Beteiligung der deutschen Bundesregierung an Projekten der G7-Neuen Allianz für Ernährungssicherung in Tansania
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 11 – Drucksache 18/6786 Vorabfassung - wird durch die lektorierte Version ersetzt. 24. Wie viel Geld wurde im Rahmen von IWaSP für die Kooperation mit OLAM bereitgestellt, und wie groß war der Beitrag von OLAM? IWaSP stellt im Rahmen der Kooperation mit der Alliance for Water Stewardship (AWS; www.allianceforwaterstewardship.org) und OLAM ca. 50 000 US-$ be- reit. Die Mittel werden von der Nichtregierungsorganisation Water Witness In- ternational umgesetzt. Sie werden dazu genutzt, Trainingsmaterialien zu entwi- ckeln und Lernerfahrungen aufzuarbeiten, um die afrikaweite Umsetzung des AWS Standards zu unterstützen. Water Witness International ist ein zertifizierter Trainer der Alliance for Water Stewardship. OLAM stellt ca. 50 000 US-$ im Rahmen des angestrebten Prüfungs- und Zerti- fizierungsprozesses durch AWS bereit. Zusätzlich werden Mittel für die Umset- zung von Maßnahmen bereitgestellt, die im Rahmen des Zertifizierungsprozesses identifiziert werden. 25. Welche Unternehmenssparten von OLAM hat die GIZ im Rahmen von IWaSP gestützt? Handelt es sich hierbei um den Kaffeeanbau, und wenn ja, warum wurde für die Förderung ein so wasserintensives Agrarprodukt für den Export mit einer so hohen Preisvolatilität ausgewählt, und wie passt dies zu dem Ziel der Er- nährungssicherung? Zielsetzung des IWaSP-Programms ist es, die Wassersicherheit für sämtliche Wassernutzer in einem Wassereinzugsgebiet zu erhöhen. Geografisch handelt es sich in dem angefragten Fall um die Aviv-Plantage von OLAM im Ruvuma-Ein- zugsgebiet. Es wird dort Kaffee angebaut. Die GIZ berät und unterstützt den öffentlichen Sektor in Tansania (Wasserminis- terium und die zuständige Wassereinzugsgebietsbehörde) bei der Erfüllung seiner Aufgaben. Konkret zur Einrichtung einer Wassernutzerorganisation, die alle Wassernutzer des Einzugsgebiets um die Aviv-Plantage umfasst. Ein transparen- ter Austausch zwischen allen relevanten Akteuren (OLAM, öffentlicher Sektor, Bevölkerung und Zivilgesellschaft) soll sichergestellt und so das nachhaltige Wassermanagement verbessert werden. IWaSP stellt keine Mittel zur Förderung von OLAM bereit. Ernährungssicherung ist kein explizites Ziel des IWaSP. Durch manche der vor- gesehenen Maßnahmen zur Erhöhung der Wassersicherheit (zum Beispiel die Wissensvermittlung an Kleinbauern zu wassersparenden Reis-Anbaumethoden) ist jedoch eine positive Auswirkung auf die Ernährungssicherung zu erwarten. 26. Welche anderen Partner außer OLAM aus der Privatwirtschaft gibt es für das IWaSP in Tansania? Coca-Cola Kwanza und Nabaki Afrika sind weitere privatwirtschaftliche Partner von IWaSP in Tansania. Daneben sind öffentliche Partner (Wami/Ruvu Basin Water Board, Ruvuma Basin Water Board, Kinondoni Municipal Council, Nati- onal Environmental Management Council) sowie mehrere Nichtregierungsorga- nisationen Mitglieder der IWaSP-Partnerschaften. 27. Wie hat die GIZ die Wasserbedürfnisse der Kleinbauern und der lokalen Be- völkerung im Rahmen von IWaSP sichergestellt? Die Verbesserung von Wassersicherheit für die lokale Bevölkerung einschließ- lich der Kleinbäuerinnen und -bauern ist Hauptziel der Kooperation der GIZ mit
Drucksache 18/6786 – 12 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode Vorabfassung - wird durch die lektorierte Version ersetzt. den öffentlichen Behörden, der Alliance for Water Stewardship und OLAM. Hierzu beitragen sollen: (1) die Umsetzung der Maßnahmen, die im Rahmen des Prüfungsprozesses für eine Zertifizierung der Aviv-Kaffeeplantage durch die Alliance for Water Ste- wardship als notwendig festgestellt wurden (u.a. Anti-Erosions-Maßnahmen und Verbesserung der Trinkwasserversorgung für die Arbeiter auf der Plantage); (2) Wissensvermittlung an Kleinbauern zu wassersparenden Reis-Anbaumetho- den und (3) die Verbesserung der Bewirtschaftung der Wasserressourcen durch die zu- ständigen Behörden durch die Rekalibrierung des hydrologischen Modells des Oberen Ruvuma und durch verbesserte Kooperation durch die Einrichtung einer Wassernutzungsgemeinschaft (WUA). OLAM strebt die Zertifizierung des Alliance for Water Stewardship Standards an. Dieser wird von unabhängigen Institutionen bestätigt. Die Verpflichtung von OLAM, den Standard umzusetzen, beinhaltet, sich stärker in ihrem Umfeld zu engagieren und die Bedürfnisse von Kleinbauern und lokaler Bevölkerung zu be- rücksichtigen. 28. Wie beurteilt die Bundesregierung die Studie von MISEREOR, die über ne- gative Folgen der OLAM-Ansiedlung in der Ruvuma-Region berichtet (Landenteignungen von Kleinbauern, schlechte Arbeitsbedingungen auf OLAM-Farmen), vor dem Hintergrund, dass die GIZ und die DEG Projekte mit OLAM in eben dieser Region durchführten bzw. durchführen? Die Zusammenarbeit von GIZ und DEG mit OLAM hatte und hat eine klare ent- wicklungspolitische Zielsetzung und folgt den entsprechenden Richtlinien. OLAM hatte im Anhang der Misereor Studie dargelegt, dass die angesprochenen Wasser- und Sanitärversorgungsprobleme entweder schon behoben worden seien oder dies in Vorbereitung sei. Ansichten und Meinungen der relevanten staatli- chen tansanischen Stellen wurden in der Misereor-Studie nicht berücksichtigt. 29. Wird die DEG nach Kenntnis der Bundesregierung ihre Zusammenarbeit mit OLAM in der Ruvuma-Region aufgrund der Studie überdenken, neu ausrich- ten oder beenden? Im Süden Tansanias (Ruvuma/Songea) unterstützt OLAM unter Einsatz eigener Mittel sowie von BMZ-Haushaltsmitteln im Rahmen des Programms develo- PPP.de kleinbäuerliche Haushalte. Ziel des Projektes ist die Verbesserung der Einkommenssituation von mindestens 2 000 Haushalten (ca. 12 000 Menschen) im ländlichen Raum durch eine substanzielle Produktions- und Qualitätssteige- rung. OLAM unterstützt die organisierte Entwicklung von Kleinbauern durch die Förderung transparenter und betriebswirtschaftlich orientierter Produzentenorga- nisationen. OLAM engagiert sich zudem für die Etablierung weiterer, nicht-kaf- feebezogener Einkommenskanäle, etwa durch die Einführung von Honigbienen- haltung. Die Mischkultivierung von Kaffee mit weiteren Nutzpflanzen und Nah- rungsmitteln trägt zur Einkommensdiversifizierung von Kleinproduzenten bei und befähigt diese zu einem besseren Umgang mit der Preisvolatilität im Kaffee- markt. Vor diesem Hintergrund bewertet die DEG das Projekt positiv und plant, das beschlossene Vorhaben im Rahmen der dafür vorgesehenen Laufzeit weiter- zuführen.
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 13 – Drucksache 18/6786 Vorabfassung - wird durch die lektorierte Version ersetzt. 30. Wird die Bundesregierung sich aufgrund des MISEREOR-Berichts gegen die Aufnahme von OLAM in die German Food Partnership aussprechen, und wenn nein, warum nicht? Die German Food Partnership ist, wie bereits in den Gründungsdokumenten vor- gesehen war, am 31. März 2015 formell ausgelaufen. Die Frage der Aufnahme stellt sich daher nicht. 31. Wird die Bundesregierung sich bei OLAM dafür einsetzen, dass die Arbeits- bedingungen vor Ort verbessert und Kleinbauern entschädigt werden, und wenn nein, warum nicht? Die entwicklungspolitisch erfolgreiche Zusammenarbeit mit OLAM im Rahmen der oben beschriebenen Projekte wird fortgeführt, um die Lebensbedingungen der Kleinbauern nachhaltig zu verbessern, was auch die Verbesserung der Arbeitsbe- dingungen einschließt. 32. An welchen Richtlinien orientieren sich die Trainingsmaßnahmen zu „Good Agricultural Practices“ (GAP), die in dem DEG Projekt mit OLAM vorge- sehen sind? Die „Good Agricultural Practices“ orientieren sich an den Empfehlungen des Tanzania Coffee Research Institutes, gehen aber in weiten Teilen deutlich darüber hinaus. 33. Was ist nach Kenntnis der Bundesregierung der konkrete Inhalt der GAP? Die Trainingsmaßnahmen zu GAPs enthalten ein umfangreiches agronomisches Curriculum, das auf anerkannten und geprüften landwirtschaftlichen Praktiken (good agricultural practices) beruht (u.a. Kompostierung, Erosionsvermeidung). Zusätzlich trainiert OLAM Kleinproduzenten in betriebswirtschaftlichen Fragen, u.a. zur verbesserten Buchführung und zum Aufbau von durch Kleinbauerngrup- pen selbstverwalteten Spar- und Kreditsystemen, zum Thema der Gleichstellung der Geschlechter sowie bei der Etablierung von zusätzlichen Einnahmequellen (u.a. der Förderung von Honigproduktion) mit dem Ziel der Einkommensdiversi- fizierung. OLAM ist zudem an der Weiterentwicklung eines sektorweiten Nachhaltigkeits- curriculums (National Sustainability Curriculum (NSC)) und entsprechender Trainingsmaterialien beteiligt, die in Kooperation mit dem nationalen Regulator des Kaffeesektors (Tanzania Coffee Board), der niederländischen Sustainable Trade Initiative (IDH) und der Nichtregierungsorganisation Café Africa sowie mit der DEG und weiteren Implementierungspartnern der Coffee Partnership for Tanzania (CPT) entwickelt werden. Die Trainingsmaterialien, die u.a. auch die Themen organisationaler Entwicklung von Farmergruppen, betriebswirtschaftli- che Fragen sowie Maßnahmen zur Anpassung an und Abmilderung von klimati- schen Veränderungen adressieren, werden zeitnah dem gesamten tansanischen Kaffeesektor zur Verfügung stehen und zielen darauf ab, die Situation von land- wirtschaftlichen Kleinerzeugern substanziell und nachhaltig zu verbessern.
Drucksache 18/6786 – 14 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode Vorabfassung - wird durch die lektorierte Version ersetzt. 34. Wird sich die Bundesregierung angesichts der Kritik des MISEREOR-Be- richts auf EU-Ebene im Europäischen Rat und im Ministerrat dafür einset- zen, die Gelder aus dem Europäischen Entwicklungsfonds von SAGCOT ab- zuziehen bzw. dafür einsetzen, dass zukünftig keine Gelder mehr für SAGCOT oder andere Wachstumskorridore eingesetzt werden? Nein. 35. Wie beurteilt die Bundesregierung die Vorwürfe, dass die PPP mit Coca Cola zur Reinigung des Mlalakua Flusses lediglich der Förderung der öffentlichen Wahrnehmung des Unternehmens Coca Cola gedient und nicht zu einer nachhaltigen Säuberung des Flusses beigetragen hat? Die Vorwürfe sind nach den der Bundesregierung vorliegenden Informationen nicht berechtigt. Komponenten des Kooperations-Projektes im Rahmen von IWaSP mit Coca-Cola sowie weiteren Partnern aus der Zivilgesellschaft, dem öf- fentlichen Sektor und der Privatwirtschaft sind – neben der physischen Flussrei- nigung – der Aufbau von nachhaltigen Systemen zum Management von Abfall und Abwasser, z.B. durch die Einführung von Abfallentsorgungs-Dienstleistun- gen, Aufbau von Recycling-Zentren und den Bau einer Kläranlage. Dies umfasst Trainings für die neuen Dienstleister. Hinzu kommen Aufklärungskampagnen in den Projektgemeinden zum Umgang mit Müll und Abwasser. Das Partnerschafts- Projekt unterstützt zudem die Klärung rechtlicher Zuständigkeiten und unterstützt die zuständigen Behörden bei der Durchsetzung ihrer Regularien, z.B. der Um- weltvorschriften für Industrieabwässer. Die Coca-Cola-Abfüllanlage am Mlalakua-Fluss hatte bereits vor Projektbeginn ein funktionierendes Abwasser- reinigungssystem. 36. Wie beurteilt die Bundesregierung die Kritik am WSDP I auf „humano sphere.org“, dass hier oft Projekte in der Wasserversorgung gefördert wur- den, deren Betrieb sich die betroffenen Gemeinden nicht längerfristig leisten konnten und die Feststellung, dass von diesem Missstand hauptsächlich Be- rater profitiert haben? Das von mehreren Gebern ko-finanzierte WSDP der tansanischen Regierung zielt darauf ab, die Wasser- und Sanitärversorgung der Bevölkerung zu verbessern. Es setzt für die ländliche Wasserversorgung mit dem Aufbau lokaler Strukturen für die eigenverantwortliche Umsetzung von Projekten auf Gemeindeebene an. In den ersten sieben Jahren des WSDP konnten mehr als 10 Millionen Menschen Zugang zu Wasser in Tansania erhalten. 37. Welche Schlussfolgerungen hat die Bundesregierung daraus für das WSDP II gezogen? Das deutsche Engagement zielt verstärkt auf die Förderung einer klimaangepass- ten, im Sinne der Nachhaltigkeit finanzierten städtischen Wasser- und Sanitärver- sorgung in Tansania. 38. Warum setzt sich die Bundesregierung in Tansania im Bereich Biodiversi- tätsmanagement offiziell für die Stärkung der lokalen Bevölkerung rund um die Wildreservate ein und fördert dann gleichzeitig eine zentrale Wildreser- vatsverwaltung durch TANAPA und TAWA und den Aufbau paramilitäri- scher Strukturen? Durch den Beitrag zum Biodiversitätsschutz in Tansania setzt sich die Bundesre- gierung dafür ein, dass der verbesserte Schutz und die nachhaltige Nutzung der
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 15 – Drucksache 18/6786 Vorabfassung - wird durch die lektorierte Version ersetzt. natürlichen Ressourcen, insbesondere in den Serengeti- und Selous-Schutzgebie- ten, zur ländlichen Entwicklung und zur Sicherung der Integrität global bedeu- tender Ökosysteme beitragen. Dazu unterstützt das Biodiversitätsprogramm i) den Aufbau von Kapazitäten und effektiven Institutionen auf nationaler Ebene, ii) den Schutz und das nachhaltige Management der Schutzgebiete selbst sowie iii auf) lokaler Ebene die Schaffung neuer Beteiligungs- und Benefit-Sharing- Mechanismen in den lokalen Gemeinden sowie den Aufbau sozialer Infrastruktur. Damit orientiert sich die deutsche EZ an internationalen Standards (etwa IUCN Best Practice Guidelines) gemäß derer ein erfolgreiches, nachhaltiges Schutzge- bietsmanagement die Umsetzung eines umfassenden Konzepts erfordert, das etwa den Aufbau einer funktionierenden Schutzgebietsverwaltung, die effiziente Schutzgebietsüberwachung, laufendes Ökosystem-Monitoring, die Förderung ei- nes nachhaltigen Tourismus und von Umweltbildungsprogrammen mit der Ein- bindung der Anrainerbevölkerung in das Schutzgebietsmanagement und deren gerechter Beteiligung an Kosten und Einnahmen verbindet. 39. Wie viele der im Rahmen der G7-Neuen Allianz für den Bereich Biodiver- sitätsmanagement zugesagten Mittel sind nach Kenntnis der Bundesregie- rung in den infrastrukturellen und wirtschaftlichen Ausbau der die Wildre- servate umliegenden Ortschaften geflossen (bitte Projekte einzeln auflisten)? Die Anrainer-Komponente des FZ-Vorhabens „Nachhaltige Entwicklung Seren- geti-Ökosystem“ befindet sich noch in der Aufbauphase. Erste Pilotmaßnahmen zur Unterstützung von Dorfgemeinschaften etwa zum Waldschutz wurden bis- lang mit rd. 0,3 Mio. Euro gefördert. Insgesamt sind für Investitionen in dörfliche Infrastrukturentwicklung und nachhaltige Ressourcennutzung in den Distrikten derzeit ca. 17 Mio. Euro veranschlagt. Das FZ-Vorhaben „Nachhaltiges Management Selous-Wildschutzgebiet“ hat noch keine formale Auszahlungsreife erlangt. Investitionen in Anrainergemein- den, insbesondere zur Förderung der sogenannten ‚Community Natural Resource Management Zones‘, sind derzeit in Höhe von mindestens 6 Mio. Euro vorgese- hen. 40. Wie viele der im Rahmen der G7-Neuen Allianz für den Bereich Biodiver- sitätsmanagement zugesagten Mittel sind nach Kenntnis der Bundesregie- rung in die institutionelle Stärkung des Artenschutzes geflossen, wie zum Beispiel den Aufbau von TAWA (bitte Projekte einzeln auflisten)? Im Rahmen des TZ-Vorhabens „Programm Management natürlicher Resourcen“ (Gesamtvolumen 6 Mio. Euro) sind ca. 4 Mio. Euro für Organisationsentwicklung von TAWA vorgesehen. TAWA ist nicht primär dem Artenschutz verpflichtet, sondern eine autonome Schutzgebietsbehörde für Flächen mit Möglichkeiten der Wildnutzung. Aktivitäten im Bereich Artenschutz umfassen derzeit vor allen Din- gen Anti-Wildereimaßnahmen zum Erhalt der Elefantenpopulationen in Tansa- nia. Im Rahmen des FZ-Vorhabens „Nachhaltige Entwicklung Serengeti-Ökosystem“ sind derzeit rd. 3,1 Mio. Euro für FZ-Investitionen zur institutionellen Stärkung der Schutzgebietsverwaltung vorgesehen, wodurch positive Auswirkungen auch für einen zunehmend effizienten Artenschutz erwartet werden.
Drucksache 18/6786 – 16 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode Vorabfassung - wird durch die lektorierte Version ersetzt. 41. Wie viele deutsche EZ-Mittel im Bereich „Management natürlicher Ressour- cen“ sind nach Kenntnis der Bundesregierung seit dem Jahr 2007 in den in- frastrukturellen und wirtschaftlichen Ausbau der die Wildreservate umlie- genden Ortschaften geflossen (bitte Projekte einzeln auflisten)? Im Rahmen des FZ-Vorhabens „Selous-Niassa-Wildschutzkorridor“ rund 2 Mio. Euro. Auf die Anlage 1 wird verwiesen. 42. Wie viele deutsche EZ-Mittel im Bereich „Management natürlicher Ressour- cen“ sind nach Kenntnis der Bundesregierung seit dem Jahr 2007 in die in- stitutionelle Stärkung des Artenschutzes geflossen, wie zum Beispiel den Aufbau von TAWA (bitte Projekte einzeln auflisten)? Im Rahmen des TZ-Vorhabens „Programm Management natürlicher Resourcen“ sind seit Programmstart in 2013 4,02 Mio. Euro abgeflossen. Das Programm dient in seiner Gesamtheit der institutionellen Stärkung für den Artenschutz. Handlungsfelder umfassen insbesondere die Beratung des zuständigen Ministeri- ums, der Distriktebene in den Anrainerdistrikten des Serengeti Nationalparks so- wie der Aufbau der tansanischen Wildschutzbehörde TAWA. Im Rahmen des FZ-Vorhabens „Selous-Niassa-Wildschutzkorridor“ sind rd. 0,4 Mio. Euro für das ‚Community Based Training Centre Lukuru‘ und die ‚Southern Zonal Anti-Poaching Unit’ abgeflossen.
Anlage 1 Projekte der bilateralen deutschen Entwicklungszusammenarbeit mit Tansania zwischen 2012 und 2014 in den Unterbereichen Wassersektorenentwicklung, Erneuerbare Energie/Energieeffizienz und Biodiversitätsschutz BMZ-Nr. Kurzbezeichnung der Maß- Programmregion / Programm- / Projektziel Programm- / vss. Laufzeit Volumen nahme Projektstandort Projekträger [Jahre] i.A. BMZ [EUR] Verbesserung des Zugangs zu Programm Entwicklung des 2012.6514.9 landesweit Trinkwasser- und Ministry of Water 2013-2015 15.000.000,00 Wassersektors, Phase III Sanitärdienstleistungen Nachaltige Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen des Serengeti-Nationalparks sowie der angrenzenden dörflichen Serengeti-Ökosystem Tanzania National Nachhaltige Entwicklung Nutzungszonen in den 2012.6510.7 sowie Serengeti- und Parks Authority 2014-2018 20.500.000,00 Serengeti-Ökosystem Distrikten Serengeti und Ngorongoro-Distrikte (TANAPA) Ngorongoro, einschl. adäquate Nutzung der neu errichteten wirtschaftlichen und sozialen Infrastruktur Nachhaltiger Schutz & Nutzung Ministry of Natural der natürlichen Ressourcen des Resources and Nachhaltiges Management des Selous-Wildschutzgebiet Selous-Wildschutzgebiets und Tourism (MNRT), 2012.6645.1 2015-2020 8.000.000,00 Selous-Wildschutzgebietes und Anrainerdistrikte ausgewählter dörflicher Tanzania Wildlife Nutzungszonen in den Management Anrainerdistrikten Authority (TAWA) Zentral- und Kommunalregierungen, nationale Ebene; autonome dezentrale Ebene: Schutzgebietsverwaltungen und Ministry of Natural Programm Management 2012.2275.1 Distriktverwaltungen in der Privatsektor setzen Resources and 2013-2016 3.000.000,00 natürlicher Ressourcen Serengeti und Mechanismen um, die den Tourism Ngorongoro Schutz der global bedeutenden Wildressourcen verbessern und für die lokale Bevölkerung Vorabfassung - wird durch die lektorierte Version ersetzt.
Anreize zum nachhaltigen Ressourcenmanagement schaffen 2012.6629.5 Programm erneuerbare Nordwest-Tansania Aufbau einer verlässlichen, Tanzania Electric Energien / Energieeffizienz, kostengünstigen und Supply Company Ltd. Elektrifizierung NW-Tansania umweltbewussten (TANESCO) Stromversorgung in Nord-West 2013-2018 20.000.000,00 Tansania mit Anschluss an die regionalen Strommärkte und Erzeugungskapazitäten 2012.2276.9 Förderung des Energiesektors nationale Ebene Verbesserung der Ministry of Energy 2013-2016 5.000.000,00 Voraussetzungen für die and Minerals; nachhaltige Nutzung Regulierungsbehörde Erneuerbarer Energien (RE) für Energie und Wasser (EWURA) Ländliche Energie- Agentur (REA) 2013.2250.2 Nachhaltige Nutzung von Nationale Ebene Verbesserung der Ministry of Energy 2013 - 2017 1.000.000,00 geothermischer Energie Rahmenbedingungen und and Minerals; Umsetzungskapazitäten zur Regulierungsbehörde nachhaltigen Nutzung für Energie und geothermischer Energi in Wasser (EWURA) Tansania Tanzania Electric Supply Company Ltd. (TANESCO) Vorabfassung - wird durch die lektorierte Version ersetzt.
Anlage 2: BMZ-Nr. Kurzbezeichnung der Maßnahme Programmregion / Programm- / Projektziel Programm- / vss. Volumen Projektstandort Projekträger Laufzeit i.A. BMZ [Jahre] [EUR] Schwerpunkt "Wasser / Abwasser" FZ-Maßnahmen Ländliche Wasserversorgung Hai Verbesserung des Zugangs zu Hai District Water 2006.6512.5 Kilimanjaro-Region 2007-2012 € 3.014.000 Distrikt Trinkwasser Supply Project Verbesserung des Zugangs zu Programm Entwicklung des 2006.6529.9 landesweit Trinkwasser- und Ministry of Water 2007-2010 € 17.250.000 Wassersektors, Phase I Sanitärdienstleistungen Verbesserung des Zugangs zu Programm Entwicklung des 2009.6548.3 landesweit Trinkwasser- und Ministry of Water 2010-2013 € 40.000.000 Wassersektors, Phase II Sanitärdienstleistungen Verbesserung des Zugangs zu Programm Entwicklung des 2012.6514.9 landesweit Trinkwasser- und Ministry of Water 2013-2015 € 15.000.000 Wassersektors, Phase III Sanitärdienstleistungen Verbesserung der Trinkwasser- und Sanitärversorgung durch Programm Entwicklung des Nutzung von 2015.6740.3 Wassersektors (Investment Finance landesweit Ministry of Water 2014-2019 € 7.000.000 Finanzierungsangeboten lokaler Facility) Geschäftsbanken durch geeignete lokale Wasserversorger Programm städtische Wasser- Mtwara, Babati, Verbesserung des Zugangs zu 2012.6515.6 /Sanitärversorgung Kigoma, Sumbawanga, Trinkwasser- und Ministry of Water 2013-2016 € 20.000.000 (7-Städte-Upgrading-Programm) Lindi Sanitärdienstleistungen Programm städtische Wasser- Mtwara, Babati, Verbesserung des Zugangs zu 2015.6813.8 /Sanitärversorgung Kigoma, Sumbawanga, Trinkwasser- und Ministry of Water 2016-2019 € 10.000.000 (7-Städte-Upgrading-Programm) Lindi Sanitärdienstleistungen Vorabfassung - wird durch die lektorierte Version ersetzt.
Verbesserung der Klimaangepasste Wasser- Lebensbedingungen durch 2015.6741.1 Simiyu Ministry of Water 2016-2020 € 25.000.000 /Sanitärversorgung in Regionalzentren klimaangepasste Wasserversorgung TZ-Maßnahmen Die institutionellen, gesetzlichen, regulativen u. personellen Rahmenbedingungen zur Steigerung des Zugangs zu Programm Entwicklung des 2007.2062.3 landesweit Trinkwasser- u. Sanitätsvers.der Ministry of Water 2008-2013 € 10.902.449 Wassersektors Bevölkerung u. zur Anpassung des Wasserressourcenmanagements an den Klimawandel sind nachhaltig verbessert. landesweit; Wasser- und Abwasserbetriebe im Die institutionellen Kapazitäten städtischen und und Kompetenzen für eine Programm Entwicklung des kleinstädtischen Raum 2012.2242.1 nachhaltige Wasser- und Ministry of Water 2013-2016 € 10.000.000 Wassersektors (ca. 130); Sanitärversorgung der Maßnahmen in Babati, Bevölkerung sind verbessert. Mtwara sowie Tanga, Korogwe, Moshi, Lake Rukwa and Nyasa. Schwerpunkt "Gesundheit" FZ-Maßnahmen Verbesserung der Mutter-Kind- Ministry of Health Soziale Sicherung für Arme zur Gesundheit über and Social Welfare / 2008 - 2007.6554.5 Verbesserung der Müttergesundheit Tanga, Mbeya € 11.500.000 Krankenversicherung für arme National Health 2016 und der HIV-Prävention Mütter und deren Neugeborene Insurance Fund Vorabfassung - wird durch die lektorierte Version ersetzt.