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Dieses Dokument ist Teil der Anfrage „Lagebilder und Protokolle des Corona-Krisenstabs

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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH

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                                                                                           Verfügbare        Beurteilung
    Region                                                    100.000 Einwohner/
                                                                                         Intensivbetten**
                                                               7 Tage kumulativ*
    199      SK Erlangen                                                 36,4                 1.186
    200      LK Neumarkt i.d.OPf.                                        36,4                 1.132
    201      LK Odenwaldkreis                                            36,2                 2.064
    202      SK Kaufbeuren                                               36,0                   999
    203      LK Diepholz                                                 35,9                 1.651
    204      LK Rastatt                                                  35,9                 1.972
    205      LK Jerichower Land                                          35,7                 1.279
    206      LK Nürnberger Land                                          35,1                 1.144
                     * LK/SK   HAT DIE GRENZE VON 35 ÜBERSCHRITTEN, ** INTENSIVBETTENZAHL IM UMKREIS VON 100 KM,
                                                VERFÜGBARE INTENSIVBETTEN SCHLIESSEN DEN BETRIEB DES BETTES EIN
                     OHNE EINSCHRÄNKUNGEN             MIT EINSCHRÄNKUNGEN    MIT ERHEBLICHEN EINSCHRÄNKUNGEN
                                                                      QUELLEN: RKI, DIVI, BMG, DRK, STAND 20.10.2020




1.1.13 INFEKTIONSGESCHEHEN AM SITZ DER BUNDESREGIERUNG
                                                       Freie Intensiv-      Freie Intensiv-       7-Tage     BER Corona
                    Bestätigte               Todes-
                                    Diff.*             kapazitäten vor       kapazitäten         Inzidenz      Ampel
                      Fälle                   fälle
                                                             Ort           100 km Umkreis
Berlin               222.726        822       243           196                  497              93,8        **   ***   ****

Bonn                  1.646          0         10            48                 3.033             46,1
                                             *DIFFERENZ ZUM VORTAG, **R-WERT, ***7-TAGE-INZIDENZ, ****ITS-BELEGUNG
                                        QUELLE: SENATSVERWALTUNG BERLIN, STADT BONN, MAGS, DIVI, STAND 20.10.2020



1.1.14 ZUSAMMENFASSUNG EPIDEMIOLOGIE – ÜBERLASTUNGSSITUATIONEN
     Berlin (BE): Zur Eindämmung der Corona-Pandemie sollen die Menschen in Berlin auch
      im öffentlichen Raum verstärkt eine Maske tragen. Der Senat verständigte sich am
      Dienstag nach rbb-Informationen auf eine entsprechende dringende Empfehlung. In der
      Region Berlin Brandenburg unterstützen derzeit 460 Bundeswehrsoldaten die Arbeit in
      den Gesundheitsämtern, vor allem bei der Nachverfolgung von Corona-Kontakten. Im
      Krankenhaus isoliert und behandelt werden 314 (+18) Personen, davon werden
      80 (+13) intensivmedizinisch versorgt.* * Die Daten zur Belegung der Krankenhäuser beziehen sich auf den Vortag.
      Die 7-Tage-Inzidenz beträgt in den Bezirken Neukölln 156,6, Mitte 124,7, Friedrichshain-
      Kreuzberg 118,1, Tempelhof-Schöneberg 107,4, Charlottenburg-Wilmersdorf 97,5,
      Reinickendorf 88,6, Spandau 69,0, Steglitz-Zehlendorf 59,2, Pankow 52,3, Lichtenberg
      45,7, Treptow-Köpenick 41,3, und Mahrzahn-Hellersdorf 31,2 Fälle/100.000 Einwohner.
     Im SK Bonn (NW) sind mit Stand 20.10. 225 aktive Fälle registriert. 15 Personen befinden
      sich in stationärer Behandlung, 9 von ihnen müssen beatmet werden. Erste Kontrollen des
      Stadtordnungsdienstes haben ergeben, dass sich die überwiegende Mehrheit der
      Bürgerinnen und Bürger vernünftig verhält und die Maskenpflicht in den Fußgängerzonen
      und Einkaufsstraßen beachtet.
     Im LK Berchtesgadener Land (BY) sind mit Stand 20.10. 260 Fälle registriert, im Vergleich
      zum Vortag wurden 40 Neuinfektionen verzeichnet. Keine Person befindet sich in
      stationärer Behandlung. Landrat Bernhard Kern hat den faktischen Lockdown in seinem
      Landkreis als „sehr nötig“ bezeichnet. Die Zahl der Corona-Patienten im Klinikum Bad
      Reichenhall seien deutlich gestiegen. Er hofft auf mehr Normalität nach den Herbstferien.

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   Im SK Delmenhorst (NI) sind mit Stand 20.10. 231 aktive Fälle registriert, gegenüber dem
    Vortag wurden 20 Neuinfektionen verzeichnet. 3 Personen werden stationär behandelt
    und müssen beatmet werden. Man werde die Entwicklung die nächsten sieben bis zehn
    Tage beobachten, so Jahnz. Dann müsse man die Lage neu bewerten. Ob es dann zu einem
    Lockdown kommt, sei derzeit reine Spekulation.
   Im LK Cloppenburg (NI) sind mit Stand 20.10. 5 aktive Fälle registriert, gegenüber dem
    Vortag wurden 11 Neuinfektionen verzeichnet. 2 Personen befinden sich in stationärer, 1
    Person muss beatmet werden. Behandlung. Die Fälle liegen vorwiegend im privaten und
    beruflichen Umfeld. Betroffen sind auch größere Familien mit Bezug zum freikirchlichen
    Bereich. Seit dem 15.10. ist eine neue Allgemeinverfügung mit verschärften Corona-
    Regeln in Kraft.
   Im LK Rottal-Inn (BY) wurden in den letzten 7 Tagen 163 Fälle gemeldet. 3 Personen
    befinden sich in stationärer Behandlung, 3 Personen müssen beatmet werden. Fast alle
    neuen Fälle verteilen sich laut Landratsamt auf den gesamten Landkreis, es gebe also
    derzeit keine Hotspots mehr, sagte Pressesprecher Kempf dem BR.
   Im SK Offenbach (HE) sind mit Stand 20.10. 196 aktive Fälle registriert. 8 Personen
    befinden sich in stationärer Behandlung, 5 Personen werden beatmet. Der Krisenstab des
    Kreises hat aufgrund stark steigender Infektionszahlen weitere Allgemeinverfügungen für
    das gesamte Kreisgebiet erlassen.
   Im LK Sankt Wendel (SL) sind mit Stand 20.10. 166 aktive Fälle registriert, im Vergleich
    zum Vortag wurden 15 Neuinfektionen gemeldet. In den vergangenen Tagen hat es an
    Schulen und Kitas im Landkreis St. Wendel mehrere Corona-Fälle gegeben. Unter anderem
    befinden sich über 100 Kontaktpersonen einer Lehrkraft der Gemeinschaftsschule St.
    Wendel derzeit in Quarantäne.
   Im SK Frankfurt am Main (HE) sind mit Stand 20.10. 1.364 aktive Fälle registriert.
    26 Personen befinden sich in stationärer Behandlung, 11 davon müssen beatmet werden.
    Insgesamt 60 Bundeswehrsoldaten sollen in Frankfurt das Gesundheitsamt bei der
    Nachverfolgung von Corona-Infektionsketten unterstützen. Die Zahl der Helfer soll am
    Donnerstag erreicht sein, wie die Stadt am Montag mitteilte. Ab Freitag soll dann ein Zwei-
    Schicht-Betrieb anlaufen.
   Im Erzgebirgskreis (SN) wurden mit Stand 20.10. 43 Neuinfektionen verzeichnet.
    Betroffen sind u.a. 2 Pflegeeinrichtungen. Im Erzgebirgskreis sind zwei Pflegeheime stark
    von Corona betroffen. Im Pflegeheim “Alte Schule” in Grünhain sind 27 Bewohner und 24
    Mitarbeiter positiv auf das Corona-Virus getestet worden. In einer AWO-Einrichtung in
    Lengefeld sind 30 Bewohnern und 11 Beschäftigte infiziert. In Abstimmung mit dem
    Gesundheitsamt haben die Betreiber der Einrichtung umfangreiche Maßnahmen zur
    Sicherstellung der Versorgung der Heimbewohner eingeleitet.
   Im SK Weiden i.d.OPf. (BY) wurden im Vergleich zum Vortag 9 Neuinfektionen
    verzeichnet. Keine Person befindet sich in stationärer Behandlung.
   Im SK Herne (NW) sind mit Stand 20.10. 300 aktive Fälle registriert. 9 Personen befinden
    sich in stationärer Behandlung, 3 Personen müssen beatmet werden. Ein vordergründiges
    Ausbruchsgeschehen ist nicht bekannt. In den vergangenen Tagen sind an mehreren



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     Herner Schulen einzelne Personen positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden. Zudem
     wurde bei Mitarbeitenden einer Pflegeeinrichtung das Coronavirus nachgewiesen.
    Im Eifelkreis Bitburg-Prüm (RP) sind mit Stand 20.10. 169 aktive Fälle registriert, im
     Vergleich zum Vortag wurden 18 Neuinfektionen gemeldet. 1 Person befinden sich in
     stationärer Behandlung, 1 Person muss beatmet werden. Der Anstieg der Fallzahlen liegt
     vorwiegend in privaten Feiern begründet. Zudem ist ein Teil der neuen Fälle auf
     Infektionen innerhalb einer Familie in der Verwaltungsgemeinschaft Prüm
     zurückzuführen. Der LK hat für die Kontaktpersonennachverfolgung Unterstützung bei
     der Bundeswehr angefordert.
    Im LK Birkenfeld (RP) sind mit Stand 20.10. 105 aktive Fälle registriert, gegenüber dem
     Vortag gab es 2 Neuinfektionen gemeldet worden. 1 Person befindet sich in stationärer
     Behandlung. Bei privaten Feiern im Kreis Birkenfeld sind nur noch zehn Personen aus bis
     zu zwei Haushalten erlaubt. Sportveranstaltungen sollen ohne Publikum stattfinden.
     Martinsumzüge und Weihnachtsmärkte im Kreis Birkenfeld sollten abgesagt werden. Auf
     stark frequentierten Plätzen, auch in Fußgängerzonen, sollte eine Maske getragen werden,
     so die Kreisverwaltung.
    Im LK Ostalbkreis (BW) gibt es aktuell in sieben Pflege- und Behinderteneinrichtungen
     Corona-Infektionen. Nach Angaben des Landratsamts wurden dort entweder ein
     Bewohner oder jemand vom Personal positiv getestet. Jetzt werden insgesamt 160
     Personen getestet. Die 7 Tage-Inzidenz beträgt im LK Ostalbkreis 39,2 Fälle/100.000
     Einwohner.
    Im LK Ostholstein (SH) in Timmendorfer Strand sind fast alle Testergebnisse der rund 100
     Mitarbeiter des Grand Hotel Seeschlösschen da. Die Zahl der Infizierten stieg von drei auf
     35. Auf acht Resultate wird noch gewartet. Alle Beschäftigten sind seit vergangenen
     Sonnabend ohnehin in Quarantäne. Jetzt müssen die Behörden die Infektionsketten
     zurückverfolgen. Dazu werden mögliche Kontaktpersonen ermittelt und unter Umständen
     weitere Quarantänen angeordnet. Die 7 Tage-Inzidenz beträgt im LK Ostholstein
     31,4 Fälle/100.000 Einwohner.
    Im LK Dithmarschen (SH) wurden im Westküstenklinikum (WKK) in Heide in den
     vergangenen Tagen laut Kreisverwaltung 3 Mitarbeiter und 4 Patienten positiv auf das
     Coronavirus getestet. Die betroffene Station nimmt deshalb vorerst keine neuen Patienten
     mehr auf. Die Gesamtzahl der Patienten, die im WKK behandelt werden, ist auf 15
     gestiegen. Die 7 Tage-Inzidenz beträgt im LK Dithmarschen 27,8 Fälle/100.000
     Einwohner.
Zur besseren Übersicht werden relevante Tagesaktualisierungen in ROT markiert.




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1.2   INTENSIVKAPAZITÄTEN DEUTSCHLAND

1.2.1 ÜBERSICHT FREIER INTENSIVBETTEN PRO BUNDESLAND
Die Zahlen wurden auf Basis der am 20.10.2020 im DIVI-Intensivregister gemeldeten
Einrichtungen je Bundesland generiert (gesamt 1.286 Klinikstandorte).
Seit dem 16.04.2020 sind alle Kliniken verpflichtet sich im DIVI-Intensivregister anzumelden
und täglich die aktuellen Zahlen freier und belegter Intensivbetten zu aktualisieren.
Die Färbung entspricht dem Anteil der freien Intensivbetten auf Bundeslandebene. Dieser
schwankt zwischen 16% und 42%. Deutschlandweit sind 29% freie Intensivbetten angegeben.

1.2.2 IM DIVI-INTENSIVREGISTER ERFASSTE INTENSIVKAPAZITÄTEN IN
      DEUTSCHLAND

                                                                                                                        Beur-
                         ICU low care            ICU high care             ICU ECMO                Insgesamt           teilung

                       Frei      Gesamt         Frei      Gesamt         Frei      Gesamt        Frei      Gesamt

         Baden-
                         217       1.857          703       1.356           90        103         920       3.213         29%
   Württemberg
         Bayern          259       2.315          951       1.907           92        115      1.210        4.222         29%
          Berlin          20         532          176         706           27         38        196        1.238         16%
   Brandenburg            73         458          222         429            5          6        295          887         33%
        Bremen             5         111           29          93            6          6         34          204         17%
       Hamburg            62         413          217         418           26         32        279          831         34%
         Hessen          149       1.377          377         899           35         55        526        2.276         23%
  Mecklenburg-
                          53         423          179         364           17          18        232          787        29%
   Vorpommern
  Niedersachsen          102       1.364          786       1.249           56          70        888       2.613         34%
     Nordrhein-
                         479       3.910       1.479        3.227         137         183      1.958        7.137         27%
      Westfalen
     Rheinland-
                         127         708          413         736           24          27        540       1.444         37%
           Pfalz
       Saarland           41         274          169         292           15          18        210         566         37%
        Sachsen           56         916          533         858           20          30        589       1.774         33%
       Sachsen-
                          71         555          250         493           25          29        321       1.048         31%
         Anhalt
     Schleswig-
                          25         366          406         670           17          19        431       1.036         42%
       Holstein
      Thüringen          35         493          208         404           13          15        243         897          27%
         Gesamt       1.774      16.072        7.098      14.101          605         764      8.872      30.173          29%
        ICU low care: Ohne invasive Beatmung; ICU high care: Mit invasiver Beatmung; ECMO: Extrakorporale Membranoxygenierung;
                > 20% freie Intensivbetten                   10-20 % freie Intensivbetten              < 10 % freie Intensivbetten
                                                                                             QUELLE: DIVI, STAND 20.10.2020




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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH

1.2.3 KURZFRISTIGE PROGNOSE BENÖTIGTER INTENSIVBETTEN
Die folgenden kurzfristigen Prognosen benötigter Intensivbetten basieren auf dem
Erkrankungsbeginn von SARS-CoV-2 Fällen. Bei der Meldung erkrankter Fälle gibt es einen
Zeitverzug. Zu einem aktuellen Datum ist also nur ein Teil der neu erkrankten Fälle der letzten
Tage gemeldet. Durch Nowcasting wird eine Schätzung neu erkrankter, aber noch nicht
gemeldeter, SARS-CoV-2 Fälle unter Berücksichtigung des Diagnose- und Meldeverzug
erstellt. Aus dieser Schätzung wird die benötigte Zahl an Intensivbetten unter verschiedenen
Annahmen berechnet. Da neue Fälle nicht sofort, sondern mit einem gewissen Zeitverzug
intensivmedizinisch betreut werden müssen, kann eine kurzfristige Prognose zum Bedarf an
Intensivbetten gemacht werden. Für die Prognosen werden folgende Parameter
angenommen:
•    Für die Wahrscheinlichkeit, dass ein Fall zur Versorgung auf die Intensivstation muss,
     werden 1%, 3% oder 5% angenommen.
•    Die mittlere Zeit von Erkrankungsbeginn bis zur Aufnahme auf einer Intensivstation
     beträgt 10 Tage.
•    Die mittlere Aufenthaltsdauer auf der Intensivstation beträgt 14 oder 21 Tage.




             bei 14-tägigem Intensivaufenthalt           bei 21-tägigem Intensivaufenthalt
--------       aktuelle Belegung 879, Stand 20.10.2020
----------     Start der Maßnahmen zur Eindämmung der SARS-CoV-2 Epidemie in
               Deutschland (Bund-Länder-Vereinbarung zu Leitlinien gegen Ausbreitung des
               Corona Virus vom 16.03.2020; Bundesweit umfangreiches Kontaktverbot vom
               23.03.2020).
                                                              Wöchentliche Aktualisierung, Stand 19.10.2020




                                                                                  S e i t e 23 | 35
23

VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH

1.3     TESTKAPAZITÄTEN
Übersicht der durchgeführten PCR Tests
                         Anzahl meldende     Anzahl Testungen         positive          prozentualer Anteil
Kalenderwoche
                              Labore                                   Tests            der positiven Tests
          36                   192                  1.099.560                 8.175                      0,7
          37                   193                  1.162.133                10.025                      0,9
          38                   203                  1.149.257                13.279                      1,2
          39                   190                  1.167.870                14.295                      1,2
          40                   192                  1.103.455                18.356                      1,7
          41                   182                  1.167.428                29.003                      2,5
                                               WÖCHENTLICHE AKTUALISIERUNG, QUELLE: RKI, STAND 14.10.2020

Erläuterung
Die Daten zur Anzahl der in Deutschland durchgeführten PCR-Testungen werden wöchentlich
vom RKI zusammengestellt und mittwochs veröffentlicht. Ein Großteil der meldenden Labore
stammt aus einer bundesweiten Abfrage eines fachärztlichen Berufsverbands. Die Zahl der
Tests ist nicht mit der Zahl der getesteten Personen gleichzusetzen, da in den Angaben
Mehrfachtestungen von Patienten enthalten sein können.
Prognose der täglichen PCR Testkapazitäten
                                             Anzahl meldende                      Anzahl Tests
           Kalenderwoche
                                                 Labore                             Gesamt
                37                                 168                                217.499
                38                                 165                                219.092
                39                                 170                                228.348
                40                                 168                                232.334
                41                                 166                                235.365
                42                                 164                                256.100
                                               WÖCHENTLICHE AKTUALISIERUNG, QUELLE: RKI, STAND 14.10.2020
Erläuterung
Die vorangestellte Tabelle gibt die prognostizierte PCR-Testkapazität pro Wochentag wieder
und wird jeweils dienstags für die folgende Kalenderwoche neu berechnet.

1.3.1 ZUSAMMENFASSUNG
     Bislang wurden insgesamt 19.276.507 Tests mit 375.995 positiven Ergebnissen
      durchgeführt.
     Die erfassten maximalen Testkapazitäten haben sich in den letzten Wochen deutlich
      erhöht. Für die 42. KW werden Kapazitäten von mind. 1.712.246 Tests prognostiziert
      (Schätzung, Zahl variiert durch Anzahl der Labore und Arbeitstage). Dies deckt den
      Bedarf für Deutschland gut ab.
     In der 41. KW wurde von 47 Laboren ein Rückstau von insgesamt
      16.840 abzuarbeitenden Proben gemeldet. 32 Labore berichteten über
      Lieferschwierigkeiten für Reagenzien (in der 40. KW 32 Labore).




                                                                                       S e i t e 24 | 35
24

VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH

2     RESSOURCEN

2.1   RESSOURCEN GESUNDHEIT

2.1.1 ÜBERLASTUNGSANZEIGEN
Seit Beginn der Erfassung am 30.04.2020 sind beim Robert Koch-Institut (RKI) insgesamt
41 Mitteilungen zu Kapazitätsengpässen in Landkreisen/kreisfreien Städten eingegangen.
Derzeit liegen dem RKI 13 Mitteilungen zu Kapazitätsengpässen der Kategorie 2 und 9
Mitteilungen der Kategorie 3 vor.




                                                                     S e i t e 25 | 35
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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
                                 Aktueller
                                                                                   Datum der
             Kreis               Status der          Unterstützungsbedarf
                                                                                  Übermittlung
                                Kapazitäten
 LK Pinneberg (SH)                  2         Kontaktpersonennachverfolgung       25.09.2020
 LK Stormarn (SH)                   3         Akuter Personalmangel               07.10.2020
 Berlin (BE)                        2         Kontaktpersonennachverfolgung,      28.09.2020
                                              Quarantänebetreuung
                                              und -überwachung,
                                              Abstrichentnahme,
                                              Krisenstab der Senatsverwaltung
                                              AG Infektionsschutz LaGeSo
 LK Esslingen (BW)                  2         Kontaktpersonennachverfolgung       04.10.2020
 LK Rhein-Neckar-Kreis (BW)         2         Kontaktpersonennachverfolgung       16.10.2020
 LK Karlsruhe (BW)                  3         Kontaktpersonennachverfolgung       16.10.2020
 LK Calw (BW)                       2         Kontaktpersonennachverfolgung       16.10.2020
                                              Ausbruchsuntersuchungen
 LK Heilbronn (BW)                  3         Kontaktpersonennachverfolgung       16.10.2020
                                              Ausbruchsuntersuchungen
 LK Breisgau-                       2         Kontaktpersonennachverfolgung       16.10.2020
 Hochschwarzwald (BW)                         Personalmangel
 LK Rottweil (BW)                   3         Kontaktpersonennachverfolgung       16.10.2020
 LK Lörrach (BW)                    2         Kontaktpersonennachverfolgung       16.10.2020
 LK Alb-Dona-Kreis (BW)             3         Kontaktpersonennachverfolgung       19.10.2020
                                              Indexfallermittlung
 LK Ortenaukreis (BW)               3         Kontaktpersonennachverfolgung       19.10.2020
                                              Indexfallermittlung
 LK Lahn-Dill-Kreis (HE)            2         Kontaktpersonennachverfolgung       02.10.2020
 LK Offenbach (HE)                  2         Kontaktpersonennachverfolgung       02.10.2020
 LK Bergstraße (HE)                 2         Kontaktpersonennachverfolgung       08.10.2020
 SK Frankfurt (HE)                  3         Kontaktpersonennachverfolgung       08.10.2020
 LK Gießen (HE)                     2         Kontaktpersonennachverfolgung       08.10.2020
 LK Marburg-Biedenkopf (HE)         2         Kontaktpersonennachverfolgung       08.10.2020
 SK Offenbach (HE)                  3         Kontaktpersonennachverfolgung       08.10.2020
 LK Groß-Gerau (HE)                 2         Kontaktpersonennachverfolgung       19.10.2020
 SK+LK Kassel (HE)                  3         Kontaktpersonennachverfolgung       19.10.2020

Baden-Württemberg
Der LK Esslingen meldet Kapazitätsengpässe im Rahmen der Kontaktpersonen-
nachverfolgung. Es wurden Maßnahmen auf lokaler und Landesebene eingeleitet.
Der LK Rhein-Neckar-Kreis meldet Kapaztitätenengpässe im Rahmen der Kontaktpersonen-
nachverfolgung. Es laufen bilateral Gespräche mit der Bundeswehr bezüglich Unterstützung.
Zusätzlich wurden weitere Rekrutierungen zwecks personeller Unterstützung in die Wege
geleitet.
Der LK Karlsruhe meldet, dass durch die steigenden Zahlen von Kontaktpersonen ersten
Grades die zeitnahe Nachverfolgung nicht mehr sichergestellt ist. Es wurden Mitarbeiter aus
anderen Verwaltungen des Landkreises und der Stadt abgeordnet, um bei der
Kontaktpersonennachverfolgung mitzuhelfen, und ein Antrag an die Bundeswehr bezüglich
Unterstützung gestellt.
Der LK Calw meldet Kapzitätenengpässe im Rahmen der Kontaktpersonenachverfolgung und
Ausbruchsuntersuchungen. Es wurden Maßnahmen auf lokaler und Landesebene zur
Unterstützung eingeleitet.
                                                                            S e i t e 26 | 35
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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH

Der LK Heilbronn meldet Kapazitätenengpässe im Rahmen der Kontaktpersonennachverfol-
gung und starke Ressourcenbindung durch Ausbruchsuntersuchen in Flüchtlingsunterkünften
und größeren Betrieben.
Der LK Breisgau - Hochschwarzwald meldet Kapazitätenengpässe durch Personalmangel. Eine
kurzfristige Personalaufstockung durch 5 Personen der Bundeswehr und weiterer Personen
aus anderen Verwaltungsbereichen des Landratsamtes erfolgt. Es wird fortlaufend externes
Personal rekrutiert.
Der LK Rottweil meldet Kapazitätenengpässe im Rahmen der Kontaktpersonennachverfol-
gung. Es wurde personelle Unterstützung bei der Bundeswehr angefragt.
Der LK Lörrach meldet Kapazitätenengpässe im Rahmen der Kontaktpersonennachverfol-
gung. Es wurde personelle Unterstützung bei der Bundeswehr angefragt.
Der LK Alb-Donau-Kreis meldet Kapazitätenengpässe im Rahmen der Kontaktpersonennach-
verfolgung und der Indexfallermittlung. Es wurden bereits Maßnahmen zur Unterstützung auf
lokaler und Landesebene in die Wege geleitet. Das Gesundheitsamt bittet um weitere
Hilfeleistung von Seiten des Landesgesundheitsamtes, des RKI und von vergleichbaren
Institutionen. Ein Amtshilfeersuchen wurde nicht gestellt.
Der LK Offenburg meldet Kapazitätenengpässe im Rahmen der Kontaktpersonennachverfol-
gung. Das Gesundheitsamt wird aus anderen Ämtern des Landkreises personell unterstützt. Es
laufen bilateral Gespräche zwecks Unterstützung durch die Bundeswehr.

Berlin
Das Land Berlin hat für seine bezirklichen Gesundheitsämter insgesamt Kapazitätsengpässe
der Kategorie 2 gemeldet. Das RKI wurde in diesem Rahmen am 27.09. um Amtshilfe gebeten.
Berlin wird durch Dauerentsendung einer RKI-Mitarbeiterin im Krisenstab der
Senatsverwaltung für Gesundheit sowie epidemiologische Unterstützung im LaGeSo
unterstützt; darüber hinaus entsendet das RKI Mitarbeitende an das LaGeSo und an
verschiedene Gesundheitsämter im Bereich Kontaktpersonenachverfolgung.
Hessen
Der LK Lahn-Dill-Kreis meldet Kapazitätsengpässe bei der Kontaktpersonennachverfolgung.
Zusätzliches Personal kann wegen fehlender räumlicher Kapazitäten erst Mitte November
tätig werden. Maßnahmen des Landes zur Rekrutierung zusätzlichen Personals wurden
eingeleitet.
Der LK Offenbach meldet ebenfalls Kapazitätsengpässe bei Kontaktpersonennachverfolgung.
Derzeit sind keine Kapazitäten räumlicher organisatorischer und technischer Art für weitere
Kräfte vorhanden, trotz neu erstelltem Modulbau.
Der LK Bergstraße meldet ebenfalls Kapazitätenengpässe im Rahmen der
Kontaktpersonennachverfolgung. Es wurden Maßnahmen auf lokaler und Landesebene
eingeleitet.
Der SK Frankfurt meldet, dass die Kontaktpersonennachverfolgung aufgrund von
Kapazitätenengpässen nicht mehr vollständig durchführbar ist. Es wurden Maßnahmen zur
personellen Unterstützung eingeleitet. Am 08.10.2020 stellte SK Frankfurt ein
Amtshilfeersuchen an das RKI mit der Bitte um Unterstützung durch Containment Scouts,
dem das RKI aufgrund derzeit nicht verfügbarer weiterer Containment Scouts nicht
nachkommen konnte.

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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH

Der LK Gießen meldet ebenfalls Kapazitätenengpässe im Rahmen der Kontaktpersonennach-
verfolgung. Es wurden Maßnahmen auf lokaler und Landesebene eingeleitet.
Der LK Marburg-Biedenkopf stellte am 04.10.2020 ein Amtshilfeersuchen an das RKI aufgrund
von Kapazitätenengpässe im Rahmen der Kontaktpersonennachverfolgung. Am 07.10.2020
stellte das RKI 2 Containment Scouts für 7-10 Tage als Unterstützung vor Ort.
Der SK Offenbach meldet ebenfalls Kapaztitätenengpässe bei der Kontaktpersonennach-
verfolgung. Es wurden Maßnahmen zur personellen Unterstützung eingeleitet. Am 08.10.2020
stellte SK Offenbach ein Amtshilfeersuchen an das RKI mit der Bitte um Unterstützung durch
Containment Scouts. Auch diesem konnte das RKI aufgrund derzeit nicht verfügbarer weiterer
Containment Scouts nicht nachkommen.
Der LK Groß-Gerau meldet Kapazititätengpässe im Rahmen der Kontaktpersonennachverfol-
gung.
Der LK und SK Kassel teilen sich ein zuständiges Gesundheitsamt und melden Kapazititäten-
engpässe im Rahmen der Kontaktpersonennachverfolgung.
Schleswig-Holstein
Der LK Pinneberg meldet Kapazitätsengpässe bei der Kontaktpersonennachverfolgung. Das
zuständige Gesundheitsamt wird durch die Bundeswehr unterstützt.
Im LK Stormann besteht aufgrund von Ausfällen/Erkrankungen ein akuter Personalmangel.
Gespräche bzgl. einer Unterstützung durch die Bundeswehr laufen bilateral.
                                                                  QUELLE: RKI, STAND 20.10.2020




                                                                         S e i t e 28 | 35
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