20200629-lagebild-gemeinsamer-krisenstab-bmi-bmg
Dieses Dokument ist Teil der Anfrage „Lagebilder und Protokolle des Corona-Krisenstabs“
VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
1.1.3 EU-MITGLIED- UND SCHENGEN-STAATEN SOWIE GROßBRITANNIEN
Land Bestätigte Diff.* Diff. %** Todesfälle Todesfälle % 7-Tage-
Fälle Inzidenz
Schweden 65.137 0 0,0 5.280 8,1 88,9
Portugal 41.189 323 0,8 1.561 3,8 22,9
Luxemburg 4.217 44 1,1 110 2,6 18,2
Rumänien 26.022 325 1,3 1.589 6,1 11,8
Bulgarien 4.625 112 2,5 216 4,7 10,8
Großbritannien 310.250 890 0,3 43.514 14,0 10,7
Tschechische
Republik 11.298 260 2,4 347 3,1 8,0
Kroatien 2.624 85 3,3 107 4,1 8,0
Polen 33.714 319 1,0 1.435 4,3 5,5
Spanien 248.469 564 0,2 28.341 11,4 5,4
Dänemark 12.675 0 0,0 604 4,8 4,9
Deutschland 193.499 256 0,1 8.957 4,6 4,4
Frankreich 162.936 0 0,0 29.778 18,3 4,2
Island 1.836 4 0,2 10 0,5 3,9
Belgien 61.209 103 0,2 9.732 15,9 3,7
Österreich 17.562 64 0,4 700 4,0 3,6
Niederlande 50.074 69 0,1 6.105 12,2 3,3
Italien 240.136 175 0,1 34.716 14,5 3,1
Schweiz 31.472 69 0,2 1.681 5,3 3,1
Slovenien 1.572 14 0,9 111 7,1 2,6
Norwegen 8.815 0 0,0 249 2,8 2,0
Slovakei 1.657 14 0,9 28 1,7 1,3
Irland 25.437 23 0,1 1.734 6,8 1,3
Malta 670 0 0,0 9 1,3 1,2
Zypern 994 2 0,2 19 1,9 1,0
Griechenland 3.366 23 0,7 191 5,7 1,0
Finnland 7.191 0 0,0 328 4,6 0,9
Litauen 1.813 5 0,3 78 4,3 0,6
Ungarn 4.138 11 0,3 578 14,0 0,5
Estland 1.986 0 0,0 69 3,5 0,4
Lettland 1.115 3 0,3 30 2,7 0,2
Liechtenstein 83 0 0,0 1 1,2 0,0
* DIFFERENZ ZUM VORTAG, **DIFFERENZ ZUM VORTAG IN %,
QUELLE: ECDC, STAND 28.06.2020
DIE DIFFERENZ ZWISCHEN DER 7-TAGE-INZIDENZ FÜR DEUTSCHLAND IN DIESER TABELLE UND DER
TABELLE 1.1.2 IST IN DEN UNTERSCHIEDLICHEN DATENQUELLEN BEGRÜNDET.
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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
1.1.4 COVID-19 FÄLLE IN EINRICHTUNGEN GEMÄSS INFEKTIONSSCHUTZ-
GESETZ (IFSG)
Einrichtung Bestätigte Hospitalisiert Genesene Todesfälle
gemäß Fälle
Betreut/untergebracht 3.350 (+5) 2.392 (+2) 2.600 (+/-0) 621 (+/-0)
§ 23 IfSG* Personal tätig in
Einrichtung
13.806 (+4) 635 (+/-0) 13.700 (+/-0) 20 (+/-0)
Betreut/untergebracht 17.806 (+10) 4.056 (+1) 13.900 (+/-0) 3.529 (+/-0)
§ 36 IfSG** Personal tätig in
Einrichtung
9.872 (+1) 422 (+/-0) 9.800 (+/-0) 45 (-1)***
* Z.B. KRANKENHÄUSER, ÄRZTLICHE PRAXEN, DIALYSEEINRICHTUNGEN UND RETTUNGSDIENSTE,
** Z.B. PFLEGEEINRICHTUNGEN, UNTERKÜNFTE FÜR OBDACHLOSE ODER ASYLSUCHENDEN, JVA ETC.,
*** DATENKORREKTUR
STAND 28.06.2020
1.1.5 REPRODUKTIONSZAHL R
22.06.2020 23.06.2020 24.06.2020 25.06.2020 26.06.2020 27.06.2020 28.06.2020
2,76 2,02 0,72 0,59 0,57 0,62 0,71
[2,10-3,42] [1,53-2,41] [0,56-0,91] [0,48-0,73] [0,48-0,70] [0,50-0,77] [0,59-0,84]
QUELLE: RKI
Erläuterung
Die Reproduktionszahl R ist eine Kennzahl der Ausbruchsdynamik und beschreibt die durch-
schnittliche Anzahl Personen, die durch eine infizierte Person angesteckt werden (R>1, be-
deutet Zunahme der Neuinfektionen; R=1, bedeutet konstante Anzahl neuer Fälle; R<1, be-
deutet Abnahme der Neuinfektionen). Diese lässt sich nicht aus den Meldedaten ablesen, son-
dern nur durch statistische Verfahren, zum Beispiel auf der Basis des Nowcastings, schätzen.
Die im Rahmen des Nowcastings geschätzte Anzahl der COVID-19-Neuerkrankungen wird als
gleitendes 4-Tage-Mittel dargestellt, um Zufallseffekte einzelner Tage auszugleichen. Damit
ergibt sich die Berechnung des Punktschätzers von R für einen bestimmten Tag als einfacher
Quotient der Anzahl von Neuerkrankungen für diesen Tag geteilt durch die Anzahl von Neu-
erkrankungen 4 Tage davor.
QUELLE: RKI, STAND 28.06.2020
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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
1.1.6 AUSBRUCHSGESCHEHEN IN DEUTSCHLAND
250.000
200.000
150.000
Anzahl
100.000
50.000
0
23.03.
20.04.
02.03.
09.03.
16.03.
30.03.
06.04.
13.04.
27.04.
04.05.
11.05.
18.05.
25.05.
01.06.
08.06.
15.06.
22.06.
29.06.
Bestätigte Fälle Gesundete Aktive Fälle
QUELLE: RKI
Erläuterung
Die Abbildung zeigt die kumulierte Anzahl der an COVID-19 erkrankten Personen sowie der
gesundeten Personen. Datengrundlage ist die im täglichen Lagebericht des RKI verzeichnete
Gesamtzahl der übermittelten Fälle sowie ab dem 26.03.2020 die geschätzte Zahl der Gesun-
deten. Der Meldeverzug wird nicht berücksichtigt. Die Darstellung kann daher leicht von der
entsprechenden Grafik im RKI Dashboard abweichen.
4.000
3.500
3.000
2.500
Anzahl
2.000
1.500
1.000
500
0
01.05. 08.05. 15.05. 22.05. 29.05. 05.06. 12.06. 19.06. 26.06.
Diff. Best. Fälle z. Vortag Diff. Gesundete z. Vortag
QUELLE: RKI
Erläuterung
Zur besseren Darstellung der aktuellen Zahlen wurde der Darstellungszeitraum angepasst. Ab
sofort berichten wir nur noch den zurückliegenden sowie den aktuellen Monat.
Diese Abbildung zeigt die Differenz der Anzahl übermittelter COVID-19 Fälle bzw. der (ge-
schätzten) Anzahl der Gesundeten zum jeweiligen Vortag (siehe Abbildung auf S. 2). Die regel-
mäßigen Schwankungen bei den übermittelten Fällen sind durch das Meldeverhalten zu er-
klären: Erfahrungsgemäß werden am Wochenende weniger Fälle gemeldet, die dann montags
und dienstags nachgemeldet werden. Für den 29.06.2020 beträgt das Verhältnis der
Gesundeten zu den aktiven Fällen 178.100 zu 6.700 (3,6 % aktive Fälle).
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1.2 AUSBRUCHSGESCHEHEN DER LETZTEN SIEBEN TAGE UND AKTUELL
FREIE INTENSIVKAPAZITÄTEN
1.2.1 KUMULATION ÜBER DIE LETZTEN SIEBEN TAGE PRO
100.000 EINWOHNER
QELLE: GRAFIK BBK, ZAHLEN RKI, STAND 28.06.2020
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1.2.2 ÜBERSICHT STARK BELASTETER REGIONEN
Region Fälle/100.000 Einwohner/ Verfügbare Transport Beurteilung
7 Tage kumulativ* Intensivbetten**
LK Gütersloh 132,9 1.341
* LK/SK HAT DIE GRENZE VON 35 ÜBERSCHRITTEN, ** INTENSIVBETTENZAHL IM UMKREIS VON 100 KM,
VERFÜGBARE INTENSIVBETTEN SCHLIESSEN DEN BETRIEB DES BETTES EIN
OHNE EINSCHRÄNKUNGEN MIT EINSCHRÄNKUNGEN MIT ERHEBLICHEN EINSCHRÄNKUNGEN
QUELLE: RKI, DIVI, BMG, DRK, STAND 28.06.2020
1.2.3 ZUSAMMENFASSUNG EPIDEMIOLOGIE - ÜBERLASTUNGSSITUATIONEN
Die Reproduktionszahl wird mit Stand 28.06.2020 auf 0,71 (95%-Prädikationsintervall
[0,59-0,84]) geschätzt.
Vermehrt werden Reihentestungen durchgeführt, z.B. durch Deutsche Post DHL,
Schlachtbetriebe. Dadurch können sich Fallzahlen in einzelnen Kreisen sprunghaft
erhöhen.
In Rheda-Wiedenbrück im Landkreis Gütersloh (NW) kam es beim Fleischproduzenten
Tönnies zu einem weitreichenden Ausbruchsgeschehen. Ein Lockdown für den LK
Gütersloh wurde beginnend ab 24.06.2020 bis zunächst 30.06.2020 verfügt. Die
Reihentestungen im Unternehmen wurden abgeschlossen, davon fielen 1.413 Tests positiv
aus. Weiterhin werden Tests in Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern sowie bei
Beschäftigten im Lebensmittelhandel, bei Kioskpersonal sowie bei Bewohnern zentraler
Gemeinschaftsunterkünfte durchgeführt. Die Kapazitäten für kostenfreie Testungen der
Allgemeinbevölkerung liegen bei 10.000 Tests pro Tag. Im Zeitraum vom 22.06.2020 bis
28.06.2020 liegt die Zahl der festgestellten Fälle in der Allgemeinbevölkerung bei (arbeitet
nicht bei der Fa. Tönnies und lebt nicht mit einem Tönnies-Mitarbeiter im Haushalt) 107.
Somit steigt die Zahl der positiven Tests in der übrigen Bevölkerung merklich an, die Mehr-
zahl der betroffenen Personen ist offenbar asymptomatisch. Zum Teil ist dieser Anstieg
vermutlich durch die starke Ausweitung der Testung von asymptomatischen Personen
bedingt. Bei Infizierten mit Symptomen und bekanntem Erkrankungsbeginn ist weiter kein
Anstieg der Erkrankungszahlen über die Zeit erkennbar.
Betriebe der Fleischindustrie in NW mit mehr als 100 Beschäftigten müssen ab 01.07.2020
alle Beschäftigten auf Kosten des Unternehmens mindestens 2-mal pro Woche testen
lassen.
Mit dem Ausbruch im LK Gütersloh stehen auch erhöhte Fallzahlen in benachbarten
Kreisen in Verbindung, da viele Beschäftigte dort ihren Wohnsitz haben. Im LK Soest
wurden alle Tönnies-Mitarbeiter und die mit ihnen in häuslicher Gemeinschaft wohnenden
Personen per Allgemeinverfügung für 14 Tage ab 22.06.2020 unter Quarantäne gestellt, in
Bielefeld 168 Tönnies-Mitarbeiter. Die Stadt Verl hat im Stadtteil Sürenheide eine
Quarantänezone eingerichtet. Die 7-Tagesinzidenz beträgt im LK Soest 3,0, in der
kreisfreien Stadt Bielefeld 5,4 und im LK Paderborn 9,1 Fälle/100.000 Einwohner.
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Im Landkreis Warendorf (NW) sind im Zusammenhang mit dem Ausbruchsgeschehen bei
der Fa. Tönnies 214 Infektionen aufgetreten. Insgesamt leben im LK Warendorf 1.243
Tönnies-Mitarbeiter. Für den LK wurde ebenfalls ein weitgehender Lockdown verfügt.
Schulen und Kitas sind seit dem 25.06.2020 geschlossen. Gemäß Allgemeinverfügung
wurde Quarantäne für alle Mitarbeiter des Betriebs und ihre Angehörigen bis 03.07.2020
angeordnet. Es werden Tests in Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern sowie bei
Beschäftigten im Lebensmittelhandel, bei Kioskpersonal sowie bei Bewohnern zentraler
Gemeinschaftsunterkünfte durchgeführt. Bis jetzt liegen über 7.000 negative Ergebnisse
vor. Zudem breites Testangebot für die Bevölkerung. Laut Bezirksregierung sei der
Ausbruch im LK Warendorf eingegrenzt. Die 7-Tagesinzidenz beträgt im LK Warendorf
21,2 Fälle/100.000 Einwohner.
In der kreisfreien Stadt Hamm (NW), in der 104 Tönnies-Mitarbeiter leben, wurden 56
Mitarbeiter und ihre Angehörigen infiziert, 3 Personen befinden sich in stationärer
Behandlung. Bei dem Hammer Fleischbetrieb Westfleisch fielen von 1.067
Testergebnissen 2 positiv aus, 150 Testergebnisse stehen noch aus. In der Stadt Hamm
stehen derzeit 427 Personen unter Quarantäne. Die 7-Tagesinzidenz beträgt der
kreisfreien Stadt Hamm 15,6 Fälle/100.000 Einwohner.
Im Landkreis Unna (NW) sind 8 von 33 Tönnies Mitarbeiter infiziert. Alle Mitarbeiter
stehen unter Quarantäne. 7 wurden positiv getestet. Die 7-Tagesinzidenz beträgt im LK
Unna 7,9 Fälle/100.000 Einwohner.
Im Landkreis Wesel (NW) wurden in einem fleischverarbeitenden Betrieb der Fa. Öztas in
Moers 82 von 277 Beschäftigten positiv getestet. Die Beschäftigten stehen unter
Quarantäne, der Betrieb wurde am 26.06.2020 für 2 Wochen eingestellt. Etwa ein Drittel
der infizierten Beschäftigten wohnt in der kreisfreien Stadt Duisburg (NW). Auch bei einem
fleischverarbeitenden Nachbarbetrieb gibt es zwei positiv Getestete. 66 Tests waren
negativ, 9 ergebnisse stehen noch aus. Die 7-Tagesinzidenz beträgt im LK Wesel 20,7 und
in der kreisfreien Stadt Duisburg 19,9 Fälle/100.000 Einwohner.
Im Landkreis Göttingen (NI) wurde die Quarantäne in einem Gebäudekomplex mit rund
700 Bewohnern am 26.06.2020 beendet. Es gelten lediglich noch individuelle Quarantänen
für Infizierte und Kontaktpersonen sowie ergänzende Maßnahmen wie MNS-Pflicht. Bei
600 Zweittests waren lediglich 4 Testergebnisse positiv ausgefallen.
Bei einem Corona-Ausbruch im Grenzdurchgangslager Friedland ist die Zahl der
Infizierten auf 48 gestiegen. Die positiv getesteten Bewohner werden separat von den
anderen untergebracht. Die 7-Tagesinzidenz beträgt im LK Göttingen 12,5 Fälle/100.000
Einwohner.
Im Landkreis Oldenburg (NI) kam es zu einem Corona-Ausbruch in einem Puten-
Schlachtbetrieb in Wildeshausen. Die Reihentestungen sind weitgehend abgeschlossen, es
liegen insgesamt 1.115 Ergebnisse vor, davon fielen 46 positiv aus. Der LK hat am
26.06.2020 die Schließung des Betriebs und eine 2-wöchige Quarantäne für die rund 1.100
Beschäftigten und ihre engen Angehörigen angeordnet. Die Kontaktverfolgung ergab
Querverbindungen in benachbarte Städte und LK. Ein infizierter Schlachthofmitarbeiter
hatte offenbar in einem Gottesdienst 10 weitere Personen angesteckt.
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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
Der LK Diepholz, der bereits am 24.06.2020 eine frühere Kaserne in Wagenfeld unter
Quarantäne gestellt hatte, hat die bereits bestehende Allgemeinverfügung verlängert. In
der Kaserne leben 200 Werkvertragsarbeiter aus dem Puten-Schlachthof. Insgesamt seien
rund 240 Personen von der Maßnahme betroffen. Die 7-Tagesinzidenz beträgt im LK
Oldenburg 23,8 im LK Diepholz 4,6 Fälle/100.000 Einwohner.
In Berlin (BE) Bezirk Neukölln dürfen nach letzten Corona-Tests fast alle Bewohner von
sieben Neuköllner Wohnblöcken ab 27.06.2020 ihre Häuser wieder verlassen. Nur noch
einige wenige Bewohner müssen auf Grund von Indiviualquarantäne in ihren Wohnungen
verbleiben.
Im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg haben sich in einem Wohnkomplex 45 Bewohner mit
dem Coronavirus infiziert. Die betroffenen Haushalt (ca. 200 Perosnen) wurden unter
Quarantäne gestellt.
Ab kommender Woche können sich Beschäftigte aller Berliner Kitas an der Charité testen
lassen.
Die 7-Tagesinzidenz beträgt in Mitte 10,7, Friedrichshain-Kreuzberg 5,9, Pankow 3,7,
Charlottenburg-Wilmersdorf 6,1, Spandau 9,4 Steglitz-Zehlendorf 4,2, Tempelhof-
Schöneberg 10,2, Neukölln 15,8, Treptow-Köpenick 5,5, Marzahn-Hellersdorf 10,1,
Lichtenberg 8,9 sowie in Reinickendorf 11,7 Fälle/100.000 Einwohner.
Zur besseren Übersicht werden Tagesaktualisierungen in ROT markiert.
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1.3 INTENSIVKAPAZITÄTEN DEUTSCHLAND
1.3.1 ÜBERSICHT FREIER INTENSIVBETTEN PRO BUNDESLAND
QUELLE: DIVI-INTENSIVREGISTER, STAND 28.06.2020
Die Zahlen wurden auf Basis der am 28.06.2020 im DIVI-Intensivregister gemeldeten Ein-
richtungen je Bundesland generiert (gesamt 1.270 Klinikstandorte).
Seit dem 16.04.2020 sind alle Kliniken verpflichtet sich im DIVI-Intensivregister anzumelden
und täglich die aktuellen Zahlen freier und belegter Intensivbetten zu aktualisieren.
Die Färbung entspricht dem Anteil der freien Intensivbetten auf Bundeslandebene. Dieser
schwankt zwischen 2% und 46%. Deutschlandweit sind 37% freie Intensivbetten angegeben.
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1.3.2 IM DIVI-INTENSIVREGISTER ERFASSTE INTENSIVKAPAZITÄTEN IN
DEUTSCHLAND
Beur-
ICU low care ICU high care ICU ECMO Insgesamt
teilung
Frei Gesamt Frei Gesamt Frei Gesamt Frei Gesamt
Baden-
Württemberg 343 1.070 1.032 2.526 67 83 1.442 3.679 39%
Bayern 452 1.262 1.031 3.248 82 96 1.565 4.606 34%
Berlin 87 284 248 1.099 18 25 353 1.408 25%
Brandenburg 133 310 338 754 7 7 478 1.071 45%
Bremen 25 52 55 137 3 3 83 192 43%
Hamburg 98 243 273 670 30 35 401 948 42%
Hessen 226 788 521 1.603 46 56 793 2.447 32%
Mecklenburg-
Vorpommern 83 353 164 510 16 17 263 880 30%
Niedersachsen 320 763 787 1.959 61 73 1.168 2.795 42%
Nordrhein-
Westfalen 635 2.135 1.624 4.842 127 164 2.386 7.141 33%
Rheinland-
Pfalz 196 519 441 942 20 25 657 1.486 44%
Saarland 100 214 155 427 11 14 266 655 41%
Sachsen 213 521 383 1.187 25 30 621 1.738 36%
Sachsen-Anhalt 86 290 300 790 25 29 411 1.109 37%
Schleswig-
Holstein 55 120 460 1.007 13 18 528 1.145 46%
Thüringen 180 403 222 590 14 16 416 1.009 41%
Gesamt** 3.232 9.327 8.034 22.291 565 691 11.831 32.309 37%
* ICU low care: Ohne invasive Beatmung; ICU high care: Mit invasiver Beatmung; ECMO: Extrakorporale
Membranoxygenierung; Grün: Keine Einschränkungen beim Betrieb der Intensivbetten
> 20% freie Intensivbetten 10-20 % freie Intensivbetten < 10 % freie Intensivbetten
** Datenkorrektur erfolgt in den nächsten Tagen (s. 1.3.4.)
QUELLE: DIVI, STAND 28.06.2020
1.3.3 KURZFRISTIGE PROGNOSE BENÖTIGTER INTENSIVBETTEN
(Wöchentliche Aktualisierung, Stand 22. Juni 2020)
Die folgenden kurzfristigen Prognosen benötigter Intensivbetten basieren auf dem
Erkrankungsbeginn von SARS-CoV-2 Fällen. Bei der Meldung erkrankter Fälle gibt es einen
Zeitverzug. Zu einem aktuellen Datum ist also nur ein Teil der neu erkrankten Fälle der letzten
Tage gemeldet. Durch Nowcasting wird eine Schätzung neu erkrankter, aber noch nicht
gemeldeter, SARS-CoV-2 Fälle unter Berücksichtigung des Diagnose- und Meldeverzug
erstellt. Aus dieser Schätzung wird die benötigte Zahl an Intensivbetten unter verschiedenen
Annahmen berechnet. Da neue Fälle nicht sofort, sondern mit einem gewissen Zeitverzug
intensivmedizinisch betreut werden müssen, kann eine kurzfristige Prognose zum Bedarf an
Intensivbetten gemacht werden. Für die Prognosen werden folgende Parameter
angenommen:
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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
• Für die Wahrscheinlichkeit, dass ein Fall zur Versorgung auf die Intensivstation muss,
werden 1%, 3% oder 5% angenommen.
• Die mittlere Zeit von Erkrankungsbeginn bis zur Aufnahme auf einer Intensivstation
beträgt 10 Tage.
• Die mittlere Aufenthaltsdauer auf der Intensivstation beträgt 14 oder 21 Tage.
Die Prognosen berücksichtigen die durch Nowcasting geschätzten Neuerkrankungen bis zum
18.06.2020 (durchgezogene schwarze Linie).
bei 14-tägigem Intensivaufenthalt bei 21-tägigem Intensivaufenthalt
-------- aktuelle Belegung 338 Stand 28.06.2020
---------- Start der Maßnahmen zur Eindämmung der SARS-CoV-2 Epidemie in
Deutschland (Bund-Länder-Vereinbarung zu Leitlinien gegen Ausbreitung des
Corona Virus vom 16.03.2020; Bundesweit umfangreiches Kontaktverbot vom
23.03.2020).
1.3.4 ZUSAMMENFASSUNG INTENSIVKAPAZITÄTEN
Das DIVI-Intensivregister erfasste bundesweit am 28.06.2020 (12:15 Uhr) 1.270 meldende
Krankenhausstandorte. In der Bundesstatistik wird die Zahl von intensivbettenführenden
Kliniken auf 1.160 angegeben (manche Kliniken können dabei mehrere Standorte haben).
Angestrebt ist eine Vollerfassung.
Aktuell sind 32.309 Intensivbetten durch das Register erfasst, davon sind 11.831 frei (37%).
In den meldenden Einrichtungen befinden sich aktuell 338 COVID-19 Patienten in
intensivmedizinischer Behandlung. Davon werden 189 beatmet (56%).
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