weder der Kontrolle noch der Genehmigung der Bundesnetz-
agentur. Für den Inhalt der Mitteilungen sind allein die Diensteanbieter verantwortlich.
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Mitteilung Nr. 132/2007 gungen auf der Internetseite von 01075 informieren. Die
Rechnungsbeträge des Call-by-Call-Angebotes werden in
Allgemeine Geschäftsbedingungen für 01075 Internet by Call
der Rechnung des Kunden, die dieser von der Deutsche
Hier finden Sie unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen für die Telekom AG oder einem Dritten erhält, mit der Kennzeich-
Nutzung unserer Schmalbanddienste (Analog/ISDN) ohne Anmel- nung Internetgebühren oder einer anderen eindeutigen Kenn-
dung. zeichnung ausgewiesen.
4.3 Die Entgeltforderungen von 01075 werden mit dem Zeitpunkt
1. Geltungsbereich des Zugangs der Rechnung des Inkassodienstleisters, also
1.1 Die nachfolgenden Bestimmungen regeln die Inan- der Deutschen Telekom AG oder eines Dritten, fällig. Die For-
spruchnahme der Schmalbanddienste der 01075 TELECOM derungen sind entsprechend der Zahlungsvereinbarung zwi-
GmbH, Am Klingenweg 6a, 65396 Walluf (nachfolgend 01075 schen der Deutschen Telekom AG und dem Kunden gemein-
genannt) im Zusammenhang mit der Bereitstellung eines sam mit der Forderung der Deutschen Telekom AG zu
minutenbasierten Internetzugangs (Call-by-Call-Angebot). begleichen; Entsprechendes gilt, wenn Abrechnung und
Die Nutzungsgebühr wird pro Taktungseinheit berechnet. Inkasso von einem Dritten vorgenommen werden.
1.2 Die jeweils aktuellen Allgemeinen Geschäftsbedingungen 4.4 Für die Dauer eines Zahlungsverzugs des Kunden ist 01075
(AGB) und die jeweils aktuelle Preisliste kann der Kunde auf berechtigt, den Zugang des Kunden zum Internet ganz oder
den Webseiten von 01075 (z.B. www.01075.com) sowie in teilweise zu unterbinden. Die Geltendmachung weiterer
den Geschäftsräumen von 01075 einsehen und darüber hin- Ansprüche wegen Zahlungsverzuges bleibt 01075 ausdrück-
aus bei 01075 anfordern. Die Allgemeinen Geschäftsbedin- lich vorbehalten.
gungen werden zudem im Amtsblatt der Bundesnetzagentur
veröffentlicht. 5. Pflichten des Kunden
1.3 01075 behält sich das Recht vor, diese Allgemeinen 5.1 Der Kunde verpflichtet sich, die Leistungen von 01075 nur in
Geschäftsbedingungen sowie die Preisliste jederzeit für die Übereinstimmung mit den gesetzlichen und vertraglichen
Zukunft zu ändern oder zu ergänzen. Die Änderungen werden Bestimmungen zu nutzen, insbesondere
wie in Ziffer 1.2 beschrieben veröffentlicht. Mit der ansch-
• keine Einrichtung zu benutzen oder Anwendung auszu-
ließenden Nutzung von Diensten von 01075 nach diesem
führen, die zu Veränderungen an der physikalischen oder
Vertrag stimmt der Kunde der Änderung zu. Dem Kunden
logischen Struktur des Angebots oder Netzes von 01075
wird empfohlen, die Webseiten von 01075 (z.B.
oder eines anderen Telekommunikationsnetzes führen
www.01075.com) als Startseite für den Internetzugang einzu-
kann;
richten und sich regelmäßig und idealerweise vor jeder Ein-
wahl über 01075 über die aktuellen Allgemeinen Geschäfts- • nur Endeinrichtungen anzuschließen, deren Verwendung
bedingungen und Preise auf den Webseiten von 01075 zu in öffentlichen Telekommunikationsnetzen in Deutschland
informieren.. zulässig ist;
1.4 Der Einbeziehung von AGB des Kunden wird widersprochen. • die persönliche Zugangskennung und das persönliche
Passwort vor dem Zugriff durch Dritte geschützt aufzube-
wahren;
2. Vertragsschluss
• die Rechte Dritter zum Schutz geistigen Eigentums, ins-
2.1 Der Kunde kann den Internetzugang von 01075 nur im offe-
besondere Urheberrechte, nicht zu verletzen;
nen Internet-by-Call ohne Anmeldung nutzen.
• keine Angebote abzurufen, auch nicht kurzfristig, zu spei-
2.2 Das Vertragsverhältnis kommt mit der Einwahl in das Internet
chern, online oder offline zugänglich zu machen, zu über-
über den Internetzugang von 01075 sowie der Leistungs-
mitteln, zu verbreiten, auf solche Informationen hinzuwei-
bereitstellung seitens 01075 zustande. Mit der Nutzung des
sen oder Verbindungen zu solchen Seiten bereitzustellen
Internetzugangs akzeptiert der Nutzer die Allgemeinen
(Hyperlinks), die pornographische Schriften im Sinne von
Geschäftsbedingungen als Grundlage des Vertragverhältnis-
§ 184 StGB oder jugendgefährdende Schriften im Sinne
ses.
der §§ 1, 6, 21 GjSM darstellen, die im Sinne der §§ 86,
2.3 Der Kunde wird darauf hingewiesen, dass mit jeder Neuein- 131 StGB zum Rassenhass aufstacheln, Gewalt verherrli-
wahl ein neues Vertragsverhältnis zustande kommt, für wel- chen oder verharmlosen, den Krieg verherrlichen, für eine
ches dementsprechend neue Allgemeine Geschäftsbedin- terroristische Vereinigung werben, zu einer Straftat auffor-
gungen und Preise gelten können. 01075 empfiehlt seinen dern, ehrverletzende Äußerungen enthalten, das Ansehen
Kunden daher regelmäßig und idealerweise vor jeder Einwahl von 01075 schädigen oder sonstige rechts- und sitten-
über 01075 die aktuellen Allgemeinen Geschäftsbedingun- widrige Inhalte enthalten;
gen und die aktuelle Preisliste auf den Webseiten von 01075
• den Internetzugang der 01075 und/oder die (optionale)
(z.B. www.01075.com) einzusehen (vgl. auch Ziffer 1.3).
E-Mail-Leistung nicht für die Versendung von Kettenbrie-
fen, Junk-Mail, Spamming-Mail oder anderer nicht ange-
3. Leistungen von 01075 forderter E-Mail-Massenversendungen zu nutzen.
01075 ermöglicht dem Kunden den Zugang zum Internet im Rah- 5.2 01075 ist berechtigt, den Zugang zu einem Angebot, das
men seiner technischen und betrieblichen Möglichkeiten. 01075 einen rechts- oder sittenwidrigen Inhalt aufweist, jederzeit
stellt dem Kunden eine User-ID, ein Zugangspasswort sowie eine ohne vorherige Ankündigung zu sperren.
Einwahltelefonnummer zur Verfügung.
5.3 Der Kunde hat 01075 den aus einer Pflichtverletzung resultie-
4. Entgelte renden Schaden zu ersetzen, es sei denn, dass er diesen
4.1 Für die Inanspruchnahme der Leistungen von 01075 hat der nicht zu vertreten hat. Der Kunde stellt 01075 von allen Nach-
Kunde die Entgelte zu entrichten, die sich aus der jeweiligen teilen frei, die 01075 aufgrund der Inanspruchnahme durch
gültigen Preisliste und Produktseite ergeben. In diesem Dritte wegen schädigender Handlungen des Kunden entste-
Zusammenhang weist 01075 ausdrücklich darauf hin, dass hen. Die Freistellungspflicht schließt angemessene Kosten
sich Entgelte und/oder Einwahlkennungen jederzeit ändern der Rechtsverteidigung ein.
können (siehe dazu auch Ziffer 1.3 und Ziffer 2.3).
6. Verantwortlichkeit für Inhalte
4.2 Abrechnung und Inkasso sämtlicher Entgelte erfolgen durch
die Deutsche Telekom AG oder einen Dritten. In letzterem Fall 6.1 Der Kunde ist sowohl für die Inhalte der von ihm möglicher-
wird 01075 den Kunden vorab über die Identität des Dritten weise erstellten Homepage und/oder des persönlichen
und die dann geltenden Abrechnungs- und Inkassobedin- Homepage-Verzeichnisses und der von ihm versandten
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