20201027-lagebild-gemeinsamer-krisenstab-bmi-bmg
Dieses Dokument ist Teil der Anfrage „Lagebilder und Protokolle des Corona-Krisenstabs“
VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
Die folgenden kurzfristigen Prognosen benötigter Intensivbetten basieren auf dem
Erkrankungsbeginn von SARS-CoV-2 Fällen. Bei der Meldung erkrankter Fälle gibt es einen
Zeitverzug. Zu einem aktuellen Datum ist also nur ein Teil der neu erkrankten Fälle der letzten
Tage gemeldet. Durch Nowcasting wird eine Schätzung neu erkrankter, aber noch nicht
gemeldeter, SARS-CoV-2 Fälle unter Berücksichtigung des Diagnose- und Meldeverzug
erstellt. Aus dieser Schätzung wird die benötigte Zahl an Intensivbetten unter verschiedenen
Annahmen berechnet. Da neue Fälle nicht sofort, sondern mit einem gewissen Zeitverzug
intensivmedizinisch betreut werden müssen, kann eine kurzfristige Prognose zum Bedarf an
Intensivbetten gemacht werden. Für die Prognosen werden folgende Parameter
angenommen:
• Für die Wahrscheinlichkeit, dass ein Fall zur Versorgung auf die Intensivstation muss,
werden 1%, 3% oder 5% angenommen.
• Die mittlere Zeit von Erkrankungsbeginn bis zur Aufnahme auf einer Intensivstation
beträgt 10 Tage.
• Die mittlere Aufenthaltsdauer auf der Intensivstation beträgt 14 oder 21 Tage.
bei 14-tägigem Intensivaufenthalt bei 21-tägigem Intensivaufenthalt
-------- aktuelle Belegung 1.362, Stand 26.10.2020
---------- Start der Maßnahmen zur Eindämmung der SARS-CoV-2 Epidemie in
Deutschland (Bund-Länder-Vereinbarung zu Leitlinien gegen Ausbreitung des
Corona Virus vom 16.03.2020; Bundesweit umfangreiches Kontaktverbot vom
23.03.2020).
Wöchentliche Aktualisierung, Stand 19.10.2020
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1.3 TESTKAPAZITÄTEN
Übersicht der durchgeführten PCR Tests
Anzahl meldende Anzahl Testungen positive prozentualer Anteil
Kalenderwoche
Labore Tests der positiven Tests
37 194 1.164.932 10.046 0,9
38 202 1.146.193 13.253 1,2
39 188 1.155.333 14.082 1,2
40 190 1.101.080 18.279 1,7
41 187 1.186.206 29.540 2,5
42 183 1.195.661 43.308 3,6
WÖCHENTLICHE AKTUALISIERUNG, QUELLE: RKI, STAND 21.10.2020
Erläuterung
Die Daten zur Anzahl der in Deutschland durchgeführten PCR-Testungen werden wöchentlich
vom RKI zusammengestellt und mittwochs veröffentlicht. Ein Großteil der meldenden Labore
stammt aus einer bundesweiten Abfrage eines fachärztlichen Berufsverbands. Die Zahl der
Tests ist nicht mit der Zahl der getesteten Personen gleichzusetzen, da in den Angaben
Mehrfachtestungen von Patienten enthalten sein können.
Prognose der täglichen PCR Testkapazitäten
Anzahl meldende Anzahl Tests
Kalenderwoche
Labore Gesamt
38 165 219.092
39 170 228.348
40 168 232.334
41 166 235.365
42 164 256.100
43 167 262.817
WÖCHENTLICHE AKTUALISIERUNG, QUELLE: RKI, STAND 21.10.2020
Erläuterung
Die vorangestellte Tabelle gibt die prognostizierte PCR-Testkapazität pro Wochentag wieder
und wird jeweils dienstags für die folgende Kalenderwoche neu berechnet.
1.3.1 ZUSAMMENFASSUNG
Bislang wurden insgesamt 20.380.376 Tests mit 418.871 positiven Ergebnissen
durchgeführt.
Die erfassten maximalen Testkapazitäten haben sich in den letzten Wochen deutlich er-
höht. Für die 43. KW werden Kapazitäten von mind. 1.755.794 Tests prognostiziert
(Schätzung, Zahl variiert durch Anzahl der Labore und Arbeitstage). Dies deckt den
Bedarf für Deutschland gut ab.
In der 42. KW wurde von 52 Laboren ein Rückstau von insgesamt
20.799 abzuarbeitenden Proben gemeldet. 37 Labore berichteten über
Lieferschwierigkeiten für Reagenzien (in der 41. KW 32 Labore).
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2 RESSOURCEN
2.1 RESSOURCEN GESUNDHEIT
2.1.1 ÜBERLASTUNGSANZEIGEN
Seit Beginn der Erfassung am 30.04.2020 sind beim Robert Koch-Institut (RKI) insgesamt
41 Mitteilungen zu Kapazitätsengpässen in Landkreisen/kreisfreien Städten eingegangen.
Derzeit liegen dem RKI 13 Mitteilungen zu Kapazitätsengpässen der Kategorie 2 und 9
Mitteilungen der Kategorie 3 vor.
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Aktueller
Datum der
Kreis Status der Unterstützungsbedarf
Übermittlung
Kapazitäten
LK Pinneberg (SH) 2 Kontaktpersonennachverfolgung 25.09.2020
LK Stormarn (SH) 3 Akuter Personalmangel 07.10.2020
Berlin (BE) 2 Kontaktpersonennachverfolgung, 28.09.2020
Quarantänebetreuung
und -überwachung,
Abstrichentnahme,
Krisenstab der Senatsverwaltung
AG Infektionsschutz LaGeSo
LK Esslingen (BW) 2 Kontaktpersonennachverfolgung 04.10.2020
LK Rhein-Neckar-Kreis (BW) 2 Kontaktpersonennachverfolgung 16.10.2020
LK Karlsruhe (BW) 3 Kontaktpersonennachverfolgung 16.10.2020
LK Calw (BW) 2 Kontaktpersonennachverfolgung 16.10.2020
Ausbruchsuntersuchungen
LK Heilbronn (BW) 3 Kontaktpersonennachverfolgung 16.10.2020
Ausbruchsuntersuchungen
LK Breisgau- 2 Kontaktpersonennachverfolgung 16.10.2020
Hochschwarzwald (BW) Personalmangel
LK Rottweil (BW) 3 Kontaktpersonennachverfolgung 16.10.2020
LK Lörrach (BW) 2 Kontaktpersonennachverfolgung 16.10.2020
LK Alb-Dona-Kreis (BW) 3 Kontaktpersonennachverfolgung 19.10.2020
Indexfallermittlung
LK Ortenaukreis (BW) 3 Kontaktpersonennachverfolgung 19.10.2020
Indexfallermittlung
LK Lahn-Dill-Kreis (HE) 2 Kontaktpersonennachverfolgung 02.10.2020
LK Offenbach (HE) 2 Kontaktpersonennachverfolgung 02.10.2020
LK Bergstraße (HE) 2 Kontaktpersonennachverfolgung 08.10.2020
SK Frankfurt (HE) 3 Kontaktpersonennachverfolgung 08.10.2020
LK Gießen (HE) 2 Kontaktpersonennachverfolgung 08.10.2020
LK Marburg-Biedenkopf (HE) 2 Kontaktpersonennachverfolgung 08.10.2020
SK Offenbach (HE) 3 Kontaktpersonennachverfolgung 08.10.2020
LK Groß-Gerau (HE) 2 Kontaktpersonennachverfolgung 19.10.2020
SK+LK Kassel (HE) 3 Kontaktpersonennachverfolgung 19.10.2020
Baden-Württemberg
Der LK Esslingen meldet Kapazitätsengpässe im Rahmen der Kontaktpersonennach-
verfolgung. Es wurden Maßnahmen auf lokaler und Landesebene eingeleitet.
Der LK Rhein-Neckar-Kreis meldet Kapaztitätenengpässe im Rahmen der Kontaktpersonen-
nachverfolgung. Es laufen bilateral Gespräche mit der Bundeswehr bezüglich Unterstützung.
Zusätzlich wurden weitere Rekrutierungen zwecks personeller Unterstützung in die Wege
geleitet.
Der LK Karlsruhe meldet, dass durch die steigenden Zahlen von Kontaktpersonen ersten
Grades die zeitnahe Nachverfolgung nicht mehr sichergestellt ist. Es wurden Mitarbeiter aus
anderen Verwaltungen des Landkreises und der Stadt abgeordnet, um bei der
Kontaktpersonennachverfolgung mitzuhelfen, und ein Antrag an die Bundeswehr bezüglich
Unterstützung gestellt.
Der LK Calw meldet Kapzitätenengpässe im Rahmen der Kontaktpersonenachverfolgung und
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Ausbruchsuntersuchungen. Es wurden Maßnahmen auf lokaler und Landesebene zur
Unterstützung eingeleitet.
Der LK Heilbronn meldet Kapazitätenengpässe im Rahmen der Kontaktpersonen-
nachverfolgung und starke Ressourcenbindung durch Ausbruchsuntersuchen in
Flüchtlingsunterkünften und größeren Betrieben.
Der LK Breisgau - Hochschwarzwald meldet Kapazitätenengpässe durch Personalmangel. Eine
kurzfristige Personalaufstockung durch 5 Personen der Bundeswehr und weiteren Personen
aus anderen Verwaltungsbereichen des Landratsamtes ist erfolgt. Es wird fortlaufend externes
Personal rekrutiert.
Der LK Rottweil meldet Kapazitätenengpässe im Rahmen der Kontaktpersonen-
nachverfolgung. Es wurde personelle Unterstützung bei der Bundeswehr angefragt.
Der LK Lörrach meldet Kapazitätenengpässe im Rahmen der Kontaktpersonen-
nachverfolgung. Es wurde personelle Unterstützung bei der Bundeswehr angefragt.
Der LK Alb-Donau-Kreis meldet Kapazitätenengpässe im Rahmen der Kontaktpersonen-
nachverfolgung und der Indexfallermittlung. Es wurden bereits Maßnahmen zur
Unterstützung auf lokaler und Landesebene in die Wege geleitet. Das Gesundheitsamt bittet
um weitere Hilfeleistung von Seiten des Landesgesundheitsamtes, des RKI und von
vergleichbaren Institutionen. Ein Amtshilfeersuchen wurde nicht gestellt.
Der LK Offenburg meldet Kapazitätenengpässe im Rahmen der Kontaktpersonen-
nachverfolgung. Das Gesundheitsamt wird aus anderen Ämtern des Landkreises personell
unterstützt. Es laufen bilateral Gespräche zwecks Unterstützung durch die Bundeswehr.
Berlin
Das Land Berlin hat für seine bezirklichen Gesundheitsämter insgesamt Kapazitätsengpässe
der Kategorie 2 gemeldet. Das RKI wurde in diesem Rahmen am 27.09. um Amtshilfe gebeten.
Berlin wird durch Dauerentsendung einer RKI-Mitarbeiterin im Krisenstab der
Senatsverwaltung für Gesundheit sowie epidemiologische Unterstützung im LaGeSo
unterstützt; darüber hinaus entsendet das RKI Mitarbeitende an das LaGeSo und an
verschiedene Gesundheitsämter im Bereich Kontaktpersonenachverfolgung.
Hessen
Der LK Lahn-Dill-Kreis meldet Kapazitätsengpässe bei der Kontaktpersonennachverfolgung.
Zusätzliches Personal kann wegen fehlender räumlicher Kapazitäten erst Mitte November
tätig werden. Maßnahmen des Landes zur Rekrutierung zusätzlichen Personals wurden
eingeleitet.
Der LK Offenbach meldet ebenfalls Kapazitätsengpässe bei Kontaktpersonennachverfolgung.
Derzeit sind keine Kapazitäten räumlicher organisatorischer und technischer Art für weitere
Kräfte vorhanden, trotz neu erstelltem Modulbau.
Der LK Bergstraße meldet ebenfalls Kapazitätenengpässe im Rahmen der
Kontaktpersonennachverfolgung. Es wurden Maßnahmen auf lokaler und Landesebene
eingeleitet.
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Der SK Frankfurt meldet, dass die Kontanktpersonennachverfolgung aufgrund von
Kapazitätenengpässen nicht mehr vollständig durchführbar ist. Es wurden Maßnahmen zur
personellen Unterstützung eingeleitet. Am 08.10.2020 stellte SK Frankfurt ein
Amtshilfeersuchen an das RKI mit der Bitte um Unterstützung durch Containment Scouts,
dem das RKI aufgrund derzeit nicht verfügbarer weiterer Containment Scouts nicht
nachkommen konnte.
Der LK Gießen meldet ebenfalls Kapazitätenengpässe im Rahmen der Kontaktpersonen-
nachverfolgung. Es wurden Maßnahmen auf lokaler und Landesebene eingeleitet.
Der LK Marburg-Biedenkopf stellte am 04.10.2020 ein Amtshilfeersuchen an das RKI aufgrund
von Kapazitätenengpässe im Rahmen der Kontaktpersonennachverfolgung. Am 07.10.2020
stellte das RKI 2 Containment Scouts für 7-10 Tage als Unterstützung vor Ort.
Der SK Offenbach meldet ebenfalls Kapazitätenengpässe bei der Kontaktpersonen-
nachverfolgung. Es wurden Maßnahmen zur personellen Unterstützung eingeleitet. Am
08.10.2020 stellte SK Offenbach ein Amtshilfeersuchen an das RKI mit der Bitte um
Unterstützung durch Containment Scouts. Auch diesem konnte das RKI aufgrund derzeit nicht
verfügbarer weiterer Containment Scouts nicht nachkommen.
Der LK Groß-Gerau meldet Kapazitätengpässe im Rahmen der Kontaktpersonen-
nachverfolgung.
Der LK und SK Kassel teilen sich ein zuständiges Gesundheitsamt und melden Kapazitäts-
engpässe im Rahmen der Kontaktpersonennachverfolgung.
Schleswig-Holstein
Der LK Pinneberg meldet Kapazitätsengpässe bei der Kontaktpersonennachverfolgung. Das
zuständige Gesundheitsamt wird durch die Bundeswehr unterstützt.
Im LK Stormann besteht aufgrund von Ausfällen/Erkrankungen ein akuter Personalmangel.
Gespräche bzgl. einer Unterstützung durch die Bundeswehr laufen bilateral.
QUELLE: RKI, STAND 20.10.2020
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2.2 UNTERSTÜTZUNGSLEISTUNG DER BUNDESANSTALT TECHNISCHES
HILFSWERK (THW)
2.2.1 ÜBERBLICK ÜBER COVID-19-EINSÄTZE IN THW-LANDESVERBÄNDEN
2.2.2 ÜBERBLICK ÜBER ANZAHL LAUFENDER COVID-19-EINSÄTZE DES THW
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2.2.3 EINSATZKRÄFTE DES THW
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3 LAGEFELD INNERE SICHERHEIT [BMI]
Eine deutliche Mehrheit der Menschen in Deutschland nimmt das Infektionsgeschehen ernst
und begrüßt und befolgt die jeweils gültigen Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Covid-
19-Pandemie. Die aufgrund der erneut steigenden Zahlen von Neuinfektionen erlassenen
strengeren Eindämmungsmaßnahmen gehen jedoch mit einer Zunahme von Verstößen gegen
das Infektionsschutzgesetz (IfSG) und der lokalen Beschränkungsmaßnahmen einher. Am 24.
und 25. Oktober 2020 unterstützten daher rund 500 Einsatzkräfte der Bundespolizei die Polizei
Berlin bei Kontrollmaßnahmen zur Einhaltung der Infektionsschutzvorschriften. Eine illegale
Party in Berlin-Mitte mit ca. 600 Gästen wurde dabei aufgelöst. Darüber hinaus wurde das
Land Rheinland-Pfalz am 24. Oktober 2020 bei Schwerpunkteinsätzen zur Überwachung
lokaler Beschränkungsmaßnahmen mit drei Einsatzgruppen der Bundespolizei unterstützt.
Hierbei wurden 255 Ordnungswidrigkeiten nach der 11. Corona-Bekämpfungsverordnung
Rheinland-Pfalz festgestellt.
In der Nacht vom 24. auf den 25. Oktober 2020 wurden außerdem drei Brandsätze auf die
Gebäude des Robert Koch-Instituts in Tempelhof-Schöneberg geworfen (Sachschaden, kein
Personenschaden). Der Berliner Staatsschutz ermittelt.
In Bezug auf die Kriminalitätslage zeigen sich folgende bundesweite Trends:
Straftat 16.03.- 16.04.- 16.05.- 16.06.- 16.07.– 16.08.- 16.-
15.04. 15.05. 15.06. 15.07. 15.08. 15.09. 30.09
Vermögens- und Fälschungsdelikte ↘ ↘ ↘ → ↘ → →
Diebstahl insgesamt ↓ ↓ ↓ ↓ ↘ ↘ ↘
Rohheitsdelikte/Straftaten gegen die ↓ ↘ ↘ ↓ → ↘ ↘
pers. Freiheit
Sexueller Missbrauch von Kindern ↓ ↓ ↘ → → → →
Häusliche Gewalt → ↘ ↘ ↘ ↘ ↘ ↘
Widerstand und tätlicher Angriff → → ↘ → → → →
auf/gegen PVB
Verstöße gegen das → ↓ ↘ ↘ → → ↗
Infektionsschutzgesetz (IfSG)
Straftaten insgesamt ↓ ↘ ↘ → ↘ → →
Erläuterung: Es handelt sich um Trends bei der Entwicklung des Anzeigeaufkommens auf Basis der Vorgangs-
bearbeitungssysteme der Länder, der Bundespolizei und des Zollkriminalamts. Hierfür erfolgt für den genannten
Zeitraum ein Vergleich mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum (Ausnahme: Verstöße gegen das IfSG, hier
ist der Vergleichszeitraum der Vorzeitraum); die Zahlen werden anhand der relativen Veränderung auf einer
fünfstufigen Skala (stark steigend > 25%; steigend 5-25%; eher gleichbleibend -5-5%; fallend -25- -5%; stark
fallend <-25%) bewertet. Die Dateneingaben erfolgen nicht nach länderübergreifenden Kriterien; es handelt sich
um reine Eingangsstatistiken (nicht qualitätsgesichert). Die Pandemiesituation kann eine Verschiebung zwischen
Hell- und Dunkelfeld der Kriminalität verursachen. Den hier für die Trends verwendeten aggregierten Daten sind
gewisse Ungenauigkeiten inhärent.
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VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
Das Thema Cyberkriminalität ist z.B. mit betrügerischen E-Mails im Zusammenhang mit
COVID-19-Überbrückungshilfen oder bei der Durchführung von schädlichen Handlungen wie
Phishing-Kampagnen nach wie vor präsent. Mit Fortschreiten der Corona-Pandemie muss
zudem verstärkt mit erfolgreichen Cyberangriffen auf systemrelevante Einrichtungen
gerechnet werden.
Im Zusammenhang mit demonstrativen Ereignissen ist zu beobachten, dass innerhalb der
rechten Szene versucht wird, die bürgerlichen Veranstaltungen für eigene Interessen zu
instrumentalisieren. In den Vordergrund gerückt ist hierbei vor allem die Initiative
„Querdenken“, eine aus dem zivil-demokratischen Spektrum stammende Bewegung, welche
im gesamten Bundesgebiet Veranstaltungen gegen die Corona-Beschränkungen organisiert
und durchführt, an denen auch vermehrt Akteure aus der rechtsextremen Szene teilnehmen.
Insgesamt setzen sich die Teilnehmer an den Veranstaltungen aber nur zu einem gewissen Teil
aus dem rechten Spektrum, „Reichsbürgern“ oder sonstigen sogenannten
Verschwörungstheoretikern zusammen. Nach kleineren regionalen Demonstrationen an den
letzten Wochenenden hatte die Initiative „Querdenken zentrale Anlaufstelle“ für den 25.
Oktober 2020 eine demonstrative Aktion mit 10.000 Teilnehmern in Berlin angemeldet, die
jedoch von den Veranstaltern kurzfristig abgesagt wurde. Vereinzelt kam es an dem Tag
dennoch zu Demonstrationsgeschehen mit Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.
QUELLE: INFORMATIONEN UND ERKENNTNISSE DER SICHERHEITSBEHÖRDEN VON BUND UND
LÄNDERN
4 LAGEFELD INTERNATIONALE BEZÜGE [AA]
Kein Beitrag
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