20200701-lagebild-gemeinsamer-krisenstab-covid-bmi-bmg
Dieses Dokument ist Teil der Anfrage „Lagebilder und Protokolle des Corona-Krisenstabs“
VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
1.1.3 EU-MITGLIED- UND SCHENGEN-STAATEN SOWIE GROßBRITANNIEN
Land Bestätigte Diff.* Diff. %** Todesfälle Todesfälle % 7-Tage-
Fälle Inzidenz
Schweden 67.667 2.530 3,9 5.310 7,8 85,4
Portugal 41.912 266 0,6 1.568 3,7 24,5
Luxemburg 4.256 14 0,3 110 2,6 22,0
Bulgarien 4.831 140 3,0 223 4,6 12,1
Rumänien 26.582 269 1,0 1.634 6,1 11,8
Tschechische
Republik 11.805 202 1,7 348 2,9 11,7
Großbritannien 311.965 814 0,3 43.575 14,0 10,0
Kroatien 2.725 34 1,3 107 3,9 9,5
Spanien 248.970 200 0,1 28.346 11,4 5,3
Frankreich 164.260 1.324 0,8 29.813 18,1 5,2
Polen 34.154 247 0,7 1.444 4,2 5,1
Island 1.840 2 0,1 10 0,5 4,8
Belgien 61.427 66 0,1 9.747 15,9 4,5
Deutschland 194.259 498 0,3 8.973 4,6 4,1
Schweiz 31.569 35 0,1 1.681 5,3 4,0
Österreich 17.666 41 0,2 703 4,0 3,9
Dänemark 12.751 76 0,6 605 4,7 3,9
Niederlande 50.223 76 0,2 6.107 12,2 3,3
Slowenien 1.585 4 0,3 111 7,0 3,1
Italien 240.436 126 0,1 34.744 14,5 2,8
Norwegen 8.855 40 0,5 249 2,8 2,1
Irland 25.462 23 0,1 1.735 6,8 1,6
Slowakei 1.665 1 0,1 28 1,7 1,4
Finnland 7.209 18 0,3 328 4,5 1,2
Malta 670 0 0,0 9 1,3 1,0
Griechenland 3.390 14 0,4 191 5,6 1,0
Zypern 996 2 0,2 19 1,9 0,9
Litauen 1.816 0 0,0 78 4,3 0,5
Estland 1.987 0 0,0 69 3,5 0,5
Ungarn 4.145 3 0,1 585 14,1 0,4
Lettland 1.117 1 0,1 30 2,7 0,3
Liechtenstein 83 0 0,0 1 1,2 0,0
* DIFFERENZ ZUM VORTAG, **DIFFERENZ ZUM VORTAG IN %,
QUELLE: ECDC, STAND 30.06.2020
DIE DIFFERENZ ZWISCHEN DER 7-TAGE-INZIDENZ FÜR DEUTSCHLAND IN DIESER TABELLE UND DER
TABELLE 1.1.2 IST IN DEN UNTERSCHIEDLICHEN DATENQUELLEN BEGRÜNDET.
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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
1.1.4 COVID-19 FÄLLE IN EINRICHTUNGEN GEMÄß INFEKTIONSSCHUTZ-
GESETZ (IFSG)
Einrichtung Bestätigte Hospitalisiert Genesene Todesfälle
gemäß Fälle
Betreut/untergebracht 3.367 (+14) 2.409 (+13) 2.611 (+11) 623 (+2)
§ 23 IfSG* Personal tätig in
Einrichtung
13.834 (+28) 636 (+/-0) 13.700 (+/-0) 20 (+/-0)
Betreut/untergebracht 17.869 (+40) 4.061 (+3) 14.000 (+/-0) 3.536 (+6)
§ 36 IfSG** Personal tätig in
Einrichtung
9.893 (+16) 422 (+/-0) 9.800 (+/-0) 45 (+/-0)
* Z.B. KRANKENHÄUSER, ÄRZTLICHE PRAXEN, DIALYSEEINRICHTUNGEN UND RETTUNGSDIENSTE,
** Z.B. PFLEGEEINRICHTUNGEN, UNTERKÜNFTE FÜR OBDACHLOSE ODER ASYLSUCHENDE, JVA ETC.,
STAND 30.06.2020
1.1.5 REPRODUKTIONSZAHL R
24.06.2020 25.06.2020 26.06.2020 27.06.2020 28.06.2020 29.06.2020 30.06.2020
0,72 0,59 0,57 0,62 0,71 0,74 0,83
[0,56-0,91] [0,48-0,73] [0,48-0,70] [0,50-0,77] [0,59-0,84] [0,61-0,85] [0,68-0,97]
QUELLE: RKI
Erläuterung
Die Reproduktionszahl R ist eine Kennzahl der Ausbruchsdynamik und beschreibt die durch-
schnittliche Anzahl Personen, die durch eine infizierte Person angesteckt werden (R>1, be-
deutet Zunahme der Neuinfektionen; R=1, bedeutet konstante Anzahl neuer Fälle; R<1, be-
deutet Abnahme der Neuinfektionen). Diese lässt sich nicht aus den Meldedaten ablesen, son-
dern nur durch statistische Verfahren, zum Beispiel auf der Basis des Nowcastings, schätzen.
Die im Rahmen des Nowcastings geschätzte Anzahl der COVID-19-Neuerkrankungen wird als
gleitendes 4-Tage-Mittel dargestellt, um Zufallseffekte einzelner Tage auszugleichen. Damit
ergibt sich die Berechnung des Punktschätzers von R für einen bestimmten Tag als einfacher
Quotient der Anzahl von Neuerkrankungen für diesen Tag geteilt durch die Anzahl von Neu-
erkrankungen 4 Tage davor.
QUELLE: RKI, STAND 30.06.2020
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1.1.6 AUSBRUCHSGESCHEHEN IN DEUTSCHLAND
250.000
200.000
150.000
Anzahl
100.000
50.000
0
06.04.
02.03.
09.03.
16.03.
23.03.
30.03.
13.04.
20.04.
27.04.
04.05.
11.05.
18.05.
25.05.
01.06.
08.06.
15.06.
22.06.
29.06.
Bestätigte Fälle Gesundete Aktive Fälle
QUELLE: RKI
Erläuterung
Die Abbildung zeigt die kumulierte Anzahl der an COVID-19 erkrankten Personen sowie der
gesundeten Personen. Datengrundlage ist die im täglichen Lagebericht des RKI verzeichnete
Gesamtzahl der übermittelten Fälle sowie ab dem 26.03.2020 die geschätzte Zahl der Gesun-
deten. Der Meldeverzug wird nicht berücksichtigt. Die Darstellung kann daher leicht von der
entsprechenden Grafik im RKI Dashboard abweichen.
1.200
1.000
800
Anzahl
600
400
200
0
Diff. Best. Fälle z. Vortag Diff. Gesundete z. Vortag
QUELLE: RKI
Erläuterung
Zur besseren Darstellung der aktuellen Zahlen wurde der Darstellungszeitraum angepasst. Ab
sofort berichten wir nur noch über den zurückliegenden sowie den aktuellen Monat.
Diese Abbildung zeigt die Differenz der Anzahl übermittelter COVID-19 Fälle bzw. der (ge-
schätzten) Anzahl der Gesundeten zum jeweiligen Vortag (siehe Abbildung auf S. 2). Die regel-
mäßigen Schwankungen bei den übermittelten Fällen sind durch das Meldeverhalten zu er-
klären: Erfahrungsgemäß werden am Wochenende weniger Fälle gemeldet, die dann montags
und dienstags nachgemeldet werden. Für den 01.07.2020 beträgt das Verhältnis der
Gesundeten zu den aktiven Fällen 179.800 zu 5.940 (3,2 % aktive Fälle).
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1.2 AUSBRUCHSGESCHEHEN DER LETZTEN SIEBEN TAGE UND AKTUELL
FREIE INTENSIVKAPAZITÄTEN
1.2.1 KUMULATION ÜBER DIE LETZTEN SIEBEN TAGE PRO 100.000
EINWOHNER
QUELLE: GRAFIK BBK, ZAHLEN RKI, STAND 30.06.2020
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1.2.2 ÜBERSICHT STARK BELASTETER REGIONEN
Region Fälle/100.000 Einwohner/ Verfügbare Transport Beurteilung
7 Tage kumulativ* Intensivbetten**
LK Gütersloh 86 1.270
* LK/SK HAT DIE GRENZE VON 35 ÜBERSCHRITTEN, ** INTENSIVBETTENZAHL IM UMKREIS VON 100 KM,
VERFÜGBARE INTENSIVBETTEN SCHLIESSEN DEN BETRIEB DES BETTES EIN
OHNE EINSCHRÄNKUNGEN MIT EINSCHRÄNKUNGEN MIT ERHEBLICHEN EINSCHRÄNKUNGEN
QUELLE: RKI, DIVI, BMG, DRK, STAND 30.06.2020
1.2.3 ZUSAMMENFASSUNG EPIDEMIOLOGIE - ÜBERLASTUNGSSITUATIONEN
Die Reproduktionszahl wird mit Stand 30.06.2020 auf 0,83 (95%-Prädikationsintervall
[0,68-0,97]) geschätzt.
Vermehrt werden Reihentestungen durchgeführt, z.B. durch Deutsche Post DHL,
Schlachtbetriebe. Dadurch können sich Fallzahlen in einzelnen Kreisen sprunghaft
erhöhen.
In Rheda-Wiedenbrück im Landkreis Gütersloh (NW) kam es beim Fleischproduzenten
Tönnies zu einem weitreichenden Ausbruchsgeschehen. Der Betrieb bleibt weiterhin
geschlossen. Der verhängte Lockdown im Landkreis wird bis zum 07.07.2020 verlängert.
Die Reihentestungen im Unternehmen wurden abgeschlossen, davon fielen 1.559 Tests
positiv aus. 23 von 11.314 Tests in der asymptomatischen „übrigen Bevölkerung“ sind
positiv. Die Zahl der positiven Tests bei Personen, bei denen zunächst kein Tönnies-Bezug
erkennbar ist, steigt weniger stark an. Im Kreis Gütersloh werden zur Zeit 29 Patienten
stationär behandelt, 5 auf Intensivstation und 2 müssen beatmet werden.
Betriebe der Fleischindustrie in NW mit mehr als 100 Beschäftigten müssen ab 01.07. alle
Beschäftigten auf Kosten des Unternehmens mindestens 2-mal pro Woche testen lassen.
Mit dem Ausbruch im LK Gütersloh stehen auch erhöhte Fallzahlen in benachbarten
Kreisen in Verbindung, da viele Beschäftigte dort ihren Wohnsitz haben. Im LK Soest
wurden alle 153 dort wohnenden Tönnies-Mitarbeiter und die mit ihnen in häuslicher
Gemeinschaft wohnenden Personen per Allgemeinverfügung für 14 Tage ab 22.06. unter
Quarantäne gestellt. Es liegen noch nicht alle Testergebnisse vor. In Bielefeld wohnen 168
Tönnies-Mitarbeiter, 17 sind infiziert. 445 Bielefelder befinden sich momentan in
Quarantäne. Die 7-Tagesinzidenz beträgt im LK Soest 3,6, in der kreisfreien Stadt Bielefeld
7,5 und im LK Paderborn 9,1 Fälle/100.000 Einwohner.
Im Landkreis Warendorf (NW) sind im Zusammenhang mit dem Ausbruchsgeschehen bei
der Fa. Tönnies 214 Infektionen aufgetreten. Insgesamt leben im LK Warendorf 1.243
Tönnies-Mitarbeiter. Im gesamten LK Warendorf sind 245 Personen infiziert. Der verfügte
Lockdown endet mit Ablauf des 30.06.2020. Gemäß Allgemeinverfügung wurde
Quarantäne für alle Mitarbeiter des Betriebs und ihre Angehörigen bis 03.07 angeordnet.
Der Schwerpunkt des Infektionsgeschehens befindet sich in Oelde. Am 29.06. eröffnet ein
drittes Testzentrum für die allgemeine Bevölkerung, neben Oelde und Ahlen, in Warendorf
am Krankenhaus. Die 7-Tagesinzidenz beträgt im LK Warendorf 14,0 Fälle/100.000
Einwohner.
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In der kreisfreien Stadt Hamm (NW), in der 104 Tönnies-Mitarbeiter leben, wurden
56 Mitarbeiter und ihre Angehörigen infiziert, 3 Personen befinden sich in stationärer
Behandlung. Bei dem Hammer Fleischbetrieb Westfleisch fielen von
1.200 Testergebnissen 2 positiv aus, 150 Testergebnisse stehen noch aus. In der Stadt
Hamm stehen derzeit 438 Personen unter Quarantäne. Es wurden bis jetzt 7.531 Proben
durch Corona Mobile genommen. Insgesamt sind in der Stadt Hamm 63 Personen akut
mit Corona infiziert. Im Zusammenhang mit dem Infektionsgeschehen der Firma Tönnies
gab es an sechs Schulen und einer Kita Infektionen von Schülern. Vier Schulen wurden
geschlossen, die betroffenen Schüler getestet und unter Quarantäne gestellt. An den
beiden anderen Schulen sowie der Kita mussten keine Quarantänen verhängt werden.
Mehr als 1.000 Tests wurden durchgeführt. Die 7-Tagesinzidenz beträgt in der kreisfreien
Stadt Hamm 12,3 Fälle/100.000 Einwohner.
Im Landkreis Unna (NW) sind 8 von 34 Tönnies Mitarbeiter infiziert. Alle Mitarbeiter
stehen unter Quarantäne. Die 7-Tagesinzidenz beträgt im LK Unna 7,3 Fälle/100.000
Einwohner.
Im Landkreis Wesel (NW) wurden in einem fleischverarbeitenden Betrieb der Fa. Öztas in
Moers 85 von 277 Beschäftigten sowie 20 Kontaktpersonen positiv getestet. Die
Beschäftigten stehen unter Quarantäne, der Betrieb wurde am 26.06. für 2 Wochen
eingestellt. Etwa ein Drittel der infizierten Beschäftigten wohnt in der kreisfreien Stadt
Duisburg (NW). Auch bei einem fleischverarbeitenden Nachbarbetrieb gibt es zwei positiv
Getestete. 66 Tests waren negativ, 9 Ergebnisse stehen noch aus. Im AWO Seniorenheim
in Moers gibt es zudem einen Verdachtsfall bei einer angestellten Person. Die
7-Tagesinzidenz beträgt im LK Wesel 22,0 und in der kreisfreien Stadt Duisburg
22,0 Fälle/100.000 Einwohner.
Im Landkreis Göttingen (NI) Bei einem Corona-Ausbruch im Grenzdurchgangslager
Friedland ist die Zahl der Infizierten auf 49 gestiegen. Mindestens 39 Bewohner sowie 7
Mitarbeiter sind betroffen. Insgesamt leben 243 Bewohner in der Einrichtung. Am 30.06.
soll eine Reihentestung durchgeführt werden. Die 7-Tagesinzidenz beträgt im
LK Göttingen 16,5 Fälle/100.000 Einwohner.
Im Landkreis Oldenburg (NI) kam es zu einem Corona-Ausbruch in einem Puten-
Schlachtbetrieb in Wildeshausen. Die Reihentestungen sind weitgehend abgeschlossen, es
liegen insgesamt 1.183 Ergebnisse vor, davon fielen 46 positiv aus. Die angeordnete
Quarantäne läuft bis zum 10.07., es sind 917 Menschen davon betroffen.
Der LK Diepholz, der bereits am 24.06. eine frühere Kaserne in Wagenfeld unter
Quarantäne gestellt hatte, hat die bereits bestehende Allgemeinverfügung verlängert bis
zum 10.07. In der Kaserne leben 200 Werkvertragsarbeiter aus dem Puten-Schlachthof.
Insgesamt seien rund 240 Personen von der Maßnahme betroffen. Alle Bewohner wurden
negativ getestet. Die 7-Tagesinzidenz beträgt im LK Oldenburg 30,0, im LK Diepholz 5,1,
SK Delmenhorst 32,2 Fälle/100.000 Einwohner.
In Berlin (BE) können sich ab Mitte Juli alle Lehrer, Erzieher und andere Mitarbeiter aus
mehr als 800 Schulen und 2.600 Kitas testen lassen.
Die 7-Tagesinzidenz beträgt in Mitte 11,7, Friedrichshain-Kreuzberg 6,6, Pankow 2,9,
Charlottenburg-Wilmersdorf 5,0, Spandau 7,8, Steglitz-Zehlendorf 3,6, Tempelhof-
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Schöneberg 7,7, Neukölln 16,9, Treptow-Köpenick 4,4, Marzahn-Hellersdorf 5,2,
Lichtenberg 10,9 sowie in Reinickendorf 9,8 Fälle/100.000 Einwohner.
Im Kreis Neu-Ulm (BY) ist eine Viertklässlerin positiv getestet worden. Insgesamt
befinden sich 98 Menschen in Quarantäne und werden getestet. Es sind 3 Schulen und eine
Kindergartengruppe betroffen. Die 7-Tagesinzidenz beträgt im LK Neu-Ulm 4,0
Fälle/100.000 Einwohner.
In der kreisfreien Stadt Solingen (NW) kam es in einer Firma für Versand- und
Verpackungslösungen zu einem Massenausbruch. 22 von 180 Mitarbeitern sind infiziert.
Die Betroffenen wohnen außerhalb von Solingen. Der Betrieb ruht momentan. Die
7-Tagesinzidenz beträgt in der kreisfreien Stadt Solingen 2,5 Fälle/100.000 Einwohner.
Im Landkreis Burgenland in Weißenfels (ST) werden alle Mitarbeiter des dortigen Tönnies
Betrieb getestet. Am 25.06. wurde ein Infizierter bekannt. Vor Ort arbeiten 2.200
Mitarbeiter. Die 7-Tagesinzidenz beträgt im LK Burgenland 2,2 Fälle/100.000 Einwohner.
Im Landkreis Starnberg in Gilching (BY) haben sich 44 von 120 Mitarbeitern in einer
Cateringfirma infiziert. Unter den bislang infizierten seien 10 Asylbewerber einer
Gemeinschaftsunterkunft in Hechendorf mit 32 Bewohnern. In dieser Unterkunft sollen
sich weitere 8 Bewohner ebenfalls infiziert haben. Zwei weitere Unterkünfte in Herrsching
mit 124 Bewohnern und Seefeld mit 88 Bewohnern sind ebenfalls mit jeweils einem
positiven Fall betroffen. Alle Bewohner sollen getestet werden. Die Cateringfirma ist
geschlossen worden. Die betroffenen Asylbewerber wurden in eine Isolierungseinrichtung
in Wackersberg verlegt. Die 7-Tagesinzidenz beträgt im LK Starnberg 11,8 Fälle/100.000
Einwohner.
Zur besseren Übersicht werden Tagesaktualisierungen in ROT markiert.
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1.3 INTENSIVKAPAZITÄTEN DEUTSCHLAND
1.3.1 ÜBERSICHT FREIER INTENSIVBETTEN PRO BUNDESLAND
QUELLE: DIVI-INTENSIVREGISTER, STAND 30.06.2020
Die Zahlen wurden auf Basis der am 30. Juni 2020 im DIVI-Intensivregister gemeldeten Ein-
richtungen je Bundesland generiert (gesamt 1.275 Klinikstandorte).
Seit dem 16. April 2020 sind alle Kliniken verpflichtet sich im DIVI-Intensivregister anzu-
melden und täglich die aktuellen Zahlen freier und belegter Intensivbetten zu aktualisieren.
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Die Färbung entspricht dem Anteil der freien Intensivbetten auf Bundeslandebene. Dieser
schwankt zwischen 26% und 46%. Deutschlandweit sind 35% freie Intensivbetten angegeben.
1.3.2 IM DIVI-INTENSIVREGISTER ERFASSTE INTENSIVKAPAZITÄTEN IN
DEUTSCHLAND
Beur-
ICU low care ICU high care ICU ECMO Insgesamt
teilung
Frei Gesamt Frei Gesamt Frei Gesamt Frei Gesamt
Baden-
Württemberg 340 1.074 997 2.504 77 92 1.414 3.670 39%
Bayern 481 1.286 1.041 3.264 81 97 1.603 4.647 34%
Berlin 73 271 275 1.121 12 19 360 1.411 26%
Brandenburg 131 312 319 770 6 7 456 1.089 42%
Bremen 26 61 65 150 3 3 94 214 44%
Hamburg 86 246 267 687 31 36 384 969 40%
Hessen 201 790 542 1.645 44 57 787 2.492 32%
Mecklenburg-
Vorpommern 61 344 148 511 14 17 223 872 26%
Niedersachsen 294 749 748 1.957 62 74 1.104 2.780 40%
Nordrhein-
Westfalen 563 2.128 1.562 4.881 125 166 2.250 7.175 31%
Rheinland-
Pfalz 182 530 426 928 21 25 629 1.483 42%
Saarland 101 212 155 431 11 13 267 656 41%
Sachsen 179 526 392 1.211 25 30 596 1.767 34%
Sachsen-Anhalt 81 293 313 801 26 29 420 1.123 37%
Schleswig-
Holstein 48 125 471 1.005 10 18 529 1.148 46%
Thüringen 167 395 207 595 15 16 389 1.006 39%
Gesamt 3.014 9.342 7.928 22.461 563 699 11.505 32.502 35%
* ICU low care: Ohne invasive Beatmung; ICU high care: Mit invasiver Beatmung; ECMO: Extrakorporale
Membranoxygenierung: grün: keine Einschränkungen beim Betrieb der Intensivbetten
> 20% freie Intensivbetten 10-20 % freie Intensivbetten < 10 % freie Intensivbetten
QUELLE: DIVI, STAND 30.06.2020
1.3.3 KURZFRISTIGE PROGNOSE BENÖTIGTER INTENSIVBETTEN
(Wöchentliche Aktualisierung, Stand 30. Juni 2020)
Die folgenden kurzfristigen Prognosen benötigter Intensivbetten basieren auf dem
Erkrankungsbeginn von SARS-CoV-2 Fällen. Bei der Meldung erkrankter Fälle gibt es einen
Zeitverzug. Zu einem aktuellen Datum ist also nur ein Teil der neu erkrankten Fälle der letzten
Tage gemeldet. Durch Nowcasting wird eine Schätzung neu erkrankter, aber noch nicht
gemeldeter, SARS-CoV-2 Fälle unter Berücksichtigung des Diagnose- und Meldeverzug
erstellt. Aus dieser Schätzung wird die benötigte Zahl an Intensivbetten unter verschiedenen
Annahmen berechnet. Da neue Fälle nicht sofort, sondern mit einem gewissen Zeitverzug
intensivmedizinisch betreut werden müssen, kann eine kurzfristige Prognose zum Bedarf an
Intensivbetten gemacht werden. Für die Prognosen werden folgende Parameter
angenommen:
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• Für die Wahrscheinlichkeit, dass ein Fall zur Versorgung auf die Intensivstation muss,
werden 1%, 3% oder 5% angenommen.
• Die mittlere Zeit von Erkrankungsbeginn bis zur Aufnahme auf einer Intensivstation
beträgt 10 Tage.
• Die mittlere Aufenthaltsdauer auf der Intensivstation beträgt 14 oder 21 Tage.
Die Prognosen berücksichtigen die durch Nowcasting geschätzten Neuerkrankungen bis zum
25. Juni (durchgezogene schwarze Linie).
bei 14-tägigem Intensivaufenthalt bei 21-tägigem Intensivaufenthalt
-------- aktuelle Belegung 337 Stand 30. Juni 2020
---------- Start der Maßnahmen zur Eindämmung der SARS-CoV-2 Epidemie in
Deutschland (Bund-Länder-Vereinbarung zu Leitlinien gegen Ausbreitung des
Corona Virus vom 16. März 2020; Bundesweit umfangreiches Kontaktverbot
vom 23. März 2020).
1.3.4 ZUSAMMENFASSUNG INTENSIVKAPAZITÄTEN
Das DIVI-Intensivregister erfasste bundesweit am 30.06.2020 (12:15 Uhr) 1.275 meldende
Krankenhausstandorte. In der Bundesstatistik wird die Zahl von intensivbettenführenden
Kliniken auf 1.160 angegeben (manche Kliniken können dabei mehrere Standorte haben).
Angestrebt ist eine Vollerfassung.
Aktuell sind 32.502 Intensivbetten durch das Register erfasst, davon sind 11.505 frei (35%).
In den meldenden Einrichtungen befinden sich aktuell 337 COVID-19 Patienten in
intensivmedizinischer Behandlung. Davon werden 174 beatmet (52%).
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