20201010-lagebild-gemeinsamer-krisenstab-bmi-bmg
Dieses Dokument ist Teil der Anfrage „Lagebilder und Protokolle des Corona-Krisenstabs“
VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
Im SK Offenbach (HE) sind mit Stand 08.10. 112 aktive Fälle registriert, gegenüber dem
Vortag gab es 22 Neuinfektionen, darunter sind wieder 15 Kontaktpersonen und ein
weiterer Fall im Zusammenhang mit dem Ausbruch im DHL Verteilzentrum in
Obertshausen. 6 Personen befinden sich in stationärer Behandlung.
Im SK Bremen (HB) sind mit Stand 09.10. 606 aktive Fälle registriert, gegenüber dem
Vortag gab es 30 Neuinfektionen. Im Land Bremen müssen aktuell 22 Personen stationär
versorgt werden, davon fünf auf Intensivstationen. Zwei der intensivmedizinisch
behandelten Personen müssen beatmet werden.
Im LK Vechta (NI) sind mit Stand 09.10. 137 aktive Fälle registriert, gegenüber dem Vortag
gab es 28 Neuinfektionen. Ursächlich für den starken Anstieg der Fallzahlen ist ein
Ausbruch in einem Alten- und Pflegeheim in Vechta, auf den über 50 Infektionen bei
Bewohnern und Pflegepersonal zurückzuführen sind. Unter den Neuinfizierten sind vier
Pflegekräfte und zwei Bewohner des St. Hedwig-Stifts.
In der Kreisfreien Stadt Herne (NW) sind mit Stand 09.10. 113 aktive Fälle registriert. 8
Personen befinden sich in stationärer Behandlung. Zwei Mitarbeiter einer
Pflegeeinrichtung wurden positiv getestet, sowie eine Mitarbeiterin des Marienhospital.
Am 09.10. tagt der Krisenstab um weitere Maßnahmen zu beschließen.
Im SK Frankfurt am Main (HE) sind mit Stand 09.10. 629 aktive Fälle registriert, gegenüber
dem Vortag gab es 64 Neuinfektionen. Seit 09.10. geht Frankfurt mit schärferen Regeln
gegen die rasante Ausbreitung des Coronavirus vor. Am herbstlichen Kirmesspaß hält die
Stadt trotz Corona-Warnstufe rot fest.
Im LK Esslingen (BW) sind mit Stand 09.10. 515 aktive Fälle registriert, gegenüber dem
Vortag gab es 32 Neuinfektionen. Ein Infektionsherd im Kreis ist ein Frachtzentrum der
DHL in der Gemeinde Köngen. Im Frachtzentrum wurden bei 250 Mitarbeitern Corona-
Abstriche genommen - 76 davon sind bisher positiv. In der nächsten Woche sind weitere
Abstriche geplant.
Im LK Wesermarsch (NI) sind mit Stand 09.10. 82 aktive Fälle registriert. Der Landkreis
wird Verschärfungen in Form von Allgemeinverfügungen regeln, diese werden am 09.10.
veröffentlicht. 16 der 21 Neuinfektionen entfallen auf die Gemeinde Lemwerder und
stehen in direktem Zusammenhang mit dem Infektionsgeschehen an den
Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen in Lemwerder.
Im SK Remscheid (NW) sind mit Stand 09.10. 117 aktive Fälle registriert. 6 Personen
befinden sich in stationärer Behandlung.
Im LK München (BY) in Baierbrunn gibt es 20 Neuinfektionen, alle in zwei Großfamilien.
Das Mehrfamilienhaus, in dem eine der beiden Familien wohnt, wurde komplett unter
Quarantäne gestellt. Mitglieder der Familie haben angegeben, dass sie vor etwa einer
Woche auf einer großen Hochzeit waren. Rund 120 Menschen seien in Quarantäne. Die
Grundschule, eine Kindertagesstätte und ein Hort seien geschlossen worden. Die 7-Tage-
Inzidenz beträgt im LK München 23,7 Fälle/100.000 Einwohner.
Im SK Nürnberg (BY) in einem Pflegeheim haben sich insgesamt 28 Menschen mit dem
Coronavirus infiziert. Dort wurden 18 Bewohnerinnen und Bewohner sowie zehn
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet. Ermittelt wurden
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bisher 71 Kontaktpersonen der Kategorie 1. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt im SK Nürnberg
29,3 Fälle/100.000 Einwohner.
Im LK Eifelkreis Bitburg-Prüm (RP) in Prüm wurden am 08.10. 25 Fälle gemeldet. Ein
Großteil der neuen Fälle sei auf eine Infektion innerhalb einer Familie in der
Verbandsgemeinde Prüm zurückzuführen. Ein am Mittwoch positiv getestetes
Familienmitglied hatte zahlreiche enge Kontakte im beruflichen, familiären und privaten
Umfeld, so die Kreisverwaltung. Maßgeblich zur Verbreitung beigetragen haben demnach
private Geburtstagsfeiern. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt im LK Eifelkreis Bitburg-Prüm
16,2 Fälle/100.000 Einwohner.
Zur besseren Übersicht werden relevante Tagesaktualisierungen in ROT markiert.
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1.2 UNTERSTÜTZUNGSLEISTUNG DER BUNDESANSTALT TECHNISCHES
HILFSWERK (THW)
1.2.1 ÜBERBLICK ÜBER COVID-19-EINSÄTZE IN THW-LANDESVERBÄNDEN
1.2.2 ÜBERBLICK ÜBER ANZAHL LAUFENDER COVID-19-EINSÄTZE DES THW
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1.2.3 EINSATZKRÄFTE DES THW
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1.2.4 ZENTRALE UNTERSTÜTZUNGSLEISTUNG LOGISTIK
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2 LAGEFELD INNERE SICHERHEIT [BMI]
Keine Änderung zum Vortag
Eine deutliche Mehrheit der Menschen in Deutschland nimmt das Infektionsgeschehen ernst
und begrüßt und befolgt die jeweils gültigen Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Covid-
19-Pandemie. Mit der Rücknahme bzw. Lockerung zahlreicher Maßnahmen in den
Sommermonaten haben sich Alltagsroutinen, das Wirtschafts- aber auch das
Kriminalitätsgeschehen teilweise normalisiert.
In Bezug auf die Kriminalitätslage zeigen sich folgende bundesweite Trends:
Straftat 16.03.- 16.04.- 16.05.- 16.06. - 16.07. –
15.04. 15.05. 15.06. 15.07. 15.08.
Vermögens- und Fälschungsdelikte ↘ ↘ ↘ → ↘
Diebstahl insgesamt ↓ ↓ ↓ ↓ ↘
Rohheitsdelikte/Straftaten gegen die pers. Freiheit ↓ ↘ ↘ ↓ →
Sexueller Missbrauch von Kindern ↓ ↓ ↘ → →
Häusliche Gewalt → ↘ ↘ ↘ ↘
Widerstand und tätlicher Angriff auf/gegen PVB → → ↘ → →
Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz (IfSG) → ↓ ↘ ↘ →
Straftaten insgesamt ↓ ↘ ↘ → ↘
Erläuterung: Es handelt sich um Trends bei der Entwicklung des Anzeigeaufkommens auf Basis der Vorgangs-
bearbeitungssysteme der Länder, der Bundespolizei und des Zollkriminalamts. Hierfür erfolgt für den genann-ten Zeitraum
ein Vergleich mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum (Ausnahme: Verstöße gegen das IfSG, hier ist der
Vergleichszeitraum der Vorzeitraum); die Zahlen werden anhand der relativen Veränderung auf einer fünfstufigen Skala (stark
steigend > 25%; steigend 5-25%; eher gleichbleibend -5-5%; fallend -25- -5%; stark fallend <-25%) bewertet. Die
Dateneingaben erfolgen nicht nach länderübergreifenden Kriterien; es handelt sich um reine Eingangsstatistiken (nicht
qualitätsgesichert). Die Pandemiesituation kann eine Verschiebung zwischen Hell- und Dunkelfeld der Kriminalität
verursachen. Den hier für die Trends verwendeten aggregierten Daten sind gewisse Ungenauigkeiten inhärent.
Das Thema Cyberkriminalität ist z.B. mit betrügerischen E-Mails im Zusammenhang mit
COVID-19-Überbrückungshilfen oder bei der Durchführung von schädlichen Handlungen wie
Phishing-Kampagnen nach wie vor präsent.
Weiterhin als Risiko wahrgenommen wird die Bereitschaft einer Minderheit der Bevölkerung
in Deutschland, an Demonstrationen gegen die Maßnahmen zur Bekämpfung von COVID-19
teilzunehmen. Sie bezeichnet die noch bestehenden Maßnahmen als „übertrieben“ und zeigt
sich empfänglich für verschwörungstheoretische Behauptungen (die Pandemie sei „ein
Schwindel“). Mit zunehmender Dauer der noch bestehenden Einschränkungen kann nicht
ausgeschlossen werden, dass die Zahl derer steigt, die sich tatsächlich Demonstrationen, wie
der in Berlin am 29.08.2020, anschließen.
QUELLE: INFORMATIONEN UND ERKENNTNISSE DER SICHERHEITSBEHÖRDEN VON BUND UND
LÄNDERN
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3 LAGEFELD INTERNATIONALE BEZÜGE [AA]
Kein Lagebeitrag
4 LAGEFELD BUNDESWEHR / UNTERSTÜTZUNGSLEISTUNGEN [BMVG]
4.1 EINSATZBEREITSCHAFT
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4.2 AMTSHILFE UND UNTERSTÜTZUNGSLEISTUNGEN DER BUNDESWEHR IM
INLAND
DAS VORLIEGENDE LAGEBILD DIENT DER UNTERRICHTUNG DER ENTSCHEIDUNGSTRÄGER. ES BERUHT AUF DER ZUM
REDAKTIONSSCHLUSS VORHANDENEN DATENLAGE UND ERHEBT KEINEN ANSPRUCH AUF VOLLSTÄNDIGKEIT.
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