20201020-lagebild-gemeinsamer-krisenstab-bmi-bmg
Dieses Dokument ist Teil der Anfrage „Lagebilder und Protokolle des Corona-Krisenstabs“
VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
1.2.3 KURZFRISTIGE PROGNOSE BENÖTIGTER INTENSIVBETTEN
Die folgenden kurzfristigen Prognosen benötigter Intensivbetten basieren auf dem
Erkrankungsbeginn von SARS-CoV-2 Fällen. Bei der Meldung erkrankter Fälle gibt es einen
Zeitverzug. Zu einem aktuellen Datum ist also nur ein Teil der neu erkrankten Fälle der letzten
Tage gemeldet. Durch Nowcasting wird eine Schätzung neu erkrankter, aber noch nicht
gemeldeter, SARS-CoV-2 Fälle unter Berücksichtigung des Diagnose- und Meldeverzug erstellt.
Aus dieser Schätzung wird die benötigte Zahl an Intensivbetten unter verschiedenen
Annahmen berechnet. Da neue Fälle nicht sofort, sondern mit einem gewissen Zeitverzug
intensivmedizinisch betreut werden müssen, kann eine kurzfristige Prognose zum Bedarf an
Intensivbetten gemacht werden. Für die Prognosen werden folgende Parameter
angenommen:
• Für die Wahrscheinlichkeit, dass ein Fall zur Versorgung auf die Intensivstation muss,
werden 1%, 3% oder 5% angenommen.
• Die mittlere Zeit von Erkrankungsbeginn bis zur Aufnahme auf einer Intensivstation
beträgt 10 Tage.
• Die mittlere Aufenthaltsdauer auf der Intensivstation beträgt 14 oder 21 Tage.
bei 14-tägigem Intensivaufenthalt bei 21-tägigem Intensivaufenthalt
-------- aktuelle Belegung 851, Stand 19.10.2020
---------- Start der Maßnahmen zur Eindämmung der SARS-CoV-2 Epidemie in
Deutschland (Bund-Länder-Vereinbarung zu Leitlinien gegen Ausbreitung des
Corona Virus vom 16.03.2020; Bundesweit umfangreiches Kontaktverbot vom
23.03.2020).
Wöchentliche Aktualisierung, Stand 19.10.2020
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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
1.3 TESTKAPAZITÄTEN
Übersicht der durchgeführten PCR Tests
Anzahl meldende Anzahl Testungen positive prozentualer Anteil
Kalenderwoche
Labore Tests der positiven Tests
36 192 1.099.560 8.175 0,7
37 193 1.162.133 10.025 0,9
38 203 1.149.257 13.279 1,2
39 190 1.167.870 14.295 1,2
40 192 1.103.455 18.356 1,7
41 182 1.167.428 29.003 2,5
WÖCHENTLICHE AKTUALISIERUNG, QUELLE: RKI, STAND 14.10.2020
Erläuterung
Die Daten zur Anzahl der in Deutschland durchgeführten PCR-Testungen werden wöchentlich
vom RKI zusammengestellt und mittwochs veröffentlicht. Ein Großteil der meldenden Labore
stammt aus einer bundesweiten Abfrage eines fachärztlichen Berufsverbands. Die Zahl der
Tests ist nicht mit der Zahl der getesteten Personen gleichzusetzen, da in den Angaben
Mehrfachtestungen von Patienten enthalten sein können.
Prognose der täglichen PCR Testkapazitäten
Anzahl meldende Anzahl Tests
Kalenderwoche
Labore Gesamt
37 168 217.499
38 165 219.092
39 170 228.348
40 168 232.334
41 166 235.365
42 164 256.100
WÖCHENTLICHE AKTUALISIERUNG, QUELLE: RKI, STAND 14.10.2020
Erläuterung
Die vorangestellte Tabelle gibt die prognostizierte PCR-Testkapazität pro Wochentag wieder
und wird jeweils dienstags für die folgende Kalenderwoche neu berechnet.
1.3.1 ZUSAMMENFASSUNG
Bislang wurden insgesamt 19.276.507 Tests mit 375.995 positiven Ergebnissen
durchgeführt.
Die erfassten maximalen Testkapazitäten haben sich in den letzten Wochen deutlich
erhöht. Für die 42. KW werden Kapazitäten von mind. 1.712.246 Tests prognostiziert
(Schätzung, Zahl variiert durch Anzahl der Labore und Arbeitstage). Dies deckt den
Bedarf für Deutschland gut ab.
In der 41. KW wurde von 47 Laboren ein Rückstau von insgesamt
16.840 abzuarbeitenden Proben gemeldet. 32 Labore berichteten über
Lieferschwierigkeiten für Reagenzien (in der 40. KW 32 Labore).
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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
2 RESSOURCEN
2.1 RESSOURCEN GESUNDHEIT
2.1.1 ÜBERLASTUNGSANZEIGEN
Seit Beginn der Erfassung am 30.04.2020 sind beim Robert Koch-Institut (RKI) insgesamt
30 Mitteilungen zu Kapazitätsengpässen in Landkreisen/kreisfreien Städten eingegangen.
Derzeit liegen dem RKI 9 Mitteilungen zu Kapazitätsengpässen der Kategorie 2 und 2
Mitteilungen der Kategorie 3 vor.
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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
Aktueller
Datum der
Kreis Status der Unterstützungsbedarf
Übermittlung
Kapazitäten
LK Pinneberg (SH) 3 Kontaktpersonennachverfolgung 25.09.2020
LK Stormarn (SH) 3 Akuter Personalmangel 07.10.2020
Berlin (BE) 2 Kontaktpersonennachverfolgung, 28.09.2020
Quarantänebetreuung
und -überwachung,
Abstrichentnahme,
Unterstützung von Krisenstab der
Senatsverwaltung und der
AG Infektionsschutz
LK Lahn-Dill-Kreis (HE) 2 Kontaktpersonennachverfolgung 02.10.2020
LK Offenbach (HE) 2 Kontaktpersonennachverfolgung 02.10.2020
LK Bergstraße (HE) 2 Kontaktpersonennachverfolgung 08.10.2020
SK Frankfurt (HE) 3 Kontaktpersonennachverfolgung 08.10.2020
LK Gießen (HE) 2 Kontaktpersonennachverfolgung 08.10.2020
LK Marburg-Biedenkopf (HE) 2 Kontaktpersonennachverfolgung 08.10.2020
SK Offenbach (HE) 2 Kontaktpersonennachverfolgung 08.10.2020
LK Esslingen (BW) 2 Kontaktpersonennachverfolgung 04.10.2020
Baden-Württemberg
Der LK Esslingen meldet Kapazitätsengpässe im Rahmen der Kontaktpersonen-
nachverfolgung. Es wurden Maßnahmen auf lokaler und Landesebene eingeleitet.
Berlin
Das Land Berlin hat für seine bezirklichen Gesundheitsämter insgesamt Kapazitätsengpässe
der Kategorie 2 gemeldet. Das RKI wurde in diesem Rahmen am 27.09. um Amtshilfe gebeten.
Berlin wird durch Dauerentsendung einer RKI-Mitarbeiterin im Krisenstab der
Senatsverwaltung für Gesundheit sowie epidemiologische Unterstützung im LaGeSo
unterstützt; darüber hinaus entsendet das RKI Mitarbeitende an das LaGeSo und an
verschiedene Gesundheitsämter im Bereich Kontaktpersonenachverfolgung.
Hessen
Der LK Lahn-Dill-Kreis meldet Kapazitätsengpässe bei der Kontaktpersonennachverfolgung.
Zusätzliches Personal kann wegen fehlender räumlicher Kapazitäten erst Mitte November
tätig werden. Maßnahmen des Landes zur Rekrutierung zusätzlichen Personals wurden
eingeleitet.
Der LK Offenbach meldet Kapazitätsengpässe bei der Kontaktpersonennachverfolgung.
Derzeit sind keine Kapazitäten räumlicher, organisatorischer und technischer Art für weitere
Kräfte vorhanden.
Der LK Bergstraße meldet ebenfalls Kapazitätenengpässe im Rahmen der
Kontaktpersonennachverfolgung. Es wurden Maßnahmen auf lokaler und Landesebene
eingeleitet.
Der SK Frankfurt meldet, dass die Kontanktpersonennachverfolgung aufgrund von
Kapazitätenengpässen nicht mehr vollständig durchführbar ist. Es wurden Maßnahmen zur
personellen Unterstützung eingeleitet. Am 08.10. stellte der SK Frankfurt ein
Amtshilfeersuchen an das RKI mit der Bitte um Unterstützung durch Containment Scouts.
Diesem konnte das RKI aufgrund derzeit nicht verfügbarer weiterer Containment Scouts nicht
nachkommen.
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LK Gießen meldet ebenfalls Kapazitätenengpässe im Rahmen der Kontaktpersonen-
nachverfolgung. Es wurden Maßnahmen auf lokaler und Landesebene eingeleitet.
Der LK Marburg-Biedenkopf stellte am 04.10. ein Amtshilfeersuchen an das RKI aufgrund von
Kapazitätenengpässe im Rahmen der Kontaktpersonennachverfolgung. Am 07.10. stellte das
RKI 2 Containment Scouts für 7-10 Tage als Unterstützung vor Ort zur Verfügung.
Der SK Offenbach meldet Kapaztitätenengpässe bei der Kontaktpersonennachverfolgung. Es
wurden Maßnahmen zur personellen Unterstützung eingeleitet. Am 08.10. stellte der
SK Offenbach ein Amtshilfeersuchen an das RKI mit der Bitte um Unterstützung durch
Containment Scouts. Auch diesem konnte das RKI aufgrund derzeit nicht verfügbarer
Containment Scouts nicht nachkommen.
Schleswig-Holstein
Der LK Pinneberg meldet Kapazitätsengpässe bei der Kontaktpersonennachverfolgung. Das
zuständige Gesundheitsamt wird durch die Bundeswehr unterstützt.
Im LK Stormann besteht aufgrund von Ausfällen/Erkrankungen ein akuter Personalmangel.
Gespräche bzgl. einer Unterstützung durch die Bundeswehr laufen bilateral.
QUELLE: RKI, STAND 13.10.2020
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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
2.2 UNTERSTÜTZUNGSLEISTUNG DER BUNDESANSTALT TECHNISCHES
HILFSWERK (THW)
2.2.1 ÜBERBLICK ÜBER COVID-19-EINSÄTZE IN THW-LANDESVERBÄNDEN
2.2.2 ÜBERBLICK ÜBER ANZAHL LAUFENDER COVID-19-EINSÄTZE DES THW
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2.2.3 EINSATZKRÄFTE DES THW
2.2.4 ZENTRALE UNTERSTÜTZUNGSLEISTUNG LOGISTIK
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3 LAGEFELD INNERE SICHERHEIT [BMI]
Keine Änderung zum Vortag
Eine deutliche Mehrheit der Menschen in Deutschland nimmt das Infektionsgeschehen ernst
und begrüßt und befolgt die jeweils gültigen Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Covid-
19-Pandemie. Mit der Rücknahme bzw. Lockerung zahlreicher Maßnahmen in den
Sommermonaten haben sich Alltagsroutinen, das Wirtschafts- aber auch das
Kriminalitätsgeschehen teilweise normalisiert.
In Bezug auf die Kriminalitätslage zeigen sich folgende bundesweite Trends:
Straftat 16.03.- 16.04.- 16.05.- 16.06. - 16.07. –
15.04. 15.05. 15.06. 15.07. 15.08.
Vermögens- und Fälschungsdelikte ↘ ↘ ↘ → ↘
Diebstahl insgesamt ↓ ↓ ↓ ↓ ↘
Rohheitsdelikte/Straftaten gegen die pers. Freiheit ↓ ↘ ↘ ↓ →
Sexueller Missbrauch von Kindern ↓ ↓ ↘ → →
Häusliche Gewalt → ↘ ↘ ↘ ↘
Widerstand und tätlicher Angriff auf/gegen PVB → → ↘ → →
Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz (IfSG) → ↓ ↘ ↘ →
Straftaten insgesamt ↓ ↘ ↘ → ↘
Erläuterung: Es handelt sich um Trends bei der Entwicklung des Anzeigeaufkommens auf Basis der Vorgangs-
bearbeitungssysteme der Länder, der Bundespolizei und des Zollkriminalamts. Hierfür erfolgt für den genann-ten Zeitraum
ein Vergleich mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum (Ausnahme: Verstöße gegen das IfSG, hier ist der
Vergleichszeitraum der Vorzeitraum); die Zahlen werden anhand der relativen Veränderung auf einer fünfstufigen Skala (stark
steigend > 25%; steigend 5-25%; eher gleichbleibend -5-5%; fallend -25- -5%; stark fallend <-25%) bewertet. Die
Dateneingaben erfolgen nicht nach länderübergreifenden Kriterien; es handelt sich um reine Eingangsstatistiken (nicht
qualitätsgesichert). Die Pandemiesituation kann eine Verschiebung zwischen Hell- und Dunkelfeld der Kriminalität
verursachen. Den hier für die Trends verwendeten aggregierten Daten sind gewisse Ungenauigkeiten inhärent.
Das Thema Cyberkriminalität ist z.B. mit betrügerischen E-Mails im Zusammenhang mit
COVID-19-Überbrückungshilfen oder bei der Durchführung von schädlichen Handlungen wie
Phishing-Kampagnen nach wie vor präsent.
Weiterhin als Risiko wahrgenommen wird die Bereitschaft einer Minderheit der Bevölkerung
in Deutschland, an Demonstrationen gegen die Maßnahmen zur Bekämpfung von COVID-19
teilzunehmen. Sie bezeichnet die noch bestehenden Maßnahmen als „übertrieben“ und zeigt
sich empfänglich für verschwörungstheoretische Behauptungen (die Pandemie sei „ein
Schwindel“). Mit zunehmender Dauer der noch bestehenden Einschränkungen kann nicht
ausgeschlossen werden, dass die Zahl derer steigt, die sich tatsächlich Demonstrationen, wie
der in Berlin am 29.08.2020, anschließen.
QUELLE: INFORMATIONEN UND ERKENNTNISSE DER SICHERHEITSBEHÖRDEN VON BUND UND
LÄNDERN
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4 LAGEFELD INTERNATIONALE BEZÜGE [AA]
Kein Beitrag
5 LAGEFELD BUNDESWEHR / UNTERSTÜTZUNGSLEISTUNGEN [BMVG]
5.1 EINSATZBEREITSCHAFT
5.2 AMTSHILFE UND UNTERSTÜTZUNGSLEISTUNGEN DER BUNDESWEHR IM
INLAND
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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
DAS VORLIEGENDE LAGEBILD DIENT DER UNTERRICHTUNG DER ENTSCHEIDUNGSTRÄGER. ES BERUHT AUF DER ZUM
REDAKTIONSSCHLUSS VORHANDENEN DATENLAGE UND ERHEBT KEINEN ANSPRUCH AUF VOLLSTÄNDIGKEIT.
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