VkBl Nr. 10 1957

Verkehrsblatt Nr. 10 1957

/ 32
PDF herunterladen
Verkehrsblalt
Amtsblatt des Bundesmfnisters für Verkehr der Bundesrepublik Deutschland
                                                              (VkBI)


                                       n    INHALTSVERZEICHNIS                              II

                                                        Amtlidier Teil

   Nr.       Dat.              VkBI 1957                    Seite     Nr.       Dat.               VkBI 1957                   Seite

   Straßenverkehr                                                     153    11. 5. 1957 Gesetz zu dem Abkommen
   141   4. 5. 1957 Riditlinien für        die   örtliche                    vom 14. April 1956 zwischen der Bun
         Untersuchung       der Straßenverkehrsun                            desrepublik  Deutschland   und dem
         fälle                                          .    231             Königreich Belgien über den Luftver
                                                                             kehr                                       . . 247
   142 30. 4. 1957 'Haftpflichtversicherung bei
       ausländischen    Versicherungsunterneh                         154    11. Mai 1957 Gesetz zu dem Abkommen
         men        . . . . . . . . . . . . . 240                            vom 12. Juni 1956 zwischen der Bundes
   143 7. 5. 1957 Windschutzscheiben; hier:                                  republik Deutschland und Irland über
         Beeinträchtigung der Sicht durch Silicone           240             den Luftverkehr                                    253

   Binnenschifahrt
                                                                      Straßenbau
   144 27. 4. 1957 Änderung der Satzung des
         Schifferbetriebsverbandes für die Unter                      155 12. 4. 1957 Widmung und Abstufung
       elbe, Körperschaft des öffentlichen                                   der Ortsdurchfahrt der Bundesstraße 6
       Rechts, in Hamburg     . . . . . . . 240                             in Bremerhaven (Teilstrecke Ludwig
   145 3. 5. 1957 XII. Nachtrag zum Tarif für                               straße bis Langestraße) . . . . . .                 259
       die Schiffahrtabgaben auf dem kanali                           156    14, 5. 1957 Sperrungen auf Bundesstra
         sierten Main vom 10. März 1938 . . . 240                           ßen                                            . 260
   146 3. 5. 1957 VIII. Nachtrag zum Tarif für
       die Schiffahrtabgaben auf äem kanali                           Aufgebote
         sierten Neckar vom 29. Juni 1935 . . . 241
                                                                      156a 31. 5. 1957 Aufbietung in Verlust gera
   147 4. 5. 1957 Verordnung über die Festset
                                                                           tener Kraftfahrzeug- (Anhänger-) briefe
         zung von Entgelten für Verkehrslei
         stungen der Binnenschiffahrt vom 4.                          156b 31. 5. 1957 Aufbietung in Verlust gera
         Mai 1957                                                          tener Kraftfahrzeug-(Anhänger-)> scheine
       (FD Nr. 5/57 Frachtenausschuß Hamburg)                         T56c 31. 5. 1957 Aufbietung in Verlust gera
       (FC Nr. 7/57 Frachtenausschuß Bremen)                               tener Führerscheine . . . . . 269a—^269y
       (FG Nr. 2/57 Frachtenausschuß Berlin) 241
   148 26. 4. 1957 Bekanntmachung für die
       Rheinschiffahrt über das Schleppen der
         Fahrgastschiffe . . . . . . . . . . 242
   149 6. 5. 1957 Tarif für die Erhebung von
                                                                                       Niditamtlidier Teil
         Hafenabgaben im landeseigenen Hafen
         Geesthadit                                          242      Zeitscbriftensdiau:

   150 7. 5. 1957 Ufergeldtarif für den staat                               Übersicht                                      .    261
       lichen Hafen Ludwigshafen am Rhein 243
                                                                             Auslese     . . . . . . . . . . . . 264
   151 7. 5. 1957 Ufergeldordnung für die
         Mannheimer Häfen .                                  243
                                                                      Bücbersdiau:
   Luftfahrt
   152 11. 5. 1957 Gesetz zu dem Abkommen                                   Neuerscheinungen                                    266
         vom 2. Mai 1956 zwischen der Bundes
         republik Deutschland und der Schwei                                Buchbesprechungen                                   266
         zerischen Eidgenossenschaft über den
         Luftverkehr       . .                               243      Recbtsprecbung        .                                   267


   il. Jahrgang                            Ausgegeben zu Bonn am 31. Mai 1957                                            Heft 10




Verlagspostamt Dortmimd. Beim Ausbleiben des Verkehrsblattes wollen Postbezieher sich lediglich an die liefernden Postämter wenden.
1

Heft 10     1957                                                231                                       VkBl Amtlicher Teil




                                               AMTLICHER TEIL

                                                                         Bei der Einrichtung, Führung und Auswertung der
                                                                         genannten Unterlagen ist engste Zusammenarbeit
Nr. 141      Richtlinien für die örtliche Untersuchung
                                                                         zwischen den an der örtlichen Untersuchung der
                                                                         Straßenverkehrsunfälle      beteiligten Behörden erfor
             der Straßenverkehrsunfälle.                                 derlich.
                                     Bonn, den 4. Mai 1957                                          11.
                                     — StV 1 — 15 St/57 —
                                                                                             Unfallsteckkarten
  Nachstehend werden die Richtlinien für die örtliche                 1. Die Unfallsteckkarte soll die Feststellung erleichtern,
Untersuchung       der   Straßenverkehrsunfälle     veröffent
licht;                                                                   an welchen Stellen des Straßennetzes sich Unfälle,
                         Der Bundesminister für Verkehr                  insbesondere Unfälle bestimmter . Art und Schwere,
                         In Vertretung des Staatssekretärs               häufen. Die einzelnen Unfälle werden daher auf der
                                     Dr. Schiller                        Steckkarte mit Nadeln markiert.
                                                                      2: Eine Unfallsteckkarte ist in der Regel für jeden
                         Richtlinien                                     Stadt- und Landkreis, je nach den örtlichen Verhält
für die örtliche Untersuchung der Straßenverkehrsunfälle                 nissen auch für Teile dieser Gebiete zu führen.

  Die Bekämpfung der Straßenverkehrsunfälle setzt eine                3. a) Unfallsteckkarten sind nach den örtlichen Erforder
möglichst genaue Kenntnis der Tatsachen und Umstände                        nissen für bestimmte Zeiträume (Jahr, Halbjahr,
voraus, die sie verursacht oder mitverursacht haben.                        Vierteljahr, Monat) zu führen.
  Erkenntnisse dieser Art vermitteln die vom Statisti                       Da die Möglichkeit gegeben sein muß,Veränderun
schen Bundesamt, den Statistischen Landesämtern und                         gen in der Unfallentwicklung zu verfolgen, sind
den statistischen Ämtern der Städte usw. gefertigten Un                     neben der Karte für den laufenden Zeitabschnitt
fallstatistiken. Sie geben Aufschluß über Zahl und Art                      die Karten der'^beiden verflossenen Steckperioden
der Unfälle, über Hauptunfallursachen und Unfallfolgen,                     als Vergleichskarten zur Verfügung zu halten
über die an den Unfällen beteiligten Verkehrsteilnehmer                     (vgl. außerdem unter 3e).
usw., jedoch nur in Gesamtzahlen für bestimmte Gebiete.                  b) Der Maßstab der Karte richtet sich
Sie sind daher unentbehrlich für allgemeine Maßnahmen
zur Bekämpfung der .Verkehrsunfälle, reichen aber nicht                        nach der Ausdehnung des erfaßten Gebiets und
aus, um den Verwaltungsbehörden geeignete Unterlagen                              nach der Zahl der zu erwartenden Unfälle.
für die Behebung örtlicher Gefahrenquellen zu liefern.                      Als Maßstab wird daher in Betracht kommen-
  Die Unfallstatistiken bedürfen daher, wie die Erfah                             für Stadtkerne
rungen im In- und Auslande gezeigt haben, einer Er                                   1 : 2000 bis 1 : 2500,
gänzung durch die                                                                 für sonstige Stadtgebiete
   örtliche Untersuchung der Straßenverkehrsunfälle.                                 1 :5000 bis 1 : 10 000,
Dabei werden die Verkehrsunfälle punktuell nach der                               für ländliche Gebiete
Unfallörtlichkeit erfaßt und untersucht. Diese Erhebungen                            1 : 25 000.
dienen vor allem dem Ziele, zu ermitteln, an welchen
Stellen sich die Unfälle häufen, worauf die Häufung der                  c) Nach den bisherigen Erfahrungen empfiehlt es
Unfälle gerade an diesen Stellen zurückzuführen ist und                     sich, Karten in mattem Schwarz-Weiß-Druck (Kon
welche Maßnahmen angezeigt erscheinen, um erkannte                          trastwirkung bei photographischer Wiedergabe) zu
Unfallquellen zu beseitigen.                                                verwenden, sie auf Weichfaser-(Dämm)platten
                                                                            aufzuziehen und sie in Holz- oder Metallrahmen
  Die örtliche Untersuchung der Straßenverkehrsunfälle                      aufzuhängen.
ist ein wirkungsvolles Mittel, der besorgniserregenden
Zunahme der Straßenverkehrsunfälle zu begegnen.                             Auf jeder Karte ist der Zeitraum der Verwendung
                                                                            zu vermerken.
  Der Straßenverkehrssicherheitsausschuß empfiehlt da
her, nach diesen Richtlinien zu verfahren.                               d) Zur Markierung der Unfälle werden Nadeln mit
                                                                            verschiedenfarbigen Köpfen verwendet, und zwar
                                                                            für
                                1.
                                                                                  Unfälle mit nur Sachschaden:
                          Allgemeines                                                Nadeln mit blauem Kopf und 4 mm 0-,
1. Die örtliche Untersuchung der Straßenverkehrsunfälle                           Unfälle mit Verletzten
    dient                                                                            Nadeln mit grünem Kopf und 4 mm 0]
         der Polizei                                                              Unfälle mit Getöteten:
            als Unterlage für zweckmäßigen Einsatz                                   Nadeln mit rotem Kopf und 6 mm 0.
            ihrer Kräfte und Geräte,                                              Für jeden Unfall ist nur eine Nadel zu ver
         den Verkehrsbehörden
                                                                                  wenden; die Nadelfarbe richtet sich nach der
            als Unterlage für verkehrsregelnde Maßnahmen,                         schwersten Unfallfolge (Personenschaden vor
                                                                                  Sachschaden). Erforderlichenfalls kann durch
         den Straßenbaubehörden                                                   Verwendung, verschiedener Farben oder durch
            als Unterlage für straßenbauliche Maßnahmen.                          Verwendung von Nadeln mit verschiedenen
                                                                                  Kopfgrößen unterschieden werden zwischen Un
2. Für die örtliche Untersuchung der Straßenverkehrs                              fällen mit leichtem und schwerem Sachschaden
    unfälle sind erforderlich
                                                                                  und zwischen Unfällen mit Schwerverletzten
         a) die Unfallsteckkarten,                                                (stationäre Behandlung) und        sonstigen Ver
                                                                                  letzten.
         b) die Unfallstraßenkarteien,
                                                                         e) Die Unfallsteckkarten         sind   nach Abschluß   der
         c) die Kollisions-Diagramme.                                       Steckperiode— möglichst auf Farbfilm — aufzu
    Welche Behörden diese Unterlagen zu führen haben,                       nehmen; die Aufnahmen sind als Vergleichsunter
    richtet sich nach der jeweiligen Züständigkeitsrege-                    lage für die künftige Unfallentwicklung aufzu
    lung innerhalb der Länder.                                              bewahren.
2

VkBl Amtlicher Teil                                        232                                           Heft 10     1957




4. Für regelmäßig wiederkehrende Großveranstaltungen             c) die Ursachen mehrerer Unfälle eine gleiche Un
   (z. B. Messen) oder für die Erfassung von Unfällen               fallquelle vermuten lassen.
   besonderer Art (alkoholbedingte Unfälle, Kinder
   unfälle usw.) kann sich u. U. die Führung von             2. Für das Kollisions-Diagramm ist ein Plan des Unfall
   Spezialkarten empfehlen.                                     schwerpunktes im Maßstab 1 : 50 bis 1 : 200 zu ver
                                                                 wenden.
                                                                 In diesen Plan sind einzutragen
                          III.
                                                                 a) alle Verkehrszeichen (einschließlich der Fahrbahn
                  Unfallstraßenkartei                               markierungen) und Verkehrseinrichtungen, ferner
                                                                    alle Besonderheiten der Straße, z. B. Radwege,
1. Die Unfallstraßenkartei dient der Sammlung von Er                Verkehrsinseln, Haltestellen öffentlicher Verkehrs
   kenntnismaterial für die Analyse des Unfallgeschehens             mittel und die Straßenleuchten, und zwar maßstab
   an Unfallschwerpunkteii.                                         gerecht; bauliche Änderungen an der Verkehrs-
2 Die Unfallstraßenkartei wird bei den Stellen geführt,             anläge während des Untersuchungszeitraums sind
  die eine Unfallsteckkarte haben (vgl. oben zu II 2.).             farbig darzustellen, der Änderungstermin ist als
  Soweit Unfallsteckkarten an zentraler Stelle geführt              Fußnote im Diagramm zu vermerken;
  werden, empfiehlt es sich in der Regel, die Unfall             b) die Verkehrsunfälle, die sich im Untersuchungs
   straßenkartei nur an dieser Stelle führen zu lassen              zeitraum ereignet haben, und zwar
   und die örtlichen Stellen von dieser Verpflichtung zu               unter Verwendung der in der Unfallstraßen
   entbinden.
                                                                       kartei enthaltenen Angaben,
3 Die Unfallstraßenkartei wird straßenweise in alpha                   lagegetreu,
  betischer Reihenfolge angelegt. Längere Straßenzüge                   unter Verwendung der Signierungen aus
   werden dabei je nach Bedarf in Straßenabschnitte                     Anlage 4
   zerlegt. Verkehrsknotenpunkte (z. B. Plätze, Straßen                 und
   kreuzungen und -einmündungen) sind als Ganzes zu                     unter Angabe der Ordnungsnummer aus der
   behandeln, und zwar entweder als selbständiger                       Unfallstraßenkartei.
   Straßenabschnitt oder zugeordnet als Teil der Straße
   oder des Straßenabschnittes, dem die größte Ver               Muster für ein Kollisions-Diagramm siehe Anlage 5.
   kehrsbedeutung zukommt (vgl. dazu das Muster in           3. Es empfiehlt sich, ergänzend zum Kollisions-Diagramm
   Anlage 1).                                                    eine „Ursachen- und Situationsübersicht"     nach   An
4. Die Unfallstraßenkartei kann entweder in Form einer           lage 6 zu fertigen. In senkrechten Spalten sind, von
   Unfallblattsammlung oder in Form von Karteikarten             links beginnend, in zeitlicher Reihenfolge die Haupt
   geführt werden, die von Fall zu Fall für diejenigen           angaben zu den einzelnen Unfällen (Zeit und Art des
   Straßen und Straßenabschnitte anzulegen sind, in              Unfalles, unfallbeteiligte Verkehrsteilnehmer, Un
   denen sich ein Unfall ereignet hat.                           fallursachen) einzutragen, ggf. gewisse Unterschei
                                                                 dungen noch durch besondere Symbole (z. B. Unter
   a) Zur Unfallblattsammlung sind zu nehmen                     scheidung unfallbeteiligter Fußgänger nach Erwach
         eine Zweitschrift der Unfallanzeigen,                   senen und Kindern, unfallbeteiligter Kraftfahrzeuge
         ein Dopper der Unfallskizze,                            nach zivilen Fahrzeugen und Militärfahrzeugen) zu
         eine Zweitschrift des Schlußberichts.                   kennzeichnen. Die Jahreszeiten (Monate, Vierteljahre)
                                                                 können durch senkrechte Zwischenstriche erkennbar
      Wird bei Bagatellunfällen lediglich eine Anzeige           gemacht werden.
      erstattet, so ist für die Unfallblattsammlung eine
      Durchschrift der Anzeige zu fertigen und eine
                                                                                               V.
      Handskizze einfacher Art hinzuzuheften.     Jeder
      Unfall erhält eine laufende Nummer.
                                                                                     Auswertung
   b) Statt der Unfallblattsammlung kann eine Kartei
      karte nach dem Muster in Anlage 2 geführt wer          1. Die örtliche Untersuchung der Straßenverkehrsunfälle
     den. In die Karteikarte sind an Hand des abge               kann nur dann für Maßnahmen zur Unfallbekämp
     schlossenen Unfallberichts unter Verwendung                 fung nutzbar gemacht werden, wenn das Unfall
     besonderer Signierungen (vgl. Anlage 3) alle An             geschehen an Hand der oben geschilderten Unterlagen
     gaben über die Unfälle, die sich in dieser Straße           von besonders dazu beauftragter^ Beamten ständig
     oder in diesem Straßenabschnitt ereignet haben,             beobachtet wird. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse
     einzutragen, insbesondere also Unfallort, Unfall            müssen von den Behörden der Polizei, der Verkehrs
     art, Unfallfolgen, Unfallbeteiligte   und   Unfall         verwaltung und der Straßenbauverwaltung in enger
     ursachen.                                                  Zusammenarbeit erörtert und weiterverfolgt werden.
  In die mit der Karteikarte verbundenen Straßenskizze       2. Neben der laufenden Überwachung ist die Fertigung
  (vgl. Muster in Anlage 2) ist jeder Unfall unter An            von Jahresberichten für den Bereich der Stadt- und
  gabe der laufenden Nummer einzuzeichnen.        Dabei          Landkreise zu empfehlen.
  sind durch Verwendung der Signaturen aus Anlage 4,             Der Jahresbericht soll
  ggf. auch durch verschiedene Farben, der Unfallher
  gang und die Unfallursachen kenntlich zu machen.               a) einen Gesamtüberblick: über die      Unfallsituation
                                                                    des Bereichs ermöglichen;
                          IV.                                    b) eine tabellarische Übersicht enthalten, in der die
                                                                    Unfallschwerpunkte des Bereichs nach Zahl und
                 Kollisions-Diagramme                               Schwere der Unfälle geordnet sind;
1. Kollisions-Diagramme dienen der systematischen Er             c) Aufschluß darüber geben, woraus etwaige Ab
  forschung der Unfallursachen für bestimmte Stellen                weichungen gegenüber der tabellarischen Über
  des Straßennetzes, die als Unfallschwerpunkte er                  sicht des Vorjahres zu erklären sind;
  kannt sind.                                                    d) bestimmt umrissene Vorschläge für die Überprü
  Die Herstellung von Kollisions-Diagrammen ist ins                 fung von Unfallschwerpunkten (durch Kollisions-
  besondere angezeigt, wenn an einer bestimmten Stelle              Diagramme, Ortsbesichtigungen usw.) oder für
  des Straßennetzes                                                 Maßnahmen zur Behebung von Unfallgefahren an
                                                                    Unfallschwerpunkten enthalten.
  a) überdurchschnittlich viele Unfälle zu verzeichnen
     sind oder                                                   Der Jahresbericht soll vor allem auch als Unterlage bei
                                                                 der Durchführung der Verkehrsschauen (Nr. 5 AVV
  b) die Unfälle plötzlich stark zunehmen oder                   zu § 3 StVO) dienen können.
3

Heft 10 — 1957                                          233                               VkBl Amtlicher Teil




                                                                                       Anlage1




                  Kirch-                    Straße




     Wiesen-Str.




                                             Lort^ing^^Siral^                     Platz




                                                              Friedrich




                 Bemerkung: Aus den Signaturen sind zu ersehen
                   a) die Trennung von langen Straßen
                      (z. B. ürdinger- und Flughafen-Straße)
                  b) die Zusammengehörigkeit von Straßenzügen
                     (z. B. Goethestraße)
                  c) die Bildung von Knotenpunkten (z. B. Reeser Platz)
                  d) die Zuordnung von Straßenkreuzungen und -einmündungen zu den wichtigeren
                     Straßenzügen (z. B. Kreuzung Ürdinger-Friedrich-Straße oder Einmündung Lortzing-
                     in Flughafen-Straße)
4

VkBl Amtlicher Teil                    234                        Heft 10 — 1957




                             Er:..m.                   mm.
                                             Berlthi   >»hl ö»r
                         r                    Hr
                                                                               i




             >♦   AVAA




 y




     'T'~i
5

Heft 10 ■     1957                                            235                                 VkBl Amtlicher Teil



        A    Am Unfall beteiligte Verkehrsteilnehmer                                                              Anlage 3
 1. Krafträder, auch mit Beiwagen
                                                                       II. Ursachen bei Fahrzeugen oder ihrer Ladung
2. Kraftroller, auch mit Beiwagen
                                                                    1. Mängel an den Bremsen
3. Personenkraftwagen, auch mit Anhänger
                                                                    2. Mängel an der Lenkung
4. Kraftomnibusse, auch mit Anhänger
                                                                    3. Mängel an Achsen, Federn und Rädern
5. Oberleitungsomnibusse, auch mit Anhänger
                                                                    4. Mängel an der Bereifung
6. Liefer- und Lastkraftwagen ohne Anhänger                         5. Mängel an der Zugvorrichtung
7. Liefer- und Lastkraftwagen mit Anhänger                          6. Mängel an der Beleuchtungsanlage
8. Sattelschlepper, auch mit Anhänger                               7. Mängel oder Versagen der Fahrtrichtungsanzeiger
9. Andere Zugmaschinen, auch mit Anhänger                           8. übermäßige Entwicklung von Rauch und Dieselqualm
10. Sonstige Kraftfahrzeuge, auch mit Anhänger                      9. Sonstige Ursachen beim Fahrzeug
11. Straßenbahnen (nur Schienenfahrzeuge)                       10. Ursachen bei der Ladung oder Besetzung (Über
                                                                       besetzung)
12. Eisenbahnen (nur Schienenfahrzeuge)
13. Fahrräder (ohne Hilfsmotor)                                                   III. Ursachen bei Fußgängern
14. Mopeds und sonstige Fahrräder mit Hilfsmotor                    1. Falsches Verhalten beim Überschreiten der Fahrbahn
15. Fußgänger                                                       2. Auf- oder Abspringen auf bzw. von fahrende(n)
                                                                       Fahrzeuge(n)
16. Bespannte Fuhrwerke (auch bespannte Schlitten)
                                                                    3. Spielen auf der Fahrbahn
17. Handwagen und Handkarren
                                                                    4. Benutzen der falschen Straßenseite
18. Geführte oder frei Herumlaufende Tiere
                                                                    5. Alkoholeinfluß
19. Sonstige Verkehrsteilnehmer einschl. sonstiger und
      unbekannter Fahrzeuge
                                                                    6. Körperliche oder gesundheitliche Behinderung
                                                                    7. Sonstige Ursachen bei Fußgängern
B     Polizeilich festgestellte unmittelbare Unfallursachen
                                                                         IV. Straßenverhältnisse als Unfällursachen
            1. Ursachen bei Führern von Fahrzeugen                  1. Glätte oder Schlüpfrigkeit der Fahrbahn
 1. Nichtbeachten der Vorfahrt                                         a) durch ausgeflossenes öl, Dung usw.
 2.   Falsches Einbiegen oder Wenden                                   b) durch Schnee oder Eis
 3.   Fehler beim Überholvorgang oder beim Vorbeifahren                c) durch Regen
4.    Fehler beim Begegnungsverkehr
                                                                    2. Schlechter Zustand der Straßenoberfläche
 5.   Nichtbeachten der polizeilichen Verkehrsregelung              3. Wechsel der Fahrbahndecke
 6.   Falsches Verhalten an markierten Fußgänger                    4. Enge und Unübersichtlichkeit (auch an Straßen
      überwegen                                                        kreuzungen)
 7.    Unterlassen der vom Fahrzeugführer zu gebenden                  a) ständiger Zustand
      Zeichen
                                                                       b) durch Bauarbeiten bedingt
 8.   Nichtbeachten der von      anderen   Fahrzeugführern
      gegebenen Zeichen                                             5. Unzureichende Beschilderung der Straße
 9.    Vorschriftswidriges Fahren an Straßenbahn                    6. Unzureichende Beleuchtung der Straße und der
       haltestellen                                                    Verkehrszeichen

10. Nichtbeachten der Abblendvorschriften                           7. Sonstige Mängel der Straße und welche?

11.    Nichtbeachten der für schienengleiche Wegübergänge
       geltenden Warnzeichen                                              V. Witterungseinflüsse als Unfallursachen

12.   Fahren auf der falschen Fahrbahn, Fahren außerhalb            1. Sichtbehinderung durch
       der Fahrbahn                                                    a) Nebel
13.    Verkehrswidriges Parken                                         b) starken Regen, Hagelschauer, Schnee
                                                                          gestöber usw.
14.    übermäßige Geschwindigkeit unter Berücksichtigung
       der Umstände        .                                           c) blendende Sonne
15. Zu dichtes Auffahren                                            2. Sonstige Witterungseinflüsse und welche?
16.    Unachtsames öffnen der Wagentür
                                                                                    VI. Andere Unfallursachen
17.    Unachtsames Zurückfahren, unachtsames Ein- und
       Ausfahren                                                    1. Tier auf der Fahrbahn

18. Fahrer unter Alkoholeinfluß
                                                                    2. Sonstiges Hindernis auf der Fahrbahn

19.    Ermüdung (auch Einschlafen) des Fahrers                      3. Nicht oder zu spät geschlossene Bahnschranken
                                                                    4. Mangelhafte Beschaffenheit der für schienengleiche
20.    Körperliche oder gesundheitliche Behindenmg des
       Fahrers                                                         Wegübergänge geltenden Warnzeichen
21.    Sonstige Ursachen bei Fahrzeugführern                        5. Sonstige Einflüsse
6

VkBl Amtlicher Teil                                       236                                      Heft 10 — 1957



Art des Unfalles:                                                                                      Anlage 4

 Zusammenstoß (frontal) zwischen fahrenden
 Fahrzeugen




 Zusammenstoß (seitlich) zwischen fahrenden
 Fahrzeugen (Winkel ist durch Fahrpfeil angegeben)




  Auffahren auf ein fahrendes Fahrzeug;
  der Fahrer des auffahrenden Fahrzeuges unter
  Alkoholeinfluß                                                       Alkohol




  Auffahren auf ein haltendes Fahrzeug




  Zusammenstoß beim Einbiegen eines Fahrzeuges
                                                                   c

  Zusammenstoß beim Überholen oder Vorbeifahren




  Zusammenstoß durch Schleudern des Fahrzeuges




Folgen des Unfalles:
  Unfall mjlt getöteten Personen (bei frontalem
  Zusammenstoß)




  Unfall mit verletzten Personen (beim Auffahren auf
  ein fahrendes Fahrzeug)                                                           r#0-




  Unfall niit nur Sachschaden (beim Auffahren auf ein
  haltendes Fahrzeug) (bei frontalem Zusammenstoß)



Es ist stets die Signatur für die schwerste Schadensart
einzusetzen.



               Ergänzende Vennerke:                   ^
               Die Fahr- oder Gehrichtung geben die Pfeilstriche an. An den Geh- bzw. Fahrtrichtungs
               pfeilen sind ergänzend zu vermerken: Unfallbeteiligte, Datum, Tageszeit, die laufende
               Nummer des Unfalles (siehe Ziffer C, 6).
7

Heft 10 — 1957                                         237                           VkBl Amtlicher Teil



Beispiel:
                                                  Beteiligte

                                         I Dati
                                             I)atum,         Tageszeit

Weitere Signaturen:
                                        LA                      **       M 9    -   lfd.Nr.
Arten von Fahrbahndecken:

  Unbefestigte Straßen




  Pflasterdedce




  Teer- oder Bitumendecke




  Betondecke




  Wechsel von Fahrbahndecken




Gebäude




Bepflanzung:

  Bäume




  Hecken




  Sträudier
                                                                         o o o
  Böschung
                                                                               1 1 1 1 1 1 1




  Verkehrszeichen (Zahl-Zeichen-Nr. lt. StVO)


  Fahrbahnmarkierung




  Schilder (Plakattafeln usw.)


  Litfaßsäule




  Straßenleuchte




  Lichtsignalampel
8

V k B 1 A m 11 i c h e r Teil   238                          Heft 10 — 1957




                                                      AnlageS




                                                 y.
                                                 y
                                                 y

                                                                      *tj




                                      »9,1» cf
                                                                     t


                                 A                      0s           8




                                                                     O




y///////A

                    y
                                          T30
9

Heft 10             1957                                                                               239                                                   VkBl Amtlicher Teil



Anlage 6                                                           Ursachen- und Situationsübersicht zum Kollisionsdiagramm
                                  Zeit und AH des Unfölles                                                                         Laufende Nummer des Unfalles
                            Am Unfall beteiligte Verkehrsteilnehmer                          1 1 2 1 3 ) 4 1 5 16 1 7 1 B 1 9|10 I ii ] 12|13 1 14 1 15 1 16
                                                                                                                                                          |  17|18 1 19 1 20 1 21 1 22 I 23 j 24 j 25
A Zeitpunkt des Unfalles
       1; Wochentag (Eintragen: Mo, Di, Mi, Do,fr. So, So)
       2. Kalendertag (Datum einsetzen)
       3. Monat (Nummer des Kalendermonats eintragen, z. B. Mörz - 3, Oktober • 10)
       4. Jahr (einzutragen sind die beiden letzten Stellen der Jahreszahl).  . .
       5. Uhrzeit (24-Stunden-Zeit; nur volle Stunden eintrogeh)

B Art des Unfalles (Zutreffendes ankreuzen)
    1. Unfälle durch Zusammenstoß zwischen fahrenden Fahrzeugen . . . . . .
    2. Unfälle durch Auffahren eines Fahrzeuges
       a)auf ein voranfahrendes Fahrzeug .
       b)auf ein im Verkehr vorübergehend haltendes Fahrzeug
       c) auf ein parkendes Fahrzeug . .        .                  •. .
         d)auf einen anderen Gegenstand auf oder neben der Fahrbahn . . . . .                                                              '




 j     3. Unfälle zwischen Kraftfahrzeug und Fußgänger
       4. Unfälle anderer Art

C Am Unfall beteiligte Verkehrsteiinehmer (Anzahl eintragen)
       1. Krafträder, auch mit Beiwagen
       2. Kraftroller, auch mit Beiwagen
       3. Personen- (einschließlich Kranken- u. Kombiriations-)-kraftwagen 1       .   .
       4. Kraftomnibusse . .
       5.Oberleitungsomnibusse .                                             [Anhänger
       6. Liefer- und Lastkraftwagen ohne Anhänger
       7. Liefer- und Lastkraftwagen mit Anhänger . '.                             . . .
       8. Sattelschlepper                                                    )     . .
       9. Andere ZugmasAinen                                                     Anhänl^er
      10. Sonstige Kraftfahrzeuge                                          |
      n.Straßenbahnen (nur Sdiienenfahrzeuge) . . .
      12. Eisenbahnen (nur Schienenfahrzeuge)
      13. Fahrräder (ohne Hilfsmotor)                         . . •                                                                                                    /
      14. Mopeds und sonstige Fahrräder mit Hilfsmotor . . . .
      15.Fußgänger     . . .\                                                                            *

      16. Bespcmnte Fuhrwerke (auch bespannte Schlitten)                            . . .                             ,


      17. Handwagen und Handkarren                                                      .
      18. Geführte oder frei herumlaufende Tiere
       19. Sonstige Verkehrsteilnehmer einschl. sonstiger und unbekannter Fahrzeuge

                                         Unfallursachen
                                                                                             '
                                                                                                                                             -




 D Polizeilich festgestellte unmittelbare Unfallursachen (Zutreffendes ankreuzen]*
     1. Ursachen bei Führern von Fahrzeugen
        1. Nichtbeachten der Vorfahrt . ;
        2. Falsches Einbiegen oder Wenden
        3. Fehler beim Uberholvorgang oder beim Vorbeifahren . ?.
        4. Fehler beim Begegnungsverkehr.                                        . , . ,
        5. Nichtbeachten der polizeilichen Verkehrsregelung
        6. Falsches Verhalten an markierten Fußgängerüberwegen
        7. Unterlassen der vom Fahrzeugführer zu gebenden Zeichen . . . . . . .
        8. Nichtbeachten der von anderen Fahrzeugführern gegebenen Zeichen . .
        9. Vorschriftswidriges Fahren an Straßenbahnhaltestellen
       10. Nichtbeachten der Abblendvorschriften          ^
       11. Nichtbeachten der für schienengleiche Wegübergänge geltenden Warnzeichen
       12. Fahren auf der falschen Fahrbahn, Fahren außerhalb der Fahrbahn . . .
       13. Verkehrswidriges Parken
       14. Obermäßige Geschwindigkeit unter Berücksichtigung der Umstände . . . .                \
       15.'Zu dichtes Auffahren
       16. Unachtsames Offnen der Wagentür
       17. Unachtsames Zurückfohren, unachtsames Ein- und Ausfahren
       18. Fahrer unter Alkoholeinfluß
       19. Ermüdung (auch Einschlafen) des Fahrers. . . . . , .
       20. Körperliche oder gesundheitliche Behinderung des Fahrers . . . . . . .
       21. Sonstige Ursachen bei Fahrzeugführern                                .

 11. Ursachen bei Fahrzeugen (techn. Mängel) oder ihrer Ladung
       1.Mängel der Bremsen
       2. Mängel an der Lenkung
        3. Mängel an Achsen, Federn und Rädefn .
        4. Möngel an der Bereifung
        5. Mängel an der Zugvorrichtung                            • - ■^
        6. Mängel an der Beleuchtungsanlage des Fahrzeuges
        7. Mängel oder Versagen der Fahrtrichtungsanzeiger
        8. Obermäßige Entwidclung von Rouch und Dieselqualm
        9.Sonstige Ursachen bei Fahrzeugen                            ."
       10. Ursachen bei der Ladung oder Besetzung (Oberbesetzung)

 III. Ursodien bei Fußgängern
        1. Falsches Verhalten beim Oberschreiten der Fahrbahn
        2. Auf- oder Abspringen auf bzw. von fahrende(n) Fahrzeuge(n)
        3. Spielen auf der Fahrbahn
        4. Benutzen der falschen Straßenseite                                         '
        5. Alkoholeinfluß                                                   t . . . . .
        6; Körperliche oder gesundheitliche Behinderung . . ."
        7.^nstige Ursachen bei Fußgängern . .
 IV. Straßenverhältniisse als Unfallursachen
        1. Glätte oder Schlüpfrigkeit der Fahrbahn
           o)durch ausgeflossenes 01, Dung usw.
           b)durch Schnee oder Eis
         . c)durch Regen
        2. Schlechter Zustand der Straßenoberfläche
        3. Wechsel der iPahrbahndeHce                                        -
        4. Enge uncf Unübersichtlichkeit (auch an Straßenkreuzungen)
           a)ständiger Zustand
           b)durch Bauarbeiten bedingt
        5. Unzureichende Beschilderung der Straße .
        6. Unzureichende Beleuchtung der Straße und der Verkehrszeichen . . . . .
        7. Sonstige Mängel der Straße

 V. Witterungseinflüsse als Unfallursachen
        I.Siditbehinderung durch
          a)Nebel
          1^) starken Regen, Hagelsdiauer, SHmeegestöber                            ...
          c) blendende Sonne
        2.Sonstige Witterungseinflusse .

 Vi. Ändere Unfallursachen
        I.Tier auf der Fahrbahn
        2. Sönstiges Hindernis auf der Fahrbahn . . . . . . . . . . . . . . .
        3, Nicht öder zu spät geschlossene Bahnschranken . '. . . .
        4. Mangelhafte Beschaffenheit der für schienengleiche Wegübergänge geltenden
          Warnzeichen                                                                  • •
        5. Sonstige Einflüsse                             . . : . . . .
10

Zur nächsten Seite