20200603-lagebild-gemeinsamer-krisenstab-bmi-bmg
Dieses Dokument ist Teil der Anfrage „Lagebilder und Protokolle des Corona-Krisenstabs“
VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
1.1.3 EU-MITGLIED- UND SCHENGEN-STAATEN SOWIE GROSSBRITANNIEN
Land Bestätigte Diff.* Diff. Todesfälle Todesfälle 7-Tage-
Fälle %** % Inzidenz
Schweden 37.814 272 0,7 4.403 11,6 39,0
Großbritannien 276.332 1.570 0,6 39.045 14,1 22,8
Portugal 32.700 200 0,6 1.424 4,4 18,6
Belgien 58.517 136 0,2 9.486 16,2 10,3
Frankreich 152.091 338 0,2 28.833 19,0 10,2
Irland 25.062 72 0,3 1.650 6,6 7,5
Spanien 239.638 209 0,1 27.940 11,7 7,2
Polen 24.165 379 1,6 1.074 4,4 6,7
Niederlande 46.545 103 0,2 5.962 12,8 6,4
Norwegen 8.411 0 0,0 236 2,8 6,4
Rumänien 19.398 141 0,7 1.279 6,6 5,7
Dänemark 11.699 30 0,3 576 4,9 5,4
Finnland 6.885 26 0,4 320 4,6 5,2
Italien 233.197 178 0,1 33.475 14,4 5,0
Luxemburg 4.019 1 0,0 110 2,7 4,3
Deutschland 182.028 213 0,1 8.522 4,7 3,7
Estland 1.870 1 0,1 68 3,6 3,5
Tschechische
Republik 9.302 29 0,3 321 3,5 2,8
Österreich 16.663 21 0,1 668 4,0 2,3
Malta 619 3 0,5 9 1,5 1,7
Ungarn 3.921 45 1,2 532 13,6 1,5
Litauen 1.678 3 0,2 70 4,2 1,5
Schweiz 30.788 9 0,0 1.656 5,4 1,5
Bulgarien 2.513 0 0,0 144 5,7 1,1
Lettland 1.071 5 0,5 24 2,2 1,1
Zypern 949 5 0,5 17 1,8 1,0
Slowenien 1.483 10 0,7 108 7,3 0,7
Island 1.806 0 0,0 10 0,6 0,6
Griechenland 2.917 0 0,0 175 6,0 0,3
Slowakei 1.522 0 0,0 28 1,8 0,2
Kroatien 2.246 0 0,0 103 4,6 0,1
Liechtenstein 83 0 0,0 1 1,2 0,0
* DIFFERENZ ZUM VORTAG, **DIFFERENZ ZUM VORTAG IN %
QUELLE: ECDC, STAND 02.06.2020
DIE DIFFERENZ ZWISCHEN DER 7-TAGE-INZIDENZ FÜR DEUTSCHLAND IN DIESER TABELLE UND DER
TABELLE 1.1.2 IST IN DEN UNTERSCHIEDLICHEN DATENQUELLEN BEGRÜNDET.
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1.1.4 COVID-19 FÄLLE IN EINRICHTUNGEN GEMÄSS INFEKTIONSSCHUTZ-
GESETZ (IFSG)
Einrichtung Bestätigte Hospitalisiert Genesene Todesfälle
gemäß Fälle
Betreut/untergebracht 3.000 (+18) 2.107 (+12) 2.200 (+/-0) 562 (+3)
§ 23 IfSG* Personal tätig in
Einrichtung
12.881 (+16) 587 (+/-0) 12.500 (+/-0) 20 (+/-0)
Betreut/untergebracht 16.463 (+9) 3.711 (+4) 12.200 (+100) 3.253 (+9)
§ 36 IfSG** Personal tätig in
Einrichtung
9.305 (+13) 394 (+2) 8.900 (+/-0) 48 (+/-0)
* Z.B. KRANKENHÄUSER, ÄRZTLICHE PRAXEN, DIALYSEEINRICHTUNGEN UND RETTUNGSDIENSTE
** Z.B. PFLEGEEINRICHTUNGEN, UNTERKÜNFTE FÜR OBDACHLOSE ODER ASYLSUCHENDEN, JVA ETC.
*** NACHTRÄGLICHE KORREKTUR QUELLE: RKI, STAND 02.06.2020
1.1.5 REPRODUKTIONSZAHL R
27.05.2020 28.05.2020 29.05.2020 30.05.2020 31.05.2020 01.06.2020 02.06.2020
0,68 0,61 0,85 1,03 1,04 1,20 0,89
[0,57-0,79] [0,73-0,84] [0,70-1,02] [0,84-1,21] [0,85-1,27] [0,97-1,45] [0,73-1,06]
QUELLE: RKI
Erläuterung
Die Reproduktionszahl R ist eine Kennzahl der Ausbruchsdynamik und beschreibt die durch-
schnittliche Anzahl Personen, die durch eine infizierte Person angesteckt werden (R>1, be-
deutet Zunahme der Neuinfektionen; R=1, bedeutet konstante Anzahl neuer Fälle; R<1, be-
deutet Abnahme der Neuinfektionen). Diese lässt sich nicht aus den Meldedaten ablesen, son-
dern nur durch statistische Verfahren, zum Beispiel auf der Basis des Nowcastings, schätzen.
Die im Rahmen des Nowcastings geschätzte Anzahl der COVID-19-Neuerkrankungen wird als
gleitendes 4-Tage-Mittel dargestellt, um Zufallseffekte einzelner Tage auszugleichen. Damit
ergibt sich die Berechnung des Punktschätzers von R für einen bestimmten Tag als einfacher
Quotient der Anzahl von Neuerkrankungen für diesen Tag geteilt durch die Anzahl von Neu-
erkrankungen 4 Tage davor.
QUELLE: RKI, STAND 02.06.2020
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1.1.6 AUSBRUCHSGESCHEHEN IN DEUTSCHLAND
200.000
180.000
160.000
140.000
120.000
Anzahl
100.000
80.000
60.000
40.000
20.000
0
Bestätigte Fälle Gesundete Aktive Fälle
QUELLE: RKI
Erläuterung
Die Abbildung zeigt die kumulierte Anzahl der an COVID-19 erkrankten Personen sowie der
gesundeten Personen. Datengrundlage ist die im täglichen Lagebericht des RKI verzeichnete
Gesamtzahl der übermittelten Fälle sowie ab dem 26.03.2020 die geschätzte Zahl der Gesun-
deten. Der Meldeverzug wird nicht berücksichtigt. Die Darstellung kann daher leicht von der
entsprechenden Grafik im RKI Dashboard abweichen.
4.000
3.500
3.000
2.500
Anzahl
2.000
1.500
1.000
500
0
Diff. Best. Fälle z. Vortag Diff. Gesundete z. Vortag
QUELLE: RKI
Erläuterung
Zur besseren Darstellung der aktuellen Zahlen wurde der Darstellungszeitraum angepasst. Ab
sofort berichten wird nur noch den zurückliegenden sowie den aktuellen Monat.
Diese Abbildung zeigt die Differenz der Anzahl übermittelten COVID-19 Fälle bzw. der (ge-
schätzten) Anzahl der Gesundeten zum jeweiligen Vortag (siehe Abbildung auf S. 2). Die regel-
mäßigen Schwankungen bei den übermittelten Fällen sind durch das Meldeverhalten zu er-
klären: Erfahrungsgemäß werden am Wochenende weniger Fälle gemeldet, die dann montags
und dienstags nachgemeldet werden. Für den 03.06.2020 beträgt das Verhältnis der
Gesundeten zu den aktiven Fällen 167.300 zu 6.519 (3,9 % aktive Fälle).
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1.2 AUSBRUCHSGESCHEHEN DER LETZTEN SIEBEN TAGE UND AKTUELL
FREIE INTENSIVKAPAZITÄTEN
1.2.1 KUMULATION ÜBER DIE LETZTEN SIEBEN TAGE PRO 100.000
EINWOHNER
QUELLE: GRAFIK BBK, ZAHLEN RKI, STAND 02.06.2020
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1.2.2 ÜBERSICHT STARK BELASTETER REGIONEN
Region Fälle/100.000 Einwohner/ Verfügbare Transport Beurteilung
7 Tage kumulativ* Intensivbetten **
LK Sonneberg 53,4 682
LK Coburg 40,3 817
SK Bremerhaven 35,2 839
* LK/SK HAT DIE GRENZE VON 35 ÜBERSCHRITTEN (MELDEVERZUG), ** INTENSIVBETTENZAHL IM UMKREIS VON 100 KM,
VERFÜGBARE INTENSIVBETTEN SCHLIESSEN DEN BETRIEB DES BETTES EIN
OHNE EINSCHRÄNKUNGEN MIT EINSCHRÄNKUNGEN MIT ERHEBLICHEN EINSCHRÄNKUNGEN
QUELLE: RKI, DIVI, BMG, DRK, STAND 02.06.2020
1.2.3 ZUSAMMENFASSUNG EPIDEMIOLOGIE – ÜBERLASTUNGSSITUATIONEN
Die Reproduktionszahl wird mit Stand 02.06.2020 auf 0,89 (Konfidenzintervall
[0,73-1,06]) geschätzt.
Vermehrt werden Reihentestungen durchgeführt, z.B. durch Deutsche Post DHL.
Dadurch können sich Fallzahlen in einzelnen Kreisen sprunghaft erhöhen.
Im Landkreis Sonneberg (TH): In einem Altenpflegeheim traten Infektionen sowohl
beim Pflegepersonal als auch bei den Bewohnern auf. Zusätzlich wurde 1 Fall bei einer
Mitarbeiterin eines ambulanten Pflegedienstes und 1 Fall bei einer Kindergärtnerin
diagnostiziert. Es wurden Kontaktpersonennachverfolgung und Reihentestungen bei
allen 3 Ausbruchsgeschehen angeordnet.
Im Landkreis Coburg (BY) sind mehrere Pflegeeinrichtungen betroffen, teilweise auch
in Zusammenhang mit Dialysebehandlungen. Neben den Reihentestungen in allen
Pflegeeinrichtungen in der Region Coburg, auch den bis dahin nicht betroffenen, hat
das Landratsamt Coburg die Besuchsmöglichkeiten für alle ambulanten und
stationären Pflegeeinrichtungen stark eingeschränkt. Auch die Dialysepatienten, die
infiziert oder Kontaktperson sind und nicht in einer Pflegeeinrichtung wohnen,
befinden sich in Quarantäne und werden durch das Gesundheitsamt betreut. Die
Dialyseeinrichtungen haben ihrerseits gemeinsam mit dem Gesundheitsamt alle
notwendigen Maßnahmen zur Eindämmung einer Weiterverbreitung ergriffen.
In der kreisfreien Stadt Bremerhaven (HB) wurden in einer freikirchlichen Gemeinde
57 Fälle bestätigt. Die Kirchengemeinde zählt zwischen 800 und 1.000 Mitglieder. Die
Übertragung wird v. a. im familiären Bereich und über soziale Kontakte und nicht im
Rahmen einer Einzelveranstaltung vermutet. Viele infizierte Personen sind im
LK Cuxhaven wohnhaft, eine landkreisübergreifende Abstimmung wird sichergestellt.
Kontaktpersonennachverfolgung und Reihentestungen wurden angeordnet, religiöse
Zusammenkünfte untersagt. Die Religionsgemeinschaft zeigt sich bei der Aufarbeitung
des Ausbruchs ausgesprochen kooperativ. Die 7-Tagesinzidenz beträgt im
benachbarten LK Cuxhaven 20,2 Fälle/Einwohner.
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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
Im Landkreis Göttingen (NI) sind nach mehreren privaten Feiern zum muslimischen
Zuckerfest, bei dem es zu Verstößen gegen Hygiene- und Abstandsregeln gekommen
war, 80 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Eine nicht
unwesentliche Rolle habe zudem der Besuch einer Sisha-Bar gespielt, die entgegen der
Landesregelung geöffnet war. 370 Menschen sind in Quarantäne, davon 230 in Stadt
und LK Göttingen sowie 140 im restlichen NI und in NW. Ca. 700 Bewohner des
Hochhauskomplexes Iduna-Zentrum, in dem einige Menschen wohnen, die an den
Feiern teilgenommen haben, sollen getestet werden. Erheblich erschwert wird die
Aufarbeitung durch die mangelnde Kooperation zahlreicher Betroffener. Da sich unter
den Kontaktpersonen auch Kinder und Jugendliche befinden, werden in Göttingen bis
zum Wochenende alle Schulen sowie 4 Kindergärten geschlossen. Die
7-Tagesinzidenz beträgt im LK Göttingen 19,5 Fälle/100.000 Einwohner.
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1.3 INTENSIVKAPAZITÄTEN DEUTSCHLAND
1.3.1 ÜBERSICHT FREIER INTENSIVBETTEN PRO BUNDESLAND
QUELLE: DIVI-INTENSIVREGISTER, STAND 02.06.2020
Die Zahlen wurden auf Basis der am 2. Juni 2020 im DIVI-Intensivregister gemeldeten
Einrichtungen je Bundesland generiert (gesamt 1.258 Klinikstandorte).
Seit dem 16. April 2020 sind alle Kliniken verpflichtet sich im DIVI-Intensivregister anzu-
melden und täglich die aktuellen Zahlen freier und belegter Intensivbetten zu aktualisieren.
Die Färbung entspricht dem Anteil der freien Intensivbetten auf Bundeslandebene. Dieser
schwankt zwischen 27% und 51%. Deutschlandweit sind 39% freie Intensivbetten angegeben.
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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
1.3.2 IM DIVI-INTENSIVREGISTER ERFASSTE INTENSIVKAPAZITÄTEN IN
DEUTSCHLAND
Beur-
ICU low care ICU high care ICU ECMO Insgesamt
teilung
Frei Gesamt Frei Gesamt Frei Gesamt Frei Gesamt
Baden-
Württemberg 351 1.026 1.095 2.560 78 101 1.524 3.687 41%
Bayern 461 1.304 1.186 3.228 81 101 1.728 4.633 37%
Berlin 79 267 294 1.144 12 28 385 1.439 27%
Brandenburg 179 346 347 717 7 7 533 1.070 50%
Bremen 18 53 76 155 2 3 96 211 45%
Hamburg 88 247 273 650 35 39 396 936 42%
Hessen 239 814 540 1.617 44 58 823 2.489 33%
Mecklenburg-
Vorpommern 76 333 172 483 16 17 264 833 32%
Niedersachsen 322 771 816 1.947 62 72 1.200 2.790 43%
Nordrhein-
Westfalen 581 2.000 1.559 4.626 111 161 2.251 6.787 33%
Rheinland-
Pfalz 220 517 443 871 20 26 683 1.414 48%
Saarland 118 219 161 430 12 15 291 664 44%
Sachsen 206 520 428 1.195 27 32 661 1.747 38%
Sachsen-Anhalt 101 294 301 749 29 31 431 1.074 40%
Schleswig-
Holstein 71 122 494 1.006 17 19 582 1.147 51%
Thüringen 163 396 268 593 15 16 446 1.005 44%
Gesamt 3.273 9.229 8.453 21.971 568 726 12.294 31.926 39%
* ICU low care: Ohne invasive Beatmung; ICU high care: Mit invasiver Beatmung; ECMO: Extrakorporale
Membranoxygenierung: grün: keine Einschränkungen beim Betrieb der Intensivbetten
> 20% freie Intensivbetten 10-20 % freie Intensivbetten < 10 % freie Intensivbetten
QUELLE: DIVI, STAND 02.06.2020
1.3.3 KURZFRISTIGE PROGNOSE BENÖTIGTER INTENSIVBETTEN
(Wöchentliche Aktualisierung, Stand 2. Juni 2020)
Die folgenden kurzfristigen Prognosen benötigter Intensivbetten basieren auf dem
Erkrankungsbeginn von SARS-CoV-2 Fällen. Bei der Meldung erkrankter Fälle gibt es einen
Zeitverzug. Zu einem aktuellen Datum ist also nur ein Teil der neu erkrankten Fälle der letzten
Tage gemeldet. Durch Nowcasting wird eine Schätzung neu erkrankter, aber noch nicht
gemeldeter, SARS-CoV-2 Fälle unter Berücksichtigung des Diagnose- und Meldeverzugs
erstellt. Aus dieser Schätzung wird die benötigte Zahl an Intensivbetten unter verschiedenen
Annahmen berechnet. Da neue Fälle nicht sofort, sondern mit einem gewissen Zeitverzug
intensivmedizinisch betreut werden müssen, kann eine kurzfristige Prognose zum Bedarf an
Intensivbetten gemacht werden. Für die Prognosen werden folgende Parameter
angenommen:
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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
• Für die Wahrscheinlichkeit, dass ein Fall zur Versorgung auf die Intensivstation muss,
werden 1%, 3% oder 5% angenommen.
• Die mittlere Zeit von Erkrankungsbeginn bis zur Aufnahme auf einer Intensivstation
beträgt 10 Tage.
• Die mittlere Aufenthaltsdauer auf der Intensivstation beträgt 14 oder 21 Tage.
Die Prognosen berücksichtigen die durch Nowcasting geschätzten Neuerkrankungen bis zum
29. Mai (durchgezogene schwarze Linie).
bei 14-tägigem Intensivaufenthalt bei 21-tägigem Intensivaufenthalt
-------- aktuelle Belegung 689, Stand 2. Juni 2020
---------- Start der Maßnahmen zur Eindämmung der SARS-CoV-2 Epidemie in
Deutschland (Bund-Länder-Vereinbarung zu Leitlinien gegen Ausbreitung des
Corona Virus vom 16. März 2020; Bundesweit umfangreiches Kontaktverbot
vom 23. März 2020).
1.3.4 ZUSAMMENFASSUNG INTENSIVKAPAZITÄTEN
Das DIVI-Intensivregister erfasste bundesweit am 02.06.2020 (9:15 Uhr) 1.258 meldende
Krankenhausstandorte. In der Bundesstatistik wird die Zahl von intensivbettenführenden
Kliniken auf 1.160 angegeben (manche Kliniken können dabei mehrere Standorte haben).
Angestrebt ist eine Vollerfassung.
Aktuell sind 31.926 Intensivbetten durch das Register erfasst, davon sind 12.294 frei (39%).
In den meldenden Einrichtungen befinden sich aktuell 689 (+12) COVID-19 Patienten in
intensivmedizinischer Behandlung. Davon werden 378 (-7) beatmet (55%).
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1.4 TESTKAPAZITÄTEN
Zahlen unverändert
Übersicht der durchgeführten PCR Tests
Anzahl Anzahl positive prozentualer
Kalenderwoche meldende Testungen Tests Anteil der
Labore positiven Tests
16 168 331.902 22.082 6,7%
17 178 363.890 18.083 5,0%
18 175 326.788 12.608 3,9%
19 182 403.875 10.755 2,7%
20 181 430.882 7.227 1,7%
21 172 344.782 5.116 1,5%
QUELLE: RKI, STAND 27.05.2020
Erläuterung
Die Daten zur Anzahl der in Deutschland durchgeführten PCR-Testungen werden wöchent-
lich vom RKI zusammengestellt und mittwochs veröffentlicht. Ein Großteil der meldenden
Labore stammt aus einer bundesweiten Abfrage eines fachärztlichen Berufsverbands. Die
Zahl der Tests ist nicht mit der Zahl der getesteten Personen gleichzusetzen, da in den An-
gaben Mehrfachtestungen von Patienten enthalten sein können.
Prognose der täglichen PCR Testkapazitäten
Anzahl meldende Anzahl Tests
Kalenderwoche
Labore Gesamt
16 112 123.304
17 126 136.064
18 133 141.815
19 137 153.698
20 134 157.150
21 136 159.418
22 143 156.824
QUELLE: RKI, STAND 27.05.2020
Erläuterung
Die vorangestellte Tabelle gibt die prognostizierte PCR-Testkapazität pro Wochentag
wieder und wird jeweils dienstags für die folgende Kalenderwoche neu berechnet.
1.4.1 ZUSAMMENFASSUNG
Die Zahl der durchgeführten PCR-Tests ist seit 12. KW auf einem etwa konstanten
Niveau von 350.000-400.000 Tests/Woche.
Die erfassten maximalen Testkapazitäten haben sich in den letzten Wochen deutlich
erhöht. Für die 22. KW wurden Kapazitäten von mind. 1.017.000 Tests prognostiziert
(Schätzung, Zahl variiert durch Anzahl der Labore und Arbeitstage). Dies deckt den
Bedarf für Deutschland gut ab.
In der 21. KW wurden von 27 Laboren Lieferengpässe für Reagenzien berichtet (in
20. KW von 36 Laboren).
Die in Deutschland vorhandenen Testkapazitäten hängen somit nach wie vor ent-
scheidend von der Verfügbarkeit der Verbrauchsmaterialien ab.
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