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Dieses Dokument ist Teil der Anfrage „Beratung: GRS (Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit)

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V Inhaltsverzeichnis  
Kurzfassung  ................................ ................................ ..............................  I 
Abstract  ................................ ................................ ................................ ... III 
1 Einleitung  ................................ ................................ ................................ . 1 
2 Entwicklung einer Schutzstrategie  ................................ .........................  3 
2.1 Berücksichtigung radiologischer Auswirkungen  ................................ .........  3 
2.2 Berücksichtigung anderer Aspekte  ................................ ............................  6 
2.3 Entscheidungsfindung innerhalb der Schutzstrategie  ...............................  10 
2.4 Internationale Erfahrungen  ................................ ................................ ...... 12 
2.5 Konzepte in anderen Staaten ................................ ................................ ... 15 
3 Unfälle mit kontaminierten Gebieten: Reaktorunfall in 
Tschernobyl  ................................ ................................ ...........................  17 
3.1 Getroffene Schutzmaßnahmen  ................................ ................................  17 
3.1.1  Dekontamination von Siedlungsgebieten  ................................ .................  19 
3.1.2  Dekontamination von landwirtschaftlichen Gebieten  ................................  20 
3.1.3  Schutzmaßnahmen in bewaldeten Gebieten  ................................ ............  21 
3.1.4  Schutz von Gewässern  ................................ ................................ ............  21 
3.2 Priorisierung bei Anwendung von Schutzmaßnahmen  .............................  22 
3.3 Mittel - und langfristige Strategie und Maßnahmen  ................................ ... 24 
3.4 Zusammenfassung  ................................ ................................ ..................  25 
4 Unfälle mit kontaminierten Gebieten: Reaktorunfall in Fukushima  ... 31 
4.1 Organisation  ................................ ................................ ............................  31 
4.2 Gebie tseinteilung zur Dekontamination in Japan  ................................ ..... 36 
4.3 Getroffene Schutzmaßnahmen  ................................ ................................  38 
4.3.1  Dekontamination von bewohnten Gebieten ................................ ..............  40 
4.3.2  Dekontamination von landwirtschaftlich genutzten Gebieten  ...................  41 
4.3.3  Schutzmaßnahmen in bewaldeten Gebieten  ................................ ............  42
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VI 4.3.4  Schutz von Gewässern  ................................ ................................ ............  42 
4.4 Priorisierung bei Anwendung von Schutzmaßnahmen  .............................  43 
4.5 Mittel - und langfristige Strategie und Maßnahmen  ................................ ... 44 
4.6 Zusammenfassung  ................................ ................................ ..................  44 
5 Unfälle mit regionalen oder lokalen Auswirkungen  ............................  47 
6 Schnittstellenanalysen  ................................ ................................ ..........  49 
6.1 Schnittstellen auf Grundlage des AP 1  ................................ .....................  49 
6.2 Schnittstellen auf Grundlage des Entwurfs des BNoPl -Bund -Gebiete  ...... 51 
6.3 Themen des BNoPl -Bund -Gebiete mit Abstimmungsbedarf zwischen 
den BNoPl -Bund und den Landesplänen  ................................ .................  61 
7 Evaluierungsbericht  ................................ ................................ ..............  65 
Literaturverzeichnis  ................................ ................................ ...............  67 
Abbildungsverzeichnis  ................................ ................................ ..........  75 
Tabellenverze ichnis  ................................ ................................ ...............  75 
Abkürzungsverzeichnis  ................................ ................................ .........  77
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1 1 Einleitung  
Grundsätzlich zielt das Notfallmanagementsystem von Bund und Ländern darauf ab, den 
Schutz der Menschen, der Umwelt und der Sachgüter vor den erheblichen nachteiligen 
Auswirkungen durch ionisierende Strahlung sicherzustellen. Ein Aspekt dabei ist eine 
angemessene vorgeplante Reaktion auf mögliche Notfälle. In Deutschland werden diese 
vorgeplante n Reaktionen und damit einhergehende Festlegungen für ein schnelles und 
abgestimmtes Vorgehen in Notfallplänen festgehalten (§§  98 – 101 StrlSchG).  
Einer dieser Notfallpläne ist der besondere Notfallplan des Bundes für kontaminierte Ge -
biete nach §  99 Abs. 2 Nr. 8 StrlSchG  (BNoPl -Bund -Gebiete ). Dieser Plan wird insbe -
sondere in der Nachfreisetzungsphase eines Notfalls von hoher Relevanz  sein und soll 
neben der Einhaltung der Notfallschutzgrundsätze aus §  92 StrlSchG dazu beitragen , 
„die sozialen und wirt schaftlichen Aktivitäten in einem betroffenen Gebiet zu erleichtern“ 
/IAEA  18/, um damit der Bevölkerung in den von einem Notfall betroffenen und kontami -
nierten Gebieten ein gefahrfreies und möglichst normales  Leben (wieder) zu ermögli -
chen. Im Einzelnen wird beleuchtet, welche Strategien bei den schweren Nuklearunfäl -
len in Tschernobyl und Fukushima zum Einsatz kamen.  Zudem wird auf Aspekte ein ge-
gangen, die grundsätzlich beim Wiederaufbau nach einer Katastrophe zum Tragen  kom-
men.  
Infolge des Reaktorunfalls in Tschernobyl am 26. April 1986 wurde eine große Menge 
an Radionukliden in die Atmosphäre freigesetzt , was zu einer Kontamination der Umge -
bung in vielen europäischen Ländern geführt hat. Nach dem Tschernobyl -Unfall wurden 
von den Behörd en der Sowjetunion eine Reihe von Gegenmaßnahmen zur Reduzierung 
der Auswirkungen der Kontamination eingeleitet, die viele personelle, wirtschaftliche und 
wissenschaftliche Ressourcen in Anspruch nahmen . Die Maßnahmen der Behörden 
wurden nicht immer offen und transparent kommuniziert , und es wurden der Öffentlich -
keit Informationen vorenthalten, was teilweise einige der Schwierigkeiten bei der späte -
ren Kommunikation und das Mis strauen der Bevölkerung erklärt . Auch in anderen be -
troffenen Ländern führte ähnliches Verhalten zum Misstrauen der Bevölkerung gegen -
über den Behörden , was in vielen Ländern Untersuchungen zum offenen und transpa -
renten Umgang mit solchen schweren Unfällen und zur Einbindung der betroffenen Be -
völkerung im Entscheidungsprozess führte  /IAEA  06/.
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2 Auch während des Reaktorunfalls im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi im März 2011 
kam es zu r Freisetzung großer Mengen von Radionukliden und zu großflächigen Konta -
mination. Von den freigesetzten radioaktiven Substanzen stellt vor allem Radiocäsium 
(134Cs und 137Cs), das in große r Menge (12 bis 62  PBq) in die Umgebun g freigesetzt  
wurde , die größte Gefahr für die lokale Bevölkerung dar  /EVR  19/. Die höchste Konta -
mination konnte in dem  Gebiet nordwestlich des Kernkraftwerk s in Fukushima  verzeich -
net werden . Das betroffene Gebiet umfasst zwar hauptsächlich Wälder und landwirt -
schaftlich genutzte Fläche n, aber auch wichtige Städte. Zur Reduzierung und Be seiti-
gung der Auswirkungen der Kontamination wurden in Japan fortschrittliche und umfang -
reiche Sanierungsarbeiten durchgeführt /EPA  16/.
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3 2 Entwicklung einer Schutzstrategie  
2.1 Berücksichtigung r adiologischer Auswirkungen  
Nach Eintritt eines nuklearen oder radiologischen Notfalls liegt die erste Priorität darin, 
die Situation unter Kontrolle zu bekommen und  angemessene Maßnahmen zum Schutz 
der Bevölkerung zu treffen. Die entsprechende Schutzstrategie sollte einen Referenz -
wert fü r die verbleibende  Dosis  enthalten  – typischerweise als effektive Dosis im Bereich 
20 bis 100 mSv akut oder pro Jahr, die Beiträge  aus allen Expositionspfaden  berück -
sichtigt  – allgemeine Kriterien für die Ergreifung von Schutz - und anderen Maßnahmen 
sowie vordefinierte nationale Einsatzkriterien für die Initiierung verschiedener Schutz -
maßnahmen  /IAEA  18/. 
Die zu ergreifenden Notfallschutzmaßnahmen hängen von der Phase  des Notfalls ab. 
Die gebräuchlichsten Schutzmaßnahmen, die unverzüglich (innerhalb von Stunden oder 
eines Tages) getroffen werden müssen , beinhalten  
• Evakuierung , 
• Aufenthalt in Gebäuden , 
• Verabreichung von Jodtabletten,  
• Einschränkungen für lokale Produkte,  Milch von Weidetieren , Regenwasser und an -
dere offene Trinkwasserquellen,  
• Einschränkungen bei der Verwendung von Gütern, die zu einer signifikanten Expo -
sition führen können,  ggf. Dekontamination von Personen und  
• Maßnahmen zur Vermeidung unabsichtlicher Ing estion . 
Weitere Schutzmaßnahmen, die innerhalb von Tagen oder Wochen nach einem nukle -
aren oder radiologischen Notfall effektiv angewendet werden können, umfassen  
• Umsiedlung,  
• langfristige Einschränkung des Verzehrs von Lebensmitteln, Milch und Trinkwasser  
• Einschränkung der Verwendung von Gütern, die zu einer signifikanten Exposition 
führen können,
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4 • Maßnahmen zur Vermeidung unabsichtlicher Ingestion und Kontrolle der Kontami -
nationsausbreitung (inklusive Zugangskontrollen für Evakuierungs - oder Umsied -
lungsbere iche) und Dekontamination von Gebieten oder Gütern , um die Einzeldosen 
weiter zu reduzieren . 
Eine Zusammenstellung allgemeine r Kriterien zur Ergreifung, Anpassung oder Aufhe -
bung von Schutz - oder anderen Maßnahmen findet sich z.  B. in Anhang I, Tabelle I 3 
des General Safety Guide GSG -11 /IAEA  18/. 
Nach Bekanntwerden eines Notfalls ist eine unmittelbare Umsetzung der Schutzstrate -
gie entscheidend, um einen bestmöglichen Schutz zu gewährleisten , selbst wenn nur 
sehr wenige Informationen verfügbar sind . Mit Fortschreiten der Notfa llsituation werden 
immer  mehr Informationen zu den Umständen des Notfalls verfügbar, auf Basis derer  
die Schutzstrategie neu bewertet und angepasst werden sollte . Mit effektiver Umsetzung 
der Schutzstrategie wird sich auch der Fokus der Notfallmaßnahmen au f eine zügige 
Wiederaufnahme von sozialen und wirtschaftlichen Tätigkeiten  verlagern, wobei der ra -
diologische Aspekt nur einer von vielen zu betrachtenden Faktoren im Entscheidungs -
prozess  (Rechtfertigung und Optimierung) sein wird und nichtradiologische As pekte zu -
nehmend an Bedeutung gewinnen . In Situationen, in denen  die effektive Dosis bei etwa 
100 mSv/a und höher liegt, sind Schutzmaßnahmen fast immer gerechtfertigt und Strah -
lenschutzbetrachtungen überwiegen grundsätzlich die nichtradiologischen Auswirku n-
gen. Eine Zusammenstellung von Aspekten, die bei der Rechtfertigung und Optimierung 
der Schutzstrategie zu berücksichtigen sind, findet sich z.  B. im Anhang  II, Tabelle  II-1 
des General Safety Guide GSG -11 /IAEA  18/. 
Zur Rechtfertigung der vorgesehenen Schutzmaßnahmen und der Schutzstrategie sollte 
die Verringerung der Strahlenschäden gegen Auswirkungen in anderen Bereichen ab -
gewogen werden. Zu diesen Auswirkungen zählen z.  B.  
• mögliche Reduzieru ng der Lebenserwartung verursacht durch den Stress infolge ei -
ner Umsiedlung,  
• Kosten verbunden mit dem Verlust essentieller Infrastruktur,  
• Verlust der Produktivität von Industrie anlagen, 
• Notwendigkeit von Entschädigungszahlungen an Betroffene,
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5 • gesellscha ftliche Auswirkungen durch Verlust von Plätzen mit einem hohen kulturel -
len oder historischen Wert,  
• der Gesellschaft und Wirtschaft entstehende Kosten für die Entsorgung anfallender 
radioaktiver Abfälle  /IAEA  18/. 
Auch bei der Erarbeitung einer Dekontaminationsstrategie sollte nicht nur das Verhältnis 
der Kosten zur Effektivität der jeweils vorgeschlagenen Maßnahmen betrachtet werden, 
sondern auch Aspekte wie lokale Relevanz, psychologische Auswirkungen und allge -
meine Akzeptanz , aber auch d ie ethischen und sozialen Folgen  sollten abgewogen wer -
den /AND  96/, /EVR  19/. Wenn beispielsweise  die Alternative zur Umsiedlung der be -
troffenen Bevölkerung eine kostenintensive Dekontamination des Gebietes ist, werden 
in der Regel die damit verbunden en Kosten bei der Entscheidung  mitberücksichtigt . 
Wenn jedoch eine Umsiedlung für ein Jahr ausreichen würde, damit die Dosiswerte im 
betroffenen Gebiet ohne weitere Dekontaminationsmaßnahmen auf natürliche Weise auf 
ein akzeptables Niveau fallen, kann dies aus ökonomischen Gründen die kosteneffizien -
tere Lösung gegenüber einer Dekontamination sein, insbesondere  wenn  bestimmte De -
kontaminationsmaßnahmen ihrerseits idealerweise eine vorübergehende  Entfernung  
der Bevölkerung erfordern würden . Bei der Entscheidung, ob Dekontaminations arbeiten 
durchgeführt werden, werden und müssen aber auch andere als rein ökonomische Fak -
toren berücksichtigt werden /COM  92/. 
Soll eine Dekontamination durchgeführt werden, dann sollten b ei der Auswahl der Maß -
nahmen zur De kontamin ation  bewohnte r Gebiete auch folgende Faktoren berücksichtigt 
werden  /NIS 10/: 
• Zeitliche und räumliche Faktoren  
• Wirksamkeit der Maßnahmenoptionen  
• Schutz der Einsatzkräfte  
• Aspekte der Abfallentsorgung  
• Gesellschaftliche und ethische Aspekte  
• Umweltverträglichkeit  
• Wirtschaftliche Kosten  
• Kommunikations - und Informationsaspekte
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6 Die Beteiligung von Stakeholdern  ist eine wichtige Komponente im Entscheidungspro -
zess und trägt essentiell dazu bei , eine akzeptable Lösung zu finden und Vertrauen ge -
genüber den zuständigen Behörden aufzubauen  /NIS 10/. Eine Auflistung von gesell -
schaftlichen Faktoren, die die Sanierungsprioritäten beeinflussen können, findet sich in 
Tabelle  4.8 in  /NIS 10/. Dazu gehören u.  a. die Lage der betroffenen Gebiete , die Anzahl 
der betroffenen Personen, der Schaden von Privateigentum, wirtschaftliche Stabi lität 
und politisch sensible Aspekte.  
Dekontaminationsmaßnahmen können in Maßnahmen mit geringer, mittlerer oder hoher 
Auswirkung unterteilt werden. Weitere wichtige Faktoren, die bei der Auswahl von De -
kontaminationsmaßnahmen berücksichtigt werden sollten , sind die Durchführbarkeit im 
Großmaßstab, die Anzahl der benötigten Einsatzkräfte , die mit der Dekontamination ver -
bundene Strahlendosis für diese sowie die Kosten der Entsorgung  der entstehenden 
Abfälle /BRO  92/. 
Techni ken, die bei der Dekontamination Anwendung finden, untergliedern sich insbe -
sondere in  Dekontaminationstechniken bei denen,  
• die Radioaktivität ganz oder teilweise von den Dekontaminationsobjekten (z.  B. Bau -
ten, Oberflächen von (beweglichen) Gegenständen, Bö den) entfernt wird oder die 
kontaminierten Objekte selbst entfernt werden , 
• die Radioaktivität zum Schutz vor externer Strahlung  abgeschirmt oder mit Bindemit -
teln zum Schutz vor Inhalation durch Resuspension fixiert wird (in -situ-Techniken), 
oder 
• eine Kombi nation aus beiden Arten von Techniken (z.  B. Auftragen von Klebefolien, 
die anschließend abgezogen und entsorgt werd en) zur Anwendung kommt . /SCH  19/ 
Umfangreiche Zusammenfassungen für Dekontaminationstechniken liefern die 
EURANOS -Handbooks  /BRO  09/, /NIS 09/, /NIS 10/ sowie die UK -Handbooks  
/PHE  15a/, /PHE  15b/, /PHE  15c/. 
2.2 Berücksichtigung anderer Aspekte  
Wie in der Einleitung zu diesem Bericht aufgeführt, zielt die Strategie zur Wiederherstel -
lung u . a. darauf ab, „die sozialen und wirtschaftlichen Aktivitäten in einem betroffenen 
Gebiet zu erleichtern“ /IAEA  18/.
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7 Im Einzelnen kann  dabei auch eine Reihe von Aspekten eine Rolle  spielen, die grund -
sätzlich beim Wiederaufbau nach einer Katastrophe oder Großschadenslage zu beach -
ten sind . Wichtige Aspekte, die auch beim BNoPl -Bund -Gebiete  oder aber zumindest bei 
Schnittstellen dieses Notf allplans z.  B. zum Katastrophenschutz zu berücksichtigen sind, 
werden in der Publikation /FEMA  16/ der amerikanische n Bundesagentur für Katastro -
phensc hutz (FEMA) dargestellt. Die dabei beleuchteten Aspekte sind  
• wirtschaftliche Wiederherstellung,  
• gesundheitliche und soziale Dienste,  
• Wohnraum,  
• Infrastruktur sowie  
• kulturelle und natürliche Ressourcen.  
Dabei liegt laut /FEMA  16/ der Schwerpunkt der wirtschaftlichen Wiederherstellung da -
rauf, Unternehmen und Arbeitsplätze in einem vom Notfall betroffenen Gebiet zu erhal -
ten oder wieder aufzubauen, dami t dies zu wirtschaftlich lebensfähigen Gemeinde n 
führt. Der Aspekt  gesundheitliche und soziale Dienste bezieht sich darauf , dass Einrich -
tungen des Gesundheitswesens wie Krankenhäuser oder Dialysezentren und der sozi -
alen Dienste wie Kinderbetreuung oder Anb ieter für „ Head Start “1 aufgebaut werden, um 
zu einer Erholung der Gemeinde beizutragen. Der Aspekt „Wohnraum“ berücksichtigt 
die Entwicklung von realistische n, zugängliche n und erschwingliche n temporäre n und 
dauerhafte n Unterbringungsoptionen, die mit be stehenden langfristigen Gemein deplä-
nen und -prozessen übereinstimmen und mit diesen verbunden sind.  Der Aspekt „Infra -
struktur“ beinhaltet , dass  die Infrastruktur nach der Katastrophe an die prognostizierten 
Anforderungen der Gemeinde und ihrer gebaute n und digitalen  Umgebung ange pass t 
wird. Der Aspekt „kulturelle und natürliche Ressourcen“ betrachtet den Schutz von his-
torischen Objekte n und ander en natürlichen und kulturellen Gütern . 
 
1  Hierbei handelt es sich um ein amerikanisches Programm für Fördereinrichtungen für unterprivilegierte 
Kinder und Kinder aus bildungsfernen Schichten und benachteiligten Vierteln .
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8 Mit diesen Aspekten werden in der Publikation kritische Aufgaben verknüpft, die zu be -
wältigen sind:  
• wirtschaftliche Wiederherstellung:  
− Austausch, Zusammenführung und Integration von Daten über die wirtschaftli -
chen Auswirkungen, um wirtschaftliche Probleme zu bewerten und potenzielle 
Hindernisse für die Stabilisierung der betroffenen Gemeinden zu ermitteln  
− Umsetzung von Strategien zur wirtschaftlichen Erholung, die die Fähigkeiten 
des Privatsektors e inbeziehen, einen intensiven Informationsaustausch er -
möglichen und eine solide Problemlösung zwischen den an der wirtschaftlichen 
Erholung Beteiligten erleichtern  
− Sicherstell ung, dass der  Plan oder die Pläne  zur Wiederherstellung der Ge -
meinschaft und zur S chadensbegrenzung die wirtschaftliche Erholung einbe -
ziehen und Hemmnisse für die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit nach ei -
nem Vorfall beseitigen, wobei die Rechte aller Personen gewahrt bleiben  
• gesundheitliche und soziale Dienste:  
− Identifizierung der be troffenen Bevölkerung, Gruppen und wichtige n Partner für 
die Wiederherstellung  
− Bewertung des Bedarfs an Gesundheits - und Sozialdiensten in einer  Ge-
meinde; Festlegung von Prioritäten auf der Grundlage der Beiträge der gesam -
ten Gemeinde und ihrer Beteiligung  an der Wiederherstellungsplanung; Ent -
wicklung eines umfassenden Zeitplans für die Wiederherstellung unter 
Berücksichtigung der verfügbaren personellen und finanziellen Ressourcen  
− Wiederherstellung der Funktionen des Gesundheitswesens (einschließlich der 
Verhaltensmedizin) und der Sozialdienste  
− Wiederherstellung und Verbesserung der Widerstandsfähigkeit und Nachhal -
tigkeit des Gesundheitssystems und der Kapazitäten und Netz werke  der Sozi -
aldienste, um die Unabhängigkeit und das Wohlergehen der Gemeindemitglie -
der in Übereinstimmung mit dem festgelegten Wiederherstellungszeitplan zu 
fördern  
− Umsetzung von Strategien zum Schutz der Gesundheit und Sicherheit der Be -
völkerung und der für den Wiederaufbau zuständigen Personen vor den Aus -
wirkungen der Umweltbedingungen  nach einer Katastrophe
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