20201016-lagebild-gemeinsamer-krisenstab-bmi-bmg
Dieses Dokument ist Teil der Anfrage „Lagebilder und Protokolle des Corona-Krisenstabs“
VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
Der LK Gießen meldet ebenfalls Kapazitätenengpässe im Rahmen der Kontaktpersonen-
nachverfolgung. Es wurden Maßnahmen auf lokaler und Landesebene eingeleitet.
Der LK Marburg-Biedenkopf stellte am 04.10. ein Amtshilfeersuchen an das RKI aufgrund von
Kapazitätenengpässe im Rahmen der Kontaktpersonennachverfolgung. Am 07.10. stellte das
RKI 2 Containment Scouts für 7-10 Tage als Unterstützung vor Ort zur Verfügung.
Der SK Offenbach meldet Kapaztitätenengpässe bei der Kontaktpersonennachverfolgung. Es
wurden Maßnahmen zur personellen Unterstützung eingeleitet. Am 08.10.2020 stellte der
SK Offenbach ein Amtshilfeersuchen an das RKI mit der Bitte um Unterstützung durch
Containment Scouts. Auch diesem konnte das RKI aufgrund derzeit nicht verfügbarer
Containment Scouts nicht nachkommen.
Schleswig-Holstein
Der LK Pinneberg meldet Kapazitätsengpässe bei der Kontaktpersonennachverfolgung. Das
zuständige Gesundheitsamt wird durch die Bundeswehr unterstützt.
Im LK Stormann besteht aufgrund von Ausfällen/Erkrankungen ein akuter Personalmangel.
Gespräche bzgl. einer Unterstützung durch die Bundeswehr laufen bilateral.
QUELLE: RKI, STAND 13.10.2020
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2.2 UNTERSTÜTZUNGSLEISTUNG DER BUNDESANSTALT TECHNISCHES
HILFSWERK (THW)
2.2.1 ÜBERBLICK ÜBER COVID-19-EINSÄTZE IN THW-LANDESVERBÄNDEN
2.2.2 ÜBERBLICK ÜBER ANZAHL LAUFENDER COVID-19-EINSÄTZE DES THW
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2.2.3 EINSATZKRÄFTE DES THW
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2.2.4 ZENTRALE UNTERSTÜTZUNGSLEISTUNG LOGISTIK
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3 LAGEFELD INNERE SICHERHEIT [BMI]
Keine Änderung zum Vortag
Eine deutliche Mehrheit der Menschen in Deutschland nimmt das Infektionsgeschehen ernst
und begrüßt und befolgt die jeweils gültigen Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Covid-
19-Pandemie. Mit der Rücknahme bzw. Lockerung zahlreicher Maßnahmen in den
Sommermonaten haben sich Alltagsroutinen, das Wirtschafts- aber auch das
Kriminalitätsgeschehen teilweise normalisiert.
In Bezug auf die Kriminalitätslage zeigen sich folgende bundesweite Trends:
Straftat 16.03.- 16.04.- 16.05.- 16.06. - 16.07. –
15.04. 15.05. 15.06. 15.07. 15.08.
Vermögens- und Fälschungsdelikte ↘ ↘ ↘ → ↘
Diebstahl insgesamt ↓ ↓ ↓ ↓ ↘
Rohheitsdelikte/Straftaten gegen die pers. Freiheit ↓ ↘ ↘ ↓ →
Sexueller Missbrauch von Kindern ↓ ↓ ↘ → →
Häusliche Gewalt → ↘ ↘ ↘ ↘
Widerstand und tätlicher Angriff auf/gegen PVB → → ↘ → →
Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz (IfSG) → ↓ ↘ ↘ →
Straftaten insgesamt ↓ ↘ ↘ → ↘
Erläuterung: Es handelt sich um Trends bei der Entwicklung des Anzeigeaufkommens auf Basis der Vorgangs-
bearbeitungssysteme der Länder, der Bundespolizei und des Zollkriminalamts. Hierfür erfolgt für den genann-ten Zeitraum
ein Vergleich mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum (Ausnahme: Verstöße gegen das IfSG, hier ist der
Vergleichszeitraum der Vorzeitraum); die Zahlen werden anhand der relativen Veränderung auf einer fünfstufigen Skala (stark
steigend > 25%; steigend 5-25%; eher gleichbleibend -5-5%; fallend -25- -5%; stark fallend <-25%) bewertet. Die
Dateneingaben erfolgen nicht nach länderübergreifenden Kriterien; es handelt sich um reine Eingangsstatistiken (nicht
qualitätsgesichert). Die Pandemiesituation kann eine Verschiebung zwischen Hell- und Dunkelfeld der Kriminalität
verursachen. Den hier für die Trends verwendeten aggregierten Daten sind gewisse Ungenauigkeiten inhärent.
Das Thema Cyberkriminalität ist z.B. mit betrügerischen E-Mails im Zusammenhang mit
COVID-19-Überbrückungshilfen oder bei der Durchführung von schädlichen Handlungen wie
Phishing-Kampagnen nach wie vor präsent.
Weiterhin als Risiko wahrgenommen wird die Bereitschaft einer Minderheit der Bevölkerung
in Deutschland, an Demonstrationen gegen die Maßnahmen zur Bekämpfung von COVID-19
teilzunehmen. Sie bezeichnet die noch bestehenden Maßnahmen als „übertrieben“ und zeigt
sich empfänglich für verschwörungstheoretische Behauptungen (die Pandemie sei „ein
Schwindel“). Mit zunehmender Dauer der noch bestehenden Einschränkungen kann nicht
ausgeschlossen werden, dass die Zahl derer steigt, die sich tatsächlich Demonstrationen, wie
der in Berlin am 29.08.2020, anschließen.
QUELLE: INFORMATIONEN UND ERKENNTNISSE DER SICHERHEITSBEHÖRDEN VON BUND UND
LÄNDERN
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4 LAGEFELD INTERNATIONALE BEZÜGE [AA]
Fallzahlen: Über 38 Mio. Menschen wurden seit Ausbruch der Pandemie weltweit positiv
getestet, mehr als 1,09 Mio. Menschen sind gestorben, davon ca. 217.000 in den USA, mehr
als 152.000 in Brasilien. Insgesamt wurden bislang in den USA über 7,9 Mio. Menschen als
infiziert registriert. Indien liegt mit 7,3 Mio. deutlich vor Brasilien mit über 5,1 Mio., hat aber
mit 111.266 registrierten Toten eine geringere ermittelte Todesrate als Brasilien (152.460);
Russland liegt bei über 1,3 Mio. Infizierten (Quelle: JHU).
Europa: EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen hat sich nach einer Infizierung eines
Mitarbeiters in Selbstquarantäne begeben, ein erster Test sei aber negativ. Die EU-
Kommission empfiehlt den Mitgliedstaaten in der Corona-Krise eine gemeinsame Strategie
zur vorrangigen Impfung bestimmter Bevölkerungsgruppen. Die EU-Staaten müssten
Vorbereitungen für die Impfungen treffen, etwa Kühlketten und medizinisches Personal
organisieren, sagte Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides am Donnerstag. Die
Weltgesundheitsorganisation WHO hat sich beunruhigt über die steigenden Corona-
Infektionszahlen in Europa geäußert. Die durch das Virus ausgelöste Lungenkrankheit Covid-
19 stehe inzwischen an fünfter Stelle der Todesursachen, die Schwelle von 1.000 Todesfällen
täglich sei überschritten. Europaweit würden derzeit zwei- bis dreimal so viele Neuinfektionen
pro Tag verzeichnet wie auf dem bisherigen Pandemie-Höhepunkt im April. Gleichzeitig gebe
es im Vergleich zum April deutlich weniger Todesfälle.
Spanien hat als erstes Land der Europäischen Union die Marke von 900.000 Coronavirus-
Infektionen überschritten. Seit Beginn der Pandemie seien mehr als 908.000 Infektionen
registriert worden. Gestern wurden 30.621 Neuinfizierungen binnen 24 Stunden verzeichnet.
In Frankreich haben die Gesundheitsbehörden gestern 30.621 Neuinfektionen binnen 24
Stunden registriert. Bereits am Mittwoch wurde in Frankreich der Gesundheitsnotstand
erklärt, ab Samstag gelten in neun Großstädten für vier Wochen Ausgangssperren zwischen
21 Uhr abends bis 6 Uhr morgens (Paris, Grenoble, Lille, Rouen, Lyon, Aix-Marseille, Saint-
Étienne, Toulouse und Montpellier). Italien verzeichnete gestern mit 8.804 Neuinfektionen
innerhalb von 24 Stunden die höchste Zahl an Neuinfektionen seit Beginn der Pandemie. Es
wurde eine allgemeine Maskenpflicht auch in der Öffentlichkeit verhängt, allein bei
Individualsport (Joggen, Tennis) oder an Orten, wo eine Begegnung mit anderen kontinuierlich
ausgeschlossen werden kann, darf auf die Maske verzichtet werden. Nach Ansteigen auf über
2.000 Neuinfektionen/24h hat PM Costa in Portugal die Verhängung des „nationalen
Notstands“ verkündet. Die Zahlen für soziale Kontakte wurden bereits weiter eingeschränkt
(max. fünf Personen, max. 50 bei privaten Feiern wie Hochzeiten). In Österreich wird der Ort
Kuchl im Salzburger Land wegen der Corona-Neuinfektionen unter Quarantäne gestellt. Die
Ein- und Ausreise aus der Gemeinde mit rund 6.600 Einwohnern sei bis auf einige Ausnahmen
ab Samstag bis zum 1. November nicht mehr erlaubt.
Gestern wurden die Reise- und Sicherheitshinweise mit Reisewarnungen aktualisiert. Unter
anderem wurden die ganzen Niederlande, das gesamte französische Grenzgebiet zu
Deutschland, zwei Regionen in Italien (Ligurien und Kampanien), Polen, Malta und die
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Slowakei mit Wirkung ab morgigen Samstag zu Corona-Risikogebieten erklärt. Die neu
ausgewiesenen Risikogebiete sind wirksam ab Samstag, 17. Oktober 2020, 0:00 Uhr.
Nachfolgend finden Sie die aktualisierte Einordnung der Risikogebiete und Reisewarnungen
für Europa.
Ozeanien: In Australien wurden am Donnerstag lediglich zwölf Coronavirus-Übertragungen
verzeichnet, jeweils sechs in den bevölkerungsreichsten Staaten New South Wales und
Victoria. Australien erlaubt Reisenden aus Neuseeland ab Freitag, ohne Hotelquarantäne
einzureisen. Neuseeland hat in seinen Gemeinden keine Übertragungen des Coronavirus mehr
verzeichnet. Reisende aus Australien nach Neuseeland müssen jedoch weiterhin nach ihrer
Ankunft zwei Wochen in Quarantäne.
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5 LAGEFELD BUNDESWEHR / UNTERSTÜTZUNGSLEISTUNGEN [BMVG]
5.1 EINSATZBEREITSCHAFT
5.2 AMTSHILFE UND UNTERSTÜTZUNGSLEISTUNGEN DER BUNDESWEHR IM
INLAND
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DAS VORLIEGENDE LAGEBILD DIENT DER UNTERRICHTUNG DER ENTSCHEIDUNGSTRÄGER. ES BERUHT AUF DER ZUM
REDAKTIONSSCHLUSS VORHANDENEN DATENLAGE UND ERHEBT KEINEN ANSPRUCH AUF VOLLSTÄNDIGKEIT.
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