LA16-GESO-GK-A-LOES
Abitur-Prüfung in Hessen aus 2016 in Gesundheitsökonomie
Nicht für den Prüfling bestimmt Hessisches Kultusministerium Landesabitur 2016 Gesundheitsökonomie Lösungs- und Bewertungshinweise Grundkurs Vorschlag A Seite 1 von 7I. Erläuterungen Aufgabenart materialgebundene Aufgabenstellung Voraussetzungen gemäß Lehrplan und Erlass „Hinweise zur Vorbereitung auf die schriftlichen Abiturprüfungen im Landesabitur 2016 im beruflichen Gymnasium (fachrichtungs-/schwer- punktbezogene Fächer)“ vom 27. Juni 2014 Aufgabe 1 basiert auf dem Kurshalbjahr Q3: „Public Health als Steuerungskonzept im Gesundheits- wesen und gesundheitsökonomische Analysemethoden“. Inhalte: Gesundheitsziele in Deutschland, Aufgaben und Ziele von Public Health, evidenzbasierte Medizin, Gesundheitsberichterstattung, Dise- ase-Management-Programme und entsprechende Organisationsformen, Formen gesundheitsökonomi- scher Evaluation, epidemiologische Kennzahlen. Aufgabe 2 und Aufgabe 3 beziehen sich auf das Kurshalbjahr Q1: „Aufbau und Funktion des deut- schen Gesundheitswesens“. Inhalte: Finanzierungsformen, Leistungen, aktuelle Probleme gesetzlicher und privater Krankenversicherung, aktuelle Reformen und Reformansätze, Institutionen des Gesund- heitswesens, Leistungs- und Finanzierungsbeziehungen sowie aktuelle Entwicklungen in der ambulan- ten Versorgung, der stationären Versorgung und der Arzneimittelversorgung. II. Lösungshinweise In den nachfolgenden Lösungshinweisen sind alle wesentlichen Gesichtspunkte, die bei der Bearbei- tung der einzelnen Aufgaben zu berücksichtigen sind, konkret genannt und diejenigen Lösungswege aufgezeigt, welche die Prüflinge erfahrungsgemäß einschlagen werden. Selbstverständlich sind jedoch Lösungswege, die von den vorgegebenen abweichen, aber als gleichwertig betrachtet werden können, ebenso zu akzeptieren. Aufg. erwartete Leistungen BE I II III 1.1 – Inzidenzrate = Anzahl der Neuerkrankungen in einer bestimmten Periode/ Anzahl der Personen, die in dieser Periode einem Krankheitsrisiko ausgesetzt waren (gesunde Bevölkerung) (in der Literatur wird im Nenner teilweise auch die Gesamtpopulation ange- setzt) – Rate der Stichtagsprävalenz = Anzahl aller erkrankten Menschen zu einem bestimmten Zeitpunkt/Gesamtpopulation zu diesem Zeitpunkt – Rate der Periodenprävalenz = Anzahl aller erkrankten Menschen in einem bestimmten Zeitraum/Gesamtpopulation in diesem Zeitraum – relatives Risiko = Inzidenz der exponierten (belasteten) Vergleichsgruppe/ Inzidenz der nicht exponierten (belasteten) Vergleichsgruppe – Mortalitätsrate = An zahl der in einem bestimmten Zeitraum an einer Krankheit verstorbenen Menschen/Gesamtpopulation in diesem Zeitraum – Letalitätsrate = Anzahl der in einem bestimmten Zeitraum an einer Krankheit verstorbenen Menschen/Anzahl der in einem bestimmten Zeitraum an der Krankheit erkrankten Menschen 6
Nicht für den Prüfling bestimmt Hessisches Kultusministerium Landesabitur 2016 Gesundheitsökonomie Lösungs- und Bewertungshinweise Grundkurs Vorschlag A Seite 2 von 7Aufg. erwartete LeistungenBE I II III 1.2 – Inzidenzrate: Im Jahr 2015 sind 0,6% der (gesunden) Bevölkerung neu an Lungenkrebs er- krankt. – Periodenprävalenzrate: Im Jahr 2015 waren 0,2% der Bevölkerung an Lungenkrebs erkrankt. – relatives Risiko: Das Risiko an Lungenkrebs zu erkranken ist für Raucher 15-mal so hoch wie für Nichtraucher. – Mortalitätsrate: Im Jahr 2015 sind 0,03% der Bevölkerung an Lungenkrebs gestorben. – Letalitätsrate: Im Jahr 2015 sind 15% der an Lungenkrebs erkrankten Personen gestorben. 10 1.3 – Ausgangssituation: 5/50 = 0,01 (10%) – Ein Erkrankter wandert zu: 6/51 = 0,118 (11,765%) – Ein Erkrankter wird geheilt: 4/50 = 0,08 (8%) – Ein Gesunder wandert aus: 5/49 = 0,102 (10,204%) – Ein Kranker stirbt: 4/49 = 0,082 (8,163%) – Ein Gesunder wird geboren: 5/51 = 0,098 (9,804%) 4 5 1.4 – direkter Nutzen: Vermiedene medizinische Kosten (z.B. Kosten der ambulanten und stationären Behandlung, Medikationskosten) sowie vermiedene nicht-medizinische Kosten (z.B. Hausumbauten), die von der Krankheit direkt verursacht werden – indirekter Nutzen: Vermiedene Produktivitätsverluste in Folge von Krankheit bzw. Erhöhung des Arbeitspotenzials oder der Produktivität – intangibler Nutzen: Vermiedene nicht direkt monetär messbare Kosten (z.B. Linderung von Schmerzen, Ängsten, Entstellung) bzw. Verbesserung der Lebensqualität (z.B. Erhöhung der Mobilität) 6 1.5 Bei der genannten Methode handelt es sich um das QALY-Konzept (Quality Ad- justed Life Years). Mit Hilfe des QALY-Konzepts lässt sich der Nutzen einer gesundheitsökonomi- schen Intervention (beispielsweise einer Behandlung) auf der Grundlage von Le- bensdauer (objektiv messbare Größe) und Lebensqualität (subjektiv messbare Größe) bestimmen. Übersteigen die gewonnenen die verlorenen QALYs (siehe Fläche unter der Kurve), ist der Eingriff aus dieser Sicht sinnvoll. Ein qualitätskorrigiertes/qualitätsbereinigtes Lebensjahr ist eine Kennzahl für die Bewertung eines Lebensjahres in Relation zur Lebensqualität. Ein QALY von 1 bedeutet ein Jahr in voller Gesundheit bzw. zwei Jahre bei mittlerer Gesundheit, ein QALY von 0 bedeutet Tod. 3 2
Nicht für den Prüfling bestimmt Hessisches Kultusministerium Landesabitur 2016 Gesundheitsökonomie Lösungs- und Bewertungshinweise Grundkurs Vorschlag A Seite 3 von 7Aufg. erwartete LeistungenBE I II III 1.5 In der Abbildung steigt mit der Behandlung die Lebensqualität zunächst an und liegt damit über der Lebensqualität ohne Behandlung. In der Folge fällt die Le- bensqualität aber stark ab und führt zu einem, im Gegensatz zum Krankheitsver- lauf ohne Behandlung, vorzeitigen Tod. Als Beispiel für einen solchen Verlauf könnte die medikamentöse Schmerzthera- pie angeführt werden. Da die gewonnenen QALYs die verlorenen überwiegen, ist die Behandlung aus der Sichtweise des QALY-Konzepts trotz des vorzeitigen Todes zu empfehlen. 5 1.6 Die Prüflinge nennen und erläutern anhand von individuell gewählten Beispielen zwei Methoden der gesundheitsökonomischen Evaluation. – Krankheitskosten-Analyse Ermittlung der durch eine Erkrankung entstehenden Kosten z.B.: Ermittlung der Gesamtkosten (direkt, indirekt und intangibel) von Asth- ma bronchiale in Deutschland – Kosten-Minimierungs-Analyse Vergleich der Kosten von alternativen Therapieformen bei gleicher Wirksam- keit z.B.: Kostenvergleich von Medikamenten zur Behandlung von COPD bei glei- cher Wirksamkeit – Kosten-Effektivitäts-Analyse Vergleich der monetären Kosten von alternativen Therapieformen und des ob- jektiven Nutzens, gemessen in medizinischen Parametern, z.B. gerettete Men- schenleben, gewonnene Lebensjahre, Blutdrucksenkung in mmHg usw. z.B.: Kostenvergleich von Medikamenten zur Behandlung von Lungenkrebs im Hinblick auf die gewonnenen Lebensjahre, Vergleich der Kosten eines Me- dikaments zur Behandlung von Asthma im Hinblick auf die Veränderung me- dizinischen Lungenfunktionswerte (z.B. Lungenvolumen) – Kosten-Nutzen-Analyse Vergleich der Kosten und des Nutzens alternativer Behandlungen gemessen in monetären Einheiten z.B.: Kostenvergleich von Medikamenten zur Behandlung von Lungenkrebs im Hinblick auf die Verminderung des krankheitsbedingten Produktionsaus- falls in Euro – Kosten-Nutzwert-Analyse Vergleich der Kosten in monetären Einheiten mit dem Nutzen in nicht- monetären aber nutzenadjustierten Einheiten (i.d.R. QALY) z.B.: Ermittlung der Kosten pro QALY bei der Behandlung von COPD mit un- terschiedlichen Medikamenten 2 6 Summe 49 15 24 10
Nicht für den Prüfling bestimmt Hessisches Kultusministerium Landesabitur 2016 Gesundheitsökonomie Lösungs- und Bewertungshinweise Grundkurs Vorschlag A Seite 4 von 7 Aufg. erwartete Leistungen BE I II III 2.1 Hausarztmodell: Der Patient verpflichtet sich, bei gesundheitlichen Beschwerden zuerst seinen Haus- arzt aufzusuchen. Ausnahmen sind neben Notfällen, Behandlungen bei Frauen-, Augen-, Zahn- oder Kinderärzten. Der Hausarzt koordiniert die gesamte, auch fachärztliche, Behandlung und besitzt damit eine Lotsenfunktion. Vorteile Nachteile Ärzte – eventuell bessere Vergütung durch die Krankenkassen – Stärkung der Marktposition gegenüber anderen Leis- tungserbringern – erhöhte Anforderungen insbe- sondere hinsichtlich des Besuchs von Fortbildungen bzw. der Ein- haltung von Qualitätskriterien – eventuell Einschränkung der Therapiefreiheit durch Behand- lungsleitlinien der Krankenkas- sen – erhöhter Verwaltungsaufwand Patient – Optimierung der Versor- gungsqualität durch verbes- serte Kommunikation und Koordination der Behand- lung – eventuell Vergünstigungen durch die Krankenkassen, z.B. geringere Zuzahlungen bei Medikamenten – Vermeidung von Doppel- und Fehluntersuchungen – Einschränkung der freien Arzt- wahl – Einholung einer Zweitmeinung wird erschwert 1 4 1 3
Nicht für den Prüfling bestimmt Hessisches Kultusministerium Landesabitur 2016 Gesundheitsökonomie Lösungs- und Bewertungshinweise Grundkurs Vorschlag A Seite 5 von 7Aufg. erwartete LeistungenBE I II III 2.1 Medizinisches Versorgungszentrum: Ein medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) ist eine ärztlich geleitete Einrich- tung, in der mindestens zwei Ärzte als Vertragsärzte oder angestellte Ärzte tätig sind. Es erfolgt eine gemeinsame Abrechnung. Kooperationen mit nichtärztlichen Leistungserbringern, wie z.B. einem ambulan- ten Pflegedienst oder einer Apotheke, sind möglich. Die Gründung kann u.a. durch Vertragsärzte und Krankenhäuser erfolgen. Vorteile Nachteile Ärzte – wirtschaftliches Risiko der Praxisgründung entfällt eventuell – Entlastung von Verwal- tungsaufgaben möglich – flexiblere Arbeitszeiten möglich – beschränkte Haftung bei der Wahl bestimmter Rechtsformen möglich (z.B. GmbH) – Kostenvorteile durch Sy- nergieeffekte möglich – eventuell Einschränkung von Freiheiten und Gestaltungsspiel- räumen durch Aufgabe der frei- beruflichen Tätigkeit (Ärzte als Angestellte des MVZ) Patient – Steigerung der Versor- gungsqualität durch fach- übergreifende Versorgung, teilweise unter Einbezie- hung nichtärztlicher Leis- tungserbringer „aus einer Hand“ – Zeitersparnis durch Versor- gung in einer Einrichtung und durch Vermeidung von Doppeluntersuchungen – Gefahr der „Konzernmedizin“ beispielsweise bei Kranken- hausketten als Betreibern von MVZ; wirtschaftliche Aspekte können im Vordergrund stehen 2 4 1 3 2.2 Aktuelle Probleme des deutschen Gesundheitssystems sind insbesondere die ho- hen Behandlungskosten, die suboptimale Behandlungsqualität sowie eine unzu- reichende Versorgung chronisch kranker und multimorbider Patienten. Durch eine bessere Koordination der Behandlung kann sowohl das Hausarztmo- dell als auch das Medizinische Versorgungszentrum dazu beitragen, Diskontinui- täten in der Behandlung zu vermeiden und so die Qualität der Behandlung zu verbessern. Dies ist insbesondere für die Versorgung chronisch kranker und mul- timorbider Patienten von Bedeutung. Eine verbesserte Behandlungsqualität führt auch zu einer Vermeidung von Folge- kosten. Zudem können durch eine bessere Koordination der Behandlung Über-, Unter- und Fehlversorgungen vermieden werden, was wiederum zu einer Kosten- reduzierung für das Gesundheitssystem führt. 10 Summe 29 11 8 10
Nicht für den Prüfling bestimmt Hessisches Kultusministerium Landesabitur 2016 Gesundheitsökonomie Lösungs- und Bewertungshinweise Grundkurs Vorschlag A Seite 6 von 7Aufg. erwartete LeistungenBE I II III 3.1 Unter dem Sachleistungsprinzip versteht man die Bereitstellung von Leistungen durch die Krankenkasse. Der Patient nimmt dabei Leistungen in Anspruch, ohne eine Rechnung vom Leistungserbringer zu erhalten: Die Finanzierung der Leis- tungen erfolgt durch die Krankenkasse. Ein Versicherungsnachweis (z.B. elektro- nische Gesundheitskarte) legitimiert den Patienten zur Inanspruchnahme von Leistungen. Unter dem Solidaritätsprinzip in der gesetzlichen Krankenversicherung versteht man die Umverteilung zwischen Armen und Reichen, Gesunden und Kranken, Männern und Frauen, Jungen und Alten sowie Kinderlosen und Kinderreichen. Grund hierfür ist, dass sich die Leistungen nach der individuellen Bedürftigkeit richten, während die Beiträge von der finanziellen Leistungsfähigkeit der Versi- cherten abhängig sind. 2 2 1 1 3.2 Vergleich der Finanzierungssysteme System im Jahr 2014 System ab dem Jahr 2015 – Beitragssatz in Höhe von 15,5% des Bruttolohns – davon Sonderbeitrag für Arbeit- nehmer in Höhe von 0,9% des Bruttolohns – kassenindividuelle, einkommens- unabhängige Zusatzbeiträge bei Finanzierungsdefiziten möglich – kein Einkommensausgleich zwi- schen den Krankenkassen – Möglichkeit der Beitragsrücker- stattung bei Überschüssen – Absenkung des allgemeinen Bei- tragssatzes auf 14,6% des Brutto- lohns – Abschaffung des Sonderbeitrags für Arbeitnehmer – kassenindividuelle, einkommens- abhängige Zusatzbeiträge bei Fi- nanzierungsdefiziten möglich – vollständiger Einkommensaus- gleich zwischen den Krankenkas- sen bei der Erhebung von Zusatz- beiträgen – Möglichkeit der Beitragsrücker- stattung entfällt Beurteilung der Konsequenzen der Änderungen Die größeren Freiheiten der Krankenkassen bei der Beitragsgestaltung können zu einem Preiswettbewerb und einem Wettbewerb um die effizienteste Versorgung der Versicherten führen. Hierdurch würden eventuell Krankenkassen aus dem Markt ausscheiden (Konzentrationsprozesse), sodass sich ihre Anzahl weiter ver- ringern würde. Zudem besteht das Risiko, dass Kosteneinsparungen zu Lasten des Leistungsangebots der Krankenkassen gehen. Die einkommensabhängige Bemessung der Zusatzbeiträge führt zu einer Stärkung des Solidargedankens. 6 4 6 Summe 22 4 8 10
Nicht für den Prüfling bestimmt Hessisches Kultusministerium Landesabitur 2016 Gesundheitsökonomie Lösungs- und Bewertungshinweise Grundkurs Vorschlag A Seite 7 von 7III. Bewertung und Beurteilung Die Bewertung und Beurteilung erfolgt gemäß den Bestimmungen in der OAVO in der jeweils gelten- den Fassung, insbesondere §33 OAVO in Verbindung mit den Anlagen 9a und ggf. 9b bis 9f, sowie in den Einheitlichen Prüfungsanforderungen in der Abiturprüfung (EPA). Für die Umrechnung von Pro- zentanteilen der erbrachten Leistungen in Notenpunkte nach §9 Abs. 12 der OAVO gelten die Werte in der Anlage 9a der OAVO. Darüber hinaus sind die Vorgaben des Erlasses „Hinweise zur Vorberei- tung auf die schriftlichen Abiturprüfungen im Landesabitur 2016 im beruflichen Gymnasium (fach- richtungs-/schwerpunktbezogene Fächer)“ vom 27. Juni 2014 zu beachten. Bei der Bewertung und Beurteilung ist auch die Intensität der Bearbeitung zu berücksichtigen. Als Be- wertungskriterien dienen über das Inhaltliche hinaus qualitative Merkmale wie Strukturierung, Diffe- renziertheit und Schlüssigkeit der Argumentation. Im Fach Gesundheitsökonomie besteht die Prüfungsleistung aus der Bearbeitung eines Vorschlags, wo- für insgesamt maximal 100 BE vergeben werden können. Ein Prüfungsergebnis von 5 Punkten (aus- reichend) setzt voraus, dass insgesamt 46 BE, ein Prüfungsergebnis von 11 Punkten (gut), dass ins- gesamt 76 BE erreicht werden. Gewichtung der Aufgaben und Zuordnung der Bewertungseinheiten zu den Anforderungs- bereichen Aufgabe Bewertungseinheiten in den Anforderungsbereichen SummeAFB I AFB II AFB III 1 15 24 10 49 2 11 8 10 29 3 4 8 10 22 Summe 30 40 30 100 Die auf die Anforderungsbereiche verteilten Bewertungseinheiten innerhalb der Aufgaben sind als Richtwerte zu verstehen.