20200702-lagebild-gemeinsamer-krisenstab-covid-bmi-bmg
Dieses Dokument ist Teil der Anfrage „Lagebilder und Protokolle des Corona-Krisenstabs“
VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
1.1.3 EU-MITGLIED- UND SCHENGEN-STAATEN SOWIE GROSSBRITANNIEN
Land Bestätigte Diff.* Diff. %** Todesfälle Todesfälle % 7-Tage-
Fälle Inzidenz
Schweden 68.451 784 1,2 5.333 7,8 74,4
Luxemburg 4.299 43 1,0 110 2,6 27,0
Portugal 42.141 229 0,5 1.576 3,7 23,4
Rumänien 26.970 388 1,5 1.651 6,1 12,7
Bulgarien 4.989 158 3,3 230 4,6 12,5
Tschechische
Republik 11.954 149 1,3 349 2,9 12,2
Kroatien 2.777 52 1,9 107 3,9 10,1
Großbritannien 312.654 689 0,2 43.730 14,0 9,7
Spanien 249.271 301 0,1 28.355 11,4 5,4
Frankreich 164.801 541 0,3 29.843 18,1 5,3
Island 1.842 2 0,1 10 0,5 5,0
Polen 34.393 239 0,7 1.463 4,3 4,9
Österreich 17.777 111 0,6 705 4,0 4,8
Schweiz 31.631 62 0,2 1.683 5,3 4,5
Belgien 61.509 82 0,1 9.754 15,9 4,4
Deutschland 194.725 466 0,2 8.985 4,6 4,0
Dänemark 12.768 17 0,1 605 4,7 3,6
Niederlande 50.273 50 0,1 6.113 12,2 3,2
Slowenien 1.600 15 0,9 111 6,9 3,2
Italien 240.578 142 0,1 34.767 14,5 2,9
Norwegen 8.865 10 0,1 250 2,8 2,1
Irland 25.473 11 0,0 1.736 6,8 1,7
Slowakei 1.667 2 0,1 28 1,7 1,4
Finnland 7.214 5 0,1 328 4,5 1,1
Malta 670 0 0,0 9 1,3 1,0
Griechenland 3.409 19 0,6 192 5,6 1,0
Zypern 998 2 0,2 19 1,9 0,9
Estland 1.989 2 0,1 69 3,5 0,5
Litauen 1.817 1 0,1 78 4,3 0,5
Ungarn 4.155 10 0,2 585 14,1 0,5
Lettland 1.118 1 0,1 30 2,7 0,4
Liechtenstein 83 0 0,0 1 1,2 0,0
* DIFFERENZ ZUM VORTAG, **DIFFERENZ ZUM VORTAG IN %,
QUELLE: ECDC, STAND 01.07.2020
DIE DIFFERENZ ZWISCHEN DER 7-TAGE-INZIDENZ FÜR DEUTSCHLAND IN DIESER TABELLE UND DER
TABELLE 1.1.2 IST IN DEN UNTERSCHIEDLICHEN DATENQUELLEN BEGRÜNDET.
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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
1.1.4 COVID-19 FÄLLE IN EINRICHTUNGEN GEMÄSS INFEKTIONSSCHUTZ-
GESETZ (IFSG)
Einrichtung Bestätigte Hospitalisiert Genesene Todesfälle
gemäß Fälle
Betreut/untergebracht 3.375 (+8) 2.414 (+5) 2.600 (-11)*** 624 (+1)
§ 23 IfSG *
Personal tätig in
Einrichtung
13.853 (+19) 635 (-1)*** 13.700 (+/-0) 20 (+/-0)
Betreut/untergebracht 17.929 (+50) 4.069 (+8) 14.000 (+/-0) 3.547 (+11)
§ 36 IfSG** Personal tätig in
Einrichtung
9.913 (+20) 422 (+/-0) 9.800 (+/-0) 44 (-1)***
* Z.B. KRANKENHÄUSER, ÄRZTLICHE PRAXEN, DIALYSEEINRICHTUNGEN UND RETTUNGSDIENSTE,
** Z.B. PFLEGEEINRICHTUNGEN, UNTERKÜNFTE FÜR OBDACHLOSE ODER ASYLSUCHENDEN, JVA ETC.,
*** NACHTRÄGLICHE DATENKORREKTUR, STAND 01.07.2020
1.1.5 REPRODUKTIONSZAHL R
25.06.2020 26.06.2020 27.06.2020 28.06.2020 29.06.2020 30.06.2020 01.07.2020
0,59 0,57 0,62 0,71 0,74 0,83 0,86
[0,48-0,73] [0,48-0,70] [0,50-0,77] [0,59-0,84] [0,61-0,85] [0,68-0,97] [0,70-1,03]
QUELLE: RKI
Erläuterung
Die Reproduktionszahl R ist eine Kennzahl der Ausbruchsdynamik und beschreibt die durch-
schnittliche Anzahl Personen, die durch eine infizierte Person angesteckt werden (R>1, be-
deutet Zunahme der Neuinfektionen; R=1, bedeutet konstante Anzahl neuer Fälle; R<1, be-
deutet Abnahme der Neuinfektionen). Diese lässt sich nicht aus den Meldedaten ablesen, son-
dern nur durch statistische Verfahren, zum Beispiel auf der Basis des Nowcastings, schätzen.
Die im Rahmen des Nowcastings geschätzte Anzahl der COVID-19-Neuerkrankungen wird als
gleitendes 4-Tage-Mittel dargestellt, um Zufallseffekte einzelner Tage auszugleichen. Damit
ergibt sich die Berechnung des Punktschätzers von R für einen bestimmten Tag als einfacher
Quotient der Anzahl von Neuerkrankungen für diesen Tag geteilt durch die Anzahl von Neu-
erkrankungen 4 Tage davor.
QUELLE: RKI, STAND 01.07.2020
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1.1.6 AUSBRUCHSGESCHEHEN IN DEUTSCHLAND
250.000
200.000
150.000
Anzahl
100.000
50.000
0
09.03.
02.03.
16.03.
23.03.
30.03.
06.04.
13.04.
20.04.
27.04.
04.05.
11.05.
18.05.
25.05.
01.06.
08.06.
15.06.
22.06.
29.06.
Bestätigte Fälle Gesundete Aktive Fälle
QUELLE: RKI
Erläuterung
Die Abbildung zeigt die kumulierte Anzahl der an COVID-19 erkrankten Personen sowie der
gesundeten Personen. Datengrundlage ist die im täglichen Lagebericht des RKI verzeichnete
Gesamtzahl der übermittelten Fälle sowie ab dem 26.03.2020 die geschätzte Zahl der Gesun-
deten. Der Meldeverzug wird nicht berücksichtigt. Die Darstellung kann daher leicht von der
entsprechenden Grafik im RKI Dashboard abweichen.
1.200
1.000
800
Anzahl
600
400
200
0
Diff. Best. Fälle z. Vortag Diff. Gesundete z. Vortag
QUELLE: RKI
Erläuterung
Zur besseren Darstellung der aktuellen Zahlen wurde der Darstellungszeitraum angepasst. Ab
sofort berichten wir nur noch den zurückliegenden sowie den aktuellen Monat.
Diese Abbildung zeigt die Differenz der Anzahl übermittelten COVID-19 Fälle bzw. der (ge-
schätzten) Anzahl der Gesundeten zum jeweiligen Vortag (siehe Abbildung auf S. 2). Die regel-
mäßigen Schwankungen bei den übermittelten Fällen sind durch das Meldeverhalten zu er-
klären: Erfahrungsgemäß werden am Wochenende weniger Fälle gemeldet, die dann montags
und dienstags nachgemeldet werden. Für den 02.07.2020 beträgt das Verhältnis der
Gesundeten zu den aktiven Fällen 180.300 zu 5.934 (3,2 % aktive Fälle).
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1.2 AUSBRUCHSGESCHEHEN DER LETZTEN SIEBEN TAGE UND AKTUELL
FREIE INTENSIVKAPAZITÄTEN
1.2.1 KUMULATION ÜBER DIE LETZTEN SIEBEN TAGE PRO 100.000
EINWOHNER
QUELLE: GRAFIK BBK, ZAHLEN RKI, STAND 01.07.2020
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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
1.2.2 ÜBERSICHT STARK BELASTETER REGIONEN
Region Fälle/100.000 Einwohner/ Verfügbare Transport Beurteilung
7 Tage kumulativ* Intensivbetten**
LK Gütersloh 78 1.299
* LK/SK HAT DIE GRENZE VON 35 ÜBERSCHRITTEN , ** INTENSIVBETTENZAHL IM UMKREIS VON 100 KM,
VERFÜGBARE INTENSIVBETTEN SCHLIESSEN DEN BETRIEB DES BETTES EIN
OHNE EINSCHRÄNKUNGEN MIT EINSCHRÄNKUNGEN MIT ERHEBLICHEN EINSCHRÄNKUNGEN
QUELLE: RKI, DIVI, BMG, DRK, STAND 01.07.2020
1.2.3 ZUSAMMENFASSUNG EPIDEMIOLOGIE - ÜBERLASTUNGSSITUATIONEN
Die Reproduktionszahl wird mit Stand 01.07.2020 auf 0,86 (95%-Prädikationsintervall
[0,70-1,03]) geschätzt.
Vermehrt werden Reihentestungen durchgeführt, z.B. durch Deutsche Post DHL,
Schlachtbetriebe. Dadurch können sich Fallzahlen in einzelnen Kreisen sprunghaft
erhöhen.
In Rheda-Wiedenbrück im Landkreis Gütersloh (NW) kam es beim Fleischproduzenten
Tönnies zu einem weitreichenden Ausbruchsgeschehen. Der Betrieb bleibt weiterhin
geschlossen. Der verhängte Lockdown im Landkreis wird bis zum 07.07.2020 verlängert.
62 von 22.326 Tests in der asymptomatischen „übrigen Bevölkerung“ sind positiv. Im Kreis
Gütersloh werden zur Zeit 29 Patienten stationär behandelt, 3 auf Intensivstation und 2
müssen beatmet werden. Im gesamten Landkreis stehen zurzeit 1.500 Menschen unter
Quarantäne.
Im LK Soest wurden alle 177 dort wohnenden Tönnies-Mitarbeiter und die mit ihnen in
häuslicher Gemeinschaft wohnenden Personen per Allgemeinverfügung für 14 Tage ab
22.06. unter Quarantäne gestellt. Es liegen noch nicht alle Testergebnisse vor. In Bielefeld
wohnen 168 Tönnies-Mitarbeiter, 17 sind infiziert. 490 Bielefelder befinden sich
momentan in Quarantäne. Im Kreis Paderborn wohnen 88 Tönnies-Beschäftigte. 14
Beschäftigte und 14 Haushaltsangehörige sind positiv. Die 7-Tagesinzidenz beträgt im LK
Soest 3,0, in der kreisfreien Stadt Bielefeld 7,5 und im LK Paderborn 7,8 Fälle/100.000
Einwohner.
Im Landkreis Warendorf (NW) sind im Zusammenhang mit dem Ausbruchsgeschehen bei
der Fa. Tönnies 214 Infektionen aufgetreten. Insgesamt leben im LK Warendorf 1.243
Tönnies-Mitarbeiter. Im gesamten LK Warendorf sind 263 Personen infiziert. Gemäß
Allgemeinverfügung wurde Quarantäne für alle Mitarbeiter des Betriebs und ihre
Angehörigen bis 03.07 angeordnet. Im Kreis gab es 8.841 Tests. Der Schwerpunkt des
Infektionsgeschehens befindet sich in Oelde. Hier sind 166 Personen akut erkrankt.
7-Tagesinzidenz beträgt im LK Warendorf 13,0 Fälle/100.000 Einwohner.
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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
In der kreisfreien Stadt Hamm (NW), in der 103 Tönnies-Mitarbeiter leben, wurden
56 Mitarbeiter und ihre Angehörigen infiziert, 3 Personen befinden sich in stationärer
Behandlung. Bei dem Hammer Fleischbetrieb Westfleisch fielen von
1.200 Testergebnissen 2 positiv aus, insgesamt liegen 1.034 Ergebnisse vor. In der Stadt
Hamm stehen derzeit 438 Personen unter Quarantäne. Es wurden bis jetzt 7.531 Proben
durch Corona Mobile genommen. Insgesamt sind in der Stadt Hamm 63 Personen akut
mit Corona infiziert. Im Zusammenhang mit dem Infektionsgeschehen der Firma Tönnies
ist bisher bekannt, dass an zehn Schulen und einer Kita Infektionen von Schülern
aufgetreten sind. Vier Schulen wurden geschlossen und die betroffenen Schüler getestet
und unter Quarantäne gestellt. An den beiden anderen Schulen sowie der Kita mussten
keine Quarantänen verhängt werden. Mehr als 1.000 Tests wurden durchgeführt. Die
7-Tagesinzidenz beträgt der kreisfreien Stadt Hamm 10,6 Fälle/100.000 Einwohner.
Im Landkreis Unna (NW) sind 8 von 34 Tönnies Mitarbeiter infiziert. Alle Mitarbeiter
stehen unter Quarantäne. Ein weiterer Verdacht im Umfeld eines Tönnies-Mitarbeiters hat
sich bestätigt. Die 7-Tagesinzidenz beträgt im LK Unna 7,1 Fälle/100.000 Einwohner.
Im Landkreis Wesel (NW) wurden in einem fleischverarbeitenden Betrieb der Fa. Öztas in
Moers 85 von 277 Beschäftigten sowie 20 Kontaktpersonen positiv getestet. Die
Beschäftigten stehen unter Quarantäne, der Betrieb wurde am 26.06. für 2 Wochen
eingestellt. Etwa ein Drittel der infizierten Beschäftigten wohnt in der kreisfreien Stadt
Duisburg (NW). Aktuell sind im Landkreis 153 Menschen erkrankt. Auch bei einem
fleischverarbeitenden Nachbarbetrieb gibt es zwei positiv Getestete. 66 Tests waren
negativ, 9 Ergebnisse stehen noch aus. Im Awo Seniorenheim in Moers gibt es zudem einen
Verdachtsfall bei einer angestellten Person. Die 7-Tagesinzidenz beträgt im LK Wesel 19,1
und in der kreisfreien Stadt Duisburg 22,5 Fälle/100.000 Einwohner.
Im Landkreis Göttingen (NI) Bei einem Corona-Ausbruch im Grenzdurchgangslager
Friedland ist die Zahl der Infizierten auf 49 gestiegen. Mindestens 39 Bewohner sowie 7
Mitarbeiter sind betroffen. Insgesamt leben 243 Bewohner in der Einrichtung. Am 30.06.
soll eine Reihentestung durchgeführt werden. Frühestens am 02.07. wird mit den
Ergebnissen gerechnet. Die 7-Tagesinzidenz beträgt im LK Göttingen 11,3 Fälle/100.000
Einwohner.
Im Landkreis Oldenburg (NI) kam es zu einem Corona-Ausbruch in einem Puten-
Schlachtbetrieb in Wildeshausen. Die Reihentestungen sind weitgehend abgeschlossen, es
liegen insgesamt 1.183 Ergebnisse vor, davon fielen 46 positiv aus. Die angeordnete
Quarantäne läuft bis zum 10.07., es sind über 1.000 Menschen davon betroffen.
Im SK Delmenhorst mussten einzelne Lerngruppen geschlossen werden. 224 Menschen
befinden sich in Quarantäne. 5 Schüler wurden positiv getestet
Der LK Diepholz, der bereits am 24.06. eine frühere Kaserne in Wagenfeld unter
Quarantäne gestellt hatte, hat die bereits bestehende Allgemeinverfügung verlängert bis
zum 10.07. In der Kaserne leben 200 Werkvertragsarbeiter aus dem Puten-Schlachthof.
Insgesamt seien rund 240 Personen von der Maßnahme betroffen. Alle Bewohner wurden
negativ getestet. Vor Ablauf der Quarantäne werden alle Bewohner erneut getestet. Die
7-Tagesinzidenz beträgt im LK Oldenburg 26,9, im LK Diepholz 4,6, SK Delmenhorst
23,2 Fälle/100.000 Einwohner.
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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
Im Kreis Neu-Ulm (BY) ist eine Viertklässlerin positiv getestet worden. Insgesamt
befinden sich 116 Menschen in Quarantäne und werden getestet. Es sind 3 Schulen, eine
Hort- und zwei Kindergartengruppen betroffen. Die 7-Tagesinzidenz beträgt im LK Neu-
Ulm 4,0 Fälle/100.000 Einwohner.
In der kreisfreien Stadt Solingen (NW) kam es in einer Firma für Versand- und
Verpackungslösungen zu einem Massenausbruch. 22 von 180 Mitarbeitern sind infiziert.
Die Betroffenen wohnen außerhalb von Solingen. Der Betrieb soll bald wieder
aufgenommen werden. Es wurde Maskenpflicht angeordnet. Die betroffenen Mitarbeiter
sowie kritische Kontaktpersonen innerhalb und außerhalb des Betriebs wurden von den
jeweils zuständigen Gesundheitsämtern an den betreffenden Wohnorten unter
Quarantäne gestellt. Die 7-Tagesinzidenz beträgt in der kreisfreien Stadt Solingen 3,1
Fälle/100.000 Einwohner.
Im Landkreis Burgenland in Weißenfels (ST) werden alle Mitarbeiter des dortigen Tönnies
Betrieb getestet. Am 25.06. wurde ein Infizierter bekannt. Vor Ort arbeiten 2.200
Mitarbeiter. Die 7-Tagesinzidenz beträgt im LK Burgenland 2,2 Fälle/100.000 Einwohner.
Im Landkreis Starnberg in Gilching (BY) haben sich 45 von 120 Mitarbeitern in einer
Cateringfirma infiziert. Alle Mitarbeiter befinden sich in Quarantäne und müssen sich
einem Test unterziehen. Unter den bislang infizierten seien 18 Asylbewerber einer
Gemeinschaftsunterkunft in Hechendorf mit 32 Bewohnern. Drei weitere Unterkünfte in
Herrsching mit 124 Bewohnern, Seefeld mit 88 Bewohnern und Pöcking mit mehr als 90
Bewohnern sind ebenfalls mit jeweils einem positiven Fall betroffen. Alle Bewohner sollen
getestet werden. Die Cateringfirma ist geschlossen worden. Die betroffenen Asylbewerber
wurden in eine Isolierungseinrichtung in Wackersberg verlegt. Die 7-Tagesinzidenz
beträgt im LK Starnberg 21,3 Fälle/100.000 Einwohner.
Zur besseren Übersicht werden Tagesaktualisierungen in ROT markiert.
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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
1.3 INTENSIVKAPAZITÄTEN DEUTSCHLAND
1.3.1 ÜBERSICHT FREIER INTENSIVBETTEN PRO BUNDESLAND
QUELLE: DIVI-INTENSIVREGISTER, STAND 01.07.2020
Die Zahlen wurden auf Basis der am 01. Juli 2020 im DIVI-Intensivregister gemeldeten Ein-
richtungen je Bundesland generiert (gesamt 1.275 Klinikstandorte).
Seit dem 16. April 2020 sind alle Kliniken verpflichtet sich im DIVI-Intensivregister anzu-
melden und täglich die aktuellen Zahlen freier und belegter Intensivbetten zu aktualisieren.
Die Färbung entspricht dem Anteil der freien Intensivbetten auf Bundeslandebene. Dieser
schwankt zwischen 24% und 45%. Deutschlandweit sind 34% freie Intensivbetten angegeben.
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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
1.3.2 IM DIVI-INTENSIVREGISTER ERFASSTE INTENSIVKAPAZITÄTEN IN
DEUTSCHLAND
Beur-
ICU low care ICU high care ICU ECMO Insgesamt
teilung
Frei Gesamt Frei Gesamt Frei Gesamt Frei Gesamt
Baden-
Württemberg 311 1.082 966 2.500 78 91 1.355 3.673 37%
Bayern 430 1.261 994 3.280 80 94 1.504 4.635 32%
Berlin 77 292 259 1.110 12 19 348 1.421 24%
Brandenburg 113 313 321 772 6 7 440 1.092 40%
Bremen 25 65 59 154 3 3 87 222 39%
Hamburg 89 247 262 692 30 36 381 975 39%
Hessen 200 790 532 1.644 45 57 777 2.491 31%
Mecklenburg-
Vorpommern 64 343 176 533 14 17 254 893 28%
Niedersachsen 290 752 744 1.971 63 74 1.097 2.797 39%
Nordrhein-
Westfalen 550 2.115 1.543 4.922 123 166 2.216 7.203 31%
Rheinland-
Pfalz 193 536 429 935 23 25 645 1.496 43%
Saarland 86 217 142 431 9 13 237 661 36%
Sachsen 152 523 370 1.212 25 30 547 1.765 31%
Sachsen-Anhalt 73 292 299 801 26 29 398 1.122 35%
Schleswig-
Holstein 51 126 462 1.008 10 18 523 1.152 45%
Thüringen 171 413 214 588 14 15 399 1.016 39%
Gesamt 2.875 9.367 7.772 22.553 561 694 11.208 32.614 34%
ICU low care: Ohne invasive Beatmung; ICU high care: Mit invasiver Beatmung; ECMO: Extrakorporale
Membranoxygenierung: grün: keine Einschränkungen beim Betrieb der Intensivbetten
> 20% freie Intensivbetten 10-20 % freie Intensivbetten < 10 % freie Intensivbetten
QUELLE: DIVI, STAND 01.07.2020
1.3.3 KURZFRISTIGE PROGNOSE BENÖTIGTER INTENSIVBETTEN
(Wöchentliche Aktualisierung, Stand 30. Juni 2020)
Die folgenden kurzfristigen Prognosen benötigter Intensivbetten basieren auf dem
Erkrankungsbeginn von SARS-CoV-2 Fällen. Bei der Meldung erkrankter Fälle gibt es einen
Zeitverzug. Zu einem aktuellen Datum ist also nur ein Teil der neu erkrankten Fälle der letzten
Tage gemeldet. Durch Nowcasting wird eine Schätzung neu erkrankter, aber noch nicht
gemeldeter, SARS-CoV-2 Fälle unter Berücksichtigung des Diagnose- und Meldeverzug
erstellt. Aus dieser Schätzung wird die benötigte Zahl an Intensivbetten unter verschiedenen
Annahmen berechnet. Da neue Fälle nicht sofort, sondern mit einem gewissen Zeitverzug
intensivmedizinisch betreut werden müssen, kann eine kurzfristige Prognose zum Bedarf an
Intensivbetten gemacht werden. Für die Prognosen werden folgende Parameter
angenommen:
• Für die Wahrscheinlichkeit, dass ein Fall zur Versorgung auf die Intensivstation muss,
werden 1%, 3% oder 5% angenommen.
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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
• Die mittlere Zeit von Erkrankungsbeginn bis zur Aufnahme auf einer Intensivstation
beträgt 10 Tage.
• Die mittlere Aufenthaltsdauer auf der Intensivstation beträgt 14 oder 21 Tage.
Die Prognosen berücksichtigen die durch Nowcasting geschätzten Neuerkrankungen bis zum
25. Juni (durchgezogene schwarze Linie).
bei 14-tägigem Intensivaufenthalt bei 21-tägigem Intensivaufenthalt
-------- aktuelle Belegung 329 Stand 1. Juli 2020
---------- Start der Maßnahmen zur Eindämmung der SARS-CoV-2 Epidemie in
Deutschland (Bund-Länder-Vereinbarung zu Leitlinien gegen Ausbreitung des
Corona Virus vom 16. März 2020; Bundesweit umfangreiches Kontaktverbot
vom 23. März 2020).
1.3.4 ZUSAMMENFASSUNG INTENSIVKAPAZITÄTEN
Das DIVI-Intensivregister erfasste bundesweit am 01.07.2020 (12:15 Uhr) 1.275 meldende
Krankenhausstandorte. In der Bundesstatistik wird die Zahl von intensivbettenführenden
Kliniken auf 1.160 angegeben (manche Kliniken können dabei mehrere Standorte haben).
Angestrebt ist eine Vollerfassung.
Aktuell sind 32.614 Intensivbetten durch das Register erfasst, davon sind 11.208 frei (34%).
In den meldenden Einrichtungen befinden sich aktuell 337 COVID-19 Patienten in
intensivmedizinischer Behandlung. Davon werden 170 beatmet (52%).
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