ifg10

Dieses Dokument ist Teil der Anfrage „Kommunikation zur Bundestags-Drucksache 20/216 sowie 20/406 (von Rintelen)

/ 64
PDF herunterladen
Drucksache 20/40                              -26-               Deutscher Bundestag - 20. Wahlperiode



             Geschäftsbereich des Auswärtigen Amts                                                       -;.vfV/Tis7':; a?\s/3:z

          25. Abgeordnete          Wie genau wurde entschieden, für welche Perso¬
             Gökay Akbulut         nen aus Afghanistan eine Aufnahmezusage nach
             (DIE LINKE.)          § 22 Satz 2 des Aufenthaltsgesetzes als besonders
                                   gefährdete Person ausgesprochen wurde (Aufnah¬
                                   me in die „Menschenrechtsliste ), vor dem Hin¬
                                   tergrund, dass dies nur ca. 2.600 Personen zuzüg¬
                                   lich mindestens 6.600 Familienangehörigen wa¬
                                   ren (Bundestagsdracksache 19/32677, Antwort zu
                                   Frage 19), während nach mir vorliegenden Infor¬
                                   mationen über 300.000 E-Mails mit Evakuie¬
                                   rungsanfragen allein beim Auswärtigen Amt ein¬
                                   gegangen sein sollen und nach meiner Einschät¬
                                   zung dabei der Grundsatz der Gleichbehandlung
                                   zu beachten war (bitte zum Beispiel ausführen,
                                   wer diese Entscheidungen nach welchen Kriterien
                                   getroffen hat und wie dabei eine Gleichbehand¬
                                   lung ähnlich gelagerter Einzelfälle gewährleistet
                                   wurde und weshalb offenbar so viele Aufnahme¬
                                   ersuchen abschlägig beschieden wurden), und was
                                   entgegnet die Bundesregierung der Kritik, etwa
                                   von Menschenrechtsorganisationen (vgl. „DER
                                   SPIEGEL , 41/2021, „Die deutsche Rettungslot¬
                                   terie ), dass die rückwirkende und öffentlich erst
                                   im Nachhinein bekannt gewordene Einführung
                                   des Stichtags 31. August 2021 für solche Anmel¬
                                   dungen zur Evakuierung dazu führte, dass eine
                                   unzureichende Zahl von Schutzbedürftigen recht¬
                                   zeitig benannt werden konnte und die Auswahl
                                   dabei eher zufällig verlief und zum Beispiel be-.
                                   sonders gefährdete Personen außerhalb Kabuls
                                   meist nicht berücksichtigt wurden (bitte be rün¬
                                   den)?


             Antwort des Staatssekretärs Miguel Berger
             vom 12. November 2021


             Maßgeblich für die Aufnahme auf die Vorschlagsliste des Auswärtigen
             Amts und die anschließende Aufnahmeerklärung nach § 22 Satz 2 des
             Aufenthaltsgesetzes durch das Bundesministerium des Innern, für Bau
             und Heimat war, dass die Personen sich durch ihr Engagement für die
             Meinungsfreiheit, Demokratie, Menschen- und insbesondere Frauen¬
             rechte, kulturelle Identität sowie Wissenschafts-, Kunst- und Pressefrei¬
             heit exponiert haben und dabei mit deutschen Ressorts, Behörden oder
             Organisationen zusammengearbeitet bzw. sich für deutsche Belange ein¬
             gesetzt haben oder deren Arbeit mit deutschen finanziellen Mitteln un¬
             terstützt wurde und die durch eine Machtübernahme der Taliban auf¬
             grund dieser Tätigkeit unmittelbar gefäh det sind.
             Die Bundesregierung hat sich darauf verst ndigt, dass für diese vom
             Auswärtigen Amt während der akuten Evakuierun sphase bis zum
             31. August 2021 identifizierten und durch die Arbeit der Botschaft be¬
             kannten Personen und Institutionen eine Aufnahme nach § 22 Satz 2 des
             Aufenthaltsgesetzes erklärt wird. Zur Frage der Aufnahme weiterer Per-
33

Deutscher Bundestag - 20. Wahlperiode             -27-                                Drucksache 20/40


                 sonen wird auf die Antwort der Bundesregierang vom 9. September
                 2021 auf die Schriftliche Frage 48 auf Bundestagsdrucksache 19/32373
                                                                                                         Vorabfsung-widchelktor'Vsnezt.
                 verwiesen.

                 Ergänzend wird auf den Bericht der Bundesregierung über die Situation
                 in Afghanistan und den weiteren Umgang mit afghanischen Ortskräften
                 und weiteren Personengruppen vom 7. Oktober 2021 verwiesen.



             26. Abgeordnete            Inwiefern und durch wen hat Deutschland gegen
                 Katja Keul             die von US-Präsident Biden in Ei ägung gezoge¬
                 (BÜNDNIS 90/           ne Doktrin des „sole purpose (Einsatz von Nu¬
                 DIE GRÜNEN)            klearwaffen nur gegen andere Kernwaffenbesit¬
                                        zer) Bedenken angemeldet (www.ft.com/content/
                                        8b96a60a-759b-4972-ae89-c8ffbb36878e)?


                 Ant ort des Staatssekretärs Mi uel Ber er
                 vom 9. November 2021


                 Die Bundesregierung steht zu sicherheits- und verteidigungspolitischen
                 Fragestellungen in einem stetigen engen Austausch mit der Regierung
                 der Vereinigten Staaten und setzt sich zusammen mit ihren Pa tnern
                 auch im Rahmen der Stockholm-Initiative dafür ein, dass alle Nuklear¬
                 waffenstaaten mit Blick auf die anstehende Überprüfungskonferenz des
                 Nuklearen Nichtverbreitungsvertrags (NW) die Rolle ihrer Nuklear¬
                 waffen in ihren Doktrinen reduzieren.
                 Gleichzeitig ist de Erhalt der strategischen Stabilität von überragender
                 Bedeutung, vor allem angesichts der einseitigen russischen, aber auch
                 zunehmender chinesischer nuklearen Aufrüstung.
                 Zu Inhalten vertraulicher Gespräche äußert sich die Bundesregierung
                 grundsätzlich nicht.
                 Des Weiteren wird auf die Antwort der Bundesregierung vom 11. Fe¬
                 bruar 2021 auf Ihre Schriftliche Frage 86 auf Bundestagsdrucksache
                  19/26646 verwiesen.



             27. Abgeordnete            Wie viele palästinensische Wohneinheiten in Ost¬
                 Zaklin Nastic          jerusalem wurden nach Kenntnis der Bundesre¬
                 (DIE LINI E.)           gierung in den letzten sechs Monaten durch israe¬
                                         lische Sicherheitskräfte zerstört, und .wie viele
                                         konkrete Abrissverfti ungen liegen nach Kenntnis
                                         der Bundesregierung für Wohneinheiten in Ost¬
                                        jerusalem vor (bitte aufschlüsseln nach Stadtteilen
                                         und Monaten)?


                 Antwort des Staatssekretärs Miguel Ber er
                 vom 8. November 2021


                 Die Bundesregie ung füh t keine Statistiken im Sinne de Fragestellung.
                 Nach Angaben des Bü os der Ve einten Nationen für die Koordinierung
                 Humanitärer Angelegenheiten (UN-OCHA) waren in den letzten sechs
                 Monaten 84 „Strukturen (zusammenfassender Begriff für Häuser, Ba¬
                 racken, Zelte und Basisinf astruktur) in Ost-Jerusalem von Abrissen be-
34

Drucksache 20/40                              -28-               Deutscher Bundestag - 20. Wahlperiode



             troffen. Weitere Einzelheiten sind unter nachstehendem Linie einsehbar:
             https://app.powerbi.com/view?r=eyJrIjoiMmJkZGRhYWQtODkOMSOO
                                                                                                         Vorabfsung-wird uchdielktorie Versionerstz
             MWJkLWI2NTktMDglNGJlMGNiY2Y3IiwidCI6IjBmOWUzNWRiL
             TU0NGYtNGY2MC 1 iZGNjLTVlYTQxNmU2ZGM3MCIsImMiOjh9.
             Zu den in der Frage genannten Abrissverfügungen liegen der Bundes¬
             regierung keine Daten vor.



          28. Abgeordnete          Hat die Bundesregierung Gespräche infolge der
             Zaklin Nastic         Einstufung von sechs palästinensischen Men¬
             (DIE LINKE.)          schenrechtsorganisationen als Terrororganisatio¬
                                   nen mit der israelischen Regierung geführt, und
                                   wenn ja, mit welchem Ergebnis, und wenn nein,
                                   sind solche Gespräche geplant (www.amnesty.de/
                                   informieren aktuell/israel-palaestina-ngos-zu-terr
                                   ororganisationen-erklaert)?


             Antwort des Staatssekretärs Miguel Berger
             vom 9. November 2021


             Die Bundesregierung hat im Hinblick auf die Entscheidung der israeli¬
             schen Regierung, sechs palästinensischer Menschenrechtsorganisationen
             als Terrororganisationen einzustufen, mehrere Gespräche mit der israeli¬
             schen Regierung geführt. Darin hat die Bundesregierung ihre Sorge über
             diese Entscheidung ausgedrückt.



          29. Abgeordneter         Welche Erkenntnisse hat die Bundesregierung,
              Kassem Taher         insbesondere aus Gesprächen mit der polnischen
              Saldi                Regierung, darüber, wer die Flüge derjenigen
             (BÜNDNIS 90/          Personen aus dem Irak, Afghanistan, Syrien u. a.
             DIE GRÜNEN)           organisiert, die seit einigen Wochen über Bela¬
                                   rus nach Polen einreisen, und welche Rolle spie¬
                                   len nach Kenntnis der Bundesregierung die Flug¬
                                   linien sowie Agenturen oder ähnliche Institutio¬
                                   nen in den Herkunftsländern, die Reiseauswillige
                                   gezielt anwerben (siehe www.zdf.de/nachrichten/
                                   politik/fluechtlinge-belarus-polen-druckmittel-10
                                   0.html)?


             Ant ort des Staatssekretärs Miguel Ber er
             vom 11. November 2021


             Vertreterinnen und Vertreter der polnischen Regierung haben wieder¬
             holt geäußert, dass die Verbringung von Flüchtlingen und Migrantin-
             nen und Migranten an die polnisch-belarussische Grenze durch das
             Lukaschenko-Regime staatlich befördert werde. Diese Auffassung teilt
             auch die Bundesregierung.
             Nach Erkenntnissen der Bundesregierung unterstützen in verschiedenen
             Drittstaaten unter anderem Reisebüros Flüchtlinge und Migrantinnen
             und Migranten bei der Planung ihrer Flüge nach Bela us.
35

Deutscher Bundestag - 20. Wahlperiode             -29-                                Drucksache 20/40


                 In enger Abstimmung mit ihren europäischen Partnern und den EU-
                 Institutionen wirkt die Bundesregierung dieser politischen Instrumentali¬
                                                                                                         Vorabfsung-widchelktorVsinz.
                 sierung von Flüchtlingen sowie Migrantinnen und Migranten durch das
                 belarussische Regime aktiv entgegen, indem sie die Problematik mit
                 Vertreterinnen und Vertretern von Herkunfts- und Transitländern sowie
                 mit Fluglinien thematisiert, sich auf EU-Ebene für die Ausweitung der
                 Sanl tionsmöglichkeiten einsetzt und unter anderem in den sozialen Me¬
                 dien über die Gefahren des Versuchs des irregulären Grenzübertritts über
                 Belarus aufklärt.



             30. Abgeordneter           Hat die Bundesregierung Kenntnis über den hava¬
                 Dr. Sebastian          rierten Öltanker „Safer vor der Küste des Jemens
                 Schäfer                (www.n-tv.de/panorama/Die-schwiimnende-Zeitb
                 (BÜNDNIS 90/           ombe-im-Roten-Meer-article22887829.html), und
                 DIE GRÜNEN)            gibt es Überlegungen der Bundesregierung, auf
                                        internationaler Ebene eine Lösung für die War¬
                                        tung und Instandhaltung des Schiffes anzustreben
                                        (bitte ausführen)?


                 Antwort des Staatssekretärs Miguel Ber er
                 vom 8. November 2021


                 Die Bundesregierung hat die Frage der havariegefährdeten Ölumschlag¬
                 plattform „Safer vor der jemenitischen Küste immer wieder in politi¬
                 schen Gesprächen thematisiert und nimmt die davon ausgehende ökolo¬
                 gische und humanitäre Gefahr sehr ernst. Sie beteiligt sich aktiv an den
                 internationalen Bemühungen zur Verhinderung einer Ölkatastrophe im
                 Roten Meer, sowohl durch die Bereitstellung von Geldern für eine von
                 den Vereinten Nationen (VN) geplante Expertenmission zur Begutach¬
                 tung und Notreparatur über die von Deutschland mit anderen Staa¬
                 ten initiierte Peace Support Facility als auch durch Gespräche mit den
                 Huthi-Rebellen, unter deren Kontrolle sich die Plattform befindet.
                 Der Beginn der Mission musste aufgrund der bisher fehlenden Zustim¬
                 mung der Huthis immer wieder verschoben werden. Die Bundesregie¬
                 rung steht daher in engem Austausch mit den VN und internationalen
                 Partnern, um weitere Möglichkeiten zur Verhinderung einer Havarie zu
                 prüfen.



             31. Abgeordnete Welche Konsequenzen zieht die Bundesregierung
                 Beatrix von Storch aus der Politik Polens, seine Grenze gegen Migra-
                 (AfD) tion aus Weißrussland zu befestigen, und befür¬
                                      wortet sie finanzielle Unterstützung der Grenz¬
                                      sicherungsmaßnahmen Polens zum Schutz der
                                      EU-Außengrenze durch die Europäische Union
                                      (vgl. www.t-online.de/nachrichten/ausland/id_910
                                      50164/grenze-zu-belarus-polen-will-grenzbefestig
                                        ung-notfalls-ohne-eu-hilfe-bauen.html)?
36

Drucksache 20/40                                 -30-               Deutscher Bundestag - 20. Wahlperiode



             Antwort des Staatssekretärs Miguel Berger
             vom 8. November 2021
                                                                                                            Vorabfsung-widchelktorVsinz.
             Die Bundesregierung misst der effektiven Kontrolle der Außengrenzen
             der Europäischen Union (EU) erhebliche Bedeutung zu und begrüßt da¬
             her, dass die EU-Kommission darüber mit den beteiligten Mitgliedstaa¬
             ten, insbesondere mit Lettland, Litauen und Polen, in Gesprächen ist.
             Die EU-Kom ission hat deutlich gemacht, vorgenannte Staaten beim
             Grenzschutz - etwa bei Überwachungstechniken oder anderer Ausrüs¬
             tung der Grenzschützerinnen und Grenzschützer - finanziell zu unter¬
             stützen. Dieses Vorgehen wird von der Bundesregierung befürwortet.




             Geschäftsbereich des Bundesministeriums für
             Wirtschaft und Energie


          32. Abgeordnete              In Höhe welchen Gesamtwertes wurden in 2021
              Sevim Dagdelen           bis zum aktuellen Stichtag Einzelgenehmigungen
             (DIE LINKE.)              für den Export von Rüstungsgütem erteilt (bitte
                                       neben dem Gesamtwert auch die jeweiligen Werte
                                       für K iegswaffen und sonstigen Rüstungsgütern
                                       sowie auch die Werte für die zehn Hauptempfan¬
                                       gerländer auflisten; sofern eine endgültige Aus¬
                                       wertung für 2021 noch nicht erfolgt ist, bitte die
                                       vorläufigen Zahlen angeben), und wie verteilt
                                       sich der Gesa twert von 2021 auf die Gruppe der
                                       EU-Länder, NATO- und gleichgestellten Länder,
                                       Drittländer sowie Entwicklungsländer (bitte zu¬
                                       sätzlich auch getrennt für Kriegswaffen und sons¬
                                       tige Rüstungsgüter auflisten)?


             Ant ort des Staatssekretärs Dr. Ulrich Nußbaum
             vom 11. November 2021


             Bei den Angaben für Genehmigungswerte aus dem Jahr 2021 handelt es
             sich um vorläufige Zahlen, die sich durch Berichtigungen und Fehler¬
             korrekturen noch ändern können.
             Die Bundesregierung weist darauf hin, dass eine rein zahlenmäßige Be¬
             trachtung aufgrund von Genehmigungswerten eines Berichtszeitraums
             kein taugliches Mittel für die Beurteilung der Restriktivität der Rüs¬
             tungsexportpolitik ist.
             De Gesamtwert der im Zeitraum 1. Januar 2021 bis 3. November 2021
             erteilten Einzelausfuhrgenehmigungen sowie die weiteren anteiligen ffa-
             gegegenständlichen Werte für Einzelausfuhrgenehmigungen nach Län¬
             dergruppen ergeben sich aus der folgenden Tabelle:
37

Deutscher Bundestag - 20. Wahlperiode                    -31 -                                      Drucksache 20/40


                                                                                1. Januar 2021 bis
                                                                                3. November 2021
                                                                                                                       Vorabfsung-widchelktorVsinz.
                                                                                       Wert in Euro
                  Gesamt                                                             3.780.370.237
                  - davon Kriegswaffen                                                  217.882.919
                  - davon Sonstige Rüstungsgüter                                      3.562.487.318

                  - davon EU-Länder                                                   1.291.386.734
                    - davon Kriegswaf en                                                 65.093.168
                       davon Sonstige Rüstungsgüter                                   1.226.293.566

                  - davon NATO und gleichgestellte Länder                             1.428.700.201
                       davon Kriegswaf en                                                72.445.849
                    - davon Sonstige Rüstungsgüter                                    1.356.254.352

                  - davon Drittländer                                                 1.060.283.302
                       davon Kriegswaffen                                                80.343.902.
                    - davon Sonstige Rüstungsgüter                                      979.939.400

                     - davon Entwicklun sländer *                                       369.511.425
                       - davon Kriegswaffen                                              27.062.744
                  - - davon Sonstige Rüstungsgüter                                      342.448.681
                 * Die Werte der Entwicklungsländer sind bereits in den Werten für Drittländer enthalten.
                 Entwicklungsländer und -gebiete entsprechend der Liste des Entwicklungsausschusses
                 (Development Assistance Committee = DAC) er OECD ohne die Lände der mittleren
                 Einkommensgruppe, oberer Bereich (vierte Spalte der genannten Liste - vgl. Anlage 13
                 des Rüstungsexportbericht 2020).

                 Die zehn Hauptbestimmungsländer von Rüstungsgütern nach Einzelaus¬
                 fuhrgenehmigungswerten im Zeitrau 1. Januar 2021 bis 3. November
                 2021 ergeben sich aus der folgenden Tabelle:

                   Land                                                               Wert in Euro
                  Ägypten                                                               181.056.429
                   Brasilien                                                            134.105.765
                   Israel                                                                 83.717.209
                  Niederlande                                                           721.570.037
                   Österreich                                                           109.935.854
                  Republik Korea                                                        126.855.342
                   Schweiz                                                              110.572.445
                   Spanien                                                               80.695.164
                  Vereinigte Staaten                                                    948.009.452
                  Vereinigtes Königreich                                                190.086.269
38

Drucksache 20/40                            -32-              Deutscher Bundestag - 20. Wahlperiode



          33. Abgeordneter Wie haben sich nach Kenntnis der Bundesregie-
              Pascal Meiser rung von 1991 bis 2005 die Unternehmensgewin-                             :f- f icf r f "'f A fTNfA
              (DIE LINKE.) ne sowie deren Nettoinvestitionen in Deutschland
                                  entwickelt (bitte jeweils jährlich in Mrd. Euro
                                  ausweisen)?


             Ant ort des Staatssekretärs Dr. Ulrich Nußbaum
             vo 8. November 2021


             Die Entwicklungen der Unternehmensgewinne sowie deren Nettoinves¬
             titionen von 1991 bis 2005 können den folgenden Tabellen des Statisti¬
             schen Bundesamtes entnommen werden:
39

Deutscher Bu destag - 20. Wahlperiode             -33-                               Drucksache 20/40


   Entwicklung der Unternehmensgewinne in den Volkswirtschaftlichen Gesamt¬                             Vorabfsung-wirduchdielktorie Vrsionerstz
   rechnungen



                                             Darunter:
                                                                           Private       darunter
                  Gesamte         Nichtfinanzi¬          Finanzielle
     Jahr                                                                Haushalte     Eigennutzung
              Volkswirtschaft     elle Kapital¬           Kapital¬
                                                                          einschl.     von Wohnun¬
                                 gesellschaften        gesellschaften
                                                                         P.O.o.E.          gen

                                            In Milliarden Euro
     1991                319,6              180,9                22,4          118,3              3,1
     1992                321,9              177,5                22,1          123,8              3,0
     1993                317,8              160,5                27,5          131,2              7,4
     1994                365,6              199,1                26,4          140,7             11,0
     1995                376,3              205,0                27,3          144,3             12,9
     1996                388,2              213,2                26,4          149,5             14,3
     1997                409,6              233,2                28,3          148,9             16,0
     1998                435,4              269,0                26,0          141,2             14,8
     1999                415,5              243,6                38,6          135,5             13,5
     2000                399,1              250,1                21,9          129,1             11,9
     2001                461,8              350,1                -11,4         125,0             13,5
     2002                455,3              324,5                  5,5         127,6             17,2
     2003                435,7              289,0                 22,1         126,2             17,9
     2004                521,2              353,8                 36,9         132,6             19,9
     2005                560,4              372,4                 52,1         137,8             20,8

                                           Index (1991 = 100)
     1991                  100                100                 100           100              100
     1992                  101                 98                  98           105               95
     1993                   99                 89                 123           111              235
     1994                  114                110                 118           119              351
     1995                  118                113                 122           122              410
     1996                  121                118                 118           126              453
     1997                  128                129                 126           126              510
     1998                  136                149                 116           119              469
     1999                  130                135                 172           115              428
     2000                  125                138                  97           109              379
     2001                  144                193                  -51          106              429
     2002                  142                179                  24           108              547
     2003                  136                160                  98           107              570
     2004                  163                196                 164           112              633
     2005                  175                206                 232           117              662


¦ P.O.o.E- = Private Organisationen ohne Erwerbszweck.

   Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), 2021.
40

Drucksache 20/40                                   -34-               Deutscher Bundestag - 20. Wahlperiode



  Entwicklung der Nettoinvestitionen (in jeweiligen Preisen)                                                     Vorabfsung-wirduchielktor eVsionertz

                                                                           darunter:
                     Gesamte Volkswirtschaft      Nichtfinanzielle    Finanzielle             Private Haus¬
                                                  Kapital¬            Kapital¬                halte einschl.
                                                   esellschaften      gesellschaften          P.O.o.E.


                                                      In Milliarden Euro
        1991                              162,8                88,6                     3,7               59,1
        1992                              162,4                76,3                     4,6               66,6
        1993                              133,5                46,8                     4,4               71,6
        1994                              147,4                48,4                     3,0               86,7
        1995                              151,6                59,8                     4,1               82,7
        1996                              129,8                47,0                     3,4               76,1
        1997                              133,2                55,2                     3,3               73,7
        1998                              150,7                72,0                     3,4               73,1
        1999                              152,7                77,5                    2,4                69,8
        2000                              160,3                93,0                    2,1                61,3
        2001                              131,1                78,4                    0,0                50,8
        2002                               81,0                42,3                    -0,6               39,2
        2003                               72,3                40,5                    -2,3               34,5
        2004                               62,2                37,8                    -1,2               30,8
        2005                               52,7                32,7                    -1,4              25,1

                               Veränderungen gegenüber dem Vorjahr in Milliarden Euro
        1992                               -0,4               -12,2                    0,9                 7,5
        1993                              -28,9               -29,6                    -0,2                5,0
        1994                               13,9                 1,6                    -1,4               15,1
        1995                                4,2                11,4                    1,1                -3,9
        1996                              -21,8               -12,8                 -0,7                  -6,7
        1997                                3,3                 8,2                 -0,1                  -2,4
        1998                               17,6                16,8                    0,0                -0,6
        1999                                1,9                 5,4                 -1,0                  -3,2
        2000                                7,6                15,5                 -0,3                  -8,6
        2001                              -29,1               -14,6                 -2,1                 -10,5
        2002                              -50,1               -36,0                 -0,7                 -11,6
        2003                               -8,7                -1,8                 -1,6                  -4,8
        2004                              -10,1                -2,8                    1,1                -3,6
        2005                               -9,4                -5,1                 -0,2                  -5,7




  P.O.o.E.= Private Organisationen ohne Erwerbszwec
  Quelle: Statistisches Bundesamt, Arbeitsunterlage In estitionen, 2. Vierteljahr 2021, Tabelle 3.2.
41

Deutscher Bundestag - 20. Wahlperiode                 -35-                                      Drucksache 20/40


                           Entwicklung der Nettoinvestitionen (in jeweiligen Preisen)
                                                                          darunter:                                :iWr' ": ' "9.:s
                           Gesamte             Nichtfinanzielle
                           Volkswirtschaft     Kapital¬                                 Private Haushalte
                                                                   Finanzielle Kapital¬
                                                                                        einschl. P.O.o.E.
                                               gesellschaften      gesellschaften

                                                             Wird. Euro

                 1991                 162,8                 88,6                      3,7          59,1
                 1992                 162,4                 76,3                  4,6              66,6
                 1993                 133,5                 46,8                  4,4              71,6
                 1994                 147,4                 48,4                      3,0          86,7
                 1995                 151,6                 59,8                  4,1              82,7
                 1996                 129,8                 47,0                      3,4          76,1
                 1997                 133,2                 55,2                      3,3          73,7
                 1998                 150,7                 72,0                      3,4          73,1
                 1999                 152,7                 77,5                      2,4          69,8
                 2000                 160,3                 93,0                      2,1          61,3
                 2001                 131,1                 78,4                      0,0          50,8
                 2002                   81,0                42,3                  -0,6             39,2
                 2003                   72,3                40,5                  -2,3             34,5
                 2004                   62,2                37,8                  -1,2             30,8
                 2005                   52,7                32,7                  -1,4             25,1



                           Veränder ngen gegenüber dem Vorjahr in Mrd. EUR

                 1992                   -0,4               -12,2                      0,9            7,5
                 1993                 -28,9                -29,6                  -0,2               5,0
                 1994                   13,9                 1,6                  -1,4              15,1
                 1995                    4,2                11,4                      1,1           -3,9

                 1996                 -21,8                -12,8                  -0,7              -6,7

                 1997                    3,3                 8,2                  -0,1              -2,4

                 1998                   17,6                16,8                      0,0           -0,6

                 1999                    1,9                 5,4                  -1,0              -3,2

                 2000                    7,6                15,5                  -0,3              -8,6

                 2001                 -29,1                -14,6                  -2,1             -10,5

                 2002                 -50,1                -36,0                  -0,7             -11,6
                 2003                   -8,7                -1,8                  -1,6              - ,8

                 2004                 -10,1                 -2,8                      1,1           -3,6

                 2005                   -9,4                -5,1                  -0,2              -5,7


             P.O.o.E.= Private Organisationen ohne Erwerbszweck

             Quelle: Statistisches Bundesamt, Arbeitsunterlage Investitionen
             2. Vierteljahr 2021, Tabelle 3.2
            Verbreitung mit Quellenangabe gestattet. . _
42

Zur nächsten Seite