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Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW BI LK HT 3 Seite 5 von 10 Teilaufgabe III.3 Anforderungen 1 2 3 4 5 Der Prüfling skizziert die Stellung der Grizzly-Bären in einem Nahrungsnetz und gibt zu jeder Art die Trophieebene an (Materialien A bis D), z. B.: (Es wird erwartet, dass auf der Grundlage der Materialien ein in sich stimmiges und im Umfang vergleichbares Nahrungsnetz dargestellt wird.) wertet Abbildung 3 aus, z. B.:  Die Anzahl laichender Cutthroat-Forellen und die Bärenaktivität schwanken im Untersuchungszeitraum und nehmen beide bis 2005 bzw. 2006 deutlich ab.  Ab dem Jahr 2005 wurden keine Cutthroat-Forellen mehr an diesen Zuflüssen gesichtet, während es beispielsweise vor 1992 im Mittel immer über 80 waren.  Auch die Bärenaktivität an den Zuflüssen nimmt im Untersuchungszeitraum von maximal etwa 80 relativen Einheiten im Jahr 1991 auf nahezu 0 im Jahr 2006 ab. wertet Abbildung 3 aus, z. B.:  Die Anzahl laichender Cutthroat-Forellen ist ein Maß für die Populationsdichte der Fische: Nimmt die Anzahl laichender Cutthroat-Forellen in den Zuflüssen ab, verringert sich auch die Größe ihrer Population gesamt.  Die Bären halten sich an den Zuflüssen auf, weil sie die Cutthroat-Forellen er- beuten: Weil die Anzahl an Cutthroat-Forellen zurückgeht, nimmt deshalb auch die Bärenaktivität an den Zuflüssen während des Untersuchungszeitraums ab.  Dies wird beispielsweise ab 1996 deutlich: Die Anzahl laichender Cutthroat- Forellen erholt sich nach dem Einbruch bis 1996 und nimmt wieder von etwa 10 auf etwas über 50 Tiere im Jahr 1998 zu. Auch die Bärenaktivität nimmt in die- sem Zeitraum zu und ab 2000 wieder ab, wenn auch die Anzahl laichender Cutthroat-Forellen erneut zurückgeht. erörtert die Bedeutung der Anzahl laichender Cutthroat-Forellen für die Populations- dichte der Grizzly-Bären (Materialien A und D), sinngemäß:  Die Populationsdichte der Grizzly-Bären ist nicht unmittelbar abhängig von der Anzahl an Cutthroat-Forellen, weil die omnivoren Grizzly-Bären keine aus- schließlichen Prädatoren für Cutthroat-Forellen sind.  Die erste Lotka-Volterra-Regel ist nicht aus dem Diagramm ableitbar, weil die Bärenaktivität kein Maß für die Populationsdichte der Grizzly-Bären ist: Obwohl die Bärenaktivität an den Zuflüssen abnahm, ist im Zeitraum von etwa 1985 bis 2012 die Anzahl der Grizzly-Bären von 200 bis 350 auf etwa 600 gestiegen. erfüllt ein weiteres aufgabenbezogenes Kriterium. (2) Nur für den Dienstgebrauch! maximal erreichbare Punktzahl 6 4 6 4
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Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW BI LK HT 3 Seite 6 von 10 Teilaufgabe III.4 Anforderungen Der Prüfling maximal erreichbare Punktzahl 1 leitet auf der Grundlage aller Materialien die Ursache für den Rückgang der Wapiti- Population am Yellowstone-See ab, z. B.:  Als Ursache für den Populationsrückgang der Wapitis kann die Prädation der Wapiti-Kälber durch Grizzly-Bären angenommen werden.  Grizzly-Bären haben seit 1998 ihre Ernährung angepasst: Weil die Population der Cutthroat-Forellen eingebrochen ist und seit etwa 2004 fast keine Cutthroat- Forellen mehr in den Zuflüssen des Yellowstone-Sees laichen, mussten die Grizzly-Bären den Schwerpunkt ihrer Ernährung im Frühjahr auf Wapiti-Kälber umstellen.  Letztlich ist der Populationsrückgang der Cutthroat-Forellen infolge der Kombi- nation aus Drehkrankheit, Austrocknen ihrer Laichplätze, Konkurrenz und Prädation durch Seesaiblinge die Ursache für den Populationsrückgang der Wapitis. 10 2 beurteilt die ökologische Bedeutung von Cutthroat-Forellen, Seesaiblingen und Grizzly-Bären für die Ökosysteme im Yellowstone-Nationalpark (Materialien A bis D), sinngemäß:  Die Cutthroat-Forellen nehmen eine Schlüsselstellung ein, weil sie als Art eines aquatischen Ökosystems über die Grizzly-Bären die Populationsdichte von Wapitis als Art eines terrestrischen Ökosystems beeinflussen.  Die Seesaiblinge nehmen eine Schlüsselstellung ein, weil sie als durch den Men- schen eingeführte, invasive Art die Cutthroat-Forellen verdrängen (Konkurrenz- ausschluss), sie aber nicht in der Ernährung von Grizzly-Bären ersetzen, weil Seesaiblinge nicht in den Zuflüssen laichen, wo sie von Grizzly-Bären erbeutet werden könnten.  Grizzly-Bären nehmen eine Schlüsselstellung ein, weil sie als Allesfresser ihre Ernährung variabel an das Angebot anpassen können und somit auch variabel auf ihre Beutepopulationen wie Wapitis wirken. 8 3 erfüllt ein weiteres aufgabenbezogenes Kriterium. (2) b) Darstellungsleistung Anforderungen Der Prüfling     führt seine Gedanken schlüssig, stringent und klar aus. strukturiert seine Darstellung sachgerecht. verwendet eine differenzierte und präzise Sprache. gestaltet seine Arbeit formal ansprechend. Nur für den Dienstgebrauch! maximal erreichbare Punktzahl 9
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BI LK HT 3 Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW Seite 7 von 10 7. Bewertungsbogen zur Prüfungsarbeit Name des Prüflings:____________________________________ Kursbezeichnung:____________ Schule: _____________________________________________ Teilaufgabe III.1 Anforderungen Lösungsqualität Der Prüfling maximal erreichbare Punktzahl 1 nennt eine Definition … 4 2 fasst die Umweltfaktoren … 6 3 erfüllt ein weiteres aufgabenbezogenes Kriterium: (2) …………………………………………………………….. …………………………………………………………….. Summe III.1 Teilaufgabe EK 2 ZK DK 10 Teilaufgabe III.2 Anforderungen Lösungsqualität Der Prüfling 1 stellt die beiden … 6 2 deutet vor diesem … 6 3 beurteilt die interspezifische … 6 4 erfüllt ein weiteres aufgabenbezogenes Kriterium: (2) …………………………………………………………….. …………………………………………………………….. Summe III.2 Teilaufgabe 2 maximal erreichbare Punktzahl 18 EK = Erstkorrektur; ZK = Zweitkorrektur; DK = Drittkorrektur Nur für den Dienstgebrauch! EK ZK DK
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BI LK HT 3 Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW Seite 8 von 10 Teilaufgabe III.3 Anforderungen Lösungsqualität Der Prüfling maximal erreichbare Punktzahl 1 skizziert die Stellung … 6 2 wertet Abbildung 3 … 4 3 wertet Abbildung 3 … 6 4 erörtert die Bedeutung … 4 5 erfüllt ein weiteres aufgabenbezogenes Kriterium: (2) …………………………………………………………….. …………………………………………………………….. Summe II.3 Teilaufgabe EK ZK DK 20 Teilaufgabe III.4 Anforderungen Lösungsqualität Der Prüfling maximal erreichbare Punktzahl 1 leitet auf der … 10 2 beurteilt die ökologische … 8 3 erfüllt ein weiteres aufgabenbezogenes Kriterium: (2) …………………………………………………………….. …………………………………………………………….. Summe III.4 Teilaufgabe 18 Summe der III.1, III.2, III.3 und III.4 Teilaufgabe 66 EK ZK DK Darstellungsleistung Anforderungen Lösungsqualität Der Prüfling     führt seine Gedanken … strukturiert seine Darstellung … verwendet eine differenzierte … gestaltet seine Arbeit … Summe Darstellungsleistung maximal erreichbare Punktzahl 9 9 Summe insgesamt (inhaltliche und Darstellungsleistung) Nur für den Dienstgebrauch! 75 EK ZK DK
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BI LK HT 3 Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW Seite 9 von 10 Festlegung der Gesamtnote (Bitte nur bei der letzten bearbeiteten Aufgabe ausfüllen.) Lösungsqualität maximal erreichbare Punktzahl Übertrag der Punktsumme aus der ersten bearbeiteten Aufgabe 75 Übertrag der Punktsumme aus der zweiten bearbeiteten Aufgabe 75 Punktzahl der gesamten Prüfungsleistung 150 EK ZK DK aus der Punktsumme resultierende Note gemäß nachfolgender Tabelle Note ggf. unter Absenkung um bis zu zwei Notenpunkte gemäß § 13 Abs. 2 APO-GOSt Paraphe ggf. arithmetisches Mittel der Punktsummen aus EK und ZK: ___________ ggf. arithmetisches Mittel der Notenurteile aus EK und ZK: _____________ Die Klausur wird abschließend mit der Note: ________________________ (____ Punkte) bewertet. Unterschrift, Datum: Nur für den Dienstgebrauch!
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BI LK HT 3 Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW Seite 10 von 10 Grundsätze für die Bewertung (Notenfindung) Für die Zuordnung der Notenstufen zu den Punktzahlen ist folgende Tabelle zu verwenden: Note Punkte Erreichte Punktzahl sehr gut plus 15 150 – 143 sehr gut 14 142 – 135 sehr gut minus 13 134 – 128 gut plus 12 127 – 120 gut 11 119 – 113 gut minus 10 112 – 105 befriedigend plus 9 104 – 98 befriedigend 8 97 – 90 befriedigend minus 7 89 – 83 ausreichend plus 6 82 – 75 ausreichend 5 74 – 68 ausreichend minus 4 67 – 60 mangelhaft plus 3 59 – 50 mangelhaft 2 49 – 40 mangelhaft minus 1 39 – 30 ungenügend 0 29 – 0 Nur für den Dienstgebrauch!
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