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Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW BI LK HT 3 (GG) Seite 5 von 11 Teilaufgabe III.3 maximal erreichbare Punktzahl Anforderungen Der Prüfling 1 beschreibt die Ergebnisse der Laboruntersuchung zur Wirkung von EE2 (Abbildung 3), z. B.:  Die Anzahl entwicklungsfähiger Eier (Fekundität) steigt bei den Zebrafisch-Weib- chen bei EE2-Konzentrationen bis zu 0,3 ng/L EE2 von etwa 30 auf 40 an.  Bei 1,7 ng/L EE2 sinkt die Fekundität wieder auf den Wert wie bei 0,05 ng/L, bei Konzentrationen ab 3 ng/L werden keine entwicklungsfähigen Eier mehr produziert.  Bei 0 bis 0,3 ng/L EE2 bleibt die Fertilität etwa gleich; es werden ca. 90 – 95 % der Eier erfolgreich befruchtet.  Bei 1,7 ng/L EE2 werden nur noch etwa 60 % der Eier erfolgreich befruchtet und ab 3 ng/L keine mehr. 4 2 wertet sie im Hinblick auf die möglichen Konsequenzen für die Fischpopulation aus (Materialien B und C), sinngemäß:  Die ins Gewässer gelangten Umweltöstrogene führen zu einer Steigerung des Vitellogenin-Gehaltes im Blut von männlichen und weiblichen Fischen, obwohl Vitellogenin normalerweise nur in weiblichen Fischen vorkommt.  Geringe Konzentrationen von EE2 unter 1,7 ng/L steigern die Fekundität der Weibchen, ohne die Fähigkeit der Männchen zur erfolgreichen Befruchtung der Eier (ungestörte Spermienproduktion bzw. -reifung) zu beeinflussen.  Bei Konzentrationen von 1,7 ng/L werden weniger Eier produziert und befruchtet, d. h., Weibchen und Männchen sind durch die EE2-Belastung geschädigt und die Nachkommenzahl sinkt.  Spätestens bei Konzentrationen ab 3 ng/L gibt es keine vitalen Eier mehr, d. h., es ist zu erwarten, dass die Fischpopulation bei einer länger andauernden Belastung durch diese hohen Konzentrationen ausstirbt. 8 3 erfüllt ein weiteres aufgabenbezogenes Kriterium. (1) Teilaufgabe III.4 maximal erreichbare Punktzahl Anforderungen Der Prüfling 1 erläutert die Folgen der EE2-Belastung für die Dickkopfelritzen in See 260 (Material D) unter Einbeziehung der Ergebnisse aus Material C, z. B.:  Im Vergleich zu den Werten im unbelasteten See liegt der Vitellogeningehalt im Körper der Weibchen in See 260 mit EE2 bis zu 14-mal höher.  Im Körper der Männchen liegt der Vitellogeningehalt bis zu 24000-mal höher.  Dadurch sinken die Fekundität der Weibchen und die Fähigkeit der Männchen, die Eier erfolgreich zu befruchten.  Die Zahl der Elritzen nimmt dadurch ab 2002 stark ab. Nur für den Dienstgebrauch! 4
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BI LK HT 3 (GG) Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW Seite 6 von 11 2 erläutert die Folgen der EE2-Belastung für die Dickkopfelritzen in See 260 (Material D) unter Einbeziehung der Ergebnisse aus Material C, z. B.:  Nach EE2-Zugabe nach dem Winter (2000/2001) gibt es im ersten Jahr (2001) der Belastung noch genügend adulte Fische aus dem Vorjahr, die im frühen Sommer laichen können.  Da die Dickkopfelritzen erst im zweiten Lebensjahr geschlechtsreif werden und selten älter als zwei Jahre werden, laichen die meisten nur einmal ab.  Dadurch bricht die Population schon nach einem Jahr ohne Nachwuchs weit- gehend ein. Dauert die EE2-Belastung länger an, stirbt die Population völlig aus. 3 erfüllt ein weiteres aufgabenbezogenes Kriterium. (2) 4 Teilaufgabe III.5 maximal erreichbare Punktzahl Anforderungen Der Prüfling 1 skizziert ein mögliches Nahrungsnetz für See 260 (Material D), z. B.: Phytoplankton Zooplankton Insektenlarven 4 Forelle ELRITZE andere Raubfische Algen kleinste Krebstierchen Wasserinsekten Hecht wird gefressen von 2 benennt die Trophieebenen (Material D), sinngemäß:  Phytoplankton bildet die Basis der Nahrungskette, die Produzenten.  Davon ernähren sich Primärkonsumenten wie Zooplankton.  Die Elritzen ernähren sich einerseits von Algen und sind somit Konsumenten 1. Ordnung, andererseits ernähren sie sich von Zooplankton, Insektenlarven, Was- serinsekten sowie kleinsten Krebstierchen und sind damit Konsumenten 2. Ord- nung.  Endkonsumenten sind Forelle, Hecht und andere Raubfische. 4 3 erläutert die Auswirkungen der EE2-Belastung auf andere Glieder des Nahrungsnetzes (Material D), z. B.:  Durch das Aussterben der Elritzen verschwindet eine Nahrungsgrundlage der Raubfische, so dass deren Bestand zurückgeht.  Andererseits werden aber auch die Fressfeinde der Elritzen durch die Umwelt- östrogene geschädigt, denen sie ebenso ausgesetzt sind und die sie zudem noch mit der Nahrung aufnehmen (biologische Akkumulation).  Infolgedessen wird die Organismendichte auf den unteren Trophieebenen stark zunehmen. 6 Nur für den Dienstgebrauch!
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Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW BI LK HT 3 (GG) Seite 7 von 11 4 erörtert, inwieweit die Ergebnisse dieser Studie auf andere Fischpopulationen über- tragbar sind (Materialien A bis D), z. B.:  Ausgehend von diesen Studienergebnissen wird die EE2-Belastung vermutlich generell eine Belastung für Fischpopulationen sein. Die direkte Auswirkung auf die Population ist je nach Lebensdauer der Fische jedoch unterschiedlich: – Bei geringer Lebensdauer wie bei den Dickkopfelritzen bricht die Population schon nach kurzer Zeit der Exposition ein, zumal die Fische in der Regel nur einmal in ihrem Leben ablaichen. Das Überleben der adulten Dickkopfelrit- zen wird durch die EE2-Belastung nicht beeinflusst. – Längerlebige Fischarten, die mehrere Jahre hindurch laichen können, werden von einer zeitlich begrenzten Exposition an Umweltöstrogenen nicht so stark betroffen, wenn auch bei ihnen die adulten Tiere nicht in ihrer Lebensfähig- keit beschränkt werden. (Andere sinnvolle Überlegungen werden entsprechend gewertet.) 5 erfüllt ein weiteres aufgabenbezogenes Kriterium. (2) 4 b) Darstellungsleistung Anforderungen Der Prüfling     führt seine Gedanken schlüssig, stringent und klar aus. strukturiert seine Darstellung sachgerecht. verwendet eine differenzierte und präzise Sprache. gestaltet seine Arbeit formal ansprechend. Nur für den Dienstgebrauch! maximal erreichbare Punktzahl 9
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BI LK HT 3 (GG) Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW Seite 8 von 11 7. Bewertungsbogen zur Prüfungsarbeit Name des Prüflings:____________________________________ Kursbezeichnung:____________ Schule: _____________________________________________ Teilaufgabe III.1 Anforderungen Lösungsqualität Der Prüfling maximal erreichbare Punktzahl 1 beschreibt die Wirkung … 2 2 zeichnet ein Modell … 6 3 erläutert dieses kurz … 6 4 vergleicht das Modell … 4 5 erfüllt ein weiteres aufgabenbezogenes Kriterium: (2) …………………………………………………………….. …………………………………………………………….. Summe III.1 Teilaufgabe EK 2 ZK DK 18 Teilaufgabe III.2 Anforderungen Lösungsqualität Der Prüfling 1 beschreibt die in … 2 2 wertet sie im … 8 3 erfüllt ein weiteres aufgabenbezogenes Kriterium: (1) …………………………………………………………….. …………………………………………………………….. Summe III.2 Teilaufgabe 2 maximal erreichbare Punktzahl 10 EK = Erstkorrektur; ZK = Zweitkorrektur; DK = Drittkorrektur Nur für den Dienstgebrauch! EK ZK DK
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BI LK HT 3 (GG) Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW Seite 9 von 11 Teilaufgabe III.3 Anforderungen Lösungsqualität Der Prüfling maximal erreichbare Punktzahl 1 beschreibt die Ergebnisse … 4 2 wertet sie im … 8 3 erfüllt ein weiteres aufgabenbezogenes Kriterium: (1) …………………………………………………………….. …………………………………………………………….. Summe III.3 Teilaufgabe EK ZK DK 12 Teilaufgabe III.4 Anforderungen Lösungsqualität Der Prüfling maximal erreichbare Punktzahl 1 erläutert die Folgen … 4 2 erläutert die Folgen … 4 3 erfüllt ein weiteres aufgabenbezogenes Kriterium: (2) …………………………………………………………….. …………………………………………………………….. Summe III.4 Teilaufgabe EK ZK DK 8 Teilaufgabe III.5 Anforderungen Lösungsqualität Der Prüfling maximal erreichbare Punktzahl 1 skizziert ein mögliches … 4 2 benennt die Trophieebenen … 4 3 erläutert die Auswirkungen … 6 4 erörtert, inwieweit die … 4 5 erfüllt ein weiteres aufgabenbezogenes Kriterium: (2) …………………………………………………………….. …………………………………………………………….. Summe III.5 Teilaufgabe 18 Summe der III.1, III.2, III.3, III.4 und III.5 Teilaufgabe 66 Nur für den Dienstgebrauch! EK ZK DK
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BI LK HT 3 (GG) Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW Seite 10 von 11 Darstellungsleistung Anforderungen Lösungsqualität Der Prüfling     führt seine Gedanken … strukturiert seine Darstellung … verwendet eine differenzierte … gestaltet seine Arbeit … Summe Darstellungsleistung maximal erreichbare Punktzahl EK ZK DK 9 9 Summe insgesamt (inhaltliche und Darstellungsleistung) 75 Festlegung der Gesamtnote (Bitte nur bei der letzten bearbeiteten Aufgabe ausfüllen.) Lösungsqualität maximal erreichbare Punktzahl Übertrag der Punktsumme aus der ersten bearbeiteten Aufgabe 75 Übertrag der Punktsumme aus der zweiten bearbeiteten Aufgabe 75 Punktzahl der gesamten Prüfungsleistung 150 EK ZK DK aus der Punktsumme resultierende Note gemäß nachfolgender Tabelle Note ggf. unter Absenkung um bis zu zwei Notenpunkte gemäß § 13 Abs. 2 APO-GOSt Paraphe Berechnung der Endnote nach Anlage 4 der Abiturverfügung auf der Grundlage von § 34 APO-GOSt Die Klausur wird abschließend mit der Note ________________________ (____ Punkte) bewertet. Unterschrift, Datum: Nur für den Dienstgebrauch!
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BI LK HT 3 (GG) Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW Seite 11 von 11 Grundsätze für die Bewertung (Notenfindung) Für die Zuordnung der Notenstufen zu den Punktzahlen ist folgende Tabelle zu verwenden: Note Punkte Erreichte Punktzahl sehr gut plus 15 150 – 143 sehr gut 14 142 – 135 sehr gut minus 13 134 – 128 gut plus 12 127 – 120 gut 11 119 – 113 gut minus 10 112 – 105 befriedigend plus 9 104 – 98 befriedigend 8 97 – 90 befriedigend minus 7 89 – 83 ausreichend plus 6 82 – 75 ausreichend 5 74 – 68 ausreichend minus 4 67 – 60 mangelhaft plus 3 59 – 50 mangelhaft 2 49 – 40 mangelhaft minus 1 39 – 30 ungenügend 0 29 – 0 Nur für den Dienstgebrauch!
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