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Dieses Dokument ist Teil der Anfrage „Lagebilder und Protokolle des Corona-Krisenstabs

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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH

    befinden sich in Quarantäne, davon sind 13 Reiserückkehrer. Die 7-Tagesinzidenz beträgt
    in der kreisfreien Stadt Remscheid 18,9 Fälle/100.000 Einwohner.
   In der kreisfreien Stadt Solingen (NW) wurde 1 Lehrer der Geschwister Scholl
    Gesamtschule Ende der letzten Woche positiv auf das Corona-Virus getestet. Daraufhin
    mussten 50 Lehrer sowie 90 Schüler in Quarantäne gehen. Am 19.08. öffnet die
    Geschwister-Scholl-Schule wieder für die meisten Jahrgänge. Mit zusätzlicher
    Unterstützung der Referendare, Sonder- und Sozialpädagogen konnte dafür eine Lösung
    entwickelt werden. Die 7-Tagesinzidenz beträgt in der kreisfreien Stadt Solingen 8,2
    Fälle/100.000 Einwohner.
   Im Hochsauerlandkreis (NW) nachdem bereits 2 Schulen betroffen sind, die Grundschule
    Müschede in Arnsberg sowie die Realschule Bad Fredeburg in Schmallenberg, ist nun auch
    eine Pflegeeinrichtung hinzugekommen. Im Seniorenhauses Klostereichen in Arnsberg-
    Hüsten befindet sich die positiv getestete Person befindet sich in Quarantäne. "Durch
    unsere hohen Hygiene- und Schutzmaßnahmen innerhalb der Einrichtung konnten wir
    sicherstellen, dass von dem positiven Covid-Test nur ein Wohnbereich betroffen ist",
    berichtete Andrea Bertram, Einrichtungsleiterin des Seniorenhauses Klostereichen. Von
    der Grundschule Müschede ging im Gesundheitsamt ein positiver Test eines Schülers ein.
    Der Schüler hatte nach Angaben der Familie die Schule nicht besucht, was sich jetzt als
    nicht richtig erwiesen hat", heißt es in der Mitteilung des Gesundheitsamts. Deshalb
    ermittelt das Fallmanagement des Gesundheitsamtes derzeit (Sonntag, 16. August) die
    Kontaktpersonen und spreche die Quarantäneanordnungen aus. Eine Quarantäne wird
    gerade auch für die betroffene Klasse der Realschule Bad Fredeburg und das Lehrpersonal
    der Klasse angeordnet, dort gibt es ebenfalls einen positiven Test eines Schülers", heißt es
    weiter. Die 7-Tagesinzidenz beträgt im Hochsauerlandkreis 13,1 Fälle/100.000
    Einwohner.
   In der kreisfreien Stadt Bielefeld (NW), im Kreis Lippe (NW) sowie im Landkreis Minden-
    Lübbecke (NW) sind Schüler infiziert. 75 Schüler und sieben Lehrer sowie weitere rund 20
    Kontaktpersonen der Infizierten befinden sich bereits in Quarantäne. Sie durften am
    Montag bereits nicht zur Schule erscheinen. Konkret: 40 Schüler und drei Lehrer am Max-
    Planck-Gymnasium, 30 Schüler und vier Lehrer der Realschule Heepen und etwa fünf
    Schüler des Berufskollegs Bethel. Alle werden am Mittwoch getestet. 100 Abstriche sind
    vom Gesundheitsamt angeordnet worden. Wie geplant, nimmt die Stadt kurzfristig ein
    neues Corona-Testzentrum auf dem früheren Firmengelände von Kahmann & Ellerbrock
    an der Eckendorfer Straße in Betrieb. Hier können städtische Räume genutzt werden. Die
    Abstriche werden von Mitarbeitern des Gesundheitsamtes unter Mithilfe des Arbeiter-
    Samariter-Bundes (ASB) gemacht. Mit ersten Testergebnissen wird frühestens am Freitag
    gerechnet. Aktuell kann es zwei bis fünf Tage dauern, bis Ergebnisse vorliegen. An den
    beiden Detmolder Grundschulen Bachschule und Heidenoldendorf gibt es Corona-Fälle.
    An der Bachschule werden eine Klasse und eine Gruppe der OGS inklusive der
    pädagogischen Fachkräfte unter Quarantäne gestellt. An der Grundschule in
    Heidenoldendorf wird eine Klasse ab heute temporär geschlossen und für die restlichen
    Kinder gibt es eine Notbetreuung. An der Detmolder Weerth-Schule gibt es einen
    bestätigten Coronafall: Ein Schüler wurde positiv auf das Virus getestet. Das betroffene

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    Kind sowie 21 weitere Schüler aus seiner Klasse und eine pädagogische Fachkraft stehen
    unter Quarantäne. In Detmold-Heidenoldendorf hat eine Lehrerkonferenz dafür gesorgt,
    dass der Unterricht an der Grundschule komplett ausfällt. Bei einer Lehrerin wurde das
    Corona-Virus nachgewiesen. Fast alle ihrer Kollegen müssen jetzt auch in Quarantäne, weil
    sie zusammen konferiert haben.
    Die am 13.08. nach einem positiven Corona-Fall bei einer Lehrerin geschlossene Freiherr-
    von-Vincke-Realschule hat am 18. August eingeschränkt wieder ihren Betrieb
    aufgenommen. Zwei betroffene Klassen sowie 12 Lehrkräfte bleiben noch in Quarantäne.
    Der weitere Schulbetrieb kann mit den verfügbaren Lehrkräften wieder aufgenommen
    werden. Die 7-Tagesinzidenz beträgt in der kreisfreien Stadt Bielefeld 16,2, Kreis Lippe 9,5
    und LK Minden-Lübbecke 13,2 Fälle/100.000 Einwohner.
   Im Landkreis Marburg-Biedenkopf (HE) kam es im mittelhessischen Neustadt sind 24
    Mitarbeiter sowie vier Bewohner einer Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge positiv auf
    das Corona-Virus getestet worden. Die Beschäftigten befänden sich in häuslicher
    Quarantäne, die Bewohner sowie ihre Kontaktpersonen wurden demnach in einem
    gesonderten Bereich der Einrichtung isoliert, wie das zuständige Regierungspräsidium
    Gießen mitteilte. Von den infizierten Mitarbeitern seien 22 bei einem privaten
    Sicherheitsdienst tätig, zwei weitere bei einem medizinischen Dienstleister. Der Behörde
    zufolge wurden alle Beschäftigten und Bewohner auf das Virus getestet, nachdem erste
    Fälle bekannt geworden waren. Die vier infizierten Bewohner zeigten demnach nur leichte
    oder keine Symptome. Bei ihren ermittelten Kontaktpersonen sei der Corona-Test negativ
    ausgefallen. Die 7-Tagesinzidenz beträgt im Landkreis Marburg-Biedenkopf 14,2 Kreis
    Lippe 10,3 und LK Minden-Lübbecke 13,5 Fälle/100.000 Einwohner.
   Im Landkreis Wetteraukreis (HE) in Bad Nauheim wurde bei einem Schüler der Ernst-
    Ludwig-Schule das Coronavirus nachgewiesen worden. Er war in der vergangenen Woche
    aus dem Urlaub zurückgekehrt, wie der Wetteraukreis mitteilte. Am 13.08. sei in einer
    Hausarztpraxis ein Abstrich gemacht worden. "Wegen der Überlastung der Labore kam das
    Ergebnis erst am 17.08.", hieß es in der Mitteilung weiter. Das warteten die Eltern nicht ab,
    sondern schickten ihn in die Schule. Gesundheitsdezernentin Stephanie Becker-Bösch
    (SPD) bezeichnete das als fahrlässig. "Ich appelliere an die Eltern, hier mehr Verantwortung
    zu zeigen." Alle Schüler seiner Klasse sowie zwei Lehrer müssen bis einschließlich 31.
    August in Quarantäne. Diese gilt für Kontakte ersten Grades, also nicht für die Eltern,
    Geschwister und andere Familienangehörige. Alle Kontaktpersonen des Schülers sollen am
    kommenden Sonntag auf Covid-19 getestet werden. Die 7-Tagesinzidenz beträgt im
    Landkreis Wetteraukreis 6,9 Fälle/100.000 Einwohner.
   Im Landkreis Prignitz (BB) wurde in Wittenberge ein Elternteil positiv auf das Coronavirus
    getestet. Die Elblandgrundschule und die Kindertagesstätte "Haus der kleinen Strolche" im
    Gehrenweg bleiben bis auf weiteres geschlossen. Die Schließung erfolgte heute Vormittag
    auf Anweisung des Gesundheitsamtes des Landkreises Prignitz. Am vergangenen Sonntag
    wurde ein Elternteil aus Wittenberge positiv auf das Coronavirus getestet. Seit heute
    Vormittag liegen auch die Testergebnisse der Kinder, die die Elblandgrundschule und die
    Kita im Gehrenweg besuchen, vor. Alle Kinder wurden positiv getestet, das Virus konnte
    bei ihnen festgestellt werden. Die Kinder des Elternteils sowie weitere Kontaktgruppen der

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    Kita und der Grundschule befanden sich seit dem Wochenende in Quarantäne. Die
    7-Tagesinzidenz beträgt im Landkreis Prignitz 0,0 Fälle/100.000 Einwohner.
   Im Kreis Nordwestmecklenburg (MV) wurde ein zwölfjähriges Kind an der Regionalschule
    Schönberg positiv getestet. Alle in Schönberg getesteten Lehrer und Schüler sind durch
    Laborauswertung negativ getestet. Eine weitere Testung wird am 20.08.2020 in der Schule
    durchgeführt. Sollte diese auch negativ sein, werden alle Betroffenen mit großer
    Wahrscheinlichkeit in der darauffolgenden Woche in die Schule zurückkehren können.
    Dies hängt von einer entsprechenden Entscheidung durch das Gesundheitsamt ab.
    Die 7-Tagesinzidenz beträgt im Kreis Nordwestmecklenburg 5,7 Fälle/100.000
    Einwohner.
   Im Landkreis Rotenburg (NI) in Elsdorf sind 20 Beschäftigte des Logistikzentrums von
    Ikea positiv auf das Corona Virus getestet worden. Das teilte demnach der Landkreis
    Rotenburg mit. Alle Infizierten sollen vom Personaldienstleister Randstad in Elsdorf
    kommen. Randstad beschäftigt insgesamt 64 Arbeiter in dem Logistikzentrum. Die
    Mitarbeiter haben demnach keinen Kundenkontakt und befinden sich in Quarantäne. Am
    Mittwoch soll es Test-Ergebnisse weiterer Mitarbeiter geben. Die 7-Tagesinzidenz beträgt
    im Kreis Rotenburg 6,1 Fälle/100.000 Einwohner.

Zur besseren Übersicht werden relevante Tagesaktualisierungen in ROT markiert




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1.3   INTENSIVKAPAZITÄTEN DEUTSCHLAND

1.3.1 ÜBERSICHT FREIER INTENSIVBETTEN PRO BUNDESLAND

Die Zahlen wurden auf Basis der am 18. August 2020 im DIVI-Intensivregister gemeldeten
Einrichtungen je Bundesland generiert (gesamt 1.286 Klinikstandorte).

Seit dem 16. April 2020 sind alle Kliniken verpflichtet sich im DIVI-Intensivregister anzu-
melden und täglich die aktuellen Zahlen freier und belegter Intensivbetten zu aktualisieren.

Die Färbung entspricht dem Anteil der freien Intensivbetten auf Bundeslandebene. Dieser
schwankt zwischen 18% und 39%. Deutschlandweit sind 29% freie Intensivbetten angegeben.

1.3.2 IM DIVI-INTENSIVREGISTER ERFASSTE INTENSIVKAPAZITÄTEN IN
      DEUTSCHLAND
                                                                                                             Beur-
                        ICU low care           ICU high care          ICU ECMO             Insgesamt
                                                                                                            teilung

                       Frei     Gesamt        Frei      Gesamt      Frei    Gesamt       Frei     Gesamt

         Baden-
   Württemberg   202              1.849         811        1.487      86        104      1.013      3.336     30%
         Bayern  281              2.353         962        1.933      87        103      1.243      4.286     29%
          Berlin  32                553         193          729      33         41        225      1.282     18%
   Brandenburg    54                468         250          465       6          7        304        933     33%
        Bremen     8                118          51          113       6          6         59        231     26%
       Hamburg    27                393         230          461      28         31        257        854     30%
         Hessen  159              1.363         414          957      46         58        573      2.320     25%
  Mecklenburg-
   Vorpommern     54                498         140          328      15         17        194        826     23%
  Niedersachsen   97              1.435         719        1.229      59         70        816      2.664     31%
     Nordrhein-
      Westfalen  448              3.812      1.492         3.239    133         177      1.940      7.051     28%
     Rheinland-
           Pfalz 134                737         379          720      27         30        513      1.457     35%
       Saarland   20                281         170          283      15         16        190        564     34%
        Sachsen   37                928         462          858      26         30        499      1.786     28%
 Sachsen-Anhalt   47                537         290          523      27         29        337      1.060     32%
     Schleswig-
        Holstein  23               371         383          669      16          18        406      1.040     39%
      Thüringen   60               451         235          424      15          15        295        875     34%
        Gesamt 1.683            16.147       7.181       14.418     625         752      8.864     30.565     29%
 ICU low care: Ohne invasive Beatmung; ICU high care: Mit invasiver Beatmung; ECMO: Extrakorporale
 Membranoxygenierung: grün: keine Einschränkungen beim Betrieb der Intensivbetten
   > 20% freie Intensivbetten       10-20 % freie Intensivbetten           < 10 % freie Intensivbetten

                                                                                    QUELLE: DIVI, STAND 18.08.2020




                                                                                                 S e i t e 16 | 28
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1.3.3 KURZFRISTIGE PROGNOSE BENÖTIGTER INTENSIVBETTEN
Die folgenden kurzfristigen Prognosen benötigter Intensivbetten basieren auf dem
Erkrankungsbeginn von SARS-CoV-2 Fällen. Bei der Meldung erkrankter Fälle gibt es einen
Zeitverzug. Zu einem aktuellen Datum ist also nur ein Teil der neu erkrankten Fälle der letzten
Tage gemeldet. Durch Nowcasting wird eine Schätzung neu erkrankter, aber noch nicht
gemeldeter, SARS-CoV-2 Fälle unter Berücksichtigung des Diagnose- und Meldeverzug
erstellt. Aus dieser Schätzung wird die benötigte Zahl an Intensivbetten unter verschiedenen
Annahmen berechnet. Da neue Fälle nicht sofort, sondern mit einem gewissen Zeitverzug
intensivmedizinisch betreut werden müssen, kann eine kurzfristige Prognose zum Bedarf an
Intensivbetten gemacht werden. Für die Prognosen werden folgende Parameter
angenommen:
•    Für die Wahrscheinlichkeit, dass ein Fall zur Versorgung auf die Intensivstation muss,
     werden 1%, 3% oder 5% angenommen.
•    Die mittlere Zeit von Erkrankungsbeginn bis zur Aufnahme auf einer Intensivstation
     beträgt 10 Tage.
•    Die mittlere Aufenthaltsdauer auf der Intensivstation beträgt 14 oder 21 Tage.




        bei 14-tägigem Intensivaufenthalt               bei 21-tägigem Intensivaufenthalt
--------       aktuelle Belegung 227 Stand 18. August 2020
----------     Start der Maßnahmen zur Eindämmung der SARS-CoV-2 Epidemie in
               Deutschland (Bund-Länder-Vereinbarung zu Leitlinien gegen Ausbreitung des
               Corona Virus vom 16. März 2020; Bundesweit umfangreiches Kontaktverbot
               vom 23. März 2020).               Wöchentliche Aktualisierung, Stand 17. August 2020


1.3.4 ZUSAMMENFASSUNG INTENSIVKAPAZITÄTEN
   Das DIVI-Intensivregister erfasste bundesweit am 18.08.2020 (12:15 Uhr) 1.286 meldende
    Krankenhausstandorte. In der Bundesstatistik wird die Zahl von intensivbettenführenden
    Kliniken auf 1.160 angegeben (manche Kliniken können dabei mehrere Standorte haben).
    Angestrebt ist eine Vollerfassung.
   Aktuell sind 30.565 Intensivbetten durch das Register erfasst, davon sind 8.864 frei (29%).
   In den meldenden Einrichtungen befinden sich aktuell 227 COVID-19 Patienten in
    intensivmedizinischer Behandlung. Davon werden 135 beatmet (59%).
                                                                                S e i t e 17 | 28
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1.4     TESTKAPAZITÄTEN


                            Übersicht der durchgeführten PCR Tests
                             Anzahl             Anzahl           positive         prozentualer
 Kalenderwoche           meldende Labore       Testungen          Tests            Anteil der
                                                                                 positiven Tests
            27                  150                  505.518           3.080                  0,6
            28                  178                  510.103           2.990                  0,6
            29                  175                  538.144           3.483                  0,6
            30                  179                  570.681           4.464                  0,8
            31                  165                  577.916           5.634                  1,0
            32                  139                  672.171           6.909                  1,0
                                               WÖCHENTLICHE AKTUALISIERUNG, QUELLE: RKI, STAND
                                                                                     12.08.2020

Erläuterung
Die Daten zur Anzahl der in Deutschland durchgeführten PCR-Testungen werden wöchentlich
vom RKI zusammengestellt und mittwochs veröffentlicht. Ein Großteil der meldenden Labore
stammt aus einer bundesweiten Abfrage eines fachärztlichen Berufsverbands. Die Zahl der
Tests ist nicht mit der Zahl der getesteten Personen gleichzusetzen, da in den Angaben
Mehrfachtestungen von Patienten enthalten sein können.

                         Prognose der täglichen PCR Testkapazitäten
                                           Anzahl meldende                  Anzahl Tests
            Kalenderwoche
                                               Labore                         Gesamt
                  28                             145                          176.898
                  29                             146                          176.046
                  30                             145                          177.687
                  31                             145                          180.539
                  32                             149                          177.442
                  33                             151                          183.977
                                      WÖCHENTLICHE AKTUALISIERUNG, QUELLE: RKI, STAND 12.08.2020
Erläuterung
Die vorangestellte Tabelle gibt die prognostizierte PCR-Testkapazität pro Wochentag wieder
und wird jeweils dienstags für die folgende Kalenderwoche neu berechnet.

1.4.1 ZUSAMMENFASSUNG
     Bis jetzt wurden insgesamt 9.265.361 Tests mit 252.348 positiven Ergebnissen
      durchgeführt.
     Die erfassten maximalen Testkapazitäten haben sich in den letzten Wochen deutlich
      erhöht. Für die 33. KW werden Kapazitäten von mind. 1.220.992 Tests prognostiziert
      (Schätzung, Zahl variiert durch Anzahl der Labore und Arbeitstage). Dies deckt den
      Bedarf für Deutschland gut ab.
     In der 32. KW wurde von 56 Laboren ein Rückstau von insgesamt
      13.158 abzuarbeitenden Proben gemeldet. 39 Labore berichteten über
      Lieferschwierigkeiten für Reagenzien (in der 31. KW 19 Labore).




                                                                                S e i t e 18 | 28
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2     RESSOURCEN




2.1   RESSOURCEN GESUNDHEIT



2.1.1 ÜBERLASTUNGSANZEIGEN

Seit Beginn der Erfassung am 30.04.2020 sind am Robert Koch-Institut (RKI) insgesamt
14 Mitteilungen zu Kapazitätsengpässen in Landkreisen/ kreisfreien Städten eingegangen.
Derzeit liegen keine Mitteilungen zu Kapazitätsengpässen der Kategorie 2 und Kategorie 3
vor.
                                                           WÖCHENTLICHE AKTUALISIERUNG
                                                              QUELLE: RKI STAND 18.08.2020




                                                                        S e i t e 19 | 28
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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH

2.2   UNTERSTÜTZUNGSLEISTUNG DER BUNDESANSTALT TECHNISCHES
      HILFSWERK (THW)

2.2.1 ÜBERBLICK ÜBER COVID-19-EINSÄTZE IN THW-LANDESVERBÄNDEN




2.2.2 ÜBERBLICK ÜBER ANZAHL LAUFENDER COVID-19-EINSÄTZE DES THW




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20

VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH

2.2.3 EINSATZKRÄFTE DES THW




2.2.4 ZENTRALE UNTERSTÜTZUNGSLEISTUNG LOGISTIK




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3    LAGEFELD INNERE SICHERHEIT                                                                       [BMI]


           Durch die Veränderungen des täglichen Lebens verändert sich auch die
            Kriminalitätslage:
           Insgesamt ist die Sicherheitslage weitgehend ruhig.
           Das Anzeigenaufkommen in verschiedenen Deliktsbereichen war mit dem Lockdown
            gesunken (z.B. Wohnungseinbruchs- und Taschendiebstahl, Raub). Mit der
            zunehmenden Normalisierung des Alltagsverhaltens scheint sich die Kriminalitätslage
            wieder der Lage vor der Pandemie anzunähern.



Im Wesentlichen hält sich die Bevölkerung an die Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der
Covid-19-Pandemie. Es kommt zu Verstößen gegen die Schutzmaskenpflicht und die
Abstandsregelungen.
Extremistische Gruppen nutzten die Krise zur Verbreitung und Verstärkung ihrer jeweiligen
ideologischen Narrative. Mittlerweile findet die Corona-Thematik in den Bereichen der PMK,
hier vornehmlich der PMK –links- und –rechts-, nicht mehr in der Breite ihren Niederschlag,
sondern nur noch anlässlich von Großveranstaltungen, wie am ersten August-Wochenende in
Berlin/BE.
In Bezug auf die Kriminalitätslage zeigen sich folgende bundesweite Trends:

 Straftat                                                       16.03.-      16.04.-     16.05.-     16.06. -
                                                                15.04.       15.05.      15.06.       15.07.

 Vermögens- und Fälschungsdelikte                                  ↘           ↘            ↘           →

 Diebstahl insgesamt                                               ↓           ↓           ↓            ↓

 Rohheitsdelikte/Straftaten gegen die pers. Freiheit               ↓           ↘            ↘           ↓

 Sexueller Missbrauch von Kindern                                  ↓           ↓            ↘           →

 Häusliche Gewalt                                                  →           ↘            ↘           ↘

 Widerstand und tätlicher Angriff auf/gegen PVB                    →           →            ↘           →

 Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz (IfSG)                  →           ↓            ↘           ↘

 Straftaten insgesamt                                              ↓           ↘            ↘           →

Erläuterung: Es handelt sich um Trends bei der Entwicklung des Anzeigeaufkommens auf Basis der Vorgangs-
bearbeitungssysteme der Länder, der Bundespolizei und des Zollkriminalamts. Hierfür erfolgt für den genann-
ten Zeitraum ein Vergleich mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum (Ausnahme: Verstöße gegen das IfSG,
hier ist der Vergleichszeitraum der Vorzeitraum); die Zahlen werden anhand der relativen Veränderung auf einer
fünfstufigen Skala (stark steigend > 25%; steigend 5-25%; eher gleichbleibend -5-5%; fallend -25- -5%; stark
fallend <-25%) bewertet. Die Dateneingaben erfolgen nicht nach länderübergreifenden Kriterien; es handelt sich
um reine Eingangsstatistiken (nicht qualitätsgesichert). Die Pandemiesituation kann eine Verschiebung zwischen
Hell- und Dunkelfeld der Kriminalität verursachen. Den hier für die Trends verwendeten aggregierten Daten sind
gewisse Ungenauigkeiten inhärent.



                                                                                         S e i t e 22 | 28
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