VkBl Nr. 4 1995
Verkehrsblatt Nr. 4 1995
Amtsblatt des Bundesministeriums für Verkehr der Bundesrepublik Deutschland
(VkBl.)
I N H A LT S V E R Z E I C H N I S
49. Jahrgang Ausgegeben zu Bonn am 28. Februar 1995 Heft 4
Amtlicher Teil
Nr. Datum VkBl. 1995 Seite Nr. Datum VkBl. 1995 Seite
Straßenverkehr Straßenbau
35 24. 1. 1995 ECE-Regelung Nr. 87 über einheitliche 41 8. 12. 1994 Allgemeines Rundschreiben
Bedingungen für die Genehmigung von Leuchten Straßenbau Nr. 36/1994
für Tagfahrlicht für Kraftfahrzeuge .................................. 126 Sachgebiet 01.2: Netzgestaltung und
Bedarfsplanung;
36 3. 2. 1995 Revision 2 der ECE-Regelung Nr. 7 und – Numerierung der Bundesfern-
Änderung 1 der Revision 2 der ECE-Regelung Nr. 7 straßen......................................... 131
über einheitliche Bedingungen für die Genehmi-
gung von Begrenzungsleuchten, Schlußleuchten, Wasserstraßen
Bremsleuchten und Umrißleuchten für Kraftfahr-
zeuge (mit Ausnahme von Krafträdern) und ihre 42 19. 1. 1995 Korrosionsschutz im Stahlwasserbau;
– Richtlinie für die Prüfung von Beschichtungsstoffen
Anhänger ........................................................................ 126
für den Korrosionsschutz im Stahlwas-
37 3. 2. 1995 Änderung 1 der ECE-Regelung Nr. 53 serbau....................................................................... 133
über einheitliche Bedingungen für die Genehmi-
gung der Krafträder hinsichtlich des Ausbaues der
Beleuchtungs- und Lichtsignaleinrichtungen .................. 126
38 3. 2. 1995 ECE-Regelung Nr. 79 über einheitliche
Bedingungen für die Genehmigung der Fahrzeuge
hinsichtlich der Lenkanlage ............................................ 127
39 9. 2. 1995 31. Berichtigung des Systematischen
Verzeichnisses der Fahrzeug- und Aufbauarten
– Ausdehnung des Anwendungsbereichs der An-
lage XIV StVZO und der Schadstoffklasse S1 ......... 127
Seeverkehr
40 8. 2. 1995 IMO-Richtlinien für Systeme zur Be-
handlung ölhaltiger Abfälle in Maschinenräumen
von Schiffen.................................................................... 128
Beim Ausbleiben des Verkehrsblattes wollen sich die Bezieher bitte an den Verlag wenden.
Heft 4 – 1995 126 VkBl. Amtlicher Teil
AMTLICHER TEIL
Straßenverkehr
Nr. 35 ECE-Regelung Nr. 87 über einheitli- Nr. 36 Revision 2 der ECE-Regelung Nr. 7
che Bedingungen für die Genehmi- und Änderung 1 der Revision 2 der
gung von Leuchten für Tagfahrlicht ECE-Regelung Nr. 7 über einheitliche
für Kraftfahrzeuge Bedingungen für die Genehmigung
Bonn, den 24. Januar 1995 von Begrenzungsleuchten, Schluß-
StV 18/37.18.03-87 leuchten, Bremsleuchten und Umriß-
Die ECE-Regelung Nr. 87 über einheitliche Bedingungen leuchten für Kraftfahrzeuge (mit Aus-
für die Genehmigung von Leuchten für Tagfahrlicht für nahme von Krafträdern) und ihre An-
Kraftfahrzeuge wurde nach dem Übereinkommen vom hänger
20. März 1958 über die Annahme einheitlicher Bedingun- Bonn, den 3. Februar 1995
gen für die Genehmigung der Ausrüstungsgegenstände StV 18/37.18.03-7/112 Va 94 IV
und Teile von Kraftfahrzeugen und über die gegenseitige
Die Revision 2 der ECE-Regelung Nr. 7 und die Ände-
Anerkennung der Genehmigung durch Verordnung vom
rung 1 der Revision 2 der ECE-Regelung Nr. 7 über ein-
14. Dezember 1994 (Verordnung zur ECE-Regelung Nr.
heitliche Bedingungen für die Genehmigung von Begren-
87) in Kraft gesetzt und am 19. Januar 1995 im
zungsleuchten, Schlußleuchten, Bremsleuchten und
Bundesgesetzblatt, Teil II, Seite 36, verkündet.
Umrißleuchten für Kraftfahrzeuge (mit Ausnahme von
Diese Verordnung tritt an dem Tage in Kraft, an dem die Krafträdern) und ihre Anhänger wurden nach dem Über-
ECE-Regelung Nr. 87 für die Bundesrepublik einkommen vom 20. März 1958 über die Annahme ein-
Deutschland in Kraft tritt. heitlicher Bedingungen für die Genehmigung der Aus-
Dem Generalsekretär der Vereinten Nationen wurden als rüstungsgegenstände und Teile von Kraftfahrzeugen und
Behörde, die die Genehmigung nach der ECE-Regelung über die gegenseitige Anerkennung der Genehmigung
Nr. 87 erteilt, das durch Verordnung vom 14. Dezember 1994 (Verordnung
Kraftfahrt-Bundesamt zur ECE-Regelung Nr. 7) in Kraft gesetzt und am 19.
24932 Flensburg Januar 1995 im Bundesgesetzblatt Teil II Seite 34 ver-
kündet.
und als zuständige Technische Dienste, die die Prü-
fungen für die Genehmigung nach der ECE-Regelung Nr. Diese Verordnung tritt, mit Ausnahme des Artikels 1 Nr. 2
87 durchführen, das (Änderung 1 der Revision 2), mit Wirkung vom 24.
September 1992 in Kraft. Artikel 1 Nr. 2 tritt mit Wirkung
Lichttechnische Institut der
vom 26. Januar 1994 in Kraft.
Universität Karlsruhe
Kaiserstraße 12 Bundesministerium für Verkehr
76131 Karlsruhe, Im Auftrag
Grupe
der
(VkBl. 1995 S. 126)
Technische Überwachungsverein
Ostdeutschland
Sicherheit und Umweltschutz GmbH Nr. 37 Änderung 1 der ECE-Regelung Nr. 53
Technischer Dienst Lichttechnik über einheitliche Bedingungen für
Müggelseedamm 109–111 die Genehmigung der Krafträder hin-
12587 Berlin sichtlich des Anbaues der Beleuch-
und die tungs- und Lichtsignaleinrichtungen
Technische Prüfstelle für den Bonn, den 3. Februar 1995
Kraftfahrzeugverkehr beim Technischen StV 18/37.18.03-53/132 Va 94 II
Überwachungsverein Bayern Sachsen e. V.
Die Änderung 1 der ECE-Regelung Nr. 53 über einheitli-
Westendstraße 199
che Bedingungen für die Genehmigung der Krafträder hin-
80686 München
sichtlich des Anbaues der Beleuchtungs- und Lichtsignal-
benannt. einrichtungen wurde nach dem Übereinkommen vom 20.
Bundesministerium für Verkehr März 1958 über die Annahme einheitlicher Bedingungen
Im Auftrag für die Genehmigung der Ausrüstungsgegenstände und
Grupe Teile von Kraftfahrzeugen und über die gegenseitige Aner-
(VkBl. 1995 S. 126) kennung der Genehmigung durch Verordnung vom 14.
Auszug aus dem Verkehrsblatt Amtlicher Teil
VkBl. Amtlicher Teil 127 Heft 4 – 1995
Dezember 1994 (Verordnung zur ECE-Regelung Nr. 53) in 70/220/EWG in der Fassung der Richtlinie
Kraft gesetzt und am 19. Januar 1995 im Bundesgesetz- 93/59/EWG entsprechen und die die im Anhang I Nr.
blatt Teil II Seite 35 verkündet. 5.3.1 der Richtlinie genannte Prüfung Typ I nachwei-
Diese Verordnung tritt mit Wirkung vom 14. Oktober 1990 sen.
in Kraft. Nach Anhörung der zuständigen obersten Landes-
Bundesministerium für Verkehr behörden gebe ich folgende Änderung zur Verkehrs-
Im Auftrag blattverlautbarung Nr. 7 in Heft 1 1994 S. 12 bekannt:
Grupe Punkt 4. der Erläuterungen auf S. 37 erhält folgende
(VkBl. 1995 S. 126) Fassung:
„4. Nach Anlage XIV StVZO werden Kraftfahrzeuge
mit einer zulässigen Gesamtmasse von mehr als
2800 kg in folgende Emissionsklassen gemäß der
Nr. 38 ECE-Regelung Nr. 79 über einheitli- neu geschaffenen Anlage XIV zu § 48 StVZO ein-
che Bedingungen für die Genehmi- gestuft:
gung der Fahrzeuge hinsichtlich der – Schadstoffklasse S1 („SKL: S1“)
Lenkanlage – Schadstoffklasse S2 („SKL: S2“)
Bonn, den 3. Februar 1995 – Geräuschklasse G1 („GKL: G1“).
StV 18/37.18.03-79/119 Va 94 III Lastkraftwagen und Zugmaschinen mit einer zulässi-
Die ECE-Regelung Nr. 79 über einheitliche Bedingungen gen Gesamtmasse von mehr als 2800 kg erhalten
für die Genehmigung der Fahrzeuge hinsichtlich der – in der 5. Stelle der Fahrzeug- und Aufbauart die
Lenkanlage wurde nach dem Übereinkommen vom 20. Ziffer „1“, wenn sie die Anforderungen der Schad-
März 1958 über die Annahme einheitlicher Bedingungen stoffklasse S1 gemäß Anlage XIV StVZO erfül-
für die Genehmigung der Ausrüstungsgegenstände und len und die Ziffer „2“, wenn sie die Anforde-
Teile von Kraftfahrzeugen und über die gegenseitige rungen der Schadstoffklasse S2 gemäß An-
Anerkennung der Genehmigung durch Verordnung vom lage XIV StVZO erfüllen,
14. Dezember 1994 (Verordnung zur ECE-Regelung Nr.
– in der 6. Stelle der Fahrzeug- und Aufbauart die
79) in Kraft gesetzt und am 19. Januar 1995 im Bundes-
Ziffer „1“, wenn sie die Anforderungen der Anlage
gesetzblatt Teil II Seite 37 verkündet.
XXI StVZO oder die Richtlinie 92/97/EWG erfüllen
Diese Verordnung tritt mit Wirkung vom 9. Februar 1992 (Einstufung in Geräuschklasse G1) und die Ziffer
in Kraft. „2“, wenn sie den in Österreich geltenden Vor-
Bundesministerium für Verkehr schriften für lärmarme Kraftfahrzeuge entspre-
Im Auftrag chen. Da die österreichischen Vorschriften mit
Grupe den deutschen Vorschriften für die Zuordnung zur
(VkBl. 1995 S. 127) Geräuschklasse G1 gleichwertig sind, erfolgt
ebenfalls eine Einstufung in die Geräuschklasse
G1 („GKL: G1 OEST“), jedoch mit besonderer
Schlüsselnummer („2“).
Nr. 39 31. Berichtigung des Systematischen
Die gleichen Schlüsselnummern (und Klartexte) sind
Verzeichnisses der Fahrzeug- und für Lastkraftwagen und Zugmaschinen mit einer
Aufbauarten; – Ausdehnung des An- zulässigen Gesamtmasse bis 2800 kg vorgesehen,
wendungsbereichs der Anlage XIV wenn sie die Anforderungen der Richtlinie
StVZO und der Schadstoffklasse S1 91/542/EWG Zeile A (Ziffer „1“) bzw. Zeile B (Ziffer
Bonn, den 9. Februar 1995 „2“) der Tabelle unter Ziffer 8.3.1.1 des Anhangs I
StV 11/36.17.06-01 erfüllen. Diese Fahrzeuge werden zwar von der
neuen Anlage XIV zu § 48 StVZO nicht erfaßt, sollen
§ 48 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO)
jedoch aus Vereinfachungsgründen wie die schwere-
schreibt vor, daß Kraftfahrzeuge nach Maßgabe der
ren Fahrzeuge gekennzeichnet werden. Darüber hin-
Anlage XIV StVZO in Emmissionsklassen einzustufen
aus erhalten Lastkraftwagen und Zugmaschinen mit
sind.
einer zulässigen Gesamtmasse bis 3500 kg in der 5.
Mit der Achtzehnten Verordnung zur Änderung straßen- Stelle der Fahrzeug- und Aufbauart (soweit für sie
verkehrsrechtlicher Vorschriften vom 20. Juni 1994 nicht die Ziffern „1“ oder „2“ zu treffen)
(BGBl. I S. 1291, VkBl. 1994 S. 446) wurde die Anlage
– die Ziffer „3“, wenn sie die Anforderungen der
XIV der StVZO wie folgt geändert:
Richtlinie 91/441/EWG (ohne Anhang I, Abschnitt
a) Der Anwendungsbereich, der sich bislang auf Fahr- 8.1 und Abschnitt 8.3) oder der Richtlinie
zeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse von mehr 93/59/EWG, Klasse I erfüllen
als 3500 kg erstreckte, wurde auf Fahrzeuge mit
– die Ziffer „4“ bei Erfüllung der Anforderungen der
einer zulässigen Gesamtmasse von mehr als 2800 kg
Richtlinie 93/59/EWG, Klasse II
bis 3500 kg ausgedehnt; die Anlage XIV gilt jetzt für
Fahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse von – die Ziffer „5“ bei Erfüllung der Anforderungen der
mehr als 2800 kg. Richtlinie 93/59/EWG, Klasse III.
b) Die Schadstoffklasse S1 wurde um die Fahrzeuge er-
weitert, die den Vorschriften der EG-Abgasrichtlinie Änderungen sind in Fettdruck
Auszug aus dem Verkehrsblatt Amtlicher Teil
Heft 4 – 1995 128 VkBl. Amtlicher Teil
Auf Antrag werden die Fahrzeuge der Klasse II, der lung der Vorschriften des Übereinkommens stän-
Klasse I und Fahrzeuge der Klasse III den Klassen I dig überprüft, um die Arbeit der Verwaltungen an
oder II zugeordnet, wenn sie die entsprechenden den Systemen zur Behandlung ölhaltiger Abfälle
Anforderungen erfüllen. in Maschinenräumen von Schiffen zu erleichtern.
Eine „0“ in der 5. und/oder 6. Stelle der Fahrzeug- 3. Die diesem Rundschreiben beigefügten Richt-
und Aufbauart besagt, daß das Fahrzeug keine der linien dienen als Leitfaden für Verwaltungen,
vorstehenden Abgas- bzw. Geräuschvorschriften Reeder und Werften bei der Suche nach einem
erfüllt.“ wirksamen und leistungsfähigen System zur Be-
Bundesministerium für Verkehr handlung ölhaltigen Bilgewassers und ölhaltiger
Im Auftrag Rückstände für Schiffe, deren Kiel an oder nach
Grupe dem 1. Januar 1992 gelegt wurde, und – soweit
(VkBl. 1995 S. 127) praktisch durchführbar – auch für bereits in Dienst
gestellte Schiffe.
Anhang
Seeverkehr Richtlinien für Systeme zur Behandlung ölhaltiger Abfälle
in Maschinenräumen von Schiffen
Nr. 40 IMO-Richtlinien für Systeme zur Be- 1. Anlage I zu MARPOL 73/78 enthält bestimmte
handlung ölhaltiger Abfälle in Ma- Regeln und einheitliche Auslegungen in bezug auf
schinenräumen von Schiffen Ausrüstungen zur Lagerung, Behandlung und
Bonn, den 8. Februar 1995 Abgabe ölhaltiger Rückstände und ölhaltigen
See 18/14.82.20 Bilgewassers aus dem Maschinenraum.
Der IMO-Ausschuß für den Schutz der Meeresumwelt 2. Der Ausschuß (MEPC) hat bei seiner ständigen
(MEPC) hat mit dem MEPC-Rundschreiben Nr. 235 (vom Überprüfung der entsprechenden Technik zur Er-
13. Dezember 1990) Richtlinien für Systeme zur Be- füllung der Vorschriften des Übereinkommens
handlung ölhaltiger Abfälle in Maschinenräumen von wesentliche Informationen zusammengetragen,
Schiffen veröffentlicht. Das Rundschreiben und die die für den Entwurf, die Zulassung und die Be-
Richtlinien werden nachstehend in ihrer amtlichen deut- sichtigung von Einrichtungen im Maschinenraum
schen Übersetzung bekannt gegeben. für Systeme zur Behandlung ölhaltigen Bilge-
wassers und ölhaltiger Rückstände wertvoll sind,
Die Richtlinien werden gemäß § 6 der Verordnung über
die aber nicht Bestandteil der Regeln des Über-
die Sicherheit der Seeschiffe (Schiffssicherheitsverord-
einkommens oder ihrer Auslegungen sind.
nung) in der Fassung der Bekanntmachung der Neu-
fassung der Schiffssicherheitsverordnung vom 21. Okto- 3. Der Ausschuß (MEPC) hat beschlossen, daß
ber 1994 mit Wirkung vom 1. Juli 1995 in Kraft gesetzt. diese Informationen gleichwohl für die Verwal-
tungen, für Reeder und für Werften besonders
Die See-Berufsgenossenschaft (Schiffssicherheitsabtei-
wertvoll sind und deshalb in Form eines MEPC-
lung) hat in einem Merkblatt die baulichen Anforderungen
Rundschreibens verteilt werden sollen.
(Meeresumwelt-Schutzmaßnahmen) nach dem Inter-
nationalen Übereinkommen von 1973 zur Verhütung der 4. Die in diesen Richtlinien enthaltenen Informa-
Meeresverschmutzung durch Schiffe und des Protokolls tionen sollen bei der Suche nach einem wirksa-
von 1978 zu diesem Übereinkommen (MARPOL 73/78), men und leitstungsfähigen System zur Behand-
das die in dieser Bekanntmachung veröffentlichten Richt- lung ölhaltigen Bilgewassers und ölhaltiger Rück-
linien berücksichtigt, zusammengestellt. Das Merkblatt stände für neue Schiffe und – soweit an wendbar
wird den Schiffswerften, die Neubauten bei der See- und sinnvoll – für bereits in Dienst gestellte Schiffe
Berufsgenossenschaft anmelden, übersandt. als Leitfaden betrachtet werden. Die Informa-
tionen sollen zusammen mit den auf das betref-
Bundesministerium für Verkehr
fende Schiff anwendbaren speziellen Bedingun-
Im Auftrag
gen und Umständen, der Praxis der Reeder und
Hinz
Werften, den Regeln der Klassifikationsgesell-
Richtlinien für Systeme zur Behandlung ölhaltiger Abfälle schaften, den Vorschriften der Verwaltungen usw.
in Maschinenräumen von Schiffen berücksichtigt werden.
(MEPC-Rundschreiben Nr. 235)
5. Begriffsbestimmungen im Sinne dieser Richt-
1. Anlage I des Internationalen Übereinkommens linien
zur Verhütung der Meeresverschmutzung durch 5.1 Ölhaltiger Abfall bedeutet ölhaltige Rückstände
Schiffe in der durch das Protokoll von 1978 zu (Ölschlamm) und ölhaltiges Bilgewasser.
dem Übereinkommen geänderten Fassung
(MARPOL 73/78) enthält bestimmte Regeln und 5.2 Ölhaltige Rückstände (Ölschlamm) bedeutet
einheitliche Auslegungen in bezug auf die Aus- .1 getrennten Ölschlamm, das heißt Ölschlamm,
rüstung zur Lagerung, Behandlung und Abgabe der bei der Reinigung von Brennstoff und
ölhaltiger Rückstände und ölhaltigen Bilgewas- Schmieröl anfällt;
sers aus dem Maschinenraum. .2 Lecköl, das heißt Öl, das beim Entwässern
2. Der Ausschuß für den Schutz der Meeresumwelt und bei Leckagen in Maschinenräumen an-
(MEPC) hat die entsprechende Technik zur Erfül- fällt;
Auszug aus dem Verkehrsblatt Amtlicher Teil
VkBl. Amtlicher Teil 129 Heft 4 – 1995
.3 Altöl, das heißt altes Schmieröl und Hydraulik- boden angeordneten Tank verringert werden kön-
öl oder eine sonstige Flüssigkeit auf Kohlen- nen.
wasserstoffbasis, die wegen Zersetzung oder 7.4 Ist ein Bilgewasser-Sammeltank vorgesehen, so
Verunreinigung zum Gebrauch in den Ma- soll er von anderen Tanks, die der Aufnahme von
schinen nicht mehr geeignet sind. Ölschlamm dienen, getrennt und unabhängig
5.3 Tanks für Ölschlamm bedeutet sein.
.1 Tanks für getrennten Ölschlamm; 7.5 Bei Schiffen, die mit Rückstandsschweröl mit
.2 Tanks für Lecköl; einer relativen Dichte von mehr als 0,94 bei 15°C
betrieben werden, soll ein Bilgewasser-Sammel-
.3 Altöltanks.
tank mit ausreichendem Fassungsvermögen vor-
5.4 Bilgewasser-Sammeltanks bedeutet Tanks für gesehen sein; der Tank soll mit Heizeinrichtungen
ölhaltiges Bilgewasser. ausgerüstet sein, damit das ölhaltige Gemisch
5.5 Die in diesen Richtlinien genannten Regeln sind vorgewärmt werden kann, bevor der Tankinhalt
die Regeln in Anlage I zu MARPOL 73/78. durch die 100-ppm- oder 15-ppm-Einrichtung ins
5.6 Ölschlammverbrennungsanlagen sind Systeme, Meer eingeleitet wird.
die der Verbrennung des an Bord von Seeschiffen
erzeugten Ölschlamms dienen. 8. Größe der Tanks für ölhaltige Abfälle
Ölschlammverbrennungsanlagen können sein: 8.1 Die Tanks zur Aufnahme der ölhaltigen Abfälle aus
den verschiedenen Arbeitsabläufen im Ma-
– Haupt- und Hilfsdampfkessel mit entsprechen- schinenraum sollen unter Berücksichtigung der
den Ölschlammaufbereitungsanlagen; Art der beabsichtigten Verwendung des Schiffes
– Erhitzer von Wärmeübertragungsanlagen mit ein ausreichendes Fassungsvermögen haben.
entsprechenden Ölschlammaufbereitungsan- Die nachstehenden Informationen dienen in die-
lagen; ser Hinsicht als Leitfaden; alle übrigen auf die
– Verbrennungsanlagen mit entsprechenden besondere Fahrtroute des Schiffes oder die
Ölschlammaufbereitungsanlagen, die für die Liegezeit im Hafen anwendbaren Gesichspunkte
Verbrennung von Ölschlamm ausgelegt sind; sollen ebenfalls in Betracht gezogen werden.
– Inertgassysteme mit entsprechenden Öl- 8.2 Das empfohlene Fassungsvermögen der Tanks
schlammaufbereitungsanlagen. für ölhaltige Rückstände (Ölschlamm) ist in den
Auslegungen zu Regel 17 festgelegt.1
6. Sammlung und Lagerung ölhaltiger Abfälle
8.3 Ist zusätzlich zu den Vorschriften der Regel 17
6.1 Nach Regel 17 sind ein Tank oder mehrere Tanks ein Tank für Altöl eingebaut, so soll dieser ein
für Ölschlamm verbindlich vorgeschrieben. ausreichendes Fassungsvermögen haben, um
6.2 Ein Bilgewasser-Sammeltank ist vorgesehen, um Schmieröl oder andere Öle und Flüssigkeiten auf
das täglich anfallende Bilgewasser aufzunehmen, Kohlenwasserstoffbasis aus dem Maschinen-
bevor es an Land abgegeben oder durch die 15- raum aufzunehmen, die aufgrund von Zer-
ppm- oder 100-ppm-Einrichtung ins Meer einge- setzung und Verunreinigung oder von Wartungs-
leitet wird. Ein Bilgewasser-Sammeltank ist nicht arbeiten angefallen sind. Das aus der 15-ppm-
verbindlich vorgeschrieben; er ermöglicht den und 100-ppm-Einrichtung eingeleitete Öl kann
Schiffen jedoch einen sicheren Betrieb während ebenfalls in diesen Tank eingeleitet werden. Für
des Aufenthalts im Hafen und während der Fahrt Haupt- und Hilfsmotoren, bei denen auf See ein
in Sondergebieten und Küstengewässern sowie vollständiger Austausch des Schmieröls erforder-
während der Wartung der 15-ppm- oder 100-ppm- lich ist, soll das Fassungsvermögen des Tanks
Einrichtung. mit 1,5 m3 je 1000 kW Motorleistung berechnet
6.3 Ein Bilgewasser-Sammeltank gibt auch zusätzli- werden.
che Sicherheit bei der Reinigung von ölhaltigem 8.4 Ist zusätzlich zu den in Regel 17 vorgeschriebe-
Bilgewasser für den Fall, daß schnell trennende nen Tanks ein Tank für Lecköl eingebaut, so kann
Kaltreiniger zu Reinigungszwecken verwendet er an unterschiedlichen Stellen im Maschinen-
worden sind. raum angeordnet sein. Das aus der 15-ppm- und
100-ppm-Einrichtung eingeleitete Öl kann eben-
7. Anordnung der Tanks für ölhaltige Abfälle falls in diesen Tank eingeleitet werden. Das emp-
7.1 Die für die genannten Zwecke vorgesehenen fohlene Fassungsvermögen soll wie folgt berech-
Tanks sollen so angeordnet sein, daß der beab- net werden:
sichtigten Verwendung des Schiffes Rechnung
getragen wird. Leistung des Fassungsvermögen
Hauptmotors (kW) in m3
7.2 Tanks für Ölschlamm können getrennt und von ein-
ander unabhängig sein; sie können jedoch auch je bis 10 000 20 x D x P/106
nach Größe und Verwendung des Schiffes mitein- über 10 000 D x (0,2 + 7 x (P-10 000)/
ander verbunden sein, soweit dies sinnvoll ist. 106)
7.3 Die Vorteile, die sich aus der Anordnung eines D = Tage; die Dauer der Reise entspricht der in
unabhängigen Tanks für die Aufnahme von ge- den Auslegungen der Regel 17.
trenntem Ölschlamm ergeben, sollen in Betracht P = Leistung des Hauptmotors in kW.
gezogen werden, weil dadurch der Inhalt des
Tanks, der mit Reinigungs- und Heizeinrichtungen 1 Erläuterung: Das empfohlene Fassungsvermögen beträgt 1,5 %
ausgerüstet sein muß, und der erforderliche des verbrauchten Brennstoffs unter Berück-
Raum für den vorzugsweise über dem Doppel- sichtigung der Länge der Seereise
Auszug aus dem Verkehrsblatt Amtlicher Teil
Heft 4 – 1995 130 VkBl. Amtlicher Teil
8.5 Die Bilgewasser-Sammeltanks, soweit sie ein ge- Tanks für getrennten Ölschlamm, ihr Rohr-
baut sind, sollen ein Fassungsvermögen haben, leitungssystem und ihre Pumpen sollen wie folgt
aufgrund dessen das Schiff in Häfen, Küstenge- ausgelegt sein:
wässern und Sondergebieten fahren kann, ohne 10.1.1 Größe der Tanks
entöltes Wasser ins Meer einleiten zu müssen.
s. Nummer 8.
Der Vorteil, der sich daraus ergibt, daß die 15-
ppm- und 100-ppm-Einrichtung nicht häufig in 10.1.2 Auslegung der Tanks und Tankheizsysteme
Betrieb genommen zu werden braucht, soll eben- Die Tanks und die Tankheizsysteme sollen so
falls Berücksichtigung finden. Das Fassungsver- ausgelegt sein, daß sie den Anforderungen der
mögen der Bilgewasser-Sammeltanks soll wie Verwaltung entsprechen.
folgt berechnet werden: 10.1.3 Tankheizsystem
Leistung des Fassungsvermögen Die Tanks für getrennten Ölschlamm sollen mit
Hauptmotors (kW) in m3 einem Tankheizsystem ausgestattet sein. Die
bis 1 000 1,5 Heizrohre sollen derart angeordnet sein, daß sie –
über 1 000 bis 20 000 1,5 + (P-1 000)/1 500 von der Heizzuleitung aus betrachtet – zuerst an
über 20 000 14,2 + 0,2 (P-20 000)/1 500 der Seitenwand und dann flächendeckend über
P = Leistung des Hauptmotors in kW den gesamten Boden geführt und ferner ausrei-
chend hoch angeordnet sind, um zu verhindern,
9. Pump-, Leitungs- und Einleitsysteme in Ma- daß sie vollkommen mit Ablagerungen im Tank
schinenräumen bedeckt werden können.
9.1 An Bord von Schiffen, deren Antriebssysteme mit Das Tankheizsystem soll derart ausgelegt sein,
Schweröl betrieben werden, sind folgende Richt- daß ein Erwärmen des Ölschlamms bis auf 60°C
linien für das Leitungssystem vorgesehen, das die möglich ist.
Anlagenteile für die Behandlung und Lagerung Die Saugleitung vom Tank für Ölschlamm zu der
von ölhaltigem Bilgewasser, getrenntem Öl- Pumpe soll mit einer Heizvorrichtung ausgestattet
schlamm, Lecköl sowie Altöl umfaßt. sein.
9.2 Der Ausfluß aus der 15-ppm- und 100-ppm-Ein- 10.1.4 Rohrleitungen vom Schwerölseparator zum Tank
richtung soll in die Bilge oder in den Bilge-
wasser-Sammeltank zurückgeführt werden kön- Soweit möglich soll der Tank für Ölschlamm
nen. unterhalb des Schwerölseparators angebracht
sein. Ist dies nicht möglich, so soll der Tank für
9.3 Ist eine der 15-ppm- oder 100-ppm-Einrichtung Ölschlamm in der Nähe des Schwerölseparators
zugeordnete Pumpe vorhanden, so darf die derart angeordnet sein, daß die Abflußleitung in
Einrichtung nicht umgangen werden. den Tank ein möglichst großes Gefälle aufweist.
9.4 Das mit der 15-ppm- und 100-ppm-Einrichtung Die Rohrleitungen sollen nach Möglichkeit gerade
verbundene Leitungssystem für das Einleiten soll oder in einer Krümmung mit großem Radius ver-
von dem Lenz- und Ballastwassersystem, außer laufen.
der unter Nummer 9.2 genannten Rückführlei- 10.1.5 Die Tauchpumpe oder die Öffnung der Sauglei-
tung, vollständig getrennt sein. tung soll so angeordnet sein, daß der Weg des
9.5 Die Abflußrohre des Schiffes für ölhaltige Abfälle Ölschlamms zur Saugöffnung so kurz wie möglich
zu dem genormten Abflußanschlußstück sollen ist; andernfalls soll der Tank für Ölschlamm erhöht
von dem Bunkeröl vollkommen getrennt sein. angeordnet oder so ausgelegt sein, daß der
9.6 Das getrennte Schmutzwasser und das ver- Ölschlamm von oben der Saugöffnung zuläuft.
schmutzte Steuerwasser der Brennstoffsepara- Die Öffnungen sollen so groß wie möglich in den
toren sollen in einen besonderen Tank eingeleitet Spanten über dem Tankboden angebracht sein,
werden, um den Zulauf in den Tank für getrennten so daß der Ölschlamm ungehindert der
Ölschlamm auf ein Mindestmaß zu beschränken. Saugleitung zufließen kann.
Dieser besondere Tank soll oberhalb des Doppel- 10.1.6 Pumpe und Druckleitungen
bodens angeordnet sein, damit er leicht entwäs- Die Pumpe soll für Ölschlamm hoher Viskosität
sert werden kann, ohne daß eine Pumpe benötigt verwendbar, z. B. eine „selbstansaugende Ver-
wird. Werden das Schmutzwasser und das ver- drängungspumpe“, und ausreichend gegen
schmutzte Steuerwasser der Separatoren nicht in Trockenlauf geschützt sein. Sie soll eine
einen besonderen Tank, sondern statt dessen in Gesamtförderhöhe von mindestens 4 bar haben;
einen Tank für getrennten Ölschlamm eingeleitet, ihre Förderleistung soll nach folgender Formel
so soll dieser Tank wegen der genannten leichte- ermittelt werden:
ren Entwässerung oberhalb des Doppelbodens
angeordnet sein. V
Q= (m3/h)
9.7 Rohrleitungen zu und von den Tanks für Öl- t
schlamm dürfen außer dem in Regel 19 vorge- hierbei ist V der Inhalt des Tanks für Ölschlamm,
schriebenen genormten Abflußanschluß keine wie er in den Auslegungen der Regel 17 berech-
unmittelbare Verbindung nach außerbords haben. net wird. Für die Zeit t sollen vier Stunden einge-
setzt werden. Die Pumpenleistung darf nicht
10. Systeme für getrennten Ölschlamm geringer als 2,0 m3/h sein.
10.1 Tanks für getrennten Ölschlamm und ihr Rohr- Die geodätische Saughöhe der Pumpe soll bei
leitungssystem Schiffen, deren Hauptmotor bis 15 000 kW aus-
Auszug aus dem Verkehrsblatt Amtlicher Teil
VkBl. Amtlicher Teil 131 Heft 4 – 1995
gelegt ist, 3 Meter und bei Schiffen mit mehr als den. Eine Einrichtung zur ständigen Anzeige und
15 000 kW 3,5 Meter nicht übersteigen. Überwachung des Wassergehalts im Ölschlamm
Die Druckseite der Pumpe soll nur mit der Über- soll vorgesehen werden.
gabeleitung an Deck, den Tanks für Ölschlamm (VkBl. 1995 S. 134)
und der Verbrennungsanlage, falls vorhanden,
verbunden sein.
Straßenbau
10.1.7 Ausführung des Tanks für Ölschlamm zur Er-
leichterung der Reinigung Nr. 41 Allgemeines Rundschreiben
Mannlöcher sind so anzuordnen, daß alle Be- Straßenbau Nr. 36/1994
reiche des Tanks gereinigt werden können. Ein Sachgebiet 01.2: Netzgestaltung und
Mannloch ist auf der Tankoberseite anzubringen, Bedarfsplanung;
damit der Gebrauch einer tragbaren Pumpe – Numerierung der
erleichtert wird. Bundesfernstraßen
10.1.8 Ausdampfleitungen
Bonn, den 8. Dezember 1994
Der obere Teil der Tanks für Ölschlamm soll mit StB 13/38.60.70-40.01/60 Vm 94
Ausdampfleitungen für die Reinigung versehen
Oberste Straßenbaubehörden
sein.
der Länder
11. Beispiel für eine Ölschlammverbrennungsan-
nachrichtlich:
lage an Bord von Schiffen2
11.1 Allgemeines Für den Straßenverkehr
und die Verkehrspolizei
11.1.1 Neben den Tanks für Ölschlamm sind Ölschlamm- zuständigen obersten Landesbehörden
verbrennungsanlagen weitere Mittel zur
Beseitigung von Ölrückständen (Ölschlamm). Bundesanstalt für Straßenwesen
Brüderstr. 53
11.2 Ölschlammverbrennungsanlagen 51427 Bergisch Gladbach
Ein Ölschlammverbrennungssystem besteht aus DEGES Berlin
folgendem: Außenstelle Berlin
– einem Dampfkessel oder einem Erhitzer einer Numerierung der Autobahnen (8. Fortschreibung)
Wärmeübertragungsanlage oder einer Ver-
brennungsanlage; Meine Allgemeinen Rundschreiben Straßenbau
– einem Ölbrenner; Nr. 01/1983 vom 13. Januar 1983 – StB 13/38.60.70-
– Aufbereitungssystemen für Ölschlamm und 40.01/2 Va 83 –
– Tanks für getrennten Ölschlamm. Nr. 23/1991 vom 5. September 1991 – StB 13/ 38.60.70-
40.01/94 Va 91 –
11.3 Aufbereitungssysteme für Ölschlamm
Anlagen: Karte Netz der Bundesautobahnen (1)
11.3.1 Das Aufbereitungssystem für Ölschlamm besteht Streckenverzeichnisse (2)
aus folgendem:
Hiermit wird die Numerierung verschiedener Autobahnen
– einem Tank zum Mischen von Ölrückständen in der Bundesrepublik Deutschland fortgeschrieben. In
mit Brennstoff (Mischtank); diese Fortschreibung sind zum ersten Mal die Nummern
– einem Vorwärmsystem für Ölschlamm; der Autobahnen in den neuen Bundesländern einbezo-
– einem Filter und gen worden, die 1990 bereits mit Einzelschreiben
– einem Homogenisierungssystem. bekanntgegeben wurden.
11.4 Mischtank Im einzelnen handelt es sich um die Autobahnen Nr. A 1, A 2,
11.4.1 Zusätzlich zu dem Tank für getrennten Ölschlamm A 4, A 9, A 10, A 11, A 12, A 13, A 14, A 15, A 17, A 19, A 20,
soll ein Mischtank vorgesehen werden. Er soll mit A 21, A 24, A 38, A 39, A 44, A 64, A 65, A 71, A 72, A 73,
geeigneten Entwässerungsvorrichtungen ausge- A 100, A 105, A 111, A 113, A 114, A 115, A 143, A 241, A 280,
stattet sein. Zur Verbesserung der Brennbarkeit A 652, A 654. Näheres ist aus den Anlagen ersichtlich.
und des Heizwerts soll ein Brennstoffanschluß Die Bezeichnung mit einer anderen Autobahnnummer
vorgesehen werden. ändert nichts an der Verkehrsbedeutung der betreffen-
11.5 Homogenisierungssystem den Autobahn. Dort, wo im Einzelfall eine Planung noch
11.5.1 Das Homogenisierungssystem soll gewährleisten, unter Bezug auf die bisherige Autobahnnummer zum
daß der gesamte Inhalt des Mischtanks in ein Abschluß gebracht werden soll, kann die alte Nummer
homogenes und brennbares Gemisch aufbereitet der neuen Autobahnnummer in einem Klammerzusatz
wird. Das System soll erst nach ausreichender nachgestellt werden, z. B. A 38 (alt A 82).
Entwässerung des Tanks in Betrieb gesetzt wer- Die 8. Fortschreibung der Numerierung der Autobahnen
wird im Verkehrsblatt veröffentlicht.
2 Erläuterung: Es wird auf die von der Internationalen See- Meine Allgemeinen Rundschreiben Straßenbau Nr. 01/
schiffahrts-Organisation mit Entschließung 1983 und 23/1991 hebe ich auf.
MEPC.59(33) vom 30. Oktober 1992 angenom-
mene „Standard Specification for Shipboard Bundesministerium für Verkehr
Incinerators“ verwiesen. Diese Entschließung ist Im Auftrag
bei der See-Berufsgenossenschaft zu beziehen. Dr.-Ing. H u b e r
Auszug aus dem Verkehrsblatt Amtlicher Teil
Heft 4 – 1995 132 VkBl. Amtlicher Teil
Auszug aus dem Verkehrsblatt Amtlicher Teil
VkBl. Amtlicher Teil 133 Heft 4 – 1995
Anlage 2 zum ARS Nr. 36/1994
StB 13/38.60.70-10.01/60 Vm 94 Wasserstraßen
Verzeichnis der neuen Autobahnnummern Nr. 42 Korrosionsschutz im Stahlwasserbau;
entsprechend der 8. Fortschreibung – Richtlinie für die Prüfung von
A-Nr. Streckenverlauf Beschichtungsstoffen für den Korro-
A1 Heiligenhafen – Oldenburg/Holstein sionsschutz im Stahlwasserbau
A2 (Hannover) – Helmstedt – Berlin Bonn, den 19. Januar 1995
A4 Olpe – Bad Hersfeld BW 21/14.71.05-2/5 BAW 95
A4 Eisenach – Dresden – Görlitz Wasser- und Schiffahrtsdirektionen; BfG; RMD
A9 Berlin – Hof – (Nürnberg) nachrichtlich:
A 10 Berliner Ring
BSH, BOS, BRH,
A 11 Stettin – (Bundesgrenze) – Berlin
A 12 Berlin – Frankfurt/Oder Behörde für Wirtschaft
A 13 Berlin – Dresden der Freien Hansestadt Hamburg
A 14 (Hamburg) – Magdeburg – Dresden – Amt für Strom- und Hafenbau –
A 15 Lübbenau – Forst a) BW 21/14.71.05-2/44 BAW 81 vom 16. September 1981
A 17 Dresden – Bundesgrenze – (Prag) BW 21/14.71.05-2/162 Va 92 vom 28. August 1992
A 19 Rostock – Wittstock b) BW 21/14.71.05-2/106 BAW 94 vom 6. Januar 1994
A 20 (Bremen) – Lübeck – Stettin (Bundesgrenze) Anlage: Liste der geprüften Stoffe, 7. Ausgabe
A 21 Kiel – Hamburg vom 1. Januar 1995
A 24 Hamburg – Berlin Für Beschichtungssysteme im Stahlwasserbau dürfen nach
A 38 Göttingen – Halle a.d.S. – Leipzig den Zusätzlichen Technischen Vertragsbedingungen – Was-
A 39 (Schwerin) – Braunschweig serbau – für den Korrosionsschutz im Stahlwasserbau nur
A 44 Kassel – Eisenach Stoffe verwendet werden, die nach den „Richtlinien für die
A 64 (Luxembourg) – (Bundesgrenze) – Trier (A 1) Prüfung von Beschichtungsstoffen für den Korrosionsschutz
A 65 Ludwigshafen – Neulauterburg im Stahlwasserbau“ geprüft und zugelassen sind.
A 71 Bernburg – Erfurt – Schweinfurt
A 72 Leipzig – Chemnitz – Hof Die Liste der geprüften Stoffe wird bei der Bundesanstalt
A 73 Suhl – Lichtenfels für Wasserbau in Karlsruhe geführt.
A 100 BAB-Stadtring Berlin Nachfolgend übersende ich die aktualisierte Liste der
A 105 Abzweig Wedding geprüften Beschichtungsstoffe für den Stahlwasserbau,
A 111 BAB-Zubringer Hamburg 7. Ausgabe vom Januar 1995.
A 113 Berlin – Schönefeld Ich weise in diesem Zusammenhang darauf hin, daß die
A 114 BAB-Zubringer Prenzlau BAW in ihrem nächsten „BAW-Brief“ einen Aufsatz über
A 115 BAB-Zubringer Magdeburg/Leipzig Beschichtungsstoffkomponenten im Hinblick auf ihre
A 143 Querspange Halle a.d.S. (A 38 – A 14) Toxizität veröffentlicht.
A 241 Wismar – Schwerin
Mein Bezugserlaß b) vom 6. Januar 1994, mit dem ich
A 280 Abzweig Bunde
die 6. Ausgabe der Liste eingeführt habe, ist überholt und
A 652 Abzweig Wörth
wird hiermit aufgehoben.
A 654 Querspange Rheinstetten
Bundesministerium für Verkehr
(VkBl. 1995 S. 138) Im Auftrag
Tzschucke
Anlage
zum Erlaß BW 21/14.71.05-2/5 BAW 95
vom 19. Januar 1995
Bundesanstalt für Wasserbau
Geprüfte Beschichtungsstoffe für den Stahlwasserbau
Stand: Januar 1995
Liste der geprüften Stoffe
nach den „Richtlinien für die Prüfung von Beschichtungsstoffen für den Korrosionsschutz im Stahlwasserbau“
der Bundesanstalt für Wasserbau (BAW) vom März 1981
7. Ausgabe (Stand: 1. Januar 1995)
Auszug aus dem Verkehrsblatt Amtlicher Teil
Heft 4 – 1995 134 VkBl. Amtlicher Teil
(VkBl. 1995 S. 133)
Auszug aus dem Verkehrsblatt Amtlicher Teil