20201021-lagebild-gemeinsamer-krisenstab-bmi-bmg
Dieses Dokument ist Teil der Anfrage „Lagebilder und Protokolle des Corona-Krisenstabs“
VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
Fälle/
Verfügbare Beurteilung
Region 100.000 Einwohner/
Intensivbetten**
7 Tage kumulativ*
199 SK Erlangen 36,4 1.186
200 LK Neumarkt i.d.OPf. 36,4 1.132
201 LK Odenwaldkreis 36,2 2.064
202 SK Kaufbeuren 36,0 999
203 LK Diepholz 35,9 1.651
204 LK Rastatt 35,9 1.972
205 LK Jerichower Land 35,7 1.279
206 LK Nürnberger Land 35,1 1.144
* LK/SK HAT DIE GRENZE VON 35 ÜBERSCHRITTEN, ** INTENSIVBETTENZAHL IM UMKREIS VON 100 KM,
VERFÜGBARE INTENSIVBETTEN SCHLIESSEN DEN BETRIEB DES BETTES EIN
OHNE EINSCHRÄNKUNGEN MIT EINSCHRÄNKUNGEN MIT ERHEBLICHEN EINSCHRÄNKUNGEN
QUELLEN: RKI, DIVI, BMG, DRK, STAND 20.10.2020
1.1.13 INFEKTIONSGESCHEHEN AM SITZ DER BUNDESREGIERUNG
Freie Intensiv- Freie Intensiv- 7-Tage BER Corona
Bestätigte Todes-
Diff.* kapazitäten vor kapazitäten Inzidenz Ampel
Fälle fälle
Ort 100 km Umkreis
Berlin 222.726 822 243 196 497 93,8 ** *** ****
Bonn 1.646 0 10 48 3.033 46,1
*DIFFERENZ ZUM VORTAG, **R-WERT, ***7-TAGE-INZIDENZ, ****ITS-BELEGUNG
QUELLE: SENATSVERWALTUNG BERLIN, STADT BONN, MAGS, DIVI, STAND 20.10.2020
1.1.14 ZUSAMMENFASSUNG EPIDEMIOLOGIE – ÜBERLASTUNGSSITUATIONEN
Berlin (BE): Zur Eindämmung der Corona-Pandemie sollen die Menschen in Berlin auch
im öffentlichen Raum verstärkt eine Maske tragen. Der Senat verständigte sich am
Dienstag nach rbb-Informationen auf eine entsprechende dringende Empfehlung. In der
Region Berlin Brandenburg unterstützen derzeit 460 Bundeswehrsoldaten die Arbeit in
den Gesundheitsämtern, vor allem bei der Nachverfolgung von Corona-Kontakten. Im
Krankenhaus isoliert und behandelt werden 314 (+18) Personen, davon werden
80 (+13) intensivmedizinisch versorgt.* * Die Daten zur Belegung der Krankenhäuser beziehen sich auf den Vortag.
Die 7-Tage-Inzidenz beträgt in den Bezirken Neukölln 156,6, Mitte 124,7, Friedrichshain-
Kreuzberg 118,1, Tempelhof-Schöneberg 107,4, Charlottenburg-Wilmersdorf 97,5,
Reinickendorf 88,6, Spandau 69,0, Steglitz-Zehlendorf 59,2, Pankow 52,3, Lichtenberg
45,7, Treptow-Köpenick 41,3, und Mahrzahn-Hellersdorf 31,2 Fälle/100.000 Einwohner.
Im SK Bonn (NW) sind mit Stand 20.10. 225 aktive Fälle registriert. 15 Personen befinden
sich in stationärer Behandlung, 9 von ihnen müssen beatmet werden. Erste Kontrollen des
Stadtordnungsdienstes haben ergeben, dass sich die überwiegende Mehrheit der
Bürgerinnen und Bürger vernünftig verhält und die Maskenpflicht in den Fußgängerzonen
und Einkaufsstraßen beachtet.
Im LK Berchtesgadener Land (BY) sind mit Stand 20.10. 260 Fälle registriert, im Vergleich
zum Vortag wurden 40 Neuinfektionen verzeichnet. Keine Person befindet sich in
stationärer Behandlung. Landrat Bernhard Kern hat den faktischen Lockdown in seinem
Landkreis als „sehr nötig“ bezeichnet. Die Zahl der Corona-Patienten im Klinikum Bad
Reichenhall seien deutlich gestiegen. Er hofft auf mehr Normalität nach den Herbstferien.
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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
Im SK Delmenhorst (NI) sind mit Stand 20.10. 231 aktive Fälle registriert, gegenüber dem
Vortag wurden 20 Neuinfektionen verzeichnet. 3 Personen werden stationär behandelt
und müssen beatmet werden. Man werde die Entwicklung die nächsten sieben bis zehn
Tage beobachten, so Jahnz. Dann müsse man die Lage neu bewerten. Ob es dann zu einem
Lockdown kommt, sei derzeit reine Spekulation.
Im LK Cloppenburg (NI) sind mit Stand 20.10. 5 aktive Fälle registriert, gegenüber dem
Vortag wurden 11 Neuinfektionen verzeichnet. 2 Personen befinden sich in stationärer, 1
Person muss beatmet werden. Behandlung. Die Fälle liegen vorwiegend im privaten und
beruflichen Umfeld. Betroffen sind auch größere Familien mit Bezug zum freikirchlichen
Bereich. Seit dem 15.10. ist eine neue Allgemeinverfügung mit verschärften Corona-
Regeln in Kraft.
Im LK Rottal-Inn (BY) wurden in den letzten 7 Tagen 163 Fälle gemeldet. 3 Personen
befinden sich in stationärer Behandlung, 3 Personen müssen beatmet werden. Fast alle
neuen Fälle verteilen sich laut Landratsamt auf den gesamten Landkreis, es gebe also
derzeit keine Hotspots mehr, sagte Pressesprecher Kempf dem BR.
Im SK Offenbach (HE) sind mit Stand 20.10. 196 aktive Fälle registriert. 8 Personen
befinden sich in stationärer Behandlung, 5 Personen werden beatmet. Der Krisenstab des
Kreises hat aufgrund stark steigender Infektionszahlen weitere Allgemeinverfügungen für
das gesamte Kreisgebiet erlassen.
Im LK Sankt Wendel (SL) sind mit Stand 20.10. 166 aktive Fälle registriert, im Vergleich
zum Vortag wurden 15 Neuinfektionen gemeldet. In den vergangenen Tagen hat es an
Schulen und Kitas im Landkreis St. Wendel mehrere Corona-Fälle gegeben. Unter anderem
befinden sich über 100 Kontaktpersonen einer Lehrkraft der Gemeinschaftsschule St.
Wendel derzeit in Quarantäne.
Im SK Frankfurt am Main (HE) sind mit Stand 20.10. 1.364 aktive Fälle registriert.
26 Personen befinden sich in stationärer Behandlung, 11 davon müssen beatmet werden.
Insgesamt 60 Bundeswehrsoldaten sollen in Frankfurt das Gesundheitsamt bei der
Nachverfolgung von Corona-Infektionsketten unterstützen. Die Zahl der Helfer soll am
Donnerstag erreicht sein, wie die Stadt am Montag mitteilte. Ab Freitag soll dann ein Zwei-
Schicht-Betrieb anlaufen.
Im Erzgebirgskreis (SN) wurden mit Stand 20.10. 43 Neuinfektionen verzeichnet.
Betroffen sind u.a. 2 Pflegeeinrichtungen. Im Erzgebirgskreis sind zwei Pflegeheime stark
von Corona betroffen. Im Pflegeheim “Alte Schule” in Grünhain sind 27 Bewohner und 24
Mitarbeiter positiv auf das Corona-Virus getestet worden. In einer AWO-Einrichtung in
Lengefeld sind 30 Bewohnern und 11 Beschäftigte infiziert. In Abstimmung mit dem
Gesundheitsamt haben die Betreiber der Einrichtung umfangreiche Maßnahmen zur
Sicherstellung der Versorgung der Heimbewohner eingeleitet.
Im SK Weiden i.d.OPf. (BY) wurden im Vergleich zum Vortag 9 Neuinfektionen
verzeichnet. Keine Person befindet sich in stationärer Behandlung.
Im SK Herne (NW) sind mit Stand 20.10. 300 aktive Fälle registriert. 9 Personen befinden
sich in stationärer Behandlung, 3 Personen müssen beatmet werden. Ein vordergründiges
Ausbruchsgeschehen ist nicht bekannt. In den vergangenen Tagen sind an mehreren
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Herner Schulen einzelne Personen positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden. Zudem
wurde bei Mitarbeitenden einer Pflegeeinrichtung das Coronavirus nachgewiesen.
Im Eifelkreis Bitburg-Prüm (RP) sind mit Stand 20.10. 169 aktive Fälle registriert, im
Vergleich zum Vortag wurden 18 Neuinfektionen gemeldet. 1 Person befinden sich in
stationärer Behandlung, 1 Person muss beatmet werden. Der Anstieg der Fallzahlen liegt
vorwiegend in privaten Feiern begründet. Zudem ist ein Teil der neuen Fälle auf
Infektionen innerhalb einer Familie in der Verwaltungsgemeinschaft Prüm
zurückzuführen. Der LK hat für die Kontaktpersonennachverfolgung Unterstützung bei
der Bundeswehr angefordert.
Im LK Birkenfeld (RP) sind mit Stand 20.10. 105 aktive Fälle registriert, gegenüber dem
Vortag gab es 2 Neuinfektionen gemeldet worden. 1 Person befindet sich in stationärer
Behandlung. Bei privaten Feiern im Kreis Birkenfeld sind nur noch zehn Personen aus bis
zu zwei Haushalten erlaubt. Sportveranstaltungen sollen ohne Publikum stattfinden.
Martinsumzüge und Weihnachtsmärkte im Kreis Birkenfeld sollten abgesagt werden. Auf
stark frequentierten Plätzen, auch in Fußgängerzonen, sollte eine Maske getragen werden,
so die Kreisverwaltung.
Im LK Ostalbkreis (BW) gibt es aktuell in sieben Pflege- und Behinderteneinrichtungen
Corona-Infektionen. Nach Angaben des Landratsamts wurden dort entweder ein
Bewohner oder jemand vom Personal positiv getestet. Jetzt werden insgesamt 160
Personen getestet. Die 7 Tage-Inzidenz beträgt im LK Ostalbkreis 39,2 Fälle/100.000
Einwohner.
Im LK Ostholstein (SH) in Timmendorfer Strand sind fast alle Testergebnisse der rund 100
Mitarbeiter des Grand Hotel Seeschlösschen da. Die Zahl der Infizierten stieg von drei auf
35. Auf acht Resultate wird noch gewartet. Alle Beschäftigten sind seit vergangenen
Sonnabend ohnehin in Quarantäne. Jetzt müssen die Behörden die Infektionsketten
zurückverfolgen. Dazu werden mögliche Kontaktpersonen ermittelt und unter Umständen
weitere Quarantänen angeordnet. Die 7 Tage-Inzidenz beträgt im LK Ostholstein
31,4 Fälle/100.000 Einwohner.
Im LK Dithmarschen (SH) wurden im Westküstenklinikum (WKK) in Heide in den
vergangenen Tagen laut Kreisverwaltung 3 Mitarbeiter und 4 Patienten positiv auf das
Coronavirus getestet. Die betroffene Station nimmt deshalb vorerst keine neuen Patienten
mehr auf. Die Gesamtzahl der Patienten, die im WKK behandelt werden, ist auf 15
gestiegen. Die 7 Tage-Inzidenz beträgt im LK Dithmarschen 27,8 Fälle/100.000
Einwohner.
Zur besseren Übersicht werden relevante Tagesaktualisierungen in ROT markiert.
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1.2 INTENSIVKAPAZITÄTEN DEUTSCHLAND
1.2.1 ÜBERSICHT FREIER INTENSIVBETTEN PRO BUNDESLAND
Die Zahlen wurden auf Basis der am 20.10.2020 im DIVI-Intensivregister gemeldeten
Einrichtungen je Bundesland generiert (gesamt 1.286 Klinikstandorte).
Seit dem 16.04.2020 sind alle Kliniken verpflichtet sich im DIVI-Intensivregister anzumelden
und täglich die aktuellen Zahlen freier und belegter Intensivbetten zu aktualisieren.
Die Färbung entspricht dem Anteil der freien Intensivbetten auf Bundeslandebene. Dieser
schwankt zwischen 16% und 42%. Deutschlandweit sind 29% freie Intensivbetten angegeben.
1.2.2 IM DIVI-INTENSIVREGISTER ERFASSTE INTENSIVKAPAZITÄTEN IN
DEUTSCHLAND
Beur-
ICU low care ICU high care ICU ECMO Insgesamt teilung
Frei Gesamt Frei Gesamt Frei Gesamt Frei Gesamt
Baden-
217 1.857 703 1.356 90 103 920 3.213 29%
Württemberg
Bayern 259 2.315 951 1.907 92 115 1.210 4.222 29%
Berlin 20 532 176 706 27 38 196 1.238 16%
Brandenburg 73 458 222 429 5 6 295 887 33%
Bremen 5 111 29 93 6 6 34 204 17%
Hamburg 62 413 217 418 26 32 279 831 34%
Hessen 149 1.377 377 899 35 55 526 2.276 23%
Mecklenburg-
53 423 179 364 17 18 232 787 29%
Vorpommern
Niedersachsen 102 1.364 786 1.249 56 70 888 2.613 34%
Nordrhein-
479 3.910 1.479 3.227 137 183 1.958 7.137 27%
Westfalen
Rheinland-
127 708 413 736 24 27 540 1.444 37%
Pfalz
Saarland 41 274 169 292 15 18 210 566 37%
Sachsen 56 916 533 858 20 30 589 1.774 33%
Sachsen-
71 555 250 493 25 29 321 1.048 31%
Anhalt
Schleswig-
25 366 406 670 17 19 431 1.036 42%
Holstein
Thüringen 35 493 208 404 13 15 243 897 27%
Gesamt 1.774 16.072 7.098 14.101 605 764 8.872 30.173 29%
ICU low care: Ohne invasive Beatmung; ICU high care: Mit invasiver Beatmung; ECMO: Extrakorporale Membranoxygenierung;
> 20% freie Intensivbetten 10-20 % freie Intensivbetten < 10 % freie Intensivbetten
QUELLE: DIVI, STAND 20.10.2020
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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
1.2.3 KURZFRISTIGE PROGNOSE BENÖTIGTER INTENSIVBETTEN
Die folgenden kurzfristigen Prognosen benötigter Intensivbetten basieren auf dem
Erkrankungsbeginn von SARS-CoV-2 Fällen. Bei der Meldung erkrankter Fälle gibt es einen
Zeitverzug. Zu einem aktuellen Datum ist also nur ein Teil der neu erkrankten Fälle der letzten
Tage gemeldet. Durch Nowcasting wird eine Schätzung neu erkrankter, aber noch nicht
gemeldeter, SARS-CoV-2 Fälle unter Berücksichtigung des Diagnose- und Meldeverzug
erstellt. Aus dieser Schätzung wird die benötigte Zahl an Intensivbetten unter verschiedenen
Annahmen berechnet. Da neue Fälle nicht sofort, sondern mit einem gewissen Zeitverzug
intensivmedizinisch betreut werden müssen, kann eine kurzfristige Prognose zum Bedarf an
Intensivbetten gemacht werden. Für die Prognosen werden folgende Parameter
angenommen:
• Für die Wahrscheinlichkeit, dass ein Fall zur Versorgung auf die Intensivstation muss,
werden 1%, 3% oder 5% angenommen.
• Die mittlere Zeit von Erkrankungsbeginn bis zur Aufnahme auf einer Intensivstation
beträgt 10 Tage.
• Die mittlere Aufenthaltsdauer auf der Intensivstation beträgt 14 oder 21 Tage.
bei 14-tägigem Intensivaufenthalt bei 21-tägigem Intensivaufenthalt
-------- aktuelle Belegung 879, Stand 20.10.2020
---------- Start der Maßnahmen zur Eindämmung der SARS-CoV-2 Epidemie in
Deutschland (Bund-Länder-Vereinbarung zu Leitlinien gegen Ausbreitung des
Corona Virus vom 16.03.2020; Bundesweit umfangreiches Kontaktverbot vom
23.03.2020).
Wöchentliche Aktualisierung, Stand 19.10.2020
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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
1.3 TESTKAPAZITÄTEN
Übersicht der durchgeführten PCR Tests
Anzahl meldende Anzahl Testungen positive prozentualer Anteil
Kalenderwoche
Labore Tests der positiven Tests
36 192 1.099.560 8.175 0,7
37 193 1.162.133 10.025 0,9
38 203 1.149.257 13.279 1,2
39 190 1.167.870 14.295 1,2
40 192 1.103.455 18.356 1,7
41 182 1.167.428 29.003 2,5
WÖCHENTLICHE AKTUALISIERUNG, QUELLE: RKI, STAND 14.10.2020
Erläuterung
Die Daten zur Anzahl der in Deutschland durchgeführten PCR-Testungen werden wöchentlich
vom RKI zusammengestellt und mittwochs veröffentlicht. Ein Großteil der meldenden Labore
stammt aus einer bundesweiten Abfrage eines fachärztlichen Berufsverbands. Die Zahl der
Tests ist nicht mit der Zahl der getesteten Personen gleichzusetzen, da in den Angaben
Mehrfachtestungen von Patienten enthalten sein können.
Prognose der täglichen PCR Testkapazitäten
Anzahl meldende Anzahl Tests
Kalenderwoche
Labore Gesamt
37 168 217.499
38 165 219.092
39 170 228.348
40 168 232.334
41 166 235.365
42 164 256.100
WÖCHENTLICHE AKTUALISIERUNG, QUELLE: RKI, STAND 14.10.2020
Erläuterung
Die vorangestellte Tabelle gibt die prognostizierte PCR-Testkapazität pro Wochentag wieder
und wird jeweils dienstags für die folgende Kalenderwoche neu berechnet.
1.3.1 ZUSAMMENFASSUNG
Bislang wurden insgesamt 19.276.507 Tests mit 375.995 positiven Ergebnissen
durchgeführt.
Die erfassten maximalen Testkapazitäten haben sich in den letzten Wochen deutlich
erhöht. Für die 42. KW werden Kapazitäten von mind. 1.712.246 Tests prognostiziert
(Schätzung, Zahl variiert durch Anzahl der Labore und Arbeitstage). Dies deckt den
Bedarf für Deutschland gut ab.
In der 41. KW wurde von 47 Laboren ein Rückstau von insgesamt
16.840 abzuarbeitenden Proben gemeldet. 32 Labore berichteten über
Lieferschwierigkeiten für Reagenzien (in der 40. KW 32 Labore).
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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
2 RESSOURCEN
2.1 RESSOURCEN GESUNDHEIT
2.1.1 ÜBERLASTUNGSANZEIGEN
Seit Beginn der Erfassung am 30.04.2020 sind beim Robert Koch-Institut (RKI) insgesamt
41 Mitteilungen zu Kapazitätsengpässen in Landkreisen/kreisfreien Städten eingegangen.
Derzeit liegen dem RKI 13 Mitteilungen zu Kapazitätsengpässen der Kategorie 2 und 9
Mitteilungen der Kategorie 3 vor.
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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
Aktueller
Datum der
Kreis Status der Unterstützungsbedarf
Übermittlung
Kapazitäten
LK Pinneberg (SH) 2 Kontaktpersonennachverfolgung 25.09.2020
LK Stormarn (SH) 3 Akuter Personalmangel 07.10.2020
Berlin (BE) 2 Kontaktpersonennachverfolgung, 28.09.2020
Quarantänebetreuung
und -überwachung,
Abstrichentnahme,
Krisenstab der Senatsverwaltung
AG Infektionsschutz LaGeSo
LK Esslingen (BW) 2 Kontaktpersonennachverfolgung 04.10.2020
LK Rhein-Neckar-Kreis (BW) 2 Kontaktpersonennachverfolgung 16.10.2020
LK Karlsruhe (BW) 3 Kontaktpersonennachverfolgung 16.10.2020
LK Calw (BW) 2 Kontaktpersonennachverfolgung 16.10.2020
Ausbruchsuntersuchungen
LK Heilbronn (BW) 3 Kontaktpersonennachverfolgung 16.10.2020
Ausbruchsuntersuchungen
LK Breisgau- 2 Kontaktpersonennachverfolgung 16.10.2020
Hochschwarzwald (BW) Personalmangel
LK Rottweil (BW) 3 Kontaktpersonennachverfolgung 16.10.2020
LK Lörrach (BW) 2 Kontaktpersonennachverfolgung 16.10.2020
LK Alb-Dona-Kreis (BW) 3 Kontaktpersonennachverfolgung 19.10.2020
Indexfallermittlung
LK Ortenaukreis (BW) 3 Kontaktpersonennachverfolgung 19.10.2020
Indexfallermittlung
LK Lahn-Dill-Kreis (HE) 2 Kontaktpersonennachverfolgung 02.10.2020
LK Offenbach (HE) 2 Kontaktpersonennachverfolgung 02.10.2020
LK Bergstraße (HE) 2 Kontaktpersonennachverfolgung 08.10.2020
SK Frankfurt (HE) 3 Kontaktpersonennachverfolgung 08.10.2020
LK Gießen (HE) 2 Kontaktpersonennachverfolgung 08.10.2020
LK Marburg-Biedenkopf (HE) 2 Kontaktpersonennachverfolgung 08.10.2020
SK Offenbach (HE) 3 Kontaktpersonennachverfolgung 08.10.2020
LK Groß-Gerau (HE) 2 Kontaktpersonennachverfolgung 19.10.2020
SK+LK Kassel (HE) 3 Kontaktpersonennachverfolgung 19.10.2020
Baden-Württemberg
Der LK Esslingen meldet Kapazitätsengpässe im Rahmen der Kontaktpersonen-
nachverfolgung. Es wurden Maßnahmen auf lokaler und Landesebene eingeleitet.
Der LK Rhein-Neckar-Kreis meldet Kapaztitätenengpässe im Rahmen der Kontaktpersonen-
nachverfolgung. Es laufen bilateral Gespräche mit der Bundeswehr bezüglich Unterstützung.
Zusätzlich wurden weitere Rekrutierungen zwecks personeller Unterstützung in die Wege
geleitet.
Der LK Karlsruhe meldet, dass durch die steigenden Zahlen von Kontaktpersonen ersten
Grades die zeitnahe Nachverfolgung nicht mehr sichergestellt ist. Es wurden Mitarbeiter aus
anderen Verwaltungen des Landkreises und der Stadt abgeordnet, um bei der
Kontaktpersonennachverfolgung mitzuhelfen, und ein Antrag an die Bundeswehr bezüglich
Unterstützung gestellt.
Der LK Calw meldet Kapzitätenengpässe im Rahmen der Kontaktpersonenachverfolgung und
Ausbruchsuntersuchungen. Es wurden Maßnahmen auf lokaler und Landesebene zur
Unterstützung eingeleitet.
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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
Der LK Heilbronn meldet Kapazitätenengpässe im Rahmen der Kontaktpersonennachverfol-
gung und starke Ressourcenbindung durch Ausbruchsuntersuchen in Flüchtlingsunterkünften
und größeren Betrieben.
Der LK Breisgau - Hochschwarzwald meldet Kapazitätenengpässe durch Personalmangel. Eine
kurzfristige Personalaufstockung durch 5 Personen der Bundeswehr und weiterer Personen
aus anderen Verwaltungsbereichen des Landratsamtes erfolgt. Es wird fortlaufend externes
Personal rekrutiert.
Der LK Rottweil meldet Kapazitätenengpässe im Rahmen der Kontaktpersonennachverfol-
gung. Es wurde personelle Unterstützung bei der Bundeswehr angefragt.
Der LK Lörrach meldet Kapazitätenengpässe im Rahmen der Kontaktpersonennachverfol-
gung. Es wurde personelle Unterstützung bei der Bundeswehr angefragt.
Der LK Alb-Donau-Kreis meldet Kapazitätenengpässe im Rahmen der Kontaktpersonennach-
verfolgung und der Indexfallermittlung. Es wurden bereits Maßnahmen zur Unterstützung auf
lokaler und Landesebene in die Wege geleitet. Das Gesundheitsamt bittet um weitere
Hilfeleistung von Seiten des Landesgesundheitsamtes, des RKI und von vergleichbaren
Institutionen. Ein Amtshilfeersuchen wurde nicht gestellt.
Der LK Offenburg meldet Kapazitätenengpässe im Rahmen der Kontaktpersonennachverfol-
gung. Das Gesundheitsamt wird aus anderen Ämtern des Landkreises personell unterstützt. Es
laufen bilateral Gespräche zwecks Unterstützung durch die Bundeswehr.
Berlin
Das Land Berlin hat für seine bezirklichen Gesundheitsämter insgesamt Kapazitätsengpässe
der Kategorie 2 gemeldet. Das RKI wurde in diesem Rahmen am 27.09. um Amtshilfe gebeten.
Berlin wird durch Dauerentsendung einer RKI-Mitarbeiterin im Krisenstab der
Senatsverwaltung für Gesundheit sowie epidemiologische Unterstützung im LaGeSo
unterstützt; darüber hinaus entsendet das RKI Mitarbeitende an das LaGeSo und an
verschiedene Gesundheitsämter im Bereich Kontaktpersonenachverfolgung.
Hessen
Der LK Lahn-Dill-Kreis meldet Kapazitätsengpässe bei der Kontaktpersonennachverfolgung.
Zusätzliches Personal kann wegen fehlender räumlicher Kapazitäten erst Mitte November
tätig werden. Maßnahmen des Landes zur Rekrutierung zusätzlichen Personals wurden
eingeleitet.
Der LK Offenbach meldet ebenfalls Kapazitätsengpässe bei Kontaktpersonennachverfolgung.
Derzeit sind keine Kapazitäten räumlicher organisatorischer und technischer Art für weitere
Kräfte vorhanden, trotz neu erstelltem Modulbau.
Der LK Bergstraße meldet ebenfalls Kapazitätenengpässe im Rahmen der
Kontaktpersonennachverfolgung. Es wurden Maßnahmen auf lokaler und Landesebene
eingeleitet.
Der SK Frankfurt meldet, dass die Kontaktpersonennachverfolgung aufgrund von
Kapazitätenengpässen nicht mehr vollständig durchführbar ist. Es wurden Maßnahmen zur
personellen Unterstützung eingeleitet. Am 08.10.2020 stellte SK Frankfurt ein
Amtshilfeersuchen an das RKI mit der Bitte um Unterstützung durch Containment Scouts,
dem das RKI aufgrund derzeit nicht verfügbarer weiterer Containment Scouts nicht
nachkommen konnte.
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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
Der LK Gießen meldet ebenfalls Kapazitätenengpässe im Rahmen der Kontaktpersonennach-
verfolgung. Es wurden Maßnahmen auf lokaler und Landesebene eingeleitet.
Der LK Marburg-Biedenkopf stellte am 04.10.2020 ein Amtshilfeersuchen an das RKI aufgrund
von Kapazitätenengpässe im Rahmen der Kontaktpersonennachverfolgung. Am 07.10.2020
stellte das RKI 2 Containment Scouts für 7-10 Tage als Unterstützung vor Ort.
Der SK Offenbach meldet ebenfalls Kapaztitätenengpässe bei der Kontaktpersonennach-
verfolgung. Es wurden Maßnahmen zur personellen Unterstützung eingeleitet. Am 08.10.2020
stellte SK Offenbach ein Amtshilfeersuchen an das RKI mit der Bitte um Unterstützung durch
Containment Scouts. Auch diesem konnte das RKI aufgrund derzeit nicht verfügbarer weiterer
Containment Scouts nicht nachkommen.
Der LK Groß-Gerau meldet Kapazititätengpässe im Rahmen der Kontaktpersonennachverfol-
gung.
Der LK und SK Kassel teilen sich ein zuständiges Gesundheitsamt und melden Kapazititäten-
engpässe im Rahmen der Kontaktpersonennachverfolgung.
Schleswig-Holstein
Der LK Pinneberg meldet Kapazitätsengpässe bei der Kontaktpersonennachverfolgung. Das
zuständige Gesundheitsamt wird durch die Bundeswehr unterstützt.
Im LK Stormann besteht aufgrund von Ausfällen/Erkrankungen ein akuter Personalmangel.
Gespräche bzgl. einer Unterstützung durch die Bundeswehr laufen bilateral.
QUELLE: RKI, STAND 20.10.2020
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