3-2-2-4717e03210-sicherheitsuntersuchungen-kjr

Dieses Dokument ist Teil der Anfrage „Beratung: GRS (Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit)

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16 • Annahme: in dieser Phase wird vor allem nach nachteiligen Inhomogenitäten im 
Bereich der Standortregion gesucht, die für den Ausschluss von Standorten in-
nerhalb e iner Region dienen. Ziel ist die weitere Verkleinerung bzw. Aufsplitte-
rung von Standortregionen  um Standorte auszuweisen.  
Wirtsgestein:  
Allgemein  
• Geometrie und Stratigraphie/Petrologie des Wirtsgesteins (Tonstein)  
• Geometrie, mineralog. Internstruktur, (Kri stallinplutone)  
• Geometrie, Internstruktur (Salz) 
• Regionale Tektonik, insb. regionales Spannungsfeld (alle, soweit nicht schon 
aus Phase 1 bekannt)  
Inhomogenitäten:  
• Trennflächen im 100er m -Bereich und größer (alle)  
• Beschaffenheit der Trennflächenfüllungen ( Tonstein, Kristallin)  
• Sand - und Siltlinsen und -lagen (Tonstein)  
• Bereiche geringen Smectit -Gehalts und hoher Illitisierung, z.B. kontaktmeta-
morphe Bereiche (Tonstein)  
• Bereiche starker synsedimentärer Mächtigkeitsschwankungen (Tonstein)  
• Erstarrungsbedingte Trennflächenstruktur (Kristallin)  
• Postplutonistische Inhomogenitäten, z.B.  Gänge, Vererzungen  (Kristallin)  
•  
Deck - und Nebengebirge:  
• Geometrie und Stratigraphie/Petrologie  
• Festigkeitseigenschaften (mechanischer Widerstand gegenüber Einwirkungen 
an der Erdoberfläche, z.B. Erosion, glazigene Beanspruchungen)  
• Glazigene Beanspruchungsspuren: Exarationstiefen, glazigene Rinnen  (Ton-
stein, Salz)  
• Nicht endlager -geeignete Salzgesteine in Salzstöcken (Salz)  
• Kohlenwasserstoff -Lagerstätten in Randsenken von Salzst öcken (Salz)
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17 Erneute Überprüfung der Abwägungskriterien. Hierbei müssen neben den Aus-
schlusskriterien und den Mindestanforderungen auch die Abwägungskriterien er-
neut behandelt werden, insbesondere diejenigen, die in Phase 1 aufgrund man-
gelnden Kenntnistandes nicht beurteilt werden konnten. Im Einzelnen sind dies:  
• Bewertung des Transports radioaktiver Stoffe (Anlage 1 zu § 24, Abs. 3 Stan-
dAG)  
• Bewertung der günstigen gebirgsmechanischen Eigenschaften (Anlage 5 zu § 
24, Abs. 3 StandAG)  
• Bewertung der Neigung zur Bildung von Fluidwegsamkeiten (Anlage 6 zu § 24, 
Abs. 3 StandAG)  
• Bewertung der Gasbildung (Anlage 7 zu § 24, Abs. 3 StandAG)  
• Bewertung der Temperaturverträglichkeit (Anlage 8 zu § 24, Abs. 3 StandAG)  
• Bewertung des Rückhaltevermögens im ewG (Anlage 9  zu § 24, Abs. 3 Stan-
dAG)  
• Bewertung der hydrochemischen Verhältnisse (Anlage 10 zu § 24, Abs. 3 Stan-
dAG)  
 
 
2.2 Sicherheits-  und Nachweiskonzepte  
In Phase 2 sollte ein erstes Nachweiskonzept, inkl. überschlägigem radiologischem 
Nachweis und einem Integritätsnac hweis erstellt werden. Auch erstmalige Betrachtun-
gen zum Ausschluss einer Rekritikalität sollten erfolgen.  
 
 
 
 Kommentiert [FAP42]: Hier geht es um den Wassergehalt 
im Einlagerungsbereich. M.E. kann man das zuverlässig nur im 
Zuge de r untertägigen Erkundung überprüfen
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18 2.3 Technische Endlagerkonzepte  
• Weiterentwicklung und Optimierung  der Auffahrungs -, Einlagerungs - und Ver-
schlusskonzepte 
• Für die Standortauswahl in Phase 3 muss festgelegt sein, ob der Zugang ins 
Endlager über Schächte und / oder Rampen erfolgen sollt.  
• Behältertypen müssen wirtsgesteinsspezifisch festgelegt werden, erste Nach-
weise zum Integritätserhalt bei Behältern für Kristallinkonzepte 
• Grobes betri ebliches Sicherheitskonzept sollte erstellt werden 
• Erste Überlegungen zu Brandschutz und Wetterführung 
• Zur Bewertung der Temperaturverträglichkeit (Anlage 8 zu § 24, Abs. 3 Stan-
dAG) muss das Endlager thermisch ausgelegt sein 
 
2.4 Identifikation und Bewertung / Abschätzung des Einschlussvermögens 
des Endlagersystems  
Es werden zum dritten Mal die Abwägungskriterien angelegt, diesmal jedoch auf der 
Basis eines besseren und ausgeglicheneren Kenntnisstandes, da durch die übertägige 
Erkundung Kenntnislücken geschlos sen werden können.  
Die Iteration von Standortregionen (Flächen) auf Standorte (Punkte) erfolgt bei Ton-
steinregionen und ggf. auch Kristallinregionen wahrscheinlich hauptsächlich auf der 
Grundlage planungswissenschaftlicher Kriterien (Infrastruktur, Entfernung von Bebau-
ung etc.)  
2.5 Ungewissheiten und Sicherheitsreserven  
Interpretationsungewissheiten bei geophysikalischen Methoden (Auflösungsgenauig-
keit, Repräsentanz der Untersuchungstiefe) Interpolation zwischen Bohrungen 
 
2.6 Ableitung des Erkundungs- , Forschungs-  und Entwicklungsbedarfs
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19 Literaturverzeichnis
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21 Abbildungsverzeichnis 
Es konnten keine Einträge für ein Abbildungsverzeichnis gefunden werden.
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23 Tabellenverzeichnis 
Tab. 9.1  Modellinventar mit Massenkonzentrationen für 19 DWR -UO 2-BEFehler! Textmarke nicht definiert.  
Tab. 9.2  Modellinventar mit Massenkonzentrationen für 52 SWR -MOX -BEFehler! Textmarke nicht definiert.  
Tab. 9.3 Modellinventar mit Massenkonzentrationen für 52 SWR -UO 2-BEFehler! Textmarke nicht definiert.  
Tab. 9.4 Verwendete thermodynamische Daten aus /THO  14/Fehler! Textmarke nicht definiert.
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24 Abkürzungsverzeichnis 
VerSi  vergleichende Sicherheitsanalyen 
VSG  Vorläufige Sicherheitsanalyse Gorleben
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25 A Anhang  
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