20190911-xx-xx-al-pol-2-us-deu-strategischer-dialog-ukr-ns2-gastransit-geschwarzt
Dieses Dokument ist Teil der Anfrage „Dokumente zu Nord Stream 2“
VS - NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
Einstufung endet mit Ablauf des 31.12.2023
Pol I 2 Berlin, 10. September 2019
++1943++ ReVo-Nr.
Referatsleiter: Kapitän zur See Tel.:
Bearbeiter: Fregattenkapitän Tel.:
AL Pol
Herrn Abteilungsleiter Politik
StvAL Pol
zur Gesprächsvorbereitung
UAL Pol I
nachrichtlich:
Mitzeichnende:
Herrn
Unterabteilungsleiter Politik II
BETREFF Ihre Teilnahme am 2. US-DEU Strategischem Dialog
hier: Gesprächsunterlagen
BEZUG 1. Beauftragung Abteilung Politik vom 10. September 2019
ANLAGE Gesprächsunterlagen
Agenda
Teilnehmerliste
Zur Vorbereitung Ihre Teilnahme am 2. US-DEU Strategischem Dialog am 16. September in
der Villa Borsig lege ich die beigefügten Unterlagen vor.
gez.
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VS - NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
Einstufung endet mit Ablauf des 31.12.2023
2. US-DEU Strategischer Dialog am 16. September 2019
Inhaltsverzeichnis
Register
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Ukraine/NS2/Gas Transit Deal Pol II 1
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VS - NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
Einstufung endet mit Ablauf des 31.12.2023
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VS - NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
Einstufung endet mit Ablauf des 31.12.2023
Pol I 3
Stand: 10. September 2019
Ukraine/NS2/Gas Transit Deal
Hintergrund:
Nord Stream 2 soll ab 2020 die Kapazität der bestehenden Ostseepipeline um 55 Mrd. m³
pro Jahr erweitern. Gastransitvertrag zwischen RUS und UKR läuft zum 1.1.2020 aus.
Sachstand:
Die Bundesregierung ist sich der politischen Implikationen von Nord Stream 2, u.a. auch mit
Blick auf die UKR und den Gastransit nach 2019, bewusst.
Nord Stream 2 trägt zum Ausbau der Lieferwege für Gasimporte in die EU bei. Unbestritten
ist, dass Russland in jedem Fall auch langfristig ein wesentlicher, wenn nicht der wichtigste
Erdgaslieferant für die EU bleiben wird.
Stärkste Kritiker des Projekts sind neben UKR, POL, SVK und LTU die KOM sowie die USA,
die die Nord Stream 2 als nachteilig für die Versorgungssicherheit, für den bestehenden
Gastransit und auch nicht als Beitrag zur Diversifizierung sehen. USA plant Sanktionen
PEESA II) gegen die Verlegeschiffe der Nord Stream 2 und fordert Kauf von US-LNG.
In DEU, FIN, SWE und RUS wurde mit den Arbeiten zur Verlegung der Pipeline begonnen
(rd. 1.970 km von 2400 Km verlegt), die Arbeiten liegen derzeit noch im Zeitplan.
Für die Verlegung der Pipeline liegen - bis auf die Genehmigung aus DNK - alle vor. Mit
einer Genehmigung in DNK rechnet die Nord Stream 2 AG frühestens im Oktober des Jahres
evtl. aber auch erst Anfang 2020. Die Inbetriebnahme der NS2 könnte sich damit verzögern.
Wichtiger Bestandteil der deutschen Position zu Nord Stream 2 ist das Eintreten dafür, dass
auch nach 2019 ein Gastransit durch die Ukraine (UKR) erfolgt. Ein neuer Transitvertrag
muss am 01.01.2020 zwingend vorliegen, sonst Versorgung in Südosteuropa gefährdet.
Gastransit trägt zur Stabilität der UKR bei (3 Mrd. US$-Einnahmen/a). Aktuell rd. 87 Mrd.
m³ Transit. EU, BK’in, BM Altmaier haben sich massiv für Fortsetzung des Transits
eingesetzt, u.a. bei Putin. Putin hat gegenüber BK’in Merkel 30 Mrd. m³ Transit zugesagt In
einem trilateralen Format (EU-KOM, UKR, RUS) werden derzeit Gespräche auf ministerieller
und Expertenebene geführt. Nächste Gespräche sind für den 19. September 2019 avisiert.
Position des Gesprächspartners:
Aktiver Gegner von Nord Stream 2. Europäer und insbesondere DEU sollten durch
Importe von US-LNG Handelsüberschuss gegenüber den USA abbauen. USA wirft
DEU Energieabhängigkeit von RUS vor. Sieht Sanktionen als Mittel um Einfluß von
RUS zu begrenzen.
USA fordert Unterstützung der UKR und Fortführung des Gastransits.
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