20200703-lagebild-gemeinsamer-krisenstab-covid-bmi-bmg
Dieses Dokument ist Teil der Anfrage „Lagebilder und Protokolle des Corona-Krisenstabs“
VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
1.1.3 EU-MITGLIED- UND SCHENGEN-STAATEN SOWIE GROSSBRITANNIEN
Land Bestätigte Diff.* Diff. %** Todesfälle Todesfälle % 7-Tage-
Fälle Inzidenz
Schweden 69.692 1.241 1,8 5.370 7,7 72,0
Luxemburg 4.345 46 1,1 110 2,5 33,4
Portugal 42.454 313 0,7 1.579 3,7 22,9
Bulgarien 5.154 165 3,3 232 4,5 13,0
Rumänien 27.296 326 1,2 1.667 6,1 12,7
Tschechische
Republik 12.046 92 0,8 349 2,9 11,9
Kroatien 2.831 54 1,9 108 3,8 10,9
Großbritannien 313.483 829 0,3 43.906 14,0 9,9
Schweiz 31.851 220 0,7 1.684 5,3 6,5
Frankreich 165.719 918 0,6 29.861 18,0 6,5
Island 1.847 5 0,3 10 0,5 5,6
Spanien 249.659 388 0,2 28.363 11,4 5,5
Polen 34.775 382 1,1 1.477 4,2 5,2
Belgien 61.598 89 0,1 9.761 15,8 5,1
Österreich 17.814 37 0,2 705 4,0 4,9
Slowenien 1.613 13 0,8 111 6,9 3,5
Deutschland 195.228 503 0,3 8.994 4,6 3,2
Dänemark 12.794 26 0,2 606 4,7 3,1
Niederlande 50.335 62 0,1 6.115 12,1 3,1
Italien 240.760 182 0,1 34.788 14,4 2,2
Norwegen 8.887 22 0,2 251 2,8 2,1
Irland 25.477 4 0,0 1.738 6,8 1,7
Slowakei 1.687 20 1,2 28 1,7 1,5
Finnland 7.236 22 0,3 328 4,5 1,3
Griechenland 3.432 23 0,7 192 5,6 1,1
Malta 670 0 0,0 9 1,3 1,0
Zypern 999 1 0,1 19 1,9 0,9
Lettland 1.121 3 0,3 30 2,7 0,5
Litauen 1.818 1 0,1 78 4,3 0,5
Estland 1.989 0 0,0 69 3,5 0,5
Ungarn 4.157 2 0,0 586 14,1 0,4
Liechtenstein 83 0 0,0 1 1,2 0,0
* DIFFERENZ ZUM VORTAG, **DIFFERENZ ZUM VORTAG IN %,
QUELLE: ECDC, STAND 02.07.2020
DIE DIFFERENZ ZWISCHEN DER 7-TAGE-INZIDENZ FÜR DEUTSCHLAND IN DIESER TABELLE UND DER
TABELLE 1.1.2 IST IN DEN UNTERSCHIEDLICHEN DATENQUELLEN BEGRÜNDET.
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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
1.1.4 COVID-19 FÄLLE IN EINRICHTUNGEN GEMÄSS INFEKTIONSSCHUTZ-
GESETZ (IFSG)
Einrichtung Bestätigte Hospitalisiert Genesene Todesfälle
gemäß Fälle
Betreut/untergebracht 3.382 (+7) 2.423 (+9) 2.600 (+/-0) 624 (+/-0)
§ 23 IfSG* Personal tätig in
Einrichtung
13.882 (+29) 636 (+1) 13.700 (+/-0) 20 (+/-0)
Betreut/untergebracht 17.972 (+43) 4.077 (+8) 14.100 (+100) 3.557 (+10)
§ 36 IfSG** Personal tätig in
Einrichtung
9.933 (+20) 420 (-2)*** 9.800 (+/-0) 43 (-1)***
* Z.B. KRANKENHÄUSER, ÄRZTLICHE PRAXEN, DIALYSEEINRICHTUNGEN UND RETTUNGSDIENSTE,
** Z.B. PFLEGEEINRICHTUNGEN, UNTERKÜNFTE FÜR OBDACHLOSE ODER ASYLSUCHENDEN, JVA ETC.,
*** NACHTRÄGLICHE DATENKORREKTUR, STAND 02.07.2020
1.1.5 REPRODUKTIONSZAHL R
26.06.2020 27.06.2020 28.06.2020 29.06.2020 30.06.2020 01.07.2020 02.07.2020
0,57 0,62 0,71 0,74 0,83 0,86 0,83
[0,48-0,70] [0,50-0,77] [0,59-0,84] [0,61-0,85] [0,68-0,97] [0,70-1,03] [0,67-1,02]
QUELLE: RKI
Erläuterung
Die Reproduktionszahl R ist eine Kennzahl der Ausbruchsdynamik und beschreibt die durch-
schnittliche Anzahl Personen, die durch eine infizierte Person angesteckt werden (R>1, be-
deutet Zunahme der Neuinfektionen; R=1, bedeutet konstante Anzahl neuer Fälle; R<1, be-
deutet Abnahme der Neuinfektionen). Diese lässt sich nicht aus den Meldedaten ablesen, son-
dern nur durch statistische Verfahren, zum Beispiel auf der Basis des Nowcastings, schätzen.
Die im Rahmen des Nowcastings geschätzte Anzahl der COVID-19-Neuerkrankungen wird als
gleitendes 4-Tage-Mittel dargestellt, um Zufallseffekte einzelner Tage auszugleichen. Damit
ergibt sich die Berechnung des Punktschätzers von R für einen bestimmten Tag als einfacher
Quotient der Anzahl von Neuerkrankungen für diesen Tag geteilt durch die Anzahl von Neu-
erkrankungen 4 Tage davor.
QUELLE: RKI, STAND 02.07.2020
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1.1.6 AUSBRUCHSGESCHEHEN IN DEUTSCHLAND
250.000
200.000
150.000
Anzahl
100.000
50.000
0
02.03.
18.05.
09.03.
16.03.
23.03.
30.03.
06.04.
13.04.
20.04.
27.04.
04.05.
11.05.
25.05.
01.06.
08.06.
15.06.
22.06.
29.06.
Bestätigte Fälle Gesundete Aktive Fälle
QUELLE: RKI
Erläuterung
Die Abbildung zeigt die kumulierte Anzahl der an COVID-19 erkrankten Personen sowie der
gesundeten Personen. Datengrundlage ist die im täglichen Lagebericht des RKI verzeichnete
Gesamtzahl der übermittelten Fälle sowie ab dem 26.03.2020 die geschätzte Zahl der Gesun-
deten. Der Meldeverzug wird nicht berücksichtigt. Die Darstellung kann daher leicht von der
entsprechenden Grafik im RKI Dashboard abweichen.
1.200
1.000
800
Anzahl
600
400
200
0
Diff. Best. Fälle z. Vortag Diff. Gesundete z. Vortag
QUELLE: RKI
Erläuterung
Zur besseren Darstellung der aktuellen Zahlen wurde der Darstellungszeitraum angepasst. Ab
sofort berichten wir nur noch den zurückliegenden sowie den aktuellen Monat.
Diese Abbildung zeigt die Differenz der Anzahl übermittelten COVID-19 Fälle bzw. der (ge-
schätzten) Anzahl der Gesundeten zum jeweiligen Vortag (siehe Abbildung auf S. 2). Die regel-
mäßigen Schwankungen bei den übermittelten Fällen sind durch das Meldeverhalten zu er-
klären: Erfahrungsgemäß werden am Wochenende weniger Fälle gemeldet, die dann montags
und dienstags nachgemeldet werden. Für den 03.07.2020 beträgt das Verhältnis der
Gesundeten zu den aktiven Fällen 181.000 zu 5.671 (3,0 % aktive Fälle).
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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
1.2 AUSBRUCHSGESCHEHEN DER LETZTEN SIEBEN TAGE UND AKTUELL
FREIE INTENSIVKAPAZITÄTEN
1.2.1 KUMULATION ÜBER DIE LETZTEN SIEBEN TAGE PRO 100.000
EINWOHNER
QUELLE: GRAFIK BBK, ZAHLEN RKI, STAND 02.07.2020
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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
1.2.2 ÜBERSICHT STARK BELASTETER REGIONEN
Region Fälle/100.000 Einwohner/ Verfügbare Transport Beurteilung
7 Tage kumulativ* Intensivbetten**
LK Gütersloh 76,4 1.295
* LK/SK HAT DIE GRENZE VON 35 ÜBERSCHRITTEN , ** INTENSIVBETTENZAHL IM UMKREIS VON 100 KM,
VERFÜGBARE INTENSIVBETTEN SCHLIESSEN DEN BETRIEB DES BETTES EIN
OHNE EINSCHRÄNKUNGEN MIT EINSCHRÄNKUNGEN MIT ERHEBLICHEN EINSCHRÄNKUNGEN
QUELLE: RKI, DIVI, BMG, DRK, STAND 02.07.2020
1.2.3 ZUSAMMENFASSUNG EPIDEMIOLOGIE - ÜBERLASTUNGSSITUATIONEN
Die Reproduktionszahl wird mit Stand 02.07.2020 auf 0,83 (95%-Prädikationsintervall
[0,67-1,02]) geschätzt.
Vermehrt werden Reihentestungen durchgeführt, z.B. durch Deutsche Post DHL,
Schlachtbetriebe. Dadurch können sich Fallzahlen in einzelnen Kreisen sprunghaft
erhöhen.
In Rheda-Wiedenbrück im Landkreis Gütersloh (NW) kam es beim Fleischproduzenten
Tönnies zu einem weitreichenden Ausbruchsgeschehen. Der Betrieb bleibt weiterhin
geschlossen. Der verhängte Lockdown im Landkreis wird bis zum 07.07.2020 verlängert.
75 von 27.917 Tests in der asymptomatischen „übrigen Bevölkerung“ sind positiv. Es
wurden und werden zurzeit umfangreiche weitere Testungen in Krankenhäusern, Alten-
und Pflegeheimen, Schlachtbetrieben und fleischverarbeitenden Betrieben vorgenommen.
Im Kreis Gütersloh werden zur Zeit 28 Patienten stationär behandelt, 3 auf Intensivstation
und 2 müssen beatmet werden. Im gesamten Landkreis stehen zurzeit fast 7.000
Menschen unter Quarantäne. Sie endet frühestens 14 Tage nach einem negativen Test. Die
neue Verfügung beginnt ab dem 03.07 und läuft bis zum 17.07.
Im LK Soest wurden alle 177 dort wohnenden Tönnies-Mitarbeiter und die mit ihnen in
häuslicher Gemeinschaft wohnenden Personen per Allgemeinverfügung für 14 Tage ab
22.06. unter Quarantäne gestellt. In Bielefeld wohnen 168 Tönnies-Mitarbeiter, 18
Personen mit Bezug zu Tönnies sind infiziert. 490 Bielefelder befinden sich momentan in
Quarantäne. Im Kreis Paderborn wohnen 88 Tönnies-Beschäftigte. 14 Beschäftigte und
14 Haushaltsangehörige sind positiv. 568 Tests des fleischverarbeitenden Betriebs im Kreis
Paderborn sind negativ. Die 7-Tagesinzidenz beträgt im LK Soest 2,0, in der kreisfreien
Stadt Bielefeld 7,2 und im LK Paderborn 7,8 Fälle/100.000 Einwohner.
Im Landkreis Warendorf (NW) sind im Zusammenhang mit dem Ausbruchsgeschehen bei
der Fa. Tönnies 214 Infektionen aufgetreten. Insgesamt leben im LK Warendorf 1.243
Tönnies-Mitarbeiter. Im gesamten LK Warendorf sind 282 Personen infiziert. Gemäß
Allgemeinverfügung wurde Quarantäne für alle Mitarbeiter des Betriebs und ihre
Angehörigen bis 03.07 angeordnet. Im Kreis gab es 14.966 Tests. Davon 7.966 in den
eingerichteten Testzentren in Oelde, Ahlen und Warendorf sowie 7.000 bei den
Hausärzten. 9.211 Ergebnisse liegen bereits vor, von sind 7 positiv. Der Schwerpunkt des
Infektionsgeschehens befindet sich weiterhin in Oelde. 7-Tagesinzidenz beträgt im LK
Warendorf 12,6 Fälle/100.000 Einwohner.
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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
In der kreisfreien Stadt Hamm (NW), leben 103 Tönnies-Mitarbeiter. Von den positiven
Tönnies-Mitarbeitern gelten 15 bereits wieder als genesen. Bei dem Hammer
Fleischbetrieb Westfleisch fielen von 1.200 Testergebnissen 2 positiv aus, insgesamt liegen
1.034 Ergebnisse vor. In der Stadt Hamm stehen derzeit 362 Personen unter Quarantäne.
Es wurden bis jetzt 7.652 Proben durch Corona Mobile genommen. Insgesamt sind in der
Stadt Hamm 54 Personen akut mit Corona infiziert. Im Zusammenhang mit dem
Infektionsgeschehen der Firma Tönnies ist bisher bekannt, dass an zehn Schulen und einer
Kita Infektionen von Schülern aufgetreten sind. Mehr als 1.000 Tests wurden bereits
durchgeführt, weitere Schulen stehen zur Testung noch an. Die 7-Tagesinzidenz beträgt
der kreisfreien Stadt Hamm 8,4 Fälle/100.000 Einwohner.
Im Landkreis Unna (NW) sind 8 von 34 Tönnies Mitarbeiter infiziert. Alle Mitarbeiter
stehen unter Quarantäne. Ein weiterer Verdacht im Umfeld eines Tönnies-Mitarbeiters hat
sich bestätigt. Die 7-Tagesinzidenz beträgt im LK Unna 5,3 Fälle/100.000 Einwohner.
Im Landkreis Wesel (NW) wurden in einem fleischverarbeitenden Betrieb der Fa. Öztas in
Moers 85 von 277 Beschäftigten sowie 20 Kontaktpersonen positiv getestet. Die
Beschäftigten stehen unter Quarantäne, der Betrieb wurde am 26.06. für 2 Wochen
eingestellt. Aktuell sind im Landkreis 140 Menschen erkrankt.
In Duisburg sind aktuell 163 Personen infiziert. In den Testzentren und bei mobilen Tests
wurden bisher 21.308 Tests durchgeführt. Die 7-Tagesinzidenz beträgt im LK Wesel 18,3
und in der kreisfreien Stadt Duisburg 25,1 Fälle/100.000 Einwohner.
Im Landkreis Göttingen (NI) Bei einem Corona-Ausbruch im Grenzdurchgangslager
Friedland ist die Zahl der Infizierten auf 49 gestiegen. Mindestens 39 Bewohner sowie 7
Mitarbeiter sind betroffen. Insgesamt leben 243 Bewohner in der Einrichtung. Am 30.06.
soll eine Reihentestung durchgeführt werden. Frühestens am 02.07. wird mit den
Ergebnissen gerechnet. Die 7-Tagesinzidenz beträgt im LK Göttingen 11,3 Fälle/100.000
Einwohner.
Im Landkreis Oldenburg (NI) kam es zu einem Corona-Ausbruch in einem Puten-
Schlachtbetrieb in Wildeshausen. Die Reihentestungen sind weitgehend abgeschlossen, es
liegen insgesamt 1.115 Ergebnisse vor, davon fielen 46 positiv aus. Betroffen sind 5
Festangestellte und 40 Werkvertragsbeschäftigte. Die angeordnete Quarantäne läuft bis
zum 10.07., es sind 932 Menschen davon betroffen.
Im SK Delmenhorst mussten einzelne Lerngruppen geschlossen werden. 352 Menschen
befinden sich in Quarantäne. 5 Schüler wurden positiv getestet.
Der LK Diepholz, der bereits am 24.06. eine frühere Kaserne in Wagenfeld unter
Quarantäne gestellt hatte, hat die bereits bestehende Allgemeinverfügung verlängert bis
zum 10.07. Die 7-Tagesinzidenz beträgt im LK Oldenburg 23,8, im LK Diepholz 2,3, SK
Delmenhorst 20,6 Fälle/100.000 Einwohner.
Im Kreis Neu-Ulm (BY) ist eine Viertklässlerin positiv getestet worden. Insgesamt
befinden sich 116 Menschen in Quarantäne und werden getestet. Es sind 3 Schulen, eine
Hort- und zwei Kindergartengruppen betroffen. Die 7-Tagesinzidenz beträgt im LK Neu-
Ulm 3,4 Fälle/100.000 Einwohner.
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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
In der kreisfreien Stadt Solingen (NW) kam es in einer Firma für Versand- und
Verpackungslösungen zu einem Massenausbruch. 22 von 180 Mitarbeitern sind infiziert.
Die Betroffenen wohnen außerhalb von Solingen. Alle Mitarbeiter, die am Standort unter
verschärften Sicherheitsbedingungen weiterhin arbeiten, werden von einem Team des
Roten Kreuzes getestet. Es wurde Maskenpflicht angeordnet. Eine zweite Reihentestung
läuft seit 01.07. Die positiv getesteten Mitarbeiter sowie kritische Kontaktpersonen
innerhalb und außerhalb des Betriebs wurden von den jeweils zuständigen
Gesundheitsämtern an den betreffenden Wohnorten unter Quarantäne gestellt. Die
7-Tagesinzidenz beträgt in der kreisfreien Stadt Solingen 2,5 Fälle/100.000 Einwohner.
Im Landkreis Burgenland in Weißenfels (ST) werden alle Mitarbeiter des dortigen Tönnies
Betrieb getestet. Am 25.06. wurde ein Infizierter bekannt. Vor Ort arbeiten 2.200
Mitarbeiter. Bis 01.07. seien 970 Tests vorgenommen. 300 negative Ergebnisse liegen
bereits vor. Die Testungen sollen bis Freitag abgeschlossen sein. Die 7-Tagesinzidenz
beträgt im LK Burgenland 1,1 Fälle/100.000 Einwohner.
Im Landkreis Starnberg in Gilching (BY) haben sich 46 von 120 Mitarbeitern in einer
Cateringfirma infiziert. Alle Mitarbeiter befinden sich in Quarantäne und müssen sich
einem Test unterziehen. Unter den bislang infizierten seien 18 Asylbewerber einer
Gemeinschaftsunterkunft in Hechendorf mit 32 Bewohnern. Vier weitere Unterkünfte in
Herrsching mit 124 Bewohnern, Seefeld mit 88 Bewohnern, Pöcking mit mehr als 90
Bewohnern und Weßling sind ebenfalls mit positiven Fällen betroffen. Insgesamt sind 24
Asylbewerber positiv. Alle Bewohner sollen getestet werden. Die Cateringfirma ist
geschlossen worden. Die betroffenen Asylbewerber wurden in eine Isolierungseinrichtung
in Wackersberg verlegt. Die 7-Tagesinzidenz beträgt im LK Starnberg 20,6 Fälle/100.000
Einwohner.
Im Kreis Germershein (RP) kam es in Schwegenheim zu einem Ausbruch. 42 Personen
haben sind während einer Hochzeitsfeier mit ca. 150 Gästen infiziert. Die betroffenen
Personen sowie deren Kontaktpersonen befinden sich in Quarantäne. Im Wesentlichen
sind zwei Familien einer Glaubensgemeinschaft betroffen. Eine Kita und mehrere Schulen
wurden vorsichtshalber geschlossen. Mehrere Hundert Tests wurden bereits
durchgeführt. 30 Gäste der feier kommen aus den Kreisen Harburg und Emsland. Die
dortigen GÄ wurden informiert. Die 7-Tagesinzidenz beträgt im LK Germersheim 17,8
Fälle/100.000 Einwohner.
Im Landkreis Dahme-Spreewald (BB) sind in einem Geflügelschlachtbetrieb in
Niederlehmer sind zwei Mitarbeiter positiv getestet worden. Im Rahmen einer laufenden
Reihentestung sind die betroffenen Mitarbeiter aufgefallen. Die zwei Mitarbeiter sowie
ihre Kontaktpersonen befinden sich in Quarantäne. Weitere Testungen im Umfeld der
betroffenen finden statt.
Die 7-Tagesinzidenz beträgt im LK Dahme-Spreewald 2,4 Fälle/100.000 Einwohner.
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In der kreisfreien Stadt Kiel (SH) haben sich 7 Personen im Rahmen einer Familienfeier
infiziert. Drei der Infizierten arbeiten in Altenhilfe Einrichtungen, ein Kind geht in eine Kita.
Diese wurde am 01.07. geschlossen. 50 Betroffene befinden sich in Quarantäne. Insgesamt
befinden sich in der Stadt Kiel derzeit 160 Personen in Quarantäne. Die 7-Tagesinzidenz
beträgt in der kreisfreien Stadt Kiel 3,2 Fälle/100.000 Einwohner.
Im Landkreis Emsland in Sögel (NI) gab es im Rahmen von Reihentestungen zwei positive
Fälle in einem fleischverarbeitenden Unternehmen der Firma Weidemark. Die Betroffenen
sowie deren direkte Kontaktpersonen befinden sich in Quarantäne. Am 01.07. wurden 330
Proben von Mitarbeitern entnommen. Am 02.07. folgen weitere 300 und am 03.07. noch
einmal 230. Die 7-Tagesinzidenz beträgt im Landkreis Emsland 1,8 Fälle/100.000
Einwohner. Zur besseren Übersicht werden Tagesaktualisierungen in ROT markiert
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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
1.3 INTENSIVKAPAZITÄTEN DEUTSCHLAND
1.3.1 ÜBERSICHT FREIER INTENSIVBETTEN PRO BUNDESLAND
QUELLE: DIVI-INTENSIVREGISTER, STAND 02.07.2020
Die Zahlen wurden auf Basis der am 02. Juli 2020 im DIVI-Intensivregister gemeldeten Ein-
richtungen je Bundesland generiert (gesamt 1.276 Klinikstandorte).
Seit dem 16. April 2020 sind alle Kliniken verpflichtet sich im DIVI-Intensivregister anzu-
melden und täglich die aktuellen Zahlen freier und belegter Intensivbetten zu aktualisieren.
Die Färbung entspricht dem Anteil der freien Intensivbetten auf Bundeslandebene. Dieser
schwankt zwischen 24% und 46%. Deutschlandweit sind 34% freie Intensivbetten angegeben.
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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
1.3.2 IM DIVI-INTENSIVREGISTER ERFASSTE INTENSIVKAPAZITÄTEN IN
DEUTSCHLAND
Beur-
ICU low care ICU high care ICU ECMO Insgesamt
teilung
Frei Gesamt Frei Gesamt Frei Gesamt Frei Gesamt
Baden-
Württemberg 326 1.064 956 2.498 79 91 1.361 3.653 37%
Bayern 403 1.288 996 3.301 77 94 1.476 4.683 32%
Berlin 82 294 256 1.129 15 23 353 1.446 24%
Brandenburg 121 314 306 777 6 7 433 1.098 39%
Bremen 21 61 63 148 3 3 87 212 41%
Hamburg 93 248 264 691 31 36 388 975 40%
Hessen 194 822 507 1.618 44 55 745 2.495 30%
Mecklenburg-
Vorpommern 82 353 175 529 14 17 271 899 30%
Niedersachsen 283 757 701 1.967 63 75 1.047 2.799 37%
Nordrhein-
Westfalen 536 2.120 1.559 4.905 128 164 2.223 7.189 31%
Rheinland-
Pfalz 185 535 427 939 23 25 635 1.499 42%
Saarland 97 220 150 429 12 13 259 662 39%
Sachsen 157 529 358 1.210 25 30 540 1.769 31%
Sachsen-Anhalt 75 292 284 781 26 29 385 1.102 35%
Schleswig-
Holstein 51 125 467 1.007 10 18 528 1.150 46%
Thüringen 152 407 216 590 14 15 382 1.012 38%
Gesamt 2.858 9.429 7.685 22.519 570 695 11.113 32.643 34%
ICU low care: Ohne invasive Beatmung; ICU high care: Mit invasiver Beatmung; ECMO: Extrakorporale
Membranoxygenierung: grün: keine Einschränkungen beim Betrieb der Intensivbetten
> 20% freie Intensivbetten 10-20 % freie Intensivbetten < 10 % freie Intensivbetten
QUELLE: DIVI, STAND 02.07.2020
1.3.3 KURZFRISTIGE PROGNOSE BENÖTIGTER INTENSIVBETTEN
(Wöchentliche Aktualisierung, Stand 30. Juni 2020)
Die folgenden kurzfristigen Prognosen benötigter Intensivbetten basieren auf dem
Erkrankungsbeginn von SARS-CoV-2 Fällen. Bei der Meldung erkrankter Fälle gibt es einen
Zeitverzug. Zu einem aktuellen Datum ist also nur ein Teil der neu erkrankten Fälle der letzten
Tage gemeldet. Durch Nowcasting wird eine Schätzung neu erkrankter, aber noch nicht
gemeldeter, SARS-CoV-2 Fälle unter Berücksichtigung des Diagnose- und Meldeverzug
erstellt. Aus dieser Schätzung wird die benötigte Zahl an Intensivbetten unter verschiedenen
Annahmen berechnet. Da neue Fälle nicht sofort, sondern mit einem gewissen Zeitverzug
intensivmedizinisch betreut werden müssen, kann eine kurzfristige Prognose zum Bedarf an
Intensivbetten gemacht werden. Für die Prognosen werden folgende Parameter
angenommen:
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