20200819-lagebild-gemeinsamer-krisenstab-bmi-bmg
Dieses Dokument ist Teil der Anfrage „Lagebilder und Protokolle des Corona-Krisenstabs“
VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
befinden sich in Quarantäne, davon sind 13 Reiserückkehrer. Die 7-Tagesinzidenz beträgt
in der kreisfreien Stadt Remscheid 18,9 Fälle/100.000 Einwohner.
In der kreisfreien Stadt Solingen (NW) wurde 1 Lehrer der Geschwister Scholl
Gesamtschule Ende der letzten Woche positiv auf das Corona-Virus getestet. Daraufhin
mussten 50 Lehrer sowie 90 Schüler in Quarantäne gehen. Am 19.08. öffnet die
Geschwister-Scholl-Schule wieder für die meisten Jahrgänge. Mit zusätzlicher
Unterstützung der Referendare, Sonder- und Sozialpädagogen konnte dafür eine Lösung
entwickelt werden. Die 7-Tagesinzidenz beträgt in der kreisfreien Stadt Solingen 8,2
Fälle/100.000 Einwohner.
Im Hochsauerlandkreis (NW) nachdem bereits 2 Schulen betroffen sind, die Grundschule
Müschede in Arnsberg sowie die Realschule Bad Fredeburg in Schmallenberg, ist nun auch
eine Pflegeeinrichtung hinzugekommen. Im Seniorenhauses Klostereichen in Arnsberg-
Hüsten befindet sich die positiv getestete Person befindet sich in Quarantäne. "Durch
unsere hohen Hygiene- und Schutzmaßnahmen innerhalb der Einrichtung konnten wir
sicherstellen, dass von dem positiven Covid-Test nur ein Wohnbereich betroffen ist",
berichtete Andrea Bertram, Einrichtungsleiterin des Seniorenhauses Klostereichen. Von
der Grundschule Müschede ging im Gesundheitsamt ein positiver Test eines Schülers ein.
Der Schüler hatte nach Angaben der Familie die Schule nicht besucht, was sich jetzt als
nicht richtig erwiesen hat", heißt es in der Mitteilung des Gesundheitsamts. Deshalb
ermittelt das Fallmanagement des Gesundheitsamtes derzeit (Sonntag, 16. August) die
Kontaktpersonen und spreche die Quarantäneanordnungen aus. Eine Quarantäne wird
gerade auch für die betroffene Klasse der Realschule Bad Fredeburg und das Lehrpersonal
der Klasse angeordnet, dort gibt es ebenfalls einen positiven Test eines Schülers", heißt es
weiter. Die 7-Tagesinzidenz beträgt im Hochsauerlandkreis 13,1 Fälle/100.000
Einwohner.
In der kreisfreien Stadt Bielefeld (NW), im Kreis Lippe (NW) sowie im Landkreis Minden-
Lübbecke (NW) sind Schüler infiziert. 75 Schüler und sieben Lehrer sowie weitere rund 20
Kontaktpersonen der Infizierten befinden sich bereits in Quarantäne. Sie durften am
Montag bereits nicht zur Schule erscheinen. Konkret: 40 Schüler und drei Lehrer am Max-
Planck-Gymnasium, 30 Schüler und vier Lehrer der Realschule Heepen und etwa fünf
Schüler des Berufskollegs Bethel. Alle werden am Mittwoch getestet. 100 Abstriche sind
vom Gesundheitsamt angeordnet worden. Wie geplant, nimmt die Stadt kurzfristig ein
neues Corona-Testzentrum auf dem früheren Firmengelände von Kahmann & Ellerbrock
an der Eckendorfer Straße in Betrieb. Hier können städtische Räume genutzt werden. Die
Abstriche werden von Mitarbeitern des Gesundheitsamtes unter Mithilfe des Arbeiter-
Samariter-Bundes (ASB) gemacht. Mit ersten Testergebnissen wird frühestens am Freitag
gerechnet. Aktuell kann es zwei bis fünf Tage dauern, bis Ergebnisse vorliegen. An den
beiden Detmolder Grundschulen Bachschule und Heidenoldendorf gibt es Corona-Fälle.
An der Bachschule werden eine Klasse und eine Gruppe der OGS inklusive der
pädagogischen Fachkräfte unter Quarantäne gestellt. An der Grundschule in
Heidenoldendorf wird eine Klasse ab heute temporär geschlossen und für die restlichen
Kinder gibt es eine Notbetreuung. An der Detmolder Weerth-Schule gibt es einen
bestätigten Coronafall: Ein Schüler wurde positiv auf das Virus getestet. Das betroffene
S e i t e 13 | 28
VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
Kind sowie 21 weitere Schüler aus seiner Klasse und eine pädagogische Fachkraft stehen
unter Quarantäne. In Detmold-Heidenoldendorf hat eine Lehrerkonferenz dafür gesorgt,
dass der Unterricht an der Grundschule komplett ausfällt. Bei einer Lehrerin wurde das
Corona-Virus nachgewiesen. Fast alle ihrer Kollegen müssen jetzt auch in Quarantäne, weil
sie zusammen konferiert haben.
Die am 13.08. nach einem positiven Corona-Fall bei einer Lehrerin geschlossene Freiherr-
von-Vincke-Realschule hat am 18. August eingeschränkt wieder ihren Betrieb
aufgenommen. Zwei betroffene Klassen sowie 12 Lehrkräfte bleiben noch in Quarantäne.
Der weitere Schulbetrieb kann mit den verfügbaren Lehrkräften wieder aufgenommen
werden. Die 7-Tagesinzidenz beträgt in der kreisfreien Stadt Bielefeld 16,2, Kreis Lippe 9,5
und LK Minden-Lübbecke 13,2 Fälle/100.000 Einwohner.
Im Landkreis Marburg-Biedenkopf (HE) kam es im mittelhessischen Neustadt sind 24
Mitarbeiter sowie vier Bewohner einer Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge positiv auf
das Corona-Virus getestet worden. Die Beschäftigten befänden sich in häuslicher
Quarantäne, die Bewohner sowie ihre Kontaktpersonen wurden demnach in einem
gesonderten Bereich der Einrichtung isoliert, wie das zuständige Regierungspräsidium
Gießen mitteilte. Von den infizierten Mitarbeitern seien 22 bei einem privaten
Sicherheitsdienst tätig, zwei weitere bei einem medizinischen Dienstleister. Der Behörde
zufolge wurden alle Beschäftigten und Bewohner auf das Virus getestet, nachdem erste
Fälle bekannt geworden waren. Die vier infizierten Bewohner zeigten demnach nur leichte
oder keine Symptome. Bei ihren ermittelten Kontaktpersonen sei der Corona-Test negativ
ausgefallen. Die 7-Tagesinzidenz beträgt im Landkreis Marburg-Biedenkopf 14,2 Kreis
Lippe 10,3 und LK Minden-Lübbecke 13,5 Fälle/100.000 Einwohner.
Im Landkreis Wetteraukreis (HE) in Bad Nauheim wurde bei einem Schüler der Ernst-
Ludwig-Schule das Coronavirus nachgewiesen worden. Er war in der vergangenen Woche
aus dem Urlaub zurückgekehrt, wie der Wetteraukreis mitteilte. Am 13.08. sei in einer
Hausarztpraxis ein Abstrich gemacht worden. "Wegen der Überlastung der Labore kam das
Ergebnis erst am 17.08.", hieß es in der Mitteilung weiter. Das warteten die Eltern nicht ab,
sondern schickten ihn in die Schule. Gesundheitsdezernentin Stephanie Becker-Bösch
(SPD) bezeichnete das als fahrlässig. "Ich appelliere an die Eltern, hier mehr Verantwortung
zu zeigen." Alle Schüler seiner Klasse sowie zwei Lehrer müssen bis einschließlich 31.
August in Quarantäne. Diese gilt für Kontakte ersten Grades, also nicht für die Eltern,
Geschwister und andere Familienangehörige. Alle Kontaktpersonen des Schülers sollen am
kommenden Sonntag auf Covid-19 getestet werden. Die 7-Tagesinzidenz beträgt im
Landkreis Wetteraukreis 6,9 Fälle/100.000 Einwohner.
Im Landkreis Prignitz (BB) wurde in Wittenberge ein Elternteil positiv auf das Coronavirus
getestet. Die Elblandgrundschule und die Kindertagesstätte "Haus der kleinen Strolche" im
Gehrenweg bleiben bis auf weiteres geschlossen. Die Schließung erfolgte heute Vormittag
auf Anweisung des Gesundheitsamtes des Landkreises Prignitz. Am vergangenen Sonntag
wurde ein Elternteil aus Wittenberge positiv auf das Coronavirus getestet. Seit heute
Vormittag liegen auch die Testergebnisse der Kinder, die die Elblandgrundschule und die
Kita im Gehrenweg besuchen, vor. Alle Kinder wurden positiv getestet, das Virus konnte
bei ihnen festgestellt werden. Die Kinder des Elternteils sowie weitere Kontaktgruppen der
S e i t e 14 | 28
VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
Kita und der Grundschule befanden sich seit dem Wochenende in Quarantäne. Die
7-Tagesinzidenz beträgt im Landkreis Prignitz 0,0 Fälle/100.000 Einwohner.
Im Kreis Nordwestmecklenburg (MV) wurde ein zwölfjähriges Kind an der Regionalschule
Schönberg positiv getestet. Alle in Schönberg getesteten Lehrer und Schüler sind durch
Laborauswertung negativ getestet. Eine weitere Testung wird am 20.08.2020 in der Schule
durchgeführt. Sollte diese auch negativ sein, werden alle Betroffenen mit großer
Wahrscheinlichkeit in der darauffolgenden Woche in die Schule zurückkehren können.
Dies hängt von einer entsprechenden Entscheidung durch das Gesundheitsamt ab.
Die 7-Tagesinzidenz beträgt im Kreis Nordwestmecklenburg 5,7 Fälle/100.000
Einwohner.
Im Landkreis Rotenburg (NI) in Elsdorf sind 20 Beschäftigte des Logistikzentrums von
Ikea positiv auf das Corona Virus getestet worden. Das teilte demnach der Landkreis
Rotenburg mit. Alle Infizierten sollen vom Personaldienstleister Randstad in Elsdorf
kommen. Randstad beschäftigt insgesamt 64 Arbeiter in dem Logistikzentrum. Die
Mitarbeiter haben demnach keinen Kundenkontakt und befinden sich in Quarantäne. Am
Mittwoch soll es Test-Ergebnisse weiterer Mitarbeiter geben. Die 7-Tagesinzidenz beträgt
im Kreis Rotenburg 6,1 Fälle/100.000 Einwohner.
Zur besseren Übersicht werden relevante Tagesaktualisierungen in ROT markiert
S e i t e 15 | 28
VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
1.3 INTENSIVKAPAZITÄTEN DEUTSCHLAND
1.3.1 ÜBERSICHT FREIER INTENSIVBETTEN PRO BUNDESLAND
Die Zahlen wurden auf Basis der am 18. August 2020 im DIVI-Intensivregister gemeldeten
Einrichtungen je Bundesland generiert (gesamt 1.286 Klinikstandorte).
Seit dem 16. April 2020 sind alle Kliniken verpflichtet sich im DIVI-Intensivregister anzu-
melden und täglich die aktuellen Zahlen freier und belegter Intensivbetten zu aktualisieren.
Die Färbung entspricht dem Anteil der freien Intensivbetten auf Bundeslandebene. Dieser
schwankt zwischen 18% und 39%. Deutschlandweit sind 29% freie Intensivbetten angegeben.
1.3.2 IM DIVI-INTENSIVREGISTER ERFASSTE INTENSIVKAPAZITÄTEN IN
DEUTSCHLAND
Beur-
ICU low care ICU high care ICU ECMO Insgesamt
teilung
Frei Gesamt Frei Gesamt Frei Gesamt Frei Gesamt
Baden-
Württemberg 202 1.849 811 1.487 86 104 1.013 3.336 30%
Bayern 281 2.353 962 1.933 87 103 1.243 4.286 29%
Berlin 32 553 193 729 33 41 225 1.282 18%
Brandenburg 54 468 250 465 6 7 304 933 33%
Bremen 8 118 51 113 6 6 59 231 26%
Hamburg 27 393 230 461 28 31 257 854 30%
Hessen 159 1.363 414 957 46 58 573 2.320 25%
Mecklenburg-
Vorpommern 54 498 140 328 15 17 194 826 23%
Niedersachsen 97 1.435 719 1.229 59 70 816 2.664 31%
Nordrhein-
Westfalen 448 3.812 1.492 3.239 133 177 1.940 7.051 28%
Rheinland-
Pfalz 134 737 379 720 27 30 513 1.457 35%
Saarland 20 281 170 283 15 16 190 564 34%
Sachsen 37 928 462 858 26 30 499 1.786 28%
Sachsen-Anhalt 47 537 290 523 27 29 337 1.060 32%
Schleswig-
Holstein 23 371 383 669 16 18 406 1.040 39%
Thüringen 60 451 235 424 15 15 295 875 34%
Gesamt 1.683 16.147 7.181 14.418 625 752 8.864 30.565 29%
ICU low care: Ohne invasive Beatmung; ICU high care: Mit invasiver Beatmung; ECMO: Extrakorporale
Membranoxygenierung: grün: keine Einschränkungen beim Betrieb der Intensivbetten
> 20% freie Intensivbetten 10-20 % freie Intensivbetten < 10 % freie Intensivbetten
QUELLE: DIVI, STAND 18.08.2020
S e i t e 16 | 28
VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
1.3.3 KURZFRISTIGE PROGNOSE BENÖTIGTER INTENSIVBETTEN
Die folgenden kurzfristigen Prognosen benötigter Intensivbetten basieren auf dem
Erkrankungsbeginn von SARS-CoV-2 Fällen. Bei der Meldung erkrankter Fälle gibt es einen
Zeitverzug. Zu einem aktuellen Datum ist also nur ein Teil der neu erkrankten Fälle der letzten
Tage gemeldet. Durch Nowcasting wird eine Schätzung neu erkrankter, aber noch nicht
gemeldeter, SARS-CoV-2 Fälle unter Berücksichtigung des Diagnose- und Meldeverzug
erstellt. Aus dieser Schätzung wird die benötigte Zahl an Intensivbetten unter verschiedenen
Annahmen berechnet. Da neue Fälle nicht sofort, sondern mit einem gewissen Zeitverzug
intensivmedizinisch betreut werden müssen, kann eine kurzfristige Prognose zum Bedarf an
Intensivbetten gemacht werden. Für die Prognosen werden folgende Parameter
angenommen:
• Für die Wahrscheinlichkeit, dass ein Fall zur Versorgung auf die Intensivstation muss,
werden 1%, 3% oder 5% angenommen.
• Die mittlere Zeit von Erkrankungsbeginn bis zur Aufnahme auf einer Intensivstation
beträgt 10 Tage.
• Die mittlere Aufenthaltsdauer auf der Intensivstation beträgt 14 oder 21 Tage.
bei 14-tägigem Intensivaufenthalt bei 21-tägigem Intensivaufenthalt
-------- aktuelle Belegung 227 Stand 18. August 2020
---------- Start der Maßnahmen zur Eindämmung der SARS-CoV-2 Epidemie in
Deutschland (Bund-Länder-Vereinbarung zu Leitlinien gegen Ausbreitung des
Corona Virus vom 16. März 2020; Bundesweit umfangreiches Kontaktverbot
vom 23. März 2020). Wöchentliche Aktualisierung, Stand 17. August 2020
1.3.4 ZUSAMMENFASSUNG INTENSIVKAPAZITÄTEN
Das DIVI-Intensivregister erfasste bundesweit am 18.08.2020 (12:15 Uhr) 1.286 meldende
Krankenhausstandorte. In der Bundesstatistik wird die Zahl von intensivbettenführenden
Kliniken auf 1.160 angegeben (manche Kliniken können dabei mehrere Standorte haben).
Angestrebt ist eine Vollerfassung.
Aktuell sind 30.565 Intensivbetten durch das Register erfasst, davon sind 8.864 frei (29%).
In den meldenden Einrichtungen befinden sich aktuell 227 COVID-19 Patienten in
intensivmedizinischer Behandlung. Davon werden 135 beatmet (59%).
S e i t e 17 | 28
VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
1.4 TESTKAPAZITÄTEN
Übersicht der durchgeführten PCR Tests
Anzahl Anzahl positive prozentualer
Kalenderwoche meldende Labore Testungen Tests Anteil der
positiven Tests
27 150 505.518 3.080 0,6
28 178 510.103 2.990 0,6
29 175 538.144 3.483 0,6
30 179 570.681 4.464 0,8
31 165 577.916 5.634 1,0
32 139 672.171 6.909 1,0
WÖCHENTLICHE AKTUALISIERUNG, QUELLE: RKI, STAND
12.08.2020
Erläuterung
Die Daten zur Anzahl der in Deutschland durchgeführten PCR-Testungen werden wöchentlich
vom RKI zusammengestellt und mittwochs veröffentlicht. Ein Großteil der meldenden Labore
stammt aus einer bundesweiten Abfrage eines fachärztlichen Berufsverbands. Die Zahl der
Tests ist nicht mit der Zahl der getesteten Personen gleichzusetzen, da in den Angaben
Mehrfachtestungen von Patienten enthalten sein können.
Prognose der täglichen PCR Testkapazitäten
Anzahl meldende Anzahl Tests
Kalenderwoche
Labore Gesamt
28 145 176.898
29 146 176.046
30 145 177.687
31 145 180.539
32 149 177.442
33 151 183.977
WÖCHENTLICHE AKTUALISIERUNG, QUELLE: RKI, STAND 12.08.2020
Erläuterung
Die vorangestellte Tabelle gibt die prognostizierte PCR-Testkapazität pro Wochentag wieder
und wird jeweils dienstags für die folgende Kalenderwoche neu berechnet.
1.4.1 ZUSAMMENFASSUNG
Bis jetzt wurden insgesamt 9.265.361 Tests mit 252.348 positiven Ergebnissen
durchgeführt.
Die erfassten maximalen Testkapazitäten haben sich in den letzten Wochen deutlich
erhöht. Für die 33. KW werden Kapazitäten von mind. 1.220.992 Tests prognostiziert
(Schätzung, Zahl variiert durch Anzahl der Labore und Arbeitstage). Dies deckt den
Bedarf für Deutschland gut ab.
In der 32. KW wurde von 56 Laboren ein Rückstau von insgesamt
13.158 abzuarbeitenden Proben gemeldet. 39 Labore berichteten über
Lieferschwierigkeiten für Reagenzien (in der 31. KW 19 Labore).
S e i t e 18 | 28
VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
2 RESSOURCEN
2.1 RESSOURCEN GESUNDHEIT
2.1.1 ÜBERLASTUNGSANZEIGEN
Seit Beginn der Erfassung am 30.04.2020 sind am Robert Koch-Institut (RKI) insgesamt
14 Mitteilungen zu Kapazitätsengpässen in Landkreisen/ kreisfreien Städten eingegangen.
Derzeit liegen keine Mitteilungen zu Kapazitätsengpässen der Kategorie 2 und Kategorie 3
vor.
WÖCHENTLICHE AKTUALISIERUNG
QUELLE: RKI STAND 18.08.2020
S e i t e 19 | 28
VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
2.2 UNTERSTÜTZUNGSLEISTUNG DER BUNDESANSTALT TECHNISCHES
HILFSWERK (THW)
2.2.1 ÜBERBLICK ÜBER COVID-19-EINSÄTZE IN THW-LANDESVERBÄNDEN
2.2.2 ÜBERBLICK ÜBER ANZAHL LAUFENDER COVID-19-EINSÄTZE DES THW
S e i t e 20 | 28
VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
2.2.3 EINSATZKRÄFTE DES THW
2.2.4 ZENTRALE UNTERSTÜTZUNGSLEISTUNG LOGISTIK
S e i t e 21 | 28
VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
3 LAGEFELD INNERE SICHERHEIT [BMI]
Durch die Veränderungen des täglichen Lebens verändert sich auch die
Kriminalitätslage:
Insgesamt ist die Sicherheitslage weitgehend ruhig.
Das Anzeigenaufkommen in verschiedenen Deliktsbereichen war mit dem Lockdown
gesunken (z.B. Wohnungseinbruchs- und Taschendiebstahl, Raub). Mit der
zunehmenden Normalisierung des Alltagsverhaltens scheint sich die Kriminalitätslage
wieder der Lage vor der Pandemie anzunähern.
Im Wesentlichen hält sich die Bevölkerung an die Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der
Covid-19-Pandemie. Es kommt zu Verstößen gegen die Schutzmaskenpflicht und die
Abstandsregelungen.
Extremistische Gruppen nutzten die Krise zur Verbreitung und Verstärkung ihrer jeweiligen
ideologischen Narrative. Mittlerweile findet die Corona-Thematik in den Bereichen der PMK,
hier vornehmlich der PMK –links- und –rechts-, nicht mehr in der Breite ihren Niederschlag,
sondern nur noch anlässlich von Großveranstaltungen, wie am ersten August-Wochenende in
Berlin/BE.
In Bezug auf die Kriminalitätslage zeigen sich folgende bundesweite Trends:
Straftat 16.03.- 16.04.- 16.05.- 16.06. -
15.04. 15.05. 15.06. 15.07.
Vermögens- und Fälschungsdelikte ↘ ↘ ↘ →
Diebstahl insgesamt ↓ ↓ ↓ ↓
Rohheitsdelikte/Straftaten gegen die pers. Freiheit ↓ ↘ ↘ ↓
Sexueller Missbrauch von Kindern ↓ ↓ ↘ →
Häusliche Gewalt → ↘ ↘ ↘
Widerstand und tätlicher Angriff auf/gegen PVB → → ↘ →
Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz (IfSG) → ↓ ↘ ↘
Straftaten insgesamt ↓ ↘ ↘ →
Erläuterung: Es handelt sich um Trends bei der Entwicklung des Anzeigeaufkommens auf Basis der Vorgangs-
bearbeitungssysteme der Länder, der Bundespolizei und des Zollkriminalamts. Hierfür erfolgt für den genann-
ten Zeitraum ein Vergleich mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum (Ausnahme: Verstöße gegen das IfSG,
hier ist der Vergleichszeitraum der Vorzeitraum); die Zahlen werden anhand der relativen Veränderung auf einer
fünfstufigen Skala (stark steigend > 25%; steigend 5-25%; eher gleichbleibend -5-5%; fallend -25- -5%; stark
fallend <-25%) bewertet. Die Dateneingaben erfolgen nicht nach länderübergreifenden Kriterien; es handelt sich
um reine Eingangsstatistiken (nicht qualitätsgesichert). Die Pandemiesituation kann eine Verschiebung zwischen
Hell- und Dunkelfeld der Kriminalität verursachen. Den hier für die Trends verwendeten aggregierten Daten sind
gewisse Ungenauigkeiten inhärent.
S e i t e 22 | 28