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Dieses Dokument ist Teil der Anfrage „Lagebilder und Protokolle des Corona-Krisenstabs

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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH

Die Cyberkriminalität befindet sich weiterhin auf hohem Niveau (insb. Fake-Shops, Phishing-
Kampagnen, maliziöse Domains, DDoS-Angriffe).
Bei Betrugsdelikten wird die Angst vor dem Coronavirus auf vielfältige Weise ausgenutzt.
Täter geben sich als Amtsperson aus, um Trickdiebstähle vorzubereiten. Der Modus des
Enkeltricks wird vermehrt in Form des angeblich infizierten Angehörigen angewandt.
Vermehrt kommt es zu Subventionsbetrugsfällen i.Z.m. staatlichen Corona-Soforthilfen. In
mehreren Bundesländern wurden offizielle Internetseiten für die Beantragung von Corona-
Soforthilfen imitiert, um mit den so erlangten Daten rechtswidrig Soforthilfen zu beantragen.
Antragsdaten werden von Kriminellen auch durch Anschreiben (per E-Mail) zu Angeboten für
Kurzarbeitergeld und Lohnausgleich sowie von angeblichen Förderbanken erlangt.
Es kommt zu Diebstählen von Hygiene- und medizinischen Artikeln. Hierbei sind
insbesondere Krankenhäuser, medizinische Einrichtungen und deren Belieferungswege
gefährdet.
Eine Zunahme der (sexuellen) Gewalt und des Missbrauches in Familien und Beziehungen
lässt sich in polizeilichen Hellfelddaten derzeit nicht erkennen. Diesbezügliche Hilfsangebote
(Telefon und Online) verzeichnen jedoch Zuwächse um rund 20 % seit Anfang März.
Die Prostitution verlagert sich aufgrund des Ausübungsverbotes zunehmend ins Dunkelfeld.
Damit nehmen auch ausbeuterische Bedingungen und Gewalt zu, bei gleichzeitig fehlender
Erreichbarkeit für Hilfs-/Ausstiegsangebote, Gesundheitsberatung und Kontrollen.
Derzeit gibt es keine wesentliche Beeinträchtigung der Einsatzfähigkeit der Polizeien.


Zukünftig sind die folgenden Szenarien denkbar:
Aufgrund der angespannten Lage und hohen Auslastung im Gesundheitswesen (auch andere
KRITIS) können Cyberangriffe zur Erpressung von hohen Lösegeldsummen genutzt werden.
Es besteht die Gefahr, dass mittels einfacher DDoS-Angriffe ganze Unternehmen
arbeitsunfähig werden können, insbesondere i.Z.m. Homeoffice und erhöhten Datenverkehr.
Es kann von einem Anstieg des Konsums illegaler Pornografie, etwa Kinderpornografie,
ausgegangen werden, wodurch Verbreitung, Erwerbs und Besitzes zunehmen kann.
Der Rauschgiftkonsum dürfte stabil bleiben, wobei eine weitere Verlagerung des Handels in
den digitalen Raum / Darknet wahrscheinlich ist.
Mit Andauern sowie infolge der Pandemie könnte die Situation immer stärker professionell
oder im großen Stil für geldwäscherelevante Taten genutzt werden. U.a. sind Aufkäufe von
Immobilien und Unternehmen durch die der Organisierten Kriminalität zu befürchten.



QUELLE: INFORMATIONEN UND ERKENNTNISSE DER SICHERHEITSBEHÖRDEN VON BUND UND
LÄNDERN



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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH

4   LAGEFELD INTERNATIONALE BEZÜGE                                                       [AA]

     Das Auswärtige Amt hat die Reisewarnung für EUMS, Schengen-assoziierte Staaten
        und GBR aufgehoben und durch individuelle Reisehinweise ersetzt. Für ESP (bis 21.06.),
        FIN, NOR und SWE bleibt eine Reisewarnung bestehen. Von Reisen nach GBR und
        MLT rät das Auswärtige Amt dringend ab, von Reisen nach IRL wird abgeraten. Die
        Reisewarnung für Drittstaaten bleibt bis zum 31.08. bestehen. Eine vorzeitige
        Aufhebung für einzelne Länder ist aber möglich.
       Mehr als 8,0 Mio. Infizierte und mehr als 436.000 Todesfälle weltweit. Schwerpunkte
        USA, BRA, RUS, IND. Infiziertenzahlen steigen weiter in Afrika, Zentral- und Südasien,
        Mittel- und Südamerika und Teilen Osteuropas. Starke Steigerungen zuletzt v.a. in
        SDA, IDN, PAN, NGA, HND. Aufgrund der begrenzten Testkapazitäten in vielen
        Ländern wird eine hohe Dunkelziffer vermutet, hierzu zählen besonders
        Entwicklungsländer.
       EU: KOM hat Website „Re-open EU“ gestartet mit Informationen über
        Grenzverfahren, Verkehrsmittel und Tourismusbereich in EUMS.
       ITA: Niedrigste Zahl von Todesfällen seit mehr als drei Monaten.
       ESP: Erste deutsche Urlauber im Rahmen eines Pilotprojekts auf Mallorca gelandet, ab
        21.06. Öffnung für innereuropäischen Tourismus.
       DNK: Konjunkturprogramm mit Bargeldzahlungen in Höhe von 8 Mrd. EUR an die
        Bevölkerung.
       FIN: Aufhebung des Ausnahmezustands. Regierung verliert damit verbundene
        Sonderbefugnisse.
       NOR: Regierung stoppt nationale Corona-App aufgrund von Datenschutzbedenken
        und löscht die bislang gesammelten Daten.
       USA: Regierung plant Infrastruktur-Investitionsprogramm mit einem Volumen von
        einer Billion USD. Lockerung der gegenseitigen Beschränkungen im Flugverkehr mit
        CHN. Hochrechnung des Instituts IHME geht bis Oktober 2020 von 201.000
        Todesfällen in den USA aus.
       CHN: Mehr als 100 bestätigte Neuinfektionen in Peking. WHO zeigt sich besorgt und
        hat der Regierung Unterstützung angeboten.
       JPN: Anstieg der täglichen Neuinfektionen im Zusammenhang mit Ausgehviertel in
        Tokio, daraufhin fallende Kurse an Tokioter Börse.
       IRN: Zahl täglicher Todesfälle steigt weiter an, mittlerweile mehr Infektionen als in
        DEU.
       TUR: Zahl der täglichen Neuinfektionen hat sich innerhalb von zwei Wochen
        verdoppelt, zuletzt täglich 1.592 Neuinfektionen.
       TUN: Regierung erklärt die Pandemie für besiegt. Landesweite Ausgangssperre wurde
        aufgehoben. Sämtliche Grenzen sollen am 27.06. wieder öffnen.
       NZL: Erstmals seit drei Wochen wieder Neuinfektionen, importiert aus GBR.




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5     LAGEFELD BUNDESWEHR / UNTERSTÜTZUNGSLEISTUNGEN          [BMVG]

5.1   EINSATZBEREITSCHAFT




5.2   AMTSHILFE UND UNTERSTÜTZUNGSLEISTUNGEN DER BUNDESWEHR IM
      INLAND




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DAS VORLIEGENDE LAGEBILD DIENT DER UNTERRICHTUNG DER ENTSCHEIDUNGSTRÄGER. ES BERUHT AUF DER ZUM
REDAKTIONSSCHLUSS VORHANDENEN DATENLAGE UND ERHEBT KEINEN ANSPRUCH AUF VOLLSTÄNDIGKEIT.



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