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Dieses Dokument ist Teil der Anfrage „Lagebilder und Protokolle des Corona-Krisenstabs seit Dezember 2020

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Bundesministerium
des Innern, für Bau
und Heimat

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BMG trägt zur Sachlage vor:

 
 

  
 

BMI führt zur Verlegung von ITS-Patienten/Kleeblattkonzept aus:

VS - Nur für den Dienstgebrauch Seite 2 von 7

 
 

Insgesamt keine Lageentschärfung
Sieben-Tages-Inzidenz bei 441,9. Seit einigen Tagen geht
Inzidenz auf ein Plateau über

Für die Plateauphase gibt es mgl. unterschiedliche
Ursachen, wie das Befolgen von Schutzmaßnahmen durch
die Bevölkerung bevor Maßnahmen in Kraft treten oder
überlastete Kapazitäten im Öffentlichen Gesundheitsdienst,
so dass es zur einer Unterfasung von Fällen kommt
Verdachtsfälle und bestätigte Fälle der Omikron-Variante
in vielen europäischen Ländern (u.a. community
transmission)

In DEU zweistelliger Bereich von bestätigten Omikron-
Fällen

Am 7. Dezember 2021 war die l. Lesung im BT zur
Änderung des IfSG, die 2./3. Lesung erfolgt am 10.
Dezember 2021

U.a. will SN bereits in der 50. KW Maßnahmen aus dem
geänderten IfSG anwenden

      
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
    

Die Strukturen des Kleeblattkonzepts greifen insgesamt
IMK lobte das Konzept als gute Bund-Länder-
Zusammenarbeit

Mit Stand 6. Dezember 2021 wurden 93 Personen, davon
49 aus BY, 14 aus TH und 30 aus SN, verlegt

In BY gibt es eine leichte Entspannung — in SN und TH
bleibt die Situation sehr angespannt

        
    
 
 

   
 

    
 
  
  

  
 
 

Impfungen in DEU steigen massiv an

Mögliche Gründe dafür sind die dramatische Lage in den
Kliniken, die verschärften Maßnahmen für Ungeimpfte
oder auch die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

BMG erwähnt die Kampagne von 150 großen
Unternehmen und Marken, die ihre Slogans geändert haben
und gemeinsam für die deutsche Impfkampagne werben

BMG/
BMI
15,5 Mio. Menschen sind in DEU geboostert, 60 Mio.

 
   
   
         
     
 
  

erhielten eine Erstimpfung, 57,5 Mio. Menschen sind
vollständig geimpft
Etwa 130 Mio. Impfdosen wurden in DEU verimpft
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und Heimat

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Impfstoffdosen von Moderna stehen ausreichend zur

Verfügung, jene von Biontech/Pfizer werden vsl. weiter

kontingentiert

e Arztpraxen und Apotheken nahmen z.T.

. Mehrfachbestellungen von Impfstoffdosen vor, so dass dort

Impfstoffe lagern

e Die EMA und die ECDC empfehlen seit dem 7. Dezember
2021 ausdrücklich Kreuzimpfungen mit Vektor- und
mRNA-Impfstoffen sowie zwei verschiedenen mRNA-
Impfstoffen

« Im Zulauf sind Impfstoffdosen für Kinder, angekündigt
sind diese für den 13. Dezember 2021, Arztpraxen können
diese bereits bestellen, es erfolgten bereits 2,5 Mio.
Bestellungen

e Notwendig für die Impfkampagne ist die Dokumentation.
Apotheken, Zahnärzte und Veterinäre sind derzeit noch
ohne Zugang zum Dokumentationssystem. BMG arbeitet
an technischen Lösungen

Vor dem Hintergrund der noch zu geringen Impfquote in DEU und
der verhaltenen Akzeptanz des Impfstoff von Moderna weist BMI
darauf hin, dass die Empfehlung der EMA und ECDC zu
Kreuzimpfungen kommunikativ stärker genutzt werden sollten.
Damit könnten wmgl. noch Personen von einer
Auffrischungsimpfung mit Moderna überzeugt werden.

   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
     
     
   
 
    

 
    
   
   
   
     
   
  

BMG erklärt auf Nachfrage von , dass keine
konkreten Angaben dazu vorliegen, wieviel Impfstoff in den
Arztpraxen lagert. Anhand der Auslieferungszahlen und den
Angaben zu den durchgeführten Impfungen im DIM kann man
schließen, dass viele Impfstoffdosen noch nicht verimpft wurden.
Bis Ende 2021 ist davon auszugehen, dass diese Impfstoffdosen
verimpft werden. Vermutlich benötigen die Arztpraxen vermehrt
Impfstoffdosen für ihr Terminmanagement.

 
    
   
   
   
   
   
   
     
 

Hinsichtlich der vs. Kontingentierung von Impfstoffdosen von
Biontech/Pfizer erklärt BMG, dass es am 6. Dezember 2021 eine
GMK-Schalte gab, auf der dieses Thema kommuniziert wurde.
Wmgl. wird es in den kommenden zwei Wochen zu einem
Abflauen der Nachfrage nach Biontech/Pfizer kommen.

weist darauf hin, dass im Lichte der
bevorstehenden Feiertage und der hochgefahrenen Impfzentren,
dort auch entsprechend Impfstoffdosen zur Verfügung stehen
müssen. BMG betont, dass die Liefervolumina für die letzten zwei
Wochen im Dezember 2021 noch nicht absehbar sind.
https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/
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3_Downloads/C/Coronavirus/Impfstoff/Lieferprognosen_aller_H
ersteller_2021.pdf

lobt die gelungene Zusammenarbeit
zwischen BMG und BMVg bei der Spende der Impfstoffdosen aus
POL. Die Bundeswehr wird diese Dosen abholen.

BMI weist auf den Hinweis eines Unternehmens hin, das Stempel
herstellt. Allein dort wurden über 500 Stempel bestellt, die für
Impfnachweise genutzt werden sollen. Das. Beziehen solcher
Stempel selbst ist zwar als Vorbereitungshandlung nicht
strafbewehrt, allerdings kann man folgen, dass diese dann auch zu
entsprechend strafbaren Fälschungen von Impfnachweisen genutzt
werden sollen. BMI schlägt vor, die betroffenen Unternehmen zu
Sensibilisierungszwecken anzuschreiben und bei solchen
Stempelbestellungen Nachweise (z.B. Approbationen) zu
verlangen. BMG stimmt dem Vorgehen zu. BMI regt ebenfalls an,
normative Änderungen zu prüfen, da der WHO-Impfpass nicht
fälschungssicher ist und man sich vermehrt auf digitale
Impfzertifikate konzentrieren soll. BMG erwidert, dass der WHO-
Impfpass einen sehr hohen Stellenwert in der internationalen
Zusammenarbeit hat. BMG prüft aber mögl. ergänzende
Regelungen aufgrund eines GMK-Wunsches.

BMG berichtet zur Sachlage:

weiter weltweiter Anstieg der Fallzahlen, vor allem in Europa:
und Afrika

Getrieben durch Omikron-Variante Anstieg in ZAF, BWA
NAM und ZWE

Exponentieller Anstieg in ZAF, tägliche Zuwachsrate 25
Prozent, Verdopplungszeit alle drei Tage

Über 400 Fälle von Omikron in GBR, 73 Fälle in DNK, die
meisten davon ohne einen Reisebezug

Es gibt erste Hinweise darauf, dass Omikron-Variante keine
schwereren Verläufe verursache als die Delta-Variante
Fallzahlenanstieg in SWE, FIN, ITA, FRA, PRT und ESP
Rückgang der Fallzahlen in ROU und BGR

In der 49. KW werden vsl. LBN, DNK und LUX als
Hochrisikogebiet (HRG) eingestuft

Ausgestuft werden vsl. ROU und MNG

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TOP | Vorstellung Gemeinsamer Bund-Länder-Krisenstab.
Arbeitsweise und Aussprache zu Arbeitsweise

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BMI fragt, ob bei FRA die Einstufung des gesamten Landes oder
einzelner Regionen / Departements vorgesehen ist. BMG betont,
dass die Einstufung FRA als HRG Einschränkungen für
Ungeimpfte nach sich zieht. Ausnahmen bestehen für
Grenzpendler. Regionalisiette Einstufungen werden aus
Praktikabilitätsgründen nicht vorgenommen. Die mgl. Einstufung
FRA entspricht der dortigen Einstufung DEU,

  
 
    
 

   
 
   
 

 
   
   
     
   
   
   
   
   
   
   
   
   
     
     
     
   
     
  
        
 
 
  
       
   
      
  

   

AA weist auf die Mitte Dezember 2021 vorgesehene Überprüfung
der Einstufung von Staaten des südlichen Afrika nach Analyse der
Omikron-Variante hin. BMI und BMG verweisen auf die geltenden
Richtlinien bei der Überprüfung. BMI erklärt, dass Omikron
positiv getestete Menschen nach Einreise in ein Quarantäne-Hotel
durch Verfügung des Flughafengesundheitsamts untergebracht
wurden. BMI betont u. a. auch die Notwendigkeit einer Regelung
für eine rechtssichere Befugnis zu Flugverboten bei Einreisen aus
(neuen) VVGen. Generell müsse man die Lehren aus der Situation
mit Omikron ziehen. Hierzu werde BMI eine Reihe von
Vorschlägen unterbreiten. BMG ergänzt, dass die Omikron-
Situation täglich beobachtet wird und es auch bei Transitreisen
noch Nachschärfungsbedarf besteht.

Ferner bittet AA die Ressorts um eine Sprachregelung hinsichtlich
Reisezeiten und Reisewarnungen zu Weihnachten 2021.

   
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
   
 
  
 
  

BMI fügt an, dass die BPOL die Gesundheitsämter unterstützt.
Dies verläuft im Großen und Ganzen gut. Allerdings war das
Gesundheitsamt am Flughafen Frankfurt/Main Sonntag und
Montag nicht erreichbar. Hier bittet BMI um eine entsprechende
Nachsteuerung. BMG entgegnet, dass die Situation bekannt ist,
aber hier keine Möglichkeit zum Durchgriff besteht. BMG
informierte hierüber bereits das HE Gesundheitsministerium.

   

  

‚skizziert die künftigen Aufgaben des
Gemeinsamen Bund-Länder-Krisenstabs, der ab morgen die Arbeit
aufnimmt:

e Bund-Länder-Krisenstab übernimmt die operative Arbeit
bei der Bewältigung der Corona-Pandemie unter
Beibehaltung der fachlichen Zuständigkeiten in den
Ressorts

« Dazu gehören:

« die Ressort- und Bund-Länder-Koordinierung
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die Steuerung der Impflogistik und Impfkampagne
Monitoring aller Maßnahmen des Bundes und der
Länder
die tägliche Beurteilung der Lage
Information, Beratung und Entscheidungsvorbereitung
und Eskalation von strittigen Themen auf die jeweilige
Ebene
Strategische Vorausschau
Das Lagebild soll konsolidiert für den BK gefertigt werden,
BMI und BMG werden gebeten, das bisherige Lagebild bis
auf Weiteres an das BKAmt zu liefern. Auf vorhandene
Produkte soll aufgesetzt werden
Transparenz auf Ressortebene und im Hinblick auf Bund
und Länder soll hergestellt werden
Weitere Akteure über den Bund und die Länder sollen sich
in den neuen Strukturen einbringen
Auf Einladung BKAmt wird der Ressortkrisenstab auf
Ebene der Staatssekretäre dienstags um 16.00 Uhr tagen
Die Bund-Länder-Koordinierung tagt donnerstags um
16.00 Uhr unter Teilnahme der Staatssekretäre der
Bundesressorts
Die Länder werden gebeten, je zwei bevollmächtigte
Vertreter in den Bund-Länder-Krisenstab zu entsenden
Einrichtung eines wissenschaftlichen Expertengremiums
zur Corona-Pandemie
Schwerpunkt der Arbeit des Gemeinsamen Bund-Länder-
Krisenstabes ist zuvorderst die Impfstofflogistik

BMI hebt hervor, dass die Regierungsübernahme für das neue
Momentum der Krisenstabsarbeit genutzt werden soll. Herr Dr.
Klos bietet im Namen aller Teilnehmenden die volle Unterstützung

Herr Dr. Klos schließt die letzte Sitzung des Gemeinsamen
Krisenstabes BMU/BMG..

Anlage 1: Teilnehmerliste
Anlage 2: Tagesordnung
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