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                                für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen
                          – Mitteilungen, Telekommunikation, Teil A, Mitteilungen der Bundesnetzagentur –
                                                                                                                    |
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                dem Markt für die überregionale IP-Zuführung profitieren hiervon in gleicher Weise
                wie Deutsche Telekom. Anders verhält es sich mit den Größenvorteilen, die Deut-
                sche Telekom auf Backbone-Ebene besitzt und die sie preislich gegen die Wettbe-
                werber ausnutzen kann.

            (3) Als dritten Gesichtspunkt führt der Entwurf als Beleg niedriger Marktzutrittsschran-
                ken an, dass Plattformen für die überregionale Zuführung „zunächst nur regional
                ausgestaltet werden“ können (Seite 65); deshalb sollen Infrastrukturkosten zunächst
                deutlich niedriger ausfallen. Dies stellt der Feststellung im Entwurf entgegen, dass
                es sich gerade um einen bundesweiten Markt mit Nachfragern nach nationaler Zu-
                führung handelt. Die Wettbewerbsbelebung durch nur regional ausgebaute Plattfor-
                men ist erheblich geringer als die einer nationalen Plattform.

            (4) Marktzutrittsschranken, die durch Wechselkosten, die Reputation der Deutschen Te-
                lekom und Verbundvorteile entstehen, sind nach dem Entwurf für den Markt der ü-
                berregionalen IP-Zuführung in gleicher Weise wie für den Markt der regionalen IP-
                Zuführung zu bewerten (Seite 65). Dies spricht – entgegen dem Ergebnis im Ent-
                wurf – für, nicht gegen die Feststellung beträchtlicher Marktmacht der Deutschen
                Telekom auch auf diesem Markt.

            (5) Als fünfter Gesichtspunkt wird im Entwurf festgestellt, Preissetzungsspielräume der
                Deutschen Telekom auf dem Markt für die überregionale IP-Zuführung seien schwer
                einzuschätzen. Ein solcher Preissetzungsspielraum sei jedenfalls dadurch be-
                schränkt, dass die regionale Zuführung entsprechend dem regulierten ZISP-
                Nutzungsentgelt bepreist werden müsse. Allerdings gelinge es Deutsche Telekom
                aufgrund „ihrer enormen Größenvorteile“ besser, Preisspreizungen aufgrund von
                Dichtevorteilen vorzunehmen.

                Diese Erwägungen belegen letztlich ebenfalls die beträchtliche Marktmacht der
                Deutschen Telekom. Wie bereits dargestellt, führt die regulatorische Vorgabe des
                ZISP-Nutzungsentgelts („Peak-load-Komponente“) im Rahmen von „ISP Gate“ –
                soweit sie überhaupt bereits berückziehungsfähig wäre – nicht zu einem Ausgleich
                von Wettbewerbsvorteilen der Deutschen Telekom. Diese Wettbewerbsvorteile er-
                geben sich gerade aus dem größeren Volumen auf der Backbone-Ebene. Für diese
                Ebene stellt aber auch der Entwurf enorme Größenvorteile der Deutschen Telekom
                fest.

       c)   Tatsächlicher und potentieller Wettbewerb

            Für die Analyse des tatsächlichen und potentiellen Wettbewerbs verweist der Entwurf
            einerseits auf die Existenz mehrerer Anbieter, andererseits wird nur ein bundesweit täti-
            ger Wettbewerber festgestellt. Diese Überlegungen erscheinen zumindest fragwürdig.
            Gerade das Bestehen nur eines einzigen bundesweiten Anbieters spricht eher für als
            gegen die fortbestehende beträchtliche Marktmacht der Deutschen Telekom.


                                             Geschwärzte Fassung

                                                                                                            Seite 131




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              Zudem ist zu berücksichtigen, dass auch bundesweite Anbieter einer überregionalen IP-
              Zuführung auf die Vorleistung der Deutschen Telekom für die regionale Zuführung (T-
              DSL ZISP Basic) angewiesen bleiben. Dies schwächt – ungeachtet der Größenvorteile
              der Deutschen Telekom auf der Backbone-Ebene – die Marktstellung auch bundeswei-
              ter Wettbewerber zusätzlich. Anhaltspunkte für eine etwaige gemeinsame ausgeübte be-
              trächtliche Marktmacht bestehen nicht. Einer gemeinsamen Marktmacht steht insbeson-
              dere das Angewiesensein sämtlicher Wettbewerber von der Vorleistung der Deutschen
              Telekom auf regionaler Ebene entgegen.

         d) Sonstige Kriterien beträchtlicher Marktmacht

              Alle diese Gesichtspunkte sprechen für die beträchtliche Marktmacht der Deutschen Te-
              le-kom auch auf dem Markt für die überregionale IP-Zuführung. Dies belegen auch die
              sonsti-gen Gesichtspunkte, die der Entwurf für die beiden Märkte heranzieht.

              Die überragende Finanzstärke der Deutschen Telekom (Seite 58) gilt für die Märkte der
              re-gionalen und überregionalen Zuführungen in gleicher Weise. Dies gilt auch für die
              fortbe-stehende gute Reputation der Deutschen Telekom als etablierter Betreiber (Seite
              63).

              Eine starke Nachfragermacht jedenfalls eines Nachfragers – wie sie der Entwurf auf Sei-
              te 70 feststellt – erscheint zweifelhaft. Veränderte Marktbedingungen könnten insoweit
              die Feststellungen im Entwurf Stand 30.08.2006 überholt haben. Angesichts der Grö-
              ßenvortei-le der Deutschen Telekom spricht zudem viel dafür, dass größere ISP als
              Nachfrager die beträchtliche Marktmacht der Deutschen Telekom noch verstärken, in-
              dem sie die Wettbe-werber der Deutschen Telekom mit den von Deutsche Telekom an-
              gebotenen Konditionen konfrontieren. Die Wettbewerber sind auf diese Weise im Wett-
              bewerb mit Deutsche Tele-kom gezwungen, ein Preisniveau zu unterbieten, das durch
              bei Deutsche Telekom geprägt sind.

              Insgesamt ergibt sich daher, dass die Marktdefinition und Marktanalyse der BNetzA auf
              dem Markt der überregionalen IP-Zuführung im Entwurf Stand 30.08.2006 einer kriti-
              schen Überprüfung nicht standhält. Die im Entwurf festgestellten Marktgegebenheiten
              sprechen vielmehr für eine beträchtliche Marktmacht der Deutschen Telekom auch auf
              diesem Markt.

         Sollten Rückfragen zu dieser Stellungnahme bestehen, bitten wir um schriftlichen oder tele-
         fonischen Hinweis.




                                              Geschwärzte Fassung

                                                                                                           Seite 132




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       VATM Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten
       e.V.

       Stellungnahme des VATM zum Marktanalyseentwurf der BNetzA im Bereich Breit-
       bandzuführung

       Der VATM nimmt zum Entwurf der BNetzA für eine Marktdefinition und Marktanalyse der
       Märkte für Breitbandzuführung wie folgt Stellung:

       I. Nichtbetrachtung eines ATM-Breitbandzuführungsmarktes

       Die BNetzA kommt in ihrem Marktanalyseentwurf zu dem Ergebnis, den Markt für ATM-
       Breitbandzuführung nicht bezüglich etwaiger Marktmängel zu untersuchen. Hierzu wird aus-
       geführt, dass ATM-Breitbandzuführungsprodukte derzeit kaum am Markt angeboten würden
       und ein reiner ATM-Zuführungsmarkt in Deutschland somit praktisch kaum bestehe und sich
       mit hoher Wahrscheinlichkeit auch nicht etablieren werde (vgl. S. 34 des Entwurfs). Diese
       Annahme der BNetzA verkennt jedoch, dass die schwach ausgeprägte Nachfrage nach
       ATM-Zuführungsdiensten nicht das Ergebnis der Nachfragepräferenzen der Wettbewerber
       als vielmehr das Ergebnis der Angebotspolitik der DTAG ist. Ein fehlendes Vorleistungspro-
       dukt muss nicht zwingend dazu führen, dass die BNetzA keine Marktanalyse durchführt. So
       wurde beispielsweise auch bei IP-Bitstrom die Marktmacht der DTAG festgestellt, ohne dass
       ein entsprechendes Produkt am Markt platziert war.

       II. Berücksichtigung von „OC“ in Distant-IP-Zuführungsmarkt

       Der VATM spricht sich dafür aus, das DTAG-Breitbandzuführungsprodukt OC dem Markt für
       die Distant-IP-Zuführung zuzuordnen. Die BNetzA lässt das Produkt OC in ihrem Marktdefini-
       tionsentwurf unberücksichtigt, obwohl es insofern indirekt von der Entgeltregulierung für
       ZISP umfasst ist, da das Peakload-Entgelt bei ZISP in gleicher Höhe auch in OC enthalten
       sein muss. Eine entsprechende Berücksichtigung ist daher zwingend geboten.

       Produkte wie OC bündeln die Distant-Zuführung mit der Internet-Konnektivität für andere
       Internetnetze und bilden daher keinen eigenen Produktmarkt. OC und vergleichbare Leistun-
       gen sollten daher dem Markt für die Distant-Zuführung zugeordnet werden, soweit die Pro-
       dukte entsprechend den Angeboten wie ISP-Gate die Zuführung über das Konzentratornetz
       und über das IP-Kernnetz mitumfassen.

       Für diese Einbeziehung von OC in den Distant-Zuführungsmarkt sprechen sowohl die Nach-
       frager- als auch die Anbietersicht. Anbieter der Distant-Zuführung können ihr Produktportfolio
       ohne erhebliche Investitionen um das Angebot von Internet-Konnektivität ergänzen. Auf der
       anderen Seite ist zu erwarten, dass die Nachfrager gebündelter Dienste wie OC bei einer
       Preiserhöhung für dieses Produktbündel einen Zuführungspunkt auf ein IP-Netz einrichten
       und auf dieser Grundlage Distant-Zuführungen nachfragen. Beide Gesichtspunkte belegen
       die Einbeziehung von Produkten wie OC in den Markt für Distant-Zuführung, soweit diese
       eine ISP-Gate entsprechende Leistung enthalten.

                                             Geschwärzte Fassung

                                                                                                            Seite 133




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           Zudem ist in diesem Zusammenhang zu berücksichtigen, dass die BNetzA auf das Produkt
           OC im Rahmen ihrer Produktabgrenzung für den Bitstrom-Zugang Bezug genommen hat.

           III. Marktdefinition und Marktanalyse für Distant-Zuführungsmarkt

           Der Markt für Distant-Zuführung muss aus Sicht des VATM als regulierungsbedürftig ange-
           sehen werden. Die DTAG verfügt auf diesem Markt nach den Kriterien für eine Marktanalyse
           auch über beträchtliche Marktmacht. Nach den Feststellungen der BNetzA liegt der Marktan-
           teil der DTAG weiterhin über 50%. Dieser Anhaltspunkt für eine beträchtliche Marktmacht
           wird nicht durch eine gegenüber dem Markt für Parent-Zuführung höhere Anzahl der Wett-
           bewerber ausgeglichen. Für das bundesweite Angebot einer Distant-Zuführung sind erhebli-
           che Investitionen erforderlich. Schon der Umstand, dass nach den Feststellungen der BNet-
           zA bisher nur ein Wettbewerber die Distant-Zuführung bundesweit anbietet, belegt fortbeste-
           hende Marktzutrittsschranken.

           Für die Marktanalyse sind nicht nur die Umsätze der DTAG mit dem Produkt ISP-Gate he-
           ranzuziehen. Aufgrund der Zuordnung von OC zu dem Markt für Distant-Zuführung sind auch
           die internen Umsätze für die Dienste der T-Online und andere Nachfrager von OC einzube-
           ziehen. Auch die EU-Kommission betont in ihrer Stellungnahme vom 29.09.2006 zum deut-
           schen Großkundenmarkt für Mietleitungen (DE/2006/0481), dass bei fehlender Berücksichti-
           gung von Innenumsätzen die Marktmacht des etablierten Betreibers unterschätzt wird. Bei
           der Einbeziehung der Nutzung des IP-Kernnetzes der DTAG im Rahmen von OC dürfte sich
           ein deutlich höherer Marktanteil als die im Marktanalyseentwurf vorgesehenen 50% ergeben.
           Das höhere Volumen auf eigenem Netz verschafft der DTAG zudem deutliche Preisset-
           zungsspielräume. Die BNetzA verweist in ihrem Marktanalyseentwurf selbst auf „enorme
           Größenvorteile“ der DTAG (vgl. S. 65 des Entwurfs). Die seit längerem relativ stabile Anbie-
           terstruktur auf dem Markt für die Distant-Zuführung zeigt ebenfalls fortbestehende Marktzu-
           trittsschranken.

           IV. Konsistenzgebot

           Aufgrund von Marktmachtübertragungspotenzialen besteht die Gefahr, dass die DTAG ihre
           Bedingungen und Preise für die Vorleistungsprodukte ISP-Gate und OC so gestaltet, dass
           eine Ex-ante-Regulierung des derzeitigen Vorproduktes ZISP für diejenigen Nachfrager, die
           die Wertschöpfung der Zuführungsstrecke ISP-Gate/OC minus ZISP aufgrund eigener Inves-
           titionen in ein IP-Netz erbringen wollen, völlig leer läuft. Mit Blick auf die aufzuerlegenden
           Regulierungsmaßnahmen spricht sich der VATM deshalb bereits an dieser Stelle für eine
           konsistente Entgeltregulierung aus, um die getätigten Infrastrukturinvestitionen der ZISP-
           Nachfrager nicht zu entwerten bzw. zu gefährden. Diese Gefahr ist besonders bei Preis-
           Kosten-Scheren der Produkte Gate und OC im Verhältnis zu ZISP gegeben, so dass hier
           konkrete Regulierungsmaßnahmen in Erwägung zu ziehen sind.




                                                Geschwärzte Fassung

                                                                                                               Seite 134




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       Anhang 4:     Begriffserläuterungen

       ADSL                            Asymmetric Digital Subscriber Line (Asymmetric DSL).Variante
                                       der DSL-Technologie zur Realisierung breitbandiger digitaler
                                       Anschlüsse über das herkömmliche Kupferkabel-Anschlussnetz,
                                       die gleichzeitig sowohl die bidirektionale Übertragung von Daten
                                       mit beiden Verkehrsrichtungen (Downstream und Upstream)
                                       läßt auch die Übertragung von Sprache im schmalbandigen
                                       Bereich zu. Downstream und Upstream sind durch unterschied-
                                       liche Bandbreiten gekennzeichnet.

       ATM                             Asynchronous Transfer Mode. International standardisierte Ü-
                                       bertragungs- und Vermittlungstechnologie. Sie basiert auf der
                                       speichervermittelten, verbindungsorientierten Übertragung der
                                       Nutzdaten in Form adressierter Zellen mit einer festen Länge.
                                       Im ATM existieren standardisierte Quality of Service Klassen.

       ATM-Backbone                    Das ATM-Backbone ist der übermittelnde Teil eines Verbin-
                                       dungsnetzes, der als Netz höherer Netzebene lokale und regio-
                                       nale Netze miteinander verbindet und bei dem als Übertra-
                                       gungstechnologie der Asynchronous Transfer Mode (ATM) ein-
                                       gesetzt wird, welcher Reservierungen von Kapazitäten mit fes-
                                       ten Zuordnungen ermöglicht und die Einhaltung bestimmter
                                       Quality of Service-Vorgaben garantieren kann.

       Authentifizierung               Nachweis der Zugangsberechtigung durch die Abfrage von Be-
                                       nutzerkennung und Passwort bei Verbindungen zu Servern mit
                                       Zugangsbeschränkungen

       BB-RAR                          Broadband Remote Access Router. Der BB-RAR bildet den
                                       Netzübergang vom ATM-Konzentratornetz zum IP-Backbone.
                                       Er übernimmt u.a., im Sinne einer Gateway-Funktionalität, die
                                       „Dekodierung“ der über das ATM-Konzentratornetz zugeführten
                                       Verkehre und deren Weiterleitung auf Basis des IP-Protokolls in
                                       das IP-Backbone.

       Best effort                     Übertragungsqualitäten wie z.B. Paketumlaufzeit, Paketverlust-
                                       wahrscheinlichkeiten und Laufzeitvariationen werden nicht ga-
                                       rantiert. Daher ist das Best-Effort-Prinzip für die Übertragung
                                       von zeitkritischen Daten wie für VoIP oder Videokonferenzen
                                       nicht geeignet

       BRAS                            Broadband Remote Access Server. Gleiche Funktionalität wie
                                       BB-RAR.

       Breitband POP                   Broadband Point of Presence. Einwahlpunkt in breitbandige
                                       Netze i.d.R. IP-Netze (wie beispielsweise das Internet). Am
                                       POP findet die Verkehrsübergabe zwischen den jeweiligen
                                       Konzentratornetzen und dem IP-Netz statt.




                                               Geschwärzte Fassung

                                                                                                             Seite 135




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                                                  Amtsblatt der Bundesnetzagentur


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                                 für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen
                           – Mitteilungen, Telekommunikation, Teil A, Mitteilungen der Bundesnetzagentur –           4895


          CBR                       Constant Bitrate. CBR eine eigenständige ATM-Serviceklasse
                                    mit Datendiensten, bei denen die Daten mit einer konstanten
                                    Bitrate übertragen werden. CBR-Dienste sind darüber hinaus
                                    durch feste (garantierte) Zellverzögerungen und Zellverzöge-
                                    rungsschwankungen bzw. -jitter charakterisiert. Zur Anwendung
                                    kommen CBR-Dienste in erster Linie für die Übertragung von
                                    Sprach- und Videoströmen im Echtzeitbetrieb.

          dediziert                 physisch oder durch Kanalbildung mittels übertragungstechni-
                                    scher Maßnahmen wie etwa Multiplexing nur einem Teilnehmer
                                    fest zugeordnet

          DiffServ                  Differentiated Services. Konzept zur Realisierung von Quality of
                                    Service (QoS) in IP-Netzen Dabei erfolgt keine Reservierung
                                    von Kapazität für einzelne Verkehrsbeziehungen ("Verbindun-
                                    gen"). Stattdessen werden die Daten nur am Eingang des Diff-
                                    Serv-Netzes bearbeitet und die QoS-Klassen durch entspre-
                                    chende Markierung im Header der Datenpakete festgelegt. Da-
                                    mit können die einzelnen Datenströme eines Verkehrsbündels
                                    auseinandergehalten und differenziert weiterverarbeitet werden.

          Download                  Datentransfer vom Netz zum Kunden

          Downstream                Dt. Vorwärtsrichtung/- kanal. Verkehrsrichtung bzw. Datenkanal
                                    vom Netz zum Kunden.

          DSL                       Digital Subscriber Line. Auch mit xDSL bezeichnete technische
                                    Konzepte für breitbandige digitale Datenübertragungen über
                                    das herkömmliche Kupferkabel-Anschlussnetz.

          DSLAM                     Digital Subscriber Line Access Multiplexer. In der xDSL-Techno-
                                    logie eine am netzseitigen Ende der Teilnehmeranschluss-
                                    leitung eingesetzte Netzkomponenete zur (De-) Konzentration
                                    mehrerer xDSL-Übertragungsstrecken.

          Entbündelt                1. aus technischer Sicht: ohne vorgeschaltete Übertragungs-
                                       (bzw. Vermittlungstechnik)
                                    2. aus kommerzieller Sicht: ohne Koppelung mit weiteren Leis-
                                       tungen bzw. Produkten

          FTTH                      Fiber to the Home. Glasfaseranschlusstechnik, bei der die Glas-
                                    faser von der Teilnehmervermittlungsstelle bis direkt ins Haus
                                    bzw. die Wohnung des Teilnehmers reicht.

          HFC                       Mit "Hybrid Fiber Coax" bezeichnete Technologie breitbandiger
                                    Kommunikationsnetze, die Teilnehmeranschlüsse über Glasfa-
                                    ser- und Kupfer-Koaxialsegmente realisiert.

          HVt                       Hauptverteiler. Netzseitige Abschlusseinrichtung des Teilneh-
                                    meranschlussnetzes.




                                            Geschwärzte Fassung

                                                                                                         Seite 136




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                                                Amtsblatt der Bundesnetzagentur

4896
                               für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen
                         – Mitteilungen, Telekommunikation, Teil A, Mitteilungen der Bundesnetzagentur –
                                                                                                                  |
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       Internet                     bezeichnet das nicht gemeinsam verwaltete öffentliche Netz,
                                    das aus einer Vielzahl zusammengeschalteter Rechner und/
                                    oder Teilnetze besteht, welche Protokolle aus der Familie der
                                    Internet Protokolle (IP) benutzen.

       Internetkonnektivität        Unter Internetkonnektivität wird die Anbindung eines Rechners
                                    oder eines Netzes des Teilnehmers an das öffentliche Netz, das
                                    Internet, verstanden. Prinzipiell kann mit jedem anderen an das
                                    Internet angeschalteten Rechner über definierte Protokolle kom-
                                    muniziert werden. Voraussetzung zur Erlangung des Zuganges
                                    zum Internet ist für einen Endkunden ein geeigneter Anschluss
                                    an einen Internet Service Provider, der die Konnektivität durch
                                    Zuweisung einer oder mehrerer öffentlich aus dem Internet er-
                                    reichbarer IP-Adressen sicherstellt.

       IntServ                      Integrated Services. Konzept zur Realisierung von Ende-zu-
                                    Ende-QoS-Anforderungen (Quality of Service) in IP-basierten
                                    Netzen. Dazu werden Ressourcen zur Behandlung von Paketen
                                    explizit reserviert, wobei bei jedem Paket (oder jedem Paket-
                                    fluss) überprüft wird, ob die vorhandenen Ressourcen ausrei-
                                    chend sind und das Paket sofort bearbeitet werden kann, oder
                                    ob die Ressourcen nicht ausreichen und das Paket deshalb
                                    blockiert wird. Dabei wird zunächst ein Pfad über die Router im
                                    Netz aufgebaut und anschließend eine entsprechende Kapazität
                                    reserviert.

       IP                           Internet Protocol. Ein bedeutendes Protokoll der IP-Proto-
                                    kollfamilie der Vermittlungsschicht (entsprechend Schicht 3 des
                                    OSI-Referenzmodells), das für die Datenübertragung im Internet
                                    entwickelt wurde. Die Aufgabe des Internet-Protokolls besteht
                                    darin, Datenpakete von einem Sender in einem Netz bzw. über
                                    mehrere Netze hinweg zu einem Empfänger zu transportieren.
                                    Die Übertragung ist paketorientiert, verbindungslos und nicht
                                    garantiert.

       IP-Backbone                  Das IP-Backbone ist der übermittelnde Teil eines Verbindungs-
                                    netzes, der als Netz höherer Netzebene lokale und regionale
                                    Netze miteinander verbindet und in dem die Signalübertragung
                                    auf Basis von Protokollen aus der Familie der Internet Protokol-
                                    le erfolgt.

       IP-Telefonie                 Übermittlung (Transport) von Sprache, Fax und vergleichbarer
                                    Dienste (Applikationen) die teilweise oder vollständig über pa-
                                    ketvermittelnde Netze erfolgt und auf Internet Protokollen ba-
                                    siert.

       ISIS                         Integriertes System auf optischer Basis zur Bereitstellung der
                                    Netzinfrastruktur im Teilnehmeranschlussnetz. Eine Form hybri-
                                    der Teilnehmeranschlusssysteme (HYTAS), die Glasfaser- und
                                    Kupferleitungen in einer Teilnehmeranschlussleitung vereinen.




                                            Geschwärzte Fassung

                                                                                                           Seite 137




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                                                    Amtsblatt der Bundesnetzagentur


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24 2007
                                   für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen
                             – Mitteilungen, Telekommunikation, Teil A, Mitteilungen der Bundesnetzagentur –               4897


          ISP Gate                    Überregionales Breitband-Zuführungsprodukt der Deutschen
                                      Telekom AG, bei dem hochbitratiger Verkehr, der von T-DSL-
                                      Kunden oder Resale-DSL-Kunden generiert wird, anderen Netz-
                                      betreibern zugeführt wird. Der Verkehr wird vom DSLAM aus im
                                      Konzentratornetz über sog. Trafficselectoren zusammen gefasst
                                      und zu einem (bestimmten) der bundesweit 73 Breitband-Points
                                      of Presence (BB-PoP) geführt. Von dort wird der hochbitratige
                                      Verkehr über das IP-Backbone der Deutschen Telekom AG an
                                      den angeschalteten Zugängen der Zuführungsnachfrager zent-
                                      ral übergeben.

          Kernnetz                    = Backbone

          Kupferdoppelader            Die Kupfer-Doppelader (CuDa) ist das Übertragungsmedium im
                                      Anschlussbereich für die Teilnehmeranschlussleitung (TAL). Es
                                      handelt sich um ein verdrilltes Leitungspaar.

          Managed IP-Backbone         bezeichnet im Gegensatz zu dem Internet Netze, in denen der
                                      Netzbetreiber Einfluss auf die Übertragungs-, Vermittlungs- und
                                      Verkehrsgüte ausübt.

          MPLS                        Multiprotocol Label Switching. MPLS erlaubt die Realisierung
                                      von Quality of Service in IP-Netzen, indem für bestimmte Diens-
                                      te dedizierte Pfade (sogenannte Label Switched Paths) definiert
                                      und eingestellt werden. Den Datenpaketen wird bei Eintritt ins
                                      MPLS-Netz über eine entspreche Markierung im Header (Label)
                                      der jeweilige Weg vorgegeben. Das Routing der Pakete erfolgt
                                      nicht, wie üblich, anhand der IP-Adresse sondern nur anhand
                                      des Labels.

          Multiplexen                 Zusammenfassung mehrerer Eingangssignale für die gleichzei-
                                      tige Übertragung über eine Leitung

          Regionale Breitband-        Zuführung von breitbandigem Datenverkehr bis zur ersten Ver-
          Zuführung                   mittlungseinrichtung (Parent pop/switch)

          Router                      sind „Vermittlungseinheiten“ in IP basierten Netzen, d.h. sie
                                      arbeiten auf der Vermittlungsschicht (Schicht 3) des OSI-Re-
                                      ferenzmodells.

          SDSL                        Symmetric Digital Subscriber Line (Symmetric DSL). Techni-
                                      sche Kategorie der breitbandigen digitalen Anschlusstechnolo-
                                      gie DSL mit gleichen Bandbreiten in den beiden Verkehrsrich-
                                      tungen.

          Splitter                    Der DSL-Splitter ist eine passive Netzkomponente zur Trennung
                                      der Frequenzbereiche von Breitband- (DSL) und Schmalband-
                                      signal (Sprache/ISDN).




                                               Geschwärzte Fassung

                                                                                                               Seite 138




Bonn, 19. Dezember 2007
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A
                                                   Amtsblatt der Bundesnetzagentur

4898
                                  für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen
                            – Mitteilungen, Telekommunikation, Teil A, Mitteilungen der Bundesnetzagentur –
                                                                                                                      |
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       TAE                             Teilnehmeranschlusseinheit. Kundenseitiger Abschlusspunkt
                                       des Teilnehmeranschlussnetzes, d.h. Anschlusspunkt in den
                                       Räumlichkeiten des Endkunden, an den das Endgerät ange-
                                       schlossen wird.

       TAL                             Teilnehmeranschlussleitung. Die Verbindung, mit der der teil-
                                       nehmerseitige Netzabschlusspunkt (TAE) mit dem Hauptvertei-
                                       ler oder einer gleichwertigen Einrichtung in öffentlichen Telefon-
                                       netzen verbunden wird. Bei dieser Verbindung handelt es sich
                                       um eine (physisch oder durch übertragungstechnische Maß-
                                       nahmen wie etwa Multiplexing) nur einem Teilnehmer fest zu-
                                       geordnete Leitung.

       Teilnehmeranschluss             Als Teilnehmeranschluss wird das Gesamtsystem von Teilneh-
                                       meranschlussleitung und Netzzugangseinrichtung verstanden,
                                       das einem Teilnehmer individuell zur Verfügung steht, um Ver-
                                       bindungen herzustellen und zu betreiben.

       T-DSL-ZISP                      Regionales Breitband-Zuführungsprodukt der Deutschen Tele-
                                       kom AG, bei dem hochbitratiger Verkehr, der von T-DSL-
                                       Kunden oder Resale-DSL-Kunden generiert wird anderen Netz-
                                       betreibern zugeführt wird. Der Verkehr wird vom DSLAM4 aus
                                       über im Konzentratornetz über sog. Trafficselectoren zusam-
                                       men gefasst und zu einem (bestimmten) der bundesweit 73
                                       Breitband-Points of Presence (BB-PoP) geführt.

       UBR                             Unspecified Bit Rate. Es handelt es sich um eine vom ATM-
                                       Forum definierte Serviceklasse, die keine bestimmte Bandbrei-
                                       te, keine festen Zellverzögerungen und Zellverzögerungs-
                                       schwankungen bzw. -jitter garantiert. Garantiert wird außerdem
                                       nicht die erfolgreiche Zustellung von Datenpaketen.

       Upload                          Datentransfer vom Kunden ins Netz

       Upstream                        Dt. Rückwärtsrichtung/- kanal. Verkehrsrichtung bzw. Datenka-
                                       nal vom Kunden zum Netz.

       Überregionale Breitband- Zuführung von breitbandigem Datenverkehr, die über die erste
       Zuführung                Vermittlungseinrichtung hinaus hier auch das IP-Kernnetz ein-
                                schließt (Übergabe am Distant PoP)




        4 Digital Subscriber Line Access Multiplexer


                                               Geschwärzte Fassung

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                                für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen
                          – Mitteilungen, Telekommunikation, Teil A, Mitteilungen der Bundesnetzagentur –               4899


          VBR                      Variable Bitrate. Diese vom ATM-Forum spezifizierte Verkehrs-
                                   kategorie bezeichnet Anwendungen, Schnittstellen oder Über-
                                   tragungen mit diskontinuierlichem Datenaufkommen bzw. vari-
                                   abler Übertragungsgeschwindigkeit (Bitrate). Bei der Klassifika-
                                   tion der ATM-Dienste bildet VBR, differenziert in rt-VBR (Real-
                                   time-VBR) und nrt-VBR (Non-Realtime-VBR) eine eigenständi-
                                   ge Dienstklasse. RT-VBR-Dienste unterstützen Anwendungen
                                   mit strenger Echtzeitanforderung und garantieren feste Zellver-
                                   zögerungen und Zellverzögerungsschwankungen bzw. -jitter
                                   (Cell Delay Variation, CDV), wobei die Datenquelle Zellen mit
                                   variabler Geschwindigkeit (variabler Bitrate) in festgelegten
                                   Grenzen senden kann. Dienste dieser Klasse kommen in erster
                                   Linie für Sprach- und Videoübertragung in Betracht. NRT-VBR-
                                   Dienste garantieren hingegen keine festen Zellverzögerungen
                                   und Zellverzögerungsschwankungen; auch hier kann die Daten-
                                   quelle Zellen mit variabler Geschwindigkeit (variabler Bitrate)
                                   senden. Diese Dienste lassen sich beispielsweise für multime-
                                   diale E-Mails nutzen.

          VoIP                     Voice over Internet Protocol. Synonym zu IP-Telefonie




                                            Geschwärzte Fassung

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