20200706-lagebild-gemeinsamer-krisenstab-bmi-bmg-covid-19
Dieses Dokument ist Teil der Anfrage „Lagebilder und Protokolle des Corona-Krisenstabs“
VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
1.1.3 EU-MITGLIED- UND SCHENGEN-STAATEN SOWIE GROßBRITANNIEN
Land Bestätigte Diff.* Diff. %** Todesfälle Todesfälle % 7-Tage-
Fälle Inzidenz
Schweden 71.419 0 0,0 5.420 7,6 61,4
Luxemburg 4.476 29 0,7 110 2,5 42,2
Portugal 43.569 413 1,0 1.605 3,7 23,2
Bulgarien 5.677 180 3,3 241 4,2 15,0
Rumänien 28.582 416 1,5 1.731 6,1 13,2
Kroatien 3.094 86 2,9 113 3,7 11,5
Tschechische
12.440 121 1,0 351 2,8 10,7
Republik
Schweiz 32.114 97 0,3 1.685 5,2 7,5
Großbritannie
284.900 624 0,2 44.198 15,5 7,4
n
Österreich 18.196 123 0,7 705 3,9 7,2
Island 1.860 5 0,3 10 0,5 6,7
Belgien 61.909 71 0,1 9.771 15,8 6,1
Frankreich 166.960 0 0,0 29.893 17,9 6,0
Polen 35.719 314 0,9 1.512 4,2 5,3
Slowenien 1.679 30 1,8 111 6,6 5,2
Spanien 250.545 0 0,0 28.385 11,3 4,4
Deutschland 196.335 239 0,1 9.012 4,6 3,4
Dänemark 12.832 0 0,0 606 4,7 2,7
Liechtenstein 84 0 0,0 1 1,2 2,6
Niederlande 50.493 61 0,1 6.117 12,1 2,4
Italien 241.419 235 0,1 34.854 14,4 2,1
Slowakei 1.749 29 1,7 28 1,6 1,7
Norwegen 8.895 0 0,0 251 2,8 1,5
Irland 25.509 11 0,0 1.741 6,8 1,5
Griechenland 3.511 25 0,7 192 5,5 1,4
Finnland 7.248 6 0,1 329 4,5 1,0
Zypern 1.002 3 0,3 19 1,9 0,9
Litauen 1.831 3 0,2 79 4,3 0,6
Estland 1.993 2 0,1 69 3,5 0,5
Ungarn 4.183 11 0,3 589 14,1 0,5
Lettland 1.123 1 0,1 30 2,7 0,4
Malta 672 0 0,0 9 1,3 0,4
* DIFFERENZ ZUM VORTAG, **DIFFERENZ ZUM VORTAG IN %,
QUELLE: ECDC, STAND 05.07.2020
DIE DIFFERENZ ZWISCHEN DER 7-TAGE-INZIDENZ FÜR DEUTSCHLAND IN DIESER TABELLE UND DER
TABELLE 1.1.2 IST IN DEN UNTERSCHIEDLICHEN DATENQUELLEN BEGRÜNDET.
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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
1.1.4 COVID-19 FÄLLE IN EINRICHTUNGEN GEMÄß INFEKTIONSSCHUTZ-
GESETZ (IFSG)
Einrichtung Bestätigte Hospitalisiert Genesene Todesfälle
gemäß Fälle
Betreut/untergebracht 3.402 (+1) 2.440 (+/-0) 2.700 (+/-0) 628 (+/-0)
§ 23 IfSG* Personal tätig in
Einrichtung
13.929 (+4) 637 (+/-0) 13.800 (+/-0) 20 (+/-0)
Betreut/untergebracht 18.020 (+11) 4.088 (+3) 14.100 (+/-0) 3.560 (+3)
§ 36 IfSG** Personal tätig in
Einrichtung
9.955 (+3) 423 (+/-0) 9.800 (+/-0) 43 (+/-0)
* Z.B. KRANKENHÄUSER, ÄRZTLICHE PRAXEN, DIALYSEEINRICHTUNGEN UND RETTUNGSDIENSTE,
** Z.B. PFLEGEEINRICHTUNGEN, UNTERKÜNFTE FÜR OBDACHLOSE ODER ASYLSUCHENDEN, JVA ETC.,
STAND 05.07.2020
1.1.5 REPRODUKTIONSZAHL R
29.06.2020 30.06.2020 01.07.2020 02.07.2020 03.07.2020 04.07.2020 05.07.2020
0,74 0,83 0,86 0,83 0,84 0,93 0,96
[0,61-0,85] [0,68-0,97] [0,70-1,03] [0,67-1,02] [0,66-0,99] [0,75-1,12] [0,77-1,17]
QUELLE: RKI
Erläuterung
Die Reproduktionszahl R ist eine Kennzahl der Ausbruchsdynamik und beschreibt die durch-
schnittliche Anzahl Personen, die durch eine infizierte Person angesteckt werden (R>1, be-
deutet Zunahme der Neuinfektionen; R=1, bedeutet konstante Anzahl neuer Fälle; R<1, be-
deutet Abnahme der Neuinfektionen). Diese lässt sich nicht aus den Meldedaten ablesen, son-
dern nur durch statistische Verfahren, zum Beispiel auf der Basis des Nowcastings, schätzen.
Die im Rahmen des Nowcastings geschätzte Anzahl der COVID-19-Neuerkrankungen wird als
gleitendes 4-Tage-Mittel dargestellt, um Zufallseffekte einzelner Tage auszugleichen. Damit
ergibt sich die Berechnung des Punktschätzers von R für einen bestimmten Tag als einfacher
Quotient der Anzahl von Neuerkrankungen für diesen Tag geteilt durch die Anzahl von Neu-
erkrankungen 4 Tage davor.
QUELLE: RKI, STAND 05.07.2020
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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
1.1.6 AUSBRUCHSGESCHEHEN IN DEUTSCHLAND
250.000
200.000
150.000
Anzahl
100.000
50.000
0
13.04.
22.06.
02.03.
09.03.
16.03.
23.03.
30.03.
06.04.
20.04.
27.04.
04.05.
11.05.
18.05.
25.05.
01.06.
08.06.
15.06.
29.06.
06.07.
Bestätigte Fälle Gesundete Aktive Fälle
QUELLE: RKI
Erläuterung
Die Abbildung zeigt die kumulierte Anzahl der an COVID-19 erkrankten Personen sowie der
gesundeten Personen. Datengrundlage ist die im täglichen Lagebericht des RKI verzeichnete
Gesamtzahl der übermittelten Fälle sowie ab dem 26.03.2020 die geschätzte Zahl der Gesun-
deten. Der Meldeverzug wird nicht berücksichtigt. Die Darstellung kann daher leicht von der
entsprechenden Grafik im RKI Dashboard abweichen.
1.200
1.000
800
Anzahl
600
400
200
0
Diff. Best. Fälle z. Vortag Diff. Gesundete z. Vortag
QUELLE: RKI
Erläuterung
Zur besseren Darstellung der aktuellen Zahlen wurde der Darstellungszeitraum angepasst. Ab
sofort berichten wir nur noch über den zurückliegenden sowie den aktuellen Monat.
Diese Abbildung zeigt die Differenz der Anzahl übermittelter COVID-19 Fälle bzw. der (ge-
schätzten) Anzahl der Gesundeten zum jeweiligen Vortag (siehe Abbildung auf S. 2). Die regel-
mäßigen Schwankungen bei den übermittelten Fällen sind durch das Meldeverhalten zu er-
klären: Erfahrungsgemäß werden am Wochenende weniger Fälle gemeldet, die dann montags
und dienstags nachgemeldet werden. Für den 06.07.2020 beträgt das Verhältnis der
Gesundeten zu den aktiven Fällen 182.200 zu 5.338 (2,9 % aktive Fälle).
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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
1.2 AUSBRUCHSGESCHEHEN DER LETZTEN SIEBEN TAGE UND AKTUELL
FREIE INTENSIVKAPAZITÄTEN
1.2.1 KUMULATION ÜBER DIE LETZTEN SIEBEN TAGE PRO 100.000
EINWOHNER
QUELLE: GRAFIK BBK, ZAHLEN RKI, STAND 05.07.2020
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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
1.2.2 ÜBERSICHT STARK BELASTETER REGIONEN
Region Fälle/100.000 Einwohner/ Verfügbare Transport Beurteilung
7 Tage kumulativ* Intensivbetten**
LK Gütersloh 56,0 1.348
* LK/SK HAT DIE GRENZE VON 35 ÜBERSCHRITTEN , ** INTENSIVBETTENZAHL IM UMKREIS VON 100 KM,
VERFÜGBARE INTENSIVBETTEN SCHLIESSEN DEN BETRIEB DES BETTES EIN
OHNE EINSCHRÄNKUNGEN MIT EINSCHRÄNKUNGEN MIT ERHEBLICHEN EINSCHRÄNKUNGEN
QUELLE: RKI, DIVI, BMG, DRK, STAND 05.07.2020
1.2.3 ZUSAMMENFASSUNG EPIDEMIOLOGIE - ÜBERLASTUNGSSITUATIONEN
Die Reproduktionszahl wird mit Stand 05.07.2020 auf 0,96 (95%-Prädikationsintervall
[0,77-1,17]) geschätzt.
Vermehrt werden Reihentestungen durchgeführt, z.B. durch Deutsche Post DHL,
Schlachtbetriebe. Dadurch können sich Fallzahlen in einzelnen Kreisen sprunghaft
erhöhen.
In Rheda-Wiedenbrück im Landkreis Gütersloh (NW) kam es beim Fleischproduzenten
Tönnies zu einem weitreichenden Ausbruchsgeschehen. Der Betrieb bleibt bis 17.07.2020
geschlossen. Der Lockdown im LK wurde bis zum 07.07.2020 verlängert. 83 von 34.698
Befunden in der asymptomatischen „übrigen Bevölkerung“ sind positiv. Die Zahl der
positiven Tests bei Personen, bei denen zunächst kein Tönnies-Bezug erkennbar ist,
schwankt auf niedrigem Niveau. Die Mehrzahl der Personen mit positiven Tests ist dabei
asymptomatisch. Bei Infizierten mit Symptomen und bekanntem Erkrankungsbeginn ist
kein Anstieg der Erkrankungszahlen über die Zeit erkennbar. Es finden umfangreiche
Testungen in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen, Schlachtbetrieben und
fleischverarbeitenden Betrieben statt. Am 03.07. wurden ca. 1.400 der bei Tönnies positiv
getesteten Personen aus der Quarantäne entlassen. Bis zum 05.07. wurden Personen aus
Quarantänehaushalten aus der Quarantäne entlassen, die frühestens am 14. Tag nach dem
letzten bekannten Kontakt zu einem bestätigten Fall bzw. nach dem letzten Arbeitstag auf
dem Firmengelände negativ getestet worden waren. Personen in Quarantänehaushalten,
in denen positive Personen leben oder bis zu deren Entlassung aus der Quarantäne gelebt
haben, bleiben zunächst weiter in Quarantäne, bis auch sie frühestens am 14. Tag nach
dem letztem Kontakt zu einem Fall als Haushaltskollektiv negativ getestet werden.
Im LK Soest wurden alle 177 dort wohnenden Tönnies-Mitarbeiter und die mit ihnen in
häuslicher Gemeinschaft wohnenden Personen per Allgemeinverfügung für 14 Tage ab
22.06. unter Quarantäne gestellt. In Bielefeld wohnen 168 Tönnies-Mitarbeiter,
19 Personen mit Bezug zu Tönnies sind infiziert. Am 03.07. kamen 3 neue Infektionen mit
Bezug zu Tönnies hinzu. Über 550 Bielefelder befinden sich in Quarantäne. Im
LK Paderborn wohnen 88 Tönnies-Beschäftigte. 14 Beschäftigte und
14 Haushaltsangehörige sind positiv getestet. Die 7-Tagesinzidenz beträgt im LK Soest
1,3, in der kreisfreien Stadt Bielefeld 7,5 und im LK Paderborn 5,2 Fälle/100.000
Einwohner.
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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
Im Landkreis Warendorf (NW) sind im Zusammenhang mit dem Ausbruchsgeschehen bei
der Fa. Tönnies 214 Infektionen aufgetreten. Insgesamt leben im LK Warendorf 1.243
Tönnies-Mitarbeiter. Im gesamten LK Warendorf sind 309 Personen infiziert.
7-Tagesinzidenz beträgt im LK Warendorf 10,4 Fälle/100.000 Einwohner.
In der kreisfreien Stadt Hamm (NW) leben 103 Tönnies-Mitarbeiter. Bei 2 Neuinfektionen
existiert offenbar eine Verbindung zu Westfleisch. In der Stadt Hamm stehen derzeit
342 Personen unter Quarantäne. Es wurden bis jetzt 8.208 Proben genommen. Insgesamt
sind in der Stadt Hamm 45 Personen akut mit dem Coronavirus infiziert. Im
Zusammenhang mit dem Infektionsgeschehen bei der Firma Tönnies wurden an mehreren
Schulen Tests durchgeführt. Die vorliegenden Ergebnisse der Testungen waren negativ, es
stehen jedoch noch weitere Befunde aus. Die 7-Tagesinzidenz beträgt in der kreisfreien
Stadt Hamm 11,7 Fälle/100.000 Einwohner.
Im Landkreis Wesel (NW) wurden in einem fleischverarbeitenden Betrieb der Fa. Öztas in
Moers 85 von 275 Beschäftigten sowie 20 Kontaktpersonen positiv getestet. 55 positiv
getestete Beschäftigte wohnen im LK Wesel. Alle anderen positiven Fälle unter der
Belegschaft wohnen in Duisburg. Die Beschäftigten stehen unter Quarantäne, der Betrieb
wurde am 26.06. für 2 Wochen eingestellt. Aktuell sind im Landkreis 139 Menschen
erkrankt. Die 7-Tagesinzidenz beträgt im Landkreis Wesel 10,0 Fälle/100.000 Einwohner.
In der kreisfreien Stadt Duisburg (NW) wohnen die übrigen positiv getesteten Mitarbeiter
der Firma Öztas. Mit Stand 03.07. wurden in der Stadt 116 aktive Infektionen gemeldet.
Die 7-Tagesinzidenz beträgt in der kreisfreien Stadt Duisburg 24,9 Fälle/100.000
Einwohner.
Im Landkreis Göttingen (NI) wurden bei einem Corona-Ausbruch in dem zuletzt mit
317 Personen belegeten Grenzdurchgangslager Friedland 62 Personen positiv getestet,
davon 52 Spätaussiedler. Am 03.07. wurden knapp 100 Bewohner mit Bussen in andere
Einrichtungen des Landes Niedersachsen verlegt, um in Friedland Platz für
Quarantänemaßnahmen zu schaffen. Für den 06.07. ist die Durchführung eines
Reihentests geplant. Die 7-Tagesinzidenz beträgt im LK Göttingen 3,7 Fälle/100.000
Einwohner.
In der kreisfreien Stadt Braunschweig (NI) sind von 45 Spätaussiedlern aus Kasachstan
(Neuankömmlinge), die für das Grenzdurchgangslager Friedland vorgesehen waren,
14 Personen positiv getestet worden. Alle Personen stehen unter Quarantäne. Die
7-Tagesinzidenz beträgt in der kreisfreien Stadt Braunschweig 5,6 Fälle/100.000
Einwohner.
Im Landkreis Oldenburg (NI) kam es zu einem Corona-Ausbruch in einem Puten-
Schlachtbetrieb in Wildeshausen. Die angeordnete Quarantäne läuft bis zum 10.07. Mit
Stand 05.07. sind im LK 920 Menschen in Quarantäne, es sind 71 aktive Fälle registriert.
Im SK Delmenhorst mussten in Schulen einzelne Lerngruppen geschlossen werden.
347 Menschen befinden sich in Quarantäne. 5 Schüler wurden positiv getestet.
Der LK Diepholz, der bereits am 24.06. eine frühere Kaserne in Wagenfeld unter
Quarantäne gestellt hatte, hat die bereits bestehende Allgemeinverfügung verlängert bis
zum 10.07. Die 7-Tagesinzidenz beträgt im LK Oldenburg 1,2, im LK Diepholz 3,7 und im
SK Delmenhorst 10,3 Fälle/100.000 Einwohner.
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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
Im Landkreis Emsland in Sögel (NI) gab es im Rahmen von Reihentestungen 2 positive
Fälle in einem fleischverarbeitenden Unternehmen der Firma Weidemark. Die Betroffenen
sowie deren direkte Kontaktpersonen befinden sich in Quarantäne. Am 01.07. wurden
330 Proben von Mitarbeitern entnommen. Am 02.07. folgten weitere 300 und am 03.07.
noch einmal 230. Mit Stand 03.07. befinden sich ca. 100 Personen in Quarantäne. Die
7-Tagesinzidenz beträgt im Landkreis Emsland 1,8 Fälle/100.000 Einwohner.
Im Landkreis Burgenland in Weißenfels (ST) werden alle Mitarbeiter des dortigen Tönnies
Betriebs getestet. Am 25.06. wurde 1 Infizierter bekannt. In der Betriebsstätte arbeiten
2.200 Mitarbeiter. Mit Stand 03.07. wurden 2.304 Tests vorgenommen. 1.560 negative
Ergebnisse liegen vor. Die 7-Tagesinzidenz beträgt im LK Burgenland 1,7 Fälle/100.000
Einwohner.
Im Landkreis Starnberg in Gilching (BY) wurde am 28.06. die Betriebsstätte einer
Cateringfirma geschlossen, nachdem sich 46 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert
hatten. Im Zusammenhang mit dem Ausbruch stehen Coronafälle in mehreren
Gemeinschaftsunterkünften für Asylbewerber und Flüchtlinge: 1 Fall in Pöcking,
18 Fälle in Hechendorf, 4 Fälle in Weßling, 7 Fälle in Herrsching, darunter 2 Kinder, die
eine Grund- und Mittelschule in Herrsching besuchen. Für 22 Schulkinder und
2 Lehrkräfte, die als Kontaktpersonen gelten, wurde Quarantäne angeordnet, Tests sind
für den 06.07. geplant. Im LK wurde auch ein Restaurant am Wörthsee aufgrund eines
positiv getesteten Mitarbeiters geschlossen. Ca. 50 Mitarbeiter arbeiten dort, alle sollten
sich unmittelbar an ihre Hausärzte wenden. Die 7-Tagesinzidenz beträgt im LK Starnberg
9,6 Fälle/100.000 Einwohner.
Im Landkreis Germershein (RP) kam es in Schwegenheim zu einem Ausbruch. 42 Personen
haben sich während einer Hochzeitsfeier mit ca. 150 Gästen infiziert. 144 betroffene
Personen sowie deren Kontaktpersonen befinden sich in Quarantäne. Im Wesentlichen
sind 2 Familien einer Glaubensgemeinschaft betroffen. Alle 484 bis zum 01.07.
durchgeführten Tests waren negativ. 1 Kita wurde bis 10.07. geschlossen. 30 Gäste der
Feier kommen aus den Kreisen Harburg und Emsland. Die dortigen GÄ wurden informiert.
Die 7-Tagesinzidenz beträgt im LK Germersheim 25,6 Fälle/100.000 Einwohner.
Im Landkreis Dahme-Spreewald (BB) sind in einem Geflügelschlachtbetrieb in
Niederlehmer 3 Mitarbeiter im Rahmen einer Reihenuntersuchung positiv getestet
worden. Bislang wurden 240 Tests durchgeführt. Die 7-Tagesinzidenz beträgt im
LK Dahme-Spreewald 3,5 Fälle/100.000 Einwohner.
Im Landkreis Ostprignitz-Ruppin (BB) wurde 1 Mitarbeiterin einer Kindertagesstätte
positiv getestet. 41 betroffene Kinder und 8 Beschäftigte der Kita wurden daraufhin
untersucht, hier kam es zu 2 positiven Ergebnissen, 1 Kind sowie 1 Erzieherin. Alle weiteren
Tests fielen negativ aus. Weitere ca. 50 Personen aus dem Umfeld der Kita werden noch
untersucht. Alle Betroffenen sowie deren Kontaktpersonen stehen unter Quarantäne. Die
7-Tagesinzidenz beträgt im Landkreis Ostprignitz-Ruppin 3,0 Fälle/100.000 Einwohner.
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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
In der kreisfreien Stadt Kiel (SH) haben sich 7 Personen im Rahmen einer Familienfeier
infiziert. 3 der Infizierten arbeiten in Einrichtungen der Altenhilfe, 1 Kind geht in eine Kita.
Die Kita wurde am 01.07. geschlossen. Die Befunde der 70 Abstriche, die am 03.07. in der
Kita durchgeführt worden waren, waren negativ. Die Einrichtungen der Altenhilfe wurden
nicht geschlossen. Die 7-Tagesinzidenz beträgt in der kreisfreien Stadt Kiel
4,0 Fälle/100.000 Einwohner.
Im Stadtkreis Karlsruhe (BW) kam es nach einem Gottesdienst sowie einer
anschließenden Familienfeier zu einem Ausbruchsgeschehen mit 24 Infektionen.
Kontaktpersonennachverfolgungen wurden veranlasst. An einem Gymnasium sind
5 Infektionsfälle aufgetreten. 60 Personen aus dem Umfeld wurden bereits negativ
getestet.
1 Schüler der Erich-Kästner-Realschule in Stutensee wurde positiv getestet und befindet
sich in Quarantäne. Die Untersuchung der Kontaktpersonen der betroffenen Lerngruppe
fiel negativ aus. Die 7-Tagesinzidenz beträgt im Stadtkreis Karlsruhe 2,6 Fälle/100.000
Einwohner.
Im Stadtkreis Mannheim (BW) wurde 1 Schülerin eines Gymnasiums positiv getestet.
14 Schüler, 4 Lehrer und 1 Praktikantin befinden sich in Quarantäne. Weitere
Kontaktpersonen werden zurzeit ermittelt. Alle Betroffenen werden getestet.
Die 7-Tagesinzidenz beträgt im Stadtkreis Mannheim 3,9 Fälle/100.000 Einwohner.
Zur besseren Übersicht werden Tagesaktualisierungen in ROT markiert
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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
1.3 INTENSIVKAPAZITÄTEN DEUTSCHLAND
1.3.1 ÜBERSICHT FREIER INTENSIVBETTEN PRO BUNDESLAND
QUELLE: DIVI-INTENSIVREGISTER, STAND 05.07.2020
Die Zahlen wurden auf Basis der am 5. Juli 2020 im DIVI-Intensivregister gemeldeten Ein-
richtungen je Bundesland generiert (gesamt 1.269 Klinikstandorte).
Seit dem 16. April 2020 sind alle Kliniken verpflichtet sich im DIVI-Intensivregister anzu-
melden und täglich die aktuellen Zahlen freier und belegter Intensivbetten zu aktualisieren.
Die Färbung entspricht dem Anteil der freien Intensivbetten auf Bundeslandebene. Dieser
schwankt zwischen 26% und 50%. Deutschlandweit sind 37% freie Intensivbetten angegeben.
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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
1.3.2 IM DIVI-INTENSIVREGISTER ERFASSTE INTENSIVKAPAZITÄTEN IN
DEUTSCHLAND
Beur-
ICU low care ICU high care ICU ECMO Insgesamt
teilung
Frei Gesamt Frei Gesamt Frei Gesamt Frei Gesamt
Baden-
326 1.042 1.032 2.508 76 86 1.434 3.636 39%
Württemberg
Bayern 431 1.243 1.115 3.254 79 95 1.625 4.592 35%
Berlin 76 289 276 1.112 14 25 366 1.426 26%
Brandenburg 130 308 340 772 6 7 476 1.087 44%
Bremen 28 62 65 147 3 3 96 212 45%
Hamburg 93 229 282 688 29 34 404 951 42%
Hessen 218 809 518 1.612 42 52 778 2.473 31%
Mecklenburg-
82 345 176 508 13 17 271 870 31%
Vorpommern
Niedersachsen 293 765 800 1.959 66 74 1.159 2.798 41%
Nordrhein-
663 2.123 1.670 4.843 126 163 2.459 7.129 34%
Westfalen
Rheinland-
212 534 445 921 20 25 677 1.480 46%
Pfalz
Saarland 98 208 147 431 12 14 257 653 39%
Sachsen 176 518 390 1.212 26 30 592 1.760 34%
Sachsen-Anhalt 93 292 302 784 27 29 422 1.105 38%
Schleswig-
71 122 486 1.006 12 18 569 1.146 50%
Holstein
Thüringen 170 398 235 591 14 15 419 1.004 42%
Gesamt 3.160 9.287 8.279 22.348 565 687 12.004 32.322 37%
ICU low care: Ohne invasive Beatmung; ICU high care: Mit invasiver Beatmung; ECMO: Extrakorporale
Membranoxygenierung: grün: keine Einschränkungen beim Betrieb der Intensivbetten
> 20% freie Intensivbetten 10-20 % freie Intensivbetten < 10 % freie Intensivbetten
QUELLE: DIVI, STAND 05.07.2020
1.3.3 KURZFRISTIGE PROGNOSE BENÖTIGTER INTENSIVBETTEN
(Wöchentliche Aktualisierung, Stand 30. Juni 2020)
Die folgenden kurzfristigen Prognosen benötigter Intensivbetten basieren auf dem
Erkrankungsbeginn von SARS-CoV-2 Fällen. Bei der Meldung erkrankter Fälle gibt es einen
Zeitverzug. Zu einem aktuellen Datum ist also nur ein Teil der neu erkrankten Fälle der letzten
Tage gemeldet. Durch Nowcasting wird eine Schätzung neu erkrankter, aber noch nicht
gemeldeter, SARS-CoV-2 Fälle unter Berücksichtigung des Diagnose- und Meldeverzug
erstellt. Aus dieser Schätzung wird die benötigte Zahl an Intensivbetten unter verschiedenen
Annahmen berechnet. Da neue Fälle nicht sofort, sondern mit einem gewissen Zeitverzug
intensivmedizinisch betreut werden müssen, kann eine kurzfristige Prognose zum Bedarf an
Intensivbetten gemacht werden. Für die Prognosen werden folgende Parameter
angenommen:
• Für die Wahrscheinlichkeit, dass ein Fall zur Versorgung auf die Intensivstation muss,
werden 1%, 3% oder 5% angenommen.
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