20200625-lagebild-gemeinsamer-krisenstab-bmi-bmg
Dieses Dokument ist Teil der Anfrage „Lagebilder und Protokolle des Corona-Krisenstabs“
VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
1.1.3 EU-MITGLIED- UND SCHENGEN-STAATEN SOWIE GROßBRITANNIEN
Bestätigte 7-Tage-
Land Diff.* Diff. %** Todesfälle Todesfälle %
Fälle Inzidenz
Schweden 60.837 1.905 3,2 5.161 8,5 73,5
Portugal 39.737 345 0,9 1.540 3,9 23,4
Großbritannien 306.210 921 0,3 42.927 14,0 12,1
Rumänien 24.505 214 0,9 1.539 6,3 10,8
Luxemburg 4.133 12 0,3 110 2,7 9,5
Bulgarien 4.114 130 3,3 208 5,1 9,4
Polen 32.527 300 0,9 1.375 4,2 6,1
Belgien 60.810 260 0,4 9.713 16,0 5,7
Dänemark 12.561 34 0,3 603 4,8 5,4
Frankreich 161.267 517 0,3 29.720 18,4 5,3
Spanien 246.752 248 0,1 28.325 11,5 5,2
Deutschland 191.449 587 0,3 8.914 4,7 5,1
Tschechische
10.650 89 0,8 339 3,2 5,1
Republik
Niederlande 49.722 64 0,1 6.095 12,3 3,7
Island 1.824 1 0,1 10 0,5 3,4
Österreich 17.351 31 0,2 693 4,0 2,9
Kroatien 2.366 30 1,3 107 4,5 2,7
Norwegen 8.751 6 0,1 248 2,8 2,3
Italien 238.833 113 0,0 34.675 14,5 2,2
Schweiz*** 31.249 -61 -0,2 1.679 5,4 2,2
Malta 665 0 0,0 9 1,4 1,8
Slovenien 1.534 13 0,9 111 7,2 1,7
Griechenland 3.302 15 0,5 190 5,8 1,4
Irland 25.391 8 0,0 1.720 6,8 1,2
Litauen 1.803 2 0,1 77 4,3 1,0
Finnland 7.155 11 0,2 327 4,6 0,8
Lettland 1.111 0 0,0 30 2,7 0,7
Slovakei 1.589 1 0,1 28 1,8 0,7
Zypern 990 2 0,2 19 1,9 0,6
Estland 1.982 1 0,1 69 3,5 0,5
Ungarn 4.107 0 0,0 573 14,0 0,3
Liechtenstein 83 0 0,0 1 1,2 0,0
* DIFFERENZ ZUM VORTAG, **DIFFERENZ ZUM VORTAG IN %, *** DATENKORREKTUR
QUELLE: ECDC, STAND 24.06.2020
DIE DIFFERENZ ZWISCHEN DER 7-TAGE-INZIDENZ FÜR DEUTSCHLAND IN DIESER TABELLE UND DER
TABELLE 1.1.2 IST IN DEN UNTERSCHIEDLICHEN DATENQUELLEN BEGRÜNDET.
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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
1.1.4 COVID-19 FÄLLE IN EINRICHTUNGEN GEMÄß INFEKTIONSSCHUTZ-
GESETZ (IFSG)
Einrichtung Bestätigte Hospitalisiert Genesene Todesfälle
gemäß Fälle
Betreut/untergebracht 3.303 (+19) 2.363 (+14) 2.600 (+100) 619 (+4)
§ 23 IfSG* Personal tätig in
Einrichtung
13.717 (+21) 633 (+2) 13.600 (+100) 20 (+/-0)
Betreut/untergebracht 17.643 (+39) 4.026 (+10) 13.800 (+100) 3.504 (+13)
§ 36 IfSG** Personal tätig in
Einrichtung
9.818 (+37) 418 (+/-0) 9.700 (+100) 46 (+/-0)
* Z.B. KRANKENHÄUSER, ÄRZTLICHE PRAXEN, DIALYSEEINRICHTUNGEN UND RETTUNGSDIENSTE
** Z.B. PFLEGEEINRICHTUNGEN, UNTERKÜNFTE FÜR OBDACHLOSE ODER ASYLSUCHENDEN, JVA
RKI, STAND 24.06.2020
1.1.5 REPRODUKTIONSZAHL R
18.06.2020 19.06.2020 20.06.2020 21.06.2020 22.06.2020 23.06.2020 24.06.2020
0,86 1,06 1,79 2,88 2,76 2,02 0,72
[0,68-1,06] [0,87-1,30] [1,33-2,23] [2,16-3,73] [2,10-3,42] [1,53-2,41] [0,56-0,91]
QUELLE: RKI
Erläuterung
Die Reproduktionszahl R ist eine Kennzahl der Ausbruchsdynamik und beschreibt die durch-
schnittliche Anzahl Personen, die durch eine infizierte Person angesteckt werden (R>1, be-
deutet Zunahme der Neuinfektionen; R=1, bedeutet konstante Anzahl neuer Fälle; R<1, be-
deutet Abnahme der Neuinfektionen). Diese lässt sich nicht aus den Meldedaten ablesen, son-
dern nur durch statistische Verfahren, zum Beispiel auf der Basis des Nowcastings, schätzen.
Die im Rahmen des Nowcastings geschätzte Anzahl der COVID-19-Neuerkrankungen wird als
gleitendes 4-Tage-Mittel dargestellt, um Zufallseffekte einzelner Tage auszugleichen. Damit
ergibt sich die Berechnung des Punktschätzers von R für einen bestimmten Tag als einfacher
Quotient der Anzahl von Neuerkrankungen für diesen Tag geteilt durch die Anzahl von Neu-
erkrankungen 4 Tage davor.
QUELLE: RKI, STAND 24.06.2020
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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
1.1.6 AUSBRUCHSGESCHEHEN IN DEUTSCHLAND
250.000
200.000
150.000
Anzahl
100.000
50.000
0
Bestätigte Fälle Gesundete Aktive Fälle
QUELLE: RKI
Erläuterung
Die Abbildung zeigt die kumulierte Anzahl der an COVID-19 erkrankten Personen sowie der
gesundeten Personen. Datengrundlage ist die im täglichen Lagebericht des RKI verzeichnete
Gesamtzahl der übermittelten Fälle sowie ab dem 26.03.2020 die geschätzte Zahl der Gesun-
deten. Der Meldeverzug wird nicht berücksichtigt. Die Darstellung kann daher leicht von der
entsprechenden Grafik im RKI Dashboard abweichen.
4.000
3.500
3.000
2.500
Anzahl
2.000
1.500
1.000
500
0
01.05.
03.05.
05.05.
07.05.
09.05.
11.05.
13.05.
15.05.
17.05.
19.05.
21.05.
23.05.
25.05.
27.05.
29.05.
31.05.
02.06.
04.06.
06.06.
08.06.
10.06.
12.06.
14.06.
16.06.
18.06.
20.06.
22.06.
24.06.
Diff. Best. Fälle z. Vortag Diff. Gesundete z. Vortag
QUELLE: RKI
Erläuterung
Zur besseren Darstellung der aktuellen Zahlen wurde der Darstellungszeitraum angepasst. Ab
sofort berichten wir nur noch über den zurückliegenden sowie den aktuellen Monat.
Diese Abbildung zeigt die Differenz der Anzahl übermittelten COVID-19 Fälle bzw. der (ge-
schätzten) Anzahl der Gesundeten zum jeweiligen Vortag (siehe Abbildung auf S. 2). Die regel-
mäßigen Schwankungen bei den übermittelten Fällen sind durch das Meldeverhalten zu er-
klären: Erfahrungsgemäß werden am Wochenende weniger Fälle gemeldet, die dann montags
und dienstags nachgemeldet werden. Für den 25.06.2020 beträgt das Verhältnis der
Gesundeten zu den aktiven Fällen 176.800 zu 6.235 (3,6 % aktive Fälle).
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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
1.2 AUSBRUCHSGESCHEHEN DER LETZTEN SIEBEN TAGE UND AKTUELL
FREIE INTENSIVKAPAZITÄTEN
1.2.1 KUMULATION ÜBER DIE LETZTEN SIEBEN TAGE PRO
100.000 EINWOHNER
QELLE: GRAFIK BBK, ZAHLEN RKI, STAND 24.06.2020
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1.2.2 ÜBERSICHT STARK BELASTETER REGIONEN
Region Fälle/100.000 Einwohner/ Verfügbare Transport Beurteilung
7 Tage kumulativ* Intensivbetten**
LK Gütersloh 270,3 1.066
LK Warendorf 66,2 1.588
LK Göttingen 46,3 702
* LK/SK HAT DIE GRENZE VON 35 ÜBERSCHRITTEN, ** INTENSIVBETTENZAHL IM UMKREIS VON 100 KM,
VERFÜGBARE INTENSIVBETTEN SCHLIESSEN DEN BETRIEB DES BETTES EIN
OHNE EINSCHRÄNKUNGEN MIT EINSCHRÄNKUNGEN MIT ERHEBLICHEN EINSCHRÄNKUNGEN
QUELLE: RKI, DIVI, BMG, DRK, STAND 24.06.2020
1.2.3 ZUSAMMENFASSUNG EPIDEMIOLOGIE - ÜBERLASTUNGSSITUATIONEN
Die Reproduktionszahl wird mit Stand 24.06.2020 auf 0,72 (95%-Prädikationsintervall
[0,56-0,91]) geschätzt.
Vermehrt werden Reihentestungen durchgeführt, z.B. durch Deutsche Post DHL,
Schlachtbetriebe. Dadurch können sich Fallzahlen in einzelnen Kreisen sprunghaft
erhöhen.
In Rheda-Wiedenbrück im Landkreis Gütersloh (NW) kam es beim Fleisch-
produzenten Tönnies zu einem weitreichenden Ausbruchsgeschehen. Lockdown für
den Kreis Gütersloh beginnend ab 24.06. bis zunächst 30.06.2020 verhängt. Die
Testungen unter der Bevölkerung sollen massiv ausgeweitet werden, weiterhin sollen
Bewohner und Beschäftigte in Pflegeeinrichtungen in den kommenden Tagen
untersucht werden werden. Gleiches gilt für Mitarbeiter in Krankenhäusern,
Beschäftigte im Lebensmitteleinzelhandel und Kioskpersonal. Alle Bürger des LK
sollen die Möglichkeit erhalten, sich kostenfrei testen zu lassen.
Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen Lippe hat seit 23.06.2020 ein
Diagnosezentrum für die Bevölkerung des LK Gütersloh eingerichtet. Rund 100
Menschen können pro Stunde getestet werden. Ab 25.06.2020 wird ein Testzentrum
in Rheda-Wiedenbrück eingerichtet. Derzeit werden 29 Personen mit Bezug zu
Tönnies in Krankenhäusern behandelt. 8 Patienten sind auf Intensivstation, 2 davon
mit Beatmung. Der Wohnort des überwiegenden Teils der Beschäftigten befindet sich
in den Kreisen/Städten: Kreis Gütersloh, Kreis Warendorf, Kreis Soest, Stadt Bielefeld
und Stadt Hamm. Im Kreis Soest wurden alle Tönnies-Mitarbeiter (ca. 177) und die mit
ihnen in häuslicher Gemeinschaft wohnenden Personen per Allgemeinverfügung für
14 Tage ab 22.06.2020 in Quarantäne geschickt. In der kreisfreien Stadt Bielefeld
wurden 168 Tönnies- Mitarbeiter unter Quarantäne gestellt.
Die Stadt Verl hat im Stadtteil Sürenheide eine Quarantänezone eingerichtet. Bislang
sind 78 Bewohner positiv auf das Corona Virus getestet worden. Die benachbarte
Fleischfabrik Kleinemas in Verl ist ebenfalls von der Abriegelung betroffen. 52
Mitarbeiter wohnen in dem unter Quarantäne stehenden Stadtteil. Alle Mitarbeiter
werden durch die Firma auf Corona getestet.
Die 7-Tagesinzidenz beträgt im Kreis Soest 1,7, in der kreisfreien Stadt Bielefeld 5,4,
im Kreis Paderborn 5,9, Fälle/100.000 Einwohner.
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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
Im Landkreis Göttingen (NI) hatte die Stadt rund 700 Bewohner eines
Gebäudekomplexes unter Quarantäne gestellt. Am Montagabend durften rund 350
Bewohner ihre Wohnungen verlassen, da sie 2-mal negativ getestet worden waren. Seit
Donnerstag wurden bei knapp 120 Personen (ca. 17% der Bewohner) Corona-
Infektionen festgestellt. Am Wochenende wurden mehr als 400 Bewohner erneut
getestet, um sie bei doppelt negativem Ergebnis aus der Quarantäne zu entlassen.
Allgemeinverfügung zum Tragen von MNB in Schulen.
Corona Ausbruch im Grenzdurchgangslager in Friedland. Derzeit seien 19 Geflüchtete
der insgesamt 190 Bewohner und eine Mitarbeiterin infiziert. Die Betroffenen seien
nun mit ihrer jeweiligen häuslichen Gemeinschaft isoliert untergebracht worden.
Im Kreis Warendorf (NW) sind im Zusammenhang mit dem Ausbruchsgeschehen bei
der Fa. Tönnies 212 Infektionen aufgetreten. Für den Kreis wurde ebenfalls ein
weitgehender Lockdown verhängt. Allgemeinverfügung: Quarantäne für alle
Mitarbeiter des Betriebs und Angehörige bis 03.07.2020. Breites Testangebot für die
Bevölkerung. Insgesamt leben in Kreis Warendorf 1.243 Tönnies Mitarbeiter. Das RKI
unterstützt mit 3 mobilen Containment Scouts.
In der kreisfreien Stadt Hamm (NW) sind im Zusammenhang mit dem
Ausbruchsgeschehen bei der Fa. Tönnies 51 Personen infiziert. Nach Schätzung der
Stadt haben ca. 450 Personen in Hamm eine Tönnies-Verbindung, 473 Personen sind
in Quarantäne. 3 Schulen sind komplett geschlossen. Eine weitere Schule wird ab
24.06.2020 geschlossen, ein Schüler war positiv getestet worden. Testangebot für alle
380 Schüler und Lehrer. Die 7-Tagesinzidenz beträgt in der kreisfreien Stadt Hamm
26,8 Fälle/100.000 Einwohner.
In der kreisfreien Stadt Magdeburg (ST) stehen 523 Menschen in den Stadtteilen Neue
Neustadt und Salbke unter Quarantäne. Davon sind 82 infiziert. Es gebe eine hohe
Dunkelziffer. Derzeit sind elf Schulen sowie mehrere Spielplätze und
Freizeiteinrichtungen geschlossen. Die 7-Tagesinzidenz beträgt in der kreisfreien
Stadt Magdeburg 25,6 Fälle/100.000 Einwohner.
In Berlin (BE) Bezirk Neukölln wurden 13 Wohnhäuser an 7 Standorten mit insgesamt
370 Haushalten unter Quarantäne gestellt. Von 798 Tests sind bislang 106 positiv.
Unter den Infizierten sind 41 Kinder und Jugendliche. 85 Fälle können einem
Ausbruchsgeschehen im Umfeld einer Glaubensgemeinschaft zugeordnet werden. An
10 Schulen sind einzelne Lerngruppen in Quarantäne.
Im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf wurden zwei Schulen geschlossen. Es werden
bis zu 100 zusätzliche Tests durchgeführt. 9 Tests sind positiv ausgefallen.
Im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg haben sich in einem Wohnkomplex 44 Bewohner
mit dem Coronavirus infiziert. Die betroffenen Haushalte wurden unter Quarantäne
gestellt.
Im Bezirk Tempelhof-Schönefeld befinden sich 20 Polizeibeamte in Quarantäne. Die
Betroffenen leisten Dienst in einer Gefangenensammelstelle, hier gab es einen
positiven Fall.
In Spandau stehen 83 Schüler und 27 Lehrer des Kant-Gymnasiums unter Quarantäne,
da es in der Oberstufe bestätigte Fälle gab.
Die 7-Tagesinzidenz beträgt in Mitte 16,9, Friedrichshain-Kreuzberg 25,5, Pankow 3,9,
Charlottenburg-Wilmersdorf 11,7, Spandau 17,6, Steglitz-Zehlendorf 3,9, Tempelhof-
Schöneberg 11,9, Neukölln 22,7, Treptow-Köpenick 7,7, Marzahn-Hellersdorf 14,5,
Lichtenberg 9,3 sowie in Reinickendorf 19,6 Fälle/100.000 Einwohner.
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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
In der kreisfreien Stadt Dortmund (NW) wurden 6 Schulen geschlossen. Insgesamt
sind 8.000 Schüler betroffen. An allen betroffenen Schulen wurde ein Schüler oder
Lehrer positiv getestet. Kontaktnachverfolgungen ergaben weitere Fälle.
In zwei Senioreneinrichtungen in Dortmund werden derzeit alle Mitarbeiter und
Bewohner getestet. In beiden Einrichtungen waren zuvor Infektionen bekannt
geworden. Die 7-Tagesinzidenz beträgt in der kreisfreien Stadt Dortmund 9,7
Fälle/100.000 Einwohner.
Im Kreis Unna (NW) sind an einer Grundschule in Schwerte und an einem Berufskolleg
in Lünen jeweils ein positiver Fall festgestellt worden. 33 Tönnies Mitarbeiter stehen
im Kreis unter Quarantäne. 7 wurden positiv getestet. Die 7-Tagesinzidenz beträgt im
Kreis Unna 8,4 Fälle/100.000 Einwohner.
Im Landkreis Oldenburg (NI) sind 35 Mitarbeiter eines Schlachtbetriebs in
Wildeshausen im Rahmen einer Reihentestung positiv getestet worden. Davon
wohnen 12 Personen im Landkreis Oldenburg. 150 direkte Kontaktpersonen wurden
ermittelt. Ab 24.06.2020 sollen alle 1.100 Beschäftigten untersucht werden. Ergebnisse
werden ab 26.06.2020 erwartet. Der Landkreis hat für die Kontaktpersonen ersten
Grades, wie auch für direkte Arbeitskollegen Quarantäne angeordnet. Weitere 150
Mitarbeiter sind bereits in Quarantäne. Die 7-Tagesinzidenz beträgt im Landkreis
Oldenburg 2,3 Fälle/100.000 Einwohner.
Im Landkreis Cloppenburg (NI) sind in einem Schlachtbetrieb der Fa. Danish Crown in
Essen 3 Mitarbeiter positiv getestet worden, bei denen in der vergangenen Woche noch
negative Testergebnisse vorlagen. Außerdem sei ein neuer Mitarbeiter infiziert, der
jedoch die Arbeit noch nicht aufgenommen habe. Die Fa. Danish Crown hat bis
24.06.2020 bereits 350 Beschäftigte testen lassen, die in den Abteilungen der 3
Infizierten arbeiten. Die Ergebnisse werden heute (25.06.2020) erwartet. Insgesamt
arbeiten 1.100 Beschäftigte in dem Betrieb. Die 7-Tagesinzidenz wird im Landkreis
Cloppenburg mit 0 Fällen/100.000 Einwohner angegeben.
Im Landkreis Wesel (NW) wurden in einem fleischverarbeitenden Betrieb in Moers 17
von 275 Beschäftigten positiv getestet, weitere Testergebnisse stehen aus. 43 Personen
stehen unter Quarantäne, der Betrieb wurde vorübergehend geschlossen. Die
7-Tagesinzidenz beträgt im Landkreis Wesel 3,5 Fälle/100.000 Einwohner.
Zur besseren Übersicht werden Tagesaktualisierungen in ROT markiert.
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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
1.3 INTENSIVKAPAZITÄTEN DEUTSCHLAND
1.3.1 ÜBERSICHT FREIER INTENSIVBETTEN PRO BUNDESLAND
QUELLE: DIVI-INTENSIVREGISTER, STAND 24.06.2020
Die Zahlen wurden auf Basis der am 24.06.2020 im DIVI-Intensivregister gemeldeten Ein-
richtungen je Bundesland generiert (gesamt 1.261 Klinikstandorte).
Seit dem 16.04.2020 sind alle Kliniken verpflichtet sich im DIVI-Intensivregister anzumelden
und täglich die aktuellen Zahlen freier und belegter Intensivbetten zu aktualisieren.
Die Färbung entspricht dem Anteil der freien Intensivbetten auf Bundeslandebene. Dieser
schwankt zwischen 24% und 45%. Deutschlandweit sind 35% freie Intensivbetten angegeben.
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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
1.3.2 IM DIVI-INTENSIVREGISTER ERFASSTE INTENSIVKAPAZITÄTEN IN
DEUTSCHLAND
Beur-
ICU low care ICU high care ICU ECMO Insgesamt
teilung
Frei Gesamt Frei Gesamt Frei Gesamt Frei Gesamt
Baden-
Württemberg 271 937 892 2.178 72 87 1.235 3.202 39%
Bayern 359 1.044 886 2.756 78 98 1.323 3.898 34%
Berlin 62 203 220 1.007 17 23 299 1.233 24%
Brandenburg 92 260 221 613 7 7 320 880 36%
Bremen 13 22 27 95 3 3 43 120 36%
Hamburg 53 152 198 566 36 37 287 755 38%
Hessen 163 677 406 1.367 44 55 613 2.099 29%
Mecklenburg-
Vorpommern 80 311 149 455 17 17 246 783 31%
Niedersachsen 230 575 539 1.516 63 73 832 2.164 38%
Nordrhein-
Westfalen 516 1.776 1.270 4.248 128 163 1.914 6.187 31%
Rheinland-
Pfalz 135 387 328 722 21 26 484 1.135 43%
Saarland 81 187 119 356 11 14 211 557 38%
Sachsen 135 418 307 943 25 30 467 1.391 34%
Sachsen-Anhalt 79 186 252 675 26 29 357 890 40%
Schleswig-
Holstein 31 77 409 905 14 18 454 1.000 45%
Thüringen 154 356 182 488 15 16 351 860 41%
Gesamt 2.454 7.568 6.405 18.890 577 696 9.436 27.154 35%
* ICU low care: Ohne invasive Beatmung; ICU high care: Mit invasiver Beatmung; ECMO: Extrakorporale
Membranoxygenierung; Grün: keine Einschränkungen beim Betrieb der Intensivbetten
> 20% freie Intensivbetten 10-20 % freie Intensivbetten < 10 % freie Intensivbetten
QUELLE: DIVI, STAND 24.06.2020
1.3.3 KURZFRISTIGE PROGNOSE BENÖTIGTER INTENSIVBETTEN
(Wöchentliche Aktualisierung, Stand 22.06.2020)
Die folgenden kurzfristigen Prognosen benötigter Intensivbetten basieren auf dem
Erkrankungsbeginn von SARS-CoV-2 Fällen. Bei der Meldung erkrankter Fälle gibt es einen
Zeitverzug. Zu einem aktuellen Datum ist also nur ein Teil der neu erkrankten Fälle der letzten
Tage gemeldet. Durch Nowcasting wird eine Schätzung neu erkrankter, aber noch nicht
gemeldeter, SARS-CoV-2 Fälle unter Berücksichtigung des Diagnose- und Meldeverzug
erstellt. Aus dieser Schätzung wird die benötigte Zahl an Intensivbetten unter verschiedenen
Annahmen berechnet. Da neue Fälle nicht sofort, sondern mit einem gewissen Zeitverzug
intensivmedizinisch betreut werden müssen, kann eine kurzfristige Prognose zum Bedarf an
Intensivbetten gemacht werden. Für die Prognosen werden folgende Parameter
angenommen:
• Für die Wahrscheinlichkeit, dass ein Fall zur Versorgung auf die Intensivstation muss,
werden 1%, 3% oder 5% angenommen.
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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
• Die mittlere Zeit von Erkrankungsbeginn bis zur Aufnahme auf einer Intensivstation
beträgt 10 Tage.
• Die mittlere Aufenthaltsdauer auf der Intensivstation beträgt 14 oder 21 Tage.
Die Prognosen berücksichtigen die durch Nowcasting geschätzten Neuerkrankungen bis zum
18.06.2020 (durchgezogene schwarze Linie).
bei 14-tägigem Intensivaufenthalt bei 21-tägigem Intensivaufenthalt
-------- Aktuelle Belegung 331 Stand 24.06.2020
---------- Start der Maßnahmen zur Eindämmung der SARS-CoV-2 Epidemie in
Deutschland (Bund-Länder-Vereinbarung zu Leitlinien gegen Ausbreitung des
Corona Virus vom 16.03.2020; Bundesweit umfangreiches Kontaktverbot vom
23.03.2020).
1.3.4 ZUSAMMENFASSUNG INTENSIVKAPAZITÄTEN
Das DIVI-Intensivregister erfasste bundesweit am 24.06.2020 (14:15 Uhr) 1.261 meldende
Krankenhausstandorte. In der Bundesstatistik wird die Zahl von intensivbettenführenden
Kliniken auf 1.160 angegeben (manche Kliniken können dabei mehrere Standorte haben).
Angestrebt ist eine Vollerfassung.
Aktuell sind 27.154 Intensivbetten durch das Register erfasst, davon sind 9.436 frei (35%).
In den meldenden Einrichtungen befinden sich aktuell 331 (-6) COVID-19 Patienten in
intensivmedizinischer Behandlung. Davon werden 182 (-12) beatmet (55%).
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